![]() |
|
|||||||
| Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
![]() |
|
|
Themen-Optionen |
|
#1
|
||||
|
||||
|
Hallo Forumsteilnehmer,
diese Jahr plane ich die Lackreparaturen an meinen Stahlverdränger. Die Arbeiten sollen außen, am Überwasserschiff stattfinden. Es sind unterschiedliche Untergründe zu bearbeiten. Bei Rost werde ich versuchen, den so weit, wie möglich zu beseitigen. Da es aber Stellen gibt, die schon etwas tiefer eingerostet sind, möchte ich diese mit Rostschutz/ Umwandler behandeln. Es handelt sich hierbei nicht um Durchrostungen oder komplett vergammeltes Blech. Ich möchte nur nicht wegen einer tieferen Stelle, Vertiefungen ausschleifen. Das Lacksystem wurde von mir gewählt, da die vorherige Farbe aus dem gleichen System stammt. Ich plane: - Stellen die tiefer eingerostet sind - Ovatrol CIP - Dann De IJssel IJmopox ZF Primer 1x - Dann De IJssel IJmopox HB Coating 2x - Decklack De IJssel Double Coat 2K-Lack 2x Wäre das eine vernünftige Vorgehensweise? Vielen Dank Silvio |
|
#2
|
|||
|
|||
|
WIE willst du den "tieferen" Rost denn entfernen? Wir haben das erst letzte Woche bei unserem Stahlverdränger gemacht (nur Überwasser) und dafür sehr erfolgreich einen Nadelentroster genutzt. Der geht auch in die kleinste Ecke/Vertiefung.
Das Werkzeug selbst ist spottbillig (~ € 50) braucht allerdings 140l/min bei ca. 7 bar. Das erfordert einen recht potenten Kompressor oder eine Preßluftflasche.....
__________________
Grüße in die Runde! Thomas |
|
#3
|
||||
|
||||
|
Sorry, aber genau das ist es, was ich nicht wollte!
Ich habe nur wenige Roststellen, hauptsächlich oberflächlich. Dafür brauche ich keinen Nagler. Mir ging es eher um den Schichtenaufbau und ob der so brauchbar ist. Grüße |
|
#4
|
||||
|
||||
|
Für kleine, aber tiefere Stellen nehme ich einen Feinschleifer, z.B. von LIDL für runde 20€, dazu feine Diamantschleifer (so wie beim Zahnarzt). Damit kann man punktuell auch tiefer sitzenden Rost ohne viel Abtrag an gesundem Material weitgehend entfernen.
Je weniger Rost, desto besser fürs folgende Farbsystem. Das genannte kenne ich nict, kann also nichts dazu sagen.
__________________
Gruß Ewald
|
||||
|
#5
|
|||
|
|||
|
2K auf Owatrol wird immer schlecht. Aber vermutlich ist die Werbung zu verlockend, wo Owatrol auf puren Rost gepinselt wird….
Vernünftig entrosten ist das wichtigste. Nicht wie ein Zahnarzt. Der Rost muss da raus, bis aufs blanke Blech. Dann braucht es auch gar kein Owatrol oder anderes Schlangenöl. |
|
#6
|
||||
|
||||
|
Zitat:
|
|
#7
|
|||
|
|||
|
Hallo
Ich habe bei punktuellen Stellen den Dremel mit Mini Fräßkopf genommen. Gerade in Ecken und schwer zugänglichen Stellen. Dann mit Primocon behandelt. Gruß Joggel |
|
#8
|
||||
|
||||
|
Wenn der Rost anfängt zu blühen macht es schon Sinn das nicht nur punktuell zu behandeln. Erst wenn du die Stellen aufmachst siehst du wie es darunter aussieht. Das führt meist dazu das man weiter aufmacht, am Ende muss dann eh alles runter. Ich wünsche dir das es kleine Stellen bleiben.
Die kleine Stelle die bei mir rostete hab ich aufgemacht, am Schluss musste doch alles runter sonst wär es Pfusch und würde nur eine Saison halten. Dann ärgert man sich das man es nicht richtig gemacht hat. Wenn das Wetter passt wird grundiert und dann gespachelt. Viel Zeit bis zum Kranen hab ich nicht mehr.
__________________
Gruß
|
||||
|
#9
|
|||
|
|||
|
Das mit Owatrol Öl hat ja schon religiöses Niveau. Es hat viele Jünger und auch genügend Häretiker.
Ich benutze es, um rostige Stellen, an die ich schlecht rankomme oder die ich nicht aufwändig behandeln möchte, in der weiteren (Rost-)Entwicklung zu stoppen. Aber niemals als Vorbereitung für einen vernünftigen Lackaufbau. Das funktioniert nicht nachhaltig. Es gibt aber sicher genügende Jünger, die genau das behaupten werden. |
|
#10
|
|||||
|
|||||
|
Zitat:
Sehe ich richtig, daß du eine Holzleiste als oberen Abschluß des Arbeitsbereiches hast? Dann schau mal drunter Ich habe gerade so eine aufgesetzte Scheuerleiste entfernt und bin dabei, die Reste des Untergrundes zu retten und zu konservieren. Es war höchste Zeit....
__________________
Gruß Ewald
|
|||||
|
#11
|
||||
|
||||
|
Hier war erst nur eine begrenzte Stelle zu erkennen. Nach dem Nadeln war das dann erheblich größer weil der Lack weit unterwandert war. Das graue ist Grundierung....
__________________
Grüße in die Runde! Thomas
|
||||
|
#12
|
||||
|
||||
|
Danke erst mal für die Ratschläge. Ich werde zuerst schleifen und dann entscheiden, wie ich weiter agiere. Dabei habe ich nicht vor, Rost unter dem Lack zu belassen.
Letzten Herbst habe ich den Kettenkasten gemacht und war richtig erschrocken, wie es da aussah. Das hatte ich nicht erwartet, zumal das Boot beim Vorbesitzer in einer Werft lag und jeden Winter in eine Halle kam. Ich konnte erstmal einen Eimer Sand aus den Kasten holen. (Berliner Gegend) Hier habe ich dann Owatrol CIP an den Stellen eingesetzt, wo ich nicht mehr ran kam. Im Außenbereich habe ich eigentlich nur Rost an kleineren Stellen. Immer da, wo der Lack eingerissen ist. An den Hebeösen und an den Füßen von Aufbauten. (Innenradien) Bei den wenigen aufgemachten Stellen, ist der Rost auf kleine Flächen begrenzt und der Lack ringsum noch nicht unterwandert. Ich kann nur hoffen, das es bei den anderen Stellen auch so ist. Wie tief es reingeht, muss ich ausprobieren. Ich werde aber definitiv kein Owatrol einsetzen. Laut Hersteller gibt es keine Zulassung unter Epoxy. Es wird von Problemen berichtet, dass Owatrol eher elastisch bleibt und es beim Überlackieren zu Rissen kommen kann. Das ist es ja gerade, was ich vermeiden möchte. Habt ihr noch einen Tipp, wie ihr die Kehlen behandelt? Danke Silvio |
|
#13
|
||||
|
||||
|
Zitat:
Wo ich nicht rankomme hab ich diesmal mit Oxyblock-N (gibts nur online) gearbeitet. Ist ähnlich wie Owatrol, aber besser und auch teurer. Hab langfristig damit bessere Erfahrungen gemacht als mit Owatrol. Trotzdem ist Owatrol ein Mittel meiner Wahl, kommt halt drauf an wo....Das kriecht in die Ritzen, den Rest wischt man mit Verdünner runter. Das trocknet aus und versiegelt die blöden Stellen so das es dort nicht weiter gammelt.
__________________
Gruß |
|
#14
|
||||
|
||||
|
Zitat:
|
|
#15
|
||||
|
||||
|
Ich habe mit beiden gearbeitet. Das Owatrol nehme ich. für Falzrost oder offene rostige Stellen, die ich regelmässig behandele. Am besten nur noch Wachs drüber.
Das CIP kann mann überstreichen, angeblich sogar mit 2K. Dabei ist CIP nix anderes, als Owatrol mit Pigmenten zur Haftungsverbrsserung. Das sagt eigentlich schon viel. Ganz gut geht es mir Ovagrundol, obwohl nur 1K ist es eine geschlossenporige Grundierung mit Owatrolbestandteilen. Aber der wahre Jakob ist das alles nicht. Für mich nur eine Alternative, wenn eine bessere Behandlung nicht möglich oder unwirtschaftlich/nicht lohnenswert ist.
|
||||
|
#16
|
||||
|
||||
|
Das sind doch alles alte Hüte.
In der Binnenschiffahrt hat man schon vor 50 und mehr Jahren gekochtes Leinöl verwendet in genau den gleichen Applikationen wie heute Owatrol. Bleibt nach Lufthärtung leich klebrig. Und dann gab es noch gekochtes Leinöl mit Hinzufügung von Sikkativ, einem Härtungsbeschleuniger. Gleichzusetzten mit CIP und härtet durch. Alter Wein in neuen (teuren ) Schläuchen.
__________________
Gruss, Dirk |
|
#17
|
||||
|
||||
|
Niemand braeuchte Owatrol, wenn Leinoel nicht zum gotterbarm stinken wuerde. :-D
|
|
#18
|
||||
|
||||
|
Zitat:
Ich liebe den Geruch von Leinöl, wird nur noch getoppt durch einen warmen, leicht nach Diesel riechendem Maschinenraum, in dem ein Langsamläufer sein Werk verrichtet.
__________________
Gruss, Dirk Geändert von Startpilot (26.03.2026 um 17:45 Uhr) |
|
#19
|
||||
|
||||
|
also bei uns werden alle alten Möbel, die Veranda und das Boot mit Leinöl behandelt !
Das lässt sich klasse verarbeiten, macht keine Flecken und riecht gut. Ein Nachteil ist die lange Trockenzeit. Mittlerweile überwiegt bei uns im Maschinenraum der Dieselgeruch, das ist aber alles wesentlich schöner , als irgendwelche anderen Gerüche nach Chemie! Grüße Detlef
|
||||
|
#20
|
||||
|
||||
|
...meiner Meinung nach am besten mit einer Clean-and-Strip-Disc...
|
||||
|
#21
|
|||||
|
|||||
|
Zitat:
Mir ist es den Preis mittlerweile wert, es funktioniert sehr gut.
__________________
Gruß, Jörg!
|
|||||
|
#22
|
||||
|
||||
|
Hallo Mein Name ist René ich lebe in Berlin bin 48 Jahre alt und ich besitze seit 2011 einen alten Stahlverdränger, ich habe den von meinen Eltern übernommen.
Ich habe das Boot mit Trennschleifer und Stahldraht Topfbürsten entrostet und mit 3 schichten owatrol gestrichen 1 Schicht ganz dünn und dann 2 normal dünne schichten. Vorher musst du alles mit Aceton sauber machen und mit 240er anschleifen. Mit dem 240er ist ganz wichtig, weil man mit der topfbürste das Material verdichtet und glättet und man Poren verschlisst. Das schleifen mit Schleifpapier möglichst mit Hand. Wenn der kann dann schön rot leuchtet mindestens 1 Monat stehen lassen erst dann mit 2k mindestens 8 schichten mit zwichenschlif als ich früher immer Ausbesserungen an dem Boot machen musste, habe ich zwischen den spanten und nieten rote Farbe gefunden und recherchiert, was das sein krönte, es war auch eine Farbe die auf Firnis basierte Das Boot ist Bj 1922 Ich hatte nie wider Rostprobleme, Mann kann das auch mit owatlrol Öl machen und dann 1 k 10 schichten wegen der defusionssperre. Ich würde heute 1k verwenden . Geändert von Achtern (Heute um 16:47 Uhr)
|
||||
|
#23
|
|||
|
|||
|
Da schleift jemand vermutlich wochenlang (Strahlen hätte ca. 3h gedauert), und dann klatscht er owatrol drauf, um dann mit 2k drüber zu lackieren. Ich glaub das alles nicht mehr.
Vor allem, Saubermachen mit Aceton - damit man dann Öl drauf schmiert… Bei solchen Baustellen: Strahlen mit Schlacke, und noch am selben Tag 2k Teerepoxy drauf. Das rostet die nächsten 50 Jahre nicht. |
|
#24
|
|||
|
|||
|
Jeder darf bei uns glauben, was er will. Sogar das.
EDIt: selbst wenn ich auf unbehandelten Rost " mindestens 8 Schichten 2K Grundierung mit Zwischenschliff" auftrage, sehe ich den Rost für Jahre auch nicht wieder. Bis es knack macht. Dennoch: schönes Schiff. Aber: Tippfehler können passieren, mal fehlt die Brille, mal spinnt die Autokorrektur, usw. Kriegen wir es hier evtl. dennoch hin, dass man ein Mindestmaß an Orthographie, Interpunktion und Grammatik hinbekommt, dass man nicht ständig vom Gefühl beschlichen wird, Nachsicht walten zu müssen, um nicht Gefahr zu laufen, jemanden ungerecht zu behandeln? Das nimmt mitunter grenzwertige Ausmaße an. Geändert von fignon83 (27.03.2026 um 23:14 Uhr) |
|
#25
|
|||||
|
|||||
|
Zitat:
bis denne, Rainer
|
|||||
![]() |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Stahlverdränger auf See | chrisma | Langzeitfahrten | 44 | 24.07.2018 12:49 |
| Stahlverdränger in Küstengewässer? | Zodiac340 | Allgemeines zum Boot | 4 | 24.07.2006 08:32 |
| 8,50m Stahlverdränger lohnt sich oder nicht | Dieter M. | Allgemeines zum Boot | 27 | 07.02.2006 06:30 |
| Stahlverdränger aus Holland | Schmitzi | Allgemeines zum Boot | 6 | 13.03.2005 22:40 |
| Pflege Stahlverdränger, Anstrich | appel | Allgemeines zum Boot | 2 | 25.08.2003 12:04 |