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BF - Trockendock und Linkliste Gesammeltes Fachwissen für die große Inspektion Keine Antwortmöglichkeit!

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Alt 03.12.2006, 13:45
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Ride The Lightning Ride The Lightning ist offline
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Standard Trailer und Gespanne

Kurzzeitkennzeichen (Bestimmungen für Deutschland)

Zitat:
Zitat von ralfschmidt
Merkblatt Kurzzeitkennzeichen nach § 28 StVZO

Sehr geehrter Fahrzeughalter,
bei der Benutzung von Kurzzeitkennzeichen sind folgende Einzelheiten zu beachten:
1. Das Fahrzeug darf nicht zum Verkehr zugelassen sein.
2. Kurzzeitkennzeichen dürfen nur für Prüfungsfahrten (z.B. beim TÜV, DEKRA, GTÜ), Probefahrten (z.B. beim Verkauf oder Kauf des Fahrzeugs) und Überführungsfahrten (z.B. beim Kauf eines stillgelegten Fahrzeuges) innerhalb Deutschlands verwendet werden.
3. Das Fahrzeug muss verkehrssicher sein. Für die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs ist der Fahrzeughalter verantwortlich. Fahrzeuge mit Kurzzeitkennzeichen dürfen auf öffentlichen Straßen nur bis zu dem auf dem Kennzeichen angegebenen Ablaufdatum in Betrieb gesetzt werden; die Gültigkeit des Kennzeichens ist bis zu dem Ablaufdatum (höchstens fünf Tage ab Zuteilung) beschränkt.
4. Die Gültigkeitsdauer ist auf dem roten Fahrzeugschein vermerkt. Der Fahrzeugschein ist, wenn nicht vom Straßenverkehrsamt geschehen, vor Antritt der Fahrt in deutlicher Schrift auszufüllen und mit Datum und Unterschrift zu versehen. Der Fahrzeugschein ist bei allen Fahrten mitzuführen.
5. Die Kurzzeitkennzeichen müssen am Fahrzeug angebracht sein. Etwa vorhandene andere Kennzeichen sind abzudecken.
6. Die zugeteilten Kurzzeitkennzeichen und der ausgegebene Kfz.-Schein müssen nicht zurückgegeben werden.
7. Zur Zuteilung eines Kurzzeitkennzeichens werden folgende Unterlagen benötigt:
* Versicherungsbestätigung gem. § 29 a StVZO (für Kurzzeitkennzeichen) = Deckungskarte
* Personalausweis des Antragstellers bzw. bei Firmen Gewerbeanmeldung bzw. Handelsregisterauszug, oder
* Pass mit Meldebestätigung
* Vollmacht (wenn der Antragsteller nicht selbst erscheint) und Ausweis des Bevollmächtigten
Die Zulassung mit Kurzzeitkennzeichen ist steuerfrei. Die Gebühren bei den Kfz-Zulassungsstelle betragen zur Zeit € 10,50. Die Kosten für die Schilder trägt der Antragsteller. Diese kaufen Sie beim Schilderpräger bei der Kfz-Zulassungsstelle.

Geändert von Ride The Lightning (26.04.2010 um 20:43 Uhr)
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Alt 11.01.2009, 15:12
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PderSkipper PderSkipper ist offline
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Standard Trailerbremsen überholen

Wechseln und Wartung der Trailerbremsen.

Zitat:
Zitat von nidelv610 Beitrag anzeigen
Hallo da diese Jahr auf der Heimfahrt von Kroatien meine Trailerbremse viel zu warm wurde war es Zeit etwas zu unternehmen.
Die Bremse wurde so heiß das sogar die Kunststoffnabendeckel in den Alufelgen herausfielen.
Also heute früh ging es los, bei einem guten Freund konnte ich die Werkstatt benutzen.
Zuerst Trailer mit der Hebebühne hochgehoben, danach die Räder abmontiert.





So dann Fettkappe runter und mit einer großen 36mm Nuß die große Mutter lösen und aufschrauben.
Dann die Trommel abziehen.





Nun sieht man die Bremse mit Bremsbacken, Spreizschloß und Mechanik.
Dem Radlager ist auch zu warm geworden wie man sieht.
Die Trommel ist innen verglast und der hintere Bremsbacken ist kurz vor Stahl.
War also notwendig hier etwas zu tun.





Sorry habe noch ein anderes Bild vom Radlager wo man es besser sieht.
Die alten Bremsseile habe ich abgeflext weil ich neue aus Edelsahl einbauen möchte.
Deshalb sind die Bremsseile blau.





So nun die alten Bremsbacken abmontiert und alles schön sauber gemacht.





Hallo sieht schon glatt aus Boot und Trailer so hoch gehoben.




So nun die neuen Bremsbacken ausgepakt und wieder mit dem Spreizschloß,
das ist der Hebel der die Zugbewegung vom Bremsseil dann in eine Spreizbewegung umsetzt, zusammengesetzt.





Wenn dann die Bremsbacken mit Mechanik wieder am Ankerblech montiert sind geht es an die Bremsseile.
Natürlich alle beweglichen Teile gut mit Bremsenpaste gefettet damit alles schön beweglich bleibt.




Bei den Bremsseilen muss man auf die Biegung achten.
Nicht zu eng oder dass das Bremsseil irgendwo streift, sie sollen schön spannungsfrei liegen.
Sieht fast aus wie Kunst.





So nun gehts daran die Radlager in den Bremstrommeln zu wechseln.
Da wäre eine Presse jetzt gut aber geht auch mit Muskelkraft.
Zuerst den Sprengring entfernen (sind sogar zwei), dann das Lager mit einem großen Dorn herausschlagen.
Dann pressen wir das neue Lager mit modernster Technik in die Bremstrommel wieder ein.
Nun noch mit den zwei Sprengringen sichern.





Keine Sorge auf dem Bild haben wir das Lager nur angesetzt.
Mit der Hülse mit der wir es dann einpresst haben, denn es muss ja noch etwas tiefer rein nicht bündig,
hatte es beim Ansetzten sich verkantet.
Die Belastung war dann mit Hüle so das das Lager nicht beschädigt wurde.

Habe ich fast vergessen...
Vor dem Lagerwechseln noch die Bremstrommeln gut ausschleifen und sauber machen.
Die alten Lager sehn nicht so schön aus, eins ist sogar auseinander gefallen.
Hmm dem war wohl doch zu warm.





So jetzt sieht die Bremstrommel doch wieder richtig schön aus mit dem neuen Radlager.
Etwas für die Optik machen wir natürlich auch.
Na es wird doch langsam.




So vorne an der Zugvorrichtung gibt es auch noch etwas zu tun.
Den Dämpfer in der Zugvorrichtung möchte ich auch erneuern,
denn ich vermute dieser Dämpfer ist der Grund das meine Bremse auf der Rückfahrt zu heiß geworden ist.
Denn dann konnte bei längerer Bergabfahrt die Mechanik nicht wieder zurückgedrückt werden
und die Bremsstange dadurch zurückgedrückt werden.
Ich wollte einen 3,5t Dämpfer montieren
tja der ist aber zu groß und nun kommt doch wieder ein 2,7 t Dämpfer rein.
Zum Glück hatten wir beide besorgt.





Und siehe da auf dem Schiebestück fehlt hinten der Anschlaggummi deshalb hat es beim Rückwärtsfahren immer so geschlagen.
Es hat sich bestätigt das der Dämpfer in der Zugvorrichtung schon erlahmt war.
Er hatte also nicht mehr die Kraft die Mechanik zurückzudrücken.




So dann kommen alle Bremstrommeln wieder drauf.
Mit einer neuen Mutter die man immer bei gepressten Radlagern verwenden muss.
Diese muss dann mit 280 Nm angezogen werden.





Der Zugvorrichtung habe ich noch ein neues Zugmaul spendiert.
Leider fehlt noch das Schloß zum abschließen im angekuppelten
Zustand, das hat mir an dem Zugmaul gefallen.




So wenn nun die Räder wieder montiert sind geht es ans Einstellen der Bremse.
Man muss zuerst die Grundeinstellung an jedem Rad machen,
hierzu tut man hinten mit der Schraube die Bremsbacken zuerst anlegen bis das Rad fest ist.
Jetzt die Schraube ca 3/4 bis 1/1 Umdrehung aufdrehen bis sich das Rad wiederstandsfrei dreht.
Kann sein das die Bremsbacken noch etwas leicht kratzen, das macht nichts.
Das Rad muss sich auf alle Fälle schön rund drehen ohne abgebremst zu werden.
Jetzt stellt man das Bremsgestänge noch so ein das man zum Hebel ca 4-5mm Spiel hat.



So hier war mein Bericht zu meiner heutigen Bremsen Überholung an meinem Trailer.
Ich hoffe die Bilder veranschaulichen ein bischen die Arbeit, ich habe heute mal endlich genug Bilder beim arbeiten gemacht.
Sonst fällt mir das immer erst hinterher ein.
Ich bin froh das meine Bremse jetzt wieder in Ordnung ist.
Also bei ca 2,3t schiebt das schon ordentlich wenn der Anhänger nicht mehr richtig bremst.





Gruss Tomas
Auszug aus: http://www.boote-forum.de/showthread.php?t=59181

Geändert von Ride The Lightning (07.03.2014 um 09:13 Uhr)
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Alt 08.05.2010, 00:00
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Standard Tipps für die Fahrt mit dem Bootsanhänger

Wir (Dank an Freibeuter-Jörg) haben für Euch Tipps für den sicheren Bootstransport zusammengestellt.

Wenn Ihr Ergänzungs- oder Verbesserungsvorschläge habt, schickt einem von uns gerne eine PN.

Die Tipps könnt Ihr Euch hier herunterladen:
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Tipps für die Fahrt mit dem Bootsanhänger v2.pdf (190,3 KB, 4143x aufgerufen)

Geändert von Ride The Lightning (16.08.2010 um 19:36 Uhr)
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  #4  
Alt 05.07.2010, 10:32
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Standard Neue Version

Es ist nun eine überholte Version der "Tipps für die Fahrt mit dem Bootsanhänger" online; der Punkt "Zusätzliche Hinweise" wurde überarbeitet. Dafür vielen Dank an die Mithilfe von Tom (TOM Milos 585).
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Alt 12.08.2010, 19:32
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Standard Ladungssicherung

Sicherung eines Bootes auf dem Trailer.

Zitat:
Zitat von DerMicha72 Beitrag anzeigen
Moin nochmal...

Es wird viel geredet... auch in Detailfragen... - Aber sind auch die Grundlagen bekannt? - Was muss wie gesichert werden damit es den 'grünen Männchen' genügt?

Fangen wir mal mit den Eckdaten der entsprechenden Normen an!
Zu sichern gegen verrutschen und herunterfallen sind
- 80% des Ladungsgewichtes nach vorn
- 50% zu jeder Seite
- 50% nach hinten
(kippgefährdete Ladung lasse ich mal aussen vor)

Wenn wir also unser Boot sichern wollen müssen wir zuerst einmal wissen was das Teilchen 'fahrfertig' auf dem Trailer stehend so wiegt! (Lieber ein paar Kilo zu viel schätzen als zu wenig sichern!)

Da wir unser Boot nur äußerst schwierig durch formschlüssiges Einbringen des Ladegutes auf die Ladefläche sichern können (welcher Trailer umschließt das Boot schon zu allen Seiten?), müssen wir uns anderweitig behelfen!

Grundsätzlich haben wir hier zwei Möglichkeiten:
1. Erzeugung von Formschluss
2. Erzeugung von Kraftschluss

Ich beginne mal mit der suboptimalen aber im Güterverkehr am häufigsten angewandten - weil vermeindlich einfachsten - Methode -> dem Kraftschluß.
Hierbei wird mittels Erhöhung des Anpressdruckes der Ladung auf die Ladefläche versucht, die Mikroverzahnung zwischen Ladung und Ladeboden soweit zu erhöhen, dass die geforderten Werte erreicht werden.
Da unser Boot meist auf Kielrollen ruht, können wir zurren bis sich Trailer und Boot verbiegen... - es wird NIE reichen!

Also verbleibt der künstliche Formschluss.
Wenn ich mir einen Kasten Bier in den Kofferraum meines Wagens stelle, erzeuge ich der Einfachheit halber Formschluss, indem ich weitere Kästen daneben, davor und dahinter stelle, bis der Kofferraumboden (möglichst) vollflächig 'dicht' ist. - Angenehmer Nebeneffekt -> mein Biervorrat steigt.

Da diese Variante beim Boot scheitert müssen wir uns anders behelfen.

Es bleibt nur die Nutzung von Zurrmitteln. Im Falle eines 'normalen' Bootes werden es meist Zurrgurte mit Spannratsche sein.

Schauen wir uns so einen Gurt mal genauer an!

Er besteht zumeist aus zwei Teilen...
Ein langer Part mit Haken an einem Ende und ein kurzer Part mit Haken an einem und Spannschloss am anderen Ende.
An BEIDEN Parten ist normalerweise ein kleines (meist) blaues 'Fähnchen' dran - das muss es auch bleiben!
Dort steht drauf was der Gurt so alles 'kann'.
Meist findet man dort lustige Symbole die einen grade 'gestreckten' Gurt und einen 'gebogenen' Gurt darstellen.
Dahinter eine Zahl mit einer daN Angabe. Diese Angabe sagt uns, was der Gurt in der jeweiligen Verwendung leistet... - Die Sicherungskraft in daN (Wert entspricht ca. kg)
Der Wert für den graden Zug ('gestreckter' Gurt) ist immer halb so groß als der Wert für die Umschlingung ('gebogener'Gurt).

Wo ist der Unterschied?

Wenn ich einen Gurt grade von einem Zurrpunkt (Ladung) zum Anderen (Ladeboden / Trailer) einsetze, gilt der Wert für den graden Zug.
Wenn ich den Gurt von einem Zurrkunkt (Ladeboden / Trailer) UM DAS LADEGUT HERUM und zurück zu einem (möglichst anderen / freien) Zurrpunkt führe, gilt der Wert für die Umschlingung / Umspannung / Umschließung.

Auf dem Part mit der Ratsche stehen noch weitere Werte.
Diese besagen was die Ratsche leistet, wenn der Gurt in der Niederzurrung angewandt wird.
Dann zählt nämlich plötzlich nicht mehr was der Gurt kann!
Dann kommt es (in erster Linie) darauf an, was die olle Ratsche kann!
(Und das ist meist nicht berauschend!!!)
Dann schafft ein 5-Tonnen Gurt plötzlich nur noch 250 kg (Standart) bis 750 kg (Superduperteil) - Und das bei einem Gurt der eigentlich 5 Tonnen kann!!!

Also werden wir das nun versuchen mit möglichst wenig Gurten (weil weniger Arbeit!) möglichst effektiv zu sichern!

Fangen wir mit dem Ruschen nach vorne an.
Unser Boot ist mittels Seil- oder Gurtwinde auf den Trailer gekommen? - GENIAL! - Wir haben einen idealen Zurrpunkt am Boot -> die Bugöse!
Also schnell ein entsprechender Gurt gegriffen und durchgefädelt!
Wo jetzt aber am Trailer hin damit?
Nun, zunächst einmal möglichst weit nach hintern, denn der Gurt soll ja das Rutschen nach vorn verhindern. Dazu sollte er möglichst parallel zum Trailer verlaufen. Also auf der einen Seite in einen der hinteren Zurrpunkte einhängen, auf der anderen Seite den Part mit der Ratsche dran tüddeln und den dortigen Haken dann genauso weit nach hinten hängen wie grade auf der anderen Seite.
Jetzt wird's spannend! - Aber soooo spannend wird's auch wieder nicht, da wir den Gurt nur so straff spannen, dass er so grade Spannung aufbaut! - Das reicht, da ja der Gurt und nicht die Ratsche die Last tragen soll.
Bei einem entsprechend dimensioniertem Gurt bleibt jetzt bei einer Vollbremsung unsere Heckklappe vom Auto heil!

Die Bugöse darf aber nochmal herhalten. - Sie bekommt nun noch einen 'kleineren' Gurt, der grade nach unten führt und dort ein wenig Spannung zum Trailer aufbaut, damit das Boot am Bug nicht aus den Auflagen (Kielrolle / Bugstütze / etc.) 'hüpft'. Die Bugstütze übernimmt dann den seitlichen Halt, das Boot rutscht nicht zur Seite weg, alles richtig gemacht!

Ab ans Heck! - Hier wird es evtl. etwas komplizierter.

Wenn am Heck entsprechend dimensionierte Zurrösen am Boot sind ist Alles gut, ansonsten müssen die Klampen herhalten!

Es gilt unser Boot gegen Entschwinden nach hinten und zur Seite zu sichern.

Gurt gegriffen, rechts ans Boot und links an den Trailer damit... - STOP!!! - Wieso jetzt von links nach rechts und hier nur einfach?! - Und überhaupt, wo sind die Zurrpunkte am Trailer angebracht?

Um effektiv nach hinten sichern zu können muss / müssen der / die Gurt/e vom Boot aus nach vorne gehen.
Da wir seitlich aber im Regelfall keine Ösen am Boot haben greifen wir hier evtl. besser zu den Klampen.
Ein Gurt führt vom Trailer (von möglichst weit vorne) kommend durch beide Heckklampen und auf der anderen Seite wieder nach vorn an den Trailer.
Und schon sollte die Sicherung nach hinten genügen!

Fehlt nur noch die hintere Sicherung zur Seite...

Also am an die (hoffentlich) vorhandenen Ösen am Bootsheck. Jeweils einen Gurt einhängen oder durchziehen und dann an der anderen Seite am Trailer anschlagen. Das war's -> für's Boot! - Und wie sieht's im INNEREN aus?!

Was liegt denn da so Alles rum?! - Das kann doch wohl nicht wahr sein! - Das muss doch auch alles gegen Rutschen und Fallen gesichert sein!!!

Viel Spaß dabei!

So schön kann LaSi am Boot sein!

Hoffe gehilft zu haben!



Gruß vom
Micha
Auszug aus: Ist das Boot so ausreichend verzurrt?
__________________

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  #6  
Alt 28.05.2011, 08:43
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TÜV Süd warnt vor unsicherem Spanngurt

Zitat:
Zitat von Valentino Beitrag anzeigen
Hallo in die Runde,

gerade kam bei uns die folgende Meldung rein:

Der TÜV Süd warnt vor einem gefährlichen Zurrgurt des chinesischen Herstellers Zhejiang Jiande Chunlei Electrical Hardware Co., der unter der Marke GO/ON vertrieben wird. Aufgrund einer mangelhaften Gurtschnalle rutsche der Zurrgurt durch den Klemmverschluss.

Nach Angaben des TÜV ist bereits ein Fall bekannt, in dem es beim Transport von Booten auf einem Anhänger durch das Lösen des Zurrgurts fast zu einem schweren Unfall gekommen wäre.

Auf dem Gurt ist ein gefälschtes GS-Zeichen von TÜV SÜD Product Service angebracht. Es hat die übliche Sechseck-Form und trägt die Aufschrift "TUV SOU". Die Modellbezeichnung des Gurtes ist CL-A38, der auf der Verpackung aufgedruckte EAN-Code lautet 4333992725689.

Die Marke GO/ON wird von Zeus, Zentrale für Einkauf und Service GmbH & Co. KG eingekauft. Das in Soltau beheimatete Unternehmen, das u.a. die Filialen der Baumarkt-Kette "hagebaumarkt" beliefert, hat laut TÜV den Artikel inzwischen aus dem Verkauf genommen und Händler aufgefordert, Restbestände nicht mehr anzubieten.

Vielleicht bewahrt diese Info ja vor Schaden.

Grüße aus Oberhausen
Klaus
Auszug aus TÜV Süd warnt vor unsicherem Spanngurt
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