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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #1  
Alt 14.03.2006, 21:54
Benutzerbild von jessig1
jessig1 jessig1 ist offline
Vice Admiral
 
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Standard Posi-Laternen Abzocke mit BSH

Hallo,
ich hätte von euch mal gerne gehört, was ihr von der in Deutschland geforderten Zulassungsvorschrift für die Navigationsbeleuchtung haltet, bzw welche Erfahrungen ihr habt mit der deutschen Wasserpolizei, wenn die Lampen nicht BSH zugelassen sind.
Ich finde es ist eine „deutschübliche“ Abzocke . Wenn man mal die Preise vergleicht, bekommt man für den Preis einer BSH-Lampe ein komplettes Set Lampen die, außer in Deutschland überall zugelassen sind. Wo bleibt hier Europa
Also ich für meinen Teil werde mein Boot mit „Nicht-BSH-Lampen“ ausstatten. Sollte es dann Probleme geben mit der Wasserpolizei, so wäre meiner Meinung nach mal fällig, das Ganze hinsichtlich EU-Recht überprüfen zu lassen.
Vielleicht ist unter den Forumlern auch ein(e) Rechtsanwalt(in) die/der sich darüber mal Gedanken machen könnte.
So, jetzt bin ich auf eure Reaktionen und Antworten gespannt.
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  #2  
Alt 14.03.2006, 22:09
Benutzerbild von ralfschmidt
ralfschmidt ralfschmidt ist offline
BF-Trockendocktor
 
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Standard Re: Posi-Laternen Abzocke mit BSH

Hall0 jessig1,
hier im Ruhrgebiet achtet die WSP auf solche Sachen, darum fahre ich auch ohne Beleuchtung
solange keiner da gegen klagt wird sich da nichts dran ändern

war doch damals mit der Telekom genauso
__________________
Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.
Bertrand Russell
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  #3  
Alt 14.03.2006, 22:21
Ossibaer Ossibaer ist offline
Commander
 
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Standard

Irgendwie dumm der Beitrag, denn die Lampen sind nicht überall zugelassen - stimmt also nicht die Vorannahme.

Positionslampen mußten schon in der Vergangenheit von den nationalen Behörden zugelassen werden. Das war für die Lampenhersteller stressig, weil es dann viel Geld kostete für die Zulassungsverfahren.

Wichtig ist aber die Tragweite der Positionslaternen zur Sichtfähigkeit durch andere Verkehrsteilnehmer. Das gleiche gilt auch für Autofahrer bei den Scheinwerfern, wahrscheinlich hast Du diesen im Gegensatz zum Bootsführerschein, wenn dir die notwendige Tragweite wohl nicht bekannt ist.

Es gibt natürlich auch andere Leuchten, die meist weder die Tragweite noch die Leuchtwinkel besitzen. In vielen Ländern wird das eher locker gesehen, wie z.B. in Italien bei Fischerbooten etc (aber auch dort vor allem nur bei einheimischen).

Aber nicht nur der Wasserschutz interessiert sich für die Beleuchtung, sondern auch deine Versicherung im Schadensfall. Wenn bei Nachtfahrt die gesetzlich vorgeschriebene Beleuchtung nicht vorhanden ist, wird dir wahrscheinlich bei einem Schadensfall eine wesentliche Mitschuld gegeben und wahrscheinlich der Betrieb eines nicht verkehrssicheren Fahrzeuges vorgeworfen.

Aber dann kannst Du ja den Beitrag schreiben, die Schweine von der Versicherung wollen nicht zahlen.
Aber dann bleibt uns ja auch Deine weitere Teilnahme am Schiffsverkehr erspart.
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  #4  
Alt 14.03.2006, 22:35
Benutzerbild von haveltango
haveltango haveltango ist offline
Lieutenant
 
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interessant, wie oft man das wörtchen "aber" so einsetzen kann.

aber , ich wurde wegen dieses deliktes auch schon mal gerügt von der wsp, allerdings ohne ausschlussandrohung vom schiffsverkehr.

ich habe einfach verzweifelt das boot gewechselt, seitdem rügt man mich nicht mehr
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  #5  
Alt 14.03.2006, 22:41
M.S.Liander
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  #6  
Alt 14.03.2006, 22:55
Benutzerbild von jessig1
jessig1 jessig1 ist offline
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Standard BSH

Hallo Ossibär,
dann schau dich doch mal in Europa um. Auffallender Weise gibt’s da Navi-Lampen, die zB. in Frankreich, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Finnland usw überall gleich sind. Auch hier sind Abstrahlwinkel und Tragweite vorgeschrieben. Nur Deutschland muß mal wieder ein extra Süppchen kochen.
Sind in Deutschland die Nächte dunkler oder die „Käpitäne“ blinder???
Übrigens: ich habe nicht nur den Autoschein sondern auch div. Bootsscheine.
Das Ganze geht hier nicht um Sicherheit sondern meiner Meinung nach nur um Bürokratismus und Abzocke.
Aber so wie du die deutsche Bürokratie verteidigst, könnte man meinen, dass du im BSH um deinen Arbeitsplatz bangst .
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  #7  
Alt 14.03.2006, 22:57
Benutzerbild von haveltango
haveltango haveltango ist offline
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aber ich hab nu sone italienische dinger dran , 3 sm lt. beschreibung , die binnenschiffer zeigen mir ne meise des nachtens ....
aber dabei hab ich gar nicht vor, die zu versenken.

und nochmal wechsle ich das boot deshalb nicht
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  #8  
Alt 14.03.2006, 23:00
Benutzerbild von klastey
klastey klastey ist offline
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Hallo jessing1 (hier könnte dein Name stehen)

Diese zugelassenen Leuchten sind nur so teuer, weil sie durch ein langwieriges Prüfverfahren müssen. Unter anderem werden die Winkel, Leuchtweiten, Beschaffenheit usw geprüft und Zertifiziert. Der Herstellungswert ist sicherlich nur das Geringste vom Preis. Teuer hingegen sind die Zertifizierungen. Wenn du bei unsichtigem Wetter ( solche gegebenheiten können dich Tagsüber auch überraschen ) oder bei Nacht einen Unfall hast wird dein Gegner keine Schwirigkeiten haben seinen Schaden von dir ersetzt zu bekommen
Deine Versicherung wird sich daran allerdings nicht beteililigen ( Steht in ihren Geschäftsbedingungen )

Und wenn du meinst diese Lampen wären teuer, dann schau mal bei Lampen für Fluggeräte da ist das mit dem Preis perfektioniert.

Handbreit und Gruß Klaus
__________________
Gruß Klaus



Eigentlich bin ich ganz anders,
ich komme nur nicht dazu.
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  #9  
Alt 14.03.2006, 23:16
Ossibaer Ossibaer ist offline
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Ich habe früher mal die Lampen verkauft lieber Newbie Jessig, und habe mich über die ziemlich nervigen Verfahren in den verschiedenen Ländern immer geärgert. Da wurde von jeder Behörde all das nochmals wiederholt, wobei die Franzosen das auf die Spitze trieben (hat aber auch mit Schutz der einheimischen Industrie zu tun).
Und da ich die verschiedenen Behörden in Europa kannte, stimmt deine Behauptung einfach nicht, daß in Schweden, Dänemark und so weiter nicht kontrolliert wurde. Also, einfach mal nicht diese Unwahrheit schreiben, wenn Du meinst davon gehört zu haben.

Übrigens kenn ich natürlich auch die anderen Leuchten und deren bedingte Qualität. Das heißt nicht nur mangelnde Tragweite, sondern Ausfall durch Salzwasser bei der Lampenaufhängung, Abblättern der Beschichtung nach zwei Jahren etc.

Aber ich habe schon in meinem vorletzten Beitrag zum Forum geschrieben, daß es hier einige gibt, die keine Fragen haben, sondern nur ihre Allerweltsweisheiten bestätigt bekommen wollen.
Da mir meine Zeit zu schade dazu ist, werde ich mich bei diesem Punkt auch nicht mehr dazu äußern. Denn du willst nichts wissen, sondern andere belehren. Und das kann ich auch in den Seglerkneipen nicht ab, wenn Leute mich volllöhren wollen - vor allem wenn ich dann noch mein Getränk selber bezahlen muß. Da geht ich lieber und das mache ich auch bei diesem Thema.

Ahoi
Wolfram
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  #10  
Alt 14.03.2006, 23:34
Benutzerbild von alaska
alaska alaska ist offline
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Halte diese nationale BSH-ZUlassung auch für überflüssig und Geld-macherei.
In den vergangenen Jahren wurde ich sicherlich schon 5mal von der
WaPo kontrolliert, aber meine fehlende BSH-Beleuchtung hat noch keiner
gerügt.
__________________
Bald wieder vom Oberrhein.
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  #11  
Alt 14.03.2006, 23:58
trikita trikita ist offline
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Ich stimme jessig1 zu und halte Europa und seine fragwürdige Einheit für eine farce, die lediglich dem Ansatz von Waren dienen soll, nicht aber wirklich einer einheitlichen Regelung, die man in weniger als einem Jahr erreichen könnte, wenn da nicht ein Haufen abkommandierter Vollidioten am Werke wären.

In den Niederlanden bekomme ich ganz offiziell Posi-Lampen, die hier keine Zulassung bekommen würden, wegen der zu hoch angesiedelten Kriterien des BSH.

Das BSH setzt Sportschiffahrt mit Berufsschiffahrt gleich, was die Tragweite der Lampen angeht und rechtfertigt damit auch den hohen Stromverbrauch pro Glühbirne, die in jedem der vier Posi-Lichter stecken muß, wenn das Boot "korrekt" beleuchtet sein muß. Nur vergißt das BSH, daß kleine Sportboote fast nie diese Energieproduktionskapazitäten hat wie ein großes Schiff und auch selten irgendwelche Überkapazitäten, die es zu verbraten gälte.

In den Niederlanden interessiert es niemanden, ob eine 5 Watt oder eine 10 Watt Birne in der Posi-Lampe steckt oder ob der Korpus eine Mindestgröße hat oder die unterschreitet. Ich habe in niederländischen Bootsausrüstungsläden nachgefragt und habe teils sehr interessant geformte Leuchten gefunden, die in etwa den geforderten Abstrahlwinkeln entsprechen würden, aber hier jeden Wasch-Po auf den Plan rufen würden, allein ihrer Form und Größe wegen.

Mit den Posis ist es so wie mit der Hundesteuer in Deutschland: Keiner hat's in dieser Art in Europa, aber die Deutschen sind dumm genug, sich das gefallen zu lassen.
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  #12  
Alt 15.03.2006, 00:22
trikita trikita ist offline
Captain
 
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@ jessig1

Hier ist ein sehr interessanter thread, der Dir vielleicht noch nicht aufgefallen ist, wo es aber auf's gleiche hinausläuft: Es gibt Befürworter von "individuellen" aber funktionalen Lösungen, was die Posis an Bord angeht und es gibt die Gegner, die glauben, daß man alles so machen muß, wie es ihnen die Behörden vorschreiben.

http://www.boote-forum.de/phpBB2/vie...066&highlight=

Ich verstehe sehr gut, daß es im Straßenverkehr eine strenge Norm geben muß, wegen der Reichhaltigkeit von Fahrzeugen und wegen der hohen Verkehrsdichte auf den Straßen und Autobahnen. Aber wenn man die Richtlinien-Systematik des BSH auf den Straßenverkehr übertragen würde, müßte doch eigentlich auch jede Fahrradlampe den Candela-Wert bzw. die Beleuchtungsqualität eines Autoscheinwerfers haben. (wenn man davon ausgeht, daß für alle Verkehrsteilnehmer dieselben Auflagen gelten, wie es in der Schiffahrt der Fall ist ===> gleiche Pflicht für alle!!!).

Auf dem Wasser ist weniger los als auf der Straße. Die meisten Boote laufen weniger als 30 km/h, wenn sie unterwegs sind. Segelboote haben gar eine durchschnittliche Marschgeschwindigkeit von maximal 10 km/h, aber trotzdem muß ein Kleinfahrzeug laut BSH die minimalen Leucht-Tragweite von 2 Seemeilen haben; genau wie ein Berufsschiff, welches unter Umständen bis zu 55 km/h schnell ist und einen Bremsweg von drei Seemeilen hat und in den meisten Fällen auch noch tiefgangbehindert ist, was den Sportbooten ohnehin eine Ausweichpflicht aufzwingt und den Kleinboot-Skipper in JEDEM FALL dazu zwingt, sich selbst freizuhalten, weil niemand von den Großen ihm und seinem Boot ausweichen wird, egal ob sein Kleinboot "richtig" oder "falsch" beleuchtet ist.

Wer da nicht nachdenklich wird.......
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  #13  
Alt 15.03.2006, 05:27
Benutzerbild von wolf b.
wolf b. wolf b. ist offline
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Zitat:
Zitat von Boomerang
....Aber wenn man die Richtlinien-Systematik des BSH auf den Straßenverkehr übertragen würde, müßte doch eigentlich auch jede Fahrradlampe den Candela-Wert bzw. die Beleuchtungsqualität eines Autoscheinwerfers haben. (wenn man davon ausgeht, daß für alle Verkehrsteilnehmer dieselben Auflagen gelten, wie es in der Schiffahrt der Fall ist ===> gleiche Pflicht für alle!!!).
.......
Diesen Punkt sehe ich etwas anders. Ich zitiere mal aus dem Schulungsbuch SbF See: "Ein Segelfahrzeug unter 7m Länge sowie ein Ruderfahrzeug sollen möglichst die für Segelfahrzeuge vorgeschriebenen Lichter führen. Ist dies nicht möglich, müssen sie eine elektrische Lampe oder eine angezündete Laterne mit weißem Licht gebrauchsfertig zur Hand halten."
Es folgt noch eine Ergänzung durch SeeSchStrO und SchiffO Ems nach der solche Boote unter 12m auch ein weißes Rundumlicht im Topp (wo ist der bei Ruderbooten?) führen können und ansonsten Nachts und bei verminderter Sicht nur bei Notstand fahren dürfen.

Damit kann evtl. ein Fahrradfahrer verglichen werden.
Auch die Aussage, Sportboote und Berufsschiffahrt hätte die selben Vorschriften ist nicht ganz korrekt. Bis 12 m muß die Tragweite des Topplichtes 2 sm, von 12 bis 20m 3 sm, von 20 bis 50m 5 sm betragen. Für Größer habe ich eine Wissenslücke.

Ich bin der Meinung, wenn ich mir ein Boot größer 12m leiste, sind auch die BSH-Lampen leistbar. Es ist ein einmaliger Preisunterschied von maximal 150€ ! und jährlich ????? sehr wenige wegen teuerer Leuchtmittel.

Eine andere Frage hätte ich: wer von euch führt eigentlich Signalkörper wie Ankerball, Rhombus mit sich?
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  #14  
Alt 15.03.2006, 06:22
Benutzerbild von KaiB
KaiB KaiB ist offline
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.
Zitat:


Eine andere Frage hätte ich: wer von euch führt eigentlich Signalkörper wie Ankerball, Rhombus mit sich?
Wir, zumindest Ankerball und Kegel, BSH gibt es auch, obwohl unser Böötchen früher ein Holländer war. Der Vorbesitzer erzählte mir damals, er habe viele dieser "zugelassenen" Dinge an Bord, da er häufig in D segele und er meinte " Bei Euch kontrollieren sie ja so gerne".
In Dänemark habe ich mir mal eine neue Ankerlaterne besorgt. Da lagen allerlei Variationen, auch mit BSH rum. Der Verkäufer erläuterte mir, das seien die für deutsche Kunden...

Naja, schwieriges Thema, hier muß eine Weg zwischen gesunder Eigenverantwortung und Regulierung gefunden werden. Das scheint uns deutschen dann doch eher schwer zu fallen.

Gruß
Kai
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  #15  
Alt 15.03.2006, 06:46
Mystic Mystic ist offline
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Zitat:
Zitat von wolf b.
Ich bin der Meinung, wenn ich mir ein Boot größer 12m leiste, sind auch die BSH-Lampen leistbar. Es ist ein einmaliger Preisunterschied von maximal 150€ ! und jährlich ????? sehr wenige wegen teuerer Leuchtmittel.

Eine andere Frage hätte ich: wer von euch führt eigentlich Signalkörper wie Ankerball, Rhombus mit sich?
Hi Wolf,

obwohl ich Dir im Grunde zustimme, ist die Rechnung nicht ganz richtig. Der hohe Stromverbrauch verursacht erhebliche weitere Kosten bei Batt. Kapazität, Ladetechnik etc..

Für 150 Euro erhöhte Sicherheit würde ich auch keinen Aufstand machen, wenn von den 150,- aber 140 Euro in irgendwelchen Behörden versickern stinkt mir das schon..

Handbreit

Bodo ( der Ankerball und Motorkegel mitführt )
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  #16  
Alt 15.03.2006, 07:23
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Moin, Moin!

Wie kann man sich eigentlich über so ein Thema streiten?

Es geht hier um ein oder zwei Laterne:

- Mobo Zweifarbenlaterne am Bug und weißes Rundumlicht einen Meter höher

- Segler dreifarbenlaterne im Masttop

wobei dann die Laternen pro Stück vielleicht 30€ teurer sind als von der Qualität vergleichbare nicht BSH Laternen.

Wer die Regelung mit BSH nicht akzeptiert kann ja auch gleich verlangen, das er die Glühbirne seiner Wohnzimmerlampe anschrauben darf.

Ich glaube fast ihr sein alle (die behaupten BSH ist quatsch) noch nicht wirklich bei Nacht gefahren, diese komischen Amifunzeln erkennt man fast gar nicht.

Es wird auch niemand gezwungen sein Boot in Deutschland zu betreiben, aber wer es möchte der muß sich halt an die hier geltenden Regeln halten, so einfach ist das.
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mit sportlichem Gruß
Hendrik
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  #17  
Alt 15.03.2006, 08:03
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le loup le loup ist offline
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Zitat:
Zitat von Emotion
....
Wer die Regelung mit BSH nicht akzeptiert kann ja auch gleich verlangen, das er die Glühbirne seiner Wohnzimmerlampe anschrauben darf.
nanu - ist das denn verboten?

Zitat:
Ich glaube fast ihr sein alle (die behaupten BSH ist quatsch) noch nicht wirklich bei Nacht gefahren...
sind bestimmt schon viele.
denn nacht im sinne der vorschriften ist die zeit zwischen "amtlichem" sonnenuntergang und -aufgang.
zumindest im sommer isses da noch sehr lange hell.

Zitat:
Es wird auch niemand gezwungen sein Boot in Deutschland zu betreiben, aber wer es möchte der muß sich halt an die hier geltenden Regeln halten, so einfach ist das.
es spricht doch wohl nichts dagegen wenn über den sinn einer zumindest EU-einheitlichen regelung - und damit unsinn eines kostentreibenden deutschen alleinganges - diskutiert wird.

nur durch solche diskussionen wird vielleicht eines tages diese mittlerweile sinnlose regelung entfallen bzw. durch eine sinnvollere ersetzt.

was bei dieser - und auch anderen diskussionen - auffällt:
binnen und biuten werden oft verwürfelt.
was in einem gebiet noch sinnvoll ist muss im anderen gebiet nicht so sein.

nimm beispielsweise ein klassisches holz-mobo, egal ob Boesch oder Panther. wenn man da die hässlichen BSH-klumpen anbaut sieht das nur noch schlimm aus.

notfalls könnte man eine dreifarbenlaterne auf steckmast montieren. ist aber nicht zulässig, da mobo. bei nem segler wäre aber alles korrekt.

das ist der tägliche behördenwahnsinn welcher mehr und mehr staatsverdrossenheit erzeugt.

le loup
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  #18  
Alt 15.03.2006, 08:16
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Moin,

Zitat:
Zitat von Emotion
- Segler dreifarbenlaterne im Masttop
aber wenn der mit Motor fährt, wird der doch zum Maschinenfahrzeug? Oder nicht?? Öh?

Unter 7m Länge würde dann natürlich noch ein weißes Rundumlicht ausreichen....wenn es nicht anders geht.

Wäre mir aber etwas unsicher, wenn nur so ein bischen rotes Licht oder auch Grün von der Dreifarblaterne zu erkennen wäre.

Also bei meinem Minisegler sind Bug-, Heck, Dampfer- und Ankerlaterne montiert.
Wie lange der Akku reicht, habe ich noch nicht ausgerechnet oder probiert :-|.

Gegen die sparsamen LED-Lampen wird sich auch das BSH nicht ewig sperren können.
Von der Lebensdauer werden die Dinger "normale" Birnen auch weit übertreffen, und das ist doch auch ein Sicherheitsfaktor (oder wer klettert bei Seegang ins Masttopp zum Birne wechseln...).
Aber so lange BSH draufstehen muss, werden die LEDs wohl auch kaum billiger werden.

Aber so ist das, wenn man in einem "klassischen Seefahrerland" wie D lebt...gut dass wir alles besser wissen als die Holländer, Engländer, ..... die haben ja auch keine Ahnung von sowas.
Oder?

Gruß
Carsten, für eine einheitliche Europa-Regelung
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  #19  
Alt 15.03.2006, 08:33
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Tatsache ist, dass es schon gewaltige Unterschiede gibt. Ich habe meine DDR-Funzeln durch BSH-Leuchten ersetzt (gebraucht aus'm eBay, gar nicht soooo teuer), obwohl die lokale WSP (Datteln-Hamm-Kanal) das nur sehr bedingt interessiert.

In der Achse ihrer Leuchtrichtung haben die ein signifikant helleres und auffälliges Licht als div. Zubehörlämpchen. Wenn ich mit einem Verdränger auf dem engen Kanal unterwegs bin und es ist wirklich stockdunkel, fühle ich mich damit definitiv besser.

Auf der 4m-Schale habe ich keine BSH-Lampen, und sie kommen auch nicht drauf. Zum einen fahre ich nie in absoluter Dunkelheit, zum anderen bin ich viel leichter ausweichfähig und fahre auch nicht auf so engen Gewässern wie dem Kanal.

Die ganze Diskussion ist m.E. sehr hypothetisch: es gibt Regeln, sie haben in einigen Bereichen ihre Berechtigung, sind vielleicht ein bisschen sehr umfassend (warum ein 4m-Boot im Sommer nach Sonnenuntergang, bei einsetzender Dämmerung, eine 150-EUR-Lampe führen muss, ist etwas schwer vermittelbar), gehört aber eben zu den versteckten Kosten des Bootssports.

Versteht es meinetwegen als verdeckte Bootssteuer mit integriertem Sicherheitsgewinn.
__________________
Andreas
www.bootstechnik.de

alle Binnen-Pflichtdokumente elektronisch dabeihaben: Thread 178207
Ruhrskipper: http://www.bootstechnik.de/downloads/ruhrschleusen.pdf (Version: 11.07.2019)
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  #20  
Alt 15.03.2006, 08:37
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Emotion Emotion ist gerade online
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Zitat:
Ich glaube fast ihr sein alle (die behaupten BSH ist quatsch) noch nicht wirklich bei Nacht gefahren...
Zitat:
Zitat von le loup
sind bestimmt schon viele.
denn nacht im sinne der vorschriften ist die zeit zwischen "amtlichem" sonnenuntergang und -aufgang.
zumindest im sommer isses da noch sehr lange hell.
Ich korrigiere mich, ich meinte bei stockfinsterer Nacht!



Zitat:
Zitat von le loup
was bei dieser - und auch anderen diskussionen - auffällt:
binnen und biuten werden oft verwürfelt.
was in einem gebiet noch sinnvoll ist muss im anderen gebiet nicht so sein.
wollen wir wirklich unterschiedliche Lampe für Binnen und Buten


Zitat:
Zitat von le loup
nimm beispielsweise ein klassisches holz-mobo, egal ob Boesch oder Panther. wenn man da die hässlichen BSH-klumpen anbaut sieht das nur noch schlimm aus.
Mit ein bisschen Kreativität kann man Steckhalter konstruieren, an denen man die Lampen aufstecken kann, dann fährt man die "Klumpen" halt nur bei eingeschränkter Sicht und dann fällt es auch nicht auf, das sie hässlich sind (Ich konstruiere gerade sowas für einen Bekannten).
__________________
mit sportlichem Gruß
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  #21  
Alt 15.03.2006, 08:55
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Volker Sch Volker Sch ist offline
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Hallo allerseits,

ein weiterer Diskussionspunkt.

Wie kann es sein, das Boote mit einem CE Kennzeichen in Deutschland in Verkehr gebracht werden, die keine BSH Beleuchtung haben, und somit trotz CE in Deutschland unmgebaut werden müssen.

Das CE Kennzeichen wird schließlich von einem Mitgliedsstaat der EU erlassen.

Bei Autos ist das mittlerweile auch so. Z.B deutsche Autos werden mittlerweile auch im Ausland zugelassen. Ich musste nur bisher nie die Beleuchtung meines Autos umbauen, wenn ich dies in Deutschland benutzen will.

Viele Grüße

Volker
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  #22  
Alt 15.03.2006, 09:41
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le loup le loup ist offline
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Zitat:
Zitat von Emotion
....
Zitat:
Zitat von le loup
was bei dieser - und auch anderen diskussionen - auffällt:
binnen und biuten werden oft verwürfelt.
was in einem gebiet noch sinnvoll ist muss im anderen gebiet nicht so sein.
wollen wir wirklich unterschiedliche Lampe für Binnen und Buten
nicht wirklich
aber gäbe es eine einheitliche EU-weite regelung zumindest für binnen könnten grössere stückzahlen und ein vereinfachtes zulassungsverfahren für sinkende preise sorgen.
natürlich müssten die salzwasser-leuchten auch binnen zulässig sein.
so gesehen -> ja

Zitat:
Mit ein bisschen Kreativität kann man Steckhalter konstruieren, an denen man die Lampen aufstecken kann, dann fährt man die "Klumpen" halt nur bei eingeschränkter Sicht und dann fällt es auch nicht auf, das sie hässlich sind (Ich konstruiere gerade sowas für einen Bekannten).
zweifarbenleuchte am bug mittels elt. anhängerkupplung auf den kahn, anhängerstecker auf platte am fuss der BSH-klumpen

weisses toplicht auf rohr (tisch-halter mit feingewinde), kabel getrennt führen / stecken und nach aufbau ans rohr clipsen

le loup
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  #23  
Alt 15.03.2006, 09:50
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Zitat:
Zitat von Emotion
.....
Wie kann man sich eigentlich über so ein Thema streiten?......
Hier streitet doch keiner.
Endlich mal wieder eine schöne freundschaftliche Diskussion um ein Bootsthema.

Natürlich könnte dies endlos diskutiert werden und dann kommt der Hinweis: die Gesetzeslage ist halt so. Aber der Sinn bzw. Unsinn von Bestimmungen ist es durchaus würdig zu hinterfragen. Das erweitert unser aller Horizont.

Und besser als Currywurst ist es allemal.
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  #24  
Alt 15.03.2006, 10:09
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Don P Don P ist offline
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Nachdem der Bootsfahrer schon soviele Hürden nehmen
muß,wie Führerscheine,Funksprechzeugnis,Zulassung,
von Abnahmeverfahren am Bodensee ganz abgesehen,
kommt es auf die Lampen auch nicht mehr an.

Nachdem ich 2002 bei strömendem Regen und
absolut schlechter Sicht(tagsüber wohlgemerkt)auf
der Mosel fuhr,und ich doch Bedenken mit meinen
Ami-Funzeln hatte,habe ich dann doch auf BSH
umgerüstet.
Nur den Preis fand ich nicht angemessen.

Aber ein Vergleich mit europ. Nachbarn macht einen
schon nachdenklich.
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Don P



Stan No. 3/Abteilung FW
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  #25  
Alt 15.03.2006, 10:23
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@ Le loup

ich hatte mir das in etwa so gedacht:

Montage eines schönen Flaggenstockhalters (für den BF-Wimpel) an der Bugspitze (wo bis jetzt die Ami-Beleuchtung sitzt).

Die Bsh zweifarbenlaterne wird auf eine massive Edelstahlstange montiert, die achtern abgeflacht ist

somit kann man die Laterne bei beeinträchtigter Sicht ganz einfach gegen den BF Wimpel getauscht werden.
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Hendrik
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