boote-forum.de - Das Forum rund um Boote  

Zurück   boote-forum.de - Das Forum rund um Boote > Alles was schwimmt! > Allgemeines zum Boot



Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

Antwort
 
Themen-Optionen
  #1  
Alt 04.03.2011, 16:39
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard Erste Ausfahrt mit Überraschungen

Hallo Bootsfreunde!

Heute sind bei unserer ersten Ausfahrt in diesem Jahr zwei Probleme aufgetreten, die ich in der letzten Saison noch nicht kannte. Bitte sagt doch mal was dazu, damit ich Montag etwas verständiger, als es mir im Moment möglich ist, Repararuraufträge erteilen kann:

1. Seit dem Einbau eines Kühlwasserthermostaten in das Zweikreissystem (der Vorbesitzer hatte ihn ausbauen lassen) geht die Temperatur nun schnell in den weißen Bereich und kommt selbst bei 3000 U/min nicht in die Nähe des roten Bereiches. Aber: Ab 3200 U/min stinkt es von irgendwoher nach verbranntem Gummi. Gehe ich auf 2000 U/min zurück, verzieht sich der Gestank schnell. Könnte es sein, dass die Seewasserpumpe nicht genügend Kühlwasser fördert, sodass die Auspuffgase unzureichend gekühlt werden? Ich vermute, dass noch der Original-Impeller in der Seewasserpumpe sitzt - Betriebsstunden jetzt 1075 seit 1997.

2. Die Hydrauliksteuerung ist ruppelig geworden. Sie funktioniert zwar, wechselt jetzt aber ca. alle 25 cm zwischen leicht- und schwergängig. Muss nur entlüftet oder Öl nachgefüllt werden oder kündigt sich da ganz plötzlich eine dickere Reparatur an?
__________________
Gruß Wilfried

Geändert von Kielholer (04.03.2011 um 16:46 Uhr)
Mit Zitat antworten top
  #2  
Alt 04.03.2011, 17:30
Benutzerbild von vestus
vestus vestus ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 13.06.2010
Ort: Berlin / Wolgast
Beiträge: 3.139
Boot: Stahlverdränger
Rufzeichen oder MMSI: DH3729
2.419 Danke in 1.443 Beiträgen
Standard

Hallo Wilfried,

so ´ne Ferndiagnose ist immer schlecht, aber ich würde als erstes mal das Impellergehäuse öffnen. Entweder hast Du dann den Übertäter schon gefunden bzw. kannst diese Fehlerquelle auschliessen.

Ich weiss zwar nicht was für ein Motor verbaut ist, aber i.d.R. sind das nur ein paar Schrauben.
__________________
Gruss Vestus
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #3  
Alt 04.03.2011, 17:54
Benutzerbild von piep
piep piep ist offline
Fleet Captain
 
Registriert seit: 18.02.2007
Beiträge: 974
556 Danke in 409 Beiträgen
Standard

wg. gummimief: kontrolliere doch mal die keilriemenspannung. ggf. keilriemen abnehmen und wasserpumpe, lichtmaschine und hydraulikpumpe auf leichtgängigkeit überprüfen.
__________________
everybody ist perfekt - not mi!
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #4  
Alt 04.03.2011, 18:18
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Hi Vestus und Piep, es ist ´n 100 PS Yanmar Turbodiesel von 1995. Montag kommt ein neues Ladegerät, da werde ich mal äugen, ob ich im Motorkeller was erkennen kann. Braucht man nicht nach jedem Öffnen ´ne Spezialdichtung, die Yanmar schicken müsste?
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
  #5  
Alt 04.03.2011, 18:36
Benutzerbild von vestus
vestus vestus ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 13.06.2010
Ort: Berlin / Wolgast
Beiträge: 3.139
Boot: Stahlverdränger
Rufzeichen oder MMSI: DH3729
2.419 Danke in 1.443 Beiträgen
Standard

Keine Ahnung, bin selbst von der Volvo-Fraktion. Nichtdestotrotz wird der Bootsschrauber dieses aber als 1. Schritt machen. Wenn man die Sache vorsichtig angeht sollte da nix kaputtgehen, da ist nicht so ein Druck drauf wie z.B. bei ´ner Kopfdichtung.
__________________
Gruss Vestus
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #6  
Alt 04.03.2011, 18:39
Benutzerbild von jannie
jannie jannie ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Brunsbüttel / Dithmarschen
Beiträge: 3.825
Boot: -
Rufzeichen oder MMSI: -
5.921 Danke in 2.440 Beiträgen
Standard

Moin,
ich weiss zwar nicht, wie lange die Impeller beim Yanmar halten, aber 1000 h sind schon ein Wort (meine beim Volvo 6 Zyl Diesel leben zwischen 400 und 700 h). Da nachschauen lohnt sich sicher. Hatte Dein Vorbesitzer evt. wegen des Problems, das da was heiss wird, den Thermostaten rausgenommen (altes Problem)? Wenn es zu wenig Kühlwasser ist, könnte auch ne Verstopfung vorliegen, falls der Impeller ok ist. Oder der Wärmetauscher der Zweiskreiskühlung ist belegt. Wenn im Kühlwasser alles ok ist, ist ein Keilriemen, der rutscht, auch ne Idee.
Also wie schon gesagt, 1. Impeller wechseln (wenn der alte schon mal draussen ist, die Dichtung für die Seewasserpumpe ist normalerweise dabei), vorher nochmal anstellen und nach der Kühlwassermenge am Auspuff gucken. und dann mit dem neuen Impeller vergleichen. Ist die Abgasleitung hinter dem Knie aus Gummi? Dann kann der Mief da auch herkommen, wennn es wegen Wassermangel zu heiss wird,
Wegen der Hydrauliklenkung erstmal nachsehen, ob das Ruder frei beweglich ist und am Hydraulizylinder alles noch ok ist. Bei zu wenig Flüssigkeit geht eigentlich nichts schwer, sondern leicht und das Ruder wird nicht mehr bewegt. Du müsstest dann auch irgendwo ne Leckage finden. Sonst habe ich da noch nie Probleme gehabt.
Viel Glück bei der Fehlersuche. Evt. kann Dir Nordic weiterhelfen, der hat doch das gleiche Modell.
gruesse
Hanse
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #7  
Alt 04.03.2011, 19:21
Benutzerbild von Libertad
Libertad Libertad ist gerade online
Fleet Admiral
 
Registriert seit: 16.12.2005
Ort: Limburg/Lahn
Beiträge: 8.902
Boot: Proficiat 975G
12.152 Danke in 5.824 Beiträgen
Standard

Ich habe bei meinem 4 Zyl. Yanmar den Impeller bei 1100 h getauscht. War eigentlich noch top, wurde aber beim Ausbau beschädigt. Ein bekannter hat seinen bei 1800 h gewechselt, war auch noch ok.
__________________
Gruß
Ewald
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #8  
Alt 04.03.2011, 19:30
Hesti Hesti ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 21.04.2010
Ort: Niedersachsen
Beiträge: 1.837
Boot: 29 Fuss Segelboot
1.230 Danke in 781 Beiträgen
Standard Frost

Wegen Deiner Hydrauliklenkung - war das untert 0, als Du die ausprobiert hast? Wenn ja - kann es sein, dass Du einfach Eis im Öl hast. Dann wäre da ersteinmal ein Ölwechsel angesagt.
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #9  
Alt 04.03.2011, 20:16
Benutzerbild von ralfschmidt
ralfschmidt ralfschmidt ist offline
BF-Trockendocktor
 
Registriert seit: 31.01.2002
Ort: Lünen / Sea Ray 180 CB Sea Ray SRV 195
Beiträge: 32.431
19.801 Danke in 14.367 Beiträgen
Standard

Hallo Kielholer,
ich würde während der Fahrt mal kontrollieren was da genau heiß wird
Impeller tauschen schadet natürlich nicht, wenn der schon so lange drin ist

in deiner Lenkung fehlt vermutlich nur ÖL
__________________
Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.
Bertrand Russell
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #10  
Alt 05.03.2011, 09:32
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Hi Hanse, Ewald, Hesti und Ralf!

Vielen Dank für eure Ratschläge. Mein Problem ist, dass mir der Makler vor zwei Jahren keine Unterlagen zum Boot ausgehändigt hat und nicht mal Kontakt mit dem Vorbesitzer vermitteln wollte. Dank Forum konnte ich mir immerhin vor drei Wochen ein Motorhandbuch runterladen. Karl Heinz Nordic hat auch schon viel geholfen, unsere Boote sind aber in der Nebentechnik sehr unterschiedlich. Also muss ich mir vieles zusammenreimen.

Gummigestank:
Der Keilriemen ist erst 60 h alt, hat aber gestern beim Test des Kühlwasserthermostaten erstmals über längere Zeit höhere Drehzahlen erlebt. Mal sehn, ob Sott in seiner Nähe zu erkennen ist. Da die Kühlwassertemperatur immer im mittleren Bereich blieb, schließe ich – als Laie – mal einen belegten Wärmetauscher aus. (Bitte ggf. Einspruch.) Ob das „Gespucke“ an der Badeplattform normal ist oder stärker sein müsste, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich die Gummi-Abgasleitung angeschmort haben sollte, dann werde ich von außen wohl nichts erkennen können. Also Impeller wie bei Ewald. Oder siehe Steuerung:

Steuerung:
Wasser/Eis in der Hydraulik, das könnte sein, denn nachts haben wir hier ständig -5° und tagsüber nur wenig über Null. Das Öl wird gewechselt.

Aber nun habt ihr mich auf die Idee gebracht, dass es Eisklümpchen waren, die vorübergehend den Kühlwasserzulauf verstopft haben könnten – die Havel war gestern sichtbar (und hörbar) voll davon. Oder würde der Sog nicht reichen, das Eis soweit unter Wasser zu ziehen?
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
  #11  
Alt 05.03.2011, 14:15
Benutzerbild von jannie
jannie jannie ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Brunsbüttel / Dithmarschen
Beiträge: 3.825
Boot: -
Rufzeichen oder MMSI: -
5.921 Danke in 2.440 Beiträgen
Standard

Moin,
das Eis kriegst Du den Dreiviertelmeter bis zum Kühlwassereintritt kaum runtergesaugt. Und wie kommt denn Wasser ins Hydrauliköl? Geht nicht so einfach, müsste ja durch die ganz kleine Belüftungsöffnung reinkondensieren. Glaube ich erst mal nicht. Wir fahren immer noch mit der Erstfüllung spazieren (seit 2002) und das Öl sieht aus wie neu. Also doch systematisch nachsehen, mit dem Impeller anfangen. Irgendwo muss da ein Wurm drin sein, denn kein Mensch baut sonst den Thermostaten aus.
Berichte mal, wie es weitergeht.
gruesse
Hanse
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #12  
Alt 05.03.2011, 15:37
Benutzerbild von nordic
nordic nordic ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 28.07.2006
Ort: Nord-Baden
Beiträge: 3.117
10.301 Danke in 2.752 Beiträgen
Standard

Hey Wilfried
Nachdem ich unseren ersten Keilriemen nach ca. 700 Std. erneuert habe, mussten wir auch einige verschiedene Typen testen, bis wir nun den richtigen gefunden haben.(Gates 6478 MC / AVX13 x 1200 La) Einige davor hielten nur 100-200 Std. und bei Drehzahlen über 1.900 Upm. fand sich viel schwarzer Abrieb im Motorraum. Da ich diese Drehzahl selten länger als wenige Minuten fahre, roch allerdings nichts verbrannt. Der letzte ist nun schon ca. 1.500 Std. im Einsatz.
Meine Impeller wechsle ich so nach ca. 800 Std. Die waren dann optisch immer noch Ok, aber ich will ja nicht warten, bis sie den Geist komplett aufgeben. Du kannst ja aber am Wasseraustritt kontrollieren, wieviel die Pumpe fördert. Wenn der Gestank vom Impeller käme, dürfte da eigentlich so gut wie nichts mehr kommen. (spätestens seit dem ersten Gestank)
Am Ruder habe ich auch noch die erste Ölfüllung und noch nie nachgefüllt.
Kontrolliere einmal, ob nicht das Steuerrad auf der Welle lose dreht. Das hatte ich, weil der Kunstoffkonus mit dem das Rad auf der Welle verpresst ist, eingerissen war. Fühlt sich dann auch an, als ob es ab und zu leichter ginge. In Wirklichkeit dreht sich dann aber die Welle gar nicht mit.
__________________
Gruß Karl-Heinz

Die Bücher über meine Traumreise
2008 , 2010 und 2012 können jetzt per PN oder Mail bei mir bestellt werden.
Für Details Jahreszahl anklicken. Auch als E-Book verfügbar.
__________________

Geändert von nordic (05.03.2011 um 15:48 Uhr)
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #13  
Alt 05.03.2011, 17:08
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Hi Hanse und Karl-Heinz,
nun habt ihr mir meine Eisbröckchentheorie kaputt gemacht. ´n büschen will ich aber noch dran glauben, denn ´n Dreiviertelmeter tief wie bei Lena liegt die Ansaugöffnung bei unserem Lütten nicht.

Aber der Plastikkonus an der Steuerradwelle, das muss es sein! Denn nun begreif ich erst, weshalb ich bei der Rückkehr in den Hafen fast in einen Wasserlieger reingerauscht bin. Die Ruderlageanzeige lag auf hart BB und unser Tug wollte dennoch nur geradeaus; ohne Bugstrahlruder wäre ich nie und nimmer in die Box gekommen.

Vielen Dank nochmal, ich werde Montag systematisch an die Sachen ran gehen und dann berichten. Von der Seastar Hydrauliksteuerung habe ich sogar eine Ersatzteilliste - hoffentlich verschiebt dies kleine Plastikteil den Saisonbeginn nicht um einige Wochen. :-(

Hi Hanse, schließ nicht von dir auf den Vorbetreiber. Der war über neun Jahre Leasingnehmer in Kroatien und hat nur was machen lassen, wenn etwas nicht mehr ging. Warum sollte nicht irgendein Hinterhofmonteur einen kaputten Thermostaten nur ausgebaut haben? Die gleiche technische Betreuung führte z. B. auch zu einer wochenlangen Überflutung der Bilgen bis über die Welle.
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #14  
Alt 05.03.2011, 18:40
Benutzerbild von rudi ratlos
rudi ratlos rudi ratlos ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 05.03.2008
Ort: Laboe
Beiträge: 2.009
3.401 Danke in 1.404 Beiträgen
Standard

Hallo Wilfried.
Schau mal bei deiner Lenkung ob am Zylinder ein Bypassvenil montiert ist. Wenn das nicht richtig zu ist dann funktioniert die Lenkung auch nicht richtig.
__________________
Gruß Rüdiger
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #15  
Alt 05.03.2011, 20:13
Benutzerbild von jannie
jannie jannie ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Brunsbüttel / Dithmarschen
Beiträge: 3.825
Boot: -
Rufzeichen oder MMSI: -
5.921 Danke in 2.440 Beiträgen
Standard

Zitat:
Zitat von Kielholer Beitrag anzeigen
.........Aber der Plastikkonus an der Steuerradwelle, das muss es sein! Denn nun begreif ich erst, weshalb ich bei der Rückkehr in den Hafen fast in einen Wasserlieger reingerauscht bin. Die Ruderlageanzeige lag auf hart BB und unser Tug wollte dennoch nur geradeaus; ohne Bugstrahlruder wäre ich nie und nimmer in die Box gekommen..........
Moin,
sitzt die Ruderlageanzeige nicht direkt am Ruder oder an der Verbindung Hydraulikzylinder-Ruder? Dann sollte sie sich nicht rühren, wenn das Steuerad rutscht und der Dampfer entsprechend der Anzeige auch eindrehen. Kannste nochmal grübeln. Das Teil wird doch keiner direkt an das Steuerrad angeschlossen haben?
gruesse
Hanse
Mit Zitat antworten top
Folgende 2 Benutzer bedanken sich für diesen Beitrag:
  #16  
Alt 06.03.2011, 08:57
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Zitat:
Zitat von jannie Beitrag anzeigen
Moin,
sitzt die Ruderlageanzeige nicht direkt am Ruder oder an der Verbindung Hydraulikzylinder-Ruder? Dann sollte sie sich nicht rühren, wenn das Steuerad rutscht und der Dampfer entsprechend der Anzeige auch eindrehen. Kannste nochmal grübeln. Das Teil wird doch keiner direkt an das Steuerrad angeschlossen haben?
gruesse
Hanse
Moin Hanse und Karl-Heinz!

Keine Ahnung, wo die Ruderlageanzeige fühlt - am Ruder scheints mir logischer als am Steuerrad zu sein. Mir war nur beim Kurven zwischen den Eisfeldern bereits aufgefallen, dass das Ruder manchmal verzögert reagierte, die Anzeige flutschte dann Sekunden später nach. Was in der Hafeneinfahrt wirklich passierte, kann ich auch nicht beschwören, denn zwischen fließender Havel und abgeschirmter Hafeneinfahrt gibt es Wirbel. Auf jeden Fall: Brandgefährlich mit der Steuerung in diesem Zustand!

Einen Plastikkonus als Übeltäter konnte ich in der Seastaranleitung auch nicht entdecken. Nur auf einer von mehreren Configurationen sehe ich eine konische Verjüngung der Welle namens "3/4 Zoll Standard Taper" mit einem "Woodruff Key." Wenn ich das richtig verstehe, brauche ich die "Nut" nur etwas anziehen und euch dann einen Schämi zu posten. Vielleicht seht ihr ja mehr auf dem Scan?

Heute Nachmittag kontrolliere ich die Teile der Steuerung auf Öllecks, die Nut auf festen Sitz und den Keilriemen auf Abrieb.
Miniaturansicht angehängter Grafiken
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Scan Seastar.jpg
Hits:	671
Größe:	28,7 KB
ID:	267747  
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
  #17  
Alt 06.03.2011, 09:13
Benutzerbild von nordic
nordic nordic ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 28.07.2006
Ort: Nord-Baden
Beiträge: 3.117
10.301 Danke in 2.752 Beiträgen
Standard

Hey Wilfried
Eigendlich muss die Ruderlage bei einem hydraulischen Ruder , direkt am Ruder abgegriffen werden. Bei mir sitzt dazu ein Meßarm am Hydraulikzylinder.
Der Kunstoffkonus dient als Anpassung zwischen Steuerradnabe und Welle der Hydraulikpumpe. Wenn der nicht mehr richtig sitzt, sieht man das daran, dass der Konus aus dem Radsitz herausgeschoben ist. Dann hilt es auch nicht, die Zentralmutter nachzuziehen. Man muss den Konus dann einfach im Sitz des Steuerrades einkleben.
Kontrolliere aber auf jeden Fall, ob ein Ölverlust vorliegt.
__________________
Gruß Karl-Heinz

Die Bücher über meine Traumreise
2008 , 2010 und 2012 können jetzt per PN oder Mail bei mir bestellt werden.
Für Details Jahreszahl anklicken. Auch als E-Book verfügbar.
__________________
Mit Zitat antworten top
Folgende 2 Benutzer bedanken sich für diesen Beitrag:
  #18  
Alt 06.03.2011, 13:21
Arno Arno ist offline
Fleet Captain
 
Registriert seit: 21.04.2007
Beiträge: 847
566 Danke in 368 Beiträgen
Standard

Hallo Wilfried,das mit "Eisstückchen" im Kühlwasserfilter kann durchaus angehen.Der Impeller bekommt nicht genug Wasser und fängt an zu schmorkeln.
Genau dieses Szenario habe ich vor Jahren auf der zugefrorenen Elbe erlebt.
Gruß Arno
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #19  
Alt 06.03.2011, 16:27
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Zitat:
Zitat von Arno Beitrag anzeigen
Hallo Wilfried,das mit "Eisstückchen" im Kühlwasserfilter kann durchaus angehen.Der Impeller bekommt nicht genug Wasser und fängt an zu schmorkeln.
Genau dieses Szenario habe ich vor Jahren auf der zugefrorenen Elbe erlebt.
Gruß Arno
Hi!

Ich teile euch mal das Ergebnis meiner "Inspektion" mit, es könnte ´ne längere Kiste werden:

Gummimief:
Neben Eisstückchen (Danke Arno ) könnte es doch der Keilriemen gewesen sein. Der hat zwar keinen Abrieb verschleudert, lässt sich aber statt 10 mm fast 30 mm durchdrücken - nach 50 Stunden Laufzeit. Damit könnte er ab 3000 U/min gerutscht haben und es fing an zu miefen.

Hydraulik-Steuerung:
Es schwitzte nirgendwo Öl aus. Das Steuerrad nimmt die Welle der Pumpe zwar mit, aber eben ruppelig und insgesamt zu schwergängig im Vergleich zum Vorjahr. Als ich zwei Umdrehungen bis HB kurbelte und anschließend wieder auf Geradeaus, blieb die Ruderstandsanzeige noch 30 sec auf HB hängen und folgte dann ohne mein Zutun der Ruderstellung. Die Zentralmutter konnte ich zwecks Begutachtung des Konusses mit meinem Bordwerkzeug nicht lösen. Diagnose: Nicht ich spinne, sondern ein Fachmann muss ran.
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
  #20  
Alt 07.03.2011, 10:04
Benutzerbild von Fjord21HT
Fjord21HT Fjord21HT ist offline
Ensign
 
Registriert seit: 24.01.2007
Ort: Dunkeldeutschland
Beiträge: 69
Boot: Fjord 21 WE
67 Danke in 47 Beiträgen
Standard

Hallo Wilfried,

ich vermute ja ganz stark dass Luft im Hydrauliksystem ist. Das "Nachlaufen" der Steuerung kommt dann daher dass aus der (Hydraulik)Lenkpumpe durch Ölmangel eine Luftpumpe geworden ist.
__________________
_________________
Viele Grüße
Steffen
_________________
Die Realität ist in der Wirklichkeit oft eine Illusiuon!
-Heinz Becker-
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #21  
Alt 08.03.2011, 08:53
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

Zitat:
Zitat von Fjord21HT Beitrag anzeigen
Hallo Wilfried,

ich vermute ja ganz stark dass Luft im Hydrauliksystem ist. Das "Nachlaufen" der Steuerung kommt dann daher dass aus der (Hydraulik)Lenkpumpe durch Ölmangel eine Luftpumpe geworden ist.
Hi Steffen + all,

es war eine „Luftpumpe“ infolge Ölmangel, deshalb folgte das Ruder dem Steuerrad nicht wenn ich es wollte. Wie das Problem während der Wintermonate entstanden sein kann, ohne dass irgendwo Öl zu sehen war, wird mir ein Rätsel bleiben.

Der Monteur hat die Anlage nur an der Pumpe entlüftet - der Zylinder ist wegen des Gaskastens in unserer Piek schlecht zugänglich. Beim Pumpen und Nachfüllen von mind. einem achtel Liter Öl kam dann die Ruderwirkung zurück – hoffentlich ist die verbliebene Schwergängigkeit nur auf das bei 5° doch recht zähe Öl und nicht auf einen Defekt in der Pumpe zurückzuführen.

Die Pumpe ist nun randvoll Öl, das sich bei zunehmenden Temperaturen ausdehnen wird. Eine Öffnung ist nirgendwo zu erkennen. Wird es erforderlich sein, die Verschlussschraube bei der nächsten Wärme zu öffnen, damit das überschüssige Öl heraus kann?

@ Rüdiger:
Ein Bypassventil am Zylinder kann ich nicht erkennen, nur links und rechts Öffnungen zum Ablassen von Öl.
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
  #22  
Alt 08.03.2011, 10:30
Benutzerbild von Fjord21HT
Fjord21HT Fjord21HT ist offline
Ensign
 
Registriert seit: 24.01.2007
Ort: Dunkeldeutschland
Beiträge: 69
Boot: Fjord 21 WE
67 Danke in 47 Beiträgen
Standard

Normalerweise sollte in der Einfüllschraube eine Ent(Be)lüftungsbohrung sein - ist bei meiner Pumpe jedenfalls so.
Ich würde ev. mit einer kleinen Einwegspritze wieder etwas Öl absaugen.
__________________
_________________
Viele Grüße
Steffen
_________________
Die Realität ist in der Wirklichkeit oft eine Illusiuon!
-Heinz Becker-
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #23  
Alt 08.03.2011, 10:48
Benutzerbild von jannie
jannie jannie ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 20.09.2007
Ort: Brunsbüttel / Dithmarschen
Beiträge: 3.825
Boot: -
Rufzeichen oder MMSI: -
5.921 Danke in 2.440 Beiträgen
Standard

Moin,
sehr gut, Problem 1 (fast) gelöst. Da hat wohl nur noch ab und an ein Plunger etwas Öl gefördert und die "Schwergängigkeit" war nur die normale, mit Luft gehts halt ganz leicht. Evt. war halt sehr knapp Öl drin, das hat sich bei der Kälte zusammengezogen. Ich würde aber trotzdem an der Pumpe gelegentlich mal kontrollieren, ob der Ölstand sich ändert. Sollte eigentlich bei steigenden Temperaturen etwas ansteigen. In der Pumpe ist, wenn man sie nicht bis zum überlaufen füllt, genug Volumen, um die temperaturbedingten Änderungen aufzunehmen.
Nur bei grossen Systemen mit mehreren Steuerständen usw. schraubt man als Extra Volumen gerne eine Kupferrohrwendel als Ausgleichsbehälter an die Pumpe.

Wir hatten ganz am Anfang mal ne Leckage am Zylinder (O-Ring), das Öl tropfte so geschickt ab, das man es praktisch nicht sah. Erst mit Küchenkrepp drunterlegen gefunden. Nur mit Luft geht die Lenkung dann übrigens gar nicht mehr.
Kurzschlusshähne am Zylinder werden nur eingebaut, wenn man das Ruder per Aufsteckpinne auch von Hand bewegen kann.
gruesse
Hanse
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #24  
Alt 08.03.2011, 17:06
Kielholer Kielholer ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 11.09.2010
Ort: Chemnitz
Beiträge: 1.224
1.280 Danke in 685 Beiträgen
Standard

[QUOTE=jannie;2145913]Moin,
sehr gut, Problem 1 (fast) gelöst./QUOTE]

Na, alle Probleme sind gelöst, hoffe ich doch, denn der Keilriemen ist auch nachgespannt - und kontrolliert wird.

Das Maleure hatte ja auch sein Gutes, denn nun steht mein Entschluss, Wasserlieger zu bleiben. Nicht auszudenken, wenn sich das Theater erst im April herausgestellt hätte. Da haben nämlich bei der Berliner Sportbootdichte sämtliche Blaumänner "Zeitprobleme."

Vielen Dank noch mal für eure Hilfe.
__________________
Gruß Wilfried
Mit Zitat antworten top
Antwort


Themen-Optionen

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 10:37 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2024, vBulletin Solutions, Inc.