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  #1  
Alt 24.10.2004, 10:03
Benutzerbild von sternschoppe
sternschoppe sternschoppe ist offline
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Standard Bootshebeanlage- wer kennt sich damit aus?

Hallo liebe Mitglieder ,

habe zuletzt an einigen, hier in der Gegend befindlichen Bootsstegen private Bootshebeanlagen gesehen.
Diese Dinger bestehen aus Kunsstoffrohren, welche wohl mit Wasser geflutet werden können, also im Prinzip wie ein U-Boot. Wenn die Anlage abgesunken ist, fährt man mit dem Boot einfach nur drauf. Dann wird das Wasser wieder raus gepumpt (wieder U-Bootprinzip) und die Anlage hebt sich- das Sportboot befindet sich über Wasser.
Ich denke, eine ideale Möglichkeit, sich vor Osmose zu schützen und qualvolles Aufbringen und Entfernen von Antifouling zu vermeiden.

Nun meine Fragen - wer kennt sich genau mit diesen Bootshebeanlagen aus?
Wie funktionieren die genau?
Ich konnte an den Stegen keinerlei Stromanschluss sehen. Wie wird die Anlage betrieben?
Hat jemand Erfahrung damit- ist so etwas zuverlässig? Wie sieht es mit der gewässerrechtlichen Zulässigkeit aus?
Und nun meine letzte Frage- sind die Dinger teuer, bzw. wo kann man so etwas überhaupt kaufen?

- Danke für Eure (hoffentlich zahlreichen) Antworten !
Gruß Sternschoppe
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  #2  
Alt 24.10.2004, 10:23
Benutzerbild von Seestern
Seestern Seestern ist offline
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Standard

Klingt wie ein Trockendock:

Du nimmst Rohre/Fässer/Kanister o.ä., deren Volumen in Litern das Gewicht Deines Bootes zzgl. das der Konstruktion übersteigt. Wenn Du dann alle Hohlkörper luft-/wasserdicht miteinander verbindest, brauchst Du nur noch Wasser einlaufen lassen zum Absenken bzw. Pressluft (Kompressor) zum Anheben (dazu muss es natürlich gleichzeitig einen Ablauf für das Wasser geben).
Wenn Du zwei oder mehr Kammern unterscheidest und mit Ventilen miteinander verbindest, kannst Du durch geschicktes Füllen sogar unterschiedliche Beladungszustände des Bootes ausgleichen.

M. E. brauchst Du also schon Strom für den Kompressor oder aber einen sehr großen Vorratsbehälter für die Luft. Fertige Produkte kenne ich nicht; aber sowas würde ich vielleicht sogar selbst bauen.

Für ein 500kg-Boot müsste man mit 4 150-Liter-Kunststofffässern, zwischen denen ein Tragerahmen montiert wird, ziemlich weit kommen. Mit einem normalen Garagenkompressor musst Du dann eben immer 600 Liter Luft dareinpumpen zum anheben.
__________________
Andreas
www.bootstechnik.de

alle Binnen-Pflichtdokumente elektronisch dabeihaben: Thread 178207
Ruhrskipper: http://www.bootstechnik.de/downloads/ruhrschleusen.pdf (Version: 11.07.2019)
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  #3  
Alt 24.10.2004, 12:01
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(B)Eule (B)Eule ist offline
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Hallo
Meinst du so etwas?

http://www.bootslift.de/
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Gruß
Feddo

Schlechtes Wetter gibt es nicht...
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  #4  
Alt 24.10.2004, 12:09
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Standard Re: Bootshebeanlage- wer kennt sich damit aus?

Zitat:
Zitat von sternschoppe
Hallo liebe Mitglieder ,

habe zuletzt an einigen, hier in der Gegend befindlichen Bootsstegen private Bootshebeanlagen gesehen.

...

- Danke für Eure (hoffentlich zahlreichen) Antworten !
Gruß Sternschoppe
Hi,

guck' mal hier:
http://www.boote-forum.de/phpBB2/viewtopic.php?t=10527

Gruß

David.
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  #5  
Alt 24.10.2004, 12:20
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sternschoppe sternschoppe ist offline
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Ja genau, das sind die Dinger.
Aber offensichtlich ziemlich teuer
Dann muss ich die nächsten Jahre halt doch Antifouling streichen und kratzen.
Gruß an alle!
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  #6  
Alt 24.10.2004, 13:34
Belem Belem ist offline
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Zitat:
Zitat von Seestern
Klingt wie ein Trockendock:
Eher wie ein Schwimmdock. Ein Trockendock ist nichts weiter als ein Hafen-
becken, das man wasserdicht absperren und nach Bedarf leerpumpen oder
fluten kann.

Belem
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  #7  
Alt 24.10.2004, 13:57
Bottwartaucher Bottwartaucher ist offline
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Hallo,

das gibt es am Bodensee zuhauf. Ist aber (zumindestens für Segelyachten) komplizierter als man denkt, und ein Kompressor aus dem Baumarkt dürfte seinen Geist bald aushauchen.

Es ist nicht so, daß das Schiffchen langsam und gemächlich aus dem Wasser kommt, sondern mit einem ziemlichen Schwung. Das liegt daran, daß der Auftrieb immer größer wird, sobald es einmal angefangen hat zu steigen, weil sich die Luft aufgrung des geringer werdenden Drucks ausdehnt. Das ganze Gestell muß deshalb geführt werden. Außewrdem muß sichergestellt sein, daß die Schwimmer gleichmäßig auftauchen, sonst fällt das Schiff um, das wird mit einer Drahtseilmechanik gemacht.

Bei Motoryachten ist das bestimmt einfacher, aber dennoch nicht simpel. Und preiswert schon garnicht. Am Bodensee wird das gemacht, weil man kein Antifouling braucht, aber wohl eher, weil man damit der Begrenzung der Liegeplätze ein Schnippchen schlägt...

Dennoch: eine praktische Sache, denn man spart außer dem Anstrich ja auch den Winterliegeplatz mit den damit verbundenen Kran und Transportkosten.

Viele Grüße
Ludwig
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  #8  
Alt 25.10.2004, 08:23
Benutzerbild von Olaf
Olaf Olaf ist offline
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Moin,

Zitat:
Zitat von Bottwartaucher
Es ist nicht so, daß das Schiffchen langsam und gemächlich aus dem Wasser kommt, sondern mit einem ziemlichen Schwung. Das liegt daran, daß der Auftrieb immer größer wird, sobald es einmal angefangen hat zu steigen, weil sich die Luft aufgrung des geringer werdenden Drucks ausdehnt. Das ganze Gestell muß deshalb geführt werden. Außewrdem muß sichergestellt sein, daß die Schwimmer gleichmäßig auftauchen, sonst fällt das Schiff um, das wird mit einer Drahtseilmechanik gemacht.
das kann man vermeiden, wenn man statt Pressluft eine Tauchpumpe einsetzt, also das Wasser abpumpt und nicht rausdrückt (die Schwimmdocks arbeiten übrigens auch mit Pumpen). Das dauert etwas länger, geht aber kontrollierter.
__________________
Viele Grüsse,
Olaf
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  #9  
Alt 25.10.2004, 09:31
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Die Dinger sind bei uns recht oft anzutreffen, aber ich weß nciht recht, was ich davon halten soll.
Ich stell mir dann immer vor, wie ich abends gemütlich im cockpit meinen Wein trinke. Entweder hoch und trocken, als wär ich im Winterlager oder im Wasser zwischen zwei hochgepumpten Booten, die meines um 3,5 m überragen mit Blick auf wahlweise den Faltpropeller links von mir oder das von Algen leicht grünstichige Ruderblatt rechts.
Da bleib ich lieber bei meinem gemütlichen Platz im Wasser.

Das mit dem Winterlager ist natürlich ein Argument, aber ob das wirklich die hohen Kosten aufwiegt??

Und was die Liegeplatzdichte angeht. Die Dinger brauchen doch -mindestens- so viel Platz wie ein herkömmlicher Liegeplatz, oder nicht

Grüße, Flo
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  #10  
Alt 25.10.2004, 09:42
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Als Dauerliegeplatz halte ich auch nicht viel davon. Wir überlegen aber, ob wir uns sowas bauen wollen, um z.B. eben mal schnell an den Z ranzukommen. Sind aber nur Überlegungen. Und wenn kommt auch nur selberbauen aus Schrott in Frage - alles andere steht in keinem Verhältnis, wie Du schon sagst.
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Viele Grüsse,
Olaf
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  #11  
Alt 26.10.2004, 20:07
Jürgen G. Jürgen G. ist offline
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Hallo,
das untenstehende Bild stammt aus einer Boots-Verkaufsanzeige.

Ich finde die Konstruktion aufgrund der Einfachheit für kleine bis mittlere Boote recht interessant. Allerdings ist mir nicht ganz klar, wie die Gewichtskräfte auf den Boden übertragen werden.

Außerdem kann man das wohl auch nicht so ohne weiteres bei Miet-Liegeplätzen einsetzen.


Gruß

Jürgen G.
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  #12  
Alt 26.10.2004, 22:43
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ralfschmidt ralfschmidt ist offline
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Hallo Jürgen G.,
durch die breiten Gurte dürfte es da keine Probleme geben, man muß die Gurte nur etwa da haben wo die Krangurte auch hin kämen, am Baldenaysee in Essen kann man diese Lifte oft sehen, zum Heben oder senken braucht man nur eine 2.Person, oder muß immer hin und her laufen, sonnst rutscht das Boot auf den Gurten zur Seite
__________________
Es ist ein Jammer, dass die Dummköpfe so selbstsicher sind und die Klugen so voller Zweifel.
Bertrand Russell
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  #13  
Alt 27.10.2004, 21:08
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Phantom-Matze Phantom-Matze ist offline
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Hallo Leute!Ja so ein lift sieht echt interessant aus!Sicher gibt es dafür auch bestimmte Liegeplätze oder?Also diese Anlage sieht nicht soooo teuer aus,kann nur sagen man kann für über 7000Euro ein Hydraulisches System bekommen.Sind stolze Preise was?
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Gruß,Matze
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  #14  
Alt 28.10.2004, 20:44
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Fletcher-Andi Fletcher-Andi ist offline
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hier gibts so ein Teil auch nochmal:


http://www.offshore-race.com/katalog.../boatlift.html

mfG
oudee
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www.Fletcher-Sportboote.de - die Seite für Fletcher-Freunde
Propeller - Rechner - Propeller Speed calculator - download
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