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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1961  
Alt 10.06.2021, 18:41
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shakalboot shakalboot ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
An den Kanten des Kajütaufbaus liegt das Sperrholz ja zunächstmal offen, weil ich von den Seiten her das Glasgewebe jeweils nur ein klein wenig in die Rundung der Kante ziehen konnte. Beide Flächen in einem Zug laminieren und dabei die Kante einbeziehen konnte ich wegen der großen Flächen nicht.
Jetzt würde ich gern die Kanten zusätzlich schützen, in dem ich (schmales, 2 oder 4 cm) Glasgewebeband auflaminiere. Aber das neigt sicherlich stark dazu, sich nach dem Durchtränken und anpressen wieder teilweise abzulösen wegen der Rückstellkräfte der Glasfasern. Gibt ein etwas eleganteres Verfahren als z. B. Folie drüber und irgendwie anpressen?
Da gibt es eine ganz elegante Methode, die ich damals beim Hexlein an den Ecken hinten verwendet habe...
Das störrische Gelege (biaxial 300er) wird über die Kante laminiert. Allerdings sehe ich bei 4 oder gar 2 cm ein Problem...besser ist da 5cm. Da beim 45°/45° biax die Fasern schonmal nicht um den vollen Knick der Dachkante gelegt werden müssen, sonder durch ihren 45° Winkel schräg über die Kante gehen, erleichtert das die Arbeit.
Vorher aber einen Strichziehen, damit das Gelegeband gleichmäßig an der Kante anliegt. Ist das Band vollständig getränkt und halbwegs anliegend, wird ein weiteres mal über das Band gerollert, aber nur oben!!
Jetzt wird ein weiterer Streifen,der aber 14cm breit ist und aus 49er Gewebe besteht, über das 5cm Gelegeband laminiert. Begonnen wird oben auf dem Dach mit 4,5cm Überstand. Dann wird das 49er Gewebeband von oben her über die Kante gerollt (laminiert) und dabei wird gleichzeitig das Gelegeband mit angedrückt. das 49er Gewebeband sollte relativ straff auflaminiert werden, damit es das Gelegeban am Aufrichten hindert.
Nun istdas für die Dachlänge sehr kompliziert... da es von dem 49er Glasgewebe kein Band gibt, müssen Streifen aus einer 120er Breite geschnitten werden... d.h. wenn wir das Gelegeband auch nur auch ca.130cm laminieren und das Gewebeband nachziehen, kann man das Stück für Stück realisieren. Vielleicht auch schon auf 250cm vorarbeiten.
Die Pausen solten aber nicht zu lang sein, denn wenn der erste Abschnitt zu gelieren beginnt, wirds eng.
Das 49er Gewebeband ist sozusagen der Ersatz für die o.g Folie und es ist so dünn, daß es überschliffen werden kann. Wenn es weggeschliffen wird, ist es auch nicht schlimm, es hat seinen Zweck erfüllt.


p.s. ich finde nur den Beitrag vom Hexlein nicht mehr...
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Jens

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  #1962  
Alt 11.06.2021, 08:07
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Standard Leinöl mit Quark und Kartoffeln

Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Jetzt kommen noch Fachfragen: wer hat Erfahrungen mit Leinölfirnis als Oberflächenschutz auf dem Boot und welche sind das?
Erfahrungen mit Leinölfirnis am Boot habe ich nicht, hingegen mit dem Ölen von Paddelgriffen. Geht prima.

Außerdem habe ich inzwischen mehrere Hochbeete ( die sind ja so ähnlich wie Boote ) mit Leinölfirnis getränkt/geschützt. Gut eingezogen, vorzüglicher Schutz, kein Glanz.

Die Arbeitsplatte in der Küche habe ich erst geölt und dann mit einer selbstangesetzten Paste aus Wachs geschützt (in Terpentin aufgelöst, bei einem intuitiven Mischungsverhältnis, das eine Schuhcremeviskosität ergibt ).

Quark mit Kartoffeln und Leinöl habe ich bisher einmal gegessen, ich fand diese Kombination vorher etwas suspekt, habe mich aber dann davon überzeugt, daß das ausgesprochen lecker ist...!.

Grüße aus Berlin, Günter
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  #1963  
Alt 11.06.2021, 18:14
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Leinöl und Firnis...ist ja auch was anderes...Günter...

Mach mal Walnussöl und Butter und Leberwurscht dazu...


Glück Auf !
Gunar
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  #1964  
Alt 11.06.2021, 18:26
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findest Du das witzig???
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  #1965  
Alt 11.06.2021, 18:32
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Zitat:
Zitat von kreuzberger Beitrag anzeigen

Erfahrungen mit Leinölfirnis am Boot habe ich nicht, hingegen mit dem Ölen von Paddelgriffen. Geht prima.
[...]
Da es bei mir ja auch um Griffe geht und dein Paddel vielleicht auch schon mal in Wassernähe war, ist es genau die richtige Erfahrung, denke ich.
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Gruß, Günter
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  #1966  
Alt 12.06.2021, 12:21
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Jetzt kommen noch Fachfragen: wer hat Erfahrungen mit Leinölfirnis als Oberflächenschutz auf dem Boot und welche sind das?



Konkret geht es jetzt darum, dass ich Haltegriffe aus Teak schützen will. Und da möchte ich wegen der Griffigkeit einne gewissen Grad von Offenporigkeit des Holzes erhalten. Im Bootsinneren habe ich dafür "Hartwachsöl" von Osmo genommen, was sich bisher sehr gut macht, jedoch nicht für den Außenbereich geeignet ist. Nun frage ich mich, ob eine Behandlung mit Leinölfirnis zu einer lackartigen, glatten Oberfläche (Ölfarbe) führen würde, was mir nicht willkommen wäre.
Moin Günter,

Ich habe Firnis und Leinöl verwendet. Firnis dringt tiefer ein, lackt aber mehr, geht also in Richtung glatte Oberfläche.
Ich mach das meiste mit Leinöl ggf. Halböl. Das dauert zwar länger, riecht aber besser und gibt eine schöne Oberfläche. Handgriffe also einfach mit Leinöl bearbeiten. Das hat auch den Vorteil, dass es sehr preiswert ist.

Grüße
Detlef
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  #1967  
Alt 12.06.2021, 15:00
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Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen

p.s. ich finde nur den Beitrag vom Hexlein nicht mehr...
Jens, meinste vielleicht den hier?
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Gruß Dete

...weiter weiter ins Verderben, wir müssen leben bis wir sterben
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  #1968  
Alt 12.06.2021, 15:14
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Es ging ja aber vermutlich um den Beitrag, ich denke, ich habe ihn jetzt gefunden:

https://www.boote-forum.de/showthrea...2&#post4639632

(Seinen eigenen Thread wieder zu finden, ist ja meist nicht so schwer.)
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Gruß, Günter
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  #1969  
Alt 12.06.2021, 16:24
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Hallo Dete(?), Danke fürs Suchen, aber die Links meiner Threads habe ich gespeichert, aber bei der Länge der Threads ist es schwer, einzelne Beiträge zu finden.

Hallo Günter,
ja genau das ist der besagte Beitrag. Hmm nicht im Hexlein-Thread, danke.

Hast Du nun schon eine Lösung?
Hast Du mal darüber nachgedacht, Aramidband zu verwenden?

Kleine Ergänzung fürs Forum ;
Ich hatte Günter per eMail den Vorschlag gemacht, statt Glasgelege das bedeutend abriebfestere Aramidband zu verwenden. Laminieren mit o.g. Methode.



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beste Grüße,
Jens

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  #1970  
Alt 12.06.2021, 18:27
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Danke für den Tip, Jens.
Mit Aramid habe ich mich schon vor Monaten beschäftigt, den Grund dafür weiß ich im Moment nicht mehr. Unter anderem hieß es, man braucht eine spezielle Schere, um vernünftig damit arbeiten zu können, die über 100 Euro kostet - normale Scheren schneiden das Zeug nicht, da ging es wohl um Aramid-Gewebe. Im Moment ist mir Aramidband ein zu schweres Geschütz. Das würde ich ggf. verwenden, um vorhersehbare und häufiger auftretende Abriebbelastung aufzufangen. Mir geht es hier aber eher darum, hoffentlich wenige und selten auftretende Ereignisse besser wegzustecken.

Was ich mache, weiß ich noch nicht, muss ich aber wohl in Kürze entscheiden.
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Gruß, Günter
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  #1971  
Alt 12.06.2021, 19:27
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Ich bin eigentlich nur stiller Mitleser, würde zum Thema Aramid aber gerne das ein oder andere wichtige Detail ergänzen.
Ich verwende das im Segelflugmodellbau sehr gerne um Ruderschaniere zu erstellen.
Eine der praktischen Eigenschaften von Aramid ist, dass man das Harz daraus durch dauernde mechanische Einwirkung wieder entfernen kann. Nach dem Durchhärten, kann man es an den gewünschten stellen wieder aus dem Gewebe bröseln.
Bei großen Segelflugzeugen werden Cockpits damit gepanzert. Bei einem starken Aufprall verteilt sich so die Energie besser und dadurch daß das Gewebe frei wird, fliegen dem Piloten außer Harz, keine Splitter entgegen. Würdet ihr damit also einen Boden laminieren, würde dieser irgendwann weich werden.
Eine weitere sehr unangenehme Eigenschaft von Aramid ist, dass es sich nur sehr sehr schwer mit hochdrehenden und sehr festen Schleifscheiben bearbeiten lässt. Das Schleifen von Aramid macht wirklich keinen Spaß.
Zuguterletzt ist Aramid stark hygroskopisch.
Ich würde behaupten, dass das eine Eigenschaft ist, die im Bootsbau nur wenig willkommen ist. Achso und UV Strahlung mag Aramid/Kevlar ebenfalls nicht.
Ich zweifle daher den kosten nutzen Faktor von Aramid im Bootsbau sehr stark an
Die Akaflieg hat zum Thema Kunstfaserverbundwerkstoffe eine nette Übersicht im Netz. Scrollt einfach mal zum Aramid:
https://akaflieg-karlsruhe.de/spatzls-harzlehrgang/

Liebe Grüße,
Tobias
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  #1972  
Alt 13.06.2021, 08:27
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Hallo Tobias,

ich hänge mich mal schnell noch hier rein - Danke für die Ausführungen zu Aramid. Als Flugmodellbauer (Jet´s) sind mir diese Eigenschaften bekannt, habe auch Aramidbänder für die "Elastik Flaps" (Klappen und Querruder) meiner Modelle verwendet, mehr aber Abreißgewebe.
Bei der Empfehlung für Günter geht es mir vorrangig um die hohe Abriebfestigkkeit von Aramidgewebe im Vergleich zu Glasgewebe/gelege.
Da die besagte Stelle (roter Pfeil), also der Knick von der Bordwand zum Dach, liegt ~ 2 Meter über der der Wasseroberfläche. An der Stelle ist eigentlich nur bei Regen mit Wasserkontakt zu rechnen - und solange das Laminat in Ordnung ist, passiert da auch nix. Selbst wenn es zu einer Beschädigung der Oberfläche gekommen ist, ist das darunterliegende Laminat und die Holzkonstruktion nach wie vor geschützt, denn das Epoxi ist unempfindlich gegenüber Wasser (im Gegensatz zu Polyesterharz - Osmose im UW Bereich)
Allerdings ist, egal ob Aramid oder Glas, die Verletzung der schützenden Oberfläche aus Epoxi für die Fasern ein Problem, denn Glasfilamente nehmen ebenso Wasser auf, schädigen aber den Gesamtverbund nicht, weil das Epoxi unempfindlich gegenüber Wasser ist. D.h. eine Beschädigung der Kante sollte aber trotzdem umgehend repariert werden - denn es könnte ja mal regnen

Vielleicht wäre eine Teakholzkante - als "Opferholz" eine Lösung. Das käme ja meiner "Handlaufvariante" ziemlich nahe. Mit so einer "Opferleiste" ist auf alle Fälle das darunterliegende Konstrukt aus Holz und Gfk geschützt und kann gegebenenfalls als kleine Regenrinne dienen, damit das Dachwasser nicht über die gesamte Seitenwand ablaufen kann.
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Geändert von shakalboot (13.06.2021 um 10:30 Uhr)
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  #1973  
Alt 13.06.2021, 08:33
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Standard Aramid schneiden macht keinen Spaß

Hallo!

Aramid schneiden macht keinen Spaß. Halbwegs funktionieren tut es ausser mit microverzahnten Scheren mit einem kräftigen, nicht zu alten und nicht zu zahnlückigen Seitenschneider.

Gruß, der Stefan
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  #1974  
Alt 13.06.2021, 14:40
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Heimfried Heimfried ist offline
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Man schiebt beim Bootsbau ja meist eine gewisse Bugwelle von "muss ich noch ändern" vor sich her - jedenfalls denke ich, dass ich da nicht der einzige bin.

Zu diesem Bereich gehören die Schwänzchen, also die kurze Partie der Halbrümpfe vom Brückendeck zu den abgesenkten Heckspiegeln (siehe Bild), die ich so gebaut habe, wie der Designer vorgab. Da liegt die Oberkante Spiegel, die ja die Außenborder tragen soll, gerademal 95 mm über der Designwasserlinie. Wie wir ECO-Bootsbauer seit langem wissen, werden unsere Boote tiefer im Wasser liegen, wieviel, wissen wir allerdings nicht. Und die Gestaltung der Heckpartien bzw. Transoms ist bei uns auch unterschiedlich.

Das Schwänzchen ist bei mir ein offener Trog und wenn ich ihn so ließe, wie er ist, wäre er nach jedem Slippen mit Wasser gefüllt und wenn ein bisschen Welle ist, auch sonst. Ich werde das also erhöhen müssen, aber maßvoll, weil sich sonst die recht biegeweichen (28 mm Durchmesser) messenden Außenborderbeine meiner kleinen Elektromotörchen unangenehm bemerkbar machen. Zum Glück habe ich noch einen zufälligen Sperrholzüberstand über dem Brückendeck stehenlassen, der mir nun zum Verankern/Aussteifen des Aufbaus dienlich sein wird.

Ich denke da so an etwa 20 cm Erhöhung, das sind zwei Drittel der Distanz zum Brückendeck. Ganz raufziehen möchte ich das nicht, weil ich sonst schlecht an die Installationen komme, die dort liegen werden.
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Gruß, Günter

Geändert von Heimfried (13.06.2021 um 14:46 Uhr)
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  #1975  
Alt 13.06.2021, 17:05
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
...Zu diesem Bereich gehören die Schwänzchen, also die kurze Partie der Halbrümpfe vom Brückendeck zu den abgesenkten Heckspiegeln (siehe Bild), die ich so gebaut habe, wie der Designer vorgab. Da liegt die Oberkante Spiegel, die ja die Außenborder tragen soll, gerademal 95 mm über der Designwasserlinie. ...
Hallo Günter,
da muß ich Dir leider ein kleines bischen widersprechen, im Bild 3 hat Kohler die Variante mit 2 Außenbordern und der entsprechenden Verlängerung dargestellt. Auch der Spiegel ist entsprechend auf Höhe für Langschaftmotoren (~20"). Durch die angehobene Kiellinie bleibt eine Spiegelhöhe über der CWL von ~425mm.
Ich habe diese Verlängerung mal rot markiert.
In Bild 3a hat Kohler die Variante für einen Mittelmotor dargestellt...
deswegen meine Frage wolltest Du nicht schon immer 2 Motoren einsetzen?

Aber warum soltest Du der einzige bleiben, der an dieser Stelle noch Veränderungen vornehmen muß...
Nachdem ich mir über die Backskisten Gedankengemacht habe ( Du hattest damals nach der Sitztiefe gefragt) mußte ich feststellen, daß ich die Kiste oberhalb abschrägen muß, damit sie ins Seitendesign der Bordwand (rote Linie) passen (hellbraun). Ja und die Rückenlehnen, zwar klappbar, paßten gar nicht ins Bild (dunkelbraun)...
Also umplanen und Bordwand im Heckbereich neu (Hellblaue Linie) - ja blos Neu geht nicht mehr; ich habe keine Platten mehr in dieser Größe, aber !! die Ausschnitte habe ich noch nicht für andere Bauten verwendet. d.h. die ausgesägten Stücken wieder irgendwie einkleben (schäften o.ä.) und dann wie die blaue Linie neu. Du bist also nicht allein.
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Geändert von shakalboot (13.06.2021 um 17:19 Uhr)
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Alt 13.06.2021, 17:50
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Du hast Recht, Jens.
Doch, ich wollte von Anfang an zwei ABs einsetzen. Ich habe aber die unterschiedlichen Darstellungen in den Zeichnungen 3 und 3a nicht voll verdaut, wie es scheint und habe aus Zeichnung 4 und 5 (Maße Bulkhead 6) die Form des Hecks abgeleitet. Offensichtlich hat Bernd, wenn nur ein Mittelmotor eingesetzt wird, die Schwänzchen dafür gedacht, dass deren Auftrieb das AB-Gewicht teilweise kompensieren soll. Das habe ich allerdings erst jetzt verstanden.

Ich werde allerdings mit der Oberkante des neuen Transoms nicht wie in der Zeichnung gezeigt, auf Brüdendeckshöhe gehen, das passt für mich nicht. Aber in der Zeichnung ist ja auch ein Verbrenner dargestellt.
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Gruß, Günter

Geändert von Heimfried (13.06.2021 um 18:06 Uhr)
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  #1977  
Alt 17.06.2021, 16:19
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Ich habe jetzt die Rumpfschwänzchen umgebaut und höhere Heckspiegel montiert. Dazu ist auch die Leitertreppe für den Niedergang vom Vordeck in die Kajüte gemessen, gesägt, versiegelt, gefügt und verklebt. Wahrscheinlich werden noch kleine Nacharbeiten nötig sein und lackiert muss sie noch werden. Was ich noch feststellen muss, ist, ob die Treppe dwars, also in der Bulkhead-Ebene zu biegeweich ist und beim Begehen schwingt - da muss ich warten, bis ich sie belasten kann.

Außerdem muss ich einschätzen, ob die Klebung zwischen Treppenwangen und Stufen fest genug ist. Die Stufen (Trittfläche 12 mm Bootssperrholz und vorn und hinten 13 * 50 mm Mahagonileiste als Aussteifung) sind nicht eingelassen, sondern nur stumpf aufgeklebt.
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Alt 17.06.2021, 16:41
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Hallo!

Heimfried:"Ich werde das also erhöhen müssen, aber maßvoll, weil sich sonst die recht biegeweichen (28 mm Durchmesser) messenden Außenborderbeine meiner kleinen Elektromotörchen unangenehm bemerkbar machen."

Zum Verlängern des Rohres meines MinKota habe ich mir eine Schaltstange aus einer Hochspannungsanlage besorgt. Die ist aus GFK (denke Epoxi), superstabil, "teleskopierbar" aus zwei konzentrischen Rohren (35/40mm geschätzt) und wird bei mir nicht komplett benötigt.

Was bei mir übrig bleibt, ca 1,5mx2 kannst gerne abhaben Günter!

Gruß, der Stefan
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  #1979  
Alt 17.06.2021, 21:27
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Zitat von baffe Beitrag anzeigen
[...]
Zum Verlängern des Rohres meines MinKota habe ich mir eine Schaltstange aus einer Hochspannungsanlage besorgt. Die ist aus GFK (denke Epoxi), superstabil, "teleskopierbar" aus zwei konzentrischen Rohren (35/40mm geschätzt) und wird bei mir nicht komplett benötigt.

Was bei mir übrig bleibt, ca 1,5mx2 kannst gerne abhaben Günter! [...]
Danke, Stefan.
Bei mir geht es allerdings nicht nur um die Biegeweichheit. Ich hatte ja meine E-Motörchen bereits proberhalber im Betrieb auf einem kleinen Boot, das ich mit dem Steg mitgekauft hatte. Und dabei habe ich bemerkt, dass das Außenborderbein des Motors, der ja selbst mit "Vollgas" nicht aufregend schnell ist, deutlich zu "ruttern" (vibrieren) anfängt, wenn man nicht betont langsam fährt.

Ich hatte damals schon etwas unbeholfen eine Strömungsprofil-Verkleidung des Rundrohres ausgesägt und vorbereitet, die dann aber nicht mehr zum Einsatz kam, bis ich das Boot verkauft hatte.

Es ist so, dass ein Rundrohr mit wachsender Geschwindigkeit einen erheblichen Strömungswiderstand entfaltet. deshalb habe ich vor, mir eine Verkleidung des AB-Beins zu bauen, die sowohl den Widerstand senkt, als auch die Steifigkeit verbessert.
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Gruß, Günter
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Alt Gestern, 13:18
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Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
....
Außerdem muss ich einschätzen, ob die Klebung zwischen Treppenwangen und Stufen fest genug ist. Die Stufen (Trittfläche 12 mm Bootssperrholz und vorn und hinten 13 * 50 mm Mahagonileiste als Aussteifung) sind nicht eingelassen, sondern nur stumpf aufgeklebt.
Also da würde ich auf jeden Fall noch ein Kantholz auf jeder Seite untersetzen...
P.S. Ein gebrochenes Bein will niemand haben :-(

Tolle Fortschritte, ich bin gespannt auf den Stapellauf!

LG
Bert
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Geändert von chromofish (Gestern um 13:23 Uhr) Grund: Nachtrag
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