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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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Alt 25.02.2020, 22:44
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hein mk hein mk ist offline
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Moin Carlos
Der Mann hat den Username"Tischlergeselle"und hat fast fünfzehn Jahre vor mir seine Ausbildung beendet,erfolgreich denke ich,da sollte kein echtes Anfängertum vorhanden sein.
Von einem "Gelernten"egal welchem Alters kann man da etwas mehr erwarten als einen vorgeschnippelten Bausatz zusammen zu rödeln,also bitte ja---früher hatten wir auch einen Kaiser---son Quatsch!Es trifft auch nicht das was ich ausgedrückt habe bezüglich des Formgebungsprozesses beim Boot selber bauen.
Im Übrigen werden aus maßstäblich mehr oder weniger stark verkleinerten Zeichnungen fast nie Maße abgenommen sondern Maße gelesen aus der Zeichnung und auf das original übertragen.Ausnahmen bildeten früher(auch noch fast hundert Jahre nach kaisers Zeiten)Linienrisse die Originale wurden tatsächlich verwendet um z.B.die Aufmaßtabelle(Table of Offsets) für die Spanten zu erstellen,da wurde aus dem Linienriss gemessen,da für gibt es heute natürlich Schiffsentwurfsprogramme--- klar.
gruss hein

Geändert von hein mk (25.02.2020 um 22:55 Uhr)
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Alt 26.02.2020, 07:32
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Moin Männers,

fangt doch keinen Streit an. Ist das nicht schön hier bei den Selbstbauern, dass jeder nach seiner Fasson bauen kann!

Der eine lieber etwas klassischer mit Linienplan, Table of offsets und Schnürboden, der andere mit Bausatz.

Aber zurück zum Tischlerjungen:

Ohne Englisch ist natürlich doof, weil der Heimwerker-Selbstbau von Booten doch eher aus dem Englischsprachigen Bereich kommt und auch da sehr gepflegt wird. In den USA muss man an "ein Haus gebaut, einen Sohn gezeugt und einen Baum gepflanzt" wohl noch "ein Boot gebaut" hängen, um die Pflichten eines Mannes (nach alter Lesart) zu vervollständigen.
Darum gibt es eben auch sehr viel Literatur dazu in Englisch.
Damit bin ich bei Deinem Handbuch. Versuch doch mal, ob Du das nicht als PDF bekommen kannst. Zieh den Text da raus und kopier ihn in Deepl. Die Übersetzungen sind wirklich um Klassen besser als von google, wenn auch bestimmte Fachbegriffe gerade beim Bootsbau nicht wirklich richtig übersetzt werden.

Was mich bei Berger Boote aber schon wundert, dass die die einzelnen Platten nicht gefräst bekommen können. Die arbeiten doch sonst auch mit diesen Puzzelmuster-Schäftungen. Und bei der Genauigkeit von CNC gefrästen Teilen ist das ja kein Hexenwerk, die einzelnen Teile erst nach dem ausschneiden zusammen zu fügen.
Vermutlich ist das aber eher eine Frage der Wirtschaftlichkeit, dass es sich für die nicht lohnt, für das Boot den ganzen Aufwand zu betreiben, weil den Preis für den Bausatz dann auch keiner mehr bereit ist zu bezahlen. Bei den kleineren Booten sieht das dann schon anders aus.

Ohne Dir jetzt zu nahe treten zu wollen, sehe ich Dein Problem bei den Schäftungen und dem Umgang mit den großen Platten. Da wirst Du mit Sicherheit eine 3. und 4. Hand brachen, die Dir dabei hilft. Denn auch wenn Du die Teile CNC-gefräst bekommst, sind die schon ziemlich unhandlich.

Lieben Gruß

Mio
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Hab' ich gemacht, ..., also das Bauen

Geändert von Mio69 (26.02.2020 um 12:29 Uhr)
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Alt 28.02.2020, 08:19
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin
Also für einen "Gelernten"ist das Durchpausen/stechen nach originalgroßen "Schnittmusterbögen"eigentlich schon so etwas wie eine "Erniedrigung",gewöhnlich bekommt man das auch mit einer 1:10 Zeichnung und/oder einer Aufmaßliste/tabelle hin,die 1987 von van de Stadt gelieferte Zeichnung "expandet Hullplates"war tatsächlich auch in1:10 und mit über einen Meter Papierlänge nur in einer Halle auf einer Pinnwand zu gebrauchen,weder Halle noch entsprechende Pinwand hatte ich damals zu Verfügung(heute schon eher)und so habe ich mir Aufmaßskitzen-und tabellen auf A4 in Klarsichthüllen erstellt für den Gebrauch vor Ort und draussen.Für mich war das,nach dem alles auch wie geplant zusammen passte,einer der befriedigsten Prozesse des Kaskobaus,alles selbst aufgerissen,ausgestrakt und geschnitten zu haben.Zeit?112Mannstunden(2X56)für sechs Plattengänge aus 4und 3mmStahblechen für ein29FtBoot,jeder Plattengang wurde aus je 3Stck 3X1m Blechen zusammengesetzt,wurde natürlich vor dem Anzeichnen zusammengeschweisst bei Sperrholz würde man wohl schäften.
Auch 1988 gab es schon die Möglichkeit das Blechzeugs CNC oder optisch gesteuert plasmaschneiden zu lassen,hätte aber wohl einiges mehr gekostet als ich in den 56 std netto verdienen konnte(ist ein bischen Milchmädchenrechnung weil ich die Arbeitszeit meines Freund und Helfers unterschlagen habe).So viel mal zur Wirtschaftlichkeitsseite die man aber tunlichst nicht ständig betrachten sollte wenn es um so einen Unsinn wie Bootsselbstbau geht.
gruss hein
Ist das wirkich so das der "Gelernte" ,wenn zur Verfügung stehend, nicht das 1 zu 1 Modell des Schnittbogens benutzt sondern sich aus 1 zu 10 was errechnet dann straakt und 112 nettosstunden.......
Hat er sich dann zwar als "Gelernter" nicht erniedrigt , aber ob das wirklich schlau ist?
Demjenigen der nach einer CAD Datei gefragt hilft das eher nicht.

Hein ausdrücklich nachfolgendes nicht als auf DICH gemünzt zu verstehen.

Manchmal hab ich so den Eindruck das wir hier im Forum ein zunehmendes Billyboysyndrom haben.

Im Kondom stecken aber draußen jedes noch so weit entfernte Problem in jedem Fachgebiet fachmänisch mit Googlewissen und Herstellerangaben
exakt und unstrittig zu dokumentieren.
Das Ego der Fachleute die auf allen Gebieten Fachleute sind geht mir dabei gewaltig auf die Nüsse.
__________________
Neues entsteht nur wenn einer den Mut hat neue Wege zu gehen
Gruß
Erhard
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Alt 28.02.2020, 18:58
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Moin Erhard
Nee das hast du falsch verstanden natürlich nimmt der "Gelernte"wenn vorhanden auch gerne die 1:1 Schnittmusterfolien oder billiger das Papier,wo bei man mal carlos fragen kann wie das mit dem verzugsfrei halten der Papierbögen so funktioniert.Normaler weise wird ja wohl auch immer nur eine Variante geliefert,also die CAD-Schnittdateien auf Stick oder CD,die Schnittmusterbögen,oder wie in meinem Fall die 1:10 Zeichnungen der Plattenabwicklungen.Da habe ich mir nix selbst zurechtgerechnet sondern die Bemaßung der Zeichnungen in eine Tabelleform gebracht und nur für Achter-und Bugende der Platten eine Skizze mit draufgepinselt.Nach den Zeichnungen von v.d.Stadt war das auch recht einfach zu machen weil ausgehend von einer Bezugslinie(Dateline) auf der alle 500mm eine Senkrechte gezeichnet wurde auf denen dann nach oben und unten Breitenmaße abgesetzt wurden.Und dann kommt die Straklatte zum Einsatz,die hatte ich mir schon Monate vorher im Holzhandel ausgesucht,sechs Meter lanfaserige astreine Eiche von der mehr als das halbe Volumen weggesägt und gehobelt wurde bis das richtige Verhältniss von Steifigkeit zu Biegsamkeit gefunden war.Die Straklatte habe ich dreizig Jahre später immer noch unterm Schuppendach hängen,man weiß ja nie wann man die wieder braucht.
Letztendlich ist das ja alles auch etwas abhängig von der Größe des Bootes,bis so vier meter Länge bekommt man das wohl noch hin mit Schnittmusterbögen(Muttis Modezeitschrift lässt schön grüßen),da würde man aber auch,zu mal bei Holz,keine 112Stunden für das Konventionelle Ausstraken und zuschneiden benötigen für ein Pocketship.
gruss hein

Geändert von hein mk (28.02.2020 um 19:38 Uhr)
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