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  #1  
Alt 03.03.2026, 18:02
Seewolf110 Seewolf110 ist offline
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Standard Aus Flußwasser,Trinkwasser machen?....Filter?

Hallo Forumsgemeinde

Ich habe im Internet einen Kanister gesehen der aus Flußwasser Trinkwasser
machen soll!
Ich bin viel Autark auf Deutschen Flüßen wie Rhein und Donau zum Fischen unterwegs.Ich hab ein Offenes Angelboot 5.10mx195m 60ps Außenborder 60L Einbautank.Selbst ausgebaut.Zum Schlafen kann ich im Bug ein Zelt aufblasen,im Bug hab ich dann eine Liegefläche von 2mx1,30m Zelt hat Stehhöhe also sehr Komfortabel
Gekocht wird auf einem Coleman Benzinkocher etc. Keep it Simple!
Da jedes Kilo zählt und ich auch eine Tour die Donau runter machen möchte kam mir die Idee mit dem Wassertank. Normal hab ich 2x10L Wasserkanister dabei die mir mit Einsparung ca. 1 Woche halten.
Besatzung 1 Mann,1 Münsterländer. Sicher kann man beim Tanken Fragen ob man Wasser Bunkern kann aber da komm ich mir vor wie ein Bettler.

Jetzt fand ich folgenden Wasserkanister der auch gleich Filtert.
https://www.wasserfilter-zentrum.de/...ilter-458.html
Wenn ich das so lese klingt es erst mal nach Eierlegender Wollmilchsau!
Wenn ich sehe das irgendwelche Personen sauberes Bergwasser Filtern, und ich da Wasser aus dem Strom nehmen will! Hab ich irgendwie Bauchschmerzen!
Hat jemand damit Erfahrung bzw. ist da vielleicht auch Microbiologe im Forum?
Ich mein das ziemlich ernst! Also kein Quatsch! Männer

Vielen dank im Vorraus
__________________
Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Gruß Peter
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  #2  
Alt 03.03.2026, 19:54
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wernerw wernerw ist offline
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Der Kanister beinhaltet eine Mini Osmose Anlage. Du pumpst per Hand das Wasser durch eine Membran. Diese lässt fast nur H²O Moleküle durch die Strukur durch, d. h. am Ende hast du fast Reinstwasser. Interessant wäre hier ein Vorfilter, Plankton und Kraut hätte ich ungern da drin und am wichtigsten - die Menge an Reinstwasser was per Hand produziert werden kann. Das kann echt wenig sein, da bräuchte man Erfahrungswerte. Der Text zur Lebensdauer ist geniales Marketing, "wenn dicht dann Lebensende". In guten Anlagen kann man die Membran spülen und genau diesen Dreck entfernen. Da die das nicht kann muss man das in Marketingsprache rüber bringen.
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Gruß
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  #3  
Alt 03.03.2026, 21:25
Quatschko Quatschko ist offline
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Ohje. Wie bist du krankenversichert?

Die Bauchschmerzen werden kommen. Nur im buchstäblichen Sinne.
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  #4  
Alt 03.03.2026, 21:30
Thomas69 Thomas69 ist offline
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Das Thema habe ich mit mehreren Ausstellern auf der Boot durchgesprochen. Die Essenz ist, daß man für "Flußwasser" mehrere Filterstufen bräuchte weil ein Osmosefilter (als letzte Stufe) sonst ruckzuck verstopfen würde. So etwas lohne sich nicht, der Filterverbrauch wäre einfach zu hoch.

Die dort gezeigten Anlagen gehen alle von salzhaltigem Meerwasser aus das aber an sich relativ sauber ist.

Natürlich könne man das (ohne Vorfilter) mit einem Osmosefilter einmal/zweimal machen aber dann sei der fertig.
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Grüße in die Runde!
Thomas
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  #5  
Alt Gestern, 00:04
harry 1972 harry 1972 ist offline
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Ich kenne in dem Zusammenhang gute Erfahrungen mit Katadyn Filtern.

Gibt es schon Jahrzehnte am Markt, ist aber auch nicht billig.
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  #6  
Alt Gestern, 09:48
Thomas69 Thomas69 ist offline
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Zitat:
Zitat von harry 1972 Beitrag anzeigen
Ich kenne in dem Zusammenhang gute Erfahrungen mit Katadyn Filtern.

Gibt es schon Jahrzehnte am Markt, ist aber auch nicht billig.
Der erste Blick auf deren Webseite zeigt schon daß es für uns nichts taugt: klares Bachwasser in Trinkwasser zu verwandeln kann man sogar mit den bekannten Tabletten machen. Da braucht es keine technische Zauberei.

Vielleicht reden wir auch aneinander vorbei? Ich war interessiert unser übliches Fluß/Kanalwasser in größeren Mengen aufbereiten zu können, also auch zum Duschen etc.

Die Osmoseanlagen auf dem Meer können das weil sie eben recht sauberes "Ausgangsmaterial" haben. Im Canal du Midi wird das schwierig
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #7  
Alt Gestern, 15:37
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B4-Skipper B4-Skipper ist offline
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Da ist betteln wohl doch die bessere Variante.

Als Verein bitte wir für je 100 Liter um einen Euro, wobei keiner nachmisst ob das nun 100 oder 150 L sind.
Zwei 10L-Kanister können für Lau vollgemacht werden, die Menge geht doch im "allgemeinen Rauschen" (Toilettenspülung ) unter.

Gruß Lutz
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Nur Tonic ist Ginlos.
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  #8  
Alt Gestern, 16:48
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wernerw wernerw ist offline
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Zitat:
Zitat von Quatschko Beitrag anzeigen
Ohje. Wie bist du krankenversichert?

Die Bauchschmerzen werden kommen. Nur im buchstäblichen Sinne.
Ok, andere Bauchschmerzen...
Osmose lässt kein Erreger durch die Membran, die sind einfach zu dick. Krank macht das Permeat nicht was da raus kommt. Wenn es zu Durchfall kommt ist es eher der Fakt das man es falsch und zu lange gelagert hat. Selbst Osmosewasser (Permeat) bleibt recht steril, fällt da ein Bakterium rein platzt es.... Thema osmotischer Druck auf Zellen...

Es gibt auch Leute die behaupten man dürfe das nicht trinken weil es keine Mineralien enthält. Da gehen einige Märchen durch das Internet. Alles Quatsch, ich betreibe Osmose und Entsalzung über Harz seit Jahrzehnten und lebe immer noch. Das Berliner Leitungswasser ist flüssiger Beton, hat zwar eine gute Trinkwasserqualität, aber die Härte macht echt Probleme in manchen Bereichen (Kaffeemaschinen, Teekocher usw) und für meine Korallen benötige ich die Woche so ca. 35 Liter reinstes Wasser. Ich koch auch Tee oder Kaffee damit, aber nicht immer.

Was die Anlagen durchlassen ist Silikat in geringen Anteilen. Die sorgen dafür Algen wachsen die auf Silikaten basieren, Drahtalgen z. Bsp. oder alles was sich hart anfühlt. Mit Osmosewasser lassen sich auch leichte Verkalkungen lösen an Dingen die empfindlich auf Kalkentferner reagieren. Einfach ein paar Tage reinlegen, das Osmosewasser nimmt den Kalk gern auf und löst ihn einfach auf.
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Gruß
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Alt Gestern, 17:40
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Mantriur Mantriur ist offline
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Ich hatte in Chile so eine "Osmoseanlage" von der Resterampe. Hatte ca. 100 Euro gekostet, kam mit drei Filterkartuschen: Sand, Aktivkohle, Osmose. Ca. 30x50cm gross und 5kg schwer, plus 5 Liter Puffertank. Der Tank war nach ca. 2 Stunden voll, normaler Leitungsdruck war ausreichend - hat wirklich gut funktioniert. Hatte es nur fuer Trink- und Giesswasser benutzt, nach ca. einem Jahr kam ganz subtil der Moorgeschmack vom Leitungswasser durch, dann hab ich die Kartuschen getauscht. Das Leitungswasser war allerdings grosszuegig mit Chlor versetzt, um Krankheitserreger musste ich mir keinen Kopf machen - mag je nach Fluss anders sein. Ein Meshfilter davor bietet sich bei der Art von Nutzung auch an.
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  #10  
Alt Gestern, 18:10
Thomas69 Thomas69 ist offline
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Zitat:
Zitat von wernerw Beitrag anzeigen
Ok, andere Bauchschmerzen...
Osmose lässt kein Erreger durch die Membran, die sind einfach zu dick. Krank macht das Permeat nicht was da raus kommt. Wenn es zu Durchfall kommt ist es eher der Fakt das man es falsch und zu lange gelagert hat. Selbst Osmosewasser (Permeat) bleibt recht steril, fällt da ein Bakterium rein platzt es.... Thema osmotischer Druck auf Zellen...

Es gibt auch Leute die behaupten man dürfe das nicht trinken weil es keine Mineralien enthält. Da gehen einige Märchen durch das Internet. Alles Quatsch, ich betreibe Osmose und Entsalzung über Harz seit Jahrzehnten und lebe immer noch. Das Berliner Leitungswasser ist flüssiger Beton, hat zwar eine gute Trinkwasserqualität, aber die Härte macht echt Probleme in manchen Bereichen (Kaffeemaschinen, Teekocher usw) und für meine Korallen benötige ich die Woche so ca. 35 Liter reinstes Wasser. Ich koch auch Tee oder Kaffee damit, aber nicht immer.

Was die Anlagen durchlassen ist Silikat in geringen Anteilen. Die sorgen dafür Algen wachsen die auf Silikaten basieren, Drahtalgen z. Bsp. oder alles was sich hart anfühlt. Mit Osmosewasser lassen sich auch leichte Verkalkungen lösen an Dingen die empfindlich auf Kalkentferner reagieren. Einfach ein paar Tage reinlegen, das Osmosewasser nimmt den Kalk gern auf und löst ihn einfach auf.
Wir betreiben im Haus eine Enthärtungsanlage um von 22dH auf akzeptable 5dH bei immer noch 435µS/cm zu kommen. Anderenfalls hätten wir bald ein Kalksteinbruch im Bad.

ZUSÄTZLICH nutzen wir für unseren Tee ausschließlich VE Wasser (Voll Entsalzt, 0µS/cm) aus einer separaten Patrone/Leitung. Sonst wäre der Tee nicht so schön durchsichtig

Trotz jahrelangen Genusses ist hier noch niemand davon krank geworden. Und JA: das VE Wasser hat eine sehr starke Reinigungswirkung weil es mit seiner Reinheit unbedingt alles auflösen will was ihm in die Quere kommt
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Grüße in die Runde!
Thomas

Geändert von Thomas69 (Gestern um 18:26 Uhr)
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