boote-forum.de - Das Forum rund um Boote  

Zurück   boote-forum.de - Das Forum rund um Boote > Alles was schwimmt! > Technik-Talk



Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

Antwort
 
Themen-Optionen
  #1  
Alt 27.01.2026, 13:28
feuerwehrdriver89 feuerwehrdriver89 ist offline
Cadet
 
Registriert seit: 16.08.2019
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 49
Boot: Crownline 250 CR
65 Danke in 23 Beiträgen
Standard AGM gegen LiFePo4 ersetzen

Hallo zusammen,


ich beschäftige mich aktuell mit der Frage, wie ich meine vorhandene AGM-Verbraucherbatterie (110 Ah) sinnvoll durch eine LiFePO₄ mit 230 Ah ersetzen kann.


Dazu habe ich drei Schaltpläne erstellt:
  • einen für den Ist-Zustand,
  • einen Ansatz, bei dem die vorhandenen Trenndioden vor den DC-DC-Ladern erhalten bleiben,
  • sowie eine Variante, bei der die Trenndioden entfallen und ausschließlich DC-DC-Lader eingesetzt werden.
Folgende Komponenten sind bereits vorhanden und sollen möglichst weiterverwendet werden:
  • 1× LiTime LiFePO₄ 230 Ah
  • 1× Victron IP22 30 A
Die beiden Victron Orion-TR Smart 12/12 30 A müsste ich noch anschaffen.


Ich freue mich über eure Einschätzung, welche Variante technisch sinnvoller ist bzw. ob es Punkte gibt, die ich dabei beachten sollte.


Vielen Dank vorab für eure Unterstützung!


Grüße
Alex
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Ist Bestand.pdf (102,4 KB, 29x aufgerufen)
Dateityp: pdf mit Trenndiode.pdf (103,7 KB, 32x aufgerufen)
Dateityp: pdf ohne Trenndiode.pdf (102,4 KB, 26x aufgerufen)
__________________

Crownline 250CR
Beneteau Monte Carlo 32
Mit Zitat antworten top
  #2  
Alt 27.01.2026, 15:59
Benutzerbild von Sigi S.
Sigi S. Sigi S. ist offline
Admiral
 
Registriert seit: 16.02.2002
Ort: Villach
Beiträge: 3.221
Boot: SeaRay 290DA
2.207 Danke in 1.523 Beiträgen
Standard

Ich selbst habe die Variante 2 mit Trenndioden.
Allerdings sind bei mir alle Lader direkt auf die Batterien geklemmt und nicht über den Hauptschalter.

Bei mir ist die Notüberbrückung zwischen den beiden Starterbatterien, auf nur einen Motor macht es wenig Sinn, denke da hast du nur einen Fehler im Plan.

Ich denke 2 Orion sind nicht notwendig, habe auch nur einen verbaut da 30A für die 230Ah Batterie schonender ist (C 0,1)
Mit Zitat antworten top
  #3  
Alt 27.01.2026, 16:40
Benutzerbild von apiroma
apiroma apiroma ist offline
Fleet Admiral
 
Registriert seit: 26.03.2002
Ort: Erde
Beiträge: 7.020
Boot: z. Z. kein Boot
Rufzeichen oder MMSI: DF....
3.634 Danke in 2.509 Beiträgen
Standard

Moin,
Guck Dir mal folgende 7 Artikel von einem Bootskollegen an.
Hat sich richtig Arbeit gemacht!
https://nordkyndesign.com/category/m...ttery-systems/
__________________
Grüße
Karl-Heinz
----------------
"Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände:
Ein-Aus-Kaputt".
(Wau Holland)
Mit Zitat antworten top
  #4  
Alt 27.01.2026, 17:53
Thomas69 Thomas69 ist offline
Vice Admiral
 
Registriert seit: 27.07.2021
Ort: Nideggen
Beiträge: 1.720
Boot: Aquanaut 1150AK
Rufzeichen oder MMSI: 211221380
1.675 Danke in 906 Beiträgen
Standard

Hast du einen Inverter für 230Volt an Bord? Wenn es ein Multiplus wäre könnte die gesamte Anlage auch auf einem 230Volt Backbone aufbauen:

Beide Limas parallel in die LFP (bei Angst um Überhitzung durch ein/zwei Orions). Von dort als einzigen Großverbraucher der Multiplus, der immer 230Volt daraus macht. Am LFP würde auch das Hotelnetz hängen, getrennt von Starter und Motorkontrollkreis.

Mit diesen 230Volt für jeden weiteren Akku ein eigenes kleines Ladegerät. Damit kann jeder Akku eine andere Technologie haben (AGM, Flooded, LFP etc.) und man verlegt nur dünne 230Volt Leitungen weil die Ladegeräte direkt neben den Akkus sitzen können.

Der Multiplus schaltet bei Landstrom automatisch um so daß auch bei Landstrom die Akkus aus dem 230Volt Bone immer geladen werden, die LFP sowieso aus dem MP.

So betreiben wir seit zwei Jahren unser Schiff mit 600Ah LFP (2x300Ah parallel), einer 105Ah Bleistarter (Flooded) und je einer 105Ah Blei (AGM) für die Strahlruder aus einem kleinen 1.600W MP. Funzt perfekt.
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
Mit Zitat antworten top
  #5  
Alt 27.01.2026, 20:24
feuerwehrdriver89 feuerwehrdriver89 ist offline
Cadet
 
Registriert seit: 16.08.2019
Ort: Rheinland Pfalz
Beiträge: 49
Boot: Crownline 250 CR
65 Danke in 23 Beiträgen
Standard

Vielen Dank für die Rückmeldungen.
Ich möchte natürlich möglichst wenig der originalen Verkabelung anfassen.
Die Version mit Trenndioden beizubehalten war auch meine bevorzugte Lösung.
Ich bin natürlich für weitere Ideen dankbar.

@Sigi S. Die Lader sind laut Schaltplan vom Boothetsteller vor dem Trennschalter angeschlossen. Werde den tatsächlichen Ist Zustand natürlich noch prüfen.

Viele Grüße

Alex
__________________

Crownline 250CR
Beneteau Monte Carlo 32
Mit Zitat antworten top
  #6  
Alt 27.01.2026, 22:11
Benutzerbild von Succes_Falcon
Succes_Falcon Succes_Falcon ist offline
Fleet Captain
 
Registriert seit: 09.08.2020
Ort: Hamburg
Beiträge: 922
Boot: Succes 1050 SD & Frau Meier
1.225 Danke in 470 Beiträgen
Standard

Hallo Alex,
du solltest auch noch einmal die Verkabelung zum Shunt überprüfen.

Normalerweise geht nur die (-) Leitung der Verbraucherbatterie an den Shunt-Batterie Minus. Die Starterbatterien gehen wie alle anderen Verbraucher an den Shunt-Batterie Load.
__________________
Schöne Grüße aus Hamburg, Dietmar
Mit Zitat antworten top
Folgender Benutzer bedankt sich für diesen Beitrag:
  #7  
Alt Gestern, 20:53
MR1 MR1 ist offline
Cadet
 
Registriert seit: 25.06.2025
Beiträge: 24
9 Danke in 7 Beiträgen
Standard

Bitte bei Euren Überlegungen unbedingt beachten:

Der Umbau auf LiFePO4 sollte nicht in Eigenregie, sondern durch einen fachkundigen Betrieb erfolgen. (Oder Ihr seit selbst Elektromeister etc.) Oder ggf. von einem Fachmann abnehmen lassen.
Hintergrund: Laut aktueller Auslegung der Sportbootrichtlinie 2013/53/EU (RCD-Leitfaden 2024/2025) kann der Austausch von Blei/AGM gegen Lithium als wesentliche technische Änderung gelten. Damit geht die technische Verantwortung vom Hersteller auf den Eigner bzw. den Installateur über.
Wer hier etwas genauer einsteigen möchte sollte den Artikel in der Boot 2/26 "CE-Konfominität futsch nach Akkutausch?" lesen.
Auch andere Artikel weisen darauf hin, dass dabei u. a. folgende Punkte normgerecht zu prüfen und auszulegen sind:
– Absicherung gegen sehr hohe Kurzschlussströme
– BMS-Integration und Notabschaltung
– Schutz der Lichtmaschine (z. B. DC-DC-Lader / Alternatorschutz)
– Kabelquerschnitte und thermische Auslegung
– Einhaltung von ISO-Normen (z. B. ISO 10133, XP ISO/TS 23625)
Viele Versicherer verlangen inzwischen fachgerechten Einbau, Dokumentation und teilweise sogar ein elektrisches Gutachten. Bei Eigenumbauten ohne Nachweis kann es im Schadenfall zu Problemen mit der Regulierung kommen.
Fazit: LiFePO4 ist natürlich nicht verboten – aber kein DIY-Plug&Play-Thema mehr, wenn CE-Konformität und Versicherung erhalten bleiben sollen.
VG
Micha
Mit Zitat antworten top
  #8  
Alt Gestern, 21:03
greyman greyman ist offline
Lieutenant
 
Registriert seit: 06.02.2012
Ort: Wedel
Beiträge: 137
Boot: Quicksilver aktive 555 Cabin mit 80PS Mercury
Rufzeichen oder MMSI: DH8975
139 Danke in 77 Beiträgen
Standard

Ich werde bei mir auch im Frühjahr die AGM Battrie gegen LFP tauschen.
Mercury gibt für die neueren Aussenborder LFP Akkus frei und nennt die nötigen Kenndaten vom Akku/des BMS.
Von LiTime gibt es die DualPurpose Akkus, die für Marine/Aussenborder bestimmt sind und die Mercury Anforderungen erfüllen.
Sollte also ein einfacher 1-zu-1 Tausch werden.
__________________
Quicksilver 555 Cabin, 80PS Mercury
Simrad Go7, B&G V60
Mit Zitat antworten top
  #9  
Alt Heute, 02:52
Oldskipper Oldskipper ist offline
Fleet Admiral
 
Registriert seit: 06.05.2014
Ort: Nähe Magdeburg
Beiträge: 5.514
Boot: Vetus Bellus 1200
Rufzeichen oder MMSI: 211610920
16.250 Danke in 4.418 Beiträgen
Standard

Also Versicherung muss zahlen. Unabhängig davon ob die Ce erloschen ist. Ce wird beim in Verkehr bringen benötigt. Ist das Ding einmal in Verkehr, ist ce wurscht.
Sollte aber eine Lifepo der Grund für einen Schaden sein, bedeutet das auchnoch lange nicht, dass die Versicherung raus ist. Das wäre nur der Fall, wenn unsachgemäßer Einbau die Ursache wäre. ZB ein falsch konfiguriertes oder gar fehlendes BMS oder falsche Ladegeräte usw.
Wenn die Batterie einfach so in Brand geraten würde, wäre das halt Pech und die Versicherung müsste zahlen. Selbstverständlich bleibt man für sein handeln verantwortlich. Und wenn man groben Pusch abliefert und der Pusch ist ursächlich für den Schaden, Aber wenn man nur aus Versehen einen Fehler macht, ist die Versicherung wieder im Boot.
Es gehört zum Risiko einer solchen Versicherung, dass so ein Boot lebt. Die wenigsten Boote sind nach 20 oder mehr Jahren noch Original.

Und wer so ein Boot versichert, muss im Schadensfall auch leisten.
__________________
Gottes sind Wogen und Wind,
Segel aber und Steuer,
daß ihr den Hafen gewinnt,
sind euer.
Gorch Fock
Mit Zitat antworten top
Antwort



Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
AGM und LiFePO4 Ladesystem harry1982 Technik-Talk 27 09.01.2026 18:02
AGM gegen Lifepo4 ersetzen Oskj Technik-Talk 8 14.12.2025 15:09
Umstieg von AGM auf LiFePo4 - Wie? Hannibal-Lecter Technik-Talk 22 29.06.2025 17:42
StandBy Charger für Lifepo4 auf AGM Batt gesucht Charlie2021 Technik-Talk 3 06.11.2024 16:27
Starterbatterie und Verbraucherbatterie ersetzen durch LiFePo4? Maddl81 Technik-Talk 22 12.03.2020 10:53


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 06:47 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.11 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.