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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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#1
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Hallo Leute,
nun hat es mich auch erwischt. Ich denke mal das es Osmose ist. Einige Stellen habe ich angeschliffen, einige das Antifouling abgeschliffen und wieder andere Stellen das Gelcoat entfernt. Was würdet Ihr mir empfehlen? Ich würde gerne die Restauration selber durchführen. Zuerst muss der komplette Gelcoat entfernt werden? Dann würde ich es bis zum Mai stehen lassen damit das Laminat schön austrocknet. Bekommt man das mit gute Schleifscheiben hin? Oder womit bekomme ich es gut runter? Wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir Tipps geben könnt. Zum Boot: es ist eine Balt 450 von Jeanneau Bj. 1999 aus GFK. Die Wasserlinie ist 4,00m x 1,80m. Der Wasserpass ist 12 cm hoch. Es liegt jährlich von April bis Ende Oktober im Salzwasser. (Ostsee) Im Winter steht es bei mir auf dem Hof auf einem Trailer im Freien. Danke schon mal für eure Hilfe. |
#2
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Hallo,
riechen die aufgestochenen Blasen nach Essig??
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Gruß Werner es kommt nicht drauf an welches Boot du fährst, sondern wer es fährt... |
#3
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Die weißen Stellen sind Blasen unter dem Gelcoad. Wenn man sie Aufmacht dann kommt eine braune Flüssigkeit raus. Alle Bläschen sind gefüllt. Nach Essig riechen tun sie nicht. Eher neutral.
Mit Lackmuspapier gemessen ist der pH Wert zwischen 4 und 5. |
#4
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Der Einsatz eines Lack- oder Gelcoathobels ist eine feine Sache.
Spülen, Spülen, Spülen nicht vergessen. Harzen, Spachteln und evtl. erst wieder eine Lage Glas. Je nach Bewuchsdruck im Revier ist ein superglattes Epoxy statt Antifoulingaufbau eine exzellente Variante. Man bekommt einerseits ein neues Topcoating dadurch und einen sehr glatten/schnellen Rumpf.
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Bootslog und Refitblog Jeanneau Microsail https://microsail.wordpress.com/
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#5
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Erst einmal danke für eure Antworten.
Einen Gelcoathobel kann ich leider nicht auftreiben. Wüste leider nicht woher. Wollte es mit einem Winkelschleifer und Flächenscheibe versuchen. Aber das wird sicher sehr mühsam. Natürlich mit absaugen mit Zyklonabscheider. Kann man dann direkt auf dem abgeschliffen Laminat mit Epoxidharz und Glasfaser auflaminieren? Oder muß noch vorher grundiert werden? |
#6
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#7
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Hobel kann man leihen und dauert keine Stunde. Wenn Du Trockenbaugeräte hast ist auch eine Diamandtopfscheibe ein Mittel, riskiert aber grobe SChäden gerade an Ecken/Kante/Wölbungen.
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#8
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Dein Laminat wird es Dir danken, wenn Du eine Schleifmaschine mit 80er Schleifmittel und Absaugung nimmst. Abranet funktioniert sehr gut.
Wenn Dein Laminat nicht weich ist, brauchst Du auch nicht laminieren. ( Erkennbar an Druckstellen dort wo Dein Boot auf den Rollen vom Trailer liegt. Ich halte das spülen für vernachlässigbar, was ich für wesentlich wichtiger halte ist das trocknen und das waschen mit Aceton. Innen alles auf, ein wesentlicher Teil der Feuchte im Laminat trocknet auch über das Bootsinnere ab, Boot in die Halle oder zumindest unter ein Dach, das Gelcoat runterschleifen und dann erstmal ein paar Monate stehen lassen. Das Waschen mit Aceton entzieht dem Laminat Feuchtigkeit, das kann ruhig häufiger geschehen, ruhig einmal im Monat reichlich Aceton auf einen Lappen und rüberwischen. Wenn Du feuchtes Laminat verschliesst, machst Du es nur noch schlimmer! Meine Beschichtung wäre ein Dickschicht Epoxid Relest Stetecol oder Relest Multicoat 2 Lagen, danach ein Vinyl Primer max. 2 Lagen und dann ein AF. Epoxide sind nicht UV Beständig, ausser man mischt etwas zum UV Schutz hinzu, was dann aber wieder die Durchlässigkeit erhöht.
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Physik gilt auch für Menschen die sie nicht verstehen. |
#9
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Vielen Dank für zahlreichen Tipps.
Das schleifen mit den Abranet Scheiben hört sich sehr gut an. Kann man die Scheiben mit dem Winkelschleifer und entsprechenden Teller erwenden? Oder sind die nur für den Exenterschleifer gedacht? Und wieviel Scheiben sollte ich mir besorgen? Ist der Verschleiß der Scheiben hoch? |
#10
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Von meiner Seite: Ich würde auch abwaschen und gut durchtrocken lassen. |
#11
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Für 8m x 2.85m habe ich etwa 75 Stück durchgehauen. Und diese Klettdinger die zwischen Abranet und Maschine kommen auch 8 ... :-( Ich glaube ich war zu ungeduldig ![]() ![]() Eine Schleifmaschine mit kräftiger Absaugung und eine Anständige Staubmaske macht echt Sinn ... Der Staub ist sehr, sehr fein und nicht wirklich gesund. Ich halte einen Winkelschleifer für nicht geeignet für diese Art Arbeit, habe das allerdings noch nicht ausprobiert. Ich bin eher Grobmotoriker mit dem Winkelschleifer. Wenn Du eine Schleifmaschine kaufst, achte auf das Gewicht, die Metabo SXE 450 kann ich 10 min über Kopf bedienen, dann habe ich ich dicke Arme. Mit der Mirka sind 2h kein Problem. Metabo hat jetzt ein baugleiches Modell. Gekauft habe ich den Kram bei 123Lack.de. Bin weder beteiligt noch verwandt, finde deren Arbeit aber weiterempfehlenswert.
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#12
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Den Gelcoathobel kannst Du bei von der Linden leihen oder (billiger) bei Gradman.de
Alternativ einfach so einen elektrischen Hobel im Baumarkt kaufen, der schafft dein kleines Boot leicht, ist aber anschließend schrottreif (einmal Platten wenden). Gute Absaugung, Gehörschutz, Filtermaske und Brille nicht vergessen. Die Dinger machen bei der Arbeit auf dem Gegenkasten einen Höllenlärm, also vorher Nachbarn informieren. Trocknen lassen, fter abwaschen und dann Aufbau wie beschrieben, Epoxi etc... Geändert von zooom (20.12.2021 um 18:30 Uhr) |
#13
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Bj. 1999 und Osmose?
Ich würde das gerne nochmal hinterfragen...
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages! |
#14
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Meinst Du das gibt es bei Bj 99 noch nicht?
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#15
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Mit dem Hobel ist das alles locker an einem Tag getan und zu schleifen gibt es später noch genug. |
#16
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Ja, das Boot ist von 1999. Habe es 2016 mit Trailer gekauft.
Ich halte euch auf dem laufenden. Werde mich Anfang Januar erstmal ans Gelcoat machen. Wünsche euch allen ein frohes und erholsames Weihnachtsfest. LG. aus Wismar Dirk |
#17
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sieht auf dem Foto für mich nach einen leichten "Seepocken" befall aus. Jedenfalls sieht es auf den Fotos nicht dramatisch aus. Wenn man mit der Nadel die Blasen anpickt und wenn dann nässende Flüssigkeit mit Essiggeruch rauskommt, wäre eine Osmose naheliegend.
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#18
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#19
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Ich möchte fast wetten, dass nahezu niemand in diesem Thread schonmal echte Osmose gesehen hat. Und bevor ich bei einem 99er Boot vollkommen hemdsärmelig das gesamte Gelcoat weg raspele, da vergewissere ich mich doch doppelt, drei-und vierfach, dass das sinnvoll ist.
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages! |
#20
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Hast du gelesen, das er den pH-Wert der Flüssigkeit bestimmt hat? |
#21
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Wenn ich da drauf strullere hat das einen ähnlichen Wert.
Es kann doch nicht verkehrt sein, da mal einen Fachmann draufkucken zu lassen. Das Gelcoat abreissen ist ein wirtschaftlicher Totalschaden - es geht nicht in meinen Kopf, wie man eine Entscheidung solcher Tragweite so mir nichts, dir nichts treffen kann. Ich bin zu alt für solchen Scheiß, was reg' ich mich eigentlich auf. "Ommmmm", Ist ja nicht mein Boot...
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Gruss aus Frankfurt, Hans Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite des Beitrages! |
#22
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Hans, wenn der To schreibt, er hat bis ins gfk runter geschliffen und dort Blasen vorgefunden, die eine Flüssigkeit mit saurem pH-Wert aufweisen, dann wird es Osmose sein. Hängen die Blasen zwischen Lackschichten, Antifouling auf dem Gelcoat, ist es vermutlich ein Schaden in den Beschichtungen.
Ein Grundvertrauen in die Aussagen des Fragestellers muss man doch schon haben, oder? |
#23
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Is es hier im Forum irgendwie möglich und erlaubt ein kurzes Video einzustellen?
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#24
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Mit der forumseigenen Software ist das nicht möglich Videos einzustellen, nur eine Verlinkung ist möglich und auch erlaubt.
Zum Beispiel von Youtube oder ähnlichen Videoportalen
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Grüße Richard |
#25
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@chili
Ferndiagnosen sind immer schwierig, besonders die Größenrelationen kann man meines Erachtens oft völlig falsch einschätzen. Nenne doch einfach die Indikatoren, die Du so einsetzt. Dann ist dem TO auch wirklich geholfen. Bislang hat er - Blasendruck unter dem Gelcoat - gelöstes Harz - PH Test unter 5 - Schleifbild sieht man auf dem Foto - Feuchtemessung fehlt noch
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