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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1  
Alt 09.07.2009, 00:36
Benutzerbild von Dirk H.
Dirk H. Dirk H. ist offline
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Boot: die "Tosa", fast fertig...
3.479 Danke in 1.010 Beiträgen
Standard Anfertigen eines Spantenrisses

Moin Leute.

Ausgehend von dieser Frage hier...

Zitat:
Zitat von Picton16ft Beitrag anzeigen
Ich hab da jetzt mal eine konstruktiv technische frage zu den vielen Spanten, die ja alle unterschiedlich sind in Höhe und breite und AWinkel usw.

Ich stelle mir jetzt vor ich baue so ein Boot, und bastel den ersten Spant.
Soweit so gut
Woher weiß ich wie der 2. aussehen muss?
Ich stell mir das ein bischen so vor wie bei einem Daumenkino, da mal man das Bildchen immer ein bischen weiter, aber eben Pi*Daumen.
Das geht hier aber nicht.
Diese Frage brennt mir schon seit Jahren unser den Nägeln.
... aus dem Thread von Walter hab ich mich mal aus spaß mal drangesetzt einen Spantenriss zu zeichnen und zu dokumentieren. Vielleicht interessiert es ja noch andere hier außer Jan .

Vorweg: Ich bin kein professioneller Bootsbauer oder irgendwas in der Richtung, hab mich nur damit theoretisch beschäftigt und vor zig Jahren mal von meinem Vater, seines Zeichens Schiffbauingenieur i.R., gezeigt bekommen. Daher wie immer alles ohne Gewähr.

Bevor man die Spanten zeichnen kann, brauchen man natürlich erst mal ein Plan von einem Boot. Man kann jetzt losrennen und wie Walter an einem gutem Boot Maß nehmen und diese dann in einen Plan übertragen. Man kann sich auch einfach Pläne kaufen (dann brauchen wir aber den Spantenriss auch nicht mehr selber machen ) oder sich ein schönes Boot aus dem blauen Himmel heraus ausdenken.
Wie auch immer, was gebraucht wird ist eine Seitenansicht des Bootes und eine Draufsicht inkl. eingezeichneten Kimmweger, d.h. den Übergang/ Knick der Bordwand zum Rumpfboden.

Das kann dann so aussehen:




Diese Zeichnung ist ehr eine Skizze und nicht grade sehr sauber ausgeführt. Am besten nimmt man für so etwas Millimeterpapier und einen feinen Bleistift. Und nicht so wie ich hier einen dicken Filzstift auf Blankopapier . Ging aber mit dem Scanner nicht besser, das andere war zu undeutlich... Es geht ja hier aber auch nur ums Prinzip

Der Rumpf im Beispiel ist der Einfachheit halber 5m lang, 2m breit und hat eine Gesamthöhe von 1m.

Nachdem man sich auf das grundsätzliche Aussehen geeinigt hat, kann man mit dem Konstruieren der Spanten anfangen. Dazu zeichnet man in regelmäßigen Abständen Linien dort wo man später die Spanten haben möchte über die Rumpfzeichnung. Es empfiehlt sich dafür die Seitenansicht und Aufsicht genau untereinander zu platzieren, macht sich einfacher.

Ich hab die Spantenlinien im Abstand von 50 cm gemacht. Je kleiner dieser Abstand, umso genauer wird nachher auch das Spantengerüst.



Die Spanten hab ich hier von hinten nach vorne grün durchnummeriert, den Heckspiegel hab ich jetzt nicht extra gezeichnet.
Nun geht das Messen los. Und zwar werden die Maße der Bordwandhöhe gebraucht, in der Seitenansicht das Maß zwischen rot 3 und 2, dann die Gesamthöhe zwischen rot 3 und 1. Und die Breite des Rumpfes, bzw. eigentlich nur die halbe Breite. Einmal die Gesamtbreite zwischen rot 1 und 3 und die Rumpfbodenbreite zwischen rot 1 und 2. Hier heißt es wirklich genau zu arbeiten, ansonsten wird der Rumpf nachher schief und krumm.
Ich hab die Zahlen in rot A,B,C und D eingeteilt. A ist die Gesamthöhe, B ist die Bordwandhöhe, C ist die Gesamtbreite und D die Rumpfbodenbreite.





Jetzt kommen wir zum eigentlichen Teil der Übung. Das Übertragen der Maße in den eigentlichen Spantenriss. Wenn man weiß wie ist das Ganze kein Thema, ist wie Mathe in der 6.Klasse (oder so )

Man zeichnet nur die Hälfte des Spants, deswegen auch die Mittellinie in der Aufsicht. Man könnte natürlich den gesamten Spant auf einmal zeichnen, würde aber keinen Sinn machen. Es könnten sich u.a. Unsymetrien einschleichen. Außerdem werden bei Rümpfen die sich zum Heck hin verschlanken auf der einen Seite der Zeichnung die Spanten von hinten aus gesehen bis zur breitesten Rumpfstelle und auf der anderen Seite die Spanten von vorne gesehen bis zur breitesten Stelle gezeichnet. Ist dann wesentlich übersichtlicher.

Man hat für jeden Spant vier Maße, A,B,C und D. Die Kielleiste ist immer von vorne gesehen senkrecht und grade. Also kann man die schon in der Gesamthöhe des Bootes zeichnen. Gesamthöhe war Maß A, also ist das unsere A-Achse. Da die Decksaufbauten erst nach Fertigstellung des Rumpfes angefertigt werden, spielen sie für das Spantengerüst keine Rolle. Die Gesamtbreite des Bootes ist die C-Achse und die ist aus diesem Grund ebenfalls grade. Die beiden anderen Maße, B und D könnte man jetzt auch von der A bzw. C Achse aus abmessen. Wegen der Übersichtlichkeit hab ich diese beiden Achsen aber jeweils auf der gegenüberliegenden Seite angesiedelt.

Jetzt fangen wir mit Spant 1 an. Wenn man sich die Maße der Zeichnung ansieht, sind die Spaten 1-4 identisch. Ist halt kein anspruchsvoller Rumpf . Also ist Spant 1 auch gleichzeitig Spant 2, 3 und 4. In der Zeichnung sind die Spanten wieder grün durchnummeriert.
Das A-Maß ist 100cm, die Bordwandhöhe B ist 80cm. Da A immer auf dem Kiel liegt, kann dieses Maß auch direkt auf der A-Achse einzeichnet werden. Das B-Maß rückt aber nach innen und zwar von der Gesamtbreite C 100 cm bis zur Rumpfbodenbreite D 90cm. Das C-Maß ist ebenfalls immer auf der C-Achse, da das Deck in diesem Beispiel grade verläuft. Hat man jetzt einen Deckssprung drin wie Walter bei der Viesser, wird es unwesentlich komplizierter. Dann muss man mehrere C-Achsen in der jeweiligen Höhe des Decksprungs einzeichnen.
Die Kreuzungspunkte von B und D sind dann jeweils die Kante wo der Rumpfboden auf die Seitenwand stößt.
In der Zeichnung hab ich nur die Maße für Spant 1 bis identisch 4 eingezeichnet. Auch hier ist natürlich Millimeterpapier unabdingbar will man genau arbeiten

Man sieht hier auch sehr schön die Kimmung bzw. den Winkel des Rumpfbodens in den einzelnen Abschnitten. Der Rumpf hat im hinteren Teil ca. 12° Kimmung, also eigentlich ideal für einen Gleiter. Nach vorne hin wird der Winkel steiler was bei einem sportlichen Gleiter eigentlich nicht sein soll, aber vielleicht gute Rauwassereigenschaften versprechen könnte . Aber wie gesagt, ist ja nur eine Skizze .


Als Letztes braucht man die Maße der einzelnen Spanten nur noch auf die Platten für das Spantengerüst zu übertragen und jeweils zu spiegeln, man will ja schließlich kein halbes Boot. Aussägen und fertig ist der Spant .

So würde dann Spant Nr. 9 aussehen:



Wenn man das Prinzip erst mal durchschaut hat ist es eigentlich Piepeinfach. Macht durchaus Spaß sich Boote auszudenken und einen Spantenriss dafür zu entwerfen.
Wenn es aber dann wirklich mal ans Bauen gehen sollte, sollte man entweder das nötige Wissen und Erfahrung bei der Berechnung und Konstruktion von Booten haben oder besser gleich auf was Bewährtes zurückgreifen, so wie es ja Walter auch mit seiner "Kopie" macht.

Vielleicht hab ihr ja noch Ergänzungen, Tipps oder findet meine Rangehensweise doch einfach nur Schrott.... schreibt was
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ostfriesische Grüße,
Dirk H.

Fast fertig: Die "Tosa"
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  #2  
Alt 09.07.2009, 10:12
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Picton16ft Picton16ft ist offline
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Grandios

Danke, so eine Erklärung habe ich mir gewünscht.
Das klappt sogar auf der grünen Wiese nur mit Papier, Bleistift, Zollstock und Säge
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  #3  
Alt 09.07.2009, 14:00
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Zitat:
Zitat von Dirk H. Beitrag anzeigen
Moin Leute.

Vielleicht hab ihr ja noch Ergänzungen, Tipps oder findet meine Rangehensweise doch einfach nur Schrott.... schreibt was

Dem ist nichts hinzu zu fügen.

Danke Dirk

Carsten
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Das Leben ist zu schön um ständig zu arbeiten, aber wie soll man sonst leben.
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  #4  
Alt 09.07.2009, 23:18
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Muß da nachfragen ...
Ist dieser Riss auch abwickelbar ?

Im ersten Moment habe ich da Zweifel.
Die Spantenabschnitte müßten hierzu auf einem Kegel/Zylinder liegen und das scheint mir, wie gesagt im ersten Moment nicht der Fall zu sein.

Man könnte das einfach erreichen, wenn man die Spantabschnitte parallel oder Verlängerungen dieser sich in einem Punkt treffen lassen würde und zwar in der Frontansicht.

Dies würde evtl. zu kleinen Verschiebungen im Grundriß führen,
mit etwas Spielen sollte es aber gelingen.


Wie geschrieben im ersten Moment, werde mal eine Nacht drüber schlafen.
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Gruß, Klaus

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  #5  
Alt 09.07.2009, 23:45
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Genauer ...
Man könnte parallele Spantabschnitte pro Plattengang machen,
das führt sicher zum Abwickeln.
Aber die Form wird eher nicht so schön.

Falls man im Bug und Heckbereich eine schmiegende Form haben will,
dann liegen die Erzeugenden eines Kegels im Raum.
Der Schnitt mit den Profilebenen wird zum Kegelschnitt, d.h. keine Geraden sondern Ellipsenteile evtl. sogar Hyperbel/Parabel.

Will diese einfache Methode nicht zerschreiben, wollte aber nur diese Anmerkung anbringen.

Hier habe ich meine Konstruktion beschrieben, zwar mit Autocad und mehrere Plattengänge, das Prinzip ist aber gleich. http://www.aluriverboat.de/_Abwicklung.htm
Beim Bau kann ich die Abweichung der Kegel-Profilebenenschnitte zu den geraden Steifen-/Spantenabschnitten als Krümmung erkennen.

Ich denke wenn man z.B. aus Sperrholz oder Metall bauen würde, kann man das schon ausgleichen, müßte man halt ein wenig unterlegen.

Baut man z.B mit GFK sollte man sich über diesen "Effekt" bewußt sein, sonst hat man hier "Eindrücke".
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Gruß, Klaus

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  #6  
Alt 12.07.2009, 13:56
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Boot: die "Tosa", fast fertig...
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Hallo Klaus.

Bei der von mir gezeigten Methode handelt es sich ja auch um die (vereinfachte) Methode wie man in den Vorcomputerzeiten einen Spantenrisse angefertigt hat. Das mit den abwickelbaren Flächen geht mit dieser Methode glaube ich wohl leider nicht. Kenne auch keine Methode diese Flächen zu zeichenen, CAD und Co lassen wir mal beiseite. So ganz oder eigentlich überhaubt nicht haben ich ehrlich gesagt Deinen Vorschlag auch nicht verstanden . Könntest Du das vielleicht mal sogar zeichnen. Wäre interessant.
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ostfriesische Grüße,
Dirk H.

Fast fertig: Die "Tosa"

Geändert von Dirk H. (12.07.2009 um 16:25 Uhr) Grund: kleinere Nachbesserungen ;-)
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  #7  
Alt 12.07.2009, 14:31
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hakl hakl ist offline
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Bin schon dabei, dauert aber etwas ...
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Gruß, Klaus

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  #8  
Alt 12.07.2009, 15:34
Water Water ist offline
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Kann vielleicht noch ein paar Bilder von einem Originalbauplan eines alten Bootes von mir zufügen.

Gruß Walter
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  #9  
Alt 13.07.2009, 13:32
Hanss Hanss ist offline
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Hallo, bin nue hier, versuche mich aber seit "ein paar Jahren" an einem Selbstbau. Spanten zeichnen ist das eine, aber wenn man schon Zeit und Geld ausgibt, sollte die Schale doch auch gute Werte liefern im Fahrverhalten, oder? Ich habe daher die Spanten von einem Programm zeichnen lassen (Hullform), gibt da sicher noch andere. Hoffe das hilft ein bisschen weiter!

Mast und Spantbruch

Hanss
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  #10  
Alt 13.07.2009, 14:48
oktobernull2 oktobernull2 ist offline
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so wie ich das hier verstehe geht es erstmal um das Basiswissen zur Erstellung eines Linienrisses..........
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  #11  
Alt 13.07.2009, 15:38
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aquacan aquacan ist offline
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Zitat:
Zitat von Hanss Beitrag anzeigen
Hallo, bin nue hier, versuche mich aber seit "ein paar Jahren" an einem Selbstbau. Spanten zeichnen ist das eine, aber wenn man schon Zeit und Geld ausgibt, sollte die Schale doch auch gute Werte liefern im Fahrverhalten, oder? Ich habe daher die Spanten von einem Programm zeichnen lassen (Hullform), gibt da sicher noch andere. Hoffe das hilft ein bisschen weiter!

Mast und Spantbruch

Hanss

Ja, daran knüpft auch meine Frage.
gibt es - und wenn welche Programme, die Rumpfformen entwerfen und die erforderlichen Spanten dann auch zeichnen.

Könnte mir vorstellen, dass eine etwas aufwendigere Rumpfform nicht so einfach von einem Laien spantenmäßig umzusetzen ist.

Würde mir allein nur anhand der obigen Beschreibung ohne praktische Anleitung am Modell selber nicht einmal den Selbstbau eines einfachen Ruderkahns für den Ententeich zutrauen.

Das ist keine Kritik an der obigen Anleitung. Ich selber begreife erst, aber dann richtig,wenn mir das jemand mal real gezeigt hat.

Bin in dem Metier Konstruktion , CAD etc. nicht so zu Hause und tu mich daher schwerer, mich in theoretische Abhandlugen einzufinden.
Reizen tut mich das Thema Bootsbau aber ungemein.

Justin
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  #12  
Alt 13.07.2009, 17:25
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Zitat:
Zitat von oktobernull2 Beitrag anzeigen
so wie ich das hier verstehe geht es erstmal um das Basiswissen zur Erstellung eines Linienrisses..........
Genau so ist es

Deswegen hab ich ja auch drunter geschrieben:

Zitat:
Zitat von Dirk H. Beitrag anzeigen
...Wenn man das Prinzip erst mal durchschaut hat ist es eigentlich Piepeinfach. Macht durchaus Spaß sich Boote auszudenken und einen Spantenriss dafür zu entwerfen.
Wenn es aber dann wirklich mal ans Bauen gehen sollte, sollte man entweder das nötige Wissen und Erfahrung bei der Berechnung und Konstruktion von Booten haben oder besser gleich auf was Bewährtes zurückgreifen, so wie es ja Walter auch mit seiner "Kopie" macht...
Ich hab mir schon einige Boote aus dem blauen ausgedacht und just for Fun gezeichnet inkl. Spantenriss. Bauen würde ich diese aber noch lange nicht ohne die nötigen Berechnungen zu machen und da stoße ich dann leider an meine Grenzen. Dafür hab ich dann aber Papi
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ostfriesische Grüße,
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  #13  
Alt 13.07.2009, 17:26
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P.s. @ Hanss: Herzlich Willkommen im BF
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  #14  
Alt 13.07.2009, 18:41
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hakl hakl ist offline
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Hab da was zusammengezeichnet und -geschrieben, hoffe einigermaßen verständlich
Hatte keine Lust mit Bleistift zu arbeiten, meine Zeichenmaschnie ist "leider" schon entsorgt. Aber es sollte erkennbar sein, es wäre möglich auch mit einfachen CAD-Programmen (2D)

Falls jemand Lust hat das nachzuvollziehen, sollte man mit sehr wenigen Profilen/Stützpunkten beginnen.
Geht scheller und man bekommt schon sehr rasch ein Gefühl, ob die Annahmen sinnvoll sind.
Dann kann man noch immer verfeinern.

Dieses Beispiel besteht nur aus zwei Plattengängen, und die Abwicklung wurde nur mit je einer Regelfläche (Kegel, Zylinder) durchgeführt. Bei mehr Gängen gibt es halt mehr Arbeit.
Man könnte die einzelnen Plattengänge quasi in 2 oder 3 Regelflächen aufteilen z.B. Kegel-Zylinder-Kegel (ist bei meinem Bau so) oder Kegel - Kegel usw.
Man sollte aber darauf achten, die Übergänge müssen/sollten auf einer gemeinsamen Erzeugenden liegen und müssen/sollte in diesem Übergang auch eine gemeinsame Tanngentialebene haben.
Kegelspitzen müßten bei der Folge Kegel - Kegel nicht ident sein.

Bei Fragen bitte melden.
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  #15  
Alt 14.07.2009, 20:12
Hanss Hanss ist offline
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Hallo Leute,

danke für Eure Kommentare.

Klar, das Programm erklärt nicht unbedingt, wie man einen Plan mit Spanten konstruiert, obwohl sich dies aus den Rissen eigentlich ergibt. @aquacan: Es genügt, ein paar englische Begriffe zu übersetzen, dann gibt man gewünschte Masse ein und Art des Boots (Yacht, Gleiter oder Verdränger, Knick- oder Rundspant, etc.) und schon erhält man einen durchgerechneten Entwurf. Macht auch einfach Spass, x-beliebige Ideen in Sekundenschnelle auf dem Bildschirm in 3D zu sehen.

Ich benutze das Hullform-Programm als Freeware. Man kann damit Boote bis ca. 6m Länge verwirklichen. Wenn man das Programm kauft, sollte m. E. auch die Abwicklung dabei sein.

Bevor ich mich ans Realisieren gemacht habe (es soll ein 5m-Trimaran werden), habe ich ein 1:5 Modell gemacht. Die Eigenschaften sind zwar nie ganz identisch, aber es verschafft einen ersten allgemeinen Eindruck, was man nachher erwarten kann und hilft, Detaillösungen zu erfinden. -Ok, ab hier lasse ich es jetzt sein, es ging ja um die Erstellung eines Spantenrisses, zumindest für die meisten.
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  #16  
Alt 15.07.2009, 00:29
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Ohne Worte.................

mal die Buchseite lesen....

wild drauf los zu modellieren ohne Vorkenntnisse bringt auch nichts.........

und CAD- Programme gibt es viele.........

ich denke die Arbeitsweisen sind entscheidend........... und die Möglichkeiten der freien Gestaltung

einen 3d- Rumpf aus einer Bibliothek auszusuchen ist ja nicht der Hit

http://www.youtube.com/watch?v=GS31uJczzvo

http://www.youtube.com/watch?v=-5XBa9xoKp4

http://www.youtube.com/watch?v=b8aZIhlHkic

Ich möchte mal die Arbeitsweise der Profis kennen lernen



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  #17  
Alt 15.07.2009, 15:07
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Zitat:
Zitat von oktobernull2 Beitrag anzeigen

Ohne Worte.................

mal die Buchseite lesen....
Hallo Jens,

aus welchem Buch ist der Auszug? Teil uns doch auch bitte die ISBN Nummer mit. Ich bin sehr interessiert........



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Gruß Holger


Meine Baustelle DE23.

"Wie sprechen Menschen mit Menschen? Aneinander vorbei!" (Kurt Tucholsky)
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  #18  
Alt 15.07.2009, 15:44
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Captain
 
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Hallo Holger.....

http://www.amazon.de/Vom-Ri%C3%9F-Sc.../dp/3768808750

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Delius Klasing (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3768808750
  • ISBN-13: 978-3768808750
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  #19  
Alt 15.07.2009, 17:54
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Ich recherchiere zur Zeit ......... was mit CATIA V5 so geht im Bezug auf den Boots- und Yachtbau...........

Die Software NAVAL ARCHITECT von CENIT für CATIA möchte ich haben

CATIA auf dem Vormarsch auch im Yachtbau

Anhang Info- Material zum Thema ( für Interessierte )
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Eine Lösung für den Markt der Luxus Yachten.pdf (181,8 KB, 527x aufgerufen)
Dateityp: pdf NAVAL_ARCHITECT_dt_WEB.pdf (197,3 KB, 561x aufgerufen)
Dateityp: pdf CATIA.pdf (2,39 MB, 856x aufgerufen)
Dateityp: pdf CATIA-for-Yacht-brochure.pdf (578,8 KB, 366x aufgerufen)
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  #20  
Alt 15.07.2009, 19:36
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867 Danke in 209 Beiträgen
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Maxsurf wäre auch so eine Software, ich hatte vor Jahren eine Demoversion laden können, man konnte rumspielen, aber nicht speichern
hier gibt es Downloads :

http://www.graphicmagic.com/maxsurf/msdownloads
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Gruß, Klaus

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