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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #1  
Alt 27.01.2009, 18:49
Benutzerbild von Petermännchen
Petermännchen Petermännchen ist offline
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Standard Ideales Allroundboot - ein Katamaran???

Hallo beisammen,

viele von euch kennen mich bereits aus einem andern (ähnlichen) längeren Trööt.
Hier geht es mir nicht um Selbstbau oder Aussteigen, sondern um DAS Allrounderboot.


Also erst einmal die Vorgaben:
  • Gemäßigter Tiefgang unter 1m (auch variabel)
  • Ausreichend Verdrängerfahrt für Binnen, Küste und die meisten Flüsse unter Motor
  • Hauptantrieb Segel
  • Erträgliche Preise für Liegeplätze
  • mindestens Küstentauglich (entspricht CE = B)
  • Lebensraum für ideal zwei, Wochenende auch vier Personen.
  • Idealerweise auch für "um die Welt"
  • Preis gebraucht max. 50.000 €
  • Zusatzinvest für Blauwasser max. 20.000,--€
Soviel zu meinen Vorgaben. Mehr mag ich nicht vorschreiben, da ja jeder eigene Vorstellungen hat, was Komfort oder Speed etc. angeht.

So, wie Ihr mich kennt, habe ich auch schon mal einen Vorschlag: Klick
(Wer dieses Schiffchen kennt und dazu etwas sagen kann, gerne hier im Threat oder auch per PN.)

Nun freue ich mich mal wieder auf eure Beteiligung

Gruß

Peter
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  #2  
Alt 27.01.2009, 19:06
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Noch ein weiterer Link, welcher nicht auf Berichte, sondern auf die Masse verweist

Klick

Na denn mal gute Nacht

Peter
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  #3  
Alt 28.01.2009, 09:09
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Oliver74 Oliver74 ist offline
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Hallo Peter,

wie wäre es mit einem Trimaran?
Corsair 28 oder Farrier F27 würden Deinen Anforderungen doch sehr nahe kommen. Das Klappsystem hilft gegenüber einem Kat sehr bei der Liegeplatzwahl.
Wenn es doch ein Kat sein soll, wären die Wharram Varianten eine Übelegung wert.

Viele Grüße,

Oliver
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  #4  
Alt 28.01.2009, 09:39
Skibbää Skibbää ist offline
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Zitat:
Zitat von Oliver74 Beitrag anzeigen
Hallo Peter,

wie wäre es mit einem Trimaran?
Corsair 28 oder Farrier F27 würden Deinen Anforderungen doch sehr nahe kommen. Das Klappsystem hilft gegenüber einem Kat sehr bei der Liegeplatzwahl.
Wenn es doch ein Kat sein soll, wären die Wharram Varianten eine Übelegung wert.

Viele Grüße,

Oliver

Bei dieser größe hat man aber bei den Klappvarianten meiner meinung nach einen zu großen Verlust an Wohnraum....wobei der Vorteil im Hafen und das mögliche trailern natürlich schon erhebliche Pluspunkte sind.
Sobald man aber über eine Blauwasserlösung nachdenkt, denke ich das es in erster Linie auf Platz ankommen wird!
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  #5  
Alt 28.01.2009, 10:10
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Zitat:
Zitat von Skibbää Beitrag anzeigen
Bei dieser größe hat man aber bei den Klappvarianten meiner meinung nach einen zu großen Verlust an Wohnraum....wobei der Vorteil im Hafen und das mögliche trailern natürlich schon erhebliche Pluspunkte sind.
Sobald man aber über eine Blauwasserlösung nachdenkt, denke ich das es in erster Linie auf Platz ankommen wird!
Stimmt, Platz ist bei Blauwasser sehr wichtig.
Den hast Du bei einem 26 Fuss Kat aber leider auch nicht.
Bei den 8 Meter Kats hast Du "unter Deck" meißt nur in den Rümpfen Platz, dies finde ich Persönlich SEHR beengt.

Viele Grüße,

Oliver
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  #6  
Alt 28.01.2009, 10:12
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@Oliver
Bei einem Trimaran ist mir der Platz zu gering, liegt dieser ja meist noch unter einem Mono.
Die Liegegebühren sind allerdings ein Argument.

@Christoph
Ich sehe das auch so, Platz ist für entspanntes Miteinander wichtig. Bei einem Kat fallen mir allerdings die Segeleigenschaften ein. Diese liegen oft unterhalb eines Monos.

@all
Von der letzten Version aus meinem Link gab es Baupläne. Leider ist der Konstrukteur verstorben und die Werft existiert wohl auch nicht mehr.
Weiß jemand, wo man diese Pläne noch bekommen kann?

Gruß

Peter
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  #7  
Alt 28.01.2009, 10:16
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Zitat:
Zitat von Oliver74 Beitrag anzeigen
Stimmt, Platz ist bei Blauwasser sehr wichtig.
Den hast Du bei einem 26 Fuss Kat aber leider auch nicht.
Bei den 8 Meter Kats hast Du "unter Deck" meißt nur in den Rümpfen Platz, dies finde ich Persönlich SEHR beengt.

Viele Grüße,

Oliver
Ist im genannten Link aber nicht der Fall! Für diese Größe ist hier mit bis zu sechs Doppelkojen sehr viel Platz. Dann die Pantry und eine Naßzelle, welche Ihren Namen auch verdient..

Bei Brauckmann gibt es diesen Kat BJ 89, allerdings zu einem recht frechen Kurs von 49.000,--. Da kannst du dir mal ein paar Bilder ansehen.
In GB bekommt man diese für ca. 15.000,--€ weniger und hat meist einen Einbaudiesel oder gar zwei drin.

Gruß

Peter
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  #8  
Alt 28.01.2009, 11:16
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Oliver74 Oliver74 ist offline
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Hi Peter

Evtl. hilft Dir das hier weiter:

http://www.multihullcentre.co.uk/

Boote wie "ELF 26" oder "Summer Twins 28" gehen in die gleiche Richtung.
Die basieren teilweise auch auf Plänen von Pat Patterson, der die "Heavenly Twins" entworfen hat.

Viele Grüße,

Oliver
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  #9  
Alt 28.01.2009, 13:56
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Zitat:
Zitat von Oliver74 Beitrag anzeigen
Stimmt, Platz ist bei Blauwasser sehr wichtig.
mal ne dumme Frage von einem Laien.....
was hat das auf sich mit dem Begriff "Blauwasser"....
was ist damit gemeint... ?
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Gruß - Georg
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  #10  
Alt 28.01.2009, 14:24
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Zitat:
Zitat von gbeck Beitrag anzeigen
mal ne dumme Frage von einem Laien.....
was hat das auf sich mit dem Begriff "Blauwasser"....
was ist damit gemeint... ?
Schau mal hier rein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Blauwassersegeln

Viele Grüße,

Oliver
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  #11  
Alt 28.01.2009, 14:32
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Zitat:
Zitat von Oliver74 Beitrag anzeigen
Schau mal hier rein:

http://de.wikipedia.org/wiki/Blauwassersegeln

Viele Grüße,

Oliver
und schwup - schon wieder was gelernt....
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Gruß - Georg
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  #12  
Alt 01.02.2009, 11:48
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Hallo Peter
schön mal wieder von dir zu lesen
Leider haben solche Themen heute hier im nicht mehr so eine grosse Resonanz

Meine Meinung kriegst du trotzdem

ERSTENS : das ideale Boot existiert schlichtweg nicht
Eine Diskussion pro oder kontra Kat bringt in der Regel nichts, da spielen persönliche Vorlieben oder Abneigungen eine zu starke Rolle.

Ein Kat hat in der Regel wenig Tiefgang, leider aber gleich 2mal auf jeder Seite, ziemlich lästig in den Kanälen oder Flüssen einen Platz zum Anlegen zu finden,
Marinas sind meistens teuer für Kats.

Mit deinem geplanten Budget wirst du auf jeden Fall etwas finden, egal ob Kat oder Mono.

Wenn du dein geplantes Revier hauptsächlich im Warmen siehst, würde ich auf jeden Fall mich mal mit den Wahran Kats auseinandersetzen.

Solide, simpel, seetüchtig, günstig im Unterhalt, usw.

Grüsse Jürg

PS: erzähl doch mal auf welchen Stand sich deine praktischen Ehrfahrungen heute befinden
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wer faul sein will, muss schlau sein!
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  #13  
Alt 02.02.2009, 09:49
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Wharram Kats
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  #14  
Alt 02.02.2009, 21:31
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Zitat:
Zitat von apiroma Beitrag anzeigen
Wharram Kats
Danke für deine Belehrung

Hat aber nicht wirklich was neues zu diesem Thema beigesteuert

Jürg

PS: Wenn wieder Rechtschreibefehler gefunden werden ......
du darfst sie behalten
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  #15  
Alt 03.02.2009, 03:49
Ludowica Ludowica ist offline
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Hallo Peter,
Katamaran oder Einrumpfboot ist eine Weltanschauung. Beide haben nach meiner Meinung ihre ganz spezifischen Vorteile.
Ein Katamaran hat mehr Platz, aber das wichtigste ist, er läuft wesentlich schneller als ein Einrümpfer. Damit wird der Aktionsradius um ein vielfaches größer. Eingefleischte Katfahrer erzählen auch etwas davon, dass man immer zwei Rümpfe dabei hat, wenn also einer Leck schlägt hat man noch einen Zweiten und wird nicht sinken. Dagegen sprechen die deutlich höheren Liegeplatzkosten und die nicht vorhandene Kentersicherheit, die meist durch Untertakeln ausgeglichen wird. Auch wir oft vergessen, dass beim Kat die Zuladung begrenzt ist. Ein Kat ist für ein maximalgewicht gerechnet und verträgt nich mal eben 15 oder 20% mehr Gewicht
Der Einrümpfer ist dagen ein simples Boot mit einfachem Aufbau (normalerweise) es kann zwar auch Kentern, richtet sich aber selbst wieder auf. Zuladung is meist nicht das große Problem, selbst überladen kann man mit einem Einrümpfer immer noch halbwegs segeln. Dafür ist er immer langsamer hat nicht den Komfort, weil er deutlich mehr Krängt und einen (bei Langfahrt wohl unerheblich) wesentlich geringeren Aktionsradius.
Solche Aktionen, wie das Einlaufen mit Surf wird beim Kat schon schwierig, da mss man das Boot beherrschen.
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  #16  
Alt 03.02.2009, 23:56
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Moin,

Zitat:
Zitat von Ludowica Beitrag anzeigen
[..]ganz spezifischen Vorteile.
Ein Katamaran hat mehr Platz, aber das wichtigste ist, er läuft wesentlich schneller als ein Einrümpfer. Damit wird der Aktionsradius um ein vielfaches größer.
DAS ist Deiner Meinung nach der wichtigste Vorteil eines Blauwassertauglichen Cats ?? Mal ganz ehrlich: Wenn ich über einen Kat als ideales Fahrzeug zum Langfahrtsegeln nachdenke (und wer meine Postings in Peters früherem Thread gelesen hat weiß, daß ich das tatsächlich in Erwägung ziehe), dann sicher nicht deshalb, weil ich noch 246 Tage Resturlaub habe, innerhalb einer festen Zeitspanne möglichst viel Strecke schaffen will und dann "wieder da sein" muß.
Das mit dem mehr Platz ist sicher (neben dem aufrechten Segeln) DAS Hauptargument für einen Kat statt eines Monos auf Langfahrt, und sei es nur um durch zusätzliche Flächen für Solarpanels, Windgenerator, Watermaker [Tomatenplantagen, Sojafelder] mehr Autarkie zu erlangen.

Zitat:
Zitat von Ludowica Beitrag anzeigen
Eingefleischte Katfahrer erzählen auch etwas davon, dass man immer zwei Rümpfe dabei hat, wenn also einer Leck schlägt hat man noch einen Zweiten und wird nicht sinken.
Von Deiner Argumentation her müßte also ein Tri in Bezug auf Sinkgefährdung das ideale Fahrzeug sein?
Eine gute Portion Optimismus ist sicher nie verkehrt, andererseits ist das Boot dann auch doppelt so breit und die Chance irgendwo gegenzufahren somit doppelt so hoch...
mfg
Martin
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  #17  
Alt 04.02.2009, 02:59
Ludowica Ludowica ist offline
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Zitat:
Zitat von Mar-Thar Beitrag anzeigen
Moin,


DAS ist Deiner Meinung nach der wichtigste Vorteil eines Blauwassertauglichen Cats ?? Mal ganz ehrlich: Wenn ich über einen Kat als ideales Fahrzeug zum Langfahrtsegeln nachdenke (und wer meine Postings in Peters früherem Thread gelesen hat weiß, daß ich das tatsächlich in Erwägung ziehe), dann sicher nicht deshalb, weil ich noch 246 Tage Resturlaub habe, innerhalb einer festen Zeitspanne möglichst viel Strecke schaffen will und dann "wieder da sein" muß.
Das mit dem mehr Platz ist sicher (neben dem aufrechten Segeln) DAS Hauptargument für einen Kat statt eines Monos auf Langfahrt, und sei es nur um durch zusätzliche Flächen für Solarpanels, Windgenerator, Watermaker [Tomatenplantagen, Sojafelder] mehr Autarkie zu erlangen.

Nun ja Martin, dies ist Deine Version von den Vorzügen eines Kat.


Ich sehe das ein wenig anders, ablaufen vor einem Sturm z.B fällt Dir sicher mit 20 kn leichter als mit 5 oder 6 kn bei einem 9 Meter Mono. Auch ist es sicher nicht zu unterschätzen alles auf kleinem Raum zu habem um gerade im Sturm nicht durch lange Wege unnötig in Gefahr zu geraten (spräche eher für den Mono). Lage schiebt man auf Langfahrt eher wenig, und wenn dann über Tage in eine Richtung, wieder ein Pat für den Mono/Kat Vergleich. Platz? Der ist immer relativ, selbst auf einem großen 12 Meter Kat ist es in den Rümpfen verdammt eng, das Leben spielt sich auf dem Brückendeck ab. Und Geschwindigkeit, keine Ahnung ob Du mit zwei oder vier oder Einhand segeln möchtest - aber egal wie, da sticht der Kat, wie beim Sturm, denn durch große Etmale erreichst Du Dein Ziel schneller und die Crew oder Du alleine laufen weniger Gefahr an Monotonie zu erkranken. Fast alle Meutereien in der Vergangenheit kamen durch Langeweile zustande. Wenn Du mal Wilfried Erdman gelesen hast wirst Du wissen, dass die Tage und Nächte lang werden - nicht zu vergessen die Vorräte an Wasser und Essen!

Zitat:
Zitat von Mar-Thar Beitrag anzeigen


Von Deiner Argumentation her müßte also ein Tri in Bezug auf Sinkgefährdung das ideale Fahrzeug sein? </p>Eine gute Portion Optimismus ist sicher nie verkehrt, andererseits ist das Boot dann auch doppelt so breit und die Chance irgendwo gegenzufahren somit doppelt so hoch...
mfg
Martin
Das ist nicht meine Argumentation, das ist das was die Kat Fans sagen.


Wobei das nachvollziehbar ist. Allerdings widersprichst Du Dir nun in Deiner Argumentation - gegen was (ausser einem Container) sollte man fahren wenn man auf dem Ozean ist? Genau dieser Container (von denen gar nicht so wenige dicht unter der Wasseroberfläche rumtreiben) kann Deinen Mono in Sekunden zum Sinken bringen (so geschehen mit einer Yacht auf der Nordsee von der Themse nach den Helder). Beim Kat ist die Chance zumindest 1/3 dass Du nur einen Rumpf triffst und wenigstens schwimmfähig bleibst. Du hast recht, beim Tri wäre es schon sicher 50/50 oder gar 3/1


Weltumsegler haben in der Regel eines gemeinsam - sie gehen nur kalkulierbare Risiken ein (von den anderen hört man nichts mehr).
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  #18  
Alt 04.02.2009, 10:24
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Mar-Thar Mar-Thar ist offline
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Moin,

Zitat:
Zitat von Ludowica Beitrag anzeigen
Nun ja Martin, dies ist Deine Version von den Vorzügen eines Kat.
Naja, spätestens seit "Waterworld" zählt das zum Allgemeinwissen

Zitat:
Zitat von Ludowica Beitrag anzeigen
Und Geschwindigkeit, keine Ahnung ob Du mit zwei oder vier oder Einhand segeln möchtest - aber egal wie, da sticht der Kat, wie beim Sturm, denn durch große Etmale erreichst Du Dein Ziel schneller und die Crew oder Du alleine laufen weniger Gefahr an Monotonie zu erkranken.
Zugegeben. Andererseits halte ich es diesbezüglich (zumindest momentan) eher mit der Philosophie: Der Weg ist das Ziel. Wenn ich mich mit so'nem Kahn aufmache die Welt zu durchstreifen, ist es mir eigentlich eher egal, ob ich für den Transatlantikteil 18 oder 28 Tage brauche. Versteh mich nicht falsch: Ich bin durchaus ein Kat-Fan und würde liebend gerne mit einem Athena 38, Lavezzi 40 oder Bahia 43 oder einem vergleichbarem Gefährt auf so eine Tour starten. Andererseits bin ich aber Realist genug um anzuerkennen, daß diese Dinger meine finanziellen Möglichkeiten zur Zeit deutlich übersteigen. Und mit Kats in der Art eines Wharram Tiki oder eines Hirondelle Family mag ich mich irgendwie nicht so recht anfreunden..

mfg
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  #19  
Alt 04.02.2009, 12:19
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Moin,

um mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurückzukommen:

Zitat:
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
Hier geht es mir nicht um Selbstbau oder Aussteigen, sondern um DAS Allrounderboot.
Ich schätze mal, damit stoßen wir schon gleich auf die erste Problematik, denn DAS Allrounderboot mit den von Dir angesprochenen Vorgaben sehe ich nirgends. Wofür ist z.B. ein Tiefgang von unter 1m gut? Willst Du damit die Peene hoch, oder geht es Dir eher um die ungefährlichere Einfahrt in Polynesische Atolle?






Zitat:
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
  • Ausreichend Verdrängerfahrt für Binnen, Küste und die meisten Flüsse unter Motor
  • Hauptantrieb Segel
  • mindestens Küstentauglich (entspricht CE = B)
  • Erträgliche Preise für Liegeplätze
  • Lebensraum für ideal zwei, Wochenende auch vier Personen.
Das sollte ja, für sich genommen, erstmal nicht weiter schwer zu erfüllen sein und theoretisch schon mit dem Boot erfüllt sein, das Du letztes Jahr gekauft hattest, oder? Mit Ausreichend Verdrängerfahrt beziehst Du Dich auf die erzielbare Geschwindigkeit, oder wie?






Zitat:
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
  • Idealerweise auch für "um die Welt"
  • Preis gebraucht max. 50.000 €
  • Zusatzinvest für Blauwasser max. 20.000,--€
Und hier beißt es sich dann etwas. Wenn Du einen Kat in die nähere Wahl ziehst, würde ich den Einstieg irgendwo in der Größe eines Fontaine Pajot Louisiane (10.80 x 6.00 x 0.90) sehen. Die Dinger gibt es teilweise schon in der gewünschten Preisklasse, ihre Langfahrttauglichkeit steht außer Frage. Allerdings sind die dann auch schon mindestens 20 Jahre alt. Für mich persönlich würde ich da eher einen Antigua 37 Maestro in Betracht ziehen (um wenigstens halbwegs bei den monetären Vorgaben zu bleiben), aber abgesehen von dem einen Bj. 93 der mir letztes Jahr für 75.000,- durch die Lappen gegangen ist, werden die aus den frühen 90ern normal auch noch so um die 100.000,-€ gehandelt, was meinen Preisrahmen deutlich sprengt, wenn ich auch noch Geld für die Fahrt an sich übrig behalten will.

Im groben und Ganzen decken sich Deine Vorgaben ja ungefähr mit den Eckdaten, mit denen ich bei meiner eigenen Planung/Spinnerei auch rumhantiere. Inzwischen bin ich aber zu dem Schluß gelangt, daß mich ein Boot, welches alle der obigen Kriterien erfüllt, vermutlich weder "hier zu Hause" noch "unterwegs auf Langfahrt" wirklich befriedigen würde, und habe mich daher entschlossen, obige Vorgaben auf zwei Boote zu verteilen, was die ganze Sache wesentlich einfacher macht. Wenn ich mich entschließe, meinen Kram ins Boot zu packen und für zwei - drei Jahre segeln zu gehen, wird das vermutlich kein spontaner Entschluß, sondern eher das Ergebnis etwas längerfristiger Planung und Vorbereitung sein. Also sehe ich auch mehr Sinn darin, mein "Heimatboot" so zu wählen, daß es die hiesigen Vorgaben nahezu perfekt erfüllt. Daß man mit einem 10m Gleiter mit 440PS keine Weltreise unternehmen wird, brauchen wir hier wohl nicht auszudiskutieren, meine Planung geht allerdings auch klar in die Richtung, die Bayliner ein bis zwei Jahre vor dem geplanten Start zu verkaufen und DANN von der Kohle einen Blauwassertauglichen Segler anzuschaffen. Ob das nun ein Kat wird, ein 11m Mono oder irgendwas ganz anderes, will ich momentan noch gar nicht so konkret festlegen.

Wie sich die ganze Sache momentan darstellt, wird das mangels Begeisterung der eigentlich eingeplanten Crew für einen derartigen Törn womöglich eh eine Einhand-Aktion, die nur auf Teilstrecken von Begleitung profitieren könnte. In diesem Fall rüste ich vielleicht auch einfach nur meine frisch erworbene, 30 Jahre alte Catalina C27 "Langfahrt-tauglich" aus und wähle den primitiven Weg ohne übertriebenen Komfort. (Wobei ich im Gegensatz zu Erdmanns erster Kathena immerhin schon ein Gefrierfach und einen zusätzlichen Kühlschrank vorweisen könnte Unter dem Aspekt der Einhandtauglichkeit wäre das vermutlich sogar die sinnvollste Wahl: Simpelste Technik mit Pinnensteuerung, ohne Einbau-Maschine (und auch sonst nix an Bord, was ich nicht unterwegs selbst reparieren könnte), dadurch ausreichend Stauraum und Platz genug für einen (oder auch mal zwei) und handlich genug, um allein zu fahren.
Ursprünglich hatte ich die C27 nur gekauft, um meine mit der Marina 23 begonnene "Segelausbildung" fortzusetzen. Vom Typ her ein der Metis durchaus vergleichbares Boot, nur halt eineinhalb Nummern größer (8.20x2.69x1.10m) und fast doppelt so schwer (1180 Kg Bleikiel gegenüber 580 bei der Marina) Andererseits könnte ich mich auch durchaus mit dem Gedanken anfreunden, dieses Boot langfahrt tauglich auszurüsten, was schon allein vom finanziellen her deutlich günstiger werden dürfte, als bei einem 20 Jahre alten Kat um die 10-12m.

mfg
Martin
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  #20  
Alt 14.10.2009, 21:26
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Standard Hat gedauert, aus persönlichen Gründen

Aber nun bin ich wieder da, zumindest, was meine Gesundheit und die Zeit so zulässt.

Mein Schiffchen, ein Einrümpfer von van de Stadt in der Länge 8m, habe ich wieder verkauft (und Käufer ist sehr zufrieden).
Die Strecke zum Liegeplatz, die Probleme gesundheitlich, die daraus resultierenden Probleme was das Segeln-Lernen angeht und die Zusatzbelastung die neue Firma aufzubauen waren nicht zu lösen.
Rolf weiss da Bescheid, hier noch mal danke für deine Bemühungen mich in's Boot holen zu wollen. Das wird noch, gib mir Zeit.. ich melde mich!!

Nun gut, bin ich eben wieder (fast) am Anfang.

Selbstbau scheidet aus!!
Gründe?

ok, wer's wirklich wissen will:
- eigene Fähigkeiten zu gering (trotzt bewiesenem Lerneifer)
- Bauplatz zu teuer (auch auf dem Dorf, man betrachte die Zeit)
- Materialien im EK zu teuer
- Dauer des Selbstbaus
- Nur wenige Werkzeuge im Bestand, daher teurer Einkauf
- In der Summe (für mich) >= Neukauf

Insgesamt spricht alles für eine "second chance" für ein nettes, ehrliches Gebrauchtes.

So, das sollte meine vorherigen Ideen und eure Antworten entsprechend würdigen! Nicht weg bin ich vom "chineese junk rigg". Aber entsprechende Schiffe (Einrümpfer um 10-12m aus Stahl) liegen recht teuer.

Nun bin ich in den Ansprüchen geschrumpft:
- Tiefgang <= 1m
- Platz wie ein 10m Einrümpfer oder ein entsprechend gut designter Kat
- Einhandtauglich
- Ost- und Nordsee, wenn möglich auch runter zum Mittelmeer auf eigenem Rumpf (und das ist sicherlich dicht am Blauwasser)
- auf Dauer für zwei Personen, kurzzeitig (Tage) für vier Personen, notfalls für sechs Personen.

Beim Preis liege ich für diese Vorgaben fertig (gebraucht) für ca. 50.000,-- €. Mehr sollte und darf das bei dem Einsatzgebiet nicht kosten.

In der Sache meine ich, liegt ein "heavenly twins mk iv" nicht weit entfernt. Aber gern lasse ich mich von anderen Ideen überzeugen.

Freue mich auf eure Antworten!

Gruß

Peter
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  #21  
Alt 14.01.2011, 13:17
Jacoba Jacoba ist offline
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Standard DAS "Allrounder - Boot

Hallo Petermännchen,

ich habe mich lange mit der Heavenly Twins befast;
bin nach Holland zum Probe segeln, ein sicheres Boot (Mittelcockpit)
mit, wenn gewollt, einem 2. großen Raum alls Schlafbereich hinten.
(Trennwand herausnehmen)
Dieses Boot hat eine gute Reputation!!
Aber alternativ käme für mich auch eines der legendären Prout Designs
in Frage.
Z.B. http://www.skipper-wws.de/dahoam/english/start-b.htm
Eine Quest 31 oder 33, diese haben für die Langfahrt einfach mehr Lebensraum und wichtig, Zuladung. Auch sind diese noch unter 5m
Breite, bedeutend für das franz. Kanalsystem.
Eine Prout Snowgoose wäre für mich die Krönung!

Aber eine Quest 33 ist wiederum in Anschaffung und Unterhalt
entschieden günstiger.

Viel Erfolg bei Deiner Suche
Fair winds
Jacoba
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  #22  
Alt 02.03.2011, 01:52
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Hallo Petermännchen, Mar-Thar
Zitat:
Zitat von Mar-Thar Beitrag anzeigen
Für mich persönlich würde ich da eher einen Antigua 37 Maestro in Betracht ziehen (um wenigstens halbwegs bei den monetären Vorgaben zu bleiben), aber abgesehen von dem einen Bj. 93 der mir letztes Jahr für 75.000,- durch die Lappen gegangen ist, werden die aus den frühen 90ern normal auch noch so um die 100.000,-€ gehandelt, was meinen Preisrahmen deutlich sprengt, wenn ich auch noch Geld für die Fahrt an sich übrig behalten will.
Die 75.000,00 Zeiten sind lange vorbei. Die Dinger werden jedes Jahr teurer, weil sie die letzten originalen Eignerversionen von Fountaine Pajot sind. Danach kamen nur noch austauschbare Charterversionen. Die Spitze liegt im Moment bei 160.000,00 Euro (England).
Grundsätzlich scheinen sie mir im östlichen Mittelmeer (Griechenland, Türkei) häufiger angeboten, aber für deren Zustand zu teuer. In der Karibik seltener, aber preiswerter zum Zustand.
In der Rodney Bay St. Lucia WI liegen im Moment 3 Antiguas (ganz selten, da nur 65 gebaut wurden, normal liegt dort keine einzige).
Eine ist ein Trümmerhaufen, US Flagge, Preis unbekannt, wollen aber trotzdem nicht verkaufen.
Eine ist mittel, holländische Flagge, gekauft in USA 2009 für 130.000 US$ als beste von 5 Antiguas, poliert für weitere fast 30.000 US$. Wollen nicht verkaufen. Finden den Preis unter dem Strich ok.
Die dritte ist wie neu. Die müsste hiernach mehr als 160.000 US$ kosten. Wollen für diesen Preis aber nicht verkaufen. Wollen gar nicht verkaufen, egal wofür.
Das erinnert mich an den Beginn der Oldtimer Szene ...
__________________
Gruss, René

Geändert von Info (02.03.2011 um 01:58 Uhr)
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  #23  
Alt 02.03.2011, 02:37
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Sind in der Karibik ohnehin die Boote gebraucht billig, weil europäische Fernreisende es nicht bis zum Panamakanal schaffen und andererseits im nächsten zahlungskräftigen Markt - den USA - Gebrauchtboote billiger sind als in Europa (wie auch Autos und andere länger nutzbare Konsumgüter)?
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  #24  
Alt 02.03.2011, 07:41
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Moin René,

Zitat:
Zitat von Info Beitrag anzeigen
Die 75.000,00 Zeiten sind lange vorbei. [..] Die Spitze liegt im Moment bei 160.000,00 Euro (England).
Stimmt. Mein Posting bezog sich allerdings auch schon auf 2008, da war die Antigua-Welt noch halbwegs in Ordnung. (Abgesehen davon, daß ich da auch schon keine 100.000,-€ für ein 20 Jahre altes Boot ausgeben wollte). Netterweise werden seitdem aber die neueren Charter-Cats immer billiger (z.B. diverse Lavazzi 40 ab Bj 2005 für inzwischen nur noch 140.000,-€), also vielleicht spare ich einfach noch eine Weile draufhin

mfg
Martin
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Ich bin dann mal weg:
www.Thelxinoe.de
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  #25  
Alt 02.03.2011, 13:33
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Zitat:
Zitat von Nethuns Beitrag anzeigen
Sind in der Karibik ohnehin die Boote gebraucht billig?
Hallo Nethuns, ja, das ist so. Außer Mar-Thar scheint das keiner gemerkt zu haben. Das liegt an der speziellen Eignerstruktur dort.

Der typische Karibikcruiser (egal aus welchem Land) verkauft so um die 50-55 seine Firma und erfüllt sich seinen Traum: Er kauft sich ein (fast immer neues) Boot und segelt im Winter in der Karibik. Davon gibt es hunderte mit praktisch identischer Vita. Da die Leute Geld und Zeit haben und es überall gut sortierte Zubehördiscounter gibt (Budget Marine, West Marine, Islandwaterworld), sind die Boote meist top gepflegt. Im Schnitt wesentlich besser als vergleichbare im östlichen Mittelmeer.

Nach ca. 20 Jahren reicht es den meisten. Ins überfüllte und teure Mittelmeer wollen sie nicht. Sie sind die niedrigen Preise (US$), das karibische Winterwetter und vor allem die Freiheit an den Ankerplätzen der Karibik gewohnt. Der Wind kommt immer aus Ost. Außerdem ist die Rückreise nicht immer einfach. Also wollen sie in der Karibik verkaufen. Der amerikanische Markt ist wegen der aktuellen Dollarschwäche praktisch zu. Die Europäer scheuen die weite Anreise. Also sind Schiffe hier billiger.

Zitat:
Zitat von Mar-Thar Beitrag anzeigen
Netterweise werden seitdem aber die neueren Charter-Cats immer billiger (z.B. diverse Lavazzi 40 ab Bj 2005 für inzwischen nur noch 140.000
Hallo Martin, Du bist bestens informiert. Es ist tatsächlich so. Die Preise der Antiguas steigen, die der Nachfolgetypen fallen. Das führe ich auf die unterschiedliche Schiffsqualität zurück.

Die Antigua hatte immer lange Wartelisten. Die wurde nicht verkauft, sondern verteilt. Als sie nach 65 Schiffen trotz Warteliste plötzlich eingestellt und mit Venezia, Tobaga, Lavezzi etc. eine völlig neue Baureihe erstellt wurde, fragte sich jeder, warum.

FP intern: Die Antigua war ein typisches Eignerschiff mit vielen guten, aber lohnintensiven Lösungen. Im Bau zu aufwendig und damit zu teuer für den Chartermarkt. Jeanneau und all die anderen boten dieselbe Länge deutlich billiger an.

Also stellte FP die Antigua ein und baute wie die Konkurrenz: Leere Rümpfe mit möglichst vielen Kojen, kaum Schränke und Schapps. Das Heck möglichst weit nach hinten rausziehen (macht das Schiff auf dem Papier länger, die Lavezzi 40 ist innen kleiner als die Antigua 37). Ein großer Küchenblock, in den Charterer alles hineinwerfen. Für 2 Wochen reicht das. Ein Eigner kann mit solchen Schiffen nichts anfangen. Er muss sie erst mit reichlich Zeit und Geld umbauen.

Vom Markt der neuen Schiffe ist gar nichts mehr zu erwarten. Wer sich auf der letzten Boot in Düsseldorf die Qualität angesehen hat kann nur staunen. Das billigste vom billigen. Die überstehen kaum den Transport. Irgendwann werden die Schiffe ganz in China gebaut.

Das ist der Grund, warum die Antigua wohl bald teurer sein wird als die Lavezzi, obwohl sie 3 Mal so alt ist. Man kriegt halt immer das, wofür man zahlt. Man hätte vielleicht vor Jahren zugreifen sollen. Aber damals meinte man auch, die Antigua werde zu teuer gehandelt. Aus heutiger Sicht wäre sie ein Schnäppchen gewesen.
__________________
Gruss, René
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