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  #26  
Alt 10.12.2003, 15:14
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charlyvoss charlyvoss ist offline
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Standard Re: Welches Boot fürs Mittelmeer/Adria

Zitat:
Zitat von Wolf
Zitat:
Zitat von lago*di*garda
Hallo,

wie lang sollte ein Boot sein, damit man gut auf dem Mittelmeer fahren kann (mind. PS ?)? Also auch mal von Italien nach Afrika od Griechenland.

Könnt Ihr mir ein (nicht zu teures) Modell empfehlen?

Vielen Dank für eure (hoffentlich) zahlreichen Beiträge!
Hi,

die Frage der Seetüchtigkeit eines Sportbootes, in der von Dir gemeinten Größenordnung, in dem Fall Gleiter, möchte ich an folgenden Kriterien festmachen:

Ausreichende Freibordhöhe
Selbstlenzende Plicht
Rumpfform
Schiffslänge

Technik:

Doppelmaschinen-Anlage, welche auch wirklich getrennt laufen kann
Respektive starker Not-Außenborder bei Einmaschinenanlage. Der sollte das Boot aber auch in schnelle Verdrängerfahrt bringen können, gegen Wind und Welle.
Tankvolumen
Nautische Ausstattung

Ich würde also als erstes Kriterium zur Seetüchtigkeit eines Sportbootes nicht unbedingt die Länge anführen.
Es sind ja Boote bekannt, z. B. die amerikanischen Boston Whalers, welche auch durchaus bei Längen von unter 8m eine erstaunliche Seefestigkeit aufweisen.
Und nicht nur, weil sie unsinkbar sind. Da spielt die Rumpfform auch eine entscheidene Rolle. Die werden ja z.B. von der Coast Guard gefahren. Und die setzen sich wohl kaum auf Boote , welche als "Bleienten" bekannt sind.

Stark aufgekimmte Boote sind i.d.R. seetüchtiger, als Schiffe, welche einen relativ schnell und flach auslaufenden Rumpf besitzen.
Als Länge würde ich 28 Fuß als untere Grenze betrachten. Da spielt halt auch die Physik eine Rolle, soll heißen: Wellenlängen.

Bei Ribs kann man diese Grenze nach unten verschieben, die sind viel seetüchtiger, als man vermutet.

Das sind meine Gedanken.

Zu meinen praktischen Erfahrungen:

Ich habe im MM und in der Ägäis auf langen Strecken ohne Landsicht, auch nachts, sowohl eine Carver Santego, um die 9m, gefahren, als auch ein Rib, i.d.F. Wiking-Titan, die hatte 5,70m.

Ich hatte mit beiden Booten überhaupt keine Probleme.
Die Carver erfüllte allerdings, außer in der Verarbeitung, aber das ist eine andere Geschichte, alle die von mir oben aufgeführten Voraussetzungen.

Fazit:

Nicht das Boot alleine ist wichtig, auch oder grade die Törnvorbereitungen bilden eine wesentliche Grundlage zur Sicherheit der Crew.

Alles nur meine unbedeutende Meinung.

Du sprichst mir aus der Seele
__________________
Charly
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  #27  
Alt 10.12.2003, 15:23
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Hallo,

vielen Dank für die zahlreichen antworten.
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Ma

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  #28  
Alt 10.12.2003, 23:37
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dodl dodl ist offline
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Hallo,

Ich moechte nochmal das Posting von Wolf kommentieren und das Tankvolumen besonders herausstreichen

Ansonsten kann man mit der GB wohl von Portugal nicht nur in die Tuerkei, sondern in Portugal von norden kommend auch gleich rechts abbiegen....

cu
martin
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  #29  
Alt 18.12.2003, 08:15
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Gerd1000 Gerd1000 ist offline
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Morgen Wolf, lese gerade Postings nach. Eine sehr ambitionierte Reise hast du da vor. Ich hatte mir ursprünglich ja eine Princess bestellt und diese Reise schon komplett von Plymouth aus geplant aber dann (als es eine Ferretti wurde) wieder gestrichen.

Die Biscaya hätte ich allerdings nicht überquert, sondern ausgefahren, da ich Zeit genug hatte. Außerdem sind unterwegs sehr schöne Ziele und mit einem auf Gleiten oder Halbgleiten ausgelegten Mobo ist die Querung eine entsetzliche Schaukelei, da man ja wegen der Range als Verdränger langsam fahren muß.

Vor ein paar Jahren wurde diese Reise mit einem 12m Trawler durchgeführt und life darüber auf der Bootehp berichtet. Der Skipper hat dann in der Mitte aufgegeben und das Boot verladen lassen und ins MM gebracht.

Aber bei sorgfältiger Planung sicher ein tolles Erlebnis.
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Gerd, mit vielen Grüßen
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  #30  
Alt 18.12.2003, 15:40
Wolf
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Hallo Gerd,
freue mich zu hören, dass ihr wieder gut angekommen seid.

Die Fahrt mit unserem Boot in die Türkei, ist mir übrigens nicht in den Sinn gekommen, weil hier im Forum seit einiger Zeit darüber geschrieben und berichtet wird.
Das hatten wir, soll heißen, meine Frau und ich, schon seit einigen Jahren auf der Pfanne und auch in entsprechender Planung. Natürlich müssen auch geschäftlich Prioritäten gesetzt werden. Aber darüber hatten wir uns mal unterhalten.

Zu Deiner fast Princess:

Englisches Boot, gebaut für grobes Wasser.
Mangelndes Tankvolumen schränkt die Range stark ein.
Ältere Princess imho besser als die neueren Princess.
Übrigens ähnlich wie bei den "alten" Broom. Die sind schon ab 37 Fuß erstaunlich seetüchtig. Aber die wogen auch noch über 12 to.
Wir haben hier im Forum übrigens jemanden, der fährt dieses Teil.

Golf von Biscaya:

Bei moderaten Bedingungen überhaupt kein Problem.
Viel schwieriger ist es, den Golf abzufahren, denn da sind überwiegend Tidenhübe, welche meine Schiffdurchfahrtshöhe überschreiten.
Erstmal unabhängig von der Wetterlage, sollte noch schlechtes Wetter hinzukommen, können viele Häfen nicht mehr angelaufen werden.

Schaukelei gibt´s auf einem Trawler nicht manchmal, der schaukelt immer, bei Welle!
Nur wenn andere Boote aufhören zu schaukeln und es an die Substanz geht, dann schaukel ich mit meiner GB immer noch, nur ein wenig mehr.
Mit dem Unterschied, ich trinke meinen Tee im Stehen, zwar mit Festhalten, aber andere "Seemänner", auf anderen Sportbooten, auf dem Boden im Sitzen, wenn überhaupt.

Zu dem 12m Trawler-Skipper, welcher sich hat abholen lassen, kann ich nix zu sagen. Ich kenne den Fall nicht.
Aber sicherlich hatte der keine GB 42. Oder war einfach nur ein Traumtänzer.

Hier noch mal ein Link, von der Fahrt einer Gb 42, Ostsee-MM, die sind aber schon sehr viel weiter.
Den hatte ich aber schon gepostet.

http://www.bluewater.de/ostsee-portugal.htm
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  #31  
Alt 18.12.2003, 16:02
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Gerd1000 Gerd1000 ist offline
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hi Wolf.

Mit Princess muss ich dir wiedersprechen. Die neuen sind um Klassen besser als die alten. Da liegen Lichtjahre dazwischen. Hatte eine 56.

Mit deiner GB solltest du kein Problem haben. Ich dachte allerdings du hättest eine 36. Die wäre wohl doch etwas schaukelig gewesen, aber die 42 ist ja ein richtiges Schiff. Hätte beinahe auch mal eine GB gekauft. Liebe diese Art Schiffe auch.

Grundsätzlich hat sich die Situation aber deutlich gewandelt. Während früher schwere Wetter nicht gerade die Domäne moderner Gleiter waren, sondern eher der Verdränger oder Semis, wie die GB, haben heute die meisten ordentlich gebauten Gleiter ab einer gewissen Größe auch gute Eigenschaften bei langsamerer Fahrt und schwerem Wetter, oder sind vielen Verdrängern sogar überlegen. So ist meine Ferretti (im Gegensatz zur Princess;Fairline, etc die B sind) ebenfalls CE A und absolut schwerwetter erprobt. Und in Verdrängerfahrt mit 3500l auch ein gute Range, wenn nötig.

Vorteil der Gleiter ist jedoch die Power. bei Autos würde man von aktiver Sicherheit sprechen, mir der man manchen aus dem Weg gehen kann.

Dafür können die Verdränger wieder mehr zuladen. Aber da könnte man endlos diskutieren.

Den Artikel bei TO kannte ich schon. War da mal Mitglied, bis mir die Oberlehrer zu viel geworden sind.

Aber auf deine Fahrt kannst du dich freuen, und planen ist ja immer mit das schönste. Bin auch dabei.
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Gerd, mit vielen Grüßen
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  #32  
Alt 18.12.2003, 17:03
Wolf
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Zitat:
Zitat von Gerd1000
hi Wolf.

Mit Princess muss ich dir wiedersprechen. Die neuen sind um Klassen besser als die alten. Da liegen Lichtjahre dazwischen. Hatte eine 56.

Mit deiner GB solltest du kein Problem haben. Ich dachte allerdings du hättest eine 36. Die wäre wohl doch etwas schaukelig gewesen, aber die 42 ist ja ein richtiges Schiff. Hätte beinahe auch mal eine GB gekauft. Liebe diese Art Schiffe auch.

Grundsätzlich hat sich die Situation aber deutlich gewandelt. Während früher schwere Wetter nicht gerade die Domäne moderner Gleiter waren, sondern eher der Verdränger oder Semis, wie die GB, haben heute die meisten ordentlich gebauten Gleiter ab einer gewissen Größe auch gute Eigenschaften bei langsamerer Fahrt und schwerem Wetter, oder sind vielen Verdrängern sogar überlegen. So ist meine Ferretti (im Gegensatz zur Princess;Fairline, etc die B sind) ebenfalls CE A und absolut schwerwetter erprobt. Und in Verdrängerfahrt mit 3500l auch ein gute Range, wenn nötig.

Vorteil der Gleiter ist jedoch die Power. bei Autos würde man von aktiver Sicherheit sprechen, mir der man manchen aus dem Weg gehen kann.

Dafür können die Verdränger wieder mehr zuladen. Aber da könnte man endlos diskutieren.

Den Artikel bei TO kannte ich schon. War da mal Mitglied, bis mir die Oberlehrer zu viel geworden sind.

Aber auf deine Fahrt kannst du dich freuen, und planen ist ja immer mit das schönste. Bin auch dabei.
Klar, Gerd,
liegen zwischen den neuen und alten Princess Lichtjahre,
aber hauptsächlich, weil die neuen Modelle leichter wurden, soll heißen, da wird gespart.
Da sind die Rümpfe dünner, weniger Lagen. Ende 60er , als die ersten GFK-Sportboote aufgelegt wurden, konntest Du Rumpfstärken bei 40 Fuß Booten um 60mm sehen. Zum Beispiel bei meiner GB, die ist aber nicht so alt.
Warum?
Die Frage beantworte ich Dir, bevor Du sie stellst. (oder Du weißt es auch).
Gerd, damals wußte man nicht, wie lang so´n Material hält.
Nur deshalb hat mann "dicker" aufgelegt.
Das war der einzige Grund.
Als die Hersteller feststellten, wie langlebig ein solches GFK-Boot ist, wurde permanent dünner aufgelegt.
Um Kosten und aber auch Gewicht zu sparen.
Aber die Kosten stehen im Vordergrund.

Gibt ja genug knackende Beispiele. Segel-Bav...oder Mobo-BMB.

BTW
Natürlich haben sich auch die Materialien verbessert, aber nicht im Verhältnis zur Schichtdicke.
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  #33  
Alt 18.12.2003, 17:23
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Gerd1000 Gerd1000 ist offline
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hi Wolf, einverstanden. Aber zum Glück gibts ja auch Ausnahmen. Und heute beherrscht man das Material einfach besser. Da haben auch leichtere Rümpfe oft bessere Festigkeit als die alten, die einfach so drauf los auf Sicherheit laminiert wurden und das heute manchmal auch noch so werden. Insbesondere in USA und Fernost wird heute noch manchmal gearbeitet wie bei uns vor 20 Jahren. (Da würde sich die BG freuen)

Und noch was. Der Rumpf ist eine Seite. Aber alles andere, wie Elektronik, Motoren, Installationen, da hat sich doch viel getan. Heutig Boote sind weit zuverlässiger als frühere, und das ist ja auch ein wichtiger Punkt für die Seetüchtigkeit.

Auch eine GB von vor 20 Jahren ist eine andere als die heutige.
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Gerd, mit vielen Grüßen
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  #34  
Alt 18.12.2003, 18:30
Wolf
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Zitat:
Zitat von Gerd1000
hi Wolf, einverstanden. Aber zum Glück gibts ja auch Ausnahmen. Und heute beherrscht man das Material einfach besser. Da haben auch leichtere Rümpfe oft bessere Festigkeit als die alten, die einfach so drauf los auf Sicherheit laminiert wurden und das heute manchmal auch noch so werden. Insbesondere in USA und Fernost wird heute noch manchmal gearbeitet wie bei uns vor 20 Jahren. (Da würde sich die BG freuen)

Und noch was. Der Rumpf ist eine Seite. Aber alles andere, wie Elektronik, Motoren, Installationen, da hat sich doch viel getan. Heutig Boote sind weit zuverlässiger als frühere, und das ist ja auch ein wichtiger Punkt für die Seetüchtigkeit.

Auch eine GB von vor 20 Jahren ist eine andere als die heutige.
Elektronik:
In diesem Sinne gab es die nicht vor 20 Jahren, Gerd.
Wohl mehr so eine Art elektrische Steuerung und davon sind noch _einige_ in Betrieb. Oft und vielfach ohne Probleme.

Motoren:
Hat sich einiges getan. Aber die sind sicher nicht langlebiger geworden. Die neuen Motoren. Im Gegenteil.

Installationen:
Wurden oder werden fachmännisch ausgeführt.
Heute, oder wie vor 20 Jahren.
Kommt immer auf den Fachmann an.

Rümpfe:
Sagte ich schon. Da spielt natürlich die Physik eine Rolle, sprich Laminatstärke.
Ich sagte allerdings auch, dass sich Materialien verbessert/verändert haben. Trotzdem heben diese neuen Eigenschaften, weil dann _oft_ nur als Vorwand vorgeschoben, die Festigkeit eines zwar etwas älteren, aber um viele cm stärkeren Rumpfes, nicht auf.
Trotzdem steht doch wohl fest, dass z.B. kaum eine Broom oder Grand Banks mit Osmose bekannt wurde.

Ausnahmen bestätigen die Regel!

BTW
Du würdest Dich übrigens wundern, wie wenig sich eine 20 Jahre alte Grand Banks von einer neuen GB unterscheidet.
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  #35  
Alt 18.12.2003, 21:29
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Gerd1000 Gerd1000 ist offline
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Hi Wolf, ich weiss ja nicht wie lange du Boot fährst. Ich bin seit ca 25 Jahren Bootseigner und habe die Entwicklung mitverfolgt. Da kann ich dir leider nicht recht geben. Vor 20 Jahren wurden Sünden begangen die einen im Nachhinein erschauern lassen. Und die Materialstärke war maximal ein Ausdruck der Unkenntnis der Werkstoffe, aber sonst nichts. Natürlich trennt sich heute die Spreu vom Weizen, aber alles eine Frage des Preises. Eine Bavaria kann halt für das Geld nicht so gut sein wie eine Oyster und eine Sealine ist halt keine Ferretti. Aber alle für ihren jeweiligen Zweck und zu ihrem Preis hervorragende Boote.

Und Elektronik gabs damals auch genug. Funk, Loran C, Omega, die ersten Sat-Navigatoren, Telefon, Autopilot, etc. Riesige störanfällige Teile.

Thema GB: Gerade daran zeigt sich doch die Entwicklung. Ich möchte mal sagen die GB ist der Morgan Plus 8 unter den Booten. Für Freaks (auch für mich) ein tolles Boot, aber doch völlig aus der Zeit. Ich kenne die Geschichte ganz gut. Ursprünglich mal für amerikanische Seen entwickelt und dann aufs Meer gebracht. Eine Philosophie, wie der Morgan, aber nicht Stand der Technik und eigentlich ungegeignet für Seereviere nach heutigen Maßstäben. (Nicht böse sein, liebe sie ja auch). Trawler die auf Betriebszustände gebracht wurden für die sie ursprünglich nicht enwickelt wurden.

Und die heutigen sehen zwar noch so aus wie früher, aber sonst hat sich viel getan. Sowohl vom Rumpf als auch von der Technik.

Nichts für ungut.
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Gerd, mit vielen Grüßen
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  #36  
Alt 19.12.2003, 06:25
Wolf
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Zitat:
Zitat von Gerd1000
Hi Wolf, ich weiss ja nicht wie lange du Boot fährst. Ich bin seit ca 25 Jahren Bootseigner und habe die Entwicklung mitverfolgt. Da kann ich dir leider nicht recht geben. Vor 20 Jahren wurden Sünden begangen die einen im Nachhinein erschauern lassen. Und die Materialstärke war maximal ein Ausdruck der Unkenntnis der Werkstoffe, aber sonst nichts. Natürlich trennt sich heute die Spreu vom Weizen, aber alles eine Frage des Preises. Eine Bavaria kann halt für das Geld nicht so gut sein wie eine Oyster und eine Sealine ist halt keine Ferretti. Aber alle für ihren jeweiligen Zweck und zu ihrem Preis hervorragende Boote.

Und Elektronik gabs damals auch genug. Funk, Loran C, Omega, die ersten Sat-Navigatoren, Telefon, Autopilot, etc. Riesige störanfällige Teile.

Thema GB: Gerade daran zeigt sich doch die Entwicklung. Ich möchte mal sagen die GB ist der Morgan Plus 8 unter den Booten. Für Freaks (auch für mich) ein tolles Boot, aber doch völlig aus der Zeit. Ich kenne die Geschichte ganz gut. Ursprünglich mal für amerikanische Seen entwickelt und dann aufs Meer gebracht. Eine Philosophie, wie der Morgan, aber nicht Stand der Technik und eigentlich ungegeignet für Seereviere nach heutigen Maßstäben. (Nicht böse sein, liebe sie ja auch). Trawler die auf Betriebszustände gebracht wurden für die sie ursprünglich nicht enwickelt wurden.

Und die heutigen sehen zwar noch so aus wie früher, aber sonst hat sich viel getan. Sowohl vom Rumpf als auch von der Technik.

Nichts für ungut.
Hallo Gerd,
ich sagte doch, hohe Materialstärke wurde damals nicht aus Unkenntnis verbaut, sondern weil Langzeiterfahrung fehlte, deshalb wurde sicherheitshalber dicker aufgelegt.
Ist auch´ne Art Unkenntnis, o.k..
Allerdings wurden erste Erfahrungen mit GFK-Rümpfen schon vor ca 35-40 Jahren gemacht. Die ersten Gb´s wurden 1972 in GFK und auch in Teak gebaut.
Die Rumpfstärken wurden übrigens bis heute nicht verringert, sicher nicht aus Unkenntnis.

Der Rumpf der Grand Banks wurde den Rümpfen der amerikanischen Küsten-Fischtrawler fast 1:1 nachempfunden und die wurden wahrlich nicht für die amerikanischen Seen entwickelt.
Das vergess mal schnell wieder.
Richtig ist allerdings, dass man heute viele Gb´s auf den amerikanischen Seen und Wasserwegen antrifft.
Aber nicht weil die Jungs sich nicht raustrauen, sondern weil das ein Top- Revier ist. Mit das beste, was es gibt. Nur Schade, dass das so weit weg ist.
Die Gb´s sind für hohe Atlantikwellen ausgelegt, da fährst Du völlig weich und spritzfrei. Die kurze Ostseehacke spritzt, das ist aber auch alles.
Ein bekannt absolut hochseetüchtiges Schiff, natürlich mit CE-A, die hat Dein Gleiter auch, ich weiß, trotzdem hast Du in Sachen Seetüchtigkeit keine Chanche, glaub´s mir.

Wieso die Gb´s nicht Stand der Technik sein sollen, ist mir völlig schleierhaft. Da wird das eingebaut, was Du haben willst. Nicht mehr und nicht weniger.
Über Form und Aussehen lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber das meintest Du doch sicher auch nicht.
In der Inneneinrichtung einer GB sucht man allerdings Plastik vergeblich, da wird nur massiv Teak, überall, auch Decken und Böden, verarbeitet.
Und an Stellen, welche man nicht sieht.
Wenn Du das natürlich als nicht zeitgemäß ansiehst, muss ich Dir Recht geben.

Ich fahre nicht nur seit fast 30 Jahren alle möglichen Boote klein und größer, auch Segler waren dabei, sondern ich bin auch berufsmäßig nach meiner Ausbildung eine gewisse Zeit zur See gefahren.
Aber das nur mal, weil Du danach gefragst hast. Ich will hier nicht den Seebären raushängen lassen.
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  #37  
Alt 19.12.2003, 06:55
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Morgen Wolf, ich möchte jetzte keine Diskussion mit dir zum Thema Seetüchtigkeit anfangen, da hat bestimmt jeder von uns ausreichend Erfahrung und seine gefestigte Meinung.

Aber Thema GB. Die Geschichte kenne ich ganz gut. wie du sicher weisst begann sie mit der "Spray" und American Marins so ca 1965 und einer GB 36 oder 32 (das weiss ich nicht mehr so genau). Damals wurden sie aus Holz gebaut und erst so ab 1975 in GFK.

Ich habe mich ausführlich damit befasst, in der englischen Literatur wird ja oft darüber berichtet. Wie gesagt tolle Boote aber eine Philosophie. Und über Geschmack kann man nicht streiten.

Die legendäre angebliche Seetüchtigkeit ist allerdings übertrieben. Die wird wohl weitgehend durch die "robuste" Form und die Überdimensionierung mancher Materialen und die PR bestimmt, aber in Sachen Seetüchtigkeit möchte ich sie gegen mein Boot nicht eintauschen, wohl aber im Stauraum.

Was mir bei den Seatrials weiter auffiel: Im Seegang klappert alles (wie übrigens bei Princess auch) du meinst das Boot fällt auseinander, sie schaukeln fürchterlich wie kaum ein anderes Boot, wenn sie keine Stabis haben.

Wie schon gesagt, man hat die 36 immer größer gemacht, stärkere Motoren, vom Displacement zum Semi gebracht, während andere Firmen Boote nach modernsten Erkenntnissen neu berechnen.

Erste Neuentwicklung sind erst die neuen größeren Aleutian 64. Die würde mir auch gefallen.

Bei einem Trawler so bis 15m würde ich aber heute eine Belliure 48 kaufen. Darüber eine maßgeschneiderte Doggersbank.

Aber zum Glück bietet der Bootsmarkt ja soviel Auswahl, dass jeder seinen "Liebling" findet.

Und wie gesagt, wenn meine "Regierung" nicht so sportlich wäre, hätte ich wahrscheinlich eine GB.
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Gerd, mit vielen Grüßen
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  #38  
Alt 19.12.2003, 07:21
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Zitat:
Zitat von Gerd1000
Morgen Wolf, ich möchte jetzte keine Diskussion mit dir zum Thema Seetüchtigkeit anfangen, da hat bestimmt jeder von uns ausreichend Erfahrung und seine gefestigte Meinung.

Aber Thema GB. Die Geschichte kenne ich ganz gut. wie du sicher weisst begann sie mit der "Spray" und American Marins so ca 1965 und einer GB 36 oder 32 (das weiss ich nicht mehr so genau). Damals wurden sie aus Holz gebaut und erst so ab 1975 in GFK.

Ich habe mich ausführlich damit befasst, in der englischen Literatur wird ja oft darüber berichtet. Wie gesagt tolle Boote aber eine Philosophie. Und über Geschmack kann man nicht streiten.

Die legendäre angebliche Seetüchtigkeit ist allerdings übertrieben. Die wird wohl weitgehend durch die "robuste" Form und die Überdimensionierung mancher Materialen und die PR bestimmt, aber in Sachen Seetüchtigkeit möchte ich sie gegen mein Boot nicht eintauschen, wohl aber im Stauraum.

Was mir bei den Seatrials weiter auffiel: Im Seegang klappert alles (wie übrigens bei Princess auch) du meinst das Boot fällt auseinander, sie schaukeln fürchterlich wie kaum ein anderes Boot, wenn sie keine Stabis haben.

Wie schon gesagt, man hat die 36 immer größer gemacht, stärkere Motoren, vom Displacement zum Semi gebracht, während andere Firmen Boote nach modernsten Erkenntnissen neu berechnen.

Erste Neuentwicklung sind erst die neuen größeren Aleutian 64. Die würde mir auch gefallen.

Bei einem Trawler so bis 15m würde ich aber heute eine Belliure 48 kaufen. Darüber eine maßgeschneiderte Doggersbank.

Aber zum Glück bietet der Bootsmarkt ja soviel Auswahl, dass jeder seinen "Liebling" findet.

Und wie gesagt, wenn meine "Regierung" nicht so sportlich wäre, hätte ich wahrscheinlich eine GB.
Hallo Gerd

Ich habe mich möglicherweise unklar ausgedrückt.
Als ich sagte , die ersten Gb´s wurden 1972 in GFK und Teak gebaut, meinte ich damit nicht, dass das die ersten GB´s überhaupt waren, sondern ich wollte damit sagen, dass das der Übergang war, an welchem der Bau in GFK begann.
Es gibt mithin GB´s aus dem Baujahr 1972 in Teak, als auch in GFK.

Die Rumpfform der 36er z.B. wurde ca. 1993 etwas breiter, weil die GFK-Formen in Taiwan Schaden erlitten und erneuert werden mussten. Bei der Gelegenheit wurde die neue Form verbreitert.
Ich bekam damals mit eine der ersten neuen 36er GB´s mit der breiteren Form. Die habe ich aber heute nicht mehr, weil ich sie gegen eine größere, dafür etwas ältere eingetauscht habe.
Die Bauaufsicht kann man übrigens bei Neukauf _mit_ übernehmen, d.h. Du kannst Dir anschauen wie Dein Schiff entsteht.
Gibt´s aber bei einigen anderen Herstellern auch.

Die Seetrails kenne ich nicht, kann ich also auch nix zu sagen.

Nur eines noch zum Abschluss in Sachen Seetüchtigkeit:
Gleitrumpf bleibt Gleitrumpf, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Mehr möchte ich dazu nicht sagen.

Frohes Fest Dir und Deiner family
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  #39  
Alt 19.12.2003, 07:41
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Hi Wolf, wenn wir uns mal in der Türkei treffen sollten, lade ich dich mal auf eine Spritztour ein.

Ich schätze du wirst deine Meinung über (Halb)-gleiter gewaltig ändern.

Dir und deiner Familie auch geruhsame Feiertage, aber ich schätze wir werden uns hier sicher nochmal über den Weg laufen.
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  #40  
Alt 19.12.2003, 08:18
Wolf
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Zitat:
Zitat von Gerd1000

.... lade ich dich mal auf eine Spritztour ein.
......iiiiiiihhhhhh......sach ich doch die ganze Zeit!!!!
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  #41  
Alt 19.12.2003, 08:30
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weiss heisst hier iiiiiiiiiiiii,

lieber spritzen als Achterbahn
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  #42  
Alt 19.12.2003, 08:34
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Das ist doch keine Spritztour sondern eine Sprittour.
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ᴒɦᴚᴝϩ


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  #43  
Alt 15.01.2004, 18:50
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Standard Immer gut Planen dann ist so manches möglich !

Bin mit meinem 4,2 m Sportboot schon mal von Cuxhafen nach Helgoland gefahren.
Bei gutem Wetter war die ganze Angelegenheit nach knapp 50 Minuten überstanden.
Seit dem hab ich immer was zu erzählen.

Aber wehe es wäre etwas mehr Wind aufgekommen.

Deswegen, immer gut Planen sonst

Gruß von Mig
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  #44  
Alt 16.01.2004, 06:27
Wolf
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Standard Re: Immer gut Planen dann ist so manches möglich !

Zitat:
Zitat von Miguel

Deswegen, immer gut Planen sonst
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  #45  
Alt 03.12.2004, 10:19
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Standard Hallo Zusammen,

...würde mich interresieren welches Boot es denn nun geworden ist??

Wir sind 1991 von Pesaro(I) nach Zadar(YU) getörnt, mit einer Rocca Atlanta 7,5m; 2x170Volvo; 280l Tank und 60l in Kanistern.

War ne spannende Sache da wir uns damals mit dem Gespann nich mehr nach YU getraut hatten wurde halt in I eingesetzt.

Die einzige Vorbereitung war der Kauf einer Seekarte auf der man beide Küstenlinien sieht und das Abschrauben des Scheibenwischermotors der direkt über dem Kompass angebaut war, worauf dieser sich dann um 30° berichtigte.

Die Überfahrt war nach 4h erledigt, der Kurs musste nur einmal korrigiert werden da unser, mit dem Bootshaken gezogener, Strich auf der Karte zw. Barbera1 und 2 durchging und wir real zw. Barbera2 und 3 ankahmen.

Muß dazu sagen daß die See spiegelgatt war und wir eine Marschgeschwindigkeit von 30Kn gehen konnten.

Die Rückfahrt nach 3 Wochen Männerurlaub verlief etwas Rauher, aber da die Dünung (ca. 4m) von hinten kam hatten wir das gleiche Durchschnittstempo. (Wellenrücken mit 25Kn hoch und auf der anderen Seite mit 35Kn runter)

War schön und würd ich jederzeit wieder machen.

Grüße
wolfgang

Ach, mein Favorit für "Garda" wäre eine Draco 2500 mit zwei verlässlichen Maschinen. Die gibts teilweise schon unter 20T €
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  #46  
Alt 03.12.2004, 10:48
HS007 HS007 ist offline
Cadet
 
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.... jedes Jahr sind auch immer wieder Jollensegler in Kroatien von Insel zu Insel unterwegs ... mit 4 Meter bist du dabei....
Ist natürlich nicht jedermanns Sache

Viel Glück
Harald
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