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| Kein Boot Hier kann man allgemeinen Small Talk halten. Es muß ja nicht immer um Boote gehen. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Es geht um die Lebensphase, in der vermutlich einige hier aufeinander treffen.
Initiiert wurde das Ganze durch meine große Klappe bei einem Nebenthema in einem anderen Thread, nun versuche ich es eben mal. Grob umrissen, handelt es sich ja um mehrere zwangsläufig aufeinander folgende aber zeitlich nicht vorhersehbare Lebensabschnitte und den Wunsch, bei allen Unwägbarkeiten für sich selbst und nahe stehende Menschen eine möglichst gute Zeit zu haben: - die Phase der Berufstätigkeit endet, läuft aus oder kann komfortabel gestaltet werden, der Existenzkampf ist jedenfalls vorüber - der Wunsch, möglichst viel und lange Zeit auf dem Wasser zu verbringen, ist realisierbar oder schon verwirklicht - ein Rückzugsort an Land soll vorhanden sein, je nach persönlichen Bedürfnissen oder Bindungen möglichst pflegeleicht bis komfortabel - die Phase auf dem Wasser soll möglichst lange auch mit zunehmendem Alter genossen werden können - die zwangsläufig irgendwann eintretende und nicht vorhersehbare Notwendigkeit, nicht mehr autark bzw. selbstbestimmt die „Wasserphase“ beenden zu müssen, sollte organisiert und ohne gesundheitliches, finanzielles und organisatorisches Chaos ablaufen - auch der Abschied von dieser Welt sollte nicht gänzlich dem Zufall überlassen werden und kann heute in gewissem Rahmen mitbestimmt werden Ziel: die nächsten hoffentlich vielen Jahre möglichst ohne Sorgen und Lasten so viel es geht auf dem Wasser zu verbringen und sich nicht mit Eintritt der „Rente“ auf das Sterben vorzubereiten, trotzdem aber je nach persönlichem Bedarf Sicherheiten zu haben In diesem Zusammenhang kommt mir der verschiedenen Autoren zugeschriebene Satz in den Sinn: „ …die Friedhöfe sind voll von Menschen, die sich für unersetzlich hielten… " oder wie mein Großvater mit 96 sagte: „ ...also dass ich mal sterben muss, das hätte ich wirklich nicht gedacht… " Das Ganze hat natürlich je nach Persönlichkeitsstruktur ganz grobe Ausschläge zwischen akribischer bis zwanghafter Planung des Lebensrestes und „Lebe den Tag" bzw. „nach mir die Sintflut". Verschiedene Phasen könnten vielleicht durch gemeinsame Planungen, Nutzung von Ressourcen oder einfache Hilfe optimiert werden, wenn unterschiedliche Fähigkeiten bedürfnisorientiert verwendet werden. Im Wohnbereich wachsen verschiedene Modelle, seien es Mehrgenerationeneinheiten oder Tinyhaus-Siedlungen, die Ausschläge zwischen losen und reinen Zweckgemeinschaften bis hin zu esoterisch streng strukturierten Lebensgemeinschaften sind groß. Soweit meine ins „Unreine" getippten Gedanken mit der Frage, ob das alles Blödsinn ist, vielleicht schon längst existiert oder wie man das ganze überhaupt mit Leben füllen könnte mit Hilfe des unschätzbar großen Schwarmwissens dieses Forums in allen noch so exotischen technischen Fragen? Und ob man die verschiedenen Aspekte überschaubar und strukturiert diskutieren könnte oder überhaupt Bedarf besteht, da fehlt mir noch die Phantasie auch im Handling dieses Forums. Nun wünsche ich allen Teilnehmern einen guten Start in eine wunderbare Saison auf dem Wasser. Andreas Geändert von W115/8 (01.01.2026 um 11:32 Uhr) |
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#2
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Nach der Gesundheit, hängt das (leider) alles stark von Deinen finanziellen Voraussetzungen ab.
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#3
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Basis an Land
Boot auf dem Wasser Gesundheitlich fit Finanzen in Trocknen ja, wäre ja unser aller Traum. Aber ich bleibe vorsichtig. Ich sehe einige geplatzte Träume vom späteren Leben auf dem Wasser aus gesundheitlichen Gründen um mich herum. Da wurd viel Geld investiert und der Traum erfüllt sich nicht. Dazu kommt noch das man sein Boot kaum verkauf bekommt und die Bootsära endet mit Verlust und Frust. Ich würde aber jedem wünschen das es sich erfüllt. Kenne auch genug die sich diesen Traum erfüllen konnten und es genießen können. Von daher, Frohes Neues und das sich all euere Bootswünsche erfüllen! Positiv denken!
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Gruß
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#4
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Meine sehr seltsame Erfahrung:
Jetzt, wo ich mir diesen Wassertraum erfüllen kann, verliert er zunehmend an Bedeutung. Er findet zwar statt, aber längst nicht in dem Umfang wie er möglich wäre. Der Reiz von solchen Träumen liegt zum Teil auch in der Unerreichbarkeit. Und noch etwas fällt mir auf. Es ist zwar wirklich schön und wir haben traumhafte Reisen gemacht (und hoffentlich kommen da noch viele zu), aber irgendwo fehlt (mir) die Sinnhaftigkeit. Das hat dazu geführt, dass ich nach 43 Jahren Selbstständigkeit und nach Verkauf des Unternehmens und dem Eintritt in der Ruhestand.... ein Stellenangebot angenommen habe. So kann ich meine Erfahrung noch mal ganz neu an anderer Stelle einbringen und erfahre ausserordentliche Wertschätzung. Idealerweise steht das meinem Wassertraum nicht im Wege. Aber es ist noch einmal eine Bereicherung in meinem Leben, die ich nicht missen möchte. Ansonsten hat Andreas die Situation und die Gedankengänge sehr treffend beschrieben. Ich möchte dazu aber noch folgendes anmerken: Das man sich überhaupt solche Gedanken machen kann und auch die Möglichkeit hat das umzusetzen, ist schon ein ausserordentliches Privileg. Gerd hat es ja schon angemerkt. Für die meisten Leute ist es schon fast ein Glück, wenn die Rente zum Leben reicht. Die Überlegung wie man sich seine Finanzen einteilt, um einerseits das Maximum zu verprassen und trotzdem so zu hantieren, dass es möglichst bis zum letzten Tag ausreicht, ist da schon ein Luxusproblem. Es sei denn man hat so viel Geld, dass man es einfach nicht schafft, alles bis zum Schluss auf den Kopf zu hauen. Idealerweise hat man weniger Wünsche, als Geld. Eine gewisse Bescheidenheit ist da ganz hilfreich. Sinnhaftigkeit gibt es oft kostenlos. Und ich glaube sie auf Dauer befriedigender. So gehe ich den Unruhestand an. Das ist sehr entspannend.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock
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#5
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Es ist ja so ähnlich wie der Wunsch im Alter ( Rente ) in den Süden zu ziehen.
Das alles geht nur wenn man halbwegs gesund ist und es sich finanziell leisten kann. Ab einem gewissen Alter werden die Arztbesuche dann meist doch häufiger und die Bereitschaft / Möglichkeiten längere Wege auf sich zu nehmen geringer. Ich kenne ein paar die mit Anfang 60 in den Süden gegangen sind und mit Ende 70 wieder hier waren. Mit 60 wurde hier das Häuschen verkauft, sich dort etwas angeschafft und mit Ende 70 ging es dann hier ins betreute Wohnen, oder in eine altersgerechte Erdgeschosswohnung. In den knapp 20 Jahren wurde richtig Geld verbrannt weil, egal ob Du dann ein Boot oder ein Haus im Süden verkaufen willst, Du selbst ( und natürlich auch jeder andere ) weiß, dass Deine Restzeit läuft. Wir haben da lange und intensiv drüber nachgedacht ( sowohl nochmal ein größeres Boot, als auch über das Häuschen im Süden ) und sind zu dem Schluss gekommen es nicht zu machen. Warum ![]() Wir haben hier unser Haus und das bleibt so lange man es kann, aber noch eine ( oder mehrere ) Verpflichtungen tun wir uns nicht an. Dann lieber 3 oder 4 x im Jahr irgendwohin wo es uns gefällt und wenn dort die 14 Tage oder 3 Wochen vorbei sind war es ( hoffentlich ) schön und man freut sich bereits auf das nächste " Abenteuer ".
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Gruß 45meilen ![]() In meinem Alter noch vernünftig werden ist jetzt auch keine Alternative
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#6
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Ich kann das nachvollziehen, wir persönlich machen das allerdings völlig anders.
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Gruss Thomas, Nicht das Erzählte reicht - sondern das Erreichte zählt!
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#7
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und dann gibt es noch den Aspekt Familie
Wenn da plötzlich ein, oder mehrere Zwerge Opa zu Dir sagen, kann das auch viel Zeit kosten.
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Gruß 45meilen ![]() In meinem Alter noch vernünftig werden ist jetzt auch keine Alternative
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#8
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Zitat:
Den Traum steuert man unbewusst immer in die Richtung, die für einen selbst am besten passt. Wird der Traum irgendwann zur Realität dann holt einen diese eben ein mit allen Problemen, die das mit sich bringt. Boot fahren erfordert immer eine gewisse gut Gesundheit. Schon ein Bandscheibenproblem kann das an Bord kommen verunmöglichen. Ich fühl mich da besser wenn eine gute, westliche Gesundheitsindustrie nicht weit weg ist. Reisen immer gerne und auch weit, aber immer auch ein Standbein im Heimatland.
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#9
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Kluge Fragen, vielfältige Antworten... Absolut richtig, nicht nur irgendwie so per Zufall durchs Leben zu stolpern...
Das Ende meiner Arbeitsphase sollte offiziell in gut einem Jahr erreicht werden, derzeit arbeite ich aber mit Kraft daran, noch drei weitere Jahre dran zu hängen... Die Fragen stellen sich natürlich dennoch, auch wenn ich dann noch mal bis ins achte Lebensjahrzehnt hinein ziemlich verplant wäre. Was uns wichtig ist: 1. Gesundheit. Zum Glück bis jetzt weitgehend artgerecht... 2. Altersgerechtes Wohnen. Haben wir jetzt schon, sowohl von der Fläche als auch von den finanziellen Belastungen her. Solange wir die 4-Etagen-Treppe hinauf noch klettern können, können wir hier wohnen bleiben - und wollen dieses Standbein auch in jedem Fall behalten. 3. Den Traum auf dem Wasser sich schon jetzt erfüllen zu können. Auch deshalb habe ich mir das Boot weit vor der Zur-Ruhesetzung angeschafft. Zum einen, um mit dem Boot wirklich vertraut zu werden, zum anderen, um nicht auf irgendeinen Zeitpunkt danach warten und sich sehnen zu müssen. Schöne Wochenenden, schöne Urlaubsreisen, immer auf dem eigenen Boot, das hat schon was. Oft kann ich sogar von dort im Homeoffice arbeiten. Was will man mehr. 4. Ein wirklich gut bewohnbares und beheizbares Boot. Auch das haben wir schon. Es muss also nichts größeres mehr her. Unsere gut zehn Meter Länge mit drei Decks und guter 5 kW Warmwasserheizung ist hervorragend geeignet, auch viele Monate darauf zu wohnen. Damit sind wir eigentlich erstmal nach unserer Einschätzung gut aufgestellt, wissen aber natürlich, dass sich von jetzt auf gleich alles ändern kann: Gesundheit, Technik des Bootes, irgendwelche Sorgen und Nöte in der Familie etc. Wenn ich dann wirklich irgendwann mal völlig frei von beruflichen Pflichten sein werde, möchte ich mit dem Bötchen schon kreuz und quer durch Europa cruisen. Ob raus aufs Meer oder nur auf Binnen-Gewässer, ist mir bis jetzt noch nicht ganz klar. Lust hätte ich schon, aber ich bin auch wirklich bekennender Angsthase. In einem Fluss oder Kanal kann man halt im Notfall immer noch an Land schwimmen.... Für die Schlussphase, wenn das Bootfahren dann nicht mehr so gelingen sollte, habe ich schon eine End-Liegestelle auserkoren, die nicht weit von meiner derzeitigen Wohnung entfernt ist, wo der Yachthafen auch im Winter die Toiletten und Duschen beheizt und geöffnet hat und wo man ab einer nicht weit entfernten Straßenbahnhaltestelle in eine schöne Nicht-deutsche Großstadt fahren könnte, wenn man Sehnsucht nach Ausland hat. Vorteil: Der Hafen liegt in Deutschland. Dort könnte man sogar den Pflegedienst hinkommen lassen ...
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Lg, Saint-Ex “Überlegen macht überlegen“ Der Flieger und Schriftsteller Antoine de Saint Exupéry (*29.6.1900, † 31.7.1944 während Aufklärungsflug über dem Golf du Lion bei der Île de Riou)
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#10
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Zitat:
Von den Videokonferenzen unterwegs ganz zu schweigen. Ich hätte nicht gedacht, das Enkel so viel Freude machen können. Und wenn es einen nur freut, dass die Racker endlich wieder weg sind.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock
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#11
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Zitat:
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https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=303482
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#12
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Heuer werde ich siebzig - also nicht mehr jung aber noch nicht alt. Sieben Jahrzehnte haben mich vor allem eines gelehrt: Nur ganz wenig im Leben ist wirklich planbar und der Zufall regiert. Schicksalschläge kommen stets ungeplant: Der Tod meines Sohnes und meiner Mutter im vergangenen Jahr etwa. Oder auch eigene Einschränkungen, ich hätte mir niemals träumen lassen, einäugig, wie ein Pirat aber ohne Augenklappe, die Binnengewässer heimzusuchen.
Auch mein Berufsleben war durchaus wechselhaft: Ein Studium mit klar definierter beruflicher Ausrichtung (Vetrinärmedizin) um dann als Journalist in einer technischen Fachzeitschrift den Chefredakteur zu machen. Eigentümer verkauft und stellt das Blatt ein... Selbständigkeit in meiner PR Agentur war der Ausweg. Zuletzt, auch stark beeindruckt von meiner Partnerin, eine Ausbildung als diplomierter Sozialpädagoge und Arbeit mit suchtkranken Jugendlichen. Seit gut zehn Jahren bin ich in Pension. Mein Einkommen ist nicht großartig, aber es reicht für meine Nasuli und für so um die 1000+ Kilometer binnen pro Jahr. Konkret wandern etwa 5000 Euro pro Jahr ins Hobby und die Nasuli habe ich mir gekauft, als Wertpapiere Bares abgeworfen haben. Ich mache bootstechnisch immer gerade das was eben geht. Meine Pläne für 2026 sind möglicherweise der Sio Kanal in Ungarn oder der Bata Kanal in der Tschechischen Republik. Irgendwann möchte ich noch auf der Donau von Kladovo nach Wien zu Berg - dieses Stück bergauf fehlt mir noch in meiner Donausammlung. Schau ma mal.... Wenn mir wer vor 50 Jahren am Ende des Gymnasiums gesagt hätte, wo ich 2026 stehen würde und wie mein Lebensweg verlaufen würde - ich hätte das nicht geglaubt. Das ist eben die Lehre die ich aus dem Ganzen ziehe: Es kommt immer anders als man denkt. Daher meine Empfehlung: Carpe diem und macht's was geht. Auch wenn scheinbar gar nichts mehr geht, es geht immer etwas und manche Wege erschließen sich erst im Gehen. In diesem Sinne: Zuversicht und ein schönes Jahr 2026
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#13
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Also 60+ ist schon ein seltsames Alter. So langsam geht man auf die Lebensmitte zu und die Endlichkeit rückt in den Blick. Ein Nachbar hat sich mit 75 noch ein neues Haus gebaut. Andere setzen sich bewusst kleiner und versuchen Ballast los zu werden.
Ich hab mal überlegt, wie lange das mit dem Boot fahren noch klappt. 10 Jahre? Oder 15 Jahre? Abgesehen von gesundheitlichen Einschränkungen müsste ich für 15 Jahre erst einmal 80 Jahre alt werden. Ich denke diese Gedanken bewegen jetzt die Boomer Generation. Für mich ist wichtig, dass ich Träume jetzt umsetze. Was in 5 Jahren ist, weiß ich nicht. Das galt auch schon in jüngeren Jahren, aber jetzt erst Recht. Früher hat man gesagt: "Der hat seine Dinge geregelt". Tatsächlich lebe ich auch so. In freudiger Erwartung, was noch an schönen Dingen kommt, aber nicht mit den Gefühl ich müsste noch unbedingt....
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock |
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#14
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Danke @Andreas für dieses interessante Thema.
Ich habe vor Jahren mit meinem alten Kumpel oft Planungen für die Rente gewälzt. Wir hatten auf dem Schirm, Boote zu kaufen und darauf auf dem Ijsselmeer zu leben. Alle Häfen haben wir vorher abgeseegelt und wir hatten uns Sneek als Heimathafen ausgeguckt. Meine Frau war von Anfang an der Bremsklotz in diesem Quartett, während die Frau meines Kumpels als Kapitänstochter am anderen Ende der Skala stand. Wir wollten an Land gemeinsam ein kleines Zweifamilienhaus kaufen um eine Anlaufstele zu haben. Es kam wie es kommen musste, Kumpel bekam Lungenkrebs und seine Frau Blasenkrebs. Sie haben beide mit Mitte 50 die Segel gestrichen. Ich denke oft darüber nach, wie es wohl weiter gegangen wäre. Stand heute könnte ich in Rente gehen und auch ein Boot kaufen, aber ich habe zu viel Spaß an meiner Arbeit und die Enkel, die "next door" wohnen, werden auch immer mehr und sind täglich bei uns. Unsere aktuelle Lebensplanung geht eher in Richtung "längere Urlaube im Süden", vielleicht "kleines Appartment in Italien" oder so etwas. Aber Leben auf dem Boot fände ich persönlich immer noch traumhaft.
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* hoffentlich werd` ich nie erwachsen * * Heinz * |
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#15
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Solange die Gesundheit, Familie und finanzielle Mittel mitspielen, kann man es doch umsetzen. Für uns war ne mobile Immobilie wichtig, die auch den Komfortt, flexibilität und auch reisemöglichkeiten für längere zeiträume anbietet. Wir sind i.d.r. 9 Monate an board.
. Wer die Möglichkeit für fly Office hätte, kann es ruhig umsetzen. Sind einige eigner die das tun. Mit ner mobile ist man ortsgebunden. Das wollten wir nicht mehr. Sollte es aus irgendwelchen Gründen zurück gehen, so kann das Boot unten verkauft werden, oder ins trockenlager, oder mit zurück und hier als hausboot, oder trockenlager oder hier verkaufen. Über alle realistischen Möglichkeiten sollte man sich vorher Gedanken machen. Mein liegeplatznachbar ging nur noch am Rollator und wohnte trotzdem auf dem boot. Auf seinem Fahrersitz auf der fly wurde er wieder jung. Viel Erfolg. Gruß |
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#16
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Gruß Klaus Jetzt wieder anmelden und dabei sein: STERN VON BERLIN am 4.Juli 2026: stern.mvb-berlin.de
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#17
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Und ich dachte, ich wäre der einzige, der sich mit so krude Gedanken befasst...
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Sportliche Grüße vom Rhein km 705 Micha
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#19
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Moin,
die 3 Jahre Lehrzeit waren endlos, die 15 Monate beim Bund auch, dann ein langes Leben in Arbeit. Am letzten Januartag 2013 bin ich in die Ruhephase der Altersteilzeit gegangen, meine Frau war aus anderen Gründen schon etwas früher raus aus der Arbeit. Viel geändert hat sich damit nicht, wir haben eigentlich so weiter gelebt wie vorher auch, bissken aufs Wasser, bissken Motorrad fahren, ansonsten alles etwas langsamer gemacht als vorher. Doch die Zeit lief viel schneller an uns vorbei als früher, ich finde es ein wenig erschreckend. Manchmal habe ich mir eine Zweieinhalbzimmerwohnung mit Balkon zur Hauptstraße gewünscht, eine die man abschließen und für einige Wochen sich selbst überlassen konnte. Aber so ist es auch OK, Gartenarbeit bring mir Bewegung und frische Luft, am Haus und den Fahrzeugen ist auch immer irgendwas zu machen, die kleinen Runden zwischen 100 und 200 Kilometern mit einem Krad oder dem Cabrio reichen mir völlig aus denn auch da finde ist ständig neue Eindrücke oder freue mich über die alten, bekannten Wege. Ich freue mich aber auch wenn die Enkelkinder da sind und durch den Garten toben können bin, wenn ich in Ruhe darüber nachdenke, eigentlich zufrieden wie es ist. Ich habe mehr, als mir fehlt. OK, das Wasser und das Boot fehlen mir schon, hätte es Corona nicht gegeben und es keine 250Km bis zum Ijsselmeer wären, würden wir vielleicht ein Motorboot gekauft haben und gelegentlich damit fahren.
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#20
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Im Rückspiegel betrachtet waren die Kanalfahrten mit dem kleinen Mobo in den Sonnenuntergang mit der Holden eigentlich am schönsten.
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Gruss Thomas, Nicht das Erzählte reicht - sondern das Erreichte zählt!
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#21
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Zitat:
Grüße Totti
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Flagge zeigen ist eine Tugend!
Check out: Surf-Forum.com Windcraft-Sports.com Autoscooter-Forum.com ![]() |
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#22
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Fühlt sich aber gut an.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock
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#23
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Moin,
Zitat:
Bin Mitte 2018 mit 57 Jahren auf das (10.000Km von "zuhause" an Land stehende) Boot gezogen, habe eineinhalb Jahre damit verbracht, den Kahn einhand- und langstreckentauglich zu machen, und just als ich soweit war, daß ich hätte lossegeln können und im Wasser war, kam mir Corona in die Quere, und für die nächsten knapp zwei Jahre ging hierzulande garnichts, weil das Land im Lockdown, und sämtliche Grenzen dicht waren. Dennoch, rückblickend betrachtet, waren diese fünf Jahre die ich auf dem Boot hier in Südafrika gelebt habe, mit die unbeschwerteste Zeit meines Lebens. Ich bin zwar Kfz-Meister, habe aber den größten Teil meines Arbeitslebens am Schreibtisch verbracht, und dann mal ein paar Jahre lang allein und mit den eigenen Händen ein solches Projekt zu Ende bringen, ohne Zeitdruck, ohne anderweitige Verpflichtungen und ohne daß einem irgendwer dazwischenfunkt, war eine ziemlich befriedigende Erfahrung. Seit 2023 lebe ich inzwischen wieder an Land und nachdem mich 2024 meine Leukämie wieder eingeholt hatte und eine weitere Chemo erforderlich wurde, sehe ich mich eher nicht mehr über irgendwelche Ozeane segeln, jedenfalls nicht über ein bischen Küstensegelei hinaus. So what? Stört mich viel weniger, als ich vor ein paar Jahren noch für möglich gehalten hätte. Das Boot liegt sicher in der hiesigen Marina, keine 20 Minuten Fahrzeit von hier entfernt, und "ich könnte ja, wenn ich nur wollte" Prioritäten verschieben sich, und manchmal in ganz andere Richtungen, als man dachte. That's life ... Vorletzte Woche habe ich mir einen weiteren Traum erfüllt, und zusammen mit meiner neuen Frau ein Haus an der Hibiscuscoast und deutlich näher am Meer gekauft. Und wenn wir dann künftig beim Frühstück oder beim Sundowner auf dem Balkon die untenstehende Aussicht geniessen können, sehe ich das durchaus als einigermaßen adäquaten Ersatz für die verpaßte Atlantik-Überquerung. Damit kann ich jedenfalls gut leben ... mfg Martin
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#24
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Wir stellen uns immer vor unser Leben vorauszuplanen. Auch wir (meine Frau und ich) planen unsere arbeitsfreie Phase, welche wir ab Mai diesen Jahres erreichen und dann für 5 Monate über den Sommer auf unserem Böötle zu leben ... so der Plan und wir freuen uns sehr darauf ... was uns dann aber im Weiteren ereilt wissen wir nicht und es ist auch gut so, dass wir es nicht wissen. Wir werden aber die Situationen, die uns gestellt werden, gemeinsam und mit dem gegenseitigen Respekt und Verantwortung füreinander begegnen und uns den Aufgaben stellen, die uns gestellt werden.
So sehen wir es aktuell ... es bleibt auf jeden Fall immer spannend ... LG Dirk
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