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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #1  
Alt 30.01.2007, 16:57
Benutzerbild von CHEERIO 3
CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Standard 1 oder 2 Maschinen auf Langfahrt ?

Ich bin so am überlegen wie eine vernünftige Motorisierung bei einem Verdränger ausehen sollte.
Es geht mir nicht um die PS Zahl sondern ob 1 oder 2 Maschinen.

Ein Diesel macht ja bei guter Pflege in der Regel keine Probleme,
und Binnen ist die Problematik ja auch nicht so gross, Aussenborder vom Beiboot an der Badeplattform und es geht weiter.

Mal abgesehen vom Nervenkitzel auf stark befahren Gewässer mit Berufsschiffahrt wie Rhein usw.

Aber wie sieht das aus bei einem 200 sm. Törn ? z.B. Korsika- Balearen ?
Soviel Sprit für den Aussenborder wird ja niemand an Bord haben.

Da wäre eine Doppelmotorisierung doch eine ziemliche Beruhigung,
mal ganz abgesehen von den Vorteilen beim Manöverieren.

Wenn ich mich noch richtig erinnere gab es früher bei den Grand Banks eine Möglichkeit über den eingebauten Dieselgenerator die Welle anzutreiben

Aber keine Ahnung mehr wie das genau funktioniert.

Gegen eine Doppelmotorisierung spricht der Mehrpreis, doppelter Wartungsaufwand, eher schlechterer Wirkungsgrad, Platzbedarf....

Wer hatte sich mal mit dieser Frage beschäftigt und mit welcher Entscheidung ?

Ich bin neugierig

Jürg
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  #2  
Alt 30.01.2007, 17:11
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Emotion Emotion ist offline
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Ab einer gewissen größe sollte man beim Mobo nicht auf zwei Maschinen verzichten.
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mit sportlichem Gruß
Hendrik
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  #3  
Alt 30.01.2007, 17:21
roberteberle roberteberle ist offline
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s.o.
gruß robert
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Mit freundlichen Grüßen, Robert
Danke fürs lesen.

es gibt nichts, das nicht irgendjemand irgendwo ein bischen schlechter und billiger macht
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  #4  
Alt 30.01.2007, 17:22
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Zitat:
Zitat von Emotion
Ab einer gewissen größe sollte man beim Mobo nicht auf zwei Maschinen verzichten.
9 Meter finde ich eben noch nicht eine "gewisse" Grösse

Hab ich vergessen zu erwähnen
Boot 9 mal 3 Meter
ca. 6 T.

Jürg
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  #5  
Alt 30.01.2007, 17:26
Benutzerbild von hartmut2801
hartmut2801 hartmut2801 ist offline
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moin,
Zitat:
Zitat von CHEERIO 3
Zitat:
Zitat von Emotion
Ab einer gewissen größe sollte man beim Mobo nicht auf zwei Maschinen verzichten.
9 Meter finde ich eben noch nicht eine "gewisse" Grösse

Hab ich vergessen zu erwähnen
Boot 9 mal 3 Meter
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Jürg
jetzt mal kritisch hinterfragt, sprichst du von einem sgler oder von einem mobo ??? hört sich zwar nach mobo an, bin aber nicht ganz sicher.

bis denn
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theorie und praxis sind theoretisch gleich, aber praktisch nicht !!!

rechts-schreibfehler sind gewollt und deswegen mit voller Absicht erstellt. wer welche findet, darf sie behalten, verschenken oder auch versteigern.
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  #6  
Alt 30.01.2007, 17:27
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Emotion Emotion ist offline
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Zitat:
Zitat von CHEERIO 3
Zitat:
Zitat von Emotion
Ab einer gewissen größe sollte man beim Mobo nicht auf zwei Maschinen verzichten.
9 Meter finde ich eben noch nicht eine "gewisse" Grösse

Hab ich vergessen zu erwähnen
Boot 9 mal 3 Meter
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Jürg
Hätte jetzt gesagt so ab 10m.....
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mit sportlichem Gruß
Hendrik
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  #7  
Alt 30.01.2007, 17:28
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Bernd1972 Bernd1972 ist offline
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Boot: MY "Marlin"verkauft, gibt aber was neues...
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Hallo Jürg,

Es gibt sicher Gründe, warum Fischkutter und sogar manche dicken Exploreryachten Einzelanlagen haben.
Die Frage ob Einzel-oder Doppelmotorisierung ist eigentlich bei den heute üblichen technischen Standards längst keine Sicherheitsfrage mehr.
Das Sicherheitsargument ist eher ein Überbleibsel aus der Zeit wo Bootsmotoren noch mehr oder weniger Vorkriegkonstruktionen waren.

Die modernen Bootsdiesel sind auch bei Modellen mit elektronikarmer Technik zumindest auf dem Stand der 80er Jahre, werkstofftechnisch und vom Fertigungsniveau liegen zwichen den Maschinen von denen man besser 2 hatte und dem was heute üblich ist Welten.

Wenn ein Motor streikt dann liegt das heute in der Regel an miesem Sprit oder Wasser im Sprit bzw. verdreckten Tanks und zusitzenden Filtern. (Bei manchen Booten auch daran dass man Wartung "vergisst und die Dinger hoffnunfslos verwahrlosen lässt)

Doppelmotorisierung hat den Vorteil besserer Manövrierfähigkeit während eine langsam drehende Einzelanlage mit entsprechend großem Prop besseren Wirkungsgrad ergibt. Dazu kommt ein geringerer Wartungsaufwand und eben die Preisfrage. Für einen Verdränger ist eine Einzelanlage nach meinem Empfinden total in Ordnung.

Gruß
Bernd
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  #8  
Alt 30.01.2007, 17:37
Benutzerbild von xtw
xtw xtw ist offline
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Reines Bauchgefühl eines Technikers ohne Hintergrundwissen auf der permanenten Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau : Eine Hauptmaschine und eine Notfallmaschine, die zusätzlich andere Aufgaben übernehmen kann, z.B. Strom erzeugen und/oder Lenzen und über einen eigenen Antriebsstrang verfügt sowie lenkbar ist (absenkbarer Z-Drive, eigenes Ruder o.ä.). Ansonsten VÖLLIGE Trennung vom Hauptsystem, auch eigenen Tank, evtl. mit Umfüllpumpe.

PS : Kann ein 10PS-Diesel handgestartet werden ?
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Mit freundlichem Gruß,
Thorsten
Sapere aude !
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  #9  
Alt 30.01.2007, 17:42
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Oliver74 Oliver74 ist offline
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Hallo

Zitat:
Zitat von Bernd1972
Es gibt sicher Gründe, warum Fischkutter und sogar manche dicken Exploreryachten Einzelanlagen haben.
Hatte die Frage interessenshalber auch angesprochen, als ich mit auf der Boot 07 die Elling Yacht angesehen habe. Diese ist ja als Hochseetauglich konstruiert.
Der Vertriebler meint, daß die Berufsschiffe auf großer Fahrt auch hauptsächlich mit nur einer Maschine fahren und ein zweiter Motor viele Nachteile in Sachen Gewicht und Schwerpunkt bringt. Im Hinblick auf das "Wiederaufrichten" des Bootes verwendet diese Werft daher nur Einzeldiesel.
Wer Angst vor einem Motorschaden hat, kann aber einen kleinen und relativ leichten "Notdiesel" (27PS statt 370PS) ordern, der über einen separaten Tank verfügt. Fand ich als Denkanstoß ganz interessant.

Viele Grüße,

Oliver
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  #10  
Alt 30.01.2007, 17:56
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Zitat:
Zitat von Emotion

Hätte jetzt gesagt so ab 10m.....
Da verstehen wir uns ja goldrichtig

Zitat:
Zitat von hartmut2801
jetzt mal kritisch hinterfragt, sprichst du von einem sgler oder von einem mobo ??? hört sich zwar nach mobo an, bin aber nicht ganz sicher
MOBO
Ein Segler hatt den zweiten Antrieb ja schon eh dabei

Zitat:
Zitat von xtw
PS : Kann ein 10PS-Diesel handgestartet werden ?
Geht, vernünftige Kurbel vorausgesetzt, problemlos.
Deine sonstigen Ueberlegungen decken sich weitgehend mit meinen.

Aber wahrscheinlich hat Bernd das wesentliche oder auch grundsätzliche schon gesagt

Jürg
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  #11  
Alt 30.01.2007, 18:44
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Zitat:
Zitat von CHEERIO 3
Zitat:
Zitat von Emotion

Hätte jetzt gesagt so ab 10m.....
Da verstehen wir uns ja goldrichtig
Fahrtechnisch immer ne Doppelanlage. Ab 8-9m

MFG René
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MFG René

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  #12  
Alt 30.01.2007, 19:10
Benutzerbild von Petermännchen
Petermännchen Petermännchen ist gerade online
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Hallo Jürg,

nachdem du mich erleuchtet hast in meinem Trööt, habe ich jetzt, fast zeitgleich mit deinen Überlegungen, ebenfalls die Frage nach der Maschine eingestellt.

Ich bin gerade sehr interessiert an dem Fischer-Panda dieselelektrischen Antrieb.
Hiesse doch in deinem Falle:
ein Aggregat für Strom und Antrieb
Bugstrahruder ebenfalls darüber getrieben
Alle Geräte etc. angeschlossen
Verbrauch noch geringer als reiner Diesel

Was hälts du davon?

Gruß

Peter
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Ich bin kein Tourist, ich lebe so.
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  #13  
Alt 30.01.2007, 19:13
Rheinsegler Rheinsegler ist offline
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"Langfahrt" von 200 sm! Da erkennt man den Unterschied zwischen Segeln und Motorbootfahren.


Statt einer 2. Maschine würde ich mir ein Satellitentelefon anschaffen.
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  #14  
Alt 30.01.2007, 19:38
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Zitat:
Zitat von Rheinsegler
"Langfahrt" von 200 sm! Da erkennt man den Unterschied zwischen Segeln und Motorbootfahren.


Statt einer 2. Maschine würde ich mir ein Satellitentelefon anschaffen.
Langfahrt meint doch nur, es geht länger....muss ja nicht gleich über den Atlantik sein

Satellitentelefon wäre auch keine schlechte Sache, aber ich habe mir die heute scheinbar übliche Pannenhilfementalität, wie auf der Autobahn, zur See
noch nicht angewöhnen können.
Jürg
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  #15  
Alt 30.01.2007, 19:45
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Zitat:
Zitat von Petermännchen
Was hälts du davon?
Hmmm....
Habe ich mir auch schon durch den Kopf gehen lassen,
aber ganz überzeugt bin ich nicht,
Das Prinzip lautet für mich (dich) KISS.

Aber, kommt Zeit kommt Rat
Jürg
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  #16  
Alt 30.01.2007, 20:08
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Petermännchen Petermännchen ist gerade online
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Zitat:
Zitat von CHEERIO 3
Das Prinzip lautet für mich (dich) KISS.

Jürg
Bist also doch n Mädel

Gruß

Peter
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Ich bin kein Tourist, ich lebe so.
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  #17  
Alt 30.01.2007, 20:55
Rheinsegler Rheinsegler ist offline
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Zitat:
Zitat von CHEERIO 3
....aber ich habe mir die heute scheinbar übliche Pannenhilfementalität, wie auf der Autobahn, zur See noch nicht angewöhnen können.
Dann halte die Maschine in Ordnung, investiere in Werkzeug und leg dir die gängigsten Ersatzteile in die Backskiste.
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  #18  
Alt 30.01.2007, 21:21
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Zitat:
Zitat von Rheinsegler

Dann halte die Maschine in Ordnung, investiere in Werkzeug und leg dir die gängigsten Ersatzteile in die Backskiste.
Eigentlich finde ich es überflüssig so was selbstverständliches zu erwähnen

Da finde ich Beiträge von z.B. Bernd um einiges ausagekräftiger

Und eine letzte Bitte, keine Diskusionen zwischen Segler und MOBO auf "Langfahrt" dass haben wir nicht nötig

Jürg
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  #19  
Alt 31.01.2007, 05:46
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huebi huebi ist offline
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Wenn es sich um einen Verdränger handelt, könnte ich mir eine Notbeseglung vorstellen. Außerdem verweise ich zum x-ten Mal auf das Werk von Juan Baader, Delius-Klasing aus den 70-er Jahren. Dort wird ein ozeanischer Langfahrtkreuzer "Bora Bora" mit 4000 sm Radius und 12m Länge beschrieben, der hat auch nur eine Maschine.
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Der Hübi, zu allem bereit, aber zu nix zu gebrauchen
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  #20  
Alt 31.01.2007, 07:46
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Volker1969 Volker1969 ist offline
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Zum Thema zwei Motoren:
Mir ist bei der Überführung meines Katamarans auf hölländischen Kanälen kurz vor einer Schleuse bei einer Maschine der Kupplungs-Bowdenzug gerissen, als ich auf "zurück" geschaltet habe. Da der Gaszug ja noch ging, beschleunigte ich sogar noch, statt abgebremst zu werden.
Ohne die zweite Maschine wäre ich mit 6 Knoten auf die Schleuse geprallt, denn mit Ausweiche war da im Kanal nix, höchstens hätten mich noch ein paar wartende Boote "gestoppt".
Und hier in Wilhelmshaven hat es doch erst vor 2 Jahren eine Segelyacht zerlegt, die mit Motorschaden bei 5 Knoten Gezeitenstrom nicht rechtzeitig von der Ölförderbrücke wegkam, durch den Mast und die Strömung druntergedrückt wurde, voll lief und sank.
Nachdem meine Frau diese Geschichte in der Zeitung sah, würde ich sie wohl allein psychologisch mit "nur einem Motor" nicht mehr aufs Meer bekommen, auch wenn so etwas rational zumindest unwahrscheinlich ist.

Gruß, Volker (mit zwei Yanmar 1GM10 auf einem 8x4m Boot)
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  #21  
Alt 31.01.2007, 07:57
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Emotion Emotion ist offline
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Hallo,

bei einem reinen Langfahrtmobo (keine überfüllten Häfen zu erwarten / es liegt meistens vor Anker), sind die Manöviereigenschaften sicherlich ziemlich egal, hierbei ist sicherlich die Schalldämung und Schwingungsentkopplung bedeutend wichtiger, denn wenn ich mir vorstelle mich 14 Tage oder länger in einem normalen Mobo aufzuhalten, wo di ganze Zeit der Diesel brummt, ist das sicher nicht sehr angenehm.

Zu den anderen überlegungen bleibt noch zu sagen:

Wenn ein Bootsdiesel 14 Tage lang 24h läuft entspricht das einer Laufleistung von guten 16000km beim Auto und das ohne Öl/Filterwechsel oder die Möglichkeit den Dieselfilter zu reinigen, die Riemenspannung zu überprüfen etc..

Daher würde ich zwei Maschinen nehmen mit zwei seperaten Tanksystemen, zwei Batteriebänken, zwei Kühlwasserpumpen und Wellenanlagen (bitte keine Z-Antriebe auf Langfahrt)

Es kann sich so viel verabschieden auf einem 14 Tages Törn und ich möchte wirklich nicht bei 8bft einen Keilriemen wechsel müssen um manövriefähig zu bleiben.
__________________
mit sportlichem Gruß
Hendrik
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  #22  
Alt 31.01.2007, 08:14
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CHEERIO 3 CHEERIO 3 ist offline
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Hallo Volker
Das sind genau eben auch meine Ueberlegungen gewesen, um diesen Trööt hier zu starten.
Nach meiner Meinung ist aber der Motor das zuverlässigste Teil,
Aerger machen die Nebensachen, Schaltzüge usw.
All das ist in der Regel problemlos mit Bordmittel zu Reparieren.
Dumm ist es nur, wenn es im falschen Moment passiert, dann kann es Stress geben.
Aber auch eine Zweimotorenanlage bietet keinen 100 % Sicherheit, wenn ein Fischernetz in beide Propeller geratet gibt es doppelte Arbeit

Ich tendiere doch mehr, zur gut gewarteter Ein-Motorenanlage.
Obwohl der Gedanke beim Manöverieren so ganz lässig mit 2 Schalthebeln das Boot souverän unter Kontrolle zu haben....

Jürg
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  #23  
Alt 31.01.2007, 11:07
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Hallo Hendrik!
Bei einem Langstreckentauglichem Mobo sollte es selbstverständlich sein,dass alle Filter umschaltbar sind und somit während des Betriebes gewechselt werden können. Öl ist zusätzlich in einem Rucksacktank und kann somit auch problemlos kontrolliert und nachgefüllt werden. Unsere Motoren wurden in der Regel nach einer Wartung gestartet und liefen dann 3 Wochen am Stück ,bis die nächste 500 Std. Wartung fällig war. Mein Traumschiff die "Norhavn 42" hat auch nur eine Maschine und ist voll Hochseetauglich. Rein gefühlsmässig, stand ich auch immer auf 2 Motoren, aber in der Praxis sind sie kein Vorteil.
Gruß Karl-Heinz
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  #24  
Alt 31.01.2007, 12:05
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divefreak divefreak ist offline
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Zitat:
Zitat von Emotion
Wenn ein Bootsdiesel 14 Tage lang 24h läuft entspricht das einer Laufleistung von guten 16000km beim Auto und das ohne Öl/Filterwechsel oder die Möglichkeit den Dieselfilter zu reinigen, die Riemenspannung zu überprüfen etc..
Als Genset rechnen wir mit 20/7 oder 24/7 Betrieb, das ist kein Problem. Abgestellt wird dann aber wirklich nur für die Wartung.

Allerdings sind das dann HD-Motoren! Mit PD-Rating wird das nix.

7l Hubraum 120-150kw.

MFG René
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MFG René

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  #25  
Alt 31.01.2007, 12:50
TageDieb TageDieb ist offline
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Hallo Rene,

Zitat:
Zitat von divefreak
...
Allerdings sind das dann HD-Motoren! Mit PD-Rating wird das nix.
...
Was bedeutet das?
"Heavy Duty"?

Gruss
Mario
__________________
Willst Du schnell gehen, dann geh alleine. Willst Du weit gehen, dann geh zusammen.
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