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Alt 19.10.2002, 17:44
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DODI DODI ist offline
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Standard Neue "Mutte" auf der Wieke / Häh?! Was ist' n das?

Mutten waren früher auf den ostfriesischen Fehnkanälen das Hauptverkehrsmittel. Mit bis zu dreieinhalb Tonnen Backtorf segelten sie in die Städte und brachten auf dem Rückweg Baustoffe in die Siedlerdörfer. Heute gibt es nur noch wenige Exemplare dieses Schiffstyps, und seit Jahrzehnten wurde keine neue Mutte mehr auf Kiel gelegt, weder solche mit rundem noch mit spitzem Bug.
Wieke heißen die Zubringer der Fehnkanäle Ostfrieslands, und auf der Museumswieke am Moor- und Fehnmuseum in Elisabethfehn gab’s jetzt was ganz besonderes zu feiern.
In nur vier Monaten haben Behinderte der Sozialen Werkstätten Altenoythe eine knapp 16 Meter lange Mutte unter Leitung ihres Werkstattleiters Heinz-Dieter Elsen, dessen Frau Johanna Taufpatin sein durfte, gezimmert, dessen Pläne der heute 91 Jahre alte ehemalige Ingenieur Harm Zimmermann aus dem Kopf gezeichnet hat.
„Johanna“, wie der Neubau getauft wurde, liegt auf der Museumswieke nicht allein. Die Museums- Tjalk "Jantina" ist nicht nur Nachbarin, sondern so etwas wie eine Kusine, denn Tjalken und Mutten sind enge Verwandte. Beides sind Plattbodenschiffe mit geringem Tiefgang, haben Seitenschwerter und einen legbaren Mast mit Gaffelsegel und -baum, Gaffeltoppsegel und Stagfock.
Museumsgründer und -leiter Dr. Gustav Schünemann möchte mit der Spitzmutte "Johanna" auf jeden Fall im nächsten Jahr zum Hafenfest ins nahe Barßel. Dazu bedarf es allerdings der Hilfe eines Autokrans. Der muss nämlich der "Johanna" beim Auslaufen aus dem Museumshafen erst einmal Platz schaffen und eine kleine Holzbrücke beiseite heben, damit die "Johanna" auf den am Museum vorbeiführenden Bollinger Kanal gelangen kann. Wir wünschen allzeit Gute Fahrt.

(Quelle: Weser Kurier vom 19.10.02 , eigener gekürzter Text)
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Segle, wohin der Wind dich weht, und geh vor Anker, wo es dir gefällt.
DODI-Skipper Claus
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