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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #1  
Alt 01.05.2011, 19:37
Benutzerbild von Stoertebeker2010
Stoertebeker2010 Stoertebeker2010 ist offline
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Standard Ich muss mir was von der Seele schreiben: brennendes Boot

Hallo zusammen!

Ich weiss nicht, ob ich jetzt einen Fehler mache, aber ich möchte / muss mir was von der Seele schreiben, was mich sehr beschäftigt.

Meine Familie und ich waren von Freitag bis vor wenigen Stunden heute im Raum Ketzin, Werder, Potsdam und Berlin-Wannsee mit einem gecharterten Schiff (Penichette 1106 FB mit ) unterwegs.

Als wir am Freitag nachmittags noch auf dem Kleinen Zernsee (nördlich von Werder) Richtung Süden unterwegs waren, sahen wir dunkle, schwarze Rauchwolken. Nachdem wir dann im Grossen Zernsee angekommen waren, sah man, dass Höhe Eisenbahnbrücke etwas auf dem Wasser lichterloh brannte. Wir fuhren mit reduzierter Geschwindigkeit in diese Richtung weiter, weil ich damit rechnete, dass jeden Moment die WaschPo auftaucht und die Durchfahrt sperren würde. Aber als erstes sahen wir so aus 1 - 1,5 km ein kleineres Boot mit "blauem Funkellicht" auftauchen, dass sofort aus einem Wasserwerfer zu löschen begann. Trotzdem schlugen immer wieder Flammen aus dem Boot. Kurz danach wurde es Richtung Ufer gezogen (?) und beim Vorbeifahren konnten wir erkennen, dass jetzt von Land (östl. Seite) aus gelöscht wurde. Als wir dann Höhe Nordspitze der Insel Werder waren, kam uns -vermutl. AK- die WaschPo entgegen.

Das einzige, was wir bei Vorbeifahren erkennen konnten, war, dass es sich um ein Segelboot gehandelt haben müsste.

Ich hoffe zu tiefst, dass es keinen Personenschaden gegeben hat.

Das Anblick der schwarzen Qualmwolken, der Flammen, die aus dem Boot schlugen und das immer noch qualmende Schiff gehen mir nicht aus dem Kopf.

Viele Fragen stellen sich mir, z. B. wie verhalten wir (meine Tochter, meine Frau und ich) uns, wenn "unser" Boot anfangen sollte zu brennen? Die vordere Kajüte hatte garkeine Fluchtluke....., oder was ich tun könnte / müsste, wenn ich als erstes zu diesem Boot gekommen wäre? Was kann ich tun, um insbesondere bei gecharterten Schiffen die Brandgefahr zu reduzieren?

Ich weiss nicht, ob dass hier in dieser Rubrik richtig aufgehoben ist, aber ich musste meine Gedanken und Gefühle mal loswerden.

Danke für Euer Verständnis!
__________________
Gruss von Haus zu Haus

Klaus
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  #2  
Alt 01.05.2011, 19:45
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das sah nicht gut aus.

brennendes Segelboot
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schöne Grüße
Tommi


Ich fahr lieber mit dem Fahrrad zum Boot, als mit dem Auto zur Arbeit...

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  #3  
Alt 01.05.2011, 19:46
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Zitat:
Zitat von Stoertebeker2010 Beitrag anzeigen
............
Viele Fragen stellen sich mir, z. B. wie verhalten wir (meine Tochter, meine Frau und ich) uns, wenn "unser" Boot anfangen sollte zu brennen? Die vordere Kajüte hatte garkeine Fluchtluke....., oder was ich tun könnte / müsste, wenn ich als erstes zu diesem Boot gekommen wäre? Was kann ich tun, um insbesondere bei gecharterten Schiffen die Brandgefahr zu reduzieren?
............
Tja, erst wenn man so etwas live sieht, macht man sich Gedanken

Was man macht
Wusstest du denn, wo die Feuerlöscher sich in dem Charterboot befanden
Waren diese noch gültig
Anders gefragt, hast du dich schlau gemacht

Gruß
UWE
der im nach hinein schlau schreiben kann
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Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin,
dass er tun kann, was er will,
sondern dass er nicht tun muss, was er nicht will.
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  #4  
Alt 01.05.2011, 19:54
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Zitat:
Zitat von Cooky-Crew Beitrag anzeigen
...Wusstest du denn, wo die Feuerlöscher sich in dem Charterboot befanden
Waren diese noch gültig
Anders gefragt, hast du dich schlau gemacht
Wo die waren, wusste ich (waren nicht zu übersehen). Gültig? Ehrlich keine Ahnung! Ich wusste, wo man die Treibstoffzufuhr abstellt und wo der Batterietrennschalter ist. Auch wussten wir alle, wo die Rettungswesten sind, obwohl wir immer eigene (Automatik-)Westen mithaben. Dieses Boot war das erste, auf dem sich eine rote Notfallflagge befandt. Aber die fehlende Fluchtluke in der vorderen Kajüte....Ich mag garnicht daran denken!
__________________
Gruss von Haus zu Haus

Klaus
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  #5  
Alt 01.05.2011, 19:55
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45meilen 45meilen ist offline
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Bei dem Brand kannst Du einem 2 kg Löscher nichts ernsthaftes ausrichten

Was man machen kann ist in sicherem Abstand nach schwimmenden, oder hilfe suchenden Personen ausschau halten und dies ggf an Bord nehmen und Erstversorgen.
Wichtig ist dabei dann allerdings auch dass man den offiziellen Helfern mitteilt dass man jemanden gefunden, oder ggf gerettet hat.
Sonst suchen die u.U. Stunden nach einem möglichen Vermissten

Ansonsten gilt die alte Faustregel:
Im sicheren Abstand warten ob man ggf zur Hilfe durch die Öffentlichen aufgefordert wird und die Einsatzkräfte nicht behindern
__________________
Gruß 45meilen

In meinem Alter noch vernünftig werden ist jetzt auch keine Alternative
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  #6  
Alt 01.05.2011, 20:22
Benutzerbild von nimmerland
nimmerland nimmerland ist offline
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Ich hab für Notfälle einen 6 KG ABC Pulverlöscher. Gibt es günstig im Baumarkt. Die kleinen 1 und 1 KG Löscher sind mir zu mager.
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Gruß aus Hamburg
Sven


Ich bin nicht gestört, ich bin verhaltensflexibel.
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  #7  
Alt 01.05.2011, 20:41
Benutzerbild von Zzindbad
Zzindbad Zzindbad ist offline
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Standard Gaskocher an Bord

Ich hoffe ebenfalls, dass den Leuten des brennenden Bootes nichts passiert ist. Das sieht echt übel aus.

Heute probierte ich erstmals den Gaskocher an Bord meines 'neuen' Bootes aus. Es ist ein zweiflammiger Enders Kocher, der auf einer vom Bootshersteller extra dafür gedachten Vorrichtung aus Holz aufgebaut ist. Das furztrockene Cabrioverdeckt ist nicht allzuweit davon entfernt und mein erster Gedanke beim Anblick der Gasflammen war, ob der Stoff des Verdecks leicht Feuer fangen könnte und was dann passiert. Eigentlich ist es wie beim Camping. Dort gibt es den gleichen Zeltstoff und Gaskocher. Aber den habe ich immer aus dem Zelt getragen oder nur bei Regen und nassem Stoff (damals eben noch Baumwolle und kein schmelzendes Zeug) unter dem Zeltdach betrieben.

Vielleicht sollte man immer einer der Wassersprühflaschen, die man per Hand mit Luftdruck versehen kann, vor dem Kochen des Wassers betriebsbereit danebenstellen. Oder die Heckdusche anschließen und danebenlegen, doch nicht jeder hat eine.

Jedenfalls finde ich so ein Teil an Bord irgendwie gefährlich. Eine Pfanne mit heißem Fett kommt mir bestimmt nicht drauf. Gar nicht auszudenken was passiert, wenn das mal entflammt.

Feuerlöscher? Habe ich auch. Einmal 2 kg und einmal 1 kg. Bei einem rasch brennenden Verdeck lodert bestimmt schon alles bis einer davon im Einsatz ist.

Eine Kajüte ohne vordere 'Fluchtluke' wäre nichts für mich.

Tom
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  #8  
Alt 01.05.2011, 22:12
Johnny Johnny ist offline
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Zitat:
Zitat von 45meilen Beitrag anzeigen
(...)Bei dem Brand kannst Du einem 2 kg Löscher nichts ernsthaftes ausrichten (...)
Bei dem Brand kannst du auch mit einem 6er nichts mehr ausrichten.

Es geht ja auch nur darum Entstehungsbrände zu löschen. Hauptsache griffbereit und schnell einsetzbar.

Natürlich ist hier mehr immer besser, aber lieber den kleinen als keinen oder den großen in der letzten Ecke versteckt.

Gruß Johnny
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  #9  
Alt 02.05.2011, 06:47
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KaiB KaiB ist offline
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Was man in dem Zusammenhang auch nicht oft genug schreiben kann, was da nun speziell los war weiss ich nicht aber von wegen allgemeines Risiko minimieren,
bei Gaskochern immer zuerst das Gas an der Flasche selber abdrehen und Flamme ausbrennen lassen, nicht auf das Abschaltventli am Kocher selber verlassen.
__________________
Gruß
Kai
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  #10  
Alt 02.05.2011, 07:52
Kielholer Kielholer ist offline
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Gut, dass Klaus den Beitrag gebracht hat. Sonst hätte ich womöglich vergessen, dass nach zwei Jahren Betrieb mal wieder eine Begutachtung der Gas-Anlage fällig ist. ............... Funktioniert ja alles so gut.
__________________
Gruß Wilfried
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  #11  
Alt 02.05.2011, 10:43
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mike124 mike124 ist offline
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Moin moin,

mit den Entstehungsbränden ist das auch so eine Sache: Ich betrachte mich ja schon als technisch versiert, aber wenn der ags- oder Benzinkocher plötzlich doller flammt, als geplant, den Feuerlöscher ganz cool fertigmachen (also aus der Halterung rausnehmen, den niedlichen Sicherungsbolzen rausfriemeln!!) und gezielt wie vorgeschrieben abzulöschen: Weiss nich... Spätestens die Löschwolke in dem kleinen Raum dürfte einiges an Chaos verursachen!

Ich hab mir bei Lidl vor eiiger Zeit einige Löschdecken besorgt. Im Boot ist auch eine, die ist schneller zur Hand und wirkungsvoller als der Feuerlöscher - und bedienen kann ich die auch im Halbschlaf.

Ist die Decke über Kocher und Herd, hab ich erst mal ein bischen Zeit die nächsten Schritte einzuleiten - zB. ne Pütz Wasser holen und gezielt nachlöschen (sofern jedenfalls nicht gerade die Friteuse fackelt...)!
Gruß, Mike
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  #12  
Alt 02.05.2011, 10:48
raccoon raccoon ist offline
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Wir haben uns auch vor einigen Jahren Gedanken gemacht und haben nun folgende (immer noch verbesserungsfähige) Lösung: mehr Feuerlöscher als vorgeschrieben, einen davon gleich neben dem Herd. Dort befindet sich sich auch griffbereit eine Brandschutzdecke um die berühmte brennende Pfanne löschen zu können. Zusätzlich haben wir in jedem Bereich unseres Schiffes auch Äxte angebracht. Einerseits haben wir wasserdichte Segmente und die Türen können eventuell bei einem Wassereinbruch sonst nicht geöffnet werden, andererseits ist ein Kabelbrand hinter einer Verkleidung so schnell freigelegt.

Aber ich gebe schon zu - bei einem Charterboot ist die Axt wahrscheinlich schwer zu erklären

Auch habe ich als Bordfrau, die ja auch kocht gegen einen Gasofen gewehrt. Es war mir einfach nicht geheuer, auch wenn es rationell nicht zu begründen ist. Wir kochen nun mit Diesel und Mikrowelle und haben noch einen Spirituskocher fix eingebaut, wenn wir vor Anker schnell einen Kaffee wollen.

Claudia
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  #13  
Alt 02.05.2011, 10:51
backbord backbord ist offline
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hi,
hab dieses jahr erst mit dem bootfahren angefangen,
als ich mein boot für die saison fertigmachte, gabs erst mal nen neuen
feuerlöscher und rettungswesten...
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  #14  
Alt 02.05.2011, 13:46
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lutsos lutsos ist offline
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Uns ist auch mal durch Benzindämpfe das Boot abgebrandt, Glück im Unglück daß wir im Hafen noch waren! Wir kammen damals mit dem schrecken davon.Das ding (vollgetankt) ist bis zu Wasserlinie verbrandt ,wurde noch ausserhalb des Hafens brennendt abgeschleppt
um keinen grosseren Schaden zu richten! Danach blum-blum ging es unter...... Fazit wachtsamkeit keine Panik und Feuerlöscher immer grifbereit halten!
__________________
Gruß KostasN.Ägäis
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  #15  
Alt 02.05.2011, 16:17
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mjelsvig mjelsvig ist offline
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Hallo Zusammen,

ich hatte im letzten Sommer von der Firma aus eine Feuerlösch-Übung, die ich sehr gut fand. Dort wurde einem die Handhabung eines Feuerlöschers usw. erklärt.

Viel interessanter aber fand ich, die Zeit, die man im Falle eines Brandes zum Löschen hat bzw. NICHT hat.

In der Pause fragte ich den Brandexperten zur Feuerbekämpfung auf dem Schiff, da Norbert und ich uns auch so unsere Gedanken gemacht hatten. Das Ergebnis: Wenn es wirklich BRENNT, sollte man all seine Kraft in das ordnungsgemässe Verlassen des Schiffes investieren, wenn es noch geht einen Notruf absetzen und sich dann so schnell wie möglich entfernen.

Im übrigen haben wir auch mit Gas gekocht, aber wie oben schon beschrieben, das Gas immer wieder direkt an der Flasche abgedreht und den Rest ausbrennen lassen. Viele konnten das nicht verstehen, aber es war nur ein kleiner Handgriff mehr und hat ein sicheres Gefühl gegeben.
__________________
Viele Grüße Ines

Trenne dich nie von deinen Illusionen und Träumen.
Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber aufgehört haben, zu leben.“
Mark Twain
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  #16  
Alt 02.05.2011, 16:29
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Ich bin auch nicht so richtig glücklich über die Gasanlage an Bord, aber Geld für einen Dieselkocher und einen Kompressorkühli muss ich erst zusammensparen. Bis dahin kann ich nur vorsichtig sein, die Gaszufuhr zum Gaskühli nachts sperren und den CO2-Löscher prüfen lassen.
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  #17  
Alt 02.05.2011, 17:50
Thomas S Thomas S ist offline
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Was mich ein wenig irritiert ist Deine Aussage wir fuhren mit reduzierter Geschwindigkeit weiter..
Du hast also damit gerechnet das jeden Moment die Polizei auftaucht ...
Was wäre denn wenn sie nicht aufgetaucht wäre ?????
Ich denke in dem Moment hättest Du Deinem Dampfer die Sporen geben müssen.Alles was geht !! Denn Feuer bedeutet MENSCHENLEBEN IN GEFAHR ! Vielleicht hättest Du helfen können und Personen aus dem noch nicht ganz so warmen Wasser retten können ! Was liegt denn näher als bei Feuer in´s Wasser zu springen??
Aber ansonsten muß man sich immer vorher Gedanken machen und so seine Lehren aus solchen Vorfällen machen..
Aufgrund Deines Berichtes werde ich auf jeden Fall meinen Feuerlöscher auch mal wieder überprüfen lassen.
__________________
Gruß Thomas S

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  #18  
Alt 02.05.2011, 18:09
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badmax badmax ist offline
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Zitat:
Zitat von Thomas S Beitrag anzeigen
Was wäre denn wenn sie nicht aufgetaucht wäre ?????
Ich denke mal, Klaus war noch nach mir am brennenden Boot.
Als ich ankam waren schon ca. 10 Boote in wartestellung, ich hab
mich dann auch lediglich erkundigt, ob schon die Feuerwehr gerufen wurde.

erst als das bejaht wurde, und ich einige Leute am Ufer gesehen habe, wo das brennende Boot lag, hab ich erst den Fotoapparat rausgeholt

dann kam auch ''schon'' die Feuerwehr, und viel später die Waschpo.


__________________
schöne Grüße
Tommi


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Geändert von badmax (03.05.2011 um 05:13 Uhr)
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  #19  
Alt 02.05.2011, 19:14
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Stoertebeker2010 Stoertebeker2010 ist offline
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Zitat:
Zitat von Thomas S Beitrag anzeigen
Was mich ein wenig irritiert ist Deine Aussage wir fuhren mit reduzierter Geschwindigkeit weiter..
Du hast also damit gerechnet das jeden Moment die Polizei auftaucht .......
Selbst wenn ich Volle Kraft gefahre wäre (ca. 9 km/h), wäre ich lange nach der Feuerwehr angekommen. Wir haben vom ersten Erkennen der Rauchwolken bis zur Eisenbahnbrücke gefühlt 20 - 30 min. gebraucht. Allerdings war die WaschPo noch deutlich nach uns da. Eins kann ich Dir versichern: Wenn ich eine geringste Chance gesehen hätte zu helfen, hätte ich das natürlich getan, was ich auch mehrfach -allerdings nicht auf dem Wasser- getan habe. Aber gerade auf dem Wasser halte ich es für ein MUSS und für gute Seemannschaft sich gegenseitig zu helfen.

Wenn ich mich mal selbst zitieren darf:
Zitat Anfang
Aber als erstes sahen wir so aus 1 - 1,5 km ein kleineres Boot mit "blauem Funkellicht" auftauchen, dass sofort aus einem Wasserwerfer zu löschen begann.
Zitat Ende
Auf dem Foto von badmax sind schon diverse andere Boote zu sehen. Hinter der Brücke sind wir aber noch nicht mal in Sichtweite.
__________________
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Klaus
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  #20  
Alt 03.05.2011, 08:27
labelleepoque labelleepoque ist offline
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Standard Schiffsbrand

mein Beitrag hierzu:
ich bin vor Jahren bei leichtem Ostwind vor Poel (Offentief) gesegelt und hatte mit einemal diesen stechenden, beißenden Geruch von brennendem GFK in der Nase. Wer den mal gerochen hat, wird den auch nicht mehr los. In Luv sahen wir in ca. 1/2 Sm ein treibendes Motorboot (ca 8m) mit leichten gelblichen-braunen Schwaden von Qualm. Segel weg und mit Maschine hin, von Luv genähert. Alle Kajütfenster waren undurchsichtig von Qualm, es qualmte aus allen möglichen Ritzen und Lüftern, keine Flammen zu sehen. Man hätte sich höchsten noch auf dem Vorschiff aufhalten können. Ein hinzukommender Segler (machte standby, war auch schon vorher da) rief uns zu, das er 2 Personen abgeborgen hätte und Polizei und Feuerwehr informiert habe. Wir blieben noch in sicherer Entfernung liegen, nach ca 5-10 min kam die Polizei, setzte ein Schlauchboot aus und 3 Mann, vermutlich mit Feuerlöschern fuhren zum brennenden Schiff. Die Löschversuche waren nicht so erfolgreich, denn kurze Zeit später waren Flammen zu sehen und dichter schwarzer Qualm.
Das Schiff brannte komplett aus und wurde später in Wismar an Land gesetzt. Die Eigner berichteten später, sie nahmen Brandgeruch wahr, öffneten eine Maschinenraumluke und Flammen schlugen ihnen entgegen.
Mein Fazit daraus:
Entweder kann man einen Brand sofort irgendwie ausbekommen oder gar nicht mehr. Feuerlöscher und Decke an Bord klar, aber besser ist ein umsichtiger Umgang mit offenem Feuer (kochen, Kerze, Petroleumlampe).
Bei Motorbooten ist eine CO2 und ä. Loschanlage sinnvoll.
Volker
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  #21  
Alt 03.05.2011, 18:07
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In diesem Zusammenhang möchte ich mal eine vielleicht dämliche Frage stellen: Warum werden an Bord immer PULVER-Löscher vorgehalten und keine SCHAUM-Löscher?

Ich bin in einem Logistikzentrum u.a. auch für den Brandschutz verantwortlich. Insbesondere in Bereichen, wo das Pulver Kollateralschaden verursacht, versuchen wir, Schaumlöscher zu montieren. Die sind zwar in der Anschaffung teurer, aber ich stelle mir vor, jemand würde in der Kajüte einen Pulverlöscher abziehen! Abgesehen von der "Sauerei", die das Pulver überall -und nicht nur am Brandort- hinterlässt, kann man dann überhaupt nix mehr sehen
.

CO2-Löscher sind ideal für tiefliegende Motorräume, weil schwerer als Luft. In der Kajüte benutzt, wird der Brand gelöscht, weil das CO2 den Sauerstoff verdrängt. Aber eben auch den zum Atmen.....

Zum Thema Frost + Schaumlöscher: Die gibt es inzwischen auch frostsicher bis -20°C.

Was man auf keinen Fall tun sollte, zu versuchen einen Fettbrand (z.B. Bratpfanne) mit einem Schaumlöscher zu löschen => Fettexplosision

Also: Was spricht für und gegen Pulver- bzw. Schaum-Löscher auf dem Boot?
__________________
Gruss von Haus zu Haus

Klaus
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  #22  
Alt 03.05.2011, 18:33
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Hi Klaus!
Ganz ehrlich, ich hab keine Ahnung, was für einen Feuerlöscher wir haben. So wie Mike gestern geschrieben hat, war und ist mir bewusst, dass so ein Feuerlöscher immer ´ne Riesensauerei anrichtet. Also liegt immer was zum Abdecken griffbereit und die Wasserpütz ist auch nicht weit.

So stelle ich mir mal vor, sollte uns das Schicksal ereilen, dass wir nach erfolglosem Löschversuch mit Decken und Wasser nicht mehr den Feuerlöscher, sondern nur noch die Flucht ergreifen.

Heute habe ich eine Sichtprüfung i. S. Brandsicherheit gemacht und morgen wird die zweijährige Überprüfung der Gasanlagen vereinbart.
__________________
Gruß Wilfried
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