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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #1  
Alt 06.02.2011, 08:31
plutos plutos ist offline
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Standard Elektrische Bilgenpumpe und Konsequenzen bei falschem Schaltkreis !!

Hallo,

ich möchte heute ein Thema diskutieren, das viele von uns vielleicht nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit im Auge haben!


Wir hatten letztes Jahr Probleme mit der Wasserpumpe bzw. mit Wasserverlust über das Überdruckventil unseres Warmwasserboiler. Das Wasser lief in die Bilge und ab und zu hörte man die elektrische Bilgenpumpe, die dann das Wasser aus der Bilge nach außen beförderte.


Am Ende der Saison ( kontrolliere die Bilgen vor Beginn jeder Fahrt ) habe, ich nach Kontrolle der Bilgen auf Wassereintritt festgestellt, dass eine der Bilgenpumpen nicht mehr ordnungsgemäß funktionierte und beauftragte einen Techniker, die Bilgenpumpen zu prüfen.


Ergebnis: beide Sensoren ( Schwimmerschalter) sind defekt, die Bilgenpumpen selbst funktionieren.


Meine schlimmen Befürchtungen hatten sich bewahrheitet!


Ich bat den Techniker doch bitte auch zu prüfen, ob die Bilgenpumpen, bei Abschaltung des elektrischen Bordnetzes bzw. ob bei Betrieb über Landstrom, die elektrische Bilgen vorgeschaltet sein... Ergebnis: nein ( hatte ich vermutet )


Auf meine Frage warum die Bilgenpumpen nicht vorgeschaltet ( weder bei permanenten Landstrom noch bei Abschaltung des Bordnetzes) sind. damit sie im Falle der Abwesenheit des Skippers bei Wassereintritt aktiviert werden ( man beachte auch die versicherungstechnichen Risiken), meinte dieser, viele Sportboote würden original vom Werk mit diesem Schaltkreis ausgeliefert!!!!


Aus vorgenannten Gründen habe ich ihn beauftragt, die beiden Sensoren auszutauschen und die Schaltkreise der Bilgenpumpen zu ändern damit bei Abschaltung des Bordnetzes die Bilgenpumpen aktiv bleiben!
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  #2  
Alt 06.02.2011, 08:44
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mimo mimo ist offline
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Also, ich habe vor bei mir einen eigenen getrennten Schaltkreis für die Bilgenpumpe einzubauen. Sprich, eigenen Schalter und Sicherung. Alles andere wäre für mich auch sinnfrei. Die Frage die sich mir immer noch stellt:

Verbraucher- oder Starterbaterie

Verbraucherbatterien halten länger durch, dafür werden sie vom Bordnetz stark beansprucht. Die Starterbatterie wird ja blos zum Starten verwendet.
__________________
Gruß
MIMO
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  #3  
Alt 06.02.2011, 08:56
Benutzerbild von haluterix
haluterix haluterix ist offline
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Da die Bilgenpumpe ja nur in einem Notfall zum Einsatz kommt, ist es sicher sinvoll diese mit der Batteriegruppe mit der größten Kapazität zu verschalten.

Im Ideal/Normalfall sollten ja beide B-Bämke durch ein automatisches Ladegerät auch bei Abwesenheit voll geladen sein und im Havariefall, auch bei Ausfall der Landstromversorgung, sollte die Bilgenpumpe natürlich auf eine möglichst große Ah Zahl zugreifen können.

So habe ich es bei mir installiert, die Verbraucherbank kann so die Bilgenpumpe ca. 2-3 Tage mit Strom versorgen und ich habe damit genügend Zeit im Falle eines Falles rechtzeitig zu ragieren!

Gruß Hubert
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  #4  
Alt 06.02.2011, 08:58
Kielholer Kielholer ist offline
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Was das nicht alles gibt! Natürlich müssen die Pumpen vorrangig laufen.

Mein Problem sind nicht die Schwimmerschalter - die funktionieren immer, wenn ich sie zur Probe anhebe - sondern es ist der Dreck in den Bilgen, der sich in 12 Jahren überwiegend Leasing-Betrieb angesammelt hatte: Rostplättchen, Ölkrusten, Sand, Laub, Schrauben u. v. m. Obwohl ich in den vergangenen zwei Jahren schon vier gründliche Bilgensäuberungen durchgeführt habe, verstopft immer wieder Dreck die Ansaugschlitze der Pumpen. Das Wasser aus dem Boiler unterspült den Motor und bringt das Zeugs an. Da können die Schalter noch so gut funktionieren. ................ Aber ohne schietige Pfoten so ab und an wär das ja auch nur halb so schön.
__________________
Gruß Wilfried
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  #5  
Alt 06.02.2011, 09:04
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Chili Chili ist offline
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Ich habe nur die Hälfte verstanden mit deinen "Schaltkreisen".
Ich glaube aber, ich weiss, was du meinst...

Du willst den Sachverhalt diskutieren, dass die Bilgenpumpen mit ihren Schwimmschaltern nicht durch die Hauptschalter mit ausgeschaltet werden.

Dazu kann ich dir sagen, dass das "eigentlich" auch richtig so ist.
Denn wenn du mal einen Schaden hast und dir läuft Öl oder Sprit in die Bilge (z.B. Tank wird undicht), dann würde deine Bilgenpumpe die ganze Brühe spontan hinausbefördern.
Ein Bussgeld bei Ordnungswidrigkeit kann - wenn ich es richtig im Kopf habe - bis zu 50.000,- EUR betragen. Strafbewehrt kann es möglicherweise auch noch sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4sserverschmutzung
Im Zweifelsfall kann eine solche Aktion teurer sein als ein neues Boot.
Deswegen - gerade binnen - sollte die Bilgenpumpe nicht unbedingt automatisch arbeiten. Schon gar nicht bei Abwesenheit.
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  #6  
Alt 06.02.2011, 09:13
plutos plutos ist offline
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Ich würde die Bilgenpumpen auf die Verbraucherbatterien schalten.... und wenn das Boot am Landstrom liegt, dürfte das Einschalten der Bilgenpumpen im Notfall auch längere Zeit ohne Energieprobleme laufen.

In der Praxis ist es doch so, dass das unbeaufsichtigte Boot am Landstrom im Yachthafen mehrere Tage oder Wochen liegt.


Ein ganz wichtiger Aspekt bleibt auch die Frage des Versicherungsstatus. Nehmen wir den Extremfall an, es tritt Wasser in das Boot ein, die Bilgenpumpen arbeiten aufgrund des von der Werft falsch eingerichteten Schaltkreises nicht, das Boot sinkt!


Zahlt die Versicherung ? Wer kann mir diese Frage beantworten?
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  #7  
Alt 06.02.2011, 09:26
Arno Arno ist offline
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Was Du mit "falsch"bezeichnest,ist heute Vortschrift!Die Versicherung wird Dir diesen Zustand nicht entgegen halten können.
Gruß Arno

Geändert von Arno (06.02.2011 um 09:34 Uhr)
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  #8  
Alt 06.02.2011, 09:28
plutos plutos ist offline
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@ Chili

das sehe ich völlig anders!


Die Frage die doch für uns Eigner entscheidend ist, zahlt die Versicherung bei Wassereintritt bis Sinken, wenn die Bilgenpumpe nicht funktionniert?


Fakt ist, dass eine Yachtversicherung zahlt, wenn dein Szenario eintritt, bei einer nichtfunktionierende oder ausgeschalteten Bilgenpumpe vielleicht nicht !


Viele unserer Boote haben einen Warenwert im sechsstelligen Bereich und wer möchte unter Umständen einen Totalverlust riskieren?


In der Praxis ist es och so, dass öfters Sportboote in Yachthäfen sinken ohne dass es zu einem massiven Schadstoffaustritt kommt und dann geht es darum,wie bin ich versichert und kann mir meine Versicherung einen Strick drehen!
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  #9  
Alt 06.02.2011, 09:33
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Chili Chili ist offline
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Ich habe mal gegoogelt:
Selbst in den Hafenordnungen etc. steht es drin. 2 Beispiele:

http://www.ycmr.de/:
"Verunreinigungen der Wasserfläche durch Auspumpen der Bilge sind gesetzlich verboten. Das gilt auch für automatische Bilgenpumpen, sofern das Bilgenwasser Fettspuren enthält."

http://www.hamburger-yacht-club.de/:
"Automatische Bilgenpumpen dürfen im Hafen nur in Betrieb sein, wenn gewährleistet ist, dass keine
Fremdstoffe wie Kraftstoffe/Schmierstoffe im Bilgenwasser vorhanden sind."
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  #10  
Alt 06.02.2011, 09:37
Kielholer Kielholer ist offline
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Zitat:
Zitat von Chili Beitrag anzeigen
Ich habe nur die Hälfte verstanden mit deinen "Schaltkreisen".
Ich glaube aber, ich weiss, was du meinst...

Du willst den Sachverhalt diskutieren, dass die Bilgenpumpen mit ihren Schwimmschaltern nicht durch die Hauptschalter mit ausgeschaltet werden.

Dazu kann ich dir sagen, dass das "eigentlich" auch richtig so ist.
Denn wenn du mal einen Schaden hast und dir läuft Öl oder Sprit in die Bilge (z.B. Tank wird undicht), dann würde deine Bilgenpumpe die ganze Brühe spontan hinausbefördern.
Ein Bussgeld bei Ordnungswidrigkeit kann - wenn ich es richtig im Kopf habe - bis zu 50.000,- EUR betragen. Strafbewehrt kann es möglicherweise auch noch sein: http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%A4sserverschmutzung
Im Zweifelsfall kann eine solche Aktion teurer sein als ein neues Boot.
Deswegen - gerade binnen - sollte die Bilgenpumpe nicht unbedingt automatisch arbeiten. Schon gar nicht bei Abwesenheit.
Na Hans, so Recht du aus umweltmäßiger Sicht hast, aber auf die automatische Pumpe wirst du doch wohl selbst nicht verzichten wollen. Wir haben doch schließlich ´ne Haftpflicht-Versicherung.
__________________
Gruß Wilfried
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  #11  
Alt 06.02.2011, 09:39
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Chili Chili ist offline
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Zitat:
Zitat von Kielholer Beitrag anzeigen
Na Hans, so Recht du aus umweltmäßiger Sicht hast, aber auf die automatische Pumpe wirst du doch wohl selbst nicht verzichten wollen. Wir haben doch schließlich ´ne Haftpflicht-Versicherung.
Also ich habe keine.
Und die Versicherung zahlt vielleicht den Schaden - aber ganz sicher nicht die Strafe.
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  #12  
Alt 06.02.2011, 09:39
Sealine Hippe Sealine Hippe ist offline
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Zitat:
Zitat von Kielholer Beitrag anzeigen
Na Hans, so Recht du aus umweltmäßiger Sicht hast, aber auf die automatische Pumpe wirst du doch wohl selbst nicht verzichten wollen. Wir haben doch schließlich ´ne Haftpflicht-Versicherung.

Und wenn der Kahn sinkt, sind die Umweltschäden eher grösser.
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  #13  
Alt 06.02.2011, 09:42
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mimo mimo ist offline
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Also, so wie ich das sehe, erübrigt sich diese Diskussion, denn wenn ich im Notfall nicht abpumpe landet die Brühe sowieso im Teich. Mein automatischer Bilgenschalter hängt so hoch, dass er durch Schmierstoffe nicht ausgelöst werden kann. Wenn mein voller Dieseltank ausläuft könnte es vielleicht kritisch werden.
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Gruß
MIMO
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  #14  
Alt 06.02.2011, 09:44
plutos plutos ist offline
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das stellt auch niemand in Frage und ist auch korrekt.

Niemand käme ernsthaft auf den Gedanken in der Bilge befindliche Schadstoffe per Bilgenpumpe nach außen zu befördern, daher sind diese Regelungen auch richtig.


Wir sprechen hier aber von einem Wassereintritt in Abwesenheit des Skippers mit der Gefahr des Sinkens für Boot !


Ich verweise nochmal auf die Frage des Versicherungsstatus, was bringt mir diese Hafenordnung wenn mein Boot sinkt und ich habe die Bilgenpumpen ausgeschaltet ?
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  #15  
Alt 06.02.2011, 09:57
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haluterix haluterix ist offline
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@Hans/Chilli,

das abpumpen von Öl oder Sprit kann man aber durch die Installation eines "Leitfähigkeits"Sensors anstelle des Schwimmerschalter umgehen.

Wenn allerdings Wasser + Sprit gleichzeitig, was ja wohl eher selten der Fall ist, auf den Sensor trifft, dann schützt dieser allerdings auch nicht mehr vor einer Umweltferkelei.

Aber das Thema hatte wir ja schön öfters, was nützt eine Bilgenpumpe die bei Wassereinbruch in Abwesenheit nicht reagiert?

Wenn ich an Bord bin kann ich die Automatik ausschalten, da werde ich durch einen Summer gewarnt

Gruß Hubert
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  #16  
Alt 06.02.2011, 10:05
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Hubert, das ist so aber auch nicht richtig: wenn Wasser un Öl, dann wird nur soweit abgepummt wie das Waaser geht. Das Öl bleibt in der Bilge drinn.
Grüße
__________________
Marco,



Ich bin so wie ich bin, die einen kennen mich und die anderen können mich...
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  #17  
Alt 06.02.2011, 10:09
Arno Arno ist offline
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Zitat:
Zitat von plutos Beitrag anzeigen
das stellt auch niemand in Frage und ist auch korrekt.

Niemand käme ernsthaft auf den Gedanken in der Bilge befindliche Schadstoffe per Bilgenpumpe nach außen zu befördern, daher sind diese Regelungen auch richtig.


Wir sprechen hier aber von einem Wassereintritt in Abwesenheit des Skippers mit der Gefahr des Sinkens für Boot !


Ich verweise nochmal auf die Frage des Versicherungsstatus, was bringt mir diese Hafenordnung wenn mein Boot sinkt und ich habe die Bilgenpumpen ausgeschaltet ?
Was soll Dir denn die Hafenordnung bringen?Vorschriften und Gesetze sind
einzuhalten.Auch Versicherungen können sich darüber nicht hinwegsetzen bzw. die Versicherten dazu anhalten.Die Versicherungsprämien und Bedingungen werden natürlich im Wissen um diese Dinge kalkuliert.Wenn man Dir in dem beschriebenen Fall die Zahlung verweigert ,liegen andere Gründe vor.Umgekehrt wird ein" Schuh daraus".Wenn Du eine vorschriftmäßige Anlage so änderst,daß sie den Vorschriften nicht mehr entspricht und daraus ensteht ein Schaden,dann hast bei der Vers. die A...karte.Mach Dir einen "Reim" darauf,was das für Dich und Dein Boot bedeuten könnte.
Gruß Arno

Geändert von Arno (06.02.2011 um 12:21 Uhr)
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  #18  
Alt 06.02.2011, 10:51
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Ich habe letztes Jahr miterlebt, wie in unserem Hafen ein Schiff auf Grund ging. Ursache: Bruch eines Spülwasserschlauches zur Toilette.
Eine Automatikschaltung der Bilgenpumpe war nicht vorhanden, Schadstoffe traten in bemwekbaren Mengen nicht aus.
Die Kasko hat den Schaden übernommen.

Die Bilgenpumpe hätte das Absaufen aber auch nur verzögert. Der Wassereintritt war stärker als die Förderleistung der Bilgenpumpe. Genutzt hätte nur eine starke Tauchpumpe mit Landstrom.
__________________
Gruß
Ewald
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  #19  
Alt 06.02.2011, 11:04
Arno Arno ist offline
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Bei längerer Abwesenheit von Bord sollte man eigentlich die Seeventile schließen.
Gruß Arno
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  #20  
Alt 06.02.2011, 11:27
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Das ist schon richtig, aber nachdem bei einem Nachbarn die Wellendichtung "schlagartig" den Geist aufgab(war wohl unter der Farbe durchgerottet), habe ich als erste Maßnahme 2006 als ich das Boot gerade ein halbes Jahr hatte, Bilgenpumpe nebst Sensor nachgerüstet.

Es gibt eben neben den Borddurchlässen weitere Möglichkeiten wie wasser ins Boot kommen kann!

Wenn zu diesem Zeitpunkt nicht zufällig ein anderer Bootseigner durch das Geräusch der laufen Pumpe auf die sich anbahnende Havarie aufmerksam geworden und den Eigner benachrichtigt hätte, wäre der Kahn 14m innerhalb weniger Stunden auf Grund gegangen.

Ich bin ja der Meinung, eine Bilge hat sauber zu sein und wenn dann durch einen Wassereibruch minimalste Ölspuren ins Wasser gelangen, warte ich gelassen auf den Spruch der Wapo, oder wem auch immer.

Gruß Hubert
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  #21  
Alt 06.02.2011, 12:37
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Hat schon mal jemand daran gedacht einen Schwimmerschalter mit einer Alarmanlage zu kombinieren, ich meine nicht diesen kleinen Summer der ja meistens standard ist wenn die Pumpe im Automatikbetrieb läuft und sich einschaltet. Einen Warnton mit Blitzlampe im Außenbereich des Bootes, sollte dann mal der Wasserstand bedenklich hoch stehen würden Liegeplatznachbarn oder der Hafenmeister aufmerksam werden und könnten noch Maßnahmen ergreifen bevor der Kahn ganz untergeht.
Natürlich sollte man die Nachbarn und den Hafenmeister vorher darüber informieren damit man auch weiß was da los ist.
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  #22  
Alt 06.02.2011, 12:49
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Bei einem Stegnachbarn ist das Schauglas der Dieselleitung gebrochen. Der Diesel lief munter aus dem vollen Tank in die Bilge. Die Automatikpumpe beförderte die Brühe Außenbords. Zum Glück war das im Winter und die Yacht stand an Land. Das war eine sauerei auf dem Platz.
__________________
Gruß Wolfgang

Navigare necesse est

Grüße aus dem schönen Hamburg
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  #23  
Alt 06.02.2011, 12:59
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Für das Problem "Öl in der Bilge und Bilgenpumpe" gibt es doch schon geraume Zeit Lösungen.
Der Seemann von Welt baut einen Ölabscheiders in die Lenzleitung ein. Die Kosten sind überschaubar.

Es ist doch wenig Aufwand, in für die automatische "Hafenbilgenpumpe" so einen Ölabscheider vorzusehen. Da gehen 40 l/min // 2400 l/h durch, was den üblichen kleinen Tauchpumpen durchaus entspricht.

Den Hafenordnungen, dem Gewässerschutz und den Versicherungen dürfte damit Genüge getan werden.

Auf See reichen diese kleinen Pumpen ohnedies nicht aus, da braucht es dann andere Kaliber (1"-2") und auch keinen Ölabscheider.

EDIT:
Für die geborstene Dieselleitung ist das natürlich keine Lösung, aber es gäbe ja noch die Automatikschalter, die über die Leitfähigkeit des Mediums auslösen und nicht als Schwimmerschalter. Da ist beim Diesel dann ohnehin Schluss mit dem Pumpen.
__________________
Gruss Andreas

------------------
Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von jedem.
(Karl Valentin)
www.albin25.eu
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Alt 06.02.2011, 13:00
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Moin,

was nutzt die beste automatische Bilgenpumpe bei Wassereintritt wenn der Skipper abwesend oder schläft? Gar nichts. Irgendwann ist die Batterie alle und dann säuft der Kahn auch so ab.

Bilgenschalter direkt an die Batterie und ein anständiges Horn dahinter. Wenn das anfängt zu Trööten ist man 1. wach und 2. kommen eh alle gucken.
__________________
Gruss Vestus
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Alt 06.02.2011, 13:26
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Zitat:
Zitat von ghaffy Beitrag anzeigen
Für das Problem "Öl in der Bilge und Bilgenpumpe" gibt es doch schon geraume Zeit Lösungen.
Der Seemann von Welt baut einen Ölabscheiders in die Lenzleitung ein. Die Kosten sind überschaubar.
Dieser "Ölabscheider" hat ein Volumen von brutto rund 2,5 l, nutzt bei einem Leck in der Treibstoffversorgung nicht wirklich.

ich habe einen ganz üblen Piepser im Salon, den hört man auch bei Fahrt auf dem Achterschiff. Ein zweiter davon an Deck wird noch kommen.
Aber auch diese Art der Alarmierung nutzt nur, wenn jemand im Hafen ist.
__________________
Gruß
Ewald
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