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Törnberichte Wie der Name schon sagt. Keine Antwortmöglichkeit!

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Alt 16.09.2018, 21:40
MichaelN0815 MichaelN0815 ist offline
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Standard Törnbericht Rhein-Marne-Kanal von/bis Lutzelbourg im August 2018

206 km, 70 Schleusen
2x 1 Schiffshebewerk (Schrägaufzug), 2x 2 Tunnel (2,3 & 0,5 km)
47 Betriebsstunden


Wir hatten eine Linssen Grand Sturdy 34.9 von Locaboat in Lutzelbourg am Rhein-Marne-Kanal gemietet. Ich habe mich für dieses Boot entschieden, weil mir die typischen französischen Plastikbomber nicht gefallen (und oft auch in einem miserablen Zustand sind) und weil ich gerne, auch wenn wir nur zu zweit unterwegs sind, gerne etwas Platz und Komfort habe. Außerdem finde ich, fahren sich Boote über 10m besser.
Leider stellte sich dann heraus, das unser Boot ein defektes Heckstrahlruder hatte. Nun brauche ich das nicht unbedingt zum fahren, aber ich hätte das doch gerne mal ausprobiert.
Die Linssen war allerdings auch ohne sehr gut zu manövrieren, reagierte sehr gut auf alle Kommandos.

SA 25.08.
Ankunft in Lutzelbourg, auf dem Weg dorthin im Intermarche in Phalsbourg eingekauft.
Übernahme Boot erfolgte leider etwas spät, da man mit der Reinigung noch nicht fertig war. Die Wartezeit bis dahin haben wir mit einem Spaziergang hoch zur Lutzelburg verbracht. Durchaus einen Besuch wert und man hat eine schöne Aussicht.


Lutzelbourg by Michael Neuhaus, auf Flickr



Auf Einweisungsfahrt hatte der Mitarbeiter keine große Lust, mir war es eigentlich auch recht, da ich auch keine Lust auf eine Fahrstunde hatte.
Der „Hafen“ von Locaboat besteht aus Pollern am Ufer, in der Nähe verläuft die Bahnlinie und wegen des Tunnels pfeifen die Züge… Wollte dort nicht so gerne die erste Nacht verbringen. Also sind wir nach dem Beladen des Bootes (sehr praktisch, man kann das Auto neben das Boot stellen) Richtung Saverne aufgebrochen. Die nur wenige 100m entfernte Schleuse wollte sich allerdings entgegen der Aussage des Locaboat-Mitarbeiters nicht einfach öffnen. Also erstmal versucht herauszufinden, was wir tun müssen. Nach einem Telefonat mit der Basis wussten wir, das wir an der Schleuse mit der Gegensprechanlage die Schleusung anfordern müssen, da wir uns in einer Schleusenkette befinden.
Also meine Freundin abgesetzt und tatsächlich ging nach kurzer Zeit die Schleuse auf. Da es nun aber endgültig zu spät geworden war, haben wir kurz hinter der Schleuse im mittleren „Hafen“ von Lutzelbourg bei PK259 festgemacht. Dieser Hafen besteht, genauso wie der kurz danach folgende aus einfachen Pollern am Ufer mit Automaten für Strom und Wasser. Von denen allerdings nicht alle funktionieren und Strom gibt es für 3 Stunden. Da unter Boot „voll“ war, haben wir nichts angeschlossen. Der Bäcker (gutes Angebot, man spricht deutsch) ist von dort in 5 Minuten zu erreichen, die Bahn fährt an dieser Stelle durch einen Tunnel, keine stark befahrene Straße in der Nähe. Ein guter Platz zum Übernachten. Lutzelbourg hat außerdem noch 2 kleine Läden, 2 Restaurants, eine Apotheke und eine Pizzeria.



Fahrt von PK 258 -> 259
1 km, 1 Schleuse

Lutzelbourg by Michael Neuhaus, auf Flickr

SO 26.08.
Nach einem gemütlichen Frühstück brechen wir am Vormittag nach Saverne auf. Es liegen ca. 10km und 10 Schleusen vor uns. Da wir von hier aus bergab schleusen geht es relativ gemütlich voran. Wir haben Glück, sind fast immer alleine in den Schleusen und machen nur an der Mittelklampe in der Nähe der Auslösestangen fest. Somit habe ich einen ruhigen Job und brauche nur das Boot rein und raus bringen und an der richtigen Stelle anhalten
Die Schleusen sind dort so organisiert, das sie als Schleusenkette geschaltet sind. Hat man zwischendurch angehalten, muss man sich per Gegensprechanlage an der Schleuse melden und Bescheid geben in welche Richtung man möchte. Deutsch oder Englisch wird verstanden. Danach werden alle folgenden Schleusen automatisch vorbereitet. D.h. man kommt bei rot/grün oder grün an – wenn nicht gerade eine Schleusung in anderer Richtung läuft. In der Schleuse selber wird der Vorgang durch das Anheben der blauen Stange gestartet. Das hat immer gut geklappt. Man kommt trotz der vielen Schleusen recht zügig voran.
Saverne ist ein nettes Städtchen, das den Besuch durchaus lohnt. Hafen ist auch sehr großzügig angelegt. Leider war am Sonntag dort eine Art US-Festival mit Kirmes und lauter Musik auf dem Schlossplatz und damit genau gegenüber dem Hafen. An eine ruhige Übernachtung war damit nicht zu denken. Also haben wir uns Saverne angeschaut, ein bisschen beim Schleusen zugeschaut (die höchste Schleuse liegt direkt in Saverne neben einem Restaurant, man muß dort die Leinen umhängen, leider gibt es dafür kaum Möglichkeiten) und sind dann am späten Nachmittag wieder zurück gefahren.



Saverne by Michael Neuhaus, auf Flickr



Bei PK 265 befindet sich ein Rastplatz ohne weitere Infrastruktur, aber mit Pollern zum festmachen. Eine Landstraße ist in der Nähe und auch den Zug kann man hören, aber eine bessere Übernachtungsmöglichkeit war in dem engen Tal der Zorn nicht zu finden und bis Lutzelbourg hätten wir es vor dem Schließen der Schleusen nicht mehr geschafft.



PK 258 -> 269 / 269 -> 265 // Ecl. 22 -> 31 / 31 -> 28
14 km, 12 Schleusen

MO 27.08.
Da wir sowieso durch Lutzelbourg kamen, wo unser Auto stand und das Wetter etwas kühl und regnerisch war, haben wir die Gelegenheit genutzt in Phalsbourg nochmal vergessene Dinge einzukaufen. Danach sind wir bei aufklarendem Wetter in Richtung Schiffshebewerk aufgebrochen.
Dies haben wir uns natürlich erstmal von unten angesehen um dann zusammen mit einem der Ausflugsboote nach oben zu fahren. Schiffshebewerk ist sehr komfortabel. Man kann locker im Trog festmachen und wird stressfrei nach oben befördert.
Oben angekommen könnte man backbordseitig festmachen um die Anlage zu besichtigen. Da wir aber schon nachmittag hatten sind wir weitergefahren und haben das für die Rückfahrt aufgespart. Da nun 2 Tunnel anstanden haben wir bereits vorher das Bimini-Top flach gelegt. Die Tunnel sind hoch genug, aber wenn man zu stark zu einer Seite abweicht, könnte es passieren, das das Verdeck oben mit der Tunnelwand kollidiert. Die Tunnel, besonders der 2,3km lange sind schon etwas nervenraubend. Der Geradeauslauf der Linssen ist nicht so berauschend und somit waren ständige kleine Korrekturen notwendig. Das ewig gleiche Muster aus Licht und Schatten mit den Spiegelungen im Wasser hat etwas hypnotisierendes. Und als besondere Überraschung ist dann mitten im Tunnel ein längeres Stück ohne Beleuchtung. Da habe ich es dann nicht mehr geschafft den Kurs zu halten und bin leicht mit der Holzleiste am backbordseitigen „Ufer“ kollidiert. Das im stockdunklen, das kostet schon Nerven. Ich empfehle ein leuchtstarke Taschenlampe dabei zu haben und damit auf einer Seite den Abstand zum Ufer zu peilen. Im Tunnel schwammen auch viele Fender rum… Wenn man sieht wie manche durch die 40m langen Schleusen fahren, dann möchte ich nicht wissen, wie die 2,3km Tunnel hinter sich gebracht haben. Ich war auf jeden Fall froh das ich niemanden vor mir hatte und dadurch nicht noch abgelenkt wurde.


Tunnel by Michael Neuhaus, auf Flickr



Nach den Tunneln sind wir noch bis Niderviller gefahren. Das ist ein Hafen von Kuhnle Tours. Besucher müssen an dem Steg parallel zum Fahrwasser festmachen. Übernachtung ist relativ teuer, besonderen Service gibt es dort nicht. Bis zum Bäcker war es mit dem Rad etwa 5 Minuten.
Es gibt hier auch 2 Restaurants – die leider beide Montags geschlossen sind. Somit haben wir uns nach einem Rundgang durch den Ort auf dem Boot selber bekocht.



PK 265 -> 245 / Ecl. 27 -> 18
20km, 10 Schleusen, 1 Schiffshebewerk (Schrägaufzug), 2 Tunnel (2,3 & 0,5 km)


Niderviller by Michael Neuhaus, auf Flickr


DI 28.08.
Am vormittag sind wir wieder aufgebrochen Richtung Nancy. Ein Tag ohne Schleusen liegt vor uns.
Im Bereich bei PK 234,5 findet man einige Poller an steuerbord, die wir für eine Mittagspause genutzt haben. Am Abzweig des Saarkanals sind wir diesen dann hochgefahren um einen Platz für die Nacht zu suchen. Wir sind bis vor die erste Schleuse bei PK5 gefahren. Haben aber keinen Platz gefunden, der uns zugesagt hat. Entweder waren die Plätze schon durch Dauerlieger belegt oder reserviert oder es gab keine vernünftige Festmachmöglichkeit. Wir sind dann den Saarkanal bis PK1 zum Port Houillon zurück gefahren. Dort gibt es ein deutsches Rentnerpaar, die dauerhaft dort liegen und den Hafenmeister unterstützen, wenn er nicht da ist. Die beiden organisieren auch einen Brötchenservice für den nächsten Morgen, da der nächste Bäcker zu weit weg ist. Toller Service, netter Hafen.


Pause bei PK 234,5 / PK 245 -> 228 / Saar-Kanal hoch bis PK5 und zurück bis PK1
32 km, 0 Schleusen


Port Houillon by Michael Neuhaus, auf Flickr



MI 29.08.
Es geht den Saarkanal zurück zum Rhein-Marne-Kanal. Die Schleuse bei Rechicourt mit 15,4m ist die erste des Tages – und die höchste der ganzen Route. Wir gehen mit 3 Booten in die Schleuse. Die Schleusenwärter helfen beim festmachen, was auch notwendig ist, da es nur steuerbordseitig 2 Schwimmpoller gibt (ganz vorne und in der Mitte). Hinten und auf der Backbordseite gibt es durchgehende Rohre um die man seine Leine legen kann – wenn man dran kommt. Es dauert also seine Zeit bis alle ihre Boote an die Leine gelegt haben. Schwimmwesten sind hier Pflicht und Motor aus. Der Schleusenwärter übergibt einem dann noch eine Fernbedienung für die kommenden Schleusen. Man spricht nur französisch oder englisch. Deutsch nur, wenn es der Chef erlaubt (was er in der Regel nicht tut). Dann geht es abwärts, was relativ sanft geschieht. Das ist, von der enormen Höhe abgesehen, recht stressfrei.



Schleuse Rechicourt by Michael Neuhaus, auf Flickr



Für den Rest der Strecke nutzt man nun die Fernbedienung um an den kurz vorher aufgestellten Schilder die Schleusen auszulösen. Zur Bestätigung blinkt dann ein gelbes Licht an dem Schild. Somit kann man dann auch Pausen machen ohne an der nächsten Schleuse den Service anzurufen. Theoretisch. Dazu später mehr. Die Fernbedienung funktioniert in beiden Richtungen. Wenn man umkehrt nutzt man also die gleiche und man sollte für jedes Boot einmal drücken. Also auch wenn das Boot vor einem schon die Schleuse angefordert hat.
Kurz nach Rechicourt überquert man einen kleinen See. Dort scheint die französische Armee Flugübungen abzuhalten. Auf jedenfall donnerte ein Hubschrauber mehrfach im Tiefflug neben unseren Booten her. Man hatte den Eindruck der übt Angriffe auf Boote. In Deutschland würde das glatt einen Skandal auslösen.



bei Rechicourt by Michael Neuhaus, auf Flickr


Wir sind bis Lagarde gefahren. Dort gibt es einen schönen, kleinen Hafen in dem man ruhig liegt. In der Capitainerie gibt es einen kleinen Shop und man kann dort Brot für den nächsten Morgen bestellen und auch gleich einen Tisch im Restaurant PK 209 reservieren. Man spricht dort gut deutsch. Das Restaurant hat keinen Ruhetag und ist wirklich zu empfehlen.
Wir hatten längsseits am Ufer festgemacht, weil wir gelesen hatten, das diese Bereiche für Besucher sind. Bei der Anmeldung in der Hafenmeisterei hieß es dann, das der Platz dort für ein Flusskreuzfahrtschiff benötigt wird. Also mussten wir das Boot nochmal umlegen und rückwärts in einer Box anlegen. Was dank der guten Manövierbarkeit der Linssen auch perfekt funktioniert hat. Gut, es gab auch kein Wind und keine Wellen. Die Urlauber, die mit ihrem 12m Boot einige Zeit später bei Unwetter und strömenden Regen dieses Manöver fahren mussten, hatten deutlich weniger Spaß dabei.
Abgesehen vom Restaurant hat dieser Ort leider nichts zu bieten. Ein typisches lothringisches Dorf.



Saarkanal PK1 -> 0
Rhein-Marne PK 227 -> 209 / Ecl. 2 -> 12
18km, 7 Schleusen


Lagarde by Michael Neuhaus, auf Flickr




DO 30.08.
Kurz bevor wir abgelegt haben, dampfte eine alte Peniche (38,5m) an uns vorbei. Besser qualmte. Ich hielt also ordentlich Abstand. Ab der nächsten Schleuse dann gezwungenermaßen. Ich weiß nicht, was dieses Boot angestellt hat, aber die Schleuse wollte sich nach ihm nicht schließen, obwohl sie uns vorher Bereitschaft signalisiert hatte. Nachdem ich einige Zeit gewartet habe, bin ich kurzerhand wieder zur Anmeldestelle zurück gefahren und habe nochmal ausgelöst – nun funktionierte es.
Es dauerte dann 2 Schleusen, dann hatte ich den Kahn wieder vor mir. Und wieder funktionierte die Schleuse nach dessen Durchfahrt nicht. Diesmal den Service angerufen und die haben jemanden vorbeigeschickt, der die Schleuse wieder aktiviert hat.


Peniche by Michael Neuhaus, auf Flickr



In Einville-au-jard haben wir kurz angelegt. Dort gibt es einen Bäcker, eine Metzgerei und einen kleinen Lebensmittelladen. Dort haben wir unsere Vorräte aufgestockt. Die Pate Lorraine maison von dem Metzger kann ich nur empfehlen! Da uns der Hafen aber nicht gefiel und dieser auch an einer innerstädtischen Straße lag, hat uns nichts dort gehalten und wir sind nach einer Rast weitergefahren. Als wir an der Schleuse Ecluse 20 ankamen, war diese allerdings schon ausgeschaltet. Obwohl wir erst kurz nach 18 Uhr hatten. Laut den Unterlagen sollten die Schleusen bis 19 Uhr arbeiten. Letztendlich hat sich das aber als Glücksfall herausgestellt. Wir sind umgedreht und nach Crevic gefahren. Dort gibt es einen kleinen Rastplatz ohne Infrastruktur, aber mit ordentlichen Pollern zum festmachen. Der Ort hat leider auch nichts zu bieten, dafür war der Liegeplatz schön ruhig.



PK 209 -> 183 / Ecl. 13 -> 19
16km , 7 Schleusen


Crevic by Michael Neuhaus, auf Flickr


FR 31.08.
Nach Crevic ist es weniger ländlich, dafür nimmt die Anzahl der Fabriken am Ufer zu, die Bahnlinie ist auch wieder in der Nähe. Eine Strecke die man eher schneller hinter sich bringen möchte. Haben wir in den Tagen vorher immer mal wieder einen Eisvogel vor uns fliegen sehen, sind es jetzt eher Fischreiher, die sich auch vom tristen Ambiente einer Vorstadt nicht stören lassen.
Wir kommen am frühen Nachmittag in Nancy an. Das erste Hafenbecken ist für Sportboote, das zweite für große Schiffe – dort ist allerdings auch der Hund begraben und man möchte dort gar nicht festmachen. Der Sportboot-Hafen hat eine Capitainerie, die Versorgung mit Wasser und Strom ist gut. Der Hafen ist etwas eng, weil dort viele Dauerlieger auch mit großen Booten liegen, aber ich habe meine Linssen problemlos rückwärts in die Box gezirkelt. Abends wird der Zugang zu den Stegen abgeschlossen, den Schlüssel bekommt man, wenn man sich dort anmeldet.
Wir hatten eigentlich die Absicht in Nancy nur abends lecker essen zu gehen und am nächsten Morgen weiter Richtung Toul zu fahren. Allerdings hat uns Nancy dann doch überzeugt. Es gibt einige schöne alte Gebäude zu besichtigen. Die Kathedrale Notre-Dame, der Platz Stanislas, die Basilika Saint-Epvre. Viele kleine Geschäfte, Restaurants, Patisserien, die Markthalle. Nach 22 Uhr gab es auf dem Platz Stanislas eine wirklich sehenswerte Lightshow.



PK 183 -> 164 / Ecl. 20 -> 26
19km, 7 Schleusen


Nancy by Michael Neuhaus, auf Flickr


SA 01.09.
Bäckereien findet man auf dem Weg vom Hafen zur Kathedrale – eigentlich. Die ersten beiden waren zu, die dritte offen und lecker. Am Sonntag musste ich dann noch eine Straße weiter gehen um eine geöffnete Boulangerie zu finden. Die Angaben auf Google Maps zu Öffnungszeiten sind nicht immer zuverlässig!
Besichtigung von Nancy, ein bisschen Shopping, und Leckereien einkaufen. Das schöne Wetter genießen, Markt im Parc de la Pepinere angeschaut. Bedauert, das der Platz an Bord begrenzt ist.



Nancy by Michael Neuhaus, auf Flickr


SO 02.09.
Wir standen vor der Entscheidung: weiter bis Toul und dann u.U. die Rückfahrt zeitlich eng takten, da wir bis Freitag abend zurück in Lutzelbourg sein müssen. Wir haben uns dann entschieden keinen Streß zu machen und gemütlich zurück zu fahren. An diesem Abend haben wir wieder in Crevic übernachtet.


PK 183 <- 164 / Ecl. 20 <- 26
19km, 7 Schleusen


Rhein-Marne-Kanal by Michael Neuhaus, auf Flickr


MO 03.09.
Heute bis Lagarde zurück gefahren und nochmal lecker essen gegangen.


PK 209 <- 183 / Ecl. 13 <- 19
16km , 7 Schleusen


Rhein-Marne-Kanal by Michael Neuhaus, auf Flickr



Schleusen by Michael Neuhaus, auf Flickr


DI 04.09.
Beim bergauf schleusen in Rechicourt sollte man wissen, das man nur backbordseitig ganz vorne und in der Mitte der Schleuse Schwimmpoller hat. Wir waren alleine in der Schleuse und konnten somit mit vorderer und hinterer Leine am mittleren Schwimmpoller festmachen. Wie man aber die Leinen um die Rohre bekommen soll, erschließt sich mit bis heute nicht. Vor allem wenn auch noch das Bugstrahlruder ausgefallen ist, weil man vorher versucht hat gegen ablandigen Wind den Bug ans Ufer zu bekommen… (Selbst Schuld, das ich mich nicht mehr erinnern konnte, wo die Sicherung zu finden war). Es entsteht auch mehr Strömung beim Schleusen, als ich erwartet habe. Ordentlich festmachen ist also angeraten.
Übernachtet haben wir diesmal im Hafen von Xouaxange. Gut festmachen kann man nur an einem kurzen Steg, der für 3, maximal 4 Boote reicht. Es gibt noch mehr Poller, aber an einem Schrägufer. Unsere Yacht schien dabei mit dem Ufer zu kollidieren und da ich schlecht vom Ufer abkam, saß sie wohl auch leicht auf. Das war mir zu heikel und ich war dann froh noch eine Lücke am Steg zu finden.
Der Ort hat ein kleines Restaurant mit einfachem, aber relativ teurem Angebot. Einen Bäcker gibt es nicht.



PK 209 -> PK 236 / Ecl. 12 -> 2
27km, 7 Schleusen


Xouaxange by Michael Neuhaus, auf Flickr


MI 05.09.
Heute stehen wieder die beiden Tunnel an. Diesmal mit Taschenlampe auf die lichtlose Lücke vorbereitet. Ohne Kollisionen durchgekommen. Wir hatten auch keine Wartezeit vor dem Tunnel.
Am Schrägaufzug haben wir Rast gemacht und uns die Anlage in Ruhe angeschaut. Dort gibt es auch einen kleinen Imbiss an dem man Kleinigkeiten zum Essen und Trinken kaufen kann.
Auch hier hatten wir keine Wartezeiten und sind nach unserer Runde zusammen mit einem anderen Sportboot nach unten gefahren. Habe dann vom meinem Vordermann gelernt, das man mit Ruder hart steuerbord und Vollgas problemlos aus einer Schleuse ausfahren kann. Ich habe mich aus alter Gewohnheit trotzdem bemüht die Schleusentore heil zu lassen.
In Lutzelbourg sind wir wieder an „unserem“ Hafen vorbei gefahren und haben eine Schleuse weiter wie am ersten Abend festgemacht. Zum einen ist es dort ruhiger und der Bäcker ist näher.


PK 236 -> 259 / Ecl. 18 -> 21
23km, 4 Schleusen, 1 Schiffshebewerk (Schrägaufzug), 2 Tunnel (2,3 & 0,5 km)


Lutzelbourg by Michael Neuhaus, auf Flickr


DO 06.09.
Wir verlegen das Boot in den Locaboat-Hafen, da für abend schlechtes Wetter angesagt ist und wir Freitag morgen nach Metz fahren wollen. Nachdem wir klar Schiff gemacht haben, Strom angeschlossen und Wasser aufgetankt haben, sind wir mit unserem Auto aufgebrochen die Umgebung zu erkunden.
Unter anderem haben wir Dabo besichtigt (lohnt sich eher nicht, aber schöne Aussicht und schöne Straßen durch die Vogesen) und die Burg Haut-Barr. Die ist wirklich sehenswert, noch tollere Aussicht (u.a. auf Saverne) und ein Restaurant wo man lecker essen kann. Auf dem Rückweg nach Lutzelbourg sind wir dann nochmal in Saverne vorbei gefahren.



1 km, 1 Schleuse


Haut Barr by Michael Neuhaus, auf Flickr


FR 07.09.
Ausflug mit Auto nach Metz (nicht so schön wie Nancy, aber beeindruckende Kathedrale)


Temple Neuf by Michael Neuhaus, auf Flickr


SA 08.09.
09:00 Uhr Rückgabe Boot



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Grüße aus dem Sauerland,
Michael.
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