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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #41  
Alt 21.04.2017, 16:59
René René ist offline
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Also ich würde an deiner Stelle jetzt erstmal folgende Videos anschauen und danach mit dem laminieren beginnen.

https://www.youtube.com/watch?v=jpJ35_HdBeA

https://www.youtube.com/watch?v=suefRmBfrwg

https://www.youtube.com/watch?v=q-f9ynjRrTA

https://www.youtube.com/watch?v=Q_dLKtNQPzY

Damit bekommst du eine anständige Oberfläche hin. Das mit dem schleifen zwischen den Aufträgen würde ich sein lassen. Beim ersten Auftrags bekommst du zu wenig Material um die Glasfaser ordentlich zu umhüllen. Die würdest du beim schleifen anschleifen.

Plane dir dafür genügend Zeit ein und du wirst am Ende glücklich sein.

Gruß René
__________________
Alles hat ein Ende, nur die.....

Der Weg ist das Ziel - NEIN - Die gute Stimmung beim Genuss des Weges ist das Ziel! (geklaut hier im BF)
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  #42  
Alt 21.04.2017, 17:13
zunke zunke ist offline
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Zitat: Für morgen habe ich mir die erste Schicht vorgenommen, deren Aufbringen einige Stunden dauern soll. Ich lasse diese Schicht aushärten, schleife Sonntag leicht über und bringe die restlichen Schichten an .

Klares Nein!
Das Gewebe muss am Stück, Schicht für Schicht, aufgefüllt werden.
Insgesamt 3 mal. Erst dann ist das Gewebe soweit aufgefüllt, das es beim Anschliff nicht verletzt wird. Andererseits ist es nicht möglich, die Fläche nach nur einem Auftrag anzuschleifen, da das Harz ins Gewebe einsackt und Du quasi die halbe Glasschicht mit abschleifen müßtest, um eine einheitlich matte Fläche zu bekommen. Die ist aber dringend notwendig! Alle blanken Stellen bringen keine Haftung. Einzig bei der Verwendung von Abreißgewebe ist das machbar. Ansonsten hast Du ein schön einheitliches Punktraster drauf, das nicht bindet.
Die Zeiten zwischen den Aufträgen dürften so um die 3 Std. liegen. Damit die fortschreitende Aushärtung nicht schneller ist als der Pinsel, ist es wichtig, immer die gleiche Reihenfolge einzuhalten. Also z.B. wenn von der Mitte nach links begonnen wird, muss das auch beim zweiten Mal so sein.
Es macht Sinn, sich mehrere Becher mit Harz auszuwiegen, dann geht später das anmischen schneller, weil nur noch der Härter dazu muss.
Die Harzmenge darf auf keinen Fall zu groß sein, da es dann sehr schnell heiß wird und in Sekunden aushärtet. Das Harz ist unheimlich ergiebig und der jeweilige Auftrag muss extrem dünn erfolgen, damit das Glas nicht aufschwimmt. Sollte das doch passieren, kann man das überschüssige Harz
mit Küchenpapier absaugen. Alle anderen Varianten funktionieren nicht.
Wieder 'ne Menge Holz von mir, aber ich weiß wovon ich schreibe.
Wird ein langer Tag, zu dem ich viel Erfolg wünsche.
Gerhard
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  #43  
Alt 24.04.2017, 06:25
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
1.172 Danke in 346 Beiträgen
Standard Ich habe:

-alle Empfehlungen gelesen und beherzigt ( danke, Jungs!).
-mir die Filme angeschaut und inhaltlich umgesetzt.
-laminiert auf Teufel komm' 'raus.

Ergebnis eine glatte, porengefüllte Oberfläche. Erster Eindruck: sieht gar nicht mal so schlimm aus!

Sämtliche Unschönheiten des Rumpfes, also z.B. die z.T. dunkelbraun verschlossenen Nahtlöcher, treten jetzt allerdings hervor. Nun gut...

"Natürlich" hatte ich Teilmengen vorbereitet, nach dem Abschaben des aufgetragenen Materials, das ich in einem leeren Becher sammelte, kam es dann dort tatsächlich zur thermischen Reaktion mit Aufschäumen usw.

Der nächste Schritt an der Außenseite bestünde dann wohl in Überschleifen und Lackieren? ( natürlich ganz zum Schluß ).

Ich habe mir zwischenzeitlich auch Gedanken zum Innenausbau gemacht. Da ich das Boot ja irgendwann dritteln will, kann ich nicht auf die üblichen Halterungen aus zwei Böcken mit Gurten zurückgreifen.

Meine Idee: zwei ausreichend lange Längsträger im passenden Abstand ( also grob 5 mal 1,2 m ) vorn und hinten auf Böcken gelagert mit zunächst zwei Gurten, in die der Rumpf gelegt wird. Dann Anbringen weiterer vier Gurte, so, daß die geplanten Rumpfdrittel jeweils zweigurtig gehalten werden.
Oder: übliche Böcke mit Gurten, Bearbeiten des so freier zugänglichen Rumpfes, dann erst für den letzten Schritt Verbringen in obige Halterung?

Fotos gibt es (noch) nicht, weil der hochglänzende Rumpf im reflektierten Blitzlicht ALLES überstrahlt...

Nachtrag: ich strahle jetzt auch... ( NICHT- ionisierend )
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  #44  
Alt 25.04.2017, 17:20
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
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Standard Schwerste körperliche Tätigkeit...

Der letzte Sonntag war anstrengend, ungewohnt, weil ich einer körperlich weniger fordernden Tätigkeit nachgehe. Ich finde es aber immer wieder interessant, herauszufinden, WO überall Nerven und Muskeln in/an mir sitzen...

Der Rumpf ist außen fertig laminiert; geschickte Kameraführung verhinderte das Überstrahlen des Bildes durch Reflexion.

Die Halterungen sind auch fertig ( bis auf die Gurte ). Ich habe aus 3*5 cm- Leisten zwei U-förmige Teile zusammengeschraubt, 100 mal 35 cm, die ich an vorhandene Böcke dranschraube. Morgen muß ich dann irgendwie breites, aber nicht übermäßig tragfähiges Gurtmaterial beschaffen und dann einige kräftige Helfer zum Umdrehen des Rumpfes organisieren.

Und dann habe ich mir überlegt, das aufgeschäumte Epoxid als Bierschaumattrappe zu verkaufen!
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  #45  
Alt 25.04.2017, 17:50
zunke zunke ist offline
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Sehr schön!
Paar Nerven und Muskeln von denen Du nichts wußtest, wirst du auch im weiteren Verlauf noch finden.
Pass bloß auf mit getränktem überstehendem Gewebe, Das ist scharf wie eine Rasierklinge und es gibt nicht nach.
Einmal eingedrungen, brechen Fasern sehr leicht ab, dann hat man tagelang was davon.
Das ist enorm schmerzhaft. Ich habe mir beim Umdrehen eines Segments mit einer wirklich winzigen Faserspitze an einer Ecke, mein Zeltdach 1 m am Stück Samurai-mäßig aufgeschlitzt.
Spanngurte sollten in jedem Ramschladen billig zu haben sein.
Gerhard
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  #46  
Alt 28.04.2017, 07:16
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
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Standard Niemand soll sagen können, ich hätte keinen Bock...

Zwei davon habe ich modifiziert. Die Höhe habe ich nach meinen eigenen Körpermaßen festgelegt, so, daß ich gut im Bootsinneren arbeiten kann.

Das Gurtband habe ich gestern in einem Kreuzberger Fachgeschäft für Polstereizubehör gekauft, das aber in drei Wochen schließt und umzieht ( das Geschäft, nicht das Gurtband...). Berliner Stadtgeschichte.

Mit etwas Glück bekomme ich nachher einige helfende Hände zum Bootsumdrehen, sonst morgen. Die Vorsichtsmaßnahmen werden beachtet!!!

Anhang: bislang bin ich von größeren Blessuren und Körperschädigungen verschont geblieben, dank Handschuhen, Gesichtsschutz und Atemmaske.
Bei Holzarbeiten reiße ich mir aber regelmäßig winzige Splitter unter die Haut, die ich dann mühsam mit Pinzette und Seitenschneider herausoperieren muß.
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  #47  
Alt 28.04.2017, 11:22
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Standard es hat geklappt...

Ich hatte (tat-)kräftige Hilfe, zu dritt haben wir den Rumpf von den Mallen gehoben und in die Gurte gelegt. JETZT muß ich in der Tat die Arbeitstische soweit verschieben, daß ich beidseitig an das Boot herankomme.

Der Rumpf hat diese wunderschöne Wölbung beibehalten. Und die gewählte Arbeitshöhe scheint auch zu passen.
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  #48  
Alt 28.04.2017, 16:34
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
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Standard Schleifen

JETZT habe ich mich selbst ertappt... Offensichtlich habe ich beim Fluchten oder Kupferdrahtzurren gesündigt, jedenfalls sind die Plankenübergänge im Bootsinneren nicht ganz so stoßfrei wie sie es sein könnten.

Ich habe per Hand grob und dann fein geschliffen, so daß zwar immer noch Übergänge im einige Zehntelmillimeterbereich zu spüren sind, die Kanten habe ich aber entschärft.

MUSS das jetzt alles glatt und übergangsfrei sein ( dann kann ich tatsächlich irgendwann durch die Planken schauen...), oder reicht es, die Kleberreste innen so anzuschleifen, daß das Epoxid dann darauf hält?

Meine zwischenzeitlichen Erfahrungen mit den Böcken sind äußerst positiv: ich kann sie mit dem Fuß auch so, wie vorher den Arbeitstisch. hin- und herschieben, also rechts und links vom Boot je nach Bedarf Platz schaffen.

Wenn jetzt keine größeren Einwände mehr kommen ( ohhh bitte nicht, außer wenn unbedingt nötig... ), würde ich morgen die innere Kielnaht und die Verstärkungswülste im inneren Bug- und Heckbereich anbringen und Sonntag die Innenglaslage aufbringen.
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  #49  
Alt 28.04.2017, 17:07
zunke zunke ist offline
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Wenn innen die Matte reinkommt, relativiert sich das etwas. Bei der ganzen Schleiferei musst Du immer bedenken, das die Sperrholzlage sehr dünn ist. Es ist praktisch unmöglich, nur den Harzfleck zu treffen. Hauptsache das Ganze ist einigermaßen eben und matt. Sollte sich später rausstellen, das ein Übergang
nicht so geraten ist, kann man immer noch anschleifen und etwas Harz aufbringen. Das geht natürlich auch, wenn noch keine Matte drauf ist. Zu sehen ist das später nicht, wenn man ohne Thixotropiermittel arbeitet. Durchschliffe sind eine bleibende Erinnerung.
Gerhard
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  #50  
Alt 30.04.2017, 08:23
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
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Standard ein lauter Hilfeschrei...

Ich bin gerade dabei, das Glasfibermaterial im Inneren des Rumpfes zu verteilen. Nach den Erfahrungen mit dem Außenbelag geht das mittschiffs ( oder -boots? ) wunderbar, BIS AUF Bug- und Heckpartie. Dort wurschtelt sich das Material einfach nur dick zusammen ( und ich beginne zu ahnen, warum dieser Bereich NIE in den Filmen gezeigt wird...).

Meine Idee ist jetzt, entweder das Material in der Länge sinnvoll zu kürzen und mit den Randstreifen Bug und Heck separat auszukleiden ODER - und da würde ich mir vorher eine Pappschablone anfertigen - im entsprechenden Bereich durch Längsein- und rundherum Ausschnitte -, um die Bootsinnenform einigemaßen zu treffen, damit das Material dann flächig aufgeklebt werden kann.

Wat nu???

Nachmittäglicher Nachtrag: mir ging durch den Kopf, daß, wenn es außen paßt, es innen ja auch passen sollte. Ich habe dann das Gewebe neu aufgelegt, gut zentriert, und gestrichen...gestrichen...gestrichen... Innen ist es an den Enden doch etwas knapp, paßt aber schon erheblich besser. Da der Tag zum Laminieren nicht mehr ausreichte, habe ich mein Tagesprogramm (Tätigkeit von morgen auf heute ) umgestaltet, werde morgen das Gewebe oben an den Bordrändern behelfsmäßig mit Wäscheklammen fixieren, dann den seitlichen Überhang abschneiden, im Bug und Heckinnenbereich noch etwas zurechtschnippeln und -zerren, dann nochmal streichen...streichen...streichen, die Klammern entfernen und Harz auftragen. Wenn ich früh genug anfange, bin ich nachmittags fertig.

Da ich in einem Bezirk wohne, der an manchen Tagen mit Volksfesten, (Ab-)Sperrungen, Ein- bzw Auskesselung gespickt ist, lasse ich ausnahmsweise ( gezwungenermaßen...) das Auto hier auf dem einigermaßen sicheren Firmengelände stehen und ärgere mich dann mit der U-Bahn heim..

P.S. Wertvolle Hinweise zur obigen Problematik nehme ich trotzdem gern entgegen!.

Nachtrag: ich hatte NOCHMAL probiert, gemurkelt und gefummelt, dann kurzentschlossen vorn und hinten etwas abgeschnitten, und jetzt passt die Matte wunderbar. Muß nur vorher zwei Zwickel einkleben, aber das mache ich dann morgen früh.

Geändert von kreuzberger (30.04.2017 um 16:20 Uhr)
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  #51  
Alt 01.05.2017, 06:42
Dwarslooper Dwarslooper ist offline
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Moin moin nach Berlin,

Danke für den schönen Baubericht. Ich war 1,5 Jahre nicht im Forum und lese jetzt fleissig was so gebaut wurde.

Also mit der Glasmatte habe ich bisher aussen immer mit zig Klammern am Süllrand richtig auf Spannung festgeklemmt und dann das Epoxi mit dem Spachtel durchgedrückt. Innen hab ich immer nur teilweise auf den Nähten und am Boden eine Glasfasermatte geklebt. Da bei dem ersten Auftrag eine Seite vorrübergehend beschwert und dann vorsichtig mit breitem Pinsel gestrichen. Wenns dann klebt beim zweiten Auftrag (noch etwas weich) geht auch die Rolle. Was überstand habe ich nach dem Trocknen abgeschnitten. Ich beutze Glasfilaminentgewebe 160 gr/qm von Behnke. Das läßt sich super verschieben.

Weiter so.
Ich bastel gleich auch wieder an meinem Boot:
https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=231171

Gruß aus Dortmund

Uwe
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  #52  
Alt 01.05.2017, 09:00
zunke zunke ist offline
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Ich habe vorn und hinten im Radiusbereich mittig einen Längsschnitt gemacht.
Dann beide Seiten soweit weggeschnitten, das sie so ca. 2 cm überlappen.
Danach mit einem Edding die Außenkontur plus paar cm Spielraum angezeichnet
und abgeschnitten. So kann man gut einen Trockentest machen. Beim Harzen habe ich dann den Radiusbereich großzügig (Fläche, nicht Menge) vorgepinselt.
Später den überlappenden Bereich nur mit dem Pinsel getupft, damit die Luft raus kommt.
Bei der zweiten Seite hatte ich es mir einfacher gemacht. Einen 10cm breiten Streifen mittig in die Rundung geklebt und dann die Seitenmatte mittig nicht überlappen lassen. Nach anhärten der letzen Harzschicht bin ich dort nochmal
mit dem Pinsel rüber um Stöße und Überlappungen noch etwas anzugleichen.

Gerhard
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  #53  
Alt 01.05.2017, 15:01
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Standard Geschafft...

fast jedenfalls. Die zweite Lage ist aufgebracht, wobei ich mich an Gerhards Vorschlag gehalten habe ( sogar mit Skizze!) , wo ich anfange und in welcher Richtung ich streiche ( wg der Trocknungszeit ). Und ich habe die Heizung aufgedreht, um vor Einbruch der Dunkelheit zuhause zu sein. Beim Laminieren hatte ich leichten Durchzug.

Mit der Bug- und Heckinnenauskleidung bin ich einige Kompromisse eingegangen, d.h., von jedem Vorschlag steckt etwas in meiner Ausführung

Und ich habe auch Fotos gemacht, vom Beginn des Laminierens bis zur 2. Schicht mitsamt Heckpartie innen ( kann auch Bug sein...).

Zur Portionierung des Epoxids: ich hatte Sonnabend nochmal eine Großpackung Becher gekauft ( die Handschiuhe reichen gerade noch so...). Ich gieße in je 1 Becher Harz und Härter, schütte dann eine Teilmenge in den Arbeitsbecher auf der Waage und tropfe mit den Plastflaschen auf exaktes Gewicht. 50 g Harz und 27,5 g Härter sind so eine schöne Arbeitsmenge. Ich benutze einen Gesichtsschutz, der inzwischen auch etwas verklebt ist, um speziell meine Augen zu schützen ( soooo viele haben wir Hominiden nun doch nicht ).

Die Falten und Luftblasen auf dem rechten Bild sind natürlich nach dem Laminieren verschwunden.
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  #54  
Alt 06.05.2017, 13:53
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Standard Zwanghaft

Für heute Vormittag hatte ich einen Kumpel um Hilfe gebeten beim Anbringen der Scheuerleisten. Er brachte dann einen anderen Kumpel mit, der sich eigentlich meine Firmenräume anschauen wollte. Und dann stieß noch ein früherer Firmennachbar dazu, Materialwissenschaftler, der das vorletzte Paar Nitrilhandschuhe bekam und half. Wir hatten dann in kürzester Zeit die beiden Scheuerleisten ( dank ganz vieler geliehener Zwingen ) angeklebt.

Ich hatte schon mal ausgemessen und ausprobiert, wo ich die Schottwände einfügen will.

Dazu gibt es schon wieder einige Fragen, die ich aber jetzt noch nicht stellen werde ( Planung überdenken und skizzieren )..
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Alt 06.05.2017, 19:06
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Das geht ja vorwärts!
Aller Voraussicht nach kommst Du jetzt in eine kritische Phase.
Ich hatte bei mir, bedingt durch die schon anfängliche Teilung, dem Süllrand seine spätere Form aufgezwungen, indem ich die Leisten rund geschnitten habe.
Bei Dir muß jetzt sichergestellt werden, das die Form auch nach dem zersägen erhalten bleibt. Diese ist ja jetzt nur durch die Spannung in der Leiste gegeben. Eine Wegerleiste mit so kleinen Klötzchen wird das kaum alleine richten können.
Es ist wirklich wichtig, das frühzeitig abzuklären.
Gerhard
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  #56  
Alt 07.05.2017, 14:12
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Zitat:
Zitat von zunke Beitrag anzeigen
Das geht ja vorwärts!
Aller Voraussicht nach kommst Du jetzt in eine kritische Phase.
Ich hatte bei mir, bedingt durch die schon anfängliche Teilung, dem Süllrand seine spätere Form aufgezwungen, indem ich die Leisten rund geschnitten habe.
Bei Dir muß jetzt sichergestellt werden, das die Form auch nach dem zersägen erhalten bleibt. Diese ist ja jetzt nur durch die Spannung in der Leiste gegeben. Eine Wegerleiste mit so kleinen Klötzchen wird das kaum alleine richten können.
Es ist wirklich wichtig, das frühzeitig abzuklären.
Gerhard
Tjaaa, wat nu?
Ich ging davon aus, daß die Verbindung mit den Schottwänden formerhaltend wirkt...?! Du hast deine Trennwände ja aus doppeltem Material hergestellt; ich wollte wegen der besseren Verbindung mit den Bordwänden je 2mal 12mm- Platten verwenden, wobei die im Innenbereich auch "skelettiert" werden ( mit Materialausbrüchen, so, wie du es gemacht hast ).
Ich könnte mir vorstellen, die Klebestellen zu den Bordwänden durch eine weitere "Leiste" zu verstärken, die dann etwa von der Bordwand bis auf 1/3 der Rumpfhöhe von unten die Kräfte auf 36 mm- Kontaktflächen aufteilt? Ich würde ungern von außen Holzdübel einpressen.
Noch ratlos,
Günter
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  #57  
Alt 07.05.2017, 19:33
zunke zunke ist offline
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Sorry, ich hatte noch keine Zeit da näher drauf einzugehen.
Ein Gegenstück innen zu der Leiste außen sollte reichen. Das macht aber eigentlich nur Sinn, wenn es später auf die Zwischenwände drückt. Also erst nach ihnen eingedrückt, oder bei Vorabmontage in den Bereichen ausgeklinkt wird. Die Leiste weiter unten bringt nichts, da die Plankennaht ohnehin formbestimmend ist.
Das Leistenpaket würde ich mit 2x 160 Matte rundherum laminieren. Bildlich gesprochen hat man dann ein gefülltes gebogenes Profil aus Laminat. 1x dickeres Material würde zwar auch gehen, aber kaum zu verarbeiten sein, weil es sich an den Kanten abhebt.
Eine andere Variante wäre es, auf das Leistenpaket einen Sperrholzstreifen
aufzukleben und hinterher die Kontur an der Leiste nachzuschneiden.
In dem Fall wären auch die Stöße zw. Leisten und Planke abgedeckt.
Die Stöße der Sperrholzstreifen kann man auf den späteren Sägeschnitt legen.
Vom Aussehen ist das die elegantere Lösung.

Gerhard

Das Aussehen meiner Zwischenwände ist nur der Gewichtsersparnis geschuldet.
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  #58  
Alt 07.05.2017, 20:36
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Heimfried Heimfried ist offline
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Zitat:
Zitat von kreuzberger Beitrag anzeigen
Ich ging davon aus, daß die Verbindung mit den Schottwänden formerhaltend wirkt...?!
Wird das denn in Frage gestellt? Natürlich hat Gerhard recht damit, dass es um eine kritische Operation geht, aber soweit ich weiß (ich kann mich täuschen), werden die Nesting-Boote typischerweise so gebaut. An jede zukünftige Trennstelle werden zwei parallele Schottwände eingeklebt, die nur soviel Zwischenraum bieten, dass der Trennschnitt ordentlich ausgeführt werden kann.

Das Einpassen und Einkleben der Schotten muss natürlich sorgfältig gemacht werden und die Klebung muss sicher aushärten. Aber dann trägt so eine Schottwand aus meiner Sicht weit mehr Druck- und/oder Zuglast ab, als jeder Weger das könnte.

Aber Vorsicht: vielleicht habe ich ja etwas falsch verstanden und Erfahrungen habe ich auf diesem Gebiet keine.
__________________
Gruß, Günter
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  #59  
Alt 07.05.2017, 21:32
Benutzerbild von blue line
blue line blue line ist gerade online
Lieutenant
 
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Ich verfolge das Ganze auch mit Interesse. Dabei stellt sich mir auch die ganze Zeit die Frage, wie das Boot nach dem Trennen die Form behalten soll.
Wenn man 2 Leisten ein einem Bogen formverleimt, springt der Bogen auch wieder etwas auf, wenn man die Fixierung löst. Bei dem Boot steht ja das gesamte Holz unter Spannung. In den einzelnen Bereichen auch nuch sehr unterschiedlich. Ich kann mir nicht vorstellen, daß es nach der Trennung noch irgendwie starkt. Das wird wohl eine eher eckige Angelegenheit. Auch die Längen der Segmente werden dann nicht mehr passen. Ich meine damit das Verhältnis der Kiellänge zum oberen Rand. Ob sich das beim montieren der Elemente wieder in Form zwingen lässt?
Mehrere Schottwände in den Segmenten könnten da hilfreich sein. Allerdings würden diese den Gebrauch des Bootes gewaltig einschränken.
Oder habe ich da einen grundsätzlichen Denkfehler?
Ich bin einfach neugierig.
__________________
...der Micha grüßt

Ich trinke nicht....aber manchmal verkloppe ich Damen!
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  #60  
Alt 07.05.2017, 23:20
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Heimfried Heimfried ist offline
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Hi Günter,

frag doch auch den Herrn Berger. Wenn ich das richtig im Kopf habe, sind ja die Pläne und auch das Material von ihm.

Ich habe gerademal auf die Berger-Website gesehen und da ist z. B. ein "Eastport Nesting Pram", dessen Bau in einer Bilderserie vorgestellt wird. Ich denke, da wird das gemacht, was ich weiter oben beschrieben habe und was du ja wohl auch vorhattest.

Ein nicht unwichtiger Aspekt ist sicherlich, auch das Biegemoment zu bändigen, das kann eine Schottwand nur in Maßen (Hebel). Das können z. B. Sitzbänke direkt an der Trennstelle (siehe Eastpram) oder Knie in der waagrechten Ebene.
__________________
Gruß, Günter
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