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| Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel |
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#1
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Hallo zusammen,
ich war heute auf dem Boot meines Vaters (Aquanaut Drifter 1250)um nach dem Rechten zu sehen, da er wieder losfahren möchte. Auf dem Schiff befinden sich, u.a. drei Versorgungsbatterien à 180 AH. Diese Batterien werden durch einen Mastervolt Chargemaster plus / 12 Volt »versorgt«. Das System hat bisher gut funktioniert und die Batterien wurden alle drei bis vier Jahre erneuert. bei der Sichtkontrolle des Motorraumes habe ich festgestellt, dass eine Batterie explodiert sein muss. Wie kann so etwas passieren? Ich bin ziemlich ratlos. Ich denke, dass man einen zu hohen Ladestrom ausschließen kann, denn dieser wird doch durch das Mastervoltgerät geregelt. Zum Zeitpunkt der Explosion war niemand an Bord und das Boot, bzw. das Mastervoltgerät wurde über Landstrom versorgt. Bei den Batterien (REPSTAR, 12 Volt, 180 AH, 1.000A) handelt es sich um Starterbatterien. Könnte dies eine Ursache sein, da diese als Versorgungsbatterien eingesetzt werden (wurden Ich schätze diese Batterien wurden aus Kostengründen den Versorgerbatterien vorgezogen. Der Einbau erfolgte im Juni 2023; und, wie schon gesagt haben sie bisher keine Probleme gemacht. Besonders problematisch ist der Gedanke, dass dies eventuell wieder passieren kann vor allem wenn mein Vater (94 Jahre) allein an Bord ist, wäre dies eine Katastrophe. Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn jemand einen Ratschlag hat, wie ich so etwas in der Zukunft verhindern kann. Vielen Dank für Euer Interesse, Klaus Walmrath |
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#2
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Jo. Totgekocht. Wird wieder passieren.
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#3
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Hallo Klaus,
die gesamte Bank muss erneuert werden und möglichst mit Semitraktionsbatterien. Starterbatterien sind ungeeignet und wenn eine ausfällt kommt es genau zu diesem Ergebnis. Das ist die Kurzform, sollte Dir aber reichen.
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Gruss, Dirk |
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#4
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Moin Klaus,
meistens ist es ja eine Knallgasexplosion. Die kommt i.d.R. bei ungeregelten Ladegeräten vor, wenn gleichzeitig eine ungenügende Belüftung vorliegt. Wie war die Belüftung des Batterieraums? Das Ladegerät schon mal geprüft? Wie lange hing die Batterie unbeobachtet am Ladegerät? Aber auch ein Defekt in der Batterie wäre denkbar. Das ist dass, was mir als erstes einfällt. Ich werde aber auch noch mal den Kollegen fragen der meine Sachkundeprüfung abgenommen hat, der hatte vor kurzem einen ähnlichen Fall.
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Viele Grüße, Ingo _________________________________________ Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, ist in der Praxis größer, als in der Theorie. |
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#5
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@Ingo
Mastervolt, also auf jedenfall geregelt aber möglicherweise defekt.
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Gruss, Dirk |
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#6
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Das Mastervolt kann defekt sein, muss es aber nicht. So eine Batterie hat 6 Zellen a 2V. Wenn eine Batterie einen Zellenschluss hat, sinkt die Batteriespannung um 2 V. Dann ist die Batteriespannung nur noch 10V. Solange die Batterie nur so rumsteht, passiert nichts. Ist die Batterie aber mit mehreren Batterien zusammengeschaltet, fliesst ein starker Strom von den gesunden Batterien in die kranke Batterie. Sie wird auf 12V aufgeladen, obwohl sie nur noch 10V kann. Das heisst die Zellspannung der noch verbleibenden Zellen steigt über den zulässigen Wert und d8e Zellen werden überladen, die Batterie fängt an zu kochen. Irgendwann entzündet sich das austretende Gas und es macht Peng. Das Problem kann nicht nur bei parallelschaltung auftreten, sondern auch dann, wenn dauerhaft ein Ladegerät angeschlossen ist. Bei Parallelschaltung ist irgendwann die Ladung ausgeglichen und mit etwas Glück passiert nichts, weil dann kein Strom mehr fließt. Ausser das die gesunden Batterien tief entladen werden., was auch nicht schön ist.
Hängt jedoch ein Ladegerät dran, versucht es die Batterie(en) aufzuladen bis zur Ladeschlussspannung. 14,4v. Das Ladegerät feuert, die Batterie erreicht die Spannung, Ladegerät schaltet ab, Batterie bricht sofort wieder ein, Ladegerät feuert sofort wieder nach, bis durch Explosion ein Lastabwurf erfolgt. Das kann teilweise über Wochen so laufen. Manchmal ist die Batterie auch einfach nur trocken gekocht, ohne dass es gleich knallt. Mit der Anzahl der Batterien steigert sich das Risiko zum Quadrat. Ich hatte mal eine Serie. Alle 2 Jahre hat es geknallt oder zumindest gekocht. Am Ladegerät lag es nicht. Die Batterien waren einfach nicht gut. Wenn du es verhindern willst: 1. Ladegerät aus. 2. Batterien abklemmen. Und zwar jede Batterie einzeln. Wenn du im Winterlager keine Verbraucher hast, ist das die beste Wahl. Die Batterien überstehen 6 Monate ohne nachladen problemlos. Das gleiche gilt auch während der Saison. Wenn keine Verbraucher an der Batterie hängen, kann man die trennen. Nachladen ist nicht nötig. Es passiert tatsächlich relativ häufig. Zum Glück geht es meistens glimpflich aus. Alternativ könnte man auf moderne Lifepo umbauen. Da passiert so etwas nicht.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock
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#7
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Auch ein Mastervolt-Lader will programmiert sein. Da kann sehr viel Unfug getrieben werden,
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Beste Grüße, Alex
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#8
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Für Batterie-Explosionen - in der Regel durch unkontrollierte Zündung von Knallgas -gibt es sehr viele mögliche Ursachen:
1) Es bedarf eines Zündfunkens. Wo kommt der her? a) Zündung von außen (Trennjäger, Zigarette, Elektrostatik...) b) Zündung von innen: Elektrolytspiegel ist so weit abgesunken (Ursache??), dass ein innerer Kurzschluss oder Korrosionsfolgen (und dafür gibt es sehr viele mögliche Ursachen) einen Funken erzeugen und Bumm. Vom schlechten Foto würde ich den Kurzschluss in einer Zelle unterstellen. Sofortmaßnahme: Neutralisiere alles, was mit der Batteriesäure in Kontakt kam schnellstens. Z. B. mit Neutralon (habe ich deshalb immer auf meinem Boot). Und dann eruieren, warum in der einen Zelle der Elektrolytstand so weit gesunken ist, dass Folgekorrosion auftreten konnte, die einen Funken erzeugen konnte für Bumm. A) Überladung durch Ladegerät B) Schlechte Batteriequalität (hier zählt Marke und nicht Preis) |
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#9
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Hallo Klaus, ich hatte im Herbst das gleiche. Bei mir wird es wahrscheinlich daran gelegen das die Batterie nicht mehr gut war und das Mastervolt Ladegerät immer nachgefeuert hat. War eine ganz schöne Sauerei.
Der obere Deckel der Batterie (12 V, 230 AH) war weggesprengt und auch die eigentlich sehr stabile Batteriebox war aufgesprengt. Das Ladegerät ist ok. Ich habe auf Mastervolt AGM Batterien umgerüstet und mache das Ladegerät jetzt immer aus wenn ich nach Hause fahre. Viele Grüße Achim Geändert von achim1 (16.05.2026 um 23:21 Uhr) |
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#10
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Weitere Möglichkeit: Wackelkontakt an Stecker/Verschraubung und daraus folgende Funkenbildung.
Entgegen landläufiger Meldung braucht es auch nicht viel (Volumen) Knallgas damit das ordentlich rumst.
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Gruß Richard Den Unterschied zwischen "lernen" und "verstehen" kann man nicht lernen, den muss man verstehen |
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#11
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Ich hatte voriges Jahr glaube .. den Fall, Batterie geladen ... alles gut. Dann komische Spannungsschwankungen...
Nach einiger Suche festgestellt, dass es IN der Batterie bruzelt ! Gaaanz schnell neue verbaut
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* * * * * * * * *MfG* * * *Mario * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * inoffizielle Boote-Forum-Karte
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