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| Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Hallo!
Ich bin neu hier – Hallo zusammen! – und habe gleich ein seltsames Problem mit meinem Mercruiser V8-Motor (aus 2002 in Bayliner 2855): Er startet und läuft problemlos. Der Öldruck liegt beim Kaltstart im Leerlauf bei etwa 40 psi und sinkt dann auf ca. 20 psi (gut 1 bar), sobald das Öl warm ist – alles wie erwartet. Bei normaler Geschwindigkeit von ca. 22 Knoten und ca. 3800–4000 U/min steigt der Öldruck mit der Drehzahl sofort wieder auf ca. 40–60 psi (3-4 bar, wie erwartet), und alles scheint in Ordnung. Doch nach einigen Minuten bei konstanter Drehzahl um 4000 U/min fällt der Öldruck innerhalb von ca. 10–20 Sekunden plötzlich auf ca. 25–30 psi (ca. 2 bar) ab! Dieser Wert bleibt unabhängig von der Drehzahl zwischen 1500 und 4500 U/min konstant. Er erholt sich erst wieder, wenn ich für einige Sekunden in den Leerlauf gehe. Dann liegt er bei ca. 40 psi wieder im normalen Bereich, wenn ich die Drehzahl über 3000 U/min erhöhe – und das für einige Minuten, bis er erneut abfällt. Die komplette Ölpumpe wurde ausgetauscht (die Feder des Überdruckventils scheint also nicht die Ursache zu sein), auch der Öldruck Sender, alle Filter und das Öl (Original Mercruiser/Quicksilver) wurden mehrmals gewechselt. Sogar spezielle Additive wurden ausprobiert – ohne Erfolg. Hat jemand schon mal ein ähnliches Problem gehabt und kann mir helfen? Vielen Dank! Alex |
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#2
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Mal ganz blöd gefragt, wenn Du schon so viel am Motor geprüft hast: hast Du schonmal die Anzeige getauscht und die Kabelverbindungen an der Anzeige geprüft?
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#3
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Zitat:
Nein, die Anzeige wurde noch nicht getauscht - aber hatten mal am Ölanschluss für den Öldruckgeber ein analoges Manometer dran --> der Druck war bei einem Check in der Marina (ohne Last) über unterschiedliche Drehzahlen von Standdrehzahl bis ca. 4000 U/min ident. Daher hatte ich diese nicht mehr im Verdacht? Kann die Anzeige über die Zeit sich ändern? Aber warum ist es dann deterministisch, dass wenn ich Drehzahl wegnehme und dann wieder Beschleunige immer wieder erst ok und nur über längere Zeit fällt der Druck wieder? Danke! |
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#4
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Hi Alex,
ist nur ein Gedanke, aber Du hast soviel gemacht und die Instrumente sind bis dato außen vor... oder Du prüfst, ob mit dem manuellen Manometer das auch auftritt... Wie ich drauf komme? Ich hatte mal ne Voltanzeige, da haben mich alle gefragt, ob die Lichtmaschine kaputt sei... ne digitale Test-Anzeige brachte Gewissheit: die Anzeige zeigte lustige Märchen ... |
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#5
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Ja, erstmal verifizieren ob der Öldruck tatsächlich abfällt, oder das ein Anzeigenproblem ist.
Hatte aber auch schon gesehen dass in der Ölwanne ein schnipsel von der Folie über der Öffnung des Ölkanisters lag. Wenn die sich vor das Ölansaugrohr gesetzt hat, war auch Feierabend mit Öldruck. |
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#6
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Habt ihr auch mal den Ölfilter inspiziert? Da scheint sich im system bei hohem ölfluss irgendwas zuzugsetzen was sich durch fallende ölflussmenge wieder frei wird.
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Gruss, Yann SeaRay 310 SunDancer '98 Twin Mercruiser 350 FiTech | Bravo 3 DuoProp |
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#7
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Ölsieb zu?
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Keep it simple! Cheers Marcus |
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#8
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da die Ölpumpe getauscht wurde und das Sieb dort dran ist, würde ich das ausschliessen. andernfalls wäre das natürlich eine Möglichkeit.
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Gruss, Yann SeaRay 310 SunDancer '98 Twin Mercruiser 350 FiTech | Bravo 3 DuoProp |
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#9
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Zitat:
Dass die Anzeigen nicht sehr verlässlich sind, kennt man auch v.a. vom Drehzahlmesser - der ist bei mir noch bei keinem (Bayliner) Boot stabil gelaufen.. braucht immer 1-2 Klopfer drauf, damit die Anzeige stimmt.. Nehme ich definitiv auf meine ToDo Liste für den nächsten Besuch am Boot! Danke!
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#10
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Hallo!
Ja, die etwas ungewissen Anzeigen sind definitiv ein Thema - daher auch der check mit manuellem Manometer in der Marina, um das zu verifizieren. Bei voller Fahrt werde ich das beim nächsten Aufenthalt am Boot (ist leider ca 4h entfernt von mir am Meer Dreck im Ölfiltersieb oder Ansaugrohr hatten wir anfangs auch im Verdacht - daher zuerst ca. 4-5x das Motoröl (auch mit Motoröl-Reiniger Additiv) gespült (am Ende war das Öl das unten raus kam gleich sauber, als was wir oben rein geschüttet haben PS: Vielleicht noch ein paar zusätzliche Informationen zur Motorhistorie: - Wir hatten bereits im letzten Sommer ein Problem. Eine defekte Zylinderkopfdichtung ließ Wasser in Zylinder 6 eindringen. Das machte sich zuerst durch Leistungsverlust bemerkbar, dann durch Startschwierigkeiten - innerhalb weniger Tage im Urlaub (Wasser im Zylinder, blockierte den Motor beim Starten, je nach Zylinderposition und wie lange der Motor still stand – manchmal startete er problemlos, manchmal gar nicht). Es sah so aus, als ob der Anlasser zu schwach wäre, um den Motor zu drehen - tatsächlich war aber Wasser im Zylinder die Ursache. Das wurde erst nach dem Einbau eines neuen Anlassers festgestellt (nachdem auch dieser immer noch blockierte) --> Beim Starten des Motors ohne Zündkerzen spritzte dann Wasser aus diesem Zylinder und das Problem war klar. Daher wurde die Zylinderkopfdichtung ersetzt, außerdem wurden bei dieser Reparatur dann gleich auch die Hydrostößel sowie neue Abgaskrümmer montiert. Nach mehrmaligem Spülen des Motoröls (mit Reinigungszusätzen) läuft der Motor wieder einwandfrei – bis auf dieses Problem mit dem sinkenden Öldruck. |
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#11
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Ganz andere Sache. Wenn zu viel öl drin ist und es dann anfängt zu schäumen? Könnte sich auch so auswirken.
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Gruss, Yann SeaRay 310 SunDancer '98 Twin Mercruiser 350 FiTech | Bravo 3 DuoProp |
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#12
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Weitere Gedanken:
Ja – irgendwo muss es ein Leck oder einen Bypass im Ölsystem geben. Aber es muss irgendwo direkt im Ölkreislauf sein, da selbst nach mehreren Betriebsstunden kein Tropfen Öl verloren geht. Beim Tausch der Ölpumpe wurden auch gleich alle Pleuellager an der Kurbelwelle ausgetauscht (kein sichtbarer Verschleiß, Standard für dieses Alter und diese Betriebsstunden). Das Hauptlager wurde zumindest an einem Lager geprüft – sieht auch gut aus. Außerdem waren nie Geräusche zu hören - der Motor läuft wunderbar. Bei einem so stark verschlissenen Lager, dass der Öldruck sinkt, würde ich schon so etwas wie Klopfgeräusche oder zumindest ein Klackern erwarten? Und warum erst nach einigen Minuten unter Last der Öldruckverlust? (Natürlich könnte es an der Öltemperatur unter Last liegen, aber wirklich so schnell? Und warum erholt sich der Druck sofort wieder? Ich weiß es nicht.... :-o ) |
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#13
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Zitat:
Könnten natürlich mal probieren den Ölstand von Maximal (nach Ölwechsel) auf Minimal abzusenken, ob es dann eine Auswirkung gibt? (evtl. ist der Ölmessstab auch nicht ganz so genau..?) - Danke! Obwohl ich mir mittlerweile auch öfters Sorgen mache, ob beim ersten Motorservice als wir das Boot gekauft haben - wo auch die Ölwanne wegen etwas Korrosion getauscht wurde - auch die richtige Ölwanne verbaut wurde? -diese fasst nämlich bei einem Ölwechsel nur ca. gut 3l (?) ..evtl. ist das zu wenig für den ganzen Motor im Betrieb und er beginnt Luft mit anzusaugen? Allerdings hatten wir das Boot bereits 2 Saisonen damit in Betrieb, ohne das Problem zu sehen.. |
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