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| Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Vor einiger Zeit war es soweit: Nachdem ich die Zusage für einen Hafenplatz hatte, entschieden wir uns, Bootseigner zu werden. Schnell war klar, dass es ein älteres Boot werden würde – einfach weil wir die alte, bewährte Technik schätzen: kein überflüssiger Schnickschnack, keine anfällige Elektronik, sondern solide Mechanik, die seit Jahrzehnten funktioniert. Dazu kommt das Design – die Linien der 70er-Jahre haben Charakter und sind nicht von kurzlebigen Trends geprägt. Ein solches Boot hat Ausstrahlung, man sieht ihm seine Geschichte an. Und nicht zuletzt die Reparaturfreundlichkeit: Man kommt an alles heran, versteht die Technik selbst und bleibt unabhängig von Spezialsoftware oder teuren Fachbetrieben.
Die Wahl fiel deshalb schnell auf eine Fjord – ein robustes Rauwasserboot, gebaut für Bedingungen, bei denen leichtere Konstruktionen längst an ihre Grenzen kommen. Die 24 Fuss passte gerade noch in unseren Hafenplatz und eignet sich als Weekender gut, um auch einmal ein Wochenende auf dem See zu verbringen – selbst mit Hund. Funktional, nicht überladen, gebaut zum Gebrauch. Ein unschlagbares Angebot kam gerade recht. Optisch gibt es einiges zu tun, aber die Substanz stimmt für den Jahrgang 1973: keine Osmose, ordentlicher Gelcoat, insgesamt ein ehrlicher Zustand. Auch mechanisch steht sie gut da: zwei Volvo Penta AQ130 – solide Gusseisenveteranen. „Gut in Schuss“ meint hier weniger Leistung als vielmehr die regelmässige Wartung. Genau das zählt – was einfach gebaut ist und sauber unterhalten wird, läuft. Gerne nehme ich euch Schritt für Schritt dabei mit, wie wir das Boot wieder auf Vordermann bringen. Ziel ist eine sanfte Überholung, auch wenn es stellenweise wohl tiefer gehen wird. Die Fachleute werden erkennen, dass nicht alles auf Werftniveau geschieht – manches ist bewusst pragmatisch gelöst, auch deshalb, weil wir auf dem See (also im Hafen) arbeiten. Der Charakter der 70er-Jahre soll dabei erhalten bleiben. Es geht nicht um eine Totalentkernung, sondern um eine Überarbeitung mit Augenmass: Unschöne Plastikteile fliegen raus, Elektrik und Beleuchtung werden sinnvoll modernisiert. Warum ich das zeige? Weil solche Erfahrungsberichte enorm helfen. Man findet darin vieles, was einem den Einstieg überhaupt erst ermöglicht – gerade als Hobbyschrauber. Dazu möchte ich beitragen. Geplant ist vorerst: - Innenraum neu lackieren - neue Beleuchtung - Toilettenbereich und Wohnbereich überholen - Cockpit samt Instrumententafel auffrischen - die übliche Kosmetik wie Polieren und Aufbereiten. Schritt für Schritt, denn daneben soll das Boot auch für Ausfahrten zur Verfügung stehen. Geändert von Linsi (09.04.2026 um 13:40 Uhr)
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#2
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Gerne sehen wir hier dann auch Bilder....
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Gruß Heinz, ![]() |
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#3
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Am letzten Weekend hat sich was getan...
Im Eingangsbereich der Kajüte – an diesem gebogenen Übergang nach vorne (Spiegel/Stirnverkleidung) – hat der Vorbesitzer die Verkleidung heruntergerissen und mir das blanke Laminat hinterlassen. Funktional, aber optisch einfach roh, unruhig und farblich hässlich. Also habe ich letzte Woche gezielt nach passenden PVC-Resten gesucht und beim Bodenleger in der Nachbarschaft Material gefunden, das von der Struktur gut zu den bestehenden Verkleidungen oder Tapeten passt. Viele passen dort ja ein Fenster ein, aber ich möchte die Substanz wenn möglich erhalten. Die provisorische Montage der PVC-Reste wirkte noch etwas wild, diente aber nur zum Massnehmen. Die Fläche ist in alle Richtungen gewölbt – wer so etwas belegt, weiss, dass sich das Material kaum in einem Zug sauber verarbeiten lässt. Deshalb habe ich mich für eine Stückelung entschieden. Anschliessend alles mit 2K-Kleber verleimt. Die Übergänge wollte ich zunächst mit einfachen Holzleisten lösen, habe mich dann aber aus Gründen der Haltbarkeit für Leisten in Holzoptik (passend zum lackierten Sperrholz) entschieden. Echtholz wäre optisch wohl die schönere Lösung gewesen, kommt dann vielleicht doch noch. Zu guter Letzt jedenfalls habe ich unten noch Randabschlussleisten angebracht, auch damit die Schichten des Sperrholzes (der Kabinendecke) nicht mehr so herausstechen. Unterm Strich kann sich die Arbeit vom letzten Wochenende in meinen Augen durchaus sehen lassen: pragmatisch, stimmig und vor allem dauerhaft. Genau so soll die Überarbeitung laufen. In einem nächsten Schritt werde ich all die (Bohr-)Löcher der Verkleidung ausbessern und dann mit den Vorbereitungen für die Lackarbeiten beginnen. Geändert von Linsi (13.04.2026 um 13:10 Uhr)
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#4
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Heute nur ein kurzer Zwischenstand: Ich habe verschiedene Innenverkleidungsteile demontiert. Einerseits, um den Innenraum für die Lackierung vorzubereiten, andererseits, um einzelne Teile sauber überarbeiten zu können.
Beispiel hier: die Verkleidung des Bugspiegels, welcher den Ankerkasten vom Wohnbereich trennt. Über die letzten rund 50 Jahre wurde dort alles Mögliche montiert - Bilder, Spiegel, sogar Geräte. Entsprechend viele Löcher sind geblieben. Diese steche ich sauber rund aus und setze passgenaue Stücke aus Restmaterial ein (vom Bodenleger). So entsteht wieder eine ruhige, geschlossene Fläche. Die bereits verschlossenen Löcher habe ich rot markiert - ich gehe davon aus, dass man sie nach der Lackierung kaum mehr sehen wird. Nächster Schritt am Wochenende: Der Innenraum bekommt nach über 50 Jahren erstmals einen neuen Anstrich. Geändert von Linsi (16.04.2026 um 12:15 Uhr)
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#5
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Da ich am Wochenende vor einer Woche dann doch mehr Lust aufs Ausfahren als aufs Lackieren hatte (insbesondere wegen der strahlenden Sonne), haben sich die Arbeiten um eine Woche verzögert – inzwischen sind sie aber erledigt.
Ich habe mich entschieden, den Innenraum weiss zu lackieren. Da der Umbau zweckmässig bleiben soll, kam eine komplette Demontage des Bootsinnern nicht in Frage. Also habe ich nur ausgewählte Teile von Decke und Seiten abgebaut und separat zuhause lackiert, den Rest im Boot sorgfältig abgeklebt. Gefühlt 100 m² Abdeckfolie später war alles bereit. Wichtig ist dabei, wirklich jede Spalte zu erwischen – der Sprühnebel findet sonst zuverlässig seinen Weg, gerade auch in Richtung Elektrik. Alles, was nicht abgeklebt war, sollte bewusst weiss werden; die vereinzelt mitlackierten Kabel werden später ohnehin ersetzt bzw. entfernt. Allein das Abkleben hat gut 2–3 Stunden in Anspruch genommen. Lackiert habe ich dann mit speziellem Sprühlack für PVC, in zwei Schichten. Das ging ziemlich flott und hat sauber funktioniert – entsprechende Schutzausrüstung ist wegen der Aerosole allerdings Pflicht. Rollen wäre zwar möglich, ein Teststück hat aber gezeigt, dass die Farbe dabei schnell zu Nasenbildung neigt. Beim Sprühen bleibt das Ergebnis deutlich gleichmässiger. Am nächsten Tag habe ich die Abdeckungen entfernt – und war positiv überrascht: der Lack ist nur dort gelandet, wo er hingehört. Dann habe ich die entfernten Teile wieder montiert, inkl. Wanduhr. Aktuell arbeite ich noch an den seitlichen Ablageleisten, insbesondere auch an (farblich) neuen Bezügen/Polster für die Rücklehne. Ich berichte weiter.
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#6
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Vorgestern habe ich mich an die Seitenablagen gemacht. Die Oberseiten und Stirnkanten waren stark zerkratzt und überall durchbohrt (Steckdosen und weiss der Teufel was alles), weshalb ich mich gegen ein Aufarbeiten und für neue Sperrhölzer (Seekiefer, AW100) entschieden habe. Für den farblichen Finish standen Furnier oder Lack zur Wahl – ich habe mich für Letzteres entschieden. Einerseits war noch Mahagoni-Vernislack vorhanden, andererseits kam ich mit dem Probeanstrich farblich deutlich näher an das bestehende, originale (über 50 Jahre alte) Furnier heran als mit Teak- oder Sapelli-Furnier (vgl. Bild 2). Also: Seekiefer anhand der alten Bretter mit der Stichsäge sauber nachgezogen, alles ordentlich geschliffen, dann zwei Schichten Mahagoni-Vernis mit Zwischenschliff und zum Schluss 2K-Klarlack seidenmatt für die nötige Feuchtigkeitsresistenz insbesondere aber Kratzfestigkeit.
Etwas mühsam waren die stirnseitigen "Stützelemente". Diese folgen rückseitig dem Verlauf des Bugs, waren aber vom Vorbesitzer offenbar schon einmal bearbeitet worden. Als Schablone taugten sie daher nur bedingt – der Rest war Augenmass. Am Ende hat es aber erstaunlich gut gepasst (Bilder hiervon folgen nach der Montage). Spannend war, was unter dem grauen Stoffbezug zum Vorschein kam – ein Muster, wie es typischer für die 70er kaum sein könnte. Kurz habe ich überlegt, diesen farbenfrohen Originalstoff ins Konzept zu integrieren, bin aber wieder davon abgekommen. Der Stoff war stellenweise stark fleckig und durchgewetzt. Daher bleibt es konsequent bei Marineblau – so werden später auch die Sitzkissen in der Kajüte ausgeführt. Auf dem letzten Bild sieht man dann doch eine deutlich edlere Optik (dort sind allerdings noch die alten Sperrhölzer dran). |
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