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| Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Hi zusammen,
nun überlege ich eine Lenzpumpe einzubauen, damit im Notfall das "Wasser", welches ins Boot eindringt (zum Beispiel Nachts, wenn wir schlafen) rausgepumpt wird. Es ist ja so, dass der Motorraum nicht 100% sauber ist (alter Dieselmotor) und sich unter Umständen Öl/Diesel mit dem Wasser vermischt und dann im Notfall herausgepumpt wird. Ist das dann Versicherungstechnisch okay, oder wie macht ihr das? Liebe Grüße...Martin |
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#2
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Ja, wo solls denn sonst hin? In Eimer und in die Plicht stellen, bringt ja nix.
Natürlich sollte die Bilge nicht literweise Öl haben
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* * * * * * * * *MfG* * * *Mario * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * inoffizielle Boote-Forum-Karte
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#3
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Ich denke mal, da kommst du selbst drauf.
Optimalerweise dringt in ein Schiff kein Wasser ein und optimalerweiseweise ist der Motorraum in einem Schff sauber. An den beiden Punkten zu schludern und einfach den Siff abzupumpen ist eine riesige Sauerei und wird wahrscheinlich auch nicht von deiner Versicherung übernommen. Das ist natürlich auch KEIN Notfall. Jetzt ist die Welt natürlich nicht optimal, also versucht man sich dem erst mal zu nähern. Also mach deinen Motorraum sauber und sorge dafür, dass kein Wasser eindringt. In einem UNVERSCHULDETEN Schadensfall sieht das etwas anders aus, zum Beispiel trotz Wartung und Kontrolle beschädigter Borddurchlass im Unterwasserbereich. Bevor dein Kahn sinkt, ist das Abpumpen das kleinere Übel
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Volker, der irgenwann auf´s Meer will.... Minchen war ein gutes Schiff, es kühlte mein Bier, backte Brötchen auf und durch die Gegend fuhr es mich auch new boat coming soon Geändert von volker1165 (Gestern um 15:18 Uhr) |
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#4
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Zum Glück schwimmt Öl und Dieserl ja in der Regel auf dem Wasser. Je nach Form der Bilge ist es also möglich nicht alles ab zu pumpen. Öl/Diesel kann dann mit speziellen Saugkissen aufgefangen werden.
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#5
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Zitat:
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#6
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Bau doch einfach einen Wavestream Ölabscheider ein!
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Grüsse Wolf https://youtu.be/1nVDhYoYcqw?fbclid=...3FT_C1eHkOrkz0 https://www.youtube.com/watch?v=Xi4STXO9mnA |
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#7
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Hi, gute Idee, danke
Liebe Grüße...Martin |
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#8
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Zitat:
Aber Du kannst den Schwimmerschalter so anbringen, dass die Pumpe aufhört zu fördern, wenn noch ca. 10cm Wasser über der Förderebene steht. Restpumpen dann mit manueller Einschaltung. Aber es gibt auch noch andere Lösungen...
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Gruss, Dirk "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen." (Heiner Geissler, 1930 - 2017) |
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#9
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Oelabscheider waere die richtige Entscheidung. Es gibt sonst Schwaemme, die das Oel gezielt aufnehmen. Hab das fuer Marketingbullshit gehalten, aber mittlerweile ein paar davon in der Bilge; und da sind beim Maschinenausbau mindestens ein Bierglas Diesel und ein Schnappsglas Motoroel reingelaufen - im Bilgenwasser waeren nur ein paar winzige Oelschleier zu erkennen.
Natuerlich wollen die Dinger irgendwann ordentlich entsorgt werden. Variante mit 2L Kapazitaet kostet beim Ausstatter meines Vertrauens ca. EUR 30. |
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#10
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Hi
Genau so, wie Dirk es beschreibt, machen wir es auch. Als ganzjähriger Wasserlieger sammelt sich immer ein wenig (geschätzt 1L/p.a.) Kondens-Wasser in der Bilge. Um es wirklich trocken zu machen gibt es Gummi-Handschuhe und Schwämme. Ob das bei einem Stahlboot wirklich gut ist die Bilge ganz trocken zu machen und Sauerstoff und Feuchtigkeit in den Tiefen der Bilge zu kombinieren ? Darüber streiten sich die sog. Gelehrten. Grüße von der Contessa Ist nur meine Meinung, andere gerne.
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#11
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Zitat:
Die Bilgepumpe muss an die Tiefste stelle in der Bilge. Wenn du nicht alles abpumst passiert nichts. Das Öl schwimmt auf dem Wasser und wird dann nicht mit abgepumt. Auch die Pumpe, wenn die auf Automatic steht pumt nicht alles ab, weil der Schwimmer ein bestimmten Wasserstand braucht um einzuschalten. Habe das mal getestet, (mit dem Wasserschlauch mal ca. 30 Liter in die Bilge) weil ich wissen wollte wie die Pumpe arbeitet, fördermenge, etc. AB und saubere, trockene Bilge. Bei meiner Bilge bleiben ca. 20Liter bei Automatic in der Bilge stehen. Wenn ich dann Manuel Pumpe bis die Pumpe Luft saugt stehen immer noch ca. 5 Liter drin die ich dann mit einem Schwamm raus geholt habe. Im Notfall: großes Leck würde ich Abpumpen, egal was dann alles mit abgepumpt wird, bevor das Schiff unter geht. Dann wird sowieso die Feuerwehr etc. kommen.
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Gruß Jogie,
![]() der KFZ Mechaniker der alles selber am Boot macht
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#12
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Das ist der falsche Weg. Du solltest dafür sorgen, das in deiner Bilge kein Öl steht. Das geht auch bei einem alten Diesel.
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#13
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Zitat:
Das aber nur mit einer abgeteilten Maschinenraumbilge und im wirklichem Notfall, also starker Wassereinbruch im Maschinenraum, müsste der bis unter das Deck als wasserdichte Abteilung ausgeführt sein----das gibt es m.E. auf kaum einem Sportboot. Hinsichtlich der üblichen Lenzpumpen mit 12V oder 24V Betriebsspannung bin ich skeptisch ob man da einen gefährlichen Wassereinbruch mit bekämpfen kann, der würde ja vorliegen wenn sich ein 1,5 Zoll Stehrohr von Spüle oder Pumpklo komplett verabschiedet. Da kommt dann bei dem Druck von 1m Tiefgang=0,1Bar wohl maximal eine Strömungsgeschwindigkeit von 0,5m/Sek. (ungünstig angenommen nicht berechnet) zustande, was nach meiner Tabelle eine Wassermenge von 2300l/Std ergibt. Muss man also eine Pumpe haben die mit leichtem Gegendruck einer Schlauchleitung etwa 40l/min rauspumpt. Gruß Hein |
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#14
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Das ist auch versicherungstechnisch relevant. Hier ist mal jemand der Dieselzulauf an der Förderpumpe gerissen, 300L Diesel sind mit der Bilgenpumpe nachts nach draußen befördert worden. War ein Riesenaufriss von allen möglichen Behörden, Feuerwehr usw. und die Rechnung kam danach. Die Haftpflicht deckt sowas ab. Nun ist das ein krasses Beispiel...wünscht man niemand aber wenns richtig doof kommt....weiß man ja nie.
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Gruß
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#15
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Kann ich mir gut vorstellen. Mir ist beim Kanistern mal ein Schluck Diesel daneben gekleckert. Das gab selbst bei einer so kleinen Menge ein riesen Fleck im Wasser.
300 L, da ist ein kompletter Hafen verseucht. Grüße Frank |
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#16
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Meine Maschinenbilge hat keine Lenzvorrichtung. Dort sind auch keine Seeventile. Ein Wassereinbruch wäre nur vorstellbar, wenn der Seewasserkreislauf eine Leckage hat. Sollte über den Seewasserkreislauf tatsächlich Wasser eindringen, läuft die Bilge irgendwann uber in die Wellen Bilge. Dann müssten aber schon 1000+x Liter eindringen. Die Wellenbilge hat eine Pumpe und dort sind auch die Seeventile.
Diese Konstruktion hat sich tatsächlich schon bewährt. Ich hatte hunderte Liter Diesel in der Motorenbilge. Wenn die abgepumpt worden wären.... Beim Betanken hatte sich der Inspektionsdeckel vom Tank gelöst. Habe ich erst gemerkt, als an der Zapfsäule eine Literzahl stand, die unmöglich in den Tank passen konnte. Das war bei der Überführung nach dem Kauf Glücklicherweise war der Tank so angeordet, dass der Diesel in der Motorbilge gelandet ist. Ob das bei der Konstruktion berücksichtigt wurde oder ob es Zufall war, weiß ich nicht. Abgesehen davon könnte ich die Motorbilge problemlos lenzen. Da kann man vom Boden essen. Also geben tut es abgeschottete Motorbilgen schon. Bei meinem Boot ist das der Fall und bei Totti sein Dampfer müsste das ähnlich sein. Ich glaube aber, beim Fragesteller gibt es mehrere Probleme. Undichter Motor, der Öl in der Bilge verteilt, in Kombination mit Wasserlecks, die die Bilge fluten. Wellendichtung zum Beispiel. Wenn die Wasserquelle bekannt ist, könnte man ja versuchen das Wasser in einem extra Behälter zu sammeln oder ein kleines Schott einzubauen, dass es sich nicht mit dem Öl mischen kann. Dann gezielt das Wasser abpumpen. Das Schott muss ja nicht so extrem hoch sein, dass es in einem echten Notfall Probleme macht.
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Gottes sind Wogen und Wind, Segel aber und Steuer, daß ihr den Hafen gewinnt, sind euer. Gorch Fock |
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#17
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Ich habe neben einigen 25l Kunststoffkanister für Diesel und Trinkwasser immer auch einen für Schmutzwasser im Maschinenraum. Da fülle ich es immer ein, sobald ich meine, dass das Wasser nicht astrein ist. Entsorgen tue ich es dann an der Selbstwaschanlage bei Tankstellen.
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#18
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Bei der BSR in Berlin Köpenick gibt es sogar Annahme von Bilgenwasser
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#19
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Wir haben zwei "Bilgen". Einmal eine Art Wanne unter dem Motor und dann "außenrum" die große Bilge. Sollte aus dem Motor/Getriebe Öl oder Diesel austreten würde das in der Wanne unter dem Motor landen und NICHT automatisch abgepumpt. Nur Flüssigkeiten außerhalb der Wanne werden von der automatischen Bilgenpumpe erkannt und abgepumpt.
Unsere Maschine hat knapp 20 Liter Öl, ich möchte lieber nicht erleben daß die bei einem kapitalen Motorschaden (Pleuel streckt Fuß durch die Ölwanne) komplett über Bord gehen. Sollte so etwas passieren muß man halt "händisch" ran. Hat allerdings auch mal zu Irritationen geführt: wegen verstopfter Seewasseransaugung hatte der trocken gelaufene Auspuff seinen Wassersammler durchgebrannt. Nach dem Ersatz des Sammlers waren die (alten) Schraubschellen aber nicht ganz dicht und das austretende Wasser füllte so langsam die Wanne unter dem Motor. Das war dann schon irritierend bis man den Zusammenhang versteht.
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Grüße in die Runde! Thomas |
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#20
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Bei mir ist das ganze sehr einfach gelöst. Die Bilgenpumpe sitzt ganz unten und der Schwimmschalter etwas höher. Also bleibt immer etwas Flüssigkeit an der tiefsten Stelle. Da eventuelles Öl ja immer oben schwimmt besteht so keine Gefahr das Öl nach draußen gepumpt wird. Dies funktioniert zumindest bei normalen Mengen. Wenn natürlich die Dieseltanks (2200 Liter) auslaufen würden klappt das natürlich nicht.
Außerdem sind unter beiden Motoren incl. den Getrieben GFK Wannen. Das ist ab Werk so. Da die alten Motoren schon mal ein paar Tropfen Öl verlieren ist das eine gute Lösung. In den Wannen liegen Ölbindetücher die ich einmal im Jahr austausche. So ist meine Bilge immer sauber und Ölfrei. Gruß Achim
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#21
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Moin
Gehört hier zwar nicht ganz zum Thema, aber der Beitrag von Thomas#19 bestätigt, neben eigenen Erfahrungen aber nicht auf meinem Boot, mal wieder meine ablehnende Haltung gegenüber Kunststoffwassersammlern----merkwürdiger weise waren die alle von Vetus. Gruß Hein
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#22
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Zitat:
Ich hab das blaue Ding auch im Abgasstrang, leckte auch einmal unten an der Ablassschraube. Letzte Saison war ich ja einmal trocken gefahren, nur kurz aber trotzdem..... sollte ich den mal prüfen?
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Gruß |
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#23
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Bilgenwasser mit Öl vermischt, wohin damit.
Ich würde über VHF 10 das Bilgenboot rufen. Das sind diese Boote mit dem gelben Anstrich. Die kommen Längsseit und saugen die Brühe aus der Bilge. Hat immer funktioniert, und es gab immer einen Nachweis ins Bilgenbuch. Gruß Manfred |
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#24
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Genau die
https://de.wikipedia.org/wiki/Bilgenent%C3%B6ler sind dafür zuständig, ob die aber für 10 Liter kommen oder erst ab 1.000 Liter, keine Ahnung, beste Grüße Dieter |
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