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| Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel! |
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#1
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Hallo Merry Fisher 1095 Eigner
Wir möchten uns eine MF1095 Serie 1 zulegen. Die Größe der Klampen haben wir bei dem ins Auge gefassten Boot nicht wirklich beachtet. Deshalb haben wir hier die Fragen bzgl. der Festmacherleinen speziell an die MF1095 Eigner oder diejenigen welche das Boot genau kennen z.B. durch Bootscharter. Welche Festmacherleinen Type / Durchmesser / Länge und Anzahl habt Ihr im Einsatz? Was waren für Euch die Entscheidungskriterien für die jeweilige Leine? Für welche Stärke von Leinen ist die Größe der Klampen an diesem Boot ausgelegt? Wir möchten keine Leine welche als dicker Wulst die komplette Klampe in Beschlag nimmt. Die Klampe sollte mit der Leine leicht zu belegen sein, sich gut bekneifen und möglichst geringes Gewicht haben. Wir tendieren zur Liros Handy Elastic und es stellt sich die Frage 14mm oder reichen auch 12mm. Da wir nur auf Binnengewässern unterwegs sind könnten wir theoretisch auch mit einer Liros Handy Elastic 12mm mit einer Bruchlast von 3900 daN leben. Es gibt etliche Leinen, welche mit 14mm unter dieser Bruchlast liegen. So hat z.B. die ECO ROPE von Lanex mit 14mm nur eine Bruchlast von 3600daN und die LIROS Porto hat bei 14mm 3700 daN. Somit kann man sagen, daß nur die Stärke der Leine nicht das alleinige Merkmal ist. Wie stark nimmt eine Leine von 14mm die Klampen an der MF1095 in Beschlag? Bei welcher Leinenstärke an Euren Klampen müßte man sagen dicker sollte die Leine im Hinblick auf die o.g. Kriterien aber nicht mehr sein? Diese Aussage soll uns nur eine Vorstellung von der Größe der Klampen in Relation zur Leinenstärke und dem komfortablen Handling vermitteln? LG Jörg Geändert von MF10 (Gestern um 00:42 Uhr) |
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#2
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Es gibt auf den Tauwerksherstellerseiten entspr. Rechner.
Die Praxis aber wird die Grenzen aufzeigen. Ich habe vor Jahren bei einem Sturm im Binnenland schon 14mm Leinen wie Fäden reißen und Tornado-Katamarane fliegen sehen (schlug in 5m Höhe dann in eine Baumgruppe ein). Die Optik ist zweitrangig, die Leine und vor Allem die Klampe muß halten! Die schönste 14er Leine hilft nichts wenn die Klampe am Boot fest gemurkst wurde und beim geringsten Zug ausreißt!
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Grüße Karl-Heinz ---------------- "Elektronische Bauteile kennen 3 Zustände: Ein-Aus-Kaputt". (Wau Holland) |
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#3
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Danke für Deine Antwort. Du hast natürlich Recht, daß es auch auf dem flachen Land zu ungeahnten Stürmen kommen kann. Wie Du geschrieben hast kommt es auf die Klampen und deren Qualität / Befestigung an. Deshalb war unsere Frage Leinenstärke in Relation zur Klampengröße.
Bei einem unserer ersten Boote hatten wir genau das Problem mit einer zu falschen Leinenstärke. Die Klampe war proppe voll und das möchten wir vermeiden. |
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#4
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Also zur Leinenstärke, unser Boot wiegt 22-24 Tonnen hat auch ordentlich Windangriffsfläche, wir benutzen die Liros Handy Elastic in 20mm.
Die Leinen sind nicht billig aber topp in der Handhabung. Zur Not bestellst du wenn du das Boot hast bei der Hamburger Tauwerkfabrik eine Probeleine.
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Grüße aus der Wiege des Ruhrbergbaus ![]() |
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#5
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Als MF 1095 Serie 1 Eigner kann ich Dir mitteilen, dass die 14 mm Liros Handy Elastic eine sehr gute Festmacher ist.
Ich habe die bei mir im Einsatz an der Ostsee (Neustädter / Lübecker Bucht). Die Festmacher in meiner Box mit hinten 2 Dalben haben locker schon 10 Bft gehalten. Ich habe für meine Box 2 Vor- und 2 Heckleinen ohne eine Spring und genau auf unseren Liegeplatz konfektioniert. Für unterwegs haben wir noch 4 Festmacher in der Stärke 16 mm und 12 Meter Länge ... sind auch Liros aber keine Handy Elastic (waren beim Neukauf des Bootes in 2022 dabei ... welche genaue Liros weiß ich leider nicht). Ich empfehle die Handy Elastic in 14 mm ... passen sehr gut auf die Klampen (aber auch noch die 16 mm) ... stärker aber auf keinen Fall. Ich benutze die Handy Elastic (14 mm) auch ohne Ruckdämpfer, da die Handy Elastic (sagt ja schon das Wort "Elastic" Ich hoffe ich konnte Dir helfen ... LG Dirk |
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#6
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Vielen Dank Dirk. Die Aussage "auch noch die16mm ... stärker aber auf keinen Fall" hilft mir weiter.
Manchmal möchte man an einer belegten Klampe noch etwas festmachen und dann sollte noch etwa Freiraum an der Klampe vorhanden sein. Ich habe schon überlegt 14mm und zusätzlich noch 12mm anzuschaffen. Andererseits kann bei dem Platzangebot auf einem Boot weniger durchaus mehr sein. Dafür spricht, daß man nie genug Leine haben kann. LG Geändert von MF10 (Gestern um 16:20 Uhr) |
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#7
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Hallo Jörg,
zuerst einmal willkommen im ![]() Dann: wichtig ist doch die Handigkeit - sonst würde ja eine 8er Schnur mit 7to Festigkeit reichen. Für mich (!!) ist diese Handigkeit der wichtigste Faktor, und bei meinen 16er Leinen reicht die Festigkeit auf jeden Fall + es gehen auch 2 Leinen auf 1 Klampe. zu #2: wenn 14er Leinen reißen, war zumindest die Klampe gut befestigt: meine; schätze ich; würden rausreißen Grüße, Reinhard |
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#8
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Hallo Reinhard
Ich habe verstanden, daß es Dir auf die Handlichkeit ankommt. Sehe ich das richtig? Dies ist ja auch einer unserer Aspekte. Wenn die Leinenstärke in Relation zur Klampengröße nicht paßt, dann läßt sich die Mittelklampe nicht mit Achter- und Vorspring zusammen belegen. Ergo aus unserer Sicht nicht handlich. Das Problem ist, das die Hersteller der Boote das Augenmerk auf Kosten und Design richten. Das muß dann in der Praxis nicht zwangsläufig stimmig sein. Interessant, daß bei Deiner (ich vermute Du sprichst von der A29) 2 x 16mm Leinen auf eine Klampe gehen obwohl die A29 ~ 2to weniger auf die Waage bringt als die MF 1095 Fly. Wie ich Dirk in #5 verstanden habe gehen 16er aber dann ist auch schon gut. Daraus entnehme ich, daß 2x 16er auf der Mittelklampe ein "no go" sind. LG Jörg |
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#9
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So isses
Stimmt: A29 leer 3,6 G8, Reinhard |
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#10
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Hier ein Interessantes YT Video bzgl. der Relation von Klampengröße zur Leinenstärke und die Auswirkungen sowie die möglichen Gegenmaßnahmen bei ungünstiger Kombination.
Für alle nicht englischsprachigen Leser. Das YT Video läßt sich auch auf die deutsche Sprachausgabe einstellen. https://www.youtube.com/watch?v=BBqsF72xNSU Geändert von MF10 (Heute um 14:46 Uhr) |
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#11
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Hallo Jörg,
so ist es ... eine 16-er geht auf die Klampe, aber definitiv keine 2x 16-er Leinen als Klampenbelegung. Max. mit 16-er Klampe belegen und dann könnte man noch ein Auge drüber legen, so dass z.B. ein Fender halt hat. Gerade bei der MF 1095 in manchen Situationen macht es Sinn einen Fender an der hinteren Klampe (nicht die untere Klampe nähe Badeplattform) noch fest zu machen. Wobei wir bei den Fendern für die MF 1095 sind. Hier achte darauf, dass die Fender recht hoch (mittig über die Scheuerleiste) hängen, da die Reling oberhalb leicht schräg nach Außen geht und somit fast der beiteste Teil des Bootes ist. Sonst stößt Du mit der Reling an und nicht mit den Fendern, wenn diese unterhalb der Scheuerleiste positioniert sind. Vor diesem Hintergrund sollten die Fender im Durchmesse auch eher größer gewählt werden. Zurück zu den Festmachern ... nimm 12 mm oder 14 mm Festmacher, wobei, wie schon geschrieben, meine Empfehlung 14 mm Festmacher sind ... LG Dirk
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#12
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Hallo Dirk,
danke für den Hinweis mit den Fendern und der Reeling! Jetzt ist mir auch klar weshalb ich öfter auf Bildern einen Kugelfender sowohl am Bug als auch am Heck gesehen habe. Ich habe mich gewundert weshalb ein Kugelfender am Heck ausgebracht wurde. Jetzt ist mir klar weshalb. Könntest Du mir bitte noch einmal abschließend beantworten, ob ich problemlos zwei 14er Leinen und einen Fender an die Klampen bekomme oder ob das dann schon zu viel des Guten ist. Wie würdest Du um Gegensatz zu o.g. die Kombination 12er+14er+Fender auf einer Klampe beurteilen und was würdest Du aus Deiner Kenntnis heraus wählen. LG Jörg Geändert von MF10 (Heute um 14:42 Uhr) |
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#13
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Mit meinem Leinenmanagement ist folgendes möglich:
2 x 16-er auf eine Klampe = Nein 1 x 16-er + Fender auf eine Klampe = Ja 2 x 14-er auf eine Klampe = Ja 2 x 14-er + Fender auf eine Klampe = Ja Wie man es bei mir wahrscheinlich schon herausgehört hat, empfehle ich 14-er Festmacher ... 12 wäre mir dann doch etwas zu "dünn" für die MF 1095 ... Du musst bei der Fenderleine ja nicht unbedingt sooo dicke nehmen, haben ja im Prinzip nichts zu halten, außer die Fender selbst LG Dirk |
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#14
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Vielen Dank für die super gute Beschreibung. Ich war im Begriff mir ca. 70m 14er und 35m 12er Leinen zu bestellen. Dann habe ich ausreichend Leine für die feste Konfektion am Heimatsteg und für Stege bei Urlaubsfahrt.
Am Heimatsteg kann ich wegen der Steglänge die Bugklampe leider nicht nutzen und muß alle Leinen an Mittel- und Heckklampe belegen. Dadurch sind diese Klampen doppelt plus Fender belegt. Am Heck wäre theoretisch noch die Verteilung auf die Klampe oberhalb der Badeplattform denkbar. Würdest Du in dieser Art belegen oder sollte ich das Boot anders festmachen? |
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#15
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Zitat:
Ich hab schon gesehen das ein Fender geplatzt ist vom Winddruck also halten sollte das schon.
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Grüße aus der Wiege des Ruhrbergbaus ![]()
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#16
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Da das Dein Heimat-Steg ist, würde ich Stegfender fest am seitlichen Steg-Ausleger montieren, so dass Du auf dieser Seite auf die Bootsfender verzichten kannst.
Andererseits müssen die Bootsfender ja nicht an der Klampe fest gemacht werden, dafür kann man auch die Reling nutzen ... LG Dirk |
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#17
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Willst Du wirklich rückwärts anlegen (Stichwort Außenbordmotoren)?
Wenn Dein Seitensteg wie auf dem Bild auf der Seite liegt, dann würde ich in jedem Fall vorwärts anlegen, so dass Du dann die Seitentür bei der MF 1095 zum gemütlichen Einstieg ins Böötle nutzen kannst. Mit Außenbordmotoren ist es meiner Meinung nach so oder so vorteilhafter vorwärts anzulegen. Du benötigst ja einen guten Abstand zum Quersteg um die Motoren aus dem Wasser hochzutrimmen. Zumindest würde ich in der Regel die Motoren am Steg immer bis zum Endpunkt hochtrimmen und nicht im Wasser lassen ... zudem hätte ich beim Anlegen rückwärts mit Außenbordmotoren bedenken, dass diese im ungünstigen Fall an dem Quersteg "anstoßen" ... vorwärts angelegt könntest Du auch weiter in den Liegeplatz fahren, da Dein Rumpf vorne ja abgeschrägt nach hinten/unten geht und ich denke, da ein Seitenausleger da ist, dass es sich um ein schwimmenden Steg handelt, so dass Du den individuellen Wasserstand nicht berücksichtigen musst, so dass das Boot immer gleich zum Steg liegt. Macht das Leienmanagement zum Festmachen auch leichter. Ich liege in einer s.g. Dalben-Box mit hinten 2 Dalben und vorne mit einem festen Steg. Da muss ich dann schon auch die unterschiedlichen Wasserstände beim Festmachen mit berücksichtigen. Glücklicher Weise sind die Wasserstände an meinem Liegeplatz nicht sooo unterschiedlich, so dass ich auch da für mich die Festmacher so individuell konfigurieren konnte, dass diese auch bei den unterschiedlichen Wasserständen passen ... mal mit mehr oder weniger "schwofen" in der Box LG Dirk |
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#18
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Wo wird Deine MF 1095 liegen und wann bekommst Du Deine MF 1095?
LG Dirk |
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