![]() |
|
#26
|
||||
|
||||
|
Im Hafen des Haarlemsche Jachtclub (https://www.haarlemschejachtclub.nl/) hatten wir eine ruhige Nacht verbracht.
Da es uns zweimal nicht gelungen war, Amsterdam anzulaufen, beschlossen wir den Besuch auf ein anderes Mal zu verschieben. Stattdessen stand uns nach den Kanalfahrten der letzten Tage mit ihren Geschwindigkeitsbegrenzungen wieder der Sinn nach offenem Wasser. Monnickendam am Markermeer wurde als Tagesziel auserkoren. Ein kurzer Check der Durchfahrtshöhen brachte grünes Licht und los ging es. Von der Mooie Nel ging es wieder auf die Spaarne und erneut durch die Rijnlandsluis. Die hatte den Sparbetrieb eingestellt und wir wurden ohne lange Wartezeit zügig geschleust. Über den Zijkanal C gelangten wir auf den Nordzeekanaal und fuhren gen Amsterdam. Hier gab es einige Seeschiffe zu sehen. Wir passierten das Hafengebiet und waren dann auf Het Ij. Nun hatten wir endlich Amsterdam erreicht. Direkt neben dem Sixhaven bogen wir in den Nordhollandsch Kanaal ein. Hier mussten wir durch die Willem I- Sluis. Doch was war das? Doppelrot! Und keine Mittagspause... Nicht schon wieder... Wir legten hinter einem niederländischen Sportkollegen an und checkten die Lage. Die Schleuse sei wohl defekt, der Monteur aber schon bei der Arbeit. Ich beschloss, dem Techniker die grösstmögliche Unterstützung zu geben und brachte ihm zwei Fläschchen gut gekühltes belgisches Abteibier vorbei. Die nahm der Mann auch gerne an und versprach, sein Bestes bei der Reparatur zu geben. Und tatsächlich, nach einer halben Stunde gingen die Schleusentore wieder auf und wir konnten die Fahrt fortsetzen. ![]() Der Kanal führte uns durch den Norderpark und durch Amsterdam Nord. Dann verliessen wir das Stadtgebiet und bogen später nach Steuerbord auf die Broekervaart ab. Wir fuhren jetzt auf einem kleineren Fahrwasser, das von vielen Hausbooten flankiert war. Eine nette, ruhige Gegend. Im weiteren Verlauf erreichten wir das Örtchen Broek in Waterland, wo uns eine Brücke geöffnet werden musste. Dahinter wurde das Fahrwasser immer schmaler und untiefer. Wir waren mittlerweile das einzige Boot, das hier unterwegs war. Ausser uns bewegten sich nur noch Kinder auf ihren Schwimmtieren auf dem Wasser. ![]() Die Tiefe nahm immer mehr ab und auch die Fahrwasserbreite. Wenn uns nun ein anderes Boot begegnen sollte, würde es sehr eng werden. Doch zum Glück war ausser uns hier kein weiteres Boot zu sehen. Auch der Brückenwärter der folgenden beiden Brücken wirkte sehr erstaunt, heute tätig werden zu müssen. Es ging jedoch alles gut und ohne Grundberührung und Kollision erreichten wir nach der Passage der kleinen Kloosterdijksluis wohlbehalten den Jachthafen Waterland in Monnickendam. https://www.waterlandyacht.nl/ Fortsezung folgt.
__________________
Viele Grüsse, Wolfgang Geändert von Käptn Bob (19.01.2026 um 11:56 Uhr)
|
||||
|
#27
|
||||
|
||||
|
Wir hatten den schmalen Kanal der Broekervaart hinter uns gelassen und lagen nun am idyllischen Markermeer. Das hübsche Städtchen Monnickendam gefiel uns gut. Es gab einige Häfen zur Auswahl, nette Restaurants und Cafes und es war auch nicht zu überlaufen. Wir würden hier einen Hafentag einlegen.
Ganz in der Nähe liegt Volendam und wir beschlossen, diesem Touristenhotspot mit den Bordfahrrädern einen Besuch abzustatten. Es war recht warm geworden, an die 30 Grad, und wir liessen es gemütlich angehen. Volendam gab sich völlig anders als das beschauliche Monnickendam. Bunte Fassaden, ein Souvenirshop neben dem anderen und Scharen von Touristen aus aller Welt, viele aus Asien. Besonders beliebt waren hier Fotostudios, die einen riesigen Vorrat an Volendamer Trachten bereithielten. Die konnte man anziehen und sich damit fotografieren lassen. Angesichts der Wärme verzichteteten wir aber darauf. Aber bei der Vielzahl an Touristenshops war es kein Problem, hier ein weiteres Exemplar aufzutreiben. Preislich gab es natürlich einen kleinen Volendam- Aufschlag, aber was solls. Nun also wieder gut behütet, ging unsere Sightseeing- Tour weiter und wir schauten uns den Hafen an. Hier lagen einige sehr nette Boote. Später machten wir uns auf die Rückfahrt nach Monnickendam zu unserem Boot. Fortsezung folgt.
__________________
Viele Grüsse, Wolfgang
|
||||
|
#28
|
||||
|
||||
|
Am nächsten Tag sollte es weitergehen. Freunde aus unserem Heimathafen hatten ebenfalls Urlaub und waren jetzt gerade in Urk.
Wir verabredeten ein Treffen im Urker Gemeindehafen. Und so ging es endlich wieder aufs offene Wasser. Nach den langen Kanaletappen im Fussgängertempo in der Bollenstreek war es schön, mal wieder etwas schneller fahren zu können. Wir warfen noch einmal einen Blick auf Volendam von der Wasserseite und gingen dann auf Ostkurs nach Lelystad. Mit etwas erhöhter Drehzahl schob uns der gute D4 ordendlich vorwärts und produzierte eine ansehliche Heckwelle. So waren wir recht schnell in Lelystad und erreichten die Houtribsluis. Nach nur kurzer Wartezeit waren wir geschleust und fuhren nun wieder auf dem Ijsselmeer. Noch einmal rutschte der Fahrhebel etwas weiter nach vorn und schon tauchte der Leutturm von Urk vor uns auf. Unsere Freunde lotsten uns auf einen freien Liegeplatz im Gemeindehafen. https://www.urk.nl/haven Sie hatten gar nicht so schnell mit uns gerechnet... Wir unternahmen noch eine Radtour am Ketelmeer entlang zum Schokkerhaven mit kleiner Pause und Appeltaart. Abends ging es ins Restaurant De Zeebodem https://www.dezeebodem.nl/, wo uns ein wunderbares Abendessen serviert wurde. Später genossen wir den warmen Sommerabend auf unseren Booten bei einem kleinen Sundowner. So konnte man es aushalten... Fortsezung folgt.
__________________
Viele Grüsse, Wolfgang
|
||||
|
#29
|
||||
|
||||
|
Wir hatten mit unseren Hafennachbarn aus Zutphen ein nettes Wochenende bei bestem warmen Sommerwetter in Urk verbracht. Die Beiden fuhren mit Ihrer Scand zurück nach Zutphen, da ihr Urlaub vorbei war.
Wir hingegen hatten immer noch eine ganze Woche zur Verfügung und beschlossen, noch einmal aufs Ijsselmeer hinaus zu fahren. Also verliessen wir den Urker Gemeindehafen und gingen auf Nordkurs. An der endlosen Reihe von Windrädern entlang ging es zunächst schnurgerade gen Norden, bis wir dann am Rotterdamse Hoek Richtung Lemmer einschwenkten. Durchs Lemstergeul fuhren wir bis zum Jachthaven Friese Hoek, wo wir einen netten Liegeplatz ergatterten. https://www.friesehoek.nl/de/ Es war nocht recht früh am Tag und wir unternahmen mit den Bordfahrrädern eine kleine Radtour, die uns nach Wijckel und Sloten führte. Später trafen wir noch eine Stangenbootcrew aus der Heimat, die mit ihrer Phantom ebenfalls in Friese Hoek liegen. Nach dem Abendessen im Restaurant nahmen wir noch einen Drink auf der Segelyacht, bevor diese am nächsten Tag nach Texel fahren sollte. Wir verbrachten den nächsten Tag auch noch in Lemmer und weil es noch einmal sehr warm wurde, legten wir einen Strandtag am Lemmer Beach ein. Fortsetzung folgt.
__________________
Viele Grüsse, Wolfgang
|
||||
|
#30
|
||||
|
||||
|
Wir waren nun in unserer letzten Urlaubswoche angekommen und mussten nun langsam, aber sicher wieder unseren Heimathafen in Zutphen ansteuern.
Auf dem Weg dahin sollte es zur Abwechslung einmal binnen über Vollenhove gehen. Von unserem Hafen "Friese Hoek" war es nur ein kleines Stück zur "Friese Sluis", die uns nach kurzer Wartezeit auf die Lemstervaart entliess. In und auf dem schlammigen Wasser war reichlich Kraut zu sehen und wir kurvten im Slalom um die grössten Inseln herum. Später wurde es dann weniger und wir erreichten dann auch bald Emmelord. Hier endet die Lemstervaart und man kann nach Steuerbord auf die Urkervaart abbiegen. Wir wählten jedoch den Weg nach Backbord und befanden uns nun auf der Zwolse Vaart. Diese brachte uns nach Marknesse, wo wir die Marknessersluis passierten. Weiter ging es durch den Voorsterbos, ein dichtes Waldgebiet, bevor wir die Voorstersluis erreichten, die uns in den Vollenhoverkanaal schleuste. Der war zwar recht breit, aber weitgehend untief. Lediglich die Fahrrine war halbwegs ausreichend für unsere 1,10 m Tiefgang. Wir fuhren am Jachthaven Aquador vorbei und bogen dann nach Steuerbord in den Passantenhaven von Vollenhove ein. Dieser war bereits recht voll, doch wir ergatterten noch einen netten Liegeplatz. https://havensweerribbenwieden.nl/vollenhove/ Später unternahmen wir noch eine kleine Radtour in die Umgebung, vorbei an Blumenfeldern und einer Weide mit prächtigen Friesenpferden. Zurück im Hafen genossen wir die fischigen Leckereien, die die Palingrokerij direkt am Hafen anbietet. https://www.palingonline.nl/ Fortsezung folgt.
__________________
Viele Grüsse, Wolfgang Geändert von Käptn Bob (Heute um 09:25 Uhr)
|
||||
![]() |
|
|
Ähnliche Themen
|
||||
| Thema | Autor | Forum | Antworten | Letzter Beitrag |
| Von der Ijssel nach Zeeland und zurück, Stella auf ihrem Sommertörn | Käptn Bob | Niederlande | 33 | 04.04.2023 09:38 |
| Sommertörn 2022 Friesland - Waddenzee -Ijsselmeer | Thor Sten | Woanders | 5 | 14.11.2022 18:09 |
| Wie kommt der Anfänger auf die Waddenzee? | HimbeerToni | Woanders | 44 | 12.07.2018 13:27 |
| Wegpunkte Waddenzee / Nordsee | schonOK | Technik-Talk | 8 | 11.05.2005 07:32 |
| Ijsselmeer/Waddenzee | Skip_Baer | Woanders | 2 | 22.02.2002 21:54 |