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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

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  #26  
Alt 13.01.2026, 14:48
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Zitat:
Zitat von milton Beitrag anzeigen
Es gibt halt extra Kabel, die sind dafür gemacht, in Kisten wie unseren Booten verlegt zu werden. Nasgaföu und, etwas eingeschränkter, auch HO7RN-F.
Magst du das etwas naeher ausfuehren? Das eigentliche Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass Draehte dort einfach kaum vernuenftig zu installieren sind. Ich hatte mich trotzdem dafuer entschieden, weil ich mal gelernt hab, Litze macht man bei Netzstrom nicht. Allerdings ist das originale Herdanschlusskabel tatsaechlich Litze - hab da halt Klemmhuelsen druebergestuelpt, k.A. ob das so eine gute Idee ist.
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  #27  
Alt 13.01.2026, 16:05
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Da hier im BF genügend unterwegs sind, die das beruflich machen (z.T. sogar studiert), werde ich hier nicht mein Halbwissen verbreiten.
Das mit den Einzellitzen z.B. ist so auch wieder nicht richtig. Ich habe z.B. meinen Landanschluß mit 3 St. Litzen 16mm Nasgaföu an den Quattro gehängt. Die Werft hatte hier vorher auch 3 St. 10mm-Kabel verbaut, allerdings irgendwas einfaches mit PVC-Mantel. Das Ganze jedoch OHNE (!) Leitungsschutzschalter, da diese nicht in Nähe des Landanschluß befestigt werden können.
Da sAGnze kann kurzfrisitg (Sekunden) mit 128A betrieben werden, 64A wäre auch mittelfristig (10 Minuten) möglich und das eigentlich überall verbreitete 32A kann dauerhaft angelegt sein.
LA-Kabel ist ein 3x6mm. Das praktisch hier wegen Querschnittsprung die Funktion des Leitungsschutzes für die interne Verkabelung übernimmt.

Dein Ofen kann ja sicher auch 25A ziehen. Da sollte man schon vorsichtig sein und ggf. mit den Querschnitten auf mind. 4mm hochgehen, je nach Entfernung zum Generator evtl. sogar 6 oder im Extremfall 10mm. Und spätestens hier wird es dann schwierig, wenn man keine einzelnen Litzen verwenden will.

Die Art der Aderenden ist von der Art der Klemmung abhängig. Es gibt welche die Kommen nur mit und welche die kommen mit und ohne Aderendhülsen klar.

Ja und nun zum Kabelschacht/kanal. Ds lass dir am Besten von den Profis erklären
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Viel Grüße,

Milton

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  #28  
Alt 13.01.2026, 16:31
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Die Querschnitte sind fuer den Zweck schon in Ordnung, die 40A vom Generator haben 6mm2. Aber genau das ist ja das Problem: Wenn der Winkel dieser Draehte am Schalter nicht vorher schon stimmt, kannst du das anknallen wie du willst, faellt trotzdem wieder raus.

Deshalb ist meine Frage, was sind diese Kabel von denen du sprichst? Und wie klemme ich sie sicher in 220V Zeugs?
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  #29  
Alt 13.01.2026, 16:41
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Zitat:
Zitat von Mantriur Beitrag anzeigen
Die Querschnitte sind fuer den Zweck schon in Ordnung, die 40A vom Generator haben 6mm2. Aber genau das ist ja das Problem: Wenn der Winkel dieser Draehte am Schalter nicht vorher schon stimmt, kannst du das anknallen wie du willst, faellt trotzdem wieder raus.

Deshalb ist meine Frage, was sind diese Kabel von denen du sprichst? Und wie klemme ich sie sicher in 220V Zeugs?
Deine Beschreibung macht mich etwas nervös. 40A an einer Klemmung, die "sowieso wieder rausfällt". Lass das bitte einen Fachmann ansehen. Das kann im schlimmsten Fall eine Lichtbogen erzeugen, dann dauerts genau 4-5 Sekunden und irgendwas brennt.

Udn wenn du es unbedingt selbst machen willst. Las dir von Conrad/ Reichelt, etc. eine Kleinverteilung mit Hutschiene, schicken und klemm da alles rein. Nimm am einfachsten Durchgangsklemmen, die kannst du mit oder ohne Aderendhülsen verwenden. Und dne komischen Allpoligen Schalter würde ich ganz rausschmiessen (durch ne Automatik ersetzen, ) oder durch was Neues ersetzen, wenn man da drn nicht ordnungsgemäß klemmen kann.

Bei 40A Wechselstrom hört der Spaß auf. Definitiv.
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Milton

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Geändert von milton (13.01.2026 um 16:58 Uhr)
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  #30  
Alt 13.01.2026, 17:05
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Zitat:
Zitat von milton Beitrag anzeigen
Deine Beschreibung macht mich etwas nervös. 40A an einer Klemmung, die "sowieso wieder rausfällt".
"Wenn der Winkel nicht stimmt". Jetzt ist zugfest, aber hat halt einen Tag gedauert, bis die Klemmen wirklich sicher klemmten. Dafuer sind die eh schon unterisolierten Kabel jetzt halt echt beschissen verlegt. Hab den Schalter echt hassen gelernt. :P

Zitat:
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Bei 40A Wechselstrom hört der Spaß auf. Definitiv.
Dann willst du vermutlich nichts ueber die freien Batteriepole 3cm unter einem Stahltraeger wissen? Ich hab in der ersten Woche unendliche Mengen Gummi verbaut. :-D
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  #31  
Alt 13.01.2026, 18:19
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Moin moin,

Zitat:
Zitat von Mantriur Beitrag anzeigen
Magst du das etwas naeher ausfuehren? Das eigentliche Problem bei der ganzen Geschichte ist, dass Draehte dort einfach kaum vernuenftig zu installieren sind. Ich hatte mich trotzdem dafuer entschieden, weil ich mal gelernt hab, Litze macht man bei Netzstrom nicht. Allerdings ist das originale Herdanschlusskabel tatsaechlich Litze - hab da halt Klemmhuelsen druebergestuelpt, k.A. ob das so eine gute Idee ist.
mooooment mal, soll das etwa heißen, Du hast da starre Leitung verbaut? Dann ist das allerdings grob fahrlässig - weder in Kraftfahrzeugen noch auf Schiffen haben irgendwo starre Leitungen etwas zu suchen, die gehören ausschließlich bei Festinstallationen an Land benutzt.
Und selbstverständlich kann man Netzstrom über Litze (genauer:fein- oder feinstdrähtige Leitungen) führen, auch wenn diese fest installiert werden - wichtig sind dafür die Vorgaben aus der VDE0100-520:
-feste Installation ohne zusätzliche Umhüllung nur zulässig, wenn zum Anschluß fest installierter Betriebsmittel
-mindestens für mittlere Beanspruchung geeignet (also z.B. nicht die H03VV-F 3*0,75mm^2 aka Textilleitung, weil die nur für leichte Beanspruchung geeignet ist) - schwere Gummischlauchleitung H07RN-F, was für Landanschlußleitungen Standard ist kann man dagegen perfekt auch fest verlegen, genauso wie die deutlich besser zu handelnde Alternative H07BQ-F aka Ölflex-Kabel.

Und ich könnte mir ebenfalls sehr gut vorstellen daß Deine Installationsprobleme bezüglich Platz bei Verwendung entsprechender flexibler Leitung deutlich geringer ausfallen würden...

lg, justme
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  #32  
Alt 13.01.2026, 18:31
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Zitat:
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mooooment mal, soll das etwa heißen, Du hast da starre Leitung verbaut?
Joa. Schon. Weil ... macht man so?

Zitat:
Zitat von justme Beitrag anzeigen
Dann ist das allerdings grob fahrlässig - weder in Kraftfahrzeugen noch auf Schiffen haben irgendwo starre Leitungen etwas zu suchen, die gehören ausschließlich bei Festinstallationen an Land benutzt.
Da halte ich mich einmal an das, was man mir vorgelogen hat, und dann stimmt doch das Offensichtliche!

Zitat:
Zitat von justme Beitrag anzeigen
Und selbstverständlich kann man Netzstrom über Litze (genauer:fein- oder feinstdrähtige Leitungen) führen [...]
Klar. Geht nur um die Uebergaenge.

Na ja, und der Rest ist mir schonmal untergekommen. Aber, siehe oben ...

Zitat:
Zitat von justme Beitrag anzeigen
Und ich könnte mir ebenfalls sehr gut vorstellen daß Deine Installationsprobleme bezüglich Platz bei Verwendung entsprechender flexibler Leitung deutlich geringer ausfallen würden...
No shit.:/
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  #33  
Alt 13.01.2026, 18:39
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Machen Profis das eigentlich immer richtig?
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Gruß
Ewald
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  #34  
Alt 13.01.2026, 18:44
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Zitat:
Zitat von Libertad Beitrag anzeigen
Machen Profis das eigentlich immer richtig?
Klar.
Deshalb posaunen die besten hier auch immer aus dem Turm.
Selbst wenn sie kein Boot (mehr) haben.
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Gruss, Dirk
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  #35  
Alt 13.01.2026, 18:57
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Bei der Unterhaltung faellt mir grad auf, wie sehr man sich als Ich-Schraub-Alles-Mensch dann doch auf die Expertise Anderer verlaesst. Abschreiben, abschrauben ... aeh, irgendwie so. Ohne gute Vorarbeit wird das Eis duenn.
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  #36  
Alt 13.01.2026, 19:10
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Zitat:
Zitat von Mantriur Beitrag anzeigen
Bei der Unterhaltung faellt mir grad auf, wie sehr man sich als Ich-Schraub-Alles-Mensch dann doch auf die Expertise Anderer verlaesst. Abschreiben, abschrauben ... aeh, irgendwie so. Ohne gute Vorarbeit wird das Eis duenn.
So ist das.

In "former times" hatte man keinen Rückhalt bei Youtubedeppen oder Forenposern.

Wenn man sich da interessiert hat, kaufte man z.B. aus dem Delius-Klasing Verlag den Band "Elektrik an Bord".
Einfach und verständlich, hat den Leser vor Gröbstem bewahrt ohne den letzten Winkel der VDE vermitteln zu wollen.

Aber die Autoren dieser Zeit waren auch nicht davon getrieben, nach einem langen Arbeitsleben fehlende Anerkennung durch Forengeklatsche ausgleichen zu wollen.
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Gruss, Dirk
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  #37  
Alt 13.01.2026, 20:52
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Moin moin,

Zitat:
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Joa. Schon. Weil ... macht man so?

sorry, aber nein, eindeutig nein - starre Leitungen haben überall dort, wo Bewegungen und Vibrationen auftreten können nichts, aber auch gar nichts verloren - in Fahrzeugen wird mit flexibler Leitung (und passender Eignung für den Fahrzeugverbau) installiert, völlig egal ob 12V oder 230V. DAS solltest Du in der Tat ändern - bei starrer Leitung hilft Dir auch keine irgendwo verbaute Zugentlastung wenn's blöd kommt, die kann ganz simpel brechen.

Über Leitungen ohne Mantel in Installationsräumen (also ohne die Möglichkeit, daß irgendwas diie berühren, bewegen oder dagegenkommen kann) kann man ja meinetwegen noch diskutieren - aber starre Leitung ist ein absoutes No-Go

lg, justme
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  #38  
Alt 14.01.2026, 07:26
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Joa. Schon. Weil ... macht man so?
__________________________________________________ ____
Nein, macht man so nicht!

Wenn das wirklich starre Leitungen sind. Bitte lass das einen Profi überarbeiten. 40A Wechselstrom. Dir ist schon klar, das man bereits mit einem Viertel davon Inverter-Schweißen kann.

Jetzt bin ich aber raus, weil bereits Leute im Thread sind, die im Gegensatz zu mir, hierzu echtes Fachwissen haben.
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Viel Grüße,

Milton

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  #39  
Alt 14.01.2026, 15:21
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Zitat:
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sorry, aber nein, eindeutig nein - starre Leitungen haben überall dort, wo Bewegungen und Vibrationen auftreten können nichts, aber auch gar nichts verloren - in Fahrzeugen wird mit flexibler Leitung (und passender Eignung für den Fahrzeugverbau) installiert, völlig egal ob 12V oder 230V. DAS solltest Du in der Tat ändern - bei starrer Leitung hilft Dir auch keine irgendwo verbaute Zugentlastung wenn's blöd kommt, die kann ganz simpel brechen.
Ich hatte mir dabei nichts gedacht, weil die Mehrheit der 220V-Leitungen tatsaechlich starr sind, auch die, die m.E. noch die Originalinstallation sind. Dass flexible Leitungen besser sind, finde ich tatsaechlich positiv - ich hasse es mit Draehten zu arbeiten, die bekommst du nie zugfrei verlegt.

Gibt es ein "Standard"-Kabel fuer sowas, wo man sich mal ein paar Meter hinlegen koennte? Ich hab nur H07BQ-F gefunden, dass sieht m.E. recht passend aus und ist in verschiedensten Kombinationen erhaeltlich.

Verklemmt wird das dann mit Huelsen, oder gibt es da was besseres?
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  #40  
Alt 14.01.2026, 16:11
fignon83 fignon83 ist offline
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Ich muss mich outen:
Ich habe/hatte auch starre Leitungen verbaut. Habe alle ausgetauscht. Bis auf zwei: FI und eine Steckdose (direkt nach TT &Ausgang) sind auf einer Hutschiene montiert und mittels starrer Leitungen verbunden (geklemmt).

Allerdings hatte ich vor Austausch meine Elektrik vom Fachmann (mit Protokoll) begutachten lassen. Über die (damals noch zahlreicheren) starren Leitungen hat er nicht gemotzt. Die waren aber nur ausschließlich zur Unterverteilung im Schrank verwendet worden, nicht "auf Strecke".

Wenn noch klassisch geklemmt werden muss, nehme ich Adernendhülsen auf flexibler Litze oder (jetzt nur noch) gleich die Wagoklemmem.
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  #41  
Alt 15.01.2026, 11:15
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Ja, das wurde bis vor ca. 50 Jahren so gemacht. Ist halt so wie mit Lüsterklemmen ein Kabel verlängern. Nicht verboten aber nicht mehr üblich.
__________________
Gruß Uli07

Die Augen hatten Angst vor der Arbeit die Hände nicht ...
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