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| Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik. |
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Themen-Optionen |
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#1
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Hallo. Ich habe meinen Suzuki DT 140 unten rum zerlegt und neu gelagert. Bevor ich jetzt ins Wasser gehe, sagt mir doch mal zu welcher Seite ich die Trimmflosse einstellen soll. Eher nach rechts oder nach links?
Ich kann mich nicht mehr erinnern. Grüße Martin |
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#2
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Hallo, Du stellst sie von hinten gesehen in die Richtung, in die das Boot bei ausgetrimmter Fahrt fahren möchte. Vor dem Wassern macht man das nicht.
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher. |
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#3
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Ich dachte das man auf Grund der Drehrichtung der Schraube, schon mal eine Voreinstellung machen kann.
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#4
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Nein, die Stellung der Flosse ist abhängig vom Trimmwinkel des Motors bei gewöhnlicher Fahrt. Bei einem Motor mit hydr. Trimmeinrichtung stellt man sie erst einmal gerade und testet dann.
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher.
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#5
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Ok. Danke. Dann stelle ich sie erst mal gerade.
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#6
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Meistens wird die ein Paar grad nach rechts gestellt bei rechtsdrehenden Außenbordern, um den Radeffekt zu kompensieren. Aber wie bereits geschrieben wurde, erst Default testen, dann minimal verändern und erneut testen. Ist eine sisyphus Arbeit.
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Grüße Gordon Nüffe? Welfe Nüffe? |
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#7
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Zitat:
https://www.boote-forum.de/showthrea...51&#post930851 Die Drehrichtung des Prop hat auf die sich ändernden Schubverhältnisse beim Trimmen keinen Einfluss.
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher. |
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#8
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Ich will jetzt nicht unnötig diskutieren, aber du sagst selbst, dass "die Schubkräfte der auf- bzw. abtauchenden Propseite unterschiedlich stark." sind also hat die Drehrichtung sehr wohl einen Einfluss.(aufs Trimmen nicht aber auf die Drehrichtung der Finne)
Aber klar, das meinte ich mit testen. Erstmal gleiten und optimal trimmen. Zieht es dann trotz leichter Lenkbewegung in eine Richtung, ist die Flosse dran. Jedoch habe ich nur eine Kabellenkung. Keine Ahnung, ob man das bei einer Hydraulik überhaupt merkt...
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Grüße Gordon Nüffe? Welfe Nüffe? |
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#9
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher.
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#10
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Das Thema ist zwar uralt, aber egal...
Wenn das Boot - sagen wir mal, nach rechts zieht, dann soll man die Trimmflosse ebenfalls nach rechts stellen, damit das Boot wieder geradeaus fährt. Da sind sich die Experten einig, so steht es auch in einigen Betriebsanleitungen und das ist insoweit logisch, als der Wasserdruck vom Propeller auf die Trimmflosse den Motor dann etwas nach links drückt und den Rechtsdrall so ausgleicht. Nun, bei mir war es genau anders 'rum. Als ich meinen defekten alten Zweitakter gegen einen 80-PS-Yamaha-Viertakter eingetauscht habe, stand die Trimmflosse zunächst mittig, aber das Boot zog nach rechts. Also: Trimmflosse nach rechts verstellt, Ergebnis: Boot zieht noch stärker nach rechts. Also: entgegen dem Rat der Fachleute Flosse nach links verstellt, und siehe da: Boot fährt geradeaus. Frage: wie kommt das? Antwort: auf die Trimmflosse - bei meinem Yamaha ist die fast handtellergroß - wirkt ja nicht nur der Wasserdruck des Propellers, sie hat auch eine gewisse Ruderwirkung für das ganze Boot. Und wenn das Bootsruder nach rechts steht, dann fährt das Boot halt nach rechts. Bei meinem Boot war es jedenfalls definitiv so, dass ich die Trimmflosse nach links verstellen musste, um zu verhindern, dass das Boot nach rechts zog. Fazit: Probieren geht über Studieren...
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Pozdrav, Gerd Boot-Fahren ist die teuerste Art, unbequem zu reisen. |
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#11
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Zitat:
Beschreibe mal genau mit welchem Trimmwinkel Du Deinen rechtsdrehenden Motor betrieben hast als das Boot nach rechts zog, bevor Du die Finne von hinten gesehen nach links verstellt hast.
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher. |
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#12
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Weil ich in Kroatien im Wasser stehend mühelos an den Motor 'ran komme, habe ich die Trimmflosse bei nach rechts ziehendem Boot erst mal etwas nach rechts verstellt, dann etwas mehr, schließlich bis zum Anschlag, und je weiter ich sie nach rechts verstellt habe, desto stärker zog das Boot nach rechts. Dann habe ich sie nach links verstellt, so etwa in die Mitte zwischen geradeaus und Linksanschlag, und jetzt ist alles gut.
Ich weiß ja, das widerspricht allen Regeln, aber so ist es nun mal. Bliebe noch anzumerken, dass das Boot nicht nach einer Seite hängt, der Motor exakt mittig montiert ist und außer dem Motor nichts auf die Fahrtrichtung einwirkt. Und was den Powertrimm betrifft: den habe ich einige Male mal etwas mehr, mal etwas weniger verstellt, ohne dass das auf den Rechtsdrall eingewirkt hätte. Der steht so, wie er muss = dass das Boot in Verdrängerfahrt die Nase nicht zu stark anhebt, leicht in's Gleiten kommt und in Gleitfahrt nicht wippt, ich schätze mal so ungefähr 15 Grad von der Nullstellung. Der Trimm steht optimal, jede andere Einstellung wäre schlechter.
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Pozdrav, Gerd Boot-Fahren ist die teuerste Art, unbequem zu reisen. Geändert von kornatix (08.10.2025 um 08:24 Uhr) |
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#13
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Hast Du nachdem Du die Finne nach rechts verstellt hast bei den Probefahrten den Trimm sofort nach dem Start in die für Dich optimale Position gebracht?
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Gruß aus Berlin Jörg ![]() Es wird immer jemand geben, der etwas gutes etwas billiger und schlechter herstellt, als bisher. |
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#14
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Ich glaube zu wissen, worauf Du hinaus willst. Natürlich kann auch die Trimmung des Motors eine Rolle spielen, wenn z.B. die Kavitationsplatte (heißt die so?) nicht parallel zur Wasseroberfläche bzw. zum Kiel steht. Den Motortrimm habe ich aber bei und nach Verstellung der Trimmflosse nicht verändert. Der ist wirklich sowohl für Verdränger- als auch für Gleitfahrt optimal, und mit "Trimmflosse nach links, weil das Boot nach rechts zog" ist ja alles gut.
Ich vermute - genau weiß ich das nicht - , dass der Bootskiel da eine Rolle spielt. Bei einem stark gekielten Boot könnte ich mir vorstellen, dass der Kiel das Boot in Richtung hält und die Ruderwirkung der Trimmflosse sich kaum bemerkbar macht, die Einstellung der Trimmflosse nach links oder rechts aber schon. Mein Boot hat so gut wie gar keinen Kiel und wenn ich bei Wind langsam fahre oder den Gang 'raus nehme, dann treibt es nicht geradeaus, sondern dahin, wohin der Wind es weht, und dann gibt es oft Hafenkino. Deshalb vermute ich, dass die Ruderwirkung der Trimmflosse nach rechts bei mir stärker ist als die Einstellung, die den Rechtsdrall ausgleichen soll. (Puh, ist das irgendwie verständlich?) Wie dem auch sei: ich will ja hier keine neuen Regeln aufstellen oder gar Fachwissen in Frage stellen. Mir ging es nur darum festzustellen, dass das, was grundsätzlich richtig ist (= Trimmflosse in die Richtung, in die das Boot zieht) nicht immer richtig sein muss. Und, wie sagt meine Frau immer? "Schön, dass wir mal darüber gesprochen haben."
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Pozdrav, Gerd Boot-Fahren ist die teuerste Art, unbequem zu reisen. Geändert von kornatix (08.10.2025 um 13:29 Uhr) |
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#15
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Zitat:
Allein der Trimmwinkel des Motors (die Stellung des Prop im Wasser) ist für das Zurseiteziehen verantwortlich,ausschließlich. Durch ein nicht waagerecht im Wasser laufenden Prop haben die auf- und die abtauchenden Propellerblätter unterschiedliche Schubverhältnisse (man könnte auch sagen eine Seite hat größere „Steigungen“). Dieser einseitig stärkere Schub führt dazu, dass der Antrieb zu einer Seite „geschoben“ wird. Ist der rechtsdrehende Motor dicht an den Spiegel getrimmt, schiebt die rechte, abtauchende Seite des Prop stärker und der Antrieb wird zur rechten Seite geschoben.(Druck auf der Lenkung von links) Die Finne nun nach rechts gestellt wirkt wie ein kleines Ruder und lenkt den Antrieb zurück in Stellung geradeaus. (Druck auf der Lenkung ist bei guter Einstellung weg). Zieht jetzt das Boot zur rechten Seite, wie erst bei Dir Gerd, liegt das daran, dass der Motor erst Dicht an den Spiegel getrimmt war. Da man so eine Trimmstellung nicht lange beibehält und normalerweise den Antrieb vom Spiegel weg trimmt (das Boot soll ja leicht aufgtrimmt über das Wasser gleiten), verändern sich die Schubverhätnisse am Prop (linke, auftauchende Seite bekommt mehr Schub, Antrieb wird nach links geschoben). Hier muß die Finne so wie bei Dir dann natürlich nach links verdreht werden um Druck von der Lenkung zu nehmen. Zum Schluss noch die Bemerkung, dass diese Trimmflosse immer nur für einen einzigen Trimmwinkel optimal eingestellt werden kann, Sie ist bei einem Motor mit hydr. Trimmeinrichtung im Prinzip unnötig, bei gutem Setup stört sie mehr als sie nutzt, der Daumen des Fahrers macht alles nötige. Habe fertig…
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#16
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Ich hab an der Trimmflosse mal spaßeshalber rumgespielt, nach links, nach rechts und mittig-macht alles keinen wirklichen Unterschied. Allerdings ist die Flosse bei meinem 60er Suzi auch nicht gerade groß.
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#17
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@checki, alles, was Du schreibst, ist richtig. Mir ging es lediglich um die Feststellung, dass das, was grundsätzlich richtig ist, nicht immer richtig sein muss und dass Probieren über Studieren geht.
Auch das, was Du über den Powertrimm-Winkel schreibst, ist richtig. Mein Motor ist so getrimmt, dass das Boot sowohl bei Verdränger- als auch bei Gleitfahrt fast plan liegt, weil ich es einfach doof finde, mit hoch erhobener Nase durch die Gegend zu fahren und mich hinstellen zu müssen, um vorne überhaupt was sehen zu können. Besonders bei RIBs sieht man das ja oft: Bug steil in der Luft und Motor fast unter Wasser. Nur bei Rauhwasser trimme ich den Motor etwas hoch, so dass das Boot weicher einsetzt und das Spritzwasser seitlich weg geht. Mag sein, dass der Rechtsdrall meines Bootes durch den Motortrimm verursacht wurde, aber das habe ich ja durch Verstellen der Trimmflosse in die "falsche" Richtung ausgeglichen. Ende gut, alles gut...
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Pozdrav, Gerd Boot-Fahren ist die teuerste Art, unbequem zu reisen. |
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