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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel! |
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Themen-Optionen |
#1
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Hallo liebes Forum,
ich stelle mal eine Frage nach dem Motto ich frage zwar, aber antwortet bitte dass, was ich hoeren moechte ![]() Nein nicht ganz, aber ich stelle mir ernsthaft die Frage, ob es sich derzeit lohnt, zum Bootskauf (ca. 160.000 Euro) einen Gutachter hinzuzuziehen. Folgendes Szenario: Man hat sein Wunschboot gefunden, was derzeit schon mal nicht einfach ist. Der Preis und Ort passt, der Verkaeufer macht einen serioesen und das Boot einen gepflegten Eindruck. Der angegebene Verkaufsgrund klingt plausibel, man selbst ist kein Fachmann, aber auch nicht voellig technikfremd und wuerde, so die Hoffnung, grobe Maengel schon entdecken. Natürlich ist man bei einem solchen Boot auch nicht der einzige Interessent. Was bringt einem also in einer solchen Situation der Gutachter tatsaechlich? Fall 1: Der Gutachter findet nichts (weltbewegendes). Man ist um die Summe X aermer, kann aber ruhig schlafen, wenn man das Boot tatsaechlich bekommt. Fall2: Man bekommt das Boot nicht und die Kohle für den Gutachter ist auch weg. Fall 3: Der Gutachter findet Maengel in Hoehe der Summe X Der Verkaeufer rueckt aber nicht vom Kaufpreis ab, weil er ja noch weitere Interessenten hat, die das Boot wie angeboten kaufen wuerden. Aus Fall drei ergeben sich dann wieder zwei Moeglichkeiten. 1. Man laesst die Finger von dem Boot und aergert sich, dass die Suche wieder von vorne losgeht und das naechste Boot vielleicht noch schlechter ist. Das Gutachterspiel beginnt wieder von vorne... 2. Man kauft das Boot trotzdem und aergert sich, das Geld fuer den Gutachter nicht in die Reparatur gesteckt zu haben. Einzig befriedigend waere hier Fall 1 und da haette man dann auch auf den Gutachter verzichten koennen ![]() Das ganze immer vor dem Hintergrund der derzeitigen Marktsituation. Der Markt ist nach meiner Ansicht leergefegt und die meisten Boote sind ueberteuert. Warten ist allerdings auch keine Option, weil niemand sagen kann, ob und wann es besser wird.... Also kurz gefragt, will ich es ueberhaupt wissen und was bringt es mir? Wie wuerdet Ihr das handhaben? Bitte ehrlich und nicht lehrbuchhaft antworten. Weil lehrbuchhaft heisst immer mit Gutachter. Danke vorab und Grusse Guido
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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Rene Descartes) Geändert von GWH (26.10.2021 um 11:27 Uhr)
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#2
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Der Gutachter bringt dir nur was wenn er einen größeren Schaden aufdeckt (Osmose oder sowas) und du vom Kauf abrücken kannst ohne viel Lehrgeld zu bezahlen, ansonsten weist du nachher zumindest was aktuell Sache ist beim Boot.
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mit sportlichem Gruß Hendrik __________________ ![]() |
#3
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wenn der derzeitige Eigner Dir alle ihm bekannten Mängel aufgezeigt hat und danach ist der Preis immer noch interessant, dann sollte er doch kein Problem damit haben wenn ein Gutachter weitere neue Mängel erkennt, die dann eine Nachverhandlung ergeben muss.
Bei uns war es so, dass wir eine eventuelle Reparatursumme im Vorvertrag festgelegt hatten. Bis zu diesem Betrag ist es Sache des Verkäufers, oberhalb der Summe haben beide ein Rücktrittsrecht oder müssen halt nachverhandeln. War eine ehrliche und faire Angelegenheit und die 1000 € Gutachterkosten waren bei ähnlicher Kaufsumme gut angelegtes Geld, da Reparaturen von ca. 6000 € gemacht werden mussten
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Gruß - Georg |
#4
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Ich habe noch nie ein Gutachter ( egal ob Häuser, Autos oder Boote ) zu Rate gezogen. Das Gutachten ist eine Momentaufnahme. Ein kapitaler Motorschaden der in 3 Wochen dein Traum zum Plätzen bringt, wird der Gutachter auch nicht erkennen. Gehe immer von Folgekosten, in Form von Reinigung, Austausch, Wartung usw. aus. Und wichtig: das Bauchgefühl muss passen. Und nicht nur du, sondern deine Familie muss dahinter stehen. Dann sind spätere Diskussion und Schuldzuweisungen ausgeschlossen.
Habe letztlich nie Käufe bereut.
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Gruß Holger
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#5
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Hallo GWH (oder wie Dein Name auch immer sein mag ...),
der Jurist würde sagen: Kommt drauf an ... Je neuer das Boot, desto weniger Beanstandungen sollten anzutreffen sein. Um das Risiko für beide Parteien kalkulierbarer zu machen, wird üblicherweise im Kaufvertrag folgende "Klausel" sinngemäß aufgenommen: Findet ein Gutachter Mängel die 5% ...10% des Kaufpreises übersteigen, so hat a) der Käufer das Recht vom Kauf zurückzutreten, oder b) der Verkäufer kann den Mangel beheben (lassen), oder c) der Kaufpreis wird um die Höhe der zu erwartenden Rep.-Kosten gesenkt. Insofern ist ein Gutachter - als neutrale dritte Person mit i. d. R. alleseits akzeptierter Fachkenntnis - immer eine gute Sache. Wenn Du aber, wie Du selbst schreibst: Technisch nicht ahnungslos bist, der Verkäufer vertrauenserweckend ist, das Boot sich in einem guten Pflegezustand befindet, der Preis marktgerecht erscheint, dann spricht auch nichts gegen den (schnellen) Kauf ohne Gutachten. Ein guter Freund mit technischem (Boots-)Sachverstand, der nicht in Verblendung des neues Objektes recht nüchtern die Sachlage analysiert, kann auch helfen, kostet meist nichts und ist schnell bei der Hand. Auch ein Vorvertrag mit kleiner Anzahlung, kann Dir die Option sichern das Boot zu kaufen, aber erst nach erfolgtem Gutachten. Ich habe dieses Jahr auch ein Boot im Bereich 50K in Griechenland ohne Gutachter und auch ohne Makler von Privat gekauft. Hingefahren, 5h lang ausgiebig und ganz alleine (ohne beisein des Eigners oder Werftbetreibers) alles in Augenschein genommen, in jede Ritze gekuckt, mir eine Liste und Fotos aller Beanstandungen gemacht und damit untermauert einen Preisabschlag von 2K rausverhandelt. Nun war ich bereits zwei Wochen intensiv am Boot, um das Refit in Angriff zu nehmen. Soweit bis jetzt alles wie erwartet. Also, geht auch ohne Gutachter, wenn man schon Erfahrung mit dem Besitz von Booten hat (wie in meinem und wohl auch in Deinem Fall). Mein Tip: Nimm den technisch versiertesten Freund mit, besichtige das Boot an Land und teste es natürlich im Wasser und mach den Deal. Hinterher ärgerst Du Dich schwarz, wenn ein anderer schneller war und dann hier im Forum toll berichtet was für ein tolles Boot er als Neuerwerb hat ... Viel Erfolg wünscht Dir Oliver
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![]() Es braucht einen langen Atem Dingen auf den Grund gehen zu können - Sachkenntnis verkürzt den Weg ungemein! |
#6
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Wir hatten unser letztes Boot ohne Gutachter gekauft, allerdings mit folgendem Hintergrund:
Das Boot wurde vom Vorbesitzer für einen Neukauf in Zahlung gegeben. Wir hatten beim Händler dieses Boot, ohne davon zu wissen, ins Auge gefasst und bei den Vorgesprächen vom Händler den Wartungsordner mit allen Rechnungen des Vorbesitzer zur Einsicht (für 2 - 3 Tage) bekommen. Habe dort die Telefonnummer des ursprünglichen Besitzer gefunden, angerufen und ausführlich über das Boot sprechen können. Dann drei Tage Probefahrt (mit Bordübernachtung) in Absprache mit dem Händler und dieses eingetragen in den Vorvertrag. Daraufhin haben wir gekauft! Vermutlich nicht alltäglich - doch im Vorfeld der Erstbesichtigung (ohne Händler am WE) hatten wir (meine Frau und ich) auch an einen Gutachter gedacht. Ich denke, im Normalfall hätten wir einen Sachverständigen auch für unser kleines Boot) hinzugezogen. Selbst beim Gebrauchtwagenkauf von mehr als 10 oder 15 Tausend habe ich meinem Schwiegersohn geraten, beim ADAC oder TÜV ein Gutachten machen zu lassen. Wenn ich dann überlege, mehr als 10 oder 15 Tausend für ein Gebrauchtboot zu zahlen, rate ich eher zu einem Sachverständigen oder wenigstens zu einem sehr erfahrenem Bootskenner.
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Es ist faszinierend zu sehen, was passiert, wenn man in Geduld abwartet ![]() ![]() |
#7
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Ein Gutachter kann Dir gegebenenfalls Baustellen aufzeigen, die Du eventuell übersehen hast und Dir helfen, die damit verbundenen Kosten verhandlungsrelevant realistisch zu bewerten. Oder Dich davor bewahren, Dir beim Kauf eine blutige Nase zu holen. Wenn Du aber selbst fundierte Kenntnisse und Erfahrung auch im Unterhalt und Instandhaltung/Instandsetzung von Booten hast, kannst Du ein interessantes Boot sicher selbst beurteilen.
Der Haken dabei ist halt immer, dass, wenn es in Nachverhandlungen geht, das Gutachten in der Regel mehr Gewicht hat. Und wenn keine wirklich kaufrelevanten Beanstandungen gefunden werden, hast Du den Vorteil dass noch ein zweiter Sachkundiger gesucht hat wo "Big Bill" lauert. Ob Dir das ein Gutachterhonorar wert ist, musst Du allerding selbst entscheiden.
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When we remember that we are all mad, the mysteries disappear and life stands explained... (Mark Twain) Geändert von Bernd1972 (26.10.2021 um 12:10 Uhr)
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#8
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Ich würde bei einem Boot jenseits der 100.000 Euro immer einen Sachverständigen hinzuziehen, so es sich nicht ohnehin um ein zu restaurierendes Objekt handelt, bei dem ich ohnehin große Summen zu investieren plane.
Und ich würde mir auch ein gutes technische Grundverständnis zugestehen, ohne eine technische Ausbildung genossen zu haben, habe schon an allem möglichen geschraubt, gebastelt und auch so manches zerreppariert, habe ich von meinem Großvater gelernt, voller Inbrunst zerlegen, dann andächtig ein paar Tage liegen lassen und später entsorgen, oder "Ersatzteile" aufheben. Aber bei dem Umfang, wäre mit das eine Expertise wert. |
#9
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Fall 1: alles richtig gemacht.
Fall 2: Normalerweise holt man sich den Gutachter erst wenn man sich grundsätzlich einig ist und der Verkäufer bereit ist das Boot zu reservieren. Fall 3: Ein Osmoseschaden oder defekter Motor kann schnell mal z.B. 20.000 € und mehr kosten. Man verliert vielleicht 1-2 k für den Gutachter kann sich aber nach einem Boot ohne Schaden umsehen. Oder man kann gegenüber dem Verkäufer nachvollziehbar argumentieren, dass das der aufgerufene Preis ohne den Schaden kalkuliert war und hat eine gute Grundlage für die Preisverhandlung. Und selbst wenn man als Käufer so verzweifelt (dumm) ist, dass man nicht über den Preis verhandelt und das Boot mit Schaden kauft, kann einen die Kenntnis des Schadens vor einem viel größeren Schaden bewahren. Etwa wenn das Teakdeck hinüber ist oder es nur ganz vereinzelte Osmoseanzeichen gibt oder auch der spröde Keilriemen rechtzeitig getauscht wird. Gruß Chris |
#10
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Fall 1 : Bei einem Boot mit KP 160.000 an den Gutachterkosten ärmer zu werden ist nicht möglich.
Fall 3: Wenn ein anderer so dumm ist, mit Schäden den Preis zu zahlen ist es doch gut ( für den Verkäufer wie auch für Dich als Nichtkäufer). Es sei denn der Preis ist so ein Schnäppchen, dass aufgedeckte Reparaturkosten immer noch hinnehmbar sind. Wo sind heute Schnäppchen zu erwarten, die auf Käufer warten? |
#11
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Moin zusammen,
ich berichte einfach mal wie es in diesem Jahr bei uns gelaufen ist. Wir haben in diesem Jahr ja gerade zugeschlagen in Form einer Aquastar 38 Ocean Ranger, GFK Halbgleiter mit 1 x Yanmar 6LY2A-STP und Welle mit einem Invest von knapp über 150 k€. Bei diesem Betrag und weil ich mit von Welle angetriebenen Booten kaum Erfahrung habe, haben wir uns auch dazu entschieden einen Gutachter für den möglichen Kauf hinzuzuziehen. Die Entscheidung wurde durch den Bericht und die Empfehlung von Klaus (Fronmobil) in Bezug auf seinen Kauf sehr erleichtert. Wir haben das Boot in Holland auf der Bauwerft von einem Deutschen Eigner gekauft und einen Holländischen Gutachter mit einem Ankaufgutachten beauftrag. Die Werft war in dem Fall Vermittler. Der Umfang des Gutachtens wurde im Vorfeld abgestimmt und definiert und daraufhin ein AG erstellt ... 8 Stunden Besichtigung und Prüfung mit Probefahrt und entsprechenden Messungen (Rumpffeuchte, Temperaturen während Probefahrt, Ladespannungen etc.) für knapp 1% des Kaufpreises ... 1.300 €. Man gibt so viel Geld für Scheixx aus, da war uns dieser kleine Mehrpreis die höhere Sicherheit des Kaufes wert, auch wenn ich sehr viel durchaus selber bewerten kann ... aber ich mache das eben nicht jeden Tag und kenne nicht alle Besonderheiten verschiedener Bootskonstruktionen. Ich habe mir bei einem ersten Termin in Holland das Boot einen halben Tag lang alleine in Ruhe angesehen und dann dem Eigner ein Gebot abgegeben ... nach ein bisschen Verhandlung haben wir uns auf einen Preis vorbehaltlich der technischen Prüfung durch den Gutachter geeinigt. Dann wurde der Gutachtertermin gemacht. Am Vormittag wurde das Boot und alle technischen Systeme soweit möglich im Travellift hängend auf Herz und Nieren geprüft, am Nachmittag waren wir 2 Stunden auf dem Wasser und haben Maschine und Antriebsstrang in allen Fahrzuständen geprüft. Schwerwiegende Mängel wurden erfreulicher Weise nicht gefunden. Verschiedene Kleinigkeiten, welche ich zum Teil auch alleine erfasst hätte, wurden dann nochmal mit dem Eigner diskutiert und entsprechend beseitigt. Es wurden Themen im Wert von ca. 800 €, incl. Öl- und Filterwechsel, durch die Werft auf Kosten des Eigners abgearbeitet, d.h., mich hat das Gutachten 500€ gekostet. Dafür habe ich ein umfangreiches Ankaufgutachten mit einer Bewertung für die feste Taxe der Versicherung (höher als der Kaufpreis) mit der Sicherheit keine strukturellen Mängel zu haben. Was für mich persönlich zudem sehr hoch zu bewerten ist, ich konnte einen Tag lang mit dem Gutachter durchs Boot kriechen und von dem reichen Erfahrungsschatz des Gutachters profitieren. Ich habe in diesem Fall noch so viel allgemeines technisches Wissen aufsaugen können ... dafür alleine hat sich für mich das Gutachten gelohnt. Beispiel: Der Rumpf wurde 2019/20 durch die Werft aufwändig und fachmännisch lackiert ... das habe ich auch durchaus erkannt und beim Eigner hinterfragt ... der Gutachter hat jedoch auch gleich noch bei der Werft hinterfragt, welches Lacksystem benutzt wurde und wie der Farbaufbau ist. Verwendet wurde ein Awlgrip-System, welches laut Gutachter nicht poliert werden darf ... das hätte ich nicht gewusst und auch nicht hinterfragt und diesen Winter gleich die Lackoberfläche zerstört. Was habe ich für den geringen Mehrpreis zum Kaufpreis erhalten: - Ein umfangreiches Gutachten mit vielen Hinweisen und einer Wertangabe für die Versicherung. - Einen sehr interessanten Tag mit dem Gutachter auf unserem zukünftigen Boot mit der Möglichkeit viele Fragen rund um die Technik zu stellen und entsprechende Informationen aufzusaugen. - Die Sicherheit, dass das Boot keine strukturellen Mängel an Maschine, Rumpf und Aufbau hat. - Aufgrund des Gutachtens mehr Nachdruck bei den Verhandlungen mit dem Verkäufer Ich würde bei dieser Invest-Höhe immer wieder ein Gutachten machen lassen ... aber das soll ja unser letztes Boot sein ... ![]()
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Gruß von der Ostsee, Andreas ![]() --------------------------------------------- Aquastar 38 Ocean Ranger - Neustadt i.H. |
#12
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![]() Zitat:
![]() Auch wegen der Tatsache, dass natürlich der Markt aufgrund der großen Nachfrage überhitzt ist und sicher dementsprechend überhöhte Preise von Verkäufern, Makler und Händler aufgerufen werden.
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Es ist faszinierend zu sehen, was passiert, wenn man in Geduld abwartet ![]() ![]() |
#13
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Du hast vergessen Fall 4: Das Gutachten bewahrt Dich davor, 160K € in ein Boot mit gravierendem (von Dir unbemerktem) Mangel zu stecken.
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#14
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![]() Zitat:
Vielen Dank für Eure Meinungen. Vorvertrag mit Klausel vorbehaltlich Gutachten klingt jedenfalls gut und wenn der Verkäufer nichts zu verstecken hat, sollte das ja auch kein Problem sein. Ich werde auf jeden Fall mal berichten. Dauert aber noch etwas, bis es über die Bühne geht. Terminfindungsprobleme ![]() LG Guido
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Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Rene Descartes) |
#15
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Ich habe dieses Jahr bei einem Bootshändler in den Niederlanden ein Sportboot für "nur" 14'000 Euro entdeckt. Auf den Fotos sah alles bestens aus, die Reputation des Bootshändlers auf Google war recht gut und es wurde mir schriftlich versichert dass das Boot in einem guten Zustand sei. Das Boot hatte kein Antifouling, ich vermutete deshalb dass dies ein Trailerboot sein könnte. Anstatt aus der CH nach NL zu fahren habe ich einen tollen Gutachter aus der Nähe engagiert welcher für 280 Euro einen Quickscan durchgeführt hat. Ich kann nur sagen das Geld war sehr gut investiert und hat mich vor Schaden bewahrt (siehe Bilder). Er hat mir eindeutig davon abgeraten das Boot zu kaufen, eine Instandsetzung in NL würde etwa 6-7000 Euro betragen. Eine Reise nach Holland (ohne Übernachtung) wäre etwa im selben Preisrahmen wie der Quickscan gewesen.
Gruss Heinz
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Gruss Heinz "Denn sie wissen, was sie tun." Geändert von heiger (26.10.2021 um 14:39 Uhr) Grund: Ergänzung
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#16
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![]() Zitat:
Wenn du allerdings um jeden Preis die Katze im Sack kaufen willst, dann kannst du dir das Geld für das Gutachten sparen. Gruß Chris |
#17
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Wer sagt denn das man den Preis herunterhandeln muss, wenn der Gutachter zum Ergebnis kommt, dass der aufgerufene Preis etwas zu hoch ist, oder Reparaturen von 2000 oder 3000 Euro erfolgen müssen?
Wenn du bereit bist diese Kosten zu tragen oder etwas mehr zu Bezahlen als das Boot wert ist, weil du es unbedingt willst, ist das ja immer noch deine Entscheidung. Aber dann weißt du wenigstens woran du bist. Einen Gutachter zu holen bedeutet ja nicht den Preis drücken zu müssen.
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Gruß Ralf ![]() ![]() |
#18
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![]() Zitat:
![]() Wenn Du gerne den UVP zahlst - Dein Problem. ![]()
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Gruss, Dirk "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen." (Heiner Geissler, 1930 - 2017) |
#19
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Hallo,
ein Gutachter ist aber auch keine Garantie für Mängelfreiheit. Für unseren Stahlverdränger wurde vom Verkäufer ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses liegt uns auch schriftlich vor. Der Rumpf wurde begutachtet und eine Dickenmessung wurde durchgeführt. Dem Boot wurde ein sehr guter Zustand bestätigt. Stimmt im Wesentlichen auch. Aber.... Kein Jahr später haben wir aufgrund von leichter Blasenbildung am Bug festgestellt, dass der Ankerkasten total durchgerostet ist inkl. Durchrostung nach außen. Der Ankerkasten ist natürlich nicht direkt einsehbar. Er ist mit einer Gummimatte ausgekleidet und die Kette liegt auf einer Kunststoffauflage. Von innen steht vor den Stahlwand eine Holzwand, die mit einem Teppich verkleidet ist. Durch eine innere Luke sieht man die wunderbar glänzende Kette. Ohne 30 m Kette auszuräumen ist der Schaden kaum feststellbar. Ich würde mich also nicht zu sehr auf ein Gutachten verlassen, sondern lieber zum technischen versierten Freund tendieren.
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Schöne Grüße aus Hamburg, Dietmar |
#20
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![]() Zitat:
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Gruß Ralf ![]() ![]() |
#21
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![]() Zitat:
Aber einem vom Verkäufer beauftragten Gutachten zu vertrauen ist ein wenig naiv...
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Gruss, Dirk "Die Berühmtheit mancher Zeitgenossen hängt mit der Blödheit der Bewunderer zusammen." (Heiner Geissler, 1930 - 2017) |
#22
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![]() Zitat:
Pennen kann genauso dein Gutachter und ich will erstmal nicht glauben müssen, dass der Gutachter des Verkäufers den Vorschaden absichtlich oder auf Druck des Auftraggebers hat unter den Tisch fallen lassen. Wenn man ein Gutachten beauftragt, wird man halt auch mit dem Ergebnis leben müssen und das ist so oder so Vertrauenssache. Das gilt für beide Seiten... Sonst muss man halt vorsichtshalber 3 Gutachten von 3 Gutachtern erstellen lassen. Grüße Totti
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Flagge zeigen ist eine Tugend!
Check out: Surf-Forum.com Windcraft-Sports.com Autoscooter-Forum.com ![]() |
#23
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Absolute Sicherheit bietet natürlich auch der Gutachter nicht. Außerdem wird man unterscheiden müssen um was für ein Gutachten es sich handelt.
War es vielleicht eher eine grobe Einschätzung des Zustandes, war es ein Kurzgutachten, war es ein ausführliches Gutachten, was durfte der Gutachter überhaupt? Wahrscheinlich kann ein Gutachter in einem 10-15 m Boot 2 - 4 Tage am Stück verbringen um auch hinter die letzte Verkleidung zu schauen usw. Vieles wird man auch erst sehen wenn man anfängt Sachen zu demontieren. Aber entsprechend teuer würde auch so ein Gutachten. Gruß Chris
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#24
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![]() Zitat:
viele Prüfungen können nur nach aufwändiger Demontage von Teilen oder auch nur nicht-zerstörungsfrei erfolgen. Und auch ein Gutachter ist nicht davor sicher etwas zu übersehen ...
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Gruß von der Ostsee, Andreas ![]() --------------------------------------------- Aquastar 38 Ocean Ranger - Neustadt i.H. |
#25
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Ich hatte letzte Jahr in England unser Boot erworben.
Zuerst zu zweit vor Ort besichtigt. Dabei schon etliche Mängel gefunden. Dann Vorvertrag vorbehältlich der Expertiese abgeschlossen. Für die Expertiese habe ich dann einen staatllch geprüften Sachverständigen beauftragt. Wegen Corona konnte ich nicht dabei sein. Habe dann eine 20 seitige detaillierte Aufstellung jedes auch noch so kleinen Mangel erhalten. Inkl. Empfehlung was mit welcher Priorität zu behandeln ist. Da der Preis sehr atraktiv war konnte ich auch die Kosten für das Refit besser abschätzen. Vieles hatten wir im letzten Winter bereits erledigen lässig und bis jetzt sind wir absolut happy damit. Ich würde mit der Erfahrung kein Boot über 60TEro ohne Expertise kaufe. Zudem brauchte ich die Expertise auch noch für den CH Flaggenschein und die Versicherung. Gruss Roli |
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