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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik.

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  #51  
Alt 14.05.2026, 18:37
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Oh je, das Kriegsbeil... ääh, die Glaubensfrage wurde ausgegraben....
__________________
Viele Grüße
Olli
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  #52  
Alt 14.05.2026, 21:28
Quatschko Quatschko ist offline
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Jau. Die Öljünger. Früher oder später in jedem Forum.
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  #53  
Alt 15.05.2026, 12:34
goec2468 goec2468 ist offline
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Das ist ungefähr so wie "das neue Waschmittel ist auf jeden Fall besser als das alte". Die Werbung spült das Gehirn frei

Wenn das die Fachkompetenz hier sein soll bin ich raus
Tschüß !
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  #54  
Alt 15.05.2026, 12:39
goec2468 goec2468 ist offline
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Die Frage hatte ich mit dem Verweis auf den Wiki Artikel schon beantwortet. Aber wenn du den nicht lesen willst bleibt ja nur der Test auf dem Prüfstand.

Zitat aus Wikipedia:

"Die größte Schwäche der Mehrbereichsöle liegt allerdings genau in ihrer Stärke: Mehrbereichsöle verlieren im Betrieb zunehmend an Viskosität – und zwar umso schneller, je höher der Anteil der Polymere in ihnen ist. Das heißt im Klartext: Je größer der überbrückte Viskositätsbereich ist, desto stärker und schneller „altert“ das Öl. Die Viskosität fällt praktisch auf das Niveau des Ausgangsproduktes zurück, welches in der Regel ein eher dünnflüssiges Öl ist."
Moderne vollsynthetische Öle MÜSSEN auch bei einem Wechselintervall von 30.000 km noch innerhalb der Viskositätsklasse bleiben, sonst bekommen sie keine Freigabe.
Ölanalysen von gebrauchten Ölen zeigen das auch in der Praxis.

Abgesehen davon haben vollsynthetische Öle schon an sich einen höheren Viskositätsindex.

Ich denke Dein "Wissen" ist schon etliche Jahrzehnte alt.

Gruß

Götz
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  #55  
Alt 15.05.2026, 12:42
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Zitat:
Zitat von schwinge Beitrag anzeigen
Hmm ich habe mal gelesen, dass vollsynthetisches Öl nicht so gut an den Zylinderwänden haftet und alte Maschinen haben von Haus auf etwas rauhere Wände als moderne Maschinen. Darum eben mineralisches Öl für Oldis.

Obs stimmt?

bis denne, Rainer
Gehört habe ich das noch nicht, aber das muss nichts heißen ... hast du dazu mehr Informationen?
Für PAO könnte ich mir das vielleicht noch vorstellen, aber keinesfalls für Esteröle - im Gegenteil.
Allerdings ist der Motor um den es hier geht 20 Jahre alt, also kein Oldie.

Gruß

Götz
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  #56  
Alt 15.05.2026, 12:44
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Gegen "falsche Überzeugungen" kann man nicht argumentieren

Da zählen dann auch keine Fakten. Aber jeder wie er möchte. Die Bildzeitung hat ja auch immer Recht
Sorry, aber du hast doch überhaupt keine Fakten präsentiert, sondern nur Meinungen.

Gruß

Götz
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  #57  
Alt 15.05.2026, 15:41
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Cat empfiehlt zB. für die 31er Motoren nur Einbereichsöl SAE 30 bzw. SAE 40, im Anhang auch der Fakt und die Begründung auf Seite 16.
Das kann man vielleicht auch auf andere Motoren ummünzen.
Angehängte Dateien
Dateityp: pdf Betriebsstoffempfehlungen_Motoren_Caterpillar.pdf (1,26 MB, 18x aufgerufen)
__________________
Schöne Grüße aus Tirol:
Martin

Heute ist die gute alte Zeit von Morgen!

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  #58  
Alt 15.05.2026, 16:21
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Zitat:
Zitat von Captain Antonella Beitrag anzeigen
Cat empfiehlt zB. für die 31er Motoren nur Einbereichsöl SAE 30 bzw. SAE 40, im Anhang auch der Fakt und die Begründung auf Seite 16.
Das kann man vielleicht auch auf andere Motoren ummünzen.
Das kann man auf alte Saugdiesel gerade nicht ummünzen.
Caterpillar empfiehlt Einbereichsöle aus genau diesem Grund:

Caterpillar empfiehlt, bei den Schiffsdieselmotoren
3116 und 3126 mit mechanischen Pumpendüsen
(MUI) keine Mehrbereichsöle zu verwenden.
Bei Mehrbereichsölen dienen Polymere mit hoher
Molekülmasse als Viskositätsindexverbesserer.
Wenn das aus dem Kurbelgehäuse durchblasende
Gas durch den Turbolader und den Ladeluftkühler
strömt, können sich die Viskositätsindexverbesserer
im Öldunst am Turboladerverdichter und am
Ladeluftkühlerblock ablagern.
Diese Verschmutzung des Turboladers und
Ladeluftkühlers führt zu verringertem Luftdurchsatz,
Leistungsverlust und mehr schwarzem Rauch.
Das Ausstoßen von schwarzem Rauch hat
Rußablagerungen am Heckspiegel des Schiffes zur
Folge.

Es geht folglich um hochaufgeladene Motoren mit Turboladern und Ladeluftkühlern.
Nicht um alte Sauger wie Ford, MAN, DAF, Perkins etc., da wird der Öldunst direkt in den Einlass recycled...

Ebensowenig liest man hier einen negativen Einfluss von 15W-40 auf die expected Lifetime des Motors, es geht lediglich um Verschmutzung der Verbrennungsluftzufuhrkanäle.
Die grundsätzliche Wirkung des Ölkreislaufs in seiner Schmierfunktion auch mit Mehrbereichsölen bleibt von der Empfehlung von Einbereichsölen unberührt.

Auch Caterpillar empfiehlt für bestimmte Betriebsbedingungen:

Beispiel: Für Caterpillar-Dieselmotoren wird bei ex-
tremen Kaltstarts bei −40 °C (−40 °F) Mehrbereichsöl
der Viskositätsklasse SAE 0W (SAE 0W-30 usw.)
empfohlen. Wenn der Dieselmotor im Dauerbetrieb
läuft, kann Motoröl der Viskositätsklasse SAE
15W-40 verwendet werden, das in dieser Situation

normalerweise die bevorzugte Ölviskosität ist.

Auch hier gilt: 15W-40 ist immer die beste Alternative...
__________________
Gruss, Dirk

Geändert von Startpilot (15.05.2026 um 16:34 Uhr)
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  #59  
Alt 15.05.2026, 16:45
skibo skibo ist offline
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Die Diskution hier ist einfach lächerlich.
Nirgends wurde bewiesen, dass eine falsche Viskosität zu einem Motorschaden geführt hat.
__________________
Gruß Klaus

Schöne Grüße an den August
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  #60  
Alt 15.05.2026, 17:05
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Zitat:
Zitat von Captain Antonella Beitrag anzeigen
Cat empfiehlt zB. für die 31er Motoren nur Einbereichsöl SAE 30 bzw. SAE 40, im Anhang auch der Fakt und die Begründung auf Seite 16.
Das kann man vielleicht auch auf andere Motoren ummünzen.
Dann lies bitte mal weiter. Auf Seite 18 wird für eine andere Baureihe Mehrbereichsöl empfohlen!
So einfach scheint es nicht zu sein.
__________________
Gruß
Ewald
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  #61  
Alt 15.05.2026, 17:12
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Da geht es um nichtaufgeladene alte Vorkammerdiesel von vor 1991, auch hier eine klare Empfehlung für Mehrbereichsöle.

Wird Zeit, dass der Ölpapst das mal einordnet
__________________
Gruss, Dirk

Geändert von Startpilot (15.05.2026 um 17:19 Uhr)
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  #62  
Alt 15.05.2026, 19:49
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Zitat:
Zitat von Captain Antonella Beitrag anzeigen
Cat empfiehlt zB. für die 31er Motoren nur Einbereichsöl SAE 30 bzw. SAE 40, im Anhang auch der Fakt und die Begründung auf Seite 16.
Das kann man vielleicht auch auf andere Motoren ummünzen.
Alle modernen PKW-Deselmotoren sind Turbo-aufgeladen und verfügen über einen Ladeluftkühler.
Trotzdem empfiehlt kein einziger Hersteller Einbereichsöle und das schon seit Jahrzehnten.
Alle Öle müssen die Anforderungen der Hersteller für meist 30.000 km erfüllen und das machen sie in der Praxis auch (obwohl ich kein Öl für 30 Tkm im Motor lasse).

Also das was Caterpillar da empfiehlt kann man auf keinen mir bekannten Motor ummünzen.
Im konkreten Fall von Caterpilar will ich das nicht bestreiten, die haben schon Gründe, warum sie das empfehlen.
Trotzdem würde ich auch bei diesen Motoren IMMER ein vollsynthetisches Mehrbereichsöl einsetzen und entweder den Ansaugtrakt regelmäßig reinigen, oder Caterpillars "Rat" dazu folgen:
"Caterpillar empfiehlt die Verwendung
von Einbereichsölen, die alle Anforderungen gemäß
API CF-4 erfüllen, für alle Schiffsmotoren 3116 und
3126 MUI, sofern nicht das aus dem Kurbelgehäuse
durchblasende Gas vom Luftfiltereinlass gänzlich
weggeleitet wird.
"
Das ist sowieso eine gute Idee und hält den Ansaugtrakt sauber und erhöht die Leistung.

Gruß

Götz
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  #63  
Alt 16.05.2026, 08:43
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Hm, kann es sein daß wir uns mißverstehen?

Ich habe nie behauptet daß Mehrbereishöle SCHLECHTER seien oder gar dem Motor SCHADEN würden.

Es ist nur eine Tatsache daß sich die Additive, die für eine Erweiterung des Temperaturbereiches erforderlich sind, mit der Zeit abbauen und das Öl damit zeitig auf seine Grundviskosität abfällt.

Wenn jemand unbedingt mehr Geld für einen erweiterten Betriebstemperaturbereich ausgeben möchte (der bei Freizeitschiffen niemals anfällt) und das Öl rechtzeitig wechselt ist doch alles OK?

Es ist nur "rausgeschmissen Geld". Auf nichts anderes habe ich hingewiesen.

Und es ist in unseren Motortestläufen klar erwiesen daß das Überschreiten der empfohlenen Wechselintervalle zu unerwünschten Effekten führt weil das Öl eben zu dünn wird. Dann doch lieber gleich ein Einbereichsöl in der richtigen Viskosität.....
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #64  
Alt 16.05.2026, 08:44
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Hole mir mal Popcorn und eine Cola 😜
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Olli
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Alt 16.05.2026, 09:24
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Wenn jemand unbedingt mehr Geld für einen erweiterten Betriebstemperaturbereich ausgeben möchte (der bei Freizeitschiffen niemals anfällt) und das Öl rechtzeitig wechselt ist doch alles OK?

Es ist nur "rausgeschmissen Geld". Auf nichts anderes habe ich hingewiesen.

Und es ist in unseren Motortestläufen klar erwiesen daß das Überschreiten der empfohlenen Wechselintervalle zu unerwünschten Effekten führt weil das Öl eben zu dünn wird. Dann doch lieber gleich ein Einbereichsöl in der richtigen Viskosität.....
Auch was Preise betrifft, bist Du irgendwann stehengeblieben.
SAE30 ist heute teures Nischenöl, 15W40 als "neuer Standard" deutlich günstiger.

Und die Überschreitung der Wechselintervalle war schon immer mit Nachteilen verbunden...

Aber nett zu lesen, dass Du mit diesem überraschend konzilianten Beitrag einlenkst...
__________________
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  #66  
Alt 16.05.2026, 11:22
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Keine Ahnung wo du dein Öl kaufst; ich kaufe bei Ravenol und da sind beide gleich verfügbar und gleich teuer (das Mehrbereichsöl ein paar cent mehr). Warum soll ich mir dann unnötige Additive in den Motor holen?
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Thomas
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  #67  
Alt 16.05.2026, 11:36
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Das nenne ich mal zurückrudern.
In #63 war das Mehrbereichsöl noch deutlich teurer ("rausgeschmissenes Geld").
Nun ist es plötzlich gleich teuer.

Die Entwicklung auf dem Ölmarkt ist gegenwärtig aber auch sowas von sprunghaft;)...
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  #68  
Alt 16.05.2026, 12:15
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
.....

Ich habe nie behauptet daß Mehrbereishöle SCHLECHTER seien oder gar dem Motor SCHADEN würden.

Es ist nur eine Tatsache daß sich die Additive, die für eine Erweiterung des Temperaturbereiches erforderlich sind, mit der Zeit abbauen und das Öl damit zeitig auf seine Grundviskosität abfällt.

...........
Und es ist in unseren Motortestläufen klar erwiesen daß das Überschreiten der empfohlenen Wechselintervalle zu unerwünschten Effekten führt weil das Öl eben zu dünn wird. Dann doch lieber gleich ein Einbereichsöl in der richtigen Viskosität.....
Nein, Mehrbereichsöle sind nicht schlechter als Einereichsöle, wenn es hochwertige vollsynthetische sind, sind sie sogar viel besser.

Es stimmt, dass die Viskositätsverbesserer mit der Zeit an Wirkung verlieren. Trotzdem müssen die freigegebenen Öle im PKW 30.000 km lang in der Viskositätsklasse bleiben !! Das sind ca. 500 Betriebsstunden, entspechen vielleicht 200 - 300 Betriebsstunden im Boot. Wer läßt sein Öl so lange im Motor?

Das Überschreiten der Wechselintervalle ist keine gute Idee, da sind wir einig.
Der Grund ist aber eher, dass das Schmutztragevermögen (hauptsächlich bei Dieselmotoren) und die bei der Verbrennung entstehenden Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert werden können. Ebenso verbrauchen sich Verschleißschutzadditive sowie alle anderen Additive.

Gruß

Götz
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  #69  
Alt 16.05.2026, 12:44
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Zitat:
Zitat von goec2468 Beitrag anzeigen
Nein, Mehrbereichsöle sind nicht schlechter als Einereichsöle, wenn es hochwertige vollsynthetische sind, sind sie sogar viel besser.

Es stimmt, dass die Viskositätsverbesserer mit der Zeit an Wirkung verlieren. Trotzdem müssen die freigegebenen Öle im PKW 30.000 km lang in der Viskositätsklasse bleiben !! Das sind ca. 500 Betriebsstunden, entspechen vielleicht 200 - 300 Betriebsstunden im Boot. Wer läßt sein Öl so lange im Motor?

Das Überschreiten der Wechselintervalle ist keine gute Idee, da sind wir einig.
Der Grund ist aber eher, dass das Schmutztragevermögen (hauptsächlich bei Dieselmotoren) und die bei der Verbrennung entstehenden Säuren nicht mehr ausreichend neutralisiert werden können. Ebenso verbrauchen sich Verschleißschutzadditive sowie alle anderen Additive.

Gruß

Götz
Seitdem der Schwefelgehalt im Diesel auf praktisch NULL gefahren wurde entstehen kaum noch "Säuren" bei der Verbrennung (vorher war das Schwefelsäure)

Wir fahren im Jahr bis zu 400 Stunden. Da möchte man nicht unterwegs auch noch einen Ölwechsel machen müssen. Daher vermeide ich alles was zu einer vorzeitigen Alterung führen könnte. Unser Öl hat vorher wie nachher dieselbe Viskosität. Die Schmutzfracht wird heutzutage sicher durch die Ölfilter entnommen. Da kann es sich lohnen einen größeren zu nehmen.

Vollsynthetische Öle enthalten immer zuviel Detergenzien für unsere alten Motoren. Das kann zu Leckagen führen die es vorher gar nicht gab.

Witzig ist ja, daß die Entwicklung synthetischer Öle genau WEGEN der zunehmenden Menge an Additiven bei mineralischen Ölen geschah: man hatte irgendwann soviel "Zeug" im Öl daß der eigentliche Schmierstoff gefährlich wenig wurde.

Da aber mineralische Öle nunmal wegen der Art ihrer Herstellung schon eine bestimmte Last an unnötigen Stoffen enthalten, war die Antwort klar: man stellt ein Öl aus Grundsubstanzen her so daß mehr Volumen für die Additive bleibt ohne die Schmierwirkung zu gefährden.

Nur brauchen wir bei unseren Motoren (außer ganz moderne CommonRail und ähnliche) diese Additive nicht.

Das Beispiel Caterpillar zeigt ja wohin diese Überfrachtung mit Additiven führen kann.

Nochmal: wer die Wechselintervalle kurz hält kann auch Öle verwenden die sich "selbst vernichten". Wer auf Langlebigkeit Wert legt nimmt ein LEGIERTES Einbereichsöl.
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #70  
Alt 16.05.2026, 13:34
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Ich erlaube mir mal einen unaufgeregten Einwurf in eure Debatte...

Über die Jahre hatte ich ein paar (PKW) Motoren auf dem Tisch die den Schmierstoff-Tod gestorben sind, ein Freund von mir mit PKW-Werkstatt hat mich noch an einigen "Obduktionen" mitarbeiten lassen.

Am Ende haben die Motoren die ich gesehen habe (PKW-Verbrenner, nix Rennsport oder dgl.) eine Gemeinsamkeit gehabt:
Gestorben sind die betreffenden Motoren an aus irgendeinem Grund verursachten massiven Ölmangel (kein Öl, zuwenig Öl, Ölpumpe defekt, Filter und Öl so verdreckt das irgendwann sogar der Bypass versagte, usw.) - aber logisch herleitbar wegen dem "falschen Öl": Wohl kein einziger Motor!

Ich denke für Motoren die nicht hochgezüchtet sind und im Teillast/mittleren Lastbereich betrieben werden: Kann man durchaus die Kirche im Dorf lassen bei dem Thema.
__________________
LG, Roland
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  #71  
Alt 16.05.2026, 13:37
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Zitat:
Zitat von Thomas69 Beitrag anzeigen
Wir fahren im Jahr bis zu 400 Stunden. Da möchte man nicht unterwegs auch noch einen Ölwechsel machen müssen.
Ich habe mal in meinen alten Ford Lehman Unterlagen nachgeschaut, die ich noch aus meinen Trawlerzeiten habe.
Abgesehen davon, dass Ford bereits rund 1980 Mehrbereichsöl für die 27er Serie nicht nur zugelassen, sondern für bestimmte Applikationen sogar empfohlen hat, steht da ganz klar, dass das Öl nach 200h zu wechseln ist.

400h ohne Wechsel zu fahren, halte ich gelinde gesagt für "technisch schludrig", insbesondere wenn man nur Teileigentum am Motor besitzt.

Ich würde zumindest nach 200h einen "schnellen" Wechsel machen.
__________________
Gruss, Dirk

Geändert von Startpilot (16.05.2026 um 13:46 Uhr)
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  #72  
Alt 16.05.2026, 14:16
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Zitat:
Zitat von Startpilot Beitrag anzeigen
Ich habe mal in meinen alten Ford Lehman Unterlagen nachgeschaut, die ich noch aus meinen Trawlerzeiten habe.
Abgesehen davon, dass Ford bereits rund 1980 Mehrbereichsöl für die 27er Serie nicht nur zugelassen, sondern für bestimmte Applikationen sogar empfohlen hat, steht da ganz klar, dass das Öl nach 200h zu wechseln ist.

400h ohne Wechsel zu fahren, halte ich gelinde gesagt für "technisch schludrig", insbesondere wenn man nur Teileigentum am Motor besitzt.

Ich würde zumindest nach 200h einen "schnellen" Wechsel machen.
Danke für den Hinweis, kenne ich. Aber das ist dann wohl ist der von dir schon viel zitierte Unterschied zwischen "Theorie und Praxis" Diese Empfehlung beruht ja noch auf dem damaligen schwefelhaltigen Diesel. Da war das wirklich wichtig um die Säure rauszubekommen. Auch die Filter sind seitdem besser geworden und halten mehr Schwebstoffe zurück.

Und SELBSTVERSTÄNDLICH empfiehlt ein Hersteller Mehrbereichsöle weil die Kundschaft dann weniger jahreszeitbedingte Wechsel vornehmen muß: nur haben wir diese im Sportbootbereich in D/NL nicht. Der Ford Motor (bzw. Lehman, Sabre, Mermaid etc.) wurde aber in alle Teile der Welt verkauft wo es wirklich auf die Temperaturen ankommt. Da schreibt man kein neues Handbuch für jedes Land/Einsatzgebiet.
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas

Geändert von Thomas69 (16.05.2026 um 14:32 Uhr)
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  #73  
Alt 16.05.2026, 14:18
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....nicht mein Motor.
Aber Deiner eben auch nicht so ganz
Was die Praxis betrifft empfehle ich #70 von Desertbyte..

Eine eigenmächtige Wartungsintervallüberschreitung von 100% zeugt jedenfalls von gesundem Vertrauen in das eigene Wissen (und das ist natürlich ausreichend).

Wie sehen das die anderen Miteigner? ...
__________________
Gruss, Dirk

Geändert von Startpilot (16.05.2026 um 14:36 Uhr)
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  #74  
Alt 16.05.2026, 14:40
Thomas69 Thomas69 ist offline
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NOCHMALS: ein Mehrbereichsöl ist nicht schädlich für den Motor! Es "zerlegt sich" nur schneller und fällt auf seine Ursprungsviskosität zurück (die niedrigere). Ein Einbereichsöl hat deshalb mehr "Lebensdauerreserven" weil da von vorneherein keine "Temperaturadditive" drin sind.

Und unser Motor hat jetzt 7.600h runter und erfreut sich "bester Gesundheit".
__________________
Grüße in die Runde!
Thomas
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  #75  
Alt Gestern, 01:19
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Dann mach mal ....
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