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| Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art. |
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#1
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Hallo zusammen,
als Neuling im Bootsbereich stehe ich vor meinem ersten Projekt und könnte euren Rat gebrauchen. Es geht um die Sanierung des Spiegels an meinem Alu-Boot. Geplant ist, daran einen Tohatsu 9.8 (4-Takter) zu betreiben. Der aktuelle Stand: Ich habe das alte, morsche Holz am Spiegel bereits entfernt. Dabei kam an der Alu-Außenhaut leider deutlicher Lochfraß zum Vorschein. Ich habe die betroffenen Stellen bereits großflächig blank geschliffen, aber einige Krater sitzen doch recht tief (siehe Fotos). Mein geplanter "Survival-Aufbau" (Optik ist mir egal, halten muss es!): 1. Versiegelung: Das blanke Alu mit International Interprotect (2K-Epoxid-Primer) in 4-5 Schichten versiegeln. Dabei will ich die erste Schicht richtig in die Korrosions-Krater "einmassieren", um Luft und Feuchtigkeit zu verdrängen. 2. Verstärkung (Das Sandwich): • Kern: Neue Siebdruckplatte über die gesamte Breite des Spiegels (Kanten natürlich versiegelt). • Verstärkung Außen: Ich plane, ein 5 mm AlMg3 Blech (ca. 1400x200mm) vollflächig mit Sika 291i auf die grundierte Außenhaut zu kleben. • Innen: Ein weiteres Alu-Blech als Druckplatte für die Motorknebel. 3. Montage: Das gesamte Paket mit A4 Edelstahlschrauben durchbolzen und die Löcher mit reichlich Sika abdichten. Meine Fragen an euch: • Ist das 5 mm AlMg3 Blech außen bei einem 9.8 PS Motor angemessen, um die Schwächung der Außenhaut auszugleichen, oder gibt das Probleme mit der Flexibilität des Hecks? • Habt ihr Bedenken beim vollflächigen Verkleben von neuem Blech auf altes (grundiertes) Blech (Stichwort: eingeschlossene Feuchtigkeit)? • Was würdet ihr beim Tohatsu 9.8 in Bezug auf die Vibrationsdämpfung anders machen? Ich bin auf eure Meinungen gespannt! |
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#2
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Moin Timo,
nur mal eben, auf die schnelle ein paar Punkte, die mir so aufgefallen sind: Zunächst wäre mein erster Ansatz, den gesamten Spiegel herauszutrennen und durch das neue Blech zu ersetzen. Mit Stahlschrauben (egal ob rostfrei oder nicht) schaffst Du Dir ein neues Problem, durch elektrochemische Korrosion. Aluminium ist unedler als Stahl. Besser sind hier Aluminium-Vollnieten oder Becher-Blindnieten. Wenn ich das richtig sehe, ist der Rumpf sowieso genietet. Fällt mir sicher noch mehr dazu ein
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Viele Grüße, Ingo _________________________________________ Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis, ist in der Praxis größer, als in der Theorie.
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#3
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Stimme dem vorgesagten als Alubootfahrer zu. Das "Einmassieren und Luftverdrängen" kannste vergessen. Wenn du das alte Blech behalten willst, nimm eine geeignete Topfbürste (oder es anderes passendes, muss aber aus Edelstahl oder Kunststoff sein)! an der Flex und entferne die Korrosionsspuren komplett. Die auf Aluschiffsbau spezialisierte Coenenwerft in Emmerich empfiehlt immer 6 Schichten 2k Grundierung. Und ganz wichtig: kurz vor dem Lackieren muss das ganze Blech abgeschliffen und binnen ein paar weniger Stunden grundiert werden, damit die Grundierung wirklich lange hält. Alternativ zum Schleifen gibt es auch Etch-Primer. Coenen hatte davon abgeraten, daher habe ich dazu keine Erfahrung.
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