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Allgemeines zum Boot Fragen, Antworten & Diskussionen. Diskussionsforum rund ums Boot. Motor und Segel!

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  #21  
Alt 06.10.2003, 16:58
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mohrle mohrle ist offline
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Hallo Kally,

ich glaube mit deinem Gedanken, die Angst beim Segeln mit dem ausgeprägten Mutterinstinkt deiner Frau zu begründen, liegst du genau richtig. Ein "Muttertier" sorgt (ängstigt) sich eben immer um seine "Brut"
Wenn eure kleinen Matrosen den Spaß am Segeln und am Bordleben behalten und dabei Jahr für Jahr auch an Sicherheit gewinnen wird die Ängstlichkeit deiner Frau nachlassen.
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Gruß von der Ostsee
Doris

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  #22  
Alt 07.10.2003, 19:50
kally kally ist offline
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Hallo, ich bin Ulrichs Frau, Merle
Ich verfolge mit Spannung Eure Beiträge und bin erstaunt über die Vielzahl der guten und interessierten Ratschläge. Vieles kommt mir natürlich bekannt vor, weil wir selbst schon so viel über mögliche Abhilfen für Seekrankheit und Angst nachdenken, das meiste wirkt auch bis zu einer bestimmten Grenze, z B. selbst steuern, Ulrich die Kinder und den Haushalt überlassen, keine Vorwürfe o.ä., und sofort auf meine Wünsche bezüglich Kurs ändern und Hafen anlaufen einzugehen. Manche Sachen sind mir neu, z.B. der Crashkurs, woanders mitsegeln...
Tja, als wir noch auf dem kleinen Jollenkreuzer unterwegs waren, hatte ich nie Angst, wurde nur elendig seekrank. Jetzt, auf dem stabilen Kielboot, und v.a. mit den Kindern, werde ich schon vor der Abfahrt ängstlich und dann manchmal panisch. Paradox, denn ich denke nie daran, daß mit dem Boot etwas sein könnte, auch nicht, daß ich über Bord gehe. So wie ich das sehe hat meine Angst mehrere Komponenten:
1) Mit dem Mutterinstinkt trefft ihr voll ins Schwarze. Ich fürchte mich gleich für drei. Daß die Kinder sich weh tun, reinfallen, seekrank werden, quengeln... Vieles wird sich geben, wenn sie älter werden und Spaß haben, und wir nicht mehr pausenlos mitspielen müssen. Dann kann Uli auch beim Steuern wieder neben mir sitzen und mir durch seine ruhige Art ein Vorbild sein und mich von meinen schwer zu vertreibenden „Katastrophengedanken“ ablenken. Helfen würden auch konkrete Sicherheitsmaßnahmen wie Anleinen, oder Niedergang geschlossen halten, ist aber beides unpraktikabel.
2) Dann gibt es da noch meine Wetterangst. Vor den hohen Wellen (ab 1/2m!), vor den dunklen Wolken, Böen, Krängung (auch wenn die Scheuerleiste noch trocken ist). Auch der Wetterbericht schüchtert mich ein, z.B. wenn für den Nachmittag zunehmende Winde (über 5 Bft) angesagt sind. Eigentlich fangen viele Segler dann erst an, Spaß zu haben. Wohl v.a. die Männer?! Wir fahren meist los, gucken, wie es so ist, und fahren dann auf meinen Wunsch schnell woanders hin, sobald ich Angst kriege.
Neulich trafen wir ein ganz nettes Paar, denen es so ähnlich erging. Wir hatten beide als Ziel einen 8sm entfernten Hafen, und freuten uns schon auf den hübschen Ort. Kaum waren wir aus der Landabdeckung heraus, wurde es mir aber zuviel. Die Genua zog durchs Wasser, und so fing die Panik an. Schnell einen noch näheren Hafen angelaufen, sehr geschämt. Abends trafen wir dann – na? – die beiden von morgens. Er fand ,genau wie Uli, alles noch ganz gut, und die Wellen waren für ihn sogar eine lustige Herausforderung (übrigens auch eine gute Strategie, die Schaukelei als ein Spiel zu sehen), während sie nur stöhnte: Puh, da bin ich mal wieder mit dem Leben davongekommen! Sie war mir so sympathisch!
Was kann man nun dagegen tun? Hier ist vielleicht der Crashkurs ganz gut. Alles selber machen, extreme Situationen ausprobieren, den „schlimmsten Fall“ üben, aus dem Schiff ein U-Boot machen. Auch ein simpler Segelschein wirkt Wunder fürs Selbstvertrauen, und deshalb habe ich mir vorgenommen, dieses Jahr endlich einen zu machen. Mein kleiner Schwager hat letztes Jahr noch den halben Törn und sogar bis in die Hafeneinfahrt über dem Eimer gehangen, während er dieses Jahr mit dem nagelneuen Schein in der Tasche geheilt ist, und außerdem ganz fachmännisch die Segelroutine bewältigt.
3) ein letzter Teil der Angst ist mir ganz unklar. Sie tritt auf, obwohl sonst alles in Ordnung ist. Ich finde keinen Grund. Vielleicht ist es aber eine Reaktion auf Überlastung? Ich nehme an, daß mein Maß an Streß auch durch die Kinder (obwohl sie sehr lieb sind) schon ziemlich voll ist, und daß dann die Anspannung und Konzentration beim Segeln zuviel sind. Hier möchte ich mal Autogenes Training lernen. Ich habe das Buch von Gerti Clausen gelesen: „Seekrankheit aktiv bewältigen“. Mal sehen, das wird wohl mein zweiter Kurs für diesen Winter. Positive Gedanken, viel Lob... das hilft auch.

Natürlich finde ich unseren Segelurlaub immer toll. Das einzige, was mir nicht so gut gefällt, ist das Segeln. Und natürlich tue ich es auch Uli zuliebe. Erst durch ihn bin ich überhaupt zum Segeln gekommen. Marilenas Liste stimmt genau: ich gebe das Segeln nicht auf und bleibe nicht zu Hause. Wir segeln nach meinen Bedingungen, und wenn ich mich nicht traue, fahre ich mit den Kindern Fähre oder Bahn. So hat Uli auch mal ein bißchen Action. In der Zwischenzeit probiere ich mein Problem in den Griff zu kriegen (danke für die gute Hilfe!!!). Ohne Kinder wäre ja dann die Probe aufs Exempel, ist aber kompliziert zu organisieren. Getrennt kommt eigentlich nur mal für einen Tag in Frage.
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  #23  
Alt 07.10.2003, 21:43
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Hallo Merle,

schön von Dir zu lesen. Angst ist unberechenbar. Du sprichst von vielen Lösungsmöglickeiten...und deine Vorhaben sind toll. Gratuliere, segeln ist ein tolles Hobbie, ja. Auch für Dich?!

Seit meiner ersten Seekrankheit, ich wollte sterben auf dem Weg von Bergen zu den Shetlands, sorge ich mich jedesmal mir könnte wieder schlecht werden, mir hilft da tatsächlich... an anderes zu denken. Über meine Sonnenblumensuggestionen lachen alle an Bord. Aber es hilft mir.

Habe schon mit Menschen gearbeitet, die Angst vorm Autofahren etc. hatten. Kleinschrittige positive Erlebnisse führten immer zum Erfolg. Wichtig ist das Kleinschrittige, dass selbst können, dass Tun unabhängig von Könnern.
Meist nimmt man sich aber zu schnell, zu viel vor.

Aber auch der Dreh, das anders denken ist ein wichtiger Gesichtspunkt. Negatives Denken hält einen gefangen, macht sich somatisch bemerkbar.
"Wenn ich einen Nagel in die Wand schlage könnt ich mir auf die Finger hauen".

Watzlawicks "Anleitung zum Unglücklich sein" wäre eine nette Lektüre dazu.

Übrigens Klotzfisch solltest du mal buchen...zum Crashkurs. Er ist ein Könner auf diesem Gebiet. Er wohnt in Berlin und ist dort in einem Verein Segellehrer.


Ich freu mich für Dich über deine Initiativen.
Viel Glück..und das Wissen über die Sorge als Mutter auf dem Schiff, diese Erkenntnis kann einen Teil der Ängste aufheben, es ist eine Chance.
Vor jeder Lösung.... steht die Erkenntnis.
Vor jeder Lösung steht der Willen, es zu lösen.

Hab n büschn schlau daher geschrieben. Vieles weiß sicher jeder. Aber vielleicht trifft es den Punkt und hilft.

Mari lena
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  #24  
Alt 07.10.2003, 23:49
Esmeralda Esmeralda ist offline
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Hallo Merle,

schön von Dir selber zu lesen. Also, das mit der Angst bzw. dem unguten Gefühl ab bestimmten Wellenhöhen kenne ich auch, besonders wenn ich lange nicht gesegelt bin. Aber dann hilft meistens kräftig durchatmen und mich mit der Situation abfinden - ich will ja nach Dänemark oder sonstwohin, wo eben mal eine längere Überfahrt nötig ist - und dann muß ich da eben durch! Meistens ist nach einer Stunde dieses Gefühl vorbei.

Wenn ich seekrank werde ist das natürlich nicht witzig, aber auch da weiß ich ja, spätestens im Hafen ist es wieder vorbei - ich war aber auch lange nicht mehr seekrank (Gegenmittel: Akkupressur--Bänder und gegenan futtern)....

Wenn Du noch keinen Segelschein hast, mach einen, je sicherer Du selber bist desto weniger wird wohl die Angst werden. Mir gibt es ein gutes Gefühl, zu wissen, daß ich ein Boot bei "normalen" Bedingungen (sagen wir mal je nach Bootsgröße und Seegebiet) bis Windstärke 6, 7 auch allein in den nächsten Hafen steuern kann (natürlich solange keine technischen Probleme auftreten)

Irgendwo (im Nachbarforum...) gibt es auch Erlebnisberichte und Tipps zum Segeln mit Kindern, vielleicht ist da auch was HIlfreiches dabei.

Ich denke, es ist schon ein guter Weg, daß Du überhaupt aktiv wirst, dagegen angehst und Dich nicht "einfach nur mitsegeln läßt".

Viel Erfolg!

Anneke
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  #25  
Alt 08.10.2003, 07:17
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mohrle mohrle ist offline
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Moin Merle und Ulrich,

wir haben Anfang August in Visby scharf Ausschau gehalten nach Euch und Eurer "Kalypso". Seid Ihr noch da gewesen?
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  #26  
Alt 08.10.2003, 17:09
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Woody Crew Woody Crew ist offline
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Standard Hallo

Hallo Ihr alle!!
Auch ich habe mit dem Thema Seekrankheit und Wellen ( auch in meinem noch relativ kurzen Segler leben ) viele Erfahrungen gemacht. Dieses Jahr Oster wollte ich sterben, und war glaube ich auch kurz davor. Wir waren auf Helgoland und hatten auf dem Rückweg nach Cuxhafen 7 von vorn. Natürlich gegen den Strom, weil wer ist schon so blöd und segelt gegen die Tide. Kurz hinter Helgoland ist die Rollanlage kaputt gegangen und die Fock kam runter. Ich stand auf dem Vordeck, es war naß, und das Segel so viel Eigeninitiative besitzen war mir bis dato nicht klar. Seitdem habe ich ein gespaltenes Verhältnis zu Wellen. Ich verstehe meinen Skipper nicht wenn er Woodstocks Bug mitten in die Welle fährt und dabei laut schreiend vor Freude am Rad steht. Ich denke, es gibt Unterschiede zwischen den Menschen, die beide Seiten akzeptieren müssen. Nur durch vertrauen und auch "mal" einem Hafentag kann das gemeinsame Segeln Spaß machen.

Trotzallem freu ich mich schon tierisch auf die nächste Saison ( obwohl diese ja noch gar nicht so richtig vorbei ist. )
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  #27  
Alt 09.10.2003, 07:39
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markus252 markus252 ist offline
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Hallo Merle!

Ich find`s einfach immer wieder unglaublich, was Ihr Frauen auf euch nehmt für uns Männer - es kommt ja doch in deinem Beitrag durch, daß das Segeln "ihm zuliebe" gemacht wird. Vielleicht liegt es ja auch an diesem Ansatzpunkt. Insofern finde ich die Idee mit dem Kurs auch sehr gut - ich drück dir die Daumen, und berichte nächste Saison mal, ob`s geholfen hat (vielleicht bekomme ich meine Dani dann auch dazu einen Schein zu machen )


Gruß

Markus
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  #28  
Alt 09.10.2003, 08:59
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Sunwind Sunwind ist offline
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Standard Re: Hilfe bei Angst vor Wellen und Wind!

Zitat:
Zitat von moskito
Zitat:
Zitat von kally
Hallo,
ich segel mit meiner Frau schon seit 10 Jahren. Erst Jollenkreuzer (auch Ostsee), jetzt Stahlboot 9,5 m, 9 to. Inzwischen mit zwei Kindern (1,5 und 3,5) wieder Ostsee, ganz harmlose Tagesetappen.
Aber bei 5-6 Bft und entsprechend Seegang, auch auf dem Greifswalder Bodden oder dem Vättern oder der Kadetrinne, beschleicht Sie eine unheimliche Angst: "Die Wellen sind so groß... ob der Wind noch mehr zunimmt... guck mal, die Wolken werden auch schon immer dunkler... "
Dann fällt es mir schwer, sie von der Ungefährlichkeit, die ich sehe, zu überzeugen. Es ist keine gefährliche Situation: kein Legerwall, nur noch Fock oben, höchstens halber oder besser raumer Wind, Krängung ja, vielleicht bis 25°. Seekrankheit kommt eigentlich nur selten bei ihr vor und wenn, dann erst als Reaktion auf die Angst, nicht umgekehrt.
Auch das Argument: im schlimmstenfall nehmen wir alles weg und fahren vor Top und Takel weiter, zählt nicht. Stattdessen hilft ihr nur ein vermeintlich sicherer Hafen (in den ich unter bestimmten Umständen lieber nicht rein will).
Ich habe noch nie irgendwo sowas gelesen, in keinem Forum und in keinem Seglerbuch. Aber ich glaube auch nicht an ein Einzelschicksal.
Hat jemand eine Idee, wie man dem begegnen kann? Was sind Eure Erfahrungen?
Viele Grüße, Ulrich.
Also Ulrich...
was suchst Du denn noch bei 5-6 bft und 25 ° Krängung mit Deiner Familie noch draussen???Ist das Dein Beruf??
Da wundert es mich überhaupt nicht, dass bei Dir der Streik ausbricht, da gehörst Du mit Familie bei Wochenendfahrt in den Hafen... hoffentlich liest das auch Deine Frau...
Gruss Thomas
Hallo,
ich kann der Aussage von Thomas eigentlich nur beipflichten.
Was macht ihr bei solchen Bedingungen mit Kindern und einen Ehegattin
die mit solchen Bedingungen Probleme hat noch auf dem Wasser?

Hier ist doch wirklich Rücksichtnahme angesagt.
Ich finde es toll wenn eine Ehefrau bereit ist trotz perönlicher Probleme
das Hobby zu teilen und sich auf den Kahn zu setzen.

Wir haben ein ähnliches Problem und ab 5-6 Bft gehts in den nächsten Hafen.
Meine Frau sagt dann nur "Meinst du nicht das es jetzt genug ist ?".
Tja, dann ist es eben genug - und ich bin froh Sie am nächsten Wochenende wieder an Bord zu haben.

Gruß Sunwind
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  #29  
Alt 09.10.2003, 10:32
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Zitat:
Zitat von kally
2) Dann gibt es da noch meine Wetterangst. Vor den hohen Wellen (ab 1/2m!), vor den dunklen Wolken, Böen, Krängung (auch wenn die Scheuerleiste noch trocken ist). Auch der Wetterbericht schüchtert mich ein, z.B. wenn für den Nachmittag zunehmende Winde (über 5 Bft) angesagt sind. Eigentlich fangen viele Segler dann erst an, Spaß zu haben. Wohl v.a. die Männer?! Wir fahren meist los, gucken, wie es so ist, und fahren dann auf meinen Wunsch schnell woanders hin, sobald ich Angst kriege.
.
Moin Männers...
ja so ist es, der Liebste hat ein zeitaufwendiges Hobby. Soll er es aufgeben? Das wird ewige Unzufriedenheit bringen. Manche Paare trennen sich deswegen.
Hier klingt es mir danach, dass beide dieses Hobby teilten auf der Jolle und Merle segeln möchte. Aber die Bedingungen haben sich geändert, Kinder, größeres Schiff ...jetzt passen die Bedingungen nicht mehr zu Merle. Sie entscheidet sich, sich für die Bedingungen fit zu machen. Das ist toll... und sie nimmt nichts auf sich.
Finde ich jedenfalls. Sie will !!!

@Merle, hab ich Dich richtig verstanden?

Und glaubt mir, wenn eine Frau nicht Will...will sie nicht.
Wenn Sie aber will, muß Sie sich Wege suchen.
Ich habe den Eindruck, dass Kalle rücksichtsvoll ist und Merle nicht zu "etwas bringen will".

Wie schnell frischt es auf oder es kommt nicht zu den angesagten Winden. Dann gehts in die Abdeckung oder in den nächsten Hafen. So hab ich die beiden zumindestens verstanden.

Liebe Grüße Mari lena
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  #30  
Alt 09.10.2003, 10:53
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Zitat:
Zitat von kally
Hallo, ich bin Ulrichs Frau, Merle

3) ein letzter Teil der Angst ist mir ganz unklar. Sie tritt auf, obwohl sonst alles in Ordnung ist. Ich finde keinen Grund. Vielleicht ist es aber eine Reaktion auf Überlastung? Ich nehme an, daß mein Maß an Streß auch durch die Kinder (obwohl sie sehr lieb sind) schon ziemlich voll ist, und daß dann die Anspannung und Konzentration beim Segeln zuviel sind. Hier möchte ich mal Autogenes Training lernen. Ich habe das Buch von Gerti Clausen gelesen: „Seekrankheit aktiv bewältigen“. Mal sehen, das wird wohl mein zweiter Kurs für diesen Winter.
Positive Gedanken, viel Lob... das hilft auch.
Moin Merle
Merle, was stresst dich beim Segeln wenn alles in Ordnung ist. Welche Gedanken kommen Dir da?

Im letzten zitierten Satz nennst Du schon mal Deine/ oder zwei Lösungen. Primär gilt "Positive Gedanken", sie sind deine Initiative, kommen aus dir.
"viel Lob... das hilft auch." Kommt von außen ist aber eine sekundäre Unterstützung.

Wir entscheiden immer wieder neu, wohin es geht.
Liebe Grüße
Mari len
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  #31  
Alt 09.10.2003, 11:00
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Zitat:
Zitat von Marilena
- Partner geht alleine Segeln.

- man lernt mit der Angst umzugehen

- man segelt mal wieder ohne Kinder

- Das Ehepaar segelt getrennt.

- positve Gedanken

- Lob

- man bleibt im Hafen bei schlechter Wetterprognose

- Segelschein machen

- Crashkurs bei Klotzi

- Entspannungstraining

vielleicht könnt ihr die Liste der problemlösenden Möglichkeiten kopieren und erweitern, damit Kalle und Merle, es als Grundlage zur Entscheidungsfindung nehmen können.
Oder Kalle macht doch mal eine Liste Eurer Möglichkeiten.

Mari lena
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  #32  
Alt 09.10.2003, 11:19
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@Merle: Zu Beginn unserer Ostseesegelei vor 3 Jahren waren wir in einer ganz ähnlichen Situation, auch wenn die Kinder schon etwas älter sind als bei Euch. Wir helfen uns mit den wenig überraschenden Maßnahme wie früh reffen, kurze Etappen, Landschutz suchen, auch bei 5Bft mal im Hafen bleiben, obwohl es den Skipper juckt. Die Reisen sind so zwar nichts zum Angeben am Stammtisch, aber jeder kommt irgendwie schon auf seine Kosten. Das Schöne dabei war, durch dieses behutsame Herantasten haben wir alle mit der Zeit ein solides Vertrauen zu unserem Schiffchen erworben, so daß nicht gleich Panik aufkommt, wenn es uns doch einmal erwischt. Meine Frau hat auf diese Weise inzwischen so viel Spaß am Segeln bekommen, daß sie beinahe zur treibenden Kraft geworden ist und bei unserer Überführung ins Winterlager (6-7 raumschots, bis 2m Welle, aber ohne Kinder an Bord) mächtig Spaß hatte. Vielleicht treffen wir uns in der nächsten Saison mal irgendwo, dann könnt ihr euch austauschen
Gruß
Jürgen
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  #33  
Alt 13.10.2003, 20:31
kally kally ist offline
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Hallo,
also Marilena hat unsere Beschreibung schon ganz richtig verstanden. Hier opfert sich niemand. Und wenn es zu ungemütlich wird, machen wir das, was alle anderen hier auch schon vorgeschlagen haben: abdrehen, in den Hafen und Landausflug geniessen.
Wie schon geschrieben, will Merle diesen Winter Ihren Segelschein machen, so ganz ohne mich... und dann werden wir im nächsten Jahr, falls nichts dazwischen kommt, mal wieder ganz klein anfangen.
Ach ja, noch was. Auf diese Frage WARUM das Angstgefühl auftritt, wenn sonst alles in Ordnung ist, haben wir ja eben auch noch keine Antwort gefunden. Weder an dem Abend nach so einem Törn noch jetzt nach so langer Pause. Merle weiß einfach nicht warum. Das machte es ja auch so schwer, gezielt dagegen anzugehen. Vielleicht fällt uns im nächsten Jahr etwas Neues auf, wenn wir noch mehr auf die Umstände achten. Oder auch alleine durch diese intensive Diskussion ein bißchen mehr Abstand haben und neue Sichtweisen kennengelernt haben.
Zum Abschluß nur noch dies: Dieser Beitrag ist von uns beiden geschrieben worden, und derartig interessante Beiträge würde ich wohl kaum ohne ihr Wissen schreiben.
Jedenfalls nochmal vielen Dank für die guten Beiträge und die PNs, die wir bekommen haben.
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  #34  
Alt 18.10.2003, 00:29
wogehste wogehste ist offline
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Standard ich bin fasziniert!

moin @ll
wie ihr an dem einen stern seht, bin ich neuling hier im chat. bin begeistert über die ruhe und fairnis, mit der hier miteinander umgegangen wird.
toll!!!
tschüß
wogehste
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  #35  
Alt 18.10.2003, 10:00
albert albert ist offline
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noch einen aspekt.....

hat sie noch vertrauen in DIR ????

zb:
bist du krank??
nicht mehr der jüngste??
graue haare, brille, zähne kaputt, keinen sex mehr......glatze??? (sorry...)
hast du mal ordentlich mist gemacht??

das vertrauen kann auf der "oberfläche" zwar noch "geschworen" werden, jedoch hat das betriebssystem mensch (unterbewußtsein) andere gesetze..und die zu beeinflussen, ist ssssssehr schwer......
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  #36  
Alt 19.10.2003, 21:24
Tobias_F Tobias_F ist offline
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@Albert: habe ich auch schon oft gehört - das Frauen von glatzköpfigen Skippern mehr Angst haben...

Mal ehrlich, was war das jetzt
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  #37  
Alt 21.10.2003, 09:35
albert albert ist offline
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an kally und weitere mitlesende......

das ist kein Witz.und ganz sicher kein Beitrag der beleidigenden art....

PSYCHOLOGIE

Einfluß des >Unterbewußtseins< auf das SEIN-
(keine schwarze magie- aber sicher kein einfaches thema...)

allerdings in wirtschaft u. gesellschaft oftmals totgeschwiegen, da hochinteressant ( z.B. Werbepsychologie)

wir sind lange nicht die herren unseres tun´s..............weil neben kopf auch bauch beteiligt...

MARILENA scheint mir dir vielleicht die sache in kürze jedenfalls besser erklären zu können........

...PS: ......und natürlich (ja) schreibe ich auch aus eigener erfahrung

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  #38  
Alt 21.10.2003, 10:34
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Hej Albert...

du Hobbypsychologe.
Solltest Du mal auf einen treffen, der Dir Schuld zuweist, such Dir einen anderen.
Psychologen wissen ga nichts von einer Person, nur das was der Betreffende von sich erzählt... nur der Betroffene ist der Kenner und Könner seiner Entscheidungen, Lösungsmöglichkeiten und seines Glückes Schmied.
Thesen wie Deine sind nach dem Outing von Kalle und Merle, meiner Meinung nach, völlig fehl am Platz.


Gruß Mari lena
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  #39  
Alt 21.10.2003, 10:38
albert albert ist offline
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.nehme deine meinung sachlich zur kenntnis..........

erlaube mir aber zu bemerken, dass ich dann wohl deine kompetenz fehl eingeschätzt habe........

fehler meinerseits, entschuldge marilene
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  #40  
Alt 21.10.2003, 12:03
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Volker Volker ist offline
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Möchte jetzt Albert mal in Schutz nehmen.
Das Gleiche was er sagte versuchte ich in meinem Posting etwas früher auch zu sagen:
Es hängt meiner Meinung nach schon stark davon ab, welches Gefühl der Skipper vermittelt. Das hat nichts (oder nur bedingt) mit seinen fachlichen und menschlichen Qualitäten zu tun.
Allein die Ausstrahlung, ob er nervös ist oder hektisch oder ruhig, ob er sein Verhalten in schwierigen Situationen im Gegensatz zum 'Normalverhalten' ändert, 1000 kleine Körpersprache-Signale haben sehr wohl eine Auswirkung. Da sganze gepaart mit früheren - auch unterbewußt gemachten - Erfahrungen können sehr wohl zu einer negativen Stimmung bei dem/r Betroffenen führen

Gruß

Volker
SY JASNA
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