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  #1  
Alt 12.08.2002, 17:42
Tobias_F Tobias_F ist offline
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Standard Schwedische Ostküste, Stockholmer Schären, Alands

Hallo,

war da schonmal jemand ? Ist zwar noch etwas hin, aber 2003 will ich mich mal dahinkämpfen. So Gott will habe ich hoffentlich auch etwas Zeit.

Mich würden einfach mal ein paar Info´s aus erster Hand interessieren (Ankern in den Schären, Dichte der Versorgungsmöglichkeiten, Wetter, Karten, usw). Die ganze Fachliteratur ist für eine so kleine und süße Yacht wie "Moskito" (21 Fuß) irgendwie nicht so geeignet ("Sie brauchen eine komplette Katrenbibliothek, mindestens 80kg Ankerausrüstung, Beiboot mit AB, Proviant und Wasser für drei Wochen etc" - da bekommt man ja eher Angst als Lust )

Danke schon im voraus,
Tobias
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  #2  
Alt 13.08.2002, 20:35
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ugies ugies ist offline
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Moin Tobias,

keine Probleme mit Deinem Boot - warum auch? Es gibt dort genug Möglichkeiten anzubinden und sich mit allem was man möcht zu versorgen. Zum Überblick haben wir uns eine Karte in größerem Maßstab gekauft, weil uns die Schärenkarten in dieser Beziehung genervt haben. Das erste Buch was ich hatte war von Gerti und Harm Clausen Rund Schweden 2. Freunde besitzen eine neuere Auflage als ich. Ich war sehr erstaunt darüber, daß im *neueren* Buch der Teil über den Götakanal fast ganz fehlte. Es gibt auch eine weiteres -sehr teueres - Buch über Naturhäfen. Ich habe bisher nur darin geblättert und kann deshalb über die Qualität wenig sagen. Angeblich soll es aber vom "Svenska Kryssarklubben" ein Buch über Naturhäfen geben analog zu dem Buch "Tre veckor i Bohuslän" Dort findet man luftfotos von Naturhäfen mit ausschnitten aus Seekarten. Es ist sogar eingezeichnet wo man bereits Ringe in den Felsen findet. An der Westküste hat es uns in diesem Jahr sehr genützt. Ansonsten: wo Du am späten Nachmittag etwas neben dem Fahrwasser Masten findest ist eigentlich immer ein guter Platz für die Nacht. Ich verlasse mich gerne auf die Erfahrung der Einheimischen.

Gruß
Uwe
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Uwe
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  #3  
Alt 26.08.2002, 14:12
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Standard Re: Schwedische Ostküste, Stockholmer Schären, Alands

hallo Tobias,
ich bin gerade mit meinem trailerbaren boot aus schweden zurückgekommen. in 7 wochen keinen tropfen regen, luft 25 -35 grad,
wasser in buchten bis 26 grad. - herrlich

ich benutzte die schwedischen sportbootkartensätze, die ich sehr gut finde.
ein vernünftiges format auch für kleine boote (meines hat 23 fuss)
ich habe auch rund schweden 2 und komme damit sehr gut klar.

die versorgungsmöglichkeiten sind sehr gut. lebensmittelpreise ca. 10%
teurer als bei uns. sehr teuer ist alkohol und zigaretten. alkohol sollte man mitnehmen (z.b. Cognac). eine runde am steg ausgeben öffnet
einem alle türen. an der grenze fragt kein mensch.

Gaststätten sind ebenfalls sehr teuer (ca. 100%) - selbstkochen ist also
angesagt.

in häfen wird meist mich heckanker oder heckboje angelegt.
die preise pro boot - egal wie lang oder vieviel leute liegen zwischen
4 - 18 EURO.

im aussenbereich legen die schweden sehr oft mit dem bug an den schären an und dann heckanker. lange leinen, die bis zum nächsten baum gehen mitnehmen.

ich ankere auch sehr gerne in buchten. dann ist ein kleines beiboot
hilfreich. ich ziehe ein kleines schlauchboot ohne motor nach.

bei weiteren fragen eine mail

mfg

jörg
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  #4  
Alt 26.08.2002, 14:29
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Hallo Jörg,

dann scheint der August der "richtige" Monat für Schweden zu sein?

Wie lange fährt man denn mit dem Trailer dort hin? Vielleicht teilweise mit einer Fähre?

Kannst Du nur mal einen groben Überblick geben?
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Gruß, Thomas
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  #5  
Alt 26.08.2002, 19:45
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hallo tobias,
Zitat:
Zitat von boatman
dann scheint der August der "richtige" Monat für Schweden zu sein?
ich war jetzt zum 7. mal in schweden.
die richtige zeit ist normalerweise ab ende juni (midsommer - das grösste
fest in schweden) bis ende juli. dieses jahr war für schweden ein jahr-
hundertsommer. die lange helligkeit in der nacht ende juni und im juli
ist auch das besondere im norden. du kannst in stockholm 23 uhr noch
problemlos zeitung lesen. im august wird es etwa wie bei uns am abend
dunkel.
ich bin am 18 juni gefahren und am 22 august zurückgekommen.

Zitat:
Zitat von boatman
Wie lange fährt man denn mit dem Trailer dort hin? Vielleicht teilweise mit einer Fähre?

Kannst Du nur mal einen groben Überblick geben?
ich komme aus der nähe von münchen und fahre über würzburg, kassel,
hanover, hamburg nach fehmarn, dort mit der fähre nach dänemark und
dann entweder über die neue brücke von kopenhagen nach malmö oder
mit einer 2. fähre von helsingör nach helsingborg. dann etwas nördlicher
von kalmar. das sind 1550 km. diese fähren muss man nicht vorbestellen,
sie fahren stündlich.

mfg
jörg
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  #6  
Alt 27.08.2002, 07:03
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Hallo Jörg,

1400 km Trailererfahrung am Stück habe ich schon (Croatien), ist aber mit der Strecke nach Schweden nicht unbedingt vergleichbar?

Ist zwar weiter, aber nicht so warm, vermute ich mal. Wie sind die Straßenverhältnisse in Dänemark und anschließend in Schweden?

Die Küstenstraße in Croatien war echt ätzend! Trotz der mitlerweile begradigten Straße immer noch mit Tempo 20-30 um die Kurve und die Schlaglöcher.

Und die Fähren dürften ein riesiges Loch in die Bordkasse reißen?

Das aber nur nebenbei. Das wichtigste Argument zu fahren oder nicht, ist bei mir zur Zeit unser kleiner Captain. Wenn der Boss keinen Sand zum spielen bekommt, muß die Crew ganz schon leiden.
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Gruß, Thomas
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  #7  
Alt 27.08.2002, 07:49
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hallo tobias,

die strassen sind meist autobahn und in herrvorgandem zustand.
das ist also kein problem.

die fähren bzw. brücke kosten für hin- und rückfahrt zusammen etwa
500 EURO

aber SAND - die schärenküste zwischen kalmar und den nördlichen
stockholmer aussenschären sind meist felsenplätze. es gibt vereinzelt
sandstrände, sie sind aber die ausnahme.
falls du trotzdem fährst, kann ich dir einige koordinaten für sandplätze
mitteilen.

mfg

jörg
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  #8  
Alt 27.08.2002, 08:01
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Hallo Dieter,

vielen dank für die Tipps. Wenn ich wirklich fahren sollte, dann frage ich noch mal nach den Koordinaten. Jetzt würdest du dich nur unnötiger weise bemühen. Das wäre unfair.

Hast Du vielleicht Fotos von da irgendwo im Netz? Ich schaue doch so gerne und träume dann vom Urlaub.

Danke für deine Auskünfte Dieter.
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Gruß, Thomas
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  #9  
Alt 27.08.2002, 09:53
Tobias_F Tobias_F ist offline
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Hallo Jörg,

Danke für Deine Tipps die ich eifrig mitgelesen habe - ich bin nämlich der "wahre Tobias"

Was mir noch nicht so ganz klar ist: man ankert vor Heckanker und geht so nah an die Schären, daß man mit Leine rüberspringen kann. Funktioniert das, oder paddelt man doch eher mit Bugleine an Land ?

Dann bräuchte ich noch ein Beiboot, und für das habe ich nun wirklich keinen Platz...

Wie sind denn die Ankergründe ? Irgendeine Anker-Empfehlung ?

Und natürlich wei sieht es Wind und Seegang mäßig aus. Auf Moskito habe ich bis dato kein Try- oder Sturmsegel. Ab 6 Bft wird es sehr sportlich. Ab 7 dann auch schon kritisch, 8 ist ganz sicher die Grenze (wenn nicht schon mehr als das). Seegang ist auch nicht so toll, vor allem wenn die Wellen steil sind. Frage ist, ob man in den Schären wirklich Zuflucht findet wenn es mal dicke kommt - und meinen kleinen 4,5 PS AB kann ich dann zum manövrieren leider auch nicht wirklich gebrauchen...

Ansonsten habe ich natürlich schon ordentlich die Fremdenverkehrsämter genervt und freue mich schon wie wild

Gruß aus Berlin,
Tobias
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  #10  
Alt 27.08.2002, 13:37
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hallo tobias,

Zitat:
Zitat von Tobias_F
Hallo Jörg,

Danke für Deine Tipps die ich eifrig mitgelesen habe - ich bin nämlich der "wahre Tobias"
und wer ist der "unwahre tobias", bzw wie wird man "wahr" ??

Zitat:
Was mir noch nicht so ganz klar ist: man ankert vor Heckanker und geht so nah an die Schären, daß man mit Leine rüberspringen kann. Funktioniert das, oder paddelt man doch eher mit Bugleine an Land ?
man kann an sehr vielen stellen wirklich mit dem bug bis an die schäre
ranfahren und mit der leine an land gehen. man will ja trockenen fusses
ans land kommen.

Zitat:
Wie sind denn die Ankergründe ? Irgendeine Anker-Empfehlung ?
der heckanker wird meist schon weit vor den scheren geworfen (25-35m)
und hält fast immer sehr gut, da der grund zu den schären hin ansteigend
ist. die schweden ankern meist mit relativ kleinen ankern, einem ketten-
vorlauf und dann diese bänder, die auf einer rolle aufgerollt sind.

Zitat:
Und natürlich wei sieht es Wind und Seegang mäßig aus. Auf Moskito habe ich bis dato kein Try- oder Sturmsegel. Ab 6 Bft wird es sehr sportlich. Ab 7 dann auch schon kritisch, 8 ist ganz sicher die Grenze (wenn nicht schon mehr als das). Seegang ist auch nicht so toll, vor allem wenn die Wellen steil sind. Frage ist, ob man in den Schären wirklich Zuflucht findet wenn es mal dicke kommt - und meinen kleinen 4,5 PS AB kann ich dann zum manövrieren leider auch nicht wirklich gebrauchen...
das schlechtwetter kommt nie sehr schnell. eine halbe stunde bleibt immer.
in dieser zeit kann man sich immer hinter den schären eine kleine bucht
suchen und entweder wenn es dort möglich ist, an die felsen gehen. wenn
das nicht möglich ist, muss man frei ankern. in den buchten beträgt die
wassertiefe meist zwischen 2 und 8 metern mit gutem ankergrund.

mfg
jörg
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  #11  
Alt 27.08.2002, 16:49
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Moin Tobias,

man geht mit dem Bug direkt an den Felsen und setzt jemanden an Land. Derjenige/diejenige befestigt die Leinen an speziellen Stahlhaken - Schärenankern - die Du auch in Deutschland für ca. 6 EUR erwirbst. Man schlägt sie mit dem Hammer in eine Spalte im Felsen. Wenn Du langsam an eine Stelle kommst, die Dir geeignet erscheint, u.a. weil dort schon andere Boote liegen wird man Dir höchstwahrscheinlich auch beim anlegen helfen. Das Foto entstand übrigens in Lee eines recht hohen Felsens als unsere Freunde im Hafen von Lyskil ihr Boot wegen starkem Wind und Schwell gut festhalten mussten. Allerdings hatten wir natürlich keinen Landstrom zur Verfügung. Smile
Ganz rechts sieht man einen unserer Felsnägel.
__________________
Gruß
Uwe
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  #12  
Alt 27.08.2002, 17:23
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... noch ein Foto: die Schären sind ganz schön hoch!
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Uwe
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  #13  
Alt 27.08.2002, 17:25
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... und ein drittes:
manchmal gibt es sogar Strand!

Gruß
Uwe

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