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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #141  
Alt 04.01.2019, 21:17
René René ist offline
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Moin,
also, ihr seid verrückt. Im Positiven. Und meine beiden Daumen, sowie große Zehen sind gedrückt, dass das auf Anhieb klappt.

Ich kenne nicht viele, die so ein Projekt durchziehen. Respekt!

Gruß René
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Alles hat ein Ende, nur die.....

Der Weg ist das Ziel - NEIN - Die gute Stimmung beim Genuss des Weges ist das Ziel! (geklaut hier im BF)
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  #142  
Alt 04.01.2019, 22:16
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Appiano Appiano ist offline
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Hallo zusammen,

wer einmal in diesem Thread war schaut immer wieder rein, um Eure neuen Berichte und Fotos anzusehen und nur zu staunen. In diesem Land klappt ja nicht mehr so ganz viel auf Anhieb. Ihr seid da auf jeden Fall eine Ausnahme. Wie man mit einem Prototyp, Eurem POC, soviel Erfahrung sammeln konnte, ist mir schleierhaft. Entweder Ihr habt das "Bootsbaugen" (oder mehrerer) oder einen IQ von 170. Ich frage mich da gerade was Ihr sonst noch so drauf habt. Vielleicht erfahren wir das noch in den nächsten Wochen. Von mir auch weiterhin viel Glück - für dieses frische Jahr und auf jeden Fall bis der TRI fertig ist - ich schätze, dass Ihr das bis auf paar Kleinigkeiten in 4 Wochen durchgezogen habt.

Lieben Gruß

Wolf
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  #143  
Alt 05.01.2019, 07:58
paulemeier1 paulemeier1 ist offline
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Auch von mir ein heftiges

DAUMEN DRÜCK!!!!!!
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  #144  
Alt 05.01.2019, 08:05
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Mio69 Mio69 ist offline
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...und von mir noch ein paar fingers crossed 🤞, um auch die englischsprachigen Bootsbaugötter zu besänftigen.

Mio
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Twenty years from now you will be more disappointed by the things that you didn’t do than by the ones you did do… Sail away from the safe harbor. Catch the trade winds in your sails. Explore. Dream. Discover.

Bau der Alder 18 mit Farymann 16 DS
Unicat 2.9 "Tatihou 3"
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  #145  
Alt 05.01.2019, 19:43
FreMic FreMic ist offline
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Hallo und vielen Dank für das Daumen drücken.
Hat leider nur bedingt geholfen . Wir hatten hier heute einen ziemlich Rodeo-Ritt. Im Moment ist der Ausgang noch ungewiss.

Kurz gefasst (ausführliche Erklärung kommt später):

Abdichten hat bis kurz nach 11 Uhr gedauert, um 11:10 haben wir die Vakuumpumpen angeschmissen. Um 12:50 hatten wir dann alles so, wie es sein muss. Um 13:10 haben wir mit dem Anmischen gestartet.
12 Eimer mit je 10kg Harz und Härter haben wir binnen einer Stunde angemischt.

Problem:
Im Decksbereich ist es dann zu Harzanhäufungen gekommen, das Harz hat sich von dort aus nicht so weiter verteilt wie erwartet. Es ist heiß geworden und hat uns Styrodur, PVC-Blase und sämtliche Folien inkl. der Vakuumfolie durchgeschmurgelt. Plötzlich hat es extrem nach verkokelten Styrol gerochen und wir haben Vakuum verloren. Die ausgelegten EPS-Platten hat es mit verschmurgelt. Im Nachhinein wäre es wohl besser gewesen, auf dem kalten Beton zu bleiben.

Wir konnten bis jetzt (Stand 19:40) das Vakuum stabilisieren und hoffen, dass es bis zum Ende durchhält. Haben aber die Spannung aus der Blase verloren und durch das verschmurgelte Styrodur hat sich die Rumpfform mächtig verzogen.

Dadurch, dass sich das Harz am Boden gesammelt hat, fehlt es uns auch an anderen Stellen, es sind große Flecken nicht getränkt worden. Das könnte man aber nachlaminieren. Der Unterwasserbereich scheint ganz gut geworden zu sein.

Wir retten jetzt, was zu retten ist und schauen ihn uns nach Aushärten genau an. Wir stellen uns aber gerade schon vorsichtig auf einen Verlust ein.

Wir müssen dazu sagen, dass wir bei Projektstart mit einem Rumpf-Verlust gerechnet haben, wir sind nur eigentlich davon ausgegangen, dass es wohl einer der beiden Seitenrümpfe wird.

Jetzt sieht es aber so aus, dass die eingearbeitete Decksschicht uns das Genick gebrochen hat. Falls wir den Mittelrumpf neu machen, werden wir das definitiv anders machen.

Soweit erstmal aus der Werkstatt, wir halten jetzt weiter Wache.
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  #146  
Alt 06.01.2019, 12:38
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dampfspieler dampfspieler ist offline
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Standard ... das ist ja mal doof ...



Moin Freddy,

siehe oben, aber es gibt "ein Leben danach" .

Zitat:
Falls wir den Mittelrumpf neu machen
Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nach meinem Dafürhalten recht hoch, aber Du/Ihr müsst mit dem Gefühl/Ergebnis leben können und Euch absolut sicher fühlen und bei letzterem sehe ich den Ansatzpunkt für ... .

Ich weiß nicht, ob das jemals gemacht wurde, aber wäre es nicht eine Möglichkeit, "Abstandshalter" zwischen die innere und äußere formgebende Folie einzubringen und so für eine gleichmäßige Stärke des Konstrukts auch bei anstehendem flüssigen Harz zu sorgen?
Das ist mit Sicherheit eine "Schweinearbeit", aber .... .

Ich ziehe mich erst mal wieder an meine CAD-Maschine zurück und entwerfe einen neuen verwindungssteifen Leiterrahmen für meinen 1:5-Dampf-Lkw.

Viel Erfolg
Dietrich
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Feinblechner können machen aus feinen Blechen feine Sachen.
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  #147  
Alt 06.01.2019, 19:37
FreMic FreMic ist offline
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Der Rumpf ist immer noch eingepackt, wir lassen ihn noch zwei Tage aushärten. Aber wir haben uns bereits entschieden, dass wir einen neuen Versuch starten werden. Durch den Verlust der Statik hat sich der Rumpf zu sehr verzogen. Das zu korrigieren, wäre ein zu großer Kompromiss und Pfusch. Dazu sind wir nicht bereit.

Nachdem Freddy sich heute die Blase von innen angeschaut hat, können wir die Ursache von gestern bereits benennen. Es war das Temperiergerät im Innern der Blase. Wir hatten es auf 35°C eingestellt. Da das Gerät thermostatgeregelt ist und die Außentemperatur mit 17-18°C deutlich kühler war, lief es die ganze Zeit auf Volldampf, um die Zieltemperatur zu erreichen. Die Verbrennungen sind auf dem Boden der Blase entstanden, und zwar genau da, wo der 9 Meter lange Luftverteilerschlauch des Temperiergerätes gelegen hat. An der Stelle war es anscheinend so warm, dass das Harz, was dahin gelaufen ist, sofort das reagieren angefangen und noch mehr Wärme produziert hat. Das angewärmte Harz sickerte dann an den Styrodurleisten vorbei (was es auch sollte), um die Stege und das Außengelege zu tränken. Und an der Stelle konnte die Temperatur nicht abgegeben werden, weil es auf den EPS-Platten lag. Dadurch wurde es noch heißer, hat das nachfolgende Harz ebenfalls erwärmt und dann war es vorbei.

Wir halten für uns fest: die linke Seite, wo kein Temperiergerät gelegen hat, ist gut geworden. Das Grundprinzip scheint also zu funktioniert, auch der Aufbau mit dem Decksleisten und die Harzverteilung hätte gepasst. Auch das Temperiergerät hatte sich ja bereits mehrfach bewährt. Allerdings wohl nicht bei starken Temperaturunterschieden und der extrem großen Oberfläche des Mittelrumpfes.

Wir wissen, dass man bei 18°C Umgebungstemperatur eigentlich nicht fluten sollte. Um das zu kompensieren, hatten wir das Temperiergerät aufgebaut und damit das Werkzeug also temperiert. Außerdem war der Harz die letzten zwei Wochen im Temperofen und auf 40°C vortemperiert. Wir dachten, das würde ausreichen. Aber das Temperiergerät hat zu viel Energie abgeben müssen, um die Zieltemperatur zu erreichen und dadurch die punktuelle Erhitzung des Bodens verursacht.

Soweit unsere Fehleranalyse.

Wir haben aus dem gestrigen Tag viel gelernt, was wir beim nächsten Rumpf besser und anders machen werden. Wir haken das Teil als Generalprobe ab. Die Größe und die Ausmaße des Mittelrumpfs zeigen uns zumindest bereits, wie wir mit den Seitenrümpfen weiter machen können. Schwertkästen, Schwerter, Einstiegsluken - das alles können wir mit dem jetzigen "Erstmuster" bereits entscheiden. Und damit werden wir jetzt weiter machen, bis wir wieder ordentlich warme Temperaturen in der Halle haben. Außerdem werden wir demnächst wohl mit den Mastelementen anfangen.
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  #148  
Alt 06.01.2019, 19:47
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Zitat:
Zitat von dampfspieler Beitrag anzeigen


Moin Freddy,

siehe oben, aber es gibt "ein Leben danach" .


Die Wahrscheinlichkeit dafür ist nach meinem Dafürhalten recht hoch, aber Du/Ihr müsst mit dem Gefühl/Ergebnis leben können und Euch absolut sicher fühlen und bei letzterem sehe ich den Ansatzpunkt für ... .

Ich weiß nicht, ob das jemals gemacht wurde, aber wäre es nicht eine Möglichkeit, "Abstandshalter" zwischen die innere und äußere formgebende Folie einzubringen und so für eine gleichmäßige Stärke des Konstrukts auch bei anstehendem flüssigen Harz zu sorgen?
Das ist mit Sicherheit eine "Schweinearbeit", aber .... .

Ich ziehe mich erst mal wieder an meine CAD-Maschine zurück und entwerfe einen neuen verwindungssteifen Leiterrahmen für meinen 1:5-Dampf-Lkw.

Viel Erfolg
Dietrich

Hallo Dietrich,

ja, du hast Recht. Für uns ist das ein zu großer Kompromiss, deswegen wird es einen neuen Versuch geben.

Als Abstandhalter wird üblicherweise Fließhilfe eingesetzt. Die sorgt dafür, dass das Harz sich über das gesamte Abreißgewebe und Gelegekonstrukt gleichmäßig verteilt. Ein punktueller Abstandhalter würde in unserer "Blasen-Abreißgewebe-Konstruktion" unter Vakuum Abdrücke hinterlassen.

Lieben Gruß,
Michaela + Freddy
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  #149  
Alt 06.01.2019, 19:55
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...beim zweiten Fluten wird das klappen.

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beste Grüße,
Jens

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Alt 06.01.2019, 20:29
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Wenn ihr mit diesem Ergebnis auch einenen gewissen Rückschlag einstecken musstet, so ist es doch gut, dass eure Fehleranalyse den Grund für das Misslingen identifizieren konnte. Das ist ja die Voraussetzung dafür, dass im zweiten Anlauf mehr als nur pure Hoffnung dafür spricht, dass es dann klappen wird.

Alles Gute dafür!
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  #151  
Alt 10.01.2019, 13:51
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Hier jetzt ein paar Bilder des Fluten und des Ergebnisses.
Das Deck ist quasi zweigeteilt. Eine sehr gut gewordene Seite, eine verbrannte Seite.

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  #152  
Alt 10.01.2019, 15:02
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Hallo Ihr Zwei

Trotz des Rückschlages - trotzdem ein gutes neues Jahr für Euch.
Man muss festhalten, dass dieses Projekt an sich ja schon etwas besonderes darstellt.
Das Ihr Euch mit dem Ergebnis - resp. dem Ausbessern des Ergebnisses - nicht zufrieden geben wollt, zeigt Eure Professionalität und den Drang, etwas richtig machen zu wollen. Ich denke, man würde sich das auf Dauer vermutlich andauernd nur vorwerfen wenn es da zu Problemen in der Zukunft kommen sollte. Und wenn ich das richtig interpretiere, wollt Ihr damit auch auf hoher See ohne Bauchschmerzen fahren wollen. Von daher ist das jetzt zwar ein wenig nervig und auch ein „unnötiger“ zusätzlicher Kostenfaktor - aber ich bin mir sicher, Ihr werdet das im zweiten Anlauf hin bekommen.
Ich ziehe den Hut vor so viel handwerklichem Geschick und liebe zum Detail!
Am Ende wird ein überragendes Ergebnis stehen, auf das Ihr stolz sein könnt und das Euch zuverlässig begleiten wird.
__________________
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Gruß Norbert

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.
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  #153  
Alt 20.02.2019, 16:58
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Standard Lebenszeichen

Hallo in die Runde,

nachdem wir heute eine bewegende Email von jemanden aus Österreich erhalten haben, der sich Sorgen um uns und unser Projekt machte, wird es wohl höchste Zeit für ein Lebenszeichen. Uns geht es gut und wir sind weiterhin motiviert.

Freddy hat sich in den letzten Wochen vorrangig um die PoC gekümmert, damit wir die zu Ostern wieder ins Wasser bekommen. Wir sind hier immer noch am Optimieren und Experimentieren. Sie bekommt jetzt unter anderem zwei Selbstwendevorrichtungen (für Fock und Groß). Dafür hat Freddy zuletzt eine Art Spoiler gebaut. Außerdem werden wir noch den Bug und die Segel anpassen, um das Wendeverhalten zu verbessern. So langsam sieht die PoC wie ein Raumschiff aus.

Im Bezug auf unseren Grenzgänger haben wir uns die letzten Wochen eher mit kleinen Dingen beschäftigt.

Freddy hat mit den Spachtelarbeiten am ersten Seitenrumpf angefangen.

Dann hat er unsere Mast-Wickel-Vorrichtung konzipiert: ich bekomme jetzt einen Motor (freu ) und muss nicht mehr manuell kurbeln. Außerdem hat er eine Laufkatze über unserem „Mast-Produktionsbereich“ angebracht, so dass wir die Rollen mit dem Kohlefaser-Roving-Material leicht über die gesamte Mastelementlänge hin- und her bewegen können. Ein Mastelement wird 5,50 Meter lang werden. Für unsere beiden A-Masten inklusive Salinge benötigen wir 16 Elemente.

Parallel kaufen wir gerade gefühlt sämtliche Ebay-Angebote mit Restposten an Roving-Material auf, die uns geeignet erscheinen. Nach ersten Kalkulationen benötigen wir ca. 7.500 Meter. Einige Schnäppchen konnten wir bereits machen.

Dann haben wir uns mit dem Thema „Baubegleitung durch einen Sachverständigen“ auseinandergesetzt. Nachdem uns Ende letzter Woche ein Angebot vorgelegt wurde, dass uns gelinde gesagt vom Stuhl geworfen hat , gehen wir den Weg jetzt aber doch alleine und lassen uns am Ende ein technisches Gutachten und Wertgutachten erstellen.

Und ich habe noch ein kleines vorgezogenes Projekt gestartet und schon mal Schubladendeckel aus Kohlefaser für den Innenbereich konzipiert und erste Muster gefertigt. Warum wir mit Schubladendeckeln anfangen und den Mittelrumpf drum herum bauen? Die Bauteilgröße musste fluggepäcktauglich sein. Ich habe Ende Januar nämlich meine beiden Lieblingsschauspieler auf einer Convention in England getroffen und mir die beiden Deckel unterschreiben lassen Der Einbau erfolgt dann in ca. 2-3 Jahren.

Und zu guter Letzt haben wir die letzten Wochen einen etwas größeren Event vorbereitet: das Selbstbauertreffen des Multihull Deutschland e.V. fand vergangenes Wochenende hier bei uns und in unserem Segelverein am Lippesee statt. Das Treffen war hoch konstruktiv und interessant und hierzu folgt zeitnah mein nächster Beitrag.

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Alt 21.02.2019, 09:15
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Hallo Michaela,

kurze Frage zum vorletzten Bild: Was ist denn das für ein Klappteil oberhalb der Fock-Selbstwende? Gehört das zum Mastroller? Oder kippt ihr damit den Mast? Auf dem Bild vom PoC auf eurer Homepage ist das Teil nicht zu sehen (grübel, grübel )
__________________
LG, Holger

_\|/_ Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht _\|/_

Im Bau: Eco 65 classic "Galadriel"
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Geändert von Blitzeblau (21.02.2019 um 11:40 Uhr)
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  #155  
Alt 22.02.2019, 06:46
FreMic FreMic ist offline
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Stimmt, das ist erst später dazugekommen. Wir nennen es unser Winschbrett. Ich mache davon nachher mal ein Foto.

Auf dem Brett sind eine Winsch und Fallstopper installiert.

Da wir mit fliegenden Segeln arbeiten, brauchen wir ordentlich Druck auf den Vorlieks und mit dem Brett bekommen wir richtig Dampf drauf. Das Brett ist beweglich, um sich exakt in Zugrichtung ausrichten zu können. Die Falle können damit direkt in Zugrichtung und ohne Umlenkung gespannt werden. Wir hätten auch mit Umlenkblöcken auf den Beams arbeiten können, aber da wir ohne Selbstwendevorrichtung auch die Schoten über den Beam gehen hatten, war uns das vom Platz her zu eng.

Außerdem funktioniert es super zum Mast stellen und legen, da wir sehr kontrolliert mit Hilfe der Falle und der Winsch den Mast hoch- und runterwinschen können.

Beim großen Tri werden wir das wohl anders lösen. Da haben wir mehr Platz. Obwohl uns die Lösung jetzt eigentlich ganz gut gefällt.
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Alt 23.02.2019, 11:31
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Hier die Bilder zu dem Winschbrett!

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Alt 23.02.2019, 11:51
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Standard Bericht vom Selbstbauertreffen

Und hier noch ein kurzer Bericht zu unserem Selbstbauertreffen.

Am vergangenen Wochenende veranstaltete die Regionalgruppe Weser-Ems des Multihull Deutschland e.V. ein überregionales Event zum Thema Selbstbauen. Üblicherweise wird als Location dann immer ein aktueller Selbstbau-Schauplatz gewählt (damit es etwas zum gucken und greifen gibt) und dieses Jahr hatten Freddy und ich die Ehre und haben nach Paderborn eingeladen. Dabei haben wir am Samstag die Räumlichkeiten unseres Segelvereins Yachtclub Paderborn am Lippesee genutzt. Am Sonntag fand unser Treffen dann in unserer Bau-Ecke statt. Wir haben extra dafür unsere PoC aufgeriggt und die Deckenhöhe unserer Halle dürfte keine 5cm niedriger sein, denn der Verklicker hat nicht mehr gepasst.

Das Wochenende war sehr konstruktiv mit vielen hochwertigen Diskussionen. Fast 30 Teilnehmer, hauptsächlich aus dem Norden, waren angereist, hatten Fotos, Vorträge und viel Erfahrungen im Gepäck. Neben einem Bau- und Ausstattungsbericht eines sehr beeindruckenden Projekts (ein 9,30 Meter Katamaran, der binnen 17 Monaten in Vollzeit von zwei Brüdern gebaut wurde) gab es einen Exkurs zum Unternehmen Fischer-Panda, die bekannt für ihre E-Antriebe sind und zufälligerweise ganz in der Nähe ihren Sitz haben. Die beiden Herren von Fischer-Panda waren so frei und haben sich extra für uns an einem Samstag bereitgestellt und nach kurzer Vorstellung ihrer Produktpalette für Sportboote unsere Fragen beantwortet. Meiner Einschätzung nach waren es sehr hochwertige Fragen, aber ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass Elektrotechnik und ich nicht wirklich Freunde sind (daran haben auch 8 Monate Elektrotechnik lernen für den Funkamateur nichts geändert). Immerhin habe ich verstanden, dass unsere 48V Leitungen (der Techniker sprach von Strippen ) kurz gehalten und im Querschnitt groß sein sollten und auf was man bei der Auswahl des Antriebs achten sollte. Dazu einige Tipps zu sinnvollen Apps zur Auslegung bei der Planung des Boots. Im Anschluss hat Helge von der Linden einen Vortrag über Epoxidharze gehalten, mit viel Materialkunde, grundsätzlichen Infos über den Werkstoff und vielen „Was passiert, wenn“ Fragekonstellationen.

Abends gab es eine Stadtführung durch Paderborn, bei der uns unsere Stadtführerin mit glänzenden Augen von Schwerttaufen und gevierteilten Bürgermeistern erzählte. Im Anschluss haben wir den Abend in einem Brauhaus bei Schweinshaxe und Roulade ausklingen lassen.

Für den Sonntag war das Treffen in unserer Bau-Ecke geplant. Wir haben diesen Termin genutzt, um mal ganz grundsätzlich aufzuräumen und Ordnung zu schaffen. Beide Seitenrümpfe und die aufgeriggte PoC standen bereit. Mit einem Beamer haben wir unsere Bilder zu dem bisherigen Verlauf gezeigt und Freddy hat dazu erzählt. Fast vier Stunden lang wurde diskutiert und beratschlagt. Wir haben viel positives Feedback und Anregungen bekommen. Wichtig war uns hierbei auch die Einschätzung vom Helge, der unser Projekt bereits kennt und fernbegleitet, seitdem wir in die Prototypenphase gestartet sind, der aber die Rümpfe noch nie real gesehen hat. Nach dem Wochenende wissen wir, dass wir auch bautechnisch auf einem guten Weg sind. Allerdings hat er vorgeschlagen, mal einen Spachtelkurs zu veranstalten. Was wohl im Umkehrschluss heißt, dass er mit unserer Spachteltechnik nicht einverstanden ist...

Wilde Diskussionen wurden auch über unseren Mast geführt. An der PoC konnten wir ja bereits darlegen, wie der von uns gewickelte Mast aussehen kann und anhand unseres allerersten Wickel-Musters konnten wir den Sandwich-Aufbau anschaulich machen. Die Frage bleibt weiterhin offen, wie stabil er sein wird. Wir können Brech- und Biegetests damit machen (oder kostenaufwendig machen lassen), aber welche Belastungen genau auf unserem Mast wirken, ist weiterhin sehr unklar. Ein Teilnehmer mit einem Farrier-Trimaran berichtet zudem von Rissen aufgrund des Drucks auf seinen Mast und seinem Klappmechanismus und dass die entstehenden Kräfte nicht unterschätzt werden dürfen. Beide Punkte sind uns aber bekannt und wurden bei der Konzeption berücksichtigt. Wir gehen davon aus, dass die Belastungen über das „A-Mast/Beam-Dreieck“ deutlich besser aufgefangen werden können. Und die Beam-Verbindung zu den Seitenrümpfen wird bei uns ebenfalls deutlich weniger Druck abbekommen, da es keine starre Verbindung gibt.

Bezüglich unserer Selbstwendevorrichtungen haben wir neuen Input und einige Ideen bekommen, die wir direkt in die PoC einfließen lassen können. Als nächstes steht jetzt für die PoC die Buganpassung und für den Grenzgänger das erste gewickelte Mastelement an - das allerdings in kurz, da wir es für Brech-und Biegetests verwenden werden.
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