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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1361  
Alt 16.07.2019, 18:58
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Heimfried Heimfried ist offline
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Zitat:
Zitat von Shearline Beitrag anzeigen
Warum macht Ihr Euch eigentlich das Leben so schwer mit derartigen Details? [...]
Eine sauber verklebte Dreiecksleiste oder von mir aus auch eine schön angefertigte Hohlkehlleiste vom Tischler um's Eck würde m.E. den Zweck genauso gut erfüllen, wie Microballoon geschwängerte Fillets.
[...]
Moin Ingo,

naja, bisher mache ja nur ich mir (in diesem Punkt [- jaja, nicht nur in diesem Punkt]) das Leben schwer und für mich ist es auch zu spät zum Umsteuern. Ob Holger und später Jens die Konzepte des Designers ändern, weiß ich nicht, vielleicht werden sie ja auch gar nicht mein Ausmaß an Schwierigkeiten beim Füllen des Hohlkehrkerns erleben. Das hängt alles sehr davon ab, wie sich die Matsche verhält - und natürlich davon, wie der Bootsbauer auf das Verhalten der Matsche reagiert.

Ich habe heute mit stark ziependem Ischiasnerv wenig besehen können, aber mir nochmal die ersten etwa 50 cm Spachtelauftrag am Bug "meditativ" angesehen - vom Ergebnis her eigentlich das bisher beste Teilstück. Nur, dass mich das Auftragen völlig entnervt hat - vielleicht hätte ich an dieser Stelle etwas mehr Elefantenhaut zeigen und einfach weitermachen sollen. Vielleicht wäre ich in diesem Fall inzwischen fertig, vielleicht aber auch nicht.

Aber für die Geduld beim Bau vieler nutzloser Spezialwerkzeuge bekomme ich bestimmt irgendwann einen Orden oder so etwas .

Achja, was die Dreiecks- oder Hohlkehlleiste angeht, bei r = 100 mm wäre das schon ein zarter Balken, der sich nicht ganz so einfach an den Bug schmiegen lässt.
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  #1362  
Alt 16.07.2019, 19:36
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Hallo Ingo, hallo Günter,

klar, auf die simplen Sachen (Dreiecksleiste) kommt man zu letzt...oder gar nicht.
In meinem Fall würde das einem Balken von 100 x 100 x 7350 entsprechen ...das sind schon ein paar Kilo (...hab jetzt keine Lust zum rechnen) deshalb waren die "Microballons geschwängerten Fillets" gewichtsmäßig schon eine Alternative, zumal Kohler nur eine zentrale Leiste vorsieht.
Doch das würde für unseren "Matsche-Bändiger" (sorry Günter) noch mehr Probleme bereiten.
Ich selbst sehe in der Herstellung der Hohlkehle kein Problem; das Wichtigste ist nur die Konsistenz der Spachtelmasse.

Auch weiß ich nicht, was Günter das Auflegen des Glasgelegestreifens für Probleme bereitet hat.
Ich habe alle Hohlkehlen im Rumpf mit Glasgewebeband belegt.
Anmerkung; bei mir sind die Hohlkehlen nötig, da ich keine Leisten an den Bulkheads habe. Auf den Kimmwegern habe ich auch Hohlkehlen gezogen.

Leider weiß ich aber für Günter auch keinen Rat....

P.s. für die große Hohlkehle empfiehlt sich 200mm breites Glasgelegeband (320er biax) da es Glasgewebeband in der Breite nicht gibt. Leichteres Gewebe, in Streifen geschnitten, ist sicher schwer zu handhaben, denn das 320er Gelegeband bringt eine gewisse Steifigkeit mit.
Bei Gewebe sollte die Grenze bei 200g/qm liegen...und k e i n e Köper bindung.


Die Lösung zur Biegung des "Balkens" wären z.B. einzelne Segmente oder auch hier eine Lamellierung.
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beste Grüße,
Jens

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Geändert von shakalboot (16.07.2019 um 19:45 Uhr)
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Alt 17.07.2019, 10:34
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Aber für die Geduld beim Bau vieler nutzloser Spezialwerkzeuge bekomme ich bestimmt irgendwann einen Orden oder so etwas .
Wer weiß, Günter - vielleicht bescherst Du der Bootsbauszene am Ende ja sogar ein absolut ausgeklügeltes Tool und überholst damit auf Amazon sogar die Verkaufsplatzierung von Mio's Spritzbeutelverschlüssen.

Auch Steve Jobs und viele andere haben in Garagen angefangen

Gute Besserung für dein leidiges Ischias jedenfalls!

Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
klar, auf die simplen Sachen (Dreiecksleiste) kommt man zu letzt...oder gar nicht.
Hi Jens, klar wäre es in Günters Fall wenig zweckmäßig, jetzt auf halbem Weg nochmal von vorne zu beginnen.

Ich richte meine Kritik aber auch einzig an den Designer. Ein derartiges Monster-Fillet sauber und strukturell sinnvoll hinzubekommen, ist ja nicht gerade eine Gabe, die man dem durschnittlichen (oder auch fortgeschrittenem) Amateurbauer einfach zumuten sollte.

Wir alle wissen ja, wie extrem unterschiedlich die Eigenschaften von solchen Mixturen im Bezug auf die Endfestigkeit ausfallen, wenn man eine unglückliche Rezeptur wählt. Thixos und Bubbles führen schließlich schnell zur Versprödung, wenn sie exzessiv eingesetzt werden. Wer hier also nicht gewissenhaft herumtüftelt (so wie Günter es ja durchaus tut), kann sich gleichermaßen Vanillepudding in die Ecken schmieren.

Holz als Backup hingegen ist für mich weitaus berechenbarer. Und in jedem Fall auch flexibler als selbstgemischte Puttys. Und am Ende des Tages verbleibt schließlich auch bei noch so überdimensionierten Fillets die Verklebung der Furnierschichten im Sperrholz als schwächstes Glied in der Kette.

Aber wie so oft, führen eben viele Wege nach Rom. Manche sind kürzer, andere wiederum länger.
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Cheers, Ingo
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Alt 17.07.2019, 11:38
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Moin,

ich frage mich die ganze Zeit, wofür die "riesige" Hohlkehle gut ist. Ist sie erforderlich um Kräfte aus den Rümpfen auf das Deck zu übertragen oder dient sie nur "dem schönen Schein", also der Schönheit des fertigen Schiffes.

Wenn es zur Übertragung von Kräften erforderlich ist, würde ich an den Punkten, wo in den Rümpfen Spanten sitzen Kniee einbauen und die entsprechend ordentlich befestigen. Das wäre dann so ähnlich wie die Befestigung/Einbindung von Schwertkästen in die Struktur von Segelbooten. Die Zwischenräume könnten dann mit Stürodur-Stücken gefüllt werden und eine abschließende Lage "Glas" den schönen Abschluß bilden.

Wenn es denn "dem schönen Schein" dient, würde ich die Hohlkehle mit mehreren Lamellen (aus welchem Material auch immer) über die Kurve aufbauen und dies anschließend herausarbeiten. Weil ich weiß, wie man das mit Ziehklingen macht wäre das dann mein Vorgehen. Den Abschluß würde dann wieder die Lage "Glas" bilden.
Wenn die Verklebung der einzelnen Lamellen dann noch über jeden Zweifel erhaben ist, käme das der Statik gleichfalls zugute.

Viele Grüße und erfolgreiche Arbeit
Dietrich
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  #1365  
Alt 17.07.2019, 20:34
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Hallo Dietrich,

der Gedanke, ob so eine Monsterhohlkehle überhaupt nötig ist, wurde schon einmal in einem unserer CAT-Threads diskutiert. Da wurde der Gedanke u.a. mit Schaummaterial angesprochen.
Ablösen des Laminates vom Schaumkern, oder Reißen des Kerns waren da die Gründe, warum der Gedanke verworfen wurde.
Über den Sinn dieser Monsterkehle hatten wir allerdings nicht gesprochen.

Mir fehlen jetzt die Vorraussetzungen um die Kräfteverhältnise an so einer Hohlkehle berechnen zu können... aber rein vom Bauchgefühl komme ich ebenfalls immer mehr zu der Vorstellung, daß die Kehle zum größten Teil dem "schönen Schein" dient, wie Du schon sagst.

Die Auflage des Brückendecks auf den Rümpfen wird durch jeweils drei Leisten mit jeweils 25mm Breite unterstützt. (siehe Bilder)
Die Wahrscheinlichkeit, daß sich die innere Seitenplanke der Rümpfe durch eine "Pendelbewegung" aus der Verklebung reißt, halte ich für ausgeschlossen; die Bulkheads und die Konstruktion der Rümpfe ermöglichen gar nicht eine solche Pendelbewegung.
Sollte im Brückendeck im Bereich der Hohlkehle ein Biegemoment entstehen, ist die Gefahr des Bruchs neben der Hohlkehle höher, als der Abriß der Kehle...die beiden Leisten + Materialstärke der Seiteplanke (ges.58mm) sollten ausreichen....
außerdem befinden sich an der Vorder-und Hinterwand der Kabine (BH 1 und 4) Beams, die im Zusammenwirken mit der gesamtem Kabine + Einbauten (Wirkung der selbsttragenden Karosse) ein Durchbiegen des Brückendecks verhindern und somit auch ein Ablösen der Klebeverbindung im Bereich der Hohkehle verhindern.

Ich habe nochmal etwas gerechnet...(ich hoffe nicht verrechnet)

für beide Hohlkehlen würde ich ca. 8kg Epoxi/Harz gemisch benötigen....(+ die Leisten 25x35 im Inneren)

Für Ingos Variante mit den Dreiecksleisten hätte ich für beide Leisten ca. 32 kg an Bord, als Hohlkehle, mit Radius 100 ausgeformt, sind es noch 16kg.

Ich bin gedanklich gerade an dem Punkt, die Hohlkehle entsprechend Dietrichs Gedanken folgend aus Styrodur zu formen - im Inneren eine Leiste und außen das Glasgelegeband zur Formstabilität.
Das Styrodur entsprechen minimal größer schneiden und mit einem Schleifklotz (200er GFK Rohr + 80er Schleifpapier) den passenden Radius schleifen.

@ Ingo, ich gehe mit Dir konform, daß dem Designer bei dem ECO CAT nicht immer die besten Ideen auf´s Papier gekommen sind, ohne jetzt große Kritik an der Statikdes CAT üben zu wollen!!! das steht mir als Hobbybootsbauer nicht zu.
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Geändert von shakalboot (17.07.2019 um 20:57 Uhr)
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Alt 17.07.2019, 23:06
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Was die Kräfte angeht, bin ich anderer Meinung als du, Jens. Die Hohlkehle (genauer gesagt, eine ausreichende Aussteifung des Rumpf-Deck-Ixels) ist aus meiner Sicht statisch notwendig, weil die Kräfte, die sie aufnehmen kann und ggf. muss, in bestimmten Situationen durchaus entstehen können.

Dazu ist gar kein "Sturm auf hoher See" nötig.
Nur mal eine vereinfachte Betrachtung grober Faustwerte: wie wir wissen (und in Videos auch sehen konnten), bilden sich geschwindigkeitsabhängig zwischen den Kat-Rümpfen Stehwellen aus, deren Höhen mehrere Dezimeter erreichen. Das bedeutet, dass in einem stationären Fahrzustand des Kat, wenn im Mittel auf 1 m Rumpflänge zwischen den Rümpfen die Wasseroberfläche 25 cm höher steht, als außen, auf diese Fläche 10 kN hydrostatischer Druck einwirken, die Gewichtskraft einer Tonne. Durch Wellengang entstehen zwischen den Rümpfen auch sonst starke Kräfte, einschließlich Torsion (Verdrehung der Rumpfachsen gegeneinander).

Natürlich muss diese notwendige Aussteifung keine Hohlkehle sein, aber diese Ausführung nimmt man, um Gewicht zu sparen und natürlich auch, weil es "gefälliger" aussieht.

Von einem Kern aus Schaum halte ich nicht das Geringste. Natürlich würde der reichen, wenn es wirklich nur um Optik ginge, was nicht der Fall ist.

Neben der Aussteifungsfunktion dient die in Glasgewebe eingebettete Hohlkehle ja auch der Lastverteilung. Ingo hat ja recht mit der Bemerkung, dass die Festigkeit der Verleimung der Sperrholzfurniere vermutlich das schwächere Glied in der Kette ist, aber gerade deshalb ist es wichtig, mit dem gestaffelten Glasgewebe möglichst viel Sperrholzfläche in die Lastaufnahme einzubeziehen, damit eine möglichst kleine Zugspannung auf die Furmierverklebung einwirkt.

Auch Dietrichs Vorschlag mit der Aussteifung (Knie) nur in den Ebenen der Bulkheads ist theoretisch fundiert, gefällt mir in der Praxis aber dennoch nicht, weil die Pfade der Kräfte doch recht konzentriert bleiben.

Geändert von Heimfried (17.07.2019 um 23:13 Uhr)
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  #1367  
Alt 18.07.2019, 07:54
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Standard Hohlkehlen und so Zeugs

Moin
Also mal ehrlich im Rumpf und an Schotten,Bodenwrangen und anderen quasi unsichtbaren Verbänden mag das ja festigkeitsmäßig die beste Lösung sein dieses Hohlkehlengebackse,aber z.B. an der Decke meines Wohnraumes(Deckshaus,Kajüte)würde mich das schon rein optisch stören.Bei meinem Deckshaus,das in den Seiten aus 12mm Siposperrholz und im Dach aus 2X6mm Siposperrholz(wg.der Bucht)besteht habe ich anständige Mahagonileisten als innere Eckverbindungen gewählt und diese,teilweise unter ordentlich spannung stehenden Teile verklebt(Ep-Klebeharz,SP und West)und verschraubt,bei Mahagoni auch die VA-Spaxschrauben mit vorbohren.
Da durch,dass ich die Sperrholzflächen alle perlweiß und die Rahmenhölzer und Deckshausdachbalken klar lackiert habe ensteht ohne Weiteres die klassische Optik des "klassig Yachtstil"----muss man natürlich mögen.Wer ohnehin eine neongelbe Decke mit quietschrosa Seitenwänden(oder so)vorzieht kann sich natürlich auch Hohlkehlenstuck in die Ecken spachteln.
Und ganz zum Schluss noch mal der ewig selbe Hinweiß von mir,dass man sich mit angemessenen Schweisskonstruktionen viele Gedanken über die festigkeit von Verbindungen,zu mindest für Sportboote;ersparen kann.
gruss hein
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  #1368  
Alt 18.07.2019, 09:39
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Moin Günter,

auch wenn ich mir Deine Ausführungen fünf Mal durchgelesen habe, erschließt sich mir nicht, wo die 1Tonne Druck herkommen soll.

Klar, bekannt ist, daß es zwischen den Rümpfen zu Interferenzwellen kommt...ich nehme mal an Du meinst damit die Stehwelle.
Es kann auch sein, daß diese bis 25 cm höher ist, als das Wasserniveau auf der Rumpfaußenseite.
Ich betrachte jetzt mal einen Meter Rumpfinnenseite, in dem die Welle mit ihrem Wellenberg auf 25cm ansteigt. Die Fläche unterhalb der gedachten Wasserline bleibt ja neutral, da in dem Bereich auf der Rumpfaußenseite Gegendruck herrscht.
Dann sieht es in etwa so aus wie auf dem Bild unten. Grob gerechnet ergibt sich da eine Fläche von ~0,205m².
Würde jetzt der Wellenberg mit einer Gerade vom rechten zum linken Rumpf verlaufen, ergäbe das 1,26m.... d.h. die Welle hat ein Volumen von 0,259m³.
Das ergibt ein Gewicht von 259kg. Selbst wenn ich die betrachtete Fläche auf dem Rumpf als Rechteck annehme(25cm x 100cm) würde diese Wassermenge 315 kg wiegen......wie soll es aber jetzt zu einem horizontalen Druck von 1000kg kommen?

Auch wenn die Welle bis unters Brückendeck gehen würde, wären das bei einer angenommen Höhe von 35,3cm (lt. Bernd Kohler) nur 0,44m³, also 440kg.


...oder verstehe ich da was komplett falsch?

Betrachte ich mir jetzt mal klassische Rennkatamarane... die haben meistens einen Bugbeam und einen Heckbeam. O.k. - die Verbindungsstelle ist in der Regel mit Carbonroving entsprechend verstärkt, aber auch da sind Grenzen gesetzt und das sind nur punktförmige Verbindungen, die die gesamten Belastungen aufnehmen müssen, was unsere "riesen" Verbindung der gesamten Brückendecklänge aufnimmt, was in erster Linie durch die Innenleiste/Seitenplanke/Außenleiste erfolgt. (...ja, unterstützt auch durch die 660g/m² GlasGewebe/Gelege).

@ Hein, so sehr ich Dich auch mag und schätze, aber so sachte kannst Du hier in unseren Trööts mit deiner "Stahlbootstichelei" aufhören, wir bauen hier Boote aus dem ältesten Bootsbaumaterial --- Holz !!
...und irgendwie hast Du da was falsch verstanden, es geht nicht um eine Hohlkehle in der Kabine, sondern unter dem Brückendeck.



edit: ein wichtiger Gedanke noch,

das war bisher nur die Betrachtung der "Konstruktion - Hohlkehle" aus der Sicht einer "Pontonplattform", d.h. also nur auf die Konstruktion Rümpfe/Brückendeck. Die Belastung wäre da sicher gerechtfertigt, wenn nur diese Konstruktion im Wasser wäre und darauf eben nur eine Hütte steht, aber über dem Brückendeck geht bei uns eine doch recht komplizierte Kostruktion aus Beams, Quer-und Längswänden, Schränken und Innenwänden (Sanitärzelle) , Verbindungen von Wänden zum Dach weiter. Eben eine Art selbsttragende Karosserie.
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Geändert von shakalboot (18.07.2019 um 12:03 Uhr)
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Alt 18.07.2019, 09:48
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Und ganz zum Schluss noch mal der ewig selbe Hinweiß von mir,dass man sich mit angemessenen Schweisskonstruktionen viele Gedanken über die festigkeit von Verbindungen,zu mindest für Sportboote;ersparen kann.
gruss hein
Aah, du meinst so:

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Alt 18.07.2019, 10:57
kreuzberger kreuzberger ist offline
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...Genial!

Besser könnte ich es nicht formulieren...!!!
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  #1371  
Alt 18.07.2019, 11:09
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Ohlala, Freunde! Die genaue Berechnung von Lastszenarien an Kat-Rümpfen ist ja eine Disziplin, an die sich wohl nur sehr wenige, hochspezialisierte Konstrukteure heranwagen.

Um das mal an der Problematik dieser Interferenzwellen zu veranschaulichen: wo und wie sich diese ausbilden, hängt - neben der Rumpfform - von Geschwindigkeit und Abstand zw. den Rümpfen ab (soweit ja nichts neues).

Wie auch immer man nun diese Parameter aber auch zusammenstöpselt, in jedem Fall bestehen die Wellenmuster innen- wie aussenseitig aus Wellenbergen und Wellentälern.

Ich hab mal eine Grafik gefunden, die das ganz gut darstellt (Wellenmuster innen rot, aussen blau und noch schwarz zum Vergleich für einen Einzelrumpf):



Um jetzt also ein solches Lastszenario zu berechnen, müsste man diese Wellenmuster gegenüberstellen und die jeweiligen Differenzen betrachten. Denn der äussere Wellenquerschnitt bildet ja ebenso Kräfte aus, die in Querachse auf den gesamten Verband wirken. Und das müsste man dann noch für jede Froude Zahl separat ermitteln.

Meines Wissens fliessen diese Belastungen üblicherweise nicht in die strukturellen Betrachtungen bei Kats ein, da die übrigen Lastszenarien wie zB die Torsionsbelastungen Kräftemäßig weit überwiegen.

Abgesehen davon... viele Konstrukteure verlassen sich ohnehin ausschließlich auf "Scantling Rules". Wenn's nicht gerade um Containerriesen oder Kreuzfahrer geht, steckt also in der Regel weit weniger Wissenschaft in der Konstruktion von Booten, als gemeinhin angenommen wird. Zahlreiche Serienboote sind ohne jegliche strukturelle Berechnungen aus der Form gehoben worden.

Und selbst bei größeren GFK Yachten finden sich mitunter schon nach 2 oder 3 Jahren manchmal erhebliche strukturelle Mängel. Was daran liegt, dass zwar Geld für gute Designer (also Kritzler) vorhanden ist, aber bei guten Schiffsarchitekten gespart wird. Hauptsache schick!
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Cheers, Ingo
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  #1372  
Alt 18.07.2019, 12:35
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Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
[...]
Würde jetzt der Wellenberg mit einer Gerade vom rechten zum linken Rumpf verlaufen, ergäbe das 1,26m.... d.h. die Welle hat ein Volumen von 0,259m³.
Das ergibt ein Gewicht von 259kg. Selbst wenn ich die betrachtete Fläche auf dem Rumpf als Rechteck annehme(25cm x 100cm) würde diese Wassermenge 315 kg wiegen......wie soll es aber jetzt zu einem horizontalen Druck von 1000kg kommen?
[...]
Moin Jens,

es kann ja sein, dass ich mich gestern verrechnet habe, aber dein Ansatz, den Druck aus der Masse des anstehenden Wassers abzuleiten, ist nicht richtig. Das Hydrostatische Paradoxon besagt, dass der hydrostatische Druck im Wasser nur von der Höhendifferenz zwischen Wasseroberfläche und Messpunkt abhängt und nicht von der Form des "Gefäßes", also z. B. die Kraft auf 1 cm² der Mauer eines Stausees in 1 m Tiefe gleich groß ist, wie die Kraft auf 1 cm² der Wandung eines senkrecht aufgehängten Schlauches, der vielleicht 100 g Wasser enthält (gemessen ebenfalls 1 m unter der Wasseroberfläche im Schlauch).

Ich sagte ja oben:
Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
[...]
Nur mal eine vereinfachte Betrachtung grober Faustwerte [...]
Natürlich ist die Sache weitaus komplexer, wie Ingo zurecht sagt, außerdem kommen zu dem unterschiedlichen Höhenverlauf der Wasseroberflächen auch dynamische Kräfte aus der Wasserströmung hinzu.

Mein rechnerischer Ansatz war: 10 m Wassersäule = 1 bar = 100.000 Pa
0,25 m Wassersäule = 100.000 Pa * 0,25 m / 10 m = 2.500 Pa = 2.500 N/m². Bis hierher rechnerisch richtig, glaube ich. Da ich bei 10.000 N gelandet bin, muss ich ja als Fläche 4 m² angesetzt haben, was ich nicht mehr nachvollziehen kann.

Der Gedanke ...
Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
[...] Die Fläche unterhalb der gedachten Wasserline bleibt ja neutral, da in dem Bereich auf der Rumpfaußenseite Gegendruck herrscht. [...]
... stimmt in hydrostatischer Betrachtung nicht. In jeder Höhe des Rumpfes unterhalb dieser Linie ist der Druck um den Betrag größer, den die Höhendifferenz ergeben hat.

Ich räume also gern ein, dass meine "Tonne" nicht richtig abgeleitet war, weil ich meinen Flächenansatz vermurkst habe und diese Vereinfachung sowieso als Modell untauglich ist. Es ging mir schlichtweg darum, zu zeigen, dass sehr erhebliche Kräfte auftreten, was ich nach wie vor glaube.

Geändert von Heimfried (18.07.2019 um 14:39 Uhr)
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Alt 18.07.2019, 15:11
kreuzberger kreuzberger ist offline
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Standard Ketzerisch

Könnte es sein, daß in erster Näherung bei den von euch gebauten Rümpfen in Verbindung mit der angestrebten Endgeschwindigkeit die inter- wie extrarumpfischen Wellen völlig wurscht sind???

meint (der andere) Günter aus Berlin
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Alt 18.07.2019, 15:36
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Ja, das könnte sein.
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Alt 18.07.2019, 15:49
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Standard Auf denn...

Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Ja, das könnte sein.
Rechenschieber und Logarithmentafel zur Seite geschoben und zurück in die Werkstatt an Schraubstock und Feile... oder was-auch-immer!

( und Holzgas für die Holzschweißung nachbestellen...)
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  #1376  
Alt 18.07.2019, 19:01
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Zitat:
Zitat von kreuzberger Beitrag anzeigen
Könnte es sein, daß in erster Näherung bei den von euch gebauten Rümpfen in Verbindung mit der angestrebten Endgeschwindigkeit die inter- wie extrarumpfischen Wellen völlig wurscht sind???

meint (der andere) Günter aus Berlin
Ja Günter, die Frage wollte ich noch nachreichen...
Zum größten Teil werden wir mit 6 - 10km/h unterwegs sein.
Auch wenn durch meine 40PS die Endgeschwindigkeit "etwas " höher sein kann, mache ich mir um meine Hohlkehle, die mit dem Holzleistenkern und den angrenzenden xps Dreiecken gefertigt wird, keine Sorgen.



Laminieren werde ich sie mit drei 320er biax Glasgelegestreifen (jeweils 40mm Überstand).
Mir fällt dabei immer wieder mein Zerreißtest mit den XPS Streifen ein.

...20t/m² waren nötig um eine Verklebung von XPS Material mittels Epoxi auf einer Carbonplatte zu zerreißen.
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beste Grüße,
Jens

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Geändert von shakalboot (18.07.2019 um 19:14 Uhr)
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Alt 19.07.2019, 23:33
chromofish chromofish ist offline
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Hi Günther et al.,

ich verfolge euer Problem interessiert und sehe - auch aufgrund der Vielzahl der Meinungen dazu und der Verlangsamung des Threads- dass hier ein gravierendes Problem aufgetreten ist.

Es geht um die Verankerung von 2 Flächen (Rumpf und Deck), die an einer Innenkante untrennbar verbunden werden sollen. Wenn diese Stelle die einzige Befestigung sein sollte, so ist diese extremen Belastungen ausgesetzt (Scherungen). Ich gehe davon aus, dass es weitere Rumpf-Brückendeckverbindungen gibt (auf der gegenüberliegenden Seite), die die Scherkräfte auffangen.

Alle Ideen bislang dazu haben zum Inhalt, dass man Epoxy-Glas-Konstruktionen zusammenden mit Holzzwischenlamellierungen einsetzen möchte, weil man dadurch sparen möchte, und zwar an Harz. An dieser Stelle halte ich das für falsch.

Diese Holzlamellierungen sind eine ungeheuere Arbeit. Man muss diese durch Schrauben fixieren, ich wüsste nicht, wie eine gekurvte Holzlatte an dieser Stelle an den Verlauf des kurvigen Schwimmkörpers und gleichzeitig an die ebene Fläche des Brückendecks angeschmiegt werden sollte.
Man kann die Leisten anschrauben? oder anpressen? oder was auch immer...

Ich persönlich würde diese Auffütterung durch Holzleisten komplett über Bord werfen.

Mein Vorgehen wäre:
1. Eine dicke fette Epoxyschnur mit Füllstoffen entlang der Klebelinie setzen
2. Mit entsprechendem Spachtel Hohlkehle formen
3. Glasgelege/-band aufbringen
4. Abreißgewebe aufbringen

Warten.
5.Abreißgewebe entfernen
6. eine 2. fette Epoxyschnur mit Füllstoffen entlang der Klebelinie setzen
7. Glasgelege/-band aufbringen
8. Abreißgewebe aufbringen

usw. bis man schließlich den gewünschten Radius erreicht hat.

Für diese Arbeit braucht man mindestens 3 Personen (einer mischt, einer legt die Schnur, der Mischer glättet, der 3. legt das Band, der erste zieht wieder Harz darüber, der 2. legt das Abreißgewebe, der dritte drückt es an, der erste macht die Bierflasche auf usw.). Alleine hat man auf diese Länge keine Chance.

Sorry für dieses Statement, aber das sind meine Erfahrungen aus meinem bescheidenen Bootsbau.

Gutes Gelingen

Bert
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Geändert von chromofish (19.07.2019 um 23:43 Uhr)
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Alt 19.07.2019, 23:44
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Heimfried Heimfried ist offline
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Moin Bert,

danke für deine Vorschläge. Ich habe allerdings nicht verstanden, was du mit einer "dicken fetten Epoxischnur mit Füllstoffen" meinst. Kannst du das bitte genauer sagen?

(Für mich selbst kommt das allerdings nicht mehr in Frage, weil meine Hohlkehle bereits zu 80 oder 90 % steht und ich die trotz aller Schwierigkeiten, die damit verbunden waren, ganz sicher nicht mehr zurückbaue.)
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  #1379  
Alt 20.07.2019, 00:25
chromofish chromofish ist offline
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Dicke fette Epoxyschnur und anschließende Formgebung:

Klebeflächen mit Epo benetzen, neues Epoxydharz mit Füllstoffen ad libitum andicken, in Tüte(n.. weil mehrere Arbeitsgänge) abfüllen, wie Sahne als Schnurlinie aufspritzen, mit Formspachtel (Hohlkehle) abziehen, Glasgelegeband - gewebeband aufbringen, dieses mit Harz-Härtergemisch benetzen, sodass es sich untrennbar mit der abgezogenen Schnur, die eine Hohlkehle geworden ist, verbindet, Abreissgewebe aufbringen (dann muss man nicht mehr schleifen). Härten lassen.

Pardon, ich dachte, das wäre soweit klar.

Auf die Länge ist es für eine Person sehr mühsam (Zeitlimit wegen Mischvorgängen usw.), daher der Vorschlag für 3 PAX, geht vielleicht auch mit 2, aber die müssen wissen, was sie und wie sie es tun müssen.

LG
Bert
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Alt 20.07.2019, 09:13
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Heimfried Heimfried ist offline
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Danke Bert, jetzt hab' ich's. Das Wort "Epoxischnur" war mir unbekannt und der Bestandteil "Schnur" hat in mir die Vorstellung erweckt, dass es wohl textile (oder wenigstens langfaserige) Bestandteile haben müsse.
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