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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #481  
Alt 21.01.2020, 10:31
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin Mio
Viertel gesägt,sagt das etwas über die Lage der Jahresringe im Brett bzw der Leisten aus?
[...]
gelöscht, siehe Edit unten

Edit: Wie ich gerade aus Holgers Link gelernt habe, war meine Beschreibung von "quarter sawn" falsch, weil das auf deutsch der Wagenschott-Schnitt ist. Allerdings vermute ich aus dem von Mio genannten Preis, dass es sich bei dem Material, das er gekauft hat, nicht um Wagenschott-Material handeln kann. Allerdings entsteht ja auch bei dem einfachsten Einschnitt des Stämme im Sägewerk (z. B. Gattersäge) eine Herzbohle, die, wenn sie weiter in Latten geteilt wird, eine Jahrringlage wie ein Wagenschottbrett aufweist.
Und da im Holzhandel das Aussortieren der einzelnen Stangen mit besseren Qualitäten zu teuer ist, werden halt zusammen mit dem Holz minderer Qualität manchmal auch wirklich gute Stücke billig verkauft.

Geändert von Heimfried (21.01.2020 um 16:13 Uhr)
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  #482  
Alt 21.01.2020, 11:22
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Zitat:
Zitat von Mio69 Beitrag anzeigen
"quarter sawn" (verdammte Hacke, wie heißt das auf Deutsch???)
Moin Mio,

das heißt auf Deutsch einfach "Viertelschnitt" und ist eine Art, einen Stamm zu zerteilen. Der Stamm wird zuerst längs "gevierteilt" und aus den Vierteln dann die Bretter diagonal ausgesägt. Hier mal eine Buchseite mit bunten Bildern dazu.
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  #483  
Alt 21.01.2020, 16:28
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Zitat:
Zitat von Blitzeblau Beitrag anzeigen
[...]
das heißt auf Deutsch einfach "Viertelschnitt" und ist eine Art, einen Stamm zu zerteilen. [...]
Der genannte "Viertelschnitt" ist vermutlich eine Übersetzung des "quarter sawn" ins deutsche und, soweit ich das in meinen Büchern (Krämer: "Grundwissen des Zimmerers", Eichler: "Holzbootsbau") sehe, ist das hier kein herkömmliches Fachwort . Hier ist das "Viertelholz" üblich und das ist was anderes, wenn auch der Beginn des Sägens übereinstimmt: der Stamm wird, wie Holger oben sagte, durch die Mittelachse viergeteilt. Nur anschließend macht man keine diagonal liegenden Wagenschott-Schnitte, sondern macht 2 weitere Schnitte parallel zu den vorhandenen Sägeflächen, und erzeugt damit einen quadratischen oder rechteckigen Querschnitt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schnittholz (Kreuzholz oder Viertelholz)

https://upload.wikimedia.org/wikiped...chnittholz.jpg (Jahrringlage wie bei Kantholz/Balken)

Geändert von Heimfried (21.01.2020 um 16:35 Uhr)
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Alt 21.01.2020, 16:50
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Ja Günter, hast wohl Recht , in diesem Video kann man ganz gut sehen, was mit "quarter sawing" gemeint ist:

https://www.youtube.com/watch?v=Z7Kt3IrTBlA

Tja Mio, brauchst wohl 'ne neue Säge...
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Alt 21.01.2020, 23:25
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Moin,

ui-jui-jui. Danke für die Lehrstunde in Holzschnitt, ehrlich Danke, soll jetzt nicht sarkastisch sein.

Also die Säge wollte ich schon lange haben (danke Arcorn to Arabella ), mir fehlt nur der Wald und die Zeit zum Trocknen, ach und der Platz dafür, wobei ich mir dann ja doch noch einen Schuppen bauen könnte ...

Eigentlich wollte ich ja nur darauf hinweisen, dass ich nicht waagerechte Jahresringe in meinen Planken haben wollte, sondern möglichst stehende. Und weil ich in letzter Zeit einfach viel Englisch gelesen und im letzten Jahr noch mehr gehört habe, fehlte mir einfach der richtige Begriff. Aber macht ja trotzdem Spaß, was hier so dabei herum kommt.

Was Fisher für akzeptabel hält, entspricht (laut Abbildung im Buch) so dem, was man hier als Rahmenholz bekommt, und er nennt es eben "quater sawn" und das entspricht auch dem Viertelholz, denke ich, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.

Wagenschottplanken hätten mir rein vom Namen her besser gefallen, das hat so was bootiges. Rahmenholz klingt so nach Türrahmen

Aber zurück zur Arbeit:
Also, ich habe heute meine 2,5 m Rahmenhölzer von gestern zersägt, immer in drei Planken. Die Tischkreischsäge habe ich mit einem zweiten Parallelanschlag versehen, der deutlich über den Tisch hinaus ging. Damit kann ich die Hölzer schön führen und bekomme saubere gerade Schnitte, ohne dass was verrutschen kann oder ich doch den Schnitt verziehe. Und ich kann so die gut erste Hälfte des Schnitts schiebend sägen und dann von der anderen Seite ziehen, die Finger freuen sich:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	IMG_8768.jpg
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Theoretisch hätten das dann 67,5 lfm Planken geben sollen:

- 9 Planken waren wirklich astfrei = 22,5 lfm
- 7 Planken waren nach dem Entasten noch so ca. 2,25 m lang = 15,75 lfm
- 8 Planken waren noch ca. 1,75 m lang = 14 lfm
- 2 Planken hatten noch 1,25 m = 2,5 lfm
Also sind mir nach dem Entasten ca. 55 lfm übrig geblieben, oder 81 %.

Der Rest ist unter 1 m Länge, die habe ich nicht mehr sortiert und gemessen, kann die aber zum Teil noch gut für die Bodenplanken verwenden, weil die so zwischen 40 und 80 cm lang sind.

Jetzt kann ich ein bisschen puzzeln, wie ich die am sinnvollsten zusammensetze, weil die ja nicht alle genau z.B. 2,25 m lang sind, eher so +/- ein bisschen. Insgesamt muss ich ja maximal auf gut 6 m kommen. Ich hatte diesbezüglich auch an längeres Holz gedacht, hätte dafür aber 4 m Hölzer nehmen müssen, um mit nur einer Schäftung pro Latte auf die 6 m zu kommen. Und 4 m sind beim Transport, Sägen und Handling schon echt blöd.

Und damit sind wir dann wieder bei Fischer und seiner empfohlenen Plankenstärke. Er empfiehlt für ein 18' "Open Dayboat" 9mm und einen 21' "Trailer Sailer" oder ein 26' "Steam Launch" 18 mm. Ausgelegt sind die beiden ersten für eine Beschichtung mit Glasfaser/Epoxi von innen und außen. Meine Planken haben jetzt ein Maß von 18 x 36 mm, also durchaus im oberen Bereich dessen, was er empfiehlt, womit ich auch eher auf der sicheren Seite bin.
Da seine Entwürfe aber geschwungene Formen haben, die Alder aber ein Einknick-Spanter mit flachem Boden ist, tut das auch gut, weil sich die "Gewölbe" besser selber stabilisieren. Ob ich den Boden doch noch doppelt beplanke, weiß ich noch nicht, da warte ich mal ab, wie "stabil" (im Sinne der Statik) das ganze wird.

Als nächstes geht es dann endlich ans Schäften.

Lieben Gruß

Mio
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Alt 22.01.2020, 06:10
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Standard Sägerei

Moin Mio
Schiebenund dann ziehen?Denk mal über eine Sägetischverlängerungsimprovisation nach.Bei mir war das schlichtweg eine olle Schranktür aus beschichteter Spanplatte an einem Ende via Winkeleisen an den Sägetisch angebracht am achterem Ende durch einen verstellbaren Unterstellbock gestützt.Das war Jahrzehnte lang immer eine 210mmHKS höhen verstellbar unter den selbstgestrickten Sägetisch angebracht,heute so gar mit Schrägschnitt.Und wegen der Finger empfehle ich dringend IMMER ein Schiebeholz zu benutzen,für Kleinteile auf die Schnelle tuts auch mal der Zollstock den man bei Holzarbeiten ja immer am Mann fährt.Für Hölzer mit Gewicht und über 2m Länge habe ich dann oft noch einen Rollenbock(verstellbar) vor der Säge aufgestellt.
gruss hein
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  #487  
Alt 22.01.2020, 09:51
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Moin Hein,

ja, der größere Tisch wäre bestimmt gut, wird dann aber extrem unhandlich, weil ich die Säge ja dauernd wegräumen muss. So geht das ganz gut, ich hab' da ja jetzt etwas Erfahrung mit, weil ich so ja auch schon die Lamellen geschnitten hatte.

Arbeitssicherheit ist natürlich echt wichtig, achte ich auch drauf, der Schiebestock ist immer parat (sehe gerade, der ist sogar auf dem Bild oben, ich bin stolz auf mich). Nur eben mit dem kurzen Tisch und den langen Latten klappt das nicht so gut, weshalb ich dann die Seiten wechsle um immer ausreichend Abstand zum Sägeblatt zu haben. Ich will ja bei der Erstwasserung noch 5 Bier für die Bootsbauer bestellen können.

Als Jüngling (so im Grundschulalter) hab' ich mal mit einem Freund kleine Stöckchen gehackt. Er hat gehackt, ich habe nachgeschoben und irgendwann sind wir aus dem Takt geraten. Der Finger war zwar noch dran, sah aber nicht gut aus. Sowas brauch' ich heute nicht mehr.
Unser Chirurg meinte damals auch mal, ob ich nicht ein Abonnement bei ihm haben wollte.

Lieben Gruß

Mio
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Geändert von Mio69 (22.01.2020 um 10:00 Uhr)
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Alt 22.01.2020, 11:09
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Moin Mio,
sag doch mal was zu deinem Holz. Ich unterstelle mal, es ist Nadelholz unbekannter Sorte ("Fi/Ta", wie das im einschlägigen Handel heißt). War die eingekaufte Ware Bauholz, sägerau oder Tischlerware, gehobelt? Wieviel Jahrringe hast du in etwa pro cm? Hast du mal die Dichte gemessen? (Kennst du die simple Dichtemessung nach Eichler?)

Geändert von Heimfried (22.01.2020 um 18:10 Uhr)
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Alt 22.01.2020, 17:10
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Moin Mio
Na ja,wegen der Wegräumbarkeit,der Mobilität und Platzandersnutzung ist es bei mir bis heute bei dem Provisorium geblieben ob wohl ich als Maschinenbauer in der Lage bin mir da was besseres zu bauen,so what.wenn es für über 200m Stabdecksleisten,einige zig Meter Lamellen und was man sonst noch so für Haus und Boot(oder andersherum)an Längen über zwei Meter zusägt gut war dann reicht das für alles weitere auch.
gruss hein
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  #490  
Alt 22.01.2020, 18:46
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Moin,

Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Moin Mio,
sag doch mal was zu deinem Holz. Ich unterstelle mal, es ist Nadelholz unbekannter Sorte ("Fi/Ta", wie das im einschlägigen Handel heißt). War die eingekaufte Ware Bauholz, sägerau oder Tischlerware, gehobelt? Wieviel Jahrringe hast du in etwa pro cm? Hast du mal die Dichte gemessen? (Kennst du die simple Dichtemessung nach Eichler?)
Ja, das ist das übliche Rahmenholz Fichte/Tanne unbehandelt, kammergetrocknet und sägerau. Hobelware ist zwar schöner anzusehen, aber zum Verkleben ist ein bisschen rauer ja besser.

Die Dichtemessung von Eichler habe ich jetzt nicht im Kopf, ich habe aber einfach das Gewicht auf meiner Laborwaage durch das Volumen geteilt und komme dabei auf 540kg/m³.

Die Jahresringe habe ich gezählt und konnte senkrecht zu den Jahresringen pro cm 7 bis 10 Ringe zählen. Die DIN schreibt glaube ich maximal 4-6 mm zwischen den Ringen vor, da liege ich deutlich drunter. Was ja auch zur relativ hohen Dichte passt, die ja üblicherweise mit 470kg/m³ angegeben wird.

Harzeinschlüsse hatte ich bisher keine.

Ordentlicherweise müssten das ein paar Stichproben mehr sein, aber ich habe ein Auge darauf, wenn mal eine Latte abweicht.

Lieben Gruß

Mio
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Alt 22.01.2020, 20:03
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Zitat:
Zitat von Mio69 Beitrag anzeigen
[...]
Die Dichtemessung von Eichler habe ich jetzt nicht im Kopf, ich habe aber einfach das Gewicht auf meiner Laborwaage durch das Volumen geteilt und komme dabei auf 540kg/m³.

Die Jahresringe habe ich gezählt und konnte senkrecht zu den Jahresringen pro cm 7 bis 10 Ringe zählen. Die DIN schreibt glaube ich maximal 4-6 mm zwischen den Ringen vor, da liege ich deutlich drunter. Was ja auch zur relativ hohen Dichte passt, die ja üblicherweise mit 470kg/m³ angegeben wird. [...]
Die Jahrringdichte sieht ja sehr gut aus.
Das von Eichler angegebene Verfahren zur Dichtebestimmung habe ich selbst bisher auch nie angewandt und es ist für uns "Milligramm-Menschen" auch nicht unbedingt reizvoll (es sei denn, man möchte die Verlässlichkeit des Verfahrens durch Vergleichsmessungen herausfinden). Aber es hat ja nicht jeder eine vernünftige Waage in seiner Werft und dann ist diese Methode zur Abschätzung nicht schlecht, Archimedes lässt grüßen. Man nimmt also von dem Holz ein 20 oder 30-cm-Stückchen "Leiste" und stellt das aufrecht ins Wasser (in ein enges Gefäß). Die Eintauchtiefe geteilt durch Stäbchenlänge ist die Dichte in g/cm³ oder kg/dm³.
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  #492  
Alt 24.01.2020, 00:13
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Moin,

oha, ich schreib' zwar hier nicht, um "Danke" zu sammeln, aber mir fällt das schon auf, wenn ich nur ein/zwei bekomme, das ist ein klares Votum und auch eine Meinungsäußerung.
Früher war es so, dass wenn man nicht widersprach, man zustimmte. Hier ist es eher so, dass wenn man nicht (mehr) zustimmt, man dem Gesagten eher widerspricht. Die Aussage ist jetzt auch nur rein statistisch.

Ist aber angekommen.

Egal, ich will hier auch nicht die große Diskussion vom Zaun brechen, ich will mich auch nicht rechtfertigen, nur vielleicht meinen Gedankengang erläutern.

Erst nochmal ein Dank an alle, die was dazu gesagt haben aber auch an die, die die Finger still gehalten haben. Das Baumaterial ist ein viel diskutiertes Thema und ich habe die Argumente der "Gegner" entweder hier oder in anderen Threads schon öfter gelesen und bedenke sie immer auch mit.
Darum auch der Dank an die "Finger-Stillhalter", weil so etwas eben stellenweise auch mit zu heißem Kopf diskutiert wird, was die Fronten nur verhärtet und zu bösen Worten führt. Wir wollen hier doch unserem Hobby frönen und uns nicht gegenseitig ärgern.
Else Rümmler hat mal gesagt: "Sie können mir gar nicht hoch genug anrechnen, was ich jetzt nicht sage." Doch , kann ich.

Zurück zum Thema: Rahmenholz Fi/Ta.
Ich habe im letzten Monat viel dazu gelesen und die Meinung geht von "völlig O.K, Hauptsache gut geschützt" bis "nein, nimm Mahagoni". Letzteres von jemandem, der den Kiel dann aus laminiertem Tannenholz entwirft.

Ich denke eine Aussage von Buehler ist dabei ganz wichtig: Man sollte zusehen, dass man das Boot auch fertig bekommt und dabei nicht vergessen seinen Verstand zu gebrauchen.
Fisher hat bei der Materialwahl einen Absatz über Sperrholz drin, dass vom Wiederverkaufswert zum Zeitpunkt des Entstehens des Buches wohl nicht so gut angesehen war. Er sagt, wenn man das Boot verkaufen wolle, dann sollte man nicht erwähnen, dass der Kern Sperrholz sei, sondern das Boot als Komposit-Bauweise anpreisen, das erhöhe den Wert.

Ja, im Endeffekt ist es Komposit (nicht zu verwechseln mit Kompost ), ob jetzt mit Schaum (bäh), Sperrholz (mhhh) oder Fichte (der Antichrist!). Außen drum wird Glasfaserlaminat sein, und wenn ich das nicht ordentlich mache, geht mir sowohl die Fichte als auch das Sperrholz in die Wicken (Mahagoni jetzt nochmal ausgenommen).

Ich bin jetzt 50, wenn das Boot 20 Jahre hält, und da gehe ich bei guter Pflege von aus, dann hat es seine Schuldigkeit getan. Hält es nur 10, würde Sperrholz auch nach 12 Jahren im Eimer sein.

Wichtig ist, neben einem guten Laminat, dass die Statik ordentlich ist, und dafür investiere ich Arbeit und eine gute Auswahl beim Einkauf + den von Buehler erwähnten Verstand. Wenn ich also irgendwo merke, dass die Statik leidet, dann reiß ich den Schweiß wieder runter, habe Lehrgeld gezahlt und zwei Wochen lang eine warme Bude.

Erich Rutemöller hat gesagt "Otze, mach' et", und es ist in die Hose gegangen, er hat es aber nicht bereut.
Ich mach' et jetz', ziehe meine Nonkonformisten-Uniform an ("Annabell, ach Annabell") und baue das Boot mit Rahmenholz . Das wird der erste schwimmende Türrahmen mit Motor, Positionslichtern und Kabine. Ich hoffe nur, dass ich nicht irgendwann die Tür öffne und mir das Wasser entgegen kommt

Ach, und eins noch: Wenn ich in den 50 Jahren etwas gelernt habe, dann, dass es keine Schande ist, einen Fehler einzugestehen, ihr werdet also auch über ein eventuelles Scheitern hier lesen. Was hat Hubert als Signatur gehabt:"Niemand ist unnütz! Man kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!"

Genug der aus dem Zusammenhang gerissenen Halbzitate.
In diesem Sinne: "Ich mach' dann mal weiter!" (Daniel Bachmann/Georg Uecker).

Mio
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  #493  
Alt 24.01.2020, 08:00
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Guten Morgen Mio!

Muss mich an der Stelle mal an Deine Seite stellen.
Meine Situation ist Deiner ganz ähnlich. Allein erziehender Vater, wenig Platz beim Bauen und Lagern (ich hab seit Okt. 18 im Haus 5 Platten 15er Sperrholz abgedeckt stehen) und bin im selben Alter wie Du.

Kann Deine Gedanken gut nachvollziehen und gehe ähnlich vor. Auch ich baue mit Sperrholz (von Possling) und gehe beim vernünftigen Einpacken mit Epoxi von Innen und Aussen von einer Lebensdauer des Bootes aus, die bis an mein Lebensende reichen sollte.

Was ich in den letzten Monaten allerdings anders gemacht habe als vorher, ich habe mehr in vernünftiges Werkzeug investiert. Habe bisher mit Baumarkt-Angeboten gearbeitet und gemerkt, dass da die Motivation, Qualität und letztlich auch der Zeitfaktor erheblich leidet.
Also ist neben einer blauen Bosch TKS auch eine kleine Makita Fräse und ein Mirka-Schleifer eingezogen. Und siehe da, über den Winter gut was geschafft! Eine Absauganlage für den lästigen Schleifstaub und einiges in der Kellerwerkstatt zum besseren Arbeiten sollten mich ein gutes Stück voran bringen...(wenn die Temperaturen besser werden)

Also in diesem Sinne drücke ich Dir alle Daumen und freue mich, dass es bei Dir nun auch wieder richtig vorwärts geht!

Wünsche Dir ein produktives und schönes Wochenende!
__________________
viele Grüße Chris




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  #494  
Alt 24.01.2020, 11:42
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Moin Mio,
ich kann deinem jüngsten Beitrag vollständig zustimmen.

Ich melde Bekenken an, wenn ich den Eindruck habe, jemand, den ich schätze, läuft in eine Sackgasse und fügt sich damit Schaden zu. Aber, wenn man die Angelegenheit gut durchdenkt, und das machst du, dann findet man seinen persönlichen Weg und der ist dann auch richtig. Und, solange man den Verstand eingeschaltet lässt, kann man von so mancher Regel abweichen, die vielen als unumstößlich gilt.
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  #495  
Alt 24.01.2020, 14:32
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Zitat:
Zitat von Heimfried Beitrag anzeigen
Und, solange man den Verstand eingeschaltet lässt, kann man von so mancher Regel abweichen, die vielen als unumstößlich gilt.
Günter, das aus Deiner Feder zu lesen, ist gleichermaßen ungewohnt wie wohltuend. Leben ist eben das, was passiert, während wir eifrig dabei sind, andere Pläne zu machen.

Für einen Columbus war es zwar bestimmt rühmlicher, einen vermeintlich neuen Kontinent zu entdecken, als auf dem Weg dahin von Schiffsbohrwürmern versenkt zu werden. Aber planbar war beides nicht
__________________
Cheers, Ingo
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  #496  
Alt 24.01.2020, 16:30
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Zitat:
Zitat von Shearline Beitrag anzeigen
Günter, das aus Deiner Feder zu lesen, ist gleichermaßen ungewohnt wie wohltuend.[...]
Nun ja, ich bin vermutlich hier in der Runde als der Bootsbauer bekannt, der sich am meisten selbst im Wege steht und gern zusätzlich einen Umweg in Kauf nimmt, um nur achtsam genug zu arbeiten. In der Schweiz (Bernbiet) sagt man: "gschiiter isch besser".

Erst mit dem Erwerb von Routine und immer mehr Wissen um die relevanten Dinge ist man in der Lage, fundierte eigene Entscheidungen zu treffen, die auch von den Lehrsätzen abweichen. Wenn du als Anfänger keine Ahnung hast, bist du entweder ein Draufgänger, der loslegt, ohne lang zu fragen und vielleicht Glück dabei hat, vielleicht aber auch nur Brennholz produziert. Wenn du das Scheitern vermeiden willst, wirst du dir anfänglich - gerade in einem Feld sehr unterschiedlicher Meinungen - die Aussagen der "Autoritäten" heraussuchen, die deiner Einstellung am ehesten entsprechen und deren Leitsätzen folgen.
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  #497  
Alt 28.01.2020, 14:53
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Moin,

man, hatte ich am Wochenende eine Latte ! Nee, sogar drei , und die auch noch 6 m lang!!! Die passte gerade noch so in die Werft:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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Also, Schäften klappt:

Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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Und über die Tischkante gelegt, ist die (Probe-) Latte bei Gewalteinwirkung auch im Holz und nicht in der Klebung gebrochen.

Trotzdem läuft das doch noch nicht ganz so, wie ich mir das mit meiner Vorrichtung vorgestellt hatte. Die Toleranzen gefallen mir noch nicht, was die Winkel angeht.
Aber nu gut, die Schneidlade war ja auch eher aus Restholz zusammengeschustert. Ich muss jetzt mal sehen, dass ich ein bisschen Hartholz bekomme, und die nochmal in schön baue. Wenigstens weiß ich jetzt, wo drauf ich zu achten habe.

Ich war aber natürlich am Wochenende darauf gespannt, wie die Latten denn jetzt am Boot aussähen. Wobei, 3 Latten auf so viel Boot ja auch albern sind.

Aber dann doch nicht albern, weil ich ja noch den Plankengang festlegen muss. Eine (fast) einhellige Meinung dazu ist, dass es eher wichtig ist, wie die Planken über der Wasserlinie liegen, weil darunter würde man eh nix sehen.
Meine bisherige Vorstellung ist, dass das Unterwasserschiff schwarz wird (mit Graphit), dann einen roten Wasserpass bekommt, und über der Wasserlinie, ja, da bin ich mir noch nicht sicher ...

Aktueller Stand über der Wasserlinie ist, die vielleicht (mit ordentlich UV-Schutz für's Epoxi) sichbar zu lassen. Uneigendlich weiß ich es aber noch nicht.

Also soll der Plankengang über der Wasserlinie schon "nett" anzuschauen sein. Und dazu gibt es vier Möglichkeiten:

1. parallel zur Sheer (mit ordentlich Biegung, aber alles noch im Rahmen)
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

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2. parallel zur Wasserlinie (ein bisschen zu gerade und an der Sheer doch mit vielen Ansätzen)
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ID:	868134
3. parallel zur Chine (leicht gebogen, aber immer noch die Ansätze)
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4. irgendwo zwischen 1. und 3.

Ich habe Stunden damit verbracht, die Planken auszurichten, das Gesamtbild zu begutachten und Fotos zu machen. Aber im Endeffekt kam doch kein Bild im Kopf dabei heraus, eben doch albern mit zwei Planken.
Außerdem fällt das auch schwer, wenn man keinen freien Blick auf's Boot hat und selbiges auch noch kieloben liegt.

Also habe ich mich an Illustrator begeben und die Planken da, wenn auch etwas Eckig, eingezeichnet (Bild unbedingt anklicken und vergrößern, sonst sieht man nix).
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Ich finde, so passt das, oder? Also Variante 1.

Was aber doch noch ganz hilfreich war und ist: Mit der langen Latte kann ich jetzt den Strak nochmal gut überprüfen, da sind doch noch ein paar Wellen drin:
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Name:	IMG_8785 (Forum).jpg
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Hier schneit/graupelt/gewittert es gerade und ich geh' jetzt den 54. Hochzeitstag meiner Eltern feiern. Wünsch Euch was

Mio
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Alt 02.02.2020, 19:39
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Moin,

wieder eine Woche rum und das Wetter täuscht mir schon fast vor, es sei Frühling und in ein paar Wochen könnte ich das Epoxi rausholen. Mehr sag ich dazu nicht. Ich will ja hier im Forum nicht gesperrt werden (weil ich eines der bösen Worte benutze) und auf der stillen Bank sitzen.

Ich hab' jetzt mal die Bilder über meinen Blog eingestellt, weil mir jetzt mehrfach beim Schreiben die vorher im Forum hochgeladenen Bilder wieder verschwunden sind. Wenn die Bilder so jetzt zu groß sind, beschwert Euch.

So, aber mal zum Boot:

Als erstes ist mal ein neues Werkzeug eingezogen:



So einen Bohrer hatte ich bei Louis Sauzedde gesehen und mir einen Satz bestellt. Die sind zwar zöllig, bohren aber auch für meine metrischen Schrauben gut vor und senken in einem. Im Gegensatz zu den sonst hier erhältlichen Bohrern sind die leicht konisch und durch das spezielle Profil lassen sich die unterschiedlichen Bohrtiefen prima einstellen. Die Tiefe des Senkloches lässt sich auch gut einstellen. Und die Bohrung verzieht einem nicht oder verschiebt die zu verschraubenden Hölzer.
Also absolute Kaufempfehlung, auch nach den ersten 100 Löchern obwohl es Chinaware ist!

Ich habe dann SB und BB je eine Planken ans Boot gebracht und mit oben stehendem Bohrer gelöchert und festgeschraubt. Sieht gut aus:



Ging auch überraschend gut, die Planken ließen sich ziemlich leicht in Form bringen.
Im Gegensatz dazu sträubte sich die zweite Plankenreihe doch mehr, ließ sich aber dann überreden. Was blieb, war ein leichter Versatz der Planke zwischen den Rahmen, weil mir hier jetzt die Unterstützung der Sheer anfängt zu fehlen. Ich hatte damit schon fast gerechnet und werde also noch Zwischenrahmen einfügen.
Diese Zwischenrahmen werde ich in Sheer und Chine einlassen, indem ich passende Taschen mit der Oberfräse dort hinein fräse und dann die Hölzer einklebe. Mit den Vorarbeiten habe ich heute begonnen:

1. Mitte zwischen zwei Rahmen bestimmen und anzeichnen



2. Das Holz für den Zwischenrahmen mittig anhalten und die Position an Sheer und Chine markieren.



3. Von hinten den Verlauf der Sheer am Holz markieren



und 4. entlang der Linie absägen. Jetzt passt es schon mal "unten":



5. Wieder anhalten und parallel zur Chine die Markierung zum Sägen anbringen.



Dazu habe ich mir eine kleine Lehre gebaut, praktisch das Ding:



Wieder entlang der Linie absägen, nochmal anhalten und 6. anzeichnen:



Damit habe ich jetzt die Taschen angezeichnet und brauche sie nur noch ausfräsen und die Ecken mit dem Stechbeitel säubern.



Um zu Fräsen muss ich die ersten beiden Planken nochmal abnehmen. Dann kann ich danach auch beim Wiederanbringen testen, wie gut ich die ursprünglichen Schraublöcher treffe. Denn wenn das gut geht, werde ich die folgenden Planken auch noch trocken ans Boot bringen. Ich denke aber nicht, dass das so problemlos geht.

Nochwas vergessen?
Ja, stimmt, ich habe die Werkbank wieder frei gemacht.



Irre, wie schnell da Chaos entsteht.
Weniger lustig ist, dass mir im letzten Jahr wohl meine Kiste mit den Schraubzwingen aus der Werft geklaut worden ist. Die ganze Kiste ist weg! Zum Glück hatte ich ein paar davon noch lose rumliegen (gut dass ich die nicht aufgeräumt habe ).

Jetzt wünsch ich Euch eine schöne Woche

Mio
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Geändert von Mio69 (02.02.2020 um 19:58 Uhr)
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Alt 02.02.2020, 22:05
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dampfspieler dampfspieler ist offline
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Moin Mio,

um ehrlich zu sein - mir wäre der Aufwand mit den "Latten" zwischendrin zu groß, ich würde die Leisten an den Schmalseiten konkav/konvex fräsen/hobeln und gut wäre es, weil die sich dann deutlich besser aneinander schmiegen und da bleiben wo sie sollen.

Für den Fall, dass ich (wieder mal) "Eulen nach Athen" trage, bitte ich um Nachsicht.

Grüße Dietrich

P.S. Weil ich es gerade gefunden habe - Eine "etwas ungewöhnliche Art" des Rumpfbaus.
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Alt 02.02.2020, 22:47
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tadorna tadorna ist offline
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Was ich bei Leistenkanu Bauern gesehen habe: einige verwenden dafür U-förmige Sperrholzbretter die von oben auf die neue Planke gesteckt werden um die neue Planke an der vorhergehenden auszurichten. Das U musss so tief sein dass es 2 Planken umfasst. Man kann die Planke dann auch mit einem kleinen Holzkeil festklemmen bis das Epoxi gehärtet ist. Vielleicht ist das ja auch ein Anstz für Dich.
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Grüße, Till
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