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Motoren und Antriebstechnik Technikfragen speziell für Motoren und Antriebstechnik.

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  #1  
Alt 04.12.2022, 22:23
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Standard Welches Wendegetriebe?

Hallo,
vorab schon mal danke, für dieses tolle Forum und an seine vielen hilfsbereiten Nutzer.

Kurz zu meinem Boot:

Schneller Verdränger (Halbgleiter) Wasserlinie ca. 12m, Gewicht voll max 12t
Propeller 22/17 LH (beide)
Wellen 50mm, 3m lang
(aktuelle Maschinen 2x VP TAMD70B)
www.boot-schmoeckwitz.de

Nun die Frage:

Ich habe mich entschieden, die alten Maschinen durch zwei kleine D2-75 zu ersetzen. Mir reicht Spitze Rumpfgeschwindigkeit 8-9kn aus. Das sollten die beiden schaffen, sie sind bestellt.

Nun bietet Volvo Penta ja die HS25A zu den Maschinen an. Meines Wissens sind das ZF25A von Hurth. Mit einer 2,29:1 Untersetzung klappt das meinen Berechnungen nach auch alles super. Gegebenenfalls würde ich die Neigung der Propeller noch um 1" reduzieren, muss ich live testen.

KPM Krahwinkel warnte mich, dass die Getriebe für das Gewicht und die Größe des Bootes, aber auch der Stärke der Wellen und der Größe der Propeller zu schwach wären, ich evtl. mit Schäden rechnen muss, wenigstens aber damit, dass ich beim Einkuppeln immer ein lautes Knallen hören werde, besonders im Hafenbereich, also beim Manövrieren. Im schlimmsten Fall könnte die Motorwelle Schadennehmen, oder die Kupplung.

Er empfahl das PRM 280, weil dieses größer dimensioniert sei und dabei das Problem nicht auftreten würde. Dafür gäbe es auch Gründe in der grundsätzlichen Funktionsweise der Getriebe, irgendwas mit der Hydraulik und der Kupplung.

Ich habe alles soweit verglichen, was ich online fand, aber keine Erklärung gefunden, warum das stimmen könnte.

Die Prinzipien Propellerdimensionen und Untersetzung sind mir inzwischen soweit klar, was ich nicht verstehe ist der Bereich Drehmoment VOM Propeller auf das Getriebe wirkend? Da verlassen mich meine Zellen. Aber ich glaube, darum geht es, oder?

Kann jemand helfen?

Danke und viele Grüße
Gunnar
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  #2  
Alt 05.12.2022, 12:32
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Standard

Moin Gunnar,

es geht bei der Warnung von Krahwinkel nicht um die zu übertragende Leistung im Fahrbetrieb, das schaffen HS25-Getriebe. Es geht um die zu beschleunigenden Massen beim einkuppeln. Die D2-75 werden eher bei Seglern oder kleineren Motorbooten eingesetzt.

Das Ganze rechnerisch zu ermitteln ist recht aufwändig -ich würde die Empfehlung und Erfahrung von Krahwinkel berücksichtigen.

Mein Langhans hat auch nur 115PS und das Getriebe eine Übersetzung von 2,5:1. Es ist aber ein hydraulisches von Reintjes und wiegt 500kg ...

Grüße
Detlef
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  #3  
Alt 06.12.2022, 12:17
kapitaenwalli kapitaenwalli ist offline
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Moin

Genau diese Motor/Getriebe Kombination habe ich. Zugegeben in einem kleineren Boot. Diese Zusammenstellung empfinde ich gerade bei extremer Langsamfahrt in Kanälen, z.B. EJK, wo man bis zur Brückenöffnung oft auskuppeln muss, als sehr angenehm. Aber bei etwa 3 t ist das schon etwas anderes als bei dem Vierfachen. Das mit ZF ist richtig, vielleicht mal dort anfragen.
__________________
Gruß und gute Fahrt

Kapitaenwalli
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  #4  
Alt 06.12.2022, 12:53
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Moin Gunnar
Zwei linksgängige Propeller bei einer Doppelmotorenanlage ist schon mal ungewöhnlich. Was Krahwinkel meint ist, dass bei linksgängigen Propellern die mechanisch geschalteten Getriebe bei Vorausfahrt ständig im eigentlichem Achterausgang arbeiten, weil die mechanisch geschalteten ZF/Hurth Zweiwellengetriebe mit einer kleinen Zwischenradwelle für achteraus sind. Die PRMs sind hydraulisch geschaltete Dreiwellengetriebe die in beide Richtungen gleich belastbar sind und zu dem noch, nach umsetzen der Hydraulikpumpe mit unterschiedlich herumdrehenden Motoren umgehen können, kosten aber auch etwas mehr denke ich.
Ob mechanisch oder hydraulisch geschaltete Getriebe, ob mit Lamellen-oder Konuskupplungen, kaputt bekommt man je nach Fahrweise und Härte des Einsatzes ALLE.
Gruß Hein
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  #5  
Alt 06.12.2022, 17:28
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Moin

Ist das HS25A nicht hydraulisch geschaltet?
__________________
Gruß und gute Fahrt

Kapitaenwalli
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  #6  
Alt 06.12.2022, 22:56
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Zitat:
Zitat von kapitaenwalli Beitrag anzeigen
Moin

Ist das HS25A nicht hydraulisch geschaltet?
Moin
Das ja, aber ohne den Zusatz -A- sind das, wie in den Anzeigen von VP erkennbar, HS25 mechanisch geschaltete Getriebe. Da her wohl auch der Hinweis von Krawinkel auf die harten Schaltvorgänge.
VP bietet den D2 wohl mit beiden Getriebevarianten an. Da würde ich mich aber trotz dem schlauer machen wollen ob der Betrieb mit zwei linksgängigen Propellern wirklich schlau ist.
Gruß Hein
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  #7  
Alt 08.12.2022, 10:28
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Hallo,

nun komme ich endlich dazu, mich zu bedanken. Danke für Eure Gedanken.

Zwischenzeitlich habe ich auch rausgefunden, dass die ZF und die PRM im Grunde gleich arbeiten, wenn man die hydraulischen miteinander vergleicht, also das ZF25A (HS25A).

Allerdings bietet PRM, resp. Fa. Krahwinkel als Extra einen sog. Schalt-Akkumulator[/URL] an, quasi eine Doppelkupplung. Sie ermöglicht weiche Schaltvorgänge und das war es, was MR. Krahwinkel meinte. Ein sehr erfahrener und hilfsbereiter Mann übrigens!

http://www.krahwinkel-kpm.de/DE/prm_zubehoer.php

Das System an sich, also eine weitere Dämpfung dazwischen zu schalten, erscheint mir logisch.

Danke nochmal für Eure Hilfe.

Viele Grüße
Gunnar

Geändert von Harry´s Boot (08.12.2022 um 10:36 Uhr)
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  #8  
Alt 08.12.2022, 10:32
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin Gunnar
Zwei linksgängige Propeller bei einer Doppelmotorenanlage ist schon mal ungewöhnlich. Was Krahwinkel meint ist, dass bei linksgängigen Propellern die mechanisch geschalteten Getriebe bei Vorausfahrt ständig im eigentlichem Achterausgang arbeiten, weil die mechanisch geschalteten ZF/Hurth Zweiwellengetriebe mit einer kleinen Zwischenradwelle für achteraus sind. Die PRMs sind hydraulisch geschaltete Dreiwellengetriebe die in beide Richtungen gleich belastbar sind und zu dem noch, nach umsetzen der Hydraulikpumpe mit unterschiedlich herumdrehenden Motoren umgehen können, kosten aber auch etwas mehr denke ich.
Ob mechanisch oder hydraulisch geschaltete Getriebe, ob mit Lamellen-oder Konuskupplungen, kaputt bekommt man je nach Fahrweise und Härte des Einsatzes ALLE.
Gruß Hein
Jo, ich denke, dass mit den 2x LH war wohl der Mangelwirtschaft in der DDR geschuldet, Getriebe und PRopeller aus dem Westen waren teuer, da nahm man viell. was so da war, weil billiger. Ich denke, dass ich das im Zuge des Umbaus, oder später, nachdem ich weiß, wie sich Motoren und neue Getriebeuntersetzung auf das System auswirken, noch ändern werde. Sowohl PRM, als auch ZF laufen in beide Richtungen.

Ob alles weitere, was Du schreibst, hier gemeint ist, ich denke eher nicht, auch weil es ja um jeweils hydraulische geht.

Aber trotzdem vielen Dank und bester Gruß
Gunnar
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  #9  
Alt 08.12.2022, 10:33
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Zitat:
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Moin Gunnar,

es geht bei der Warnung von Krahwinkel nicht um die zu übertragende Leistung im Fahrbetrieb, das schaffen HS25-Getriebe. Es geht um die zu beschleunigenden Massen beim einkuppeln. Die D2-75 werden eher bei Seglern oder kleineren Motorbooten eingesetzt.

Das Ganze rechnerisch zu ermitteln ist recht aufwändig -ich würde die Empfehlung und Erfahrung von Krahwinkel berücksichtigen.

Mein Langhans hat auch nur 115PS und das Getriebe eine Übersetzung von 2,5:1. Es ist aber ein hydraulisches von Reintjes und wiegt 500kg ...

Grüße
Detlef
Jo, ich nehme den Rat von Meistern gern an!

Danke Dir!!!

Gunnar
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  #10  
Alt 08.12.2022, 11:08
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Zitat:
Zitat von Harry´s Boot Beitrag anzeigen
Jo, ich denke, dass mit den 2x LH war wohl der Mangelwirtschaft in der DDR geschuldet, Getriebe und PRopeller aus dem Westen waren teuer, da nahm man viell. was so da war, weil billiger. Ich denke, dass ich das im Zuge des Umbaus, oder später, nachdem ich weiß, wie sich Motoren und neue Getriebeuntersetzung auf das System auswirken, noch ändern werde. Sowohl PRM, als auch ZF laufen in beide Richtungen.

Ob alles weitere, was Du schreibst, hier gemeint ist, ich denke eher nicht, auch weil es ja um jeweils hydraulische geht.

Aber trotzdem vielen Dank und bester Gruß
Gunnar
Moin
OK, wie ich schon schrieb ,hydraulische Getriebe sind grundsätzlich weicher zu schalten und man kann das auch selber steuern in dem man beim Umsteuern den Fahrhebel moderat betätigt und auf den Drehzahlmesser schaut wie weit der/die Motor/en schon runter gekommen sind. Meine Erfahrungen fußen auf Reparatruren von ZF/Hurth, PRM und Reintjes-Getrieben die in Arbeitsbooten gefahren wurden/werden und dann noch mein eigenes mechanisch geschaltetes dem ich nach über 50Jahren den "Hals umgedreht" habe
Gruß Hein
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