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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1  
Alt 24.01.2019, 08:13
fignon83 fignon83 ist offline
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Standard fahrfreudiges Hausboot 12 x 4m -Konzeptfindung

Guten Morgen.
Ich habe mich heute neu angemeldet, daher kurze Vorstellung: bin Anfang fünfzig, wohne im Bergischen bei Köln und möchte mir ein Hausboot selber bauen. Mit Wasser habe ich eine große Affinität, fahre seit Jahren Kajak, habe was gesegelt und vor grauer Vorzeit leistete ich meinen Dienst bei der Marine.

Nach reiflicher Ãœberlegung habe ich zusammen mit einem Freund den Entschluss gefasst, ein Hausboot zu bauen (also zwei, für jeden sein eigenes). Die Anforderungen sind:

-recht fahraktiv um häufig Touren fahren zu können, auch mal bei ganz ruhiger See küstennah aufs Mittelmeer oder Ostsee (nicht Nordsee)

-groß genug, um mal den Winter darauf zu verbringen ohne Anspruch einer vergleichbaren Wohnsituation wie ein Ferienhaus zu haben, ich mag diese Micro-Häuser

-möglich große Autonomie und Effizienz in der Nutzung von Energie und Raum. Bin auf so kleine Kläranlagen und Wasseraufbereitungsanlagen gestossen, finde ich sehr interessant.

- Frischwasser und Fäkalientank je 1000l.

- Dieseltank möglichst groß, ca. 500 Liter

- möglichst breiter Einsatzbereich auch für die nicht so großen Flüsse und Kanäle.

- möglichst geringer Wartungsbedarf

Also will ich quasi alles, die erlegende Wollmilchsau und kosten darf es natürlich auch nicht viel.

Nachdem ich mich jetzt so gut wie möglich eingelesen haben, ist folgendes theoretisches Konstrukt dabei herausgekommen:

Länge: 12m

Breite: 4

Höhe: 3 (über Wasserlinie), Dach als Terrasse und oder Kollektorfläche nutzbar

Rumpf: Mono oder angedeuteter Katamaran aus Stahl oder Alu

Antrieb: zentraler IB-Diesel mit ca. 50-60 PS, Bug- und ggf. Hecktrahlruder

Aufbau: möglichst leicht aus Dämmplatten und Gerüst aus Alu oder GFK, Fensterflächen nicht riesig. Kabine 9 x 4 m

Gesamtgewicht: unter 12 Tonnen.

Heizung: elektrisch, aus großen Batteriefeld (gespeist durch PV, Antriebsmotor)


So weit bin ich gekommen. Ich hätte natürlich gerne einen Dieselelektrischen Antrieb, ist mir aber (noch) zu teuer, evtl. später nachzurüsten.

Ist da bei meinem Konstrukt irgendwas total Abstruses oder Weltfremdes dabei?

Was mir noch Gedanken macht (und ehrlicherweise auch ob der Komplexität auch etwas Respekt abnötigt) ist die Konzeption des "Gesamtsystems Antrieb, Steuerung, Motor, Elektrik.

Ich bin jetzt auf hydraulisches System gestossen, was ich sehr interessant finde. Vereinfacht ist es so (?) Der Motor treibt eine Pumpe an, die wiederum über Hydraulikleitungen die Schiffsschraube antreibt anstelle einer starren Welle, die die Strahlruder antreibt, die somit länger betrieben werden können als elektrisch. Und damit könnte man auch einen Nebenabtrieb zur Stromgewinnung betreiben. So habe ich das verstanden. Gibt es da solche Nachteile, dass ich diesen Gedankengang nicht weiter verfolgen muss?

Bin sehr dankbar für Tipps und Meinungen. Habe keine "zementierte" Meinung, außer: ich möchte keine Plastik-Pontons und ich möchte nicht noch mehr Platz.

Groetjes

Carsten
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  #2  
Alt 24.01.2019, 09:15
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Heizung gespeist aus Accu`s ? Oh je.
Bei einem Hausboot dieser Größe dann lieber ein Kamin auf Diesel/Heizöl und für die Abende mit Holz/Kohle mit Warmwasseraufbereitung. Du sparst hunderte Kilo Accu-masse.
__________________
MfG Roland

"Geht nicht" gibt´s nicht!
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  #3  
Alt 24.01.2019, 09:17
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Moin
Das wird für billig nicht zu haben sein,hängt natürlich da von ab ob man für die schiffbaulichen sachen einen Werftplatz hat und diese auch selber machen kann,sonst wird für die selbstfahr-und steuerbartaugliche Basis schon mal ein Betrag von 30bis40k€ fällig,ob da dannm Antriebsanlage und Ruderanlage mit enhalten sind?Eher nicht!
Hausboot und Küstentauglichkeit ist schon fast ein Widerspruch in sich.Wissen muss man,dass die Küste Freund aber vor allem auch Feind des Seemanns ist,bei gleichen Wetterbedingungen herscht nahe der Küste oft ein viel gefährlicherer Seegang als buten und der seegang ist es der Boote und Schiffe scheitern lässt weil er die kumulierte Windenergie an alles weiter gibt was im Wege steht.
Dieselelektrisch ist nicht unbedingt teurer als dieselhydraulisch,weil es heute ja gute Frequenzumformer gibt die auch größere Leistungen steuern können,teurer wird es wenn man auch für den Schiffsantrieb auf Akumulatoren zurückgreifen möchte.
gruss hein
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  #4  
Alt 24.01.2019, 10:36
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Hallo Carsten und willkommen im Forum.
Das mit der Heizung würde ich auch noch mal überdenken. Ich schätze bei ordentlicher Isolierung einen Bedarf von ca. 8kw, das wird man elektrisch ohne Landstrom kaum bereit stellen können. Die PV- Anlage produziert auch im Winter sehr wenig Strom.

Wenn du jetzt mal den Preis für die Pontons und die Plattform rechnest plus Maschine, dann hast du schon fast ein fertiges gebrauchtes Boot (vielleicht mit etwas Arbeit).

Gruß

Peter

Dauerhaftes Bewohnen, Küste und fahraktiv deutet für mich eher auf einen typischen Monorumpf hin. Die sind bei 12m oder mehr sehr gut bewohnbar.
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  #5  
Alt 24.01.2019, 10:43
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Vielleicht zum Vergleich eine Kostenrechnung:

1kh/h vom örtlichen Anbieter ~ 30Ct
1kw/h Diesel bei 1,5€/l ~ 12,5Ct

Wenn du die Heizung/Warmwasser beim Antrieb mit einplanst (diesel/elektrisch) wäre das sicherlich ideal. Aber in diesem Thema bin ich nicht fit.

Gruß

Peter
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  #6  
Alt 24.01.2019, 11:08
Fillette Pénichette Fillette Pénichette ist offline
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Hallo,zu Dieselelektrisch oder Dieselhydraulischem Antrieb stellt sich mit die Frage wieso
einen relativ großen Motor befeuern der mit seiner KW Leistung über der Abgabeleistung
des Antriebes liegen sollte oder muß um vernünftige Fahr und Nutzungsleistung zu haben?

Wäre es dazu bei euren ersten Überlegungen und Planungen nicht Sinnvoller den
Antriebsmotor gleichzeitig zur Strom und Warmwasser Wärmenutzung einzubauen,
gleichzeitig ein gutes Stromaggregat zur Strom und Wärmeerzeugung dazu zu planen ?

Wir sind gerade bei Minus 3-5 am Tag und bis Minus 7-9 Grad in der Nacht auf unserem Hausboot,
13,5 Meter Länge,über 4o Quatratmeter Wohnfläche die Tage unterwegs, nutzen die Motorabwärme
den Tag bei um 5 bis 6 Fahrtstunden, das Stromaggregat in den Abend zum Kochen schon mal,
die Abwärme zum Heizen mit elektrischer Zuheizung des Boilers und danach reicht uns eine
Autostandheizung für über die Nacht zum warm halten des Bootsinneren noch ganz locker und
gut aus haben wir keine Landstrom Anschlußnmöglichkeiten auf unserer Fahrt unterwegs.
So war unser Boot das mein Mann selbst ausrüstete von anfang an geplant und so wurde es gebaut.

So finde ich es,ohne eigenes Wissen und ohne Erfahrungen zuvor dazu gehabt zu haben als Perfekt!
Wir geniessen diese Tage zur Zeit, Bootsfahren und Schneefall im Winter erleben wenige Wassersportfans.
Grüssle DLK
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  #7  
Alt 24.01.2019, 11:28
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Also ich empfinde dieselelektrisch als Hybrid mit Solar als sehr gute Lösung. Der Antrieb muß ja nicht wie beim Dieselmotor 2-fach überdimensioniert werden und die Solarerträge füttern die Batterien. Der Diesel als Stromerzeuger beschickt Heizung, Warmwasser und die Batterien, also beide Anlagen arbeiten gut zusammen. Kochen elekrisch, Warmwasser elektrisch und via Dieselantrieb ebenso wie die Heizung.

Leider relativ teuer, rechnen kann ich das aber nicht. Ich glaube Wolf hatte sich mit diesem Thema näher befasst.

Gruß

Peter
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  #8  
Alt 24.01.2019, 12:27
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schimi schimi ist offline
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Vielleicht gibts in dem Video nach ein paar Anregungen:

https://www.youtube.com/watch?v=tSLa612eNmM

Aber auf See möchte ich damit nicht fahren, das ist was für Binnen.
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  #9  
Alt 24.01.2019, 16:20
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Bergi00 Bergi00 ist gerade online
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Und es könnte etwas zu teuer sein.......
Eierlegende Wollmichsau , die nicht viel kosten soll , wird gesucht .post 1
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Gruß Bergi :

Demnächst wieder.......
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  #10  
Alt 24.01.2019, 17:17
kpn-hornblower kpn-hornblower ist offline
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halt die Klappe Bergi
'dieser' Hausbootbauer sagt ja nicht das er für 1-2 k Bauen will )
Glaube er weiss schon das es sowas nicht Umsonst giebt....

Hydraulischer Antrieb: da sehe Ich keine Vorteile sind Exoten und dementschpechend Teuer.

Ich finde bei einem Hausboot bietet sich ein Elektrischer Antrieb an.
Solar auf dem Dach und ein Generator, und Batteriebank.
im Sommer kannst dann je nach Anzahl der Solarmodule eventuell rein Elektrisch Fahren (ohne den Generator)
so wie hier: https://www.luxury-sea.com/ls-escape
(oder sagen wir besser: wie es hier 'Verspochen wird' in Live hab das noch nicht Gesehen))

Heizen mit Solar im Winter das wird aber nichts.
da würde Ich eine Dieselheizung nehmen: https://www.toplicht.de/de/shop/ofen...diesel-heizung

minni Klärwerke: sind wohl noch nicht wirklich minni ) und sau Teuer )
das ist wohl die bessere Lösung ein Fäkalientank den man Abpumpen lässt.
und wenn das mal nicht geht...zb. im Winter bei Eis zusätzlich ein Kompostklo.
__________________
und immer eine Handbreit...na Ihr wisst schon
Bier im Glas Gruß Rolf

Geändert von kpn-hornblower (24.01.2019 um 17:37 Uhr)
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  #11  
Alt 24.01.2019, 17:57
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Okay, dann ist der Hausbootbauer halt anders .......
Ich lese mal weiter mit und schau wie ich helfen kann....
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Gruß Bergi :

Demnächst wieder.......
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  #12  
Alt 24.01.2019, 18:16
Thomka Thomka ist offline
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da will ich als erklärter Fan von Pontonbauweise bei Hausbooten meine Meinung einwerfen. So wie beschrieben, ist die Gesamthöhe ein Thema und der Einbau diverser Technik für Wasser- und Heizsysteme.
Das verlangt eigentlich geradezu nach zwei Stahlpontons, auf denen der Aufbau steht. Diese Schwimmer beinhalten dann die gesamte Technik und die Tanksysteme, auch als Stauraum sind sie sinnvoll. Denn dann kann der Wohnbereich selbst frei von aller Technik fürs Wohnen genutzt werden.
Wenn dann jeder Schwimmer einen Aussenborder bekommt, sollte die Manövrierfähigkeit jedenfalls gegeben sein.
Ein weiteres Plus ist auch noch, das dadurch, dass alle Technik schon in den Schwimmern plaziert ist, der Aufbau auch stufenweise erfolgen kann - je nach Zeit. und Geld. Ich habe deswegen von zwei Stahlschwimmern geschrieben, weil dieser Werkstoff problemlos zu verarbeiten ist, gerade auch von der Schweisstechnik her.Wie ich schon öfter geschrieben habe, die Basis ist das wichtigste.
__________________
Das Lächeln ist ein Fenster,durch das man sieht, ob das Herz zuhause ist.
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  #13  
Alt 24.01.2019, 18:22
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Und die Ostsee.. und das Mittelmeer?
Beim Einrumpfboot hast du auch genug Keller, da passt alles rein
Wenn man unter 3,3m bleibt ist alles kein Problem (und schwer ist das nicht).

Gruß

Peter
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  #14  
Alt 24.01.2019, 18:29
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schimi schimi ist offline
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Was ich bis jetzt an booten mit zwei Stahlrümpfen gesehen habe, waren BunBo´s mit denen man auf der Müritz fahren kann. Die großen Hausboote mit Monorumpf haben ein oder zwei richtig dicke Motore drin, mit denen man auch den Rhein hochfahren kann.
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  #15  
Alt 24.01.2019, 19:18
kpn-hornblower kpn-hornblower ist offline
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nichts für ungut Bergi.... 'warscheinlich' hast Du ja auch Recht

ein 12x4 Boot ist schon eine Gewaltige Herausforderung...
angefangen beim Bauplatz, Transport und und......
'auch' wenn man 'selberbauen' will, oder gerade dann
das Material gibts nicht Umsonst !
Motoren, Batterien, und und..... kann man nicht 'selbstbauen'
__________________
und immer eine Handbreit...na Ihr wisst schon
Bier im Glas Gruß Rolf
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  #16  
Alt 24.01.2019, 20:32
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Appiano Appiano ist offline
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Moin zusammen,

da finden sich ja schon ein paar klare Meinungen - kann ich mich nur anschließen. Das Konzept ist bei dem Wunsch auch schon mal ne Küste hochzufahren sicher das A und O. Monohull oder Katamaran? Eins ist klar: ein Katamaran ist immer etwas aufwendiger weil man alles doppelt bauen muss - wenn auch kleiner. Riesenvorteil ist die große Fläche, wo man gut aufbauen kann und der relativ geringe Wasserwiderstand und damit der etwas geringere Spritverbrauch. Die 60 PS scheinen mir für Küstenfahrt bei der Größe deutlich zu wenig. Beim Katamaran würde ich immer zwei Motoren haben wollen (baue an meinen jetzt den 2. dran). Was man in den zwei Schwimmern verstauen kann, das passt auch in ein Monohull - für mich ist das kein Argument und irgendwie kann auch eine Yacht (oder ein "Schiff") mit einem Rumpf ein "Hausboot" sein. Da gäbe es ggf. die Möglichkeit etwas "Altes" (s.u.) zu neuem Leben zu erwecken. Da hat man dann noch genug Arbeit mit. Ich würde mal in alle Richtungen Ausschau halten und vor allem noch einmal die Ziele klar definieren - im Hinblick auf die sehr unterschiedlichen Anforderungen (binnen/ Küste). Ein alter Flugzeugträger hat auch eine schöne plane Fläche, wo man ein schickes Haus drauf bauen könnte, ist hochssetüchtig und man braucht - je nach Antrieb - fast nie zu tanken.

Gruß

Wolf
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  #17  
Alt 25.01.2019, 00:09
fignon83 fignon83 ist offline
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Vielleicht sollte ich noch etwas ausholen:
ja, wir haben eine Halle mit jedem nötigen Werkzeug der Metallverarbeitung, auch von Blechen und z.B. Sandwichplatten. Das Budget ist auch vorhanden, etwas vernünftiges zu bauen um nicht am falschen ende zu sparen.
War heute wieder auf der Boot und meine Idee verdichtet sich gerade, muss die aber noch ausarbeiten, daher bitte meine jetzige Tendenz nicht als in Stein gemeißelt ansehen, sondern, wie schon gesagt, es ist Konzept-Findungsphase:

-Außenborder werden es nicht werden. Ich möchte nur einen Brennstoff an Bord, und das wäre der Diesel. Mir wäre am liebsten, einen rel. großen Inborder und von und mit dem Strom bzw. Wärme zu generieren, unterstützt von PV. Wenn das technisch möglich ist. Ferner möchte ich ein Bugstralruder vorne und evtl. auch hinten einsetzen. Problem hier scheint wohl zu sein, dass die nur wenige (bis zu 30 s) am Stück betrieben werden können. Diese Beschränkung sollen eben die hydraulisch betriebenen nicht haben. Und mit einem Hydraulik-System könnten noch andere Sachen an Bord betrieben werden. Aber es war mir heute nich möglich, mal so etwas wie eine Kostenschätzung oder eine technische Umsetzung ins Erfahrung zu bringen. Ich muss mich tiefer in diese Materie einarbeiten,. wenn jemand hierzu einen passende Buchtipp hat, dem das Thema Antrieb, Energie und Systeme möglichst ganzheitlich bearbeitet werden, wäre ich sehr dankbar.
kann auch gut sein, dass am ende des Tages ein ganz anderes Antriebskonzept herauskommt.

Zum Thema Rumpf tendiere ich mehr und mehr zu einem Zwitter zwischen Monorumpf und einem Katamaran (also flach, zwei Kiele, angedeutete Katamaranform, evtl. liefergelegtes Deck), zum einen um Bauhöhe zu sparen und zum anderen um Stauraum zu schaffen. Aber auch hier bedarf es noch weiterem Abwägen. Schön finde ich, dass die kontaktieren Rumpfbauer (4) ausnahmslos bereit waren, über Sonderwünsche nachzudenken und für grundsätzlich realisierbar hielten. Aber auch hier: nichts ist fix. Außer die Außenmaße und der Einsatzzweck, Hier möchte ich aber noch einmal konkretisieren, nicht, dass da ein falscher Eindruck entsteht: Haupteinsatzgebiet werden Seen bzw. Flüsse sein. Aber angenommen, ich möchte über die Donau und den Dnjepr, Bug und Weichsel eine Rundfahrt machen. dann muss ich übers schwarze Meer. Das ich dann nicht bei Wind und Wellengang fahre ist klar, aber ein bisschen mehr Reserven als für den Mittellandkanal sollte das Boot haben. Ich habe aber nicht vor, von Frankreich nach Korsika zu fahren. Sicher nicht.
Andererseits, wer mal bei richtig Wind die 2 m Wellen auf dem Vätternsee oder noch höhere auf dem Ladogasee gesehen hat, der weiß, dass Kategorie C nicht nur auf dem Salzwasser angebracht sein muss. Mit geht es vornehmlich um eine zusätzlich eingebaute Sicherheit. Ich habe zuviel an Murphy´s law erlebt. Und wenn es nur dafür ist, dass ich ruhiger schlafen kann.

Auch möchte ich schon ein Haus-boot haben, auch vom Stil her - wo der Aspekt Boot nicht zu kurz kommt. Diese ganz großen Fensterflächen brauche ich nicht, dieses schöner Wohnen-Klavierlackoberflächen auch nicht. Gerne einen etwas puristischen zweckgebundenen Touch. Ich mag sehr die tiny- oder micro Häuser und deren Ansatz der Raumoptimierung. Spricht natürlich nichts gegen einen kleinen Kaminofen oder andere Annehmlichkeiten.


Noch was: wie kann ich es abstellen, dass beim Abschicken zur Veröffentlichungen des Beitrages immer die Umlaute und das scharfe "ß" durch merkwürdige Zeichenkombinationen ersetzet werden?
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  #18  
Alt 25.01.2019, 06:33
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hein mk hein mk ist offline
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Moin
Das mit den "Umlauthyroglyphen"passiert immer wenn man zwischendurch rausgeworfen wurde,das system sieht deine Aktivität erst wieder wenn du was abschickst oder neuanklickst.Man muss dann über "Beitrag ändern"alles noch mal durchredigieren.
gruss hein
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  #19  
Alt 25.01.2019, 08:34
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Zitat:
Wäre es dazu bei euren ersten Überlegungen und Planungen nicht Sinnvoller den
Antriebsmotor gleichzeitig zur Strom und Warmwasser Wärmenutzung einzubauen,
gleichzeitig ein gutes Stromaggregat zur Strom und Wärmeerzeugung dazu zu planen
Hierüber würde ich gerne mehr erfahren. Ist es denkbar, OHNE ein weiteres Aggregat, nur mit dem Antriebsmotor so etwas zu realisieren? Ich denke dabei quasi an besonders große Lichtmaschinen und einen ordentlichen (schweren) Batterieblock. Oder noch eleganteren mit einem Nebenantrieb per Hydraulik angetrieben.
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  #20  
Alt 25.01.2019, 08:35
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Nur damit wir vom gleichen reden, ich meine so etwas hier:

Barge

Ich habe nichts gegen Plattformboote, finde jedoch, die damit verbundenen Nachteile (seegängig, Kosten, Fahreigenschaften allgemein) wiegen die Vorteile des "Hausbaus" nicht auf. Das, was du im Stil "Tiny houses" suchst, ist im Boot Standard. Platznutzend ausgebaut sind eigentlich alle.
Ein echter Katamaran hat die Nachteile in der immensen Breite, den schmalen Rümpfen und der eingeschränkten Stehhöhe im Salon. Mag beim Motorcat entschärft sein.

Hier ein deutscher Tüftler, vielleicht meinst du etwas in dieser Richtung:

Bader

Gruß

Peter

Geändert von Petermännchen (25.01.2019 um 08:40 Uhr)
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