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Segel Technik Technikfragen speziell für Segelboote.

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  #1  
Alt 08.11.2020, 19:12
Verbraucheranwalt Verbraucheranwalt ist offline
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Standard Lazy Bag - wasserdicht?

Hallo,

hat hier jemand ein Lazy Bag System am Baum?

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-...35621-211-2930

Sowas hier. Ich überlege mir sowas nähen zu lassen. Allerdings stört mich, dass da der Reißverschluss genau oben drauf ist. Wenn es regnet wird da doch Wasser drauf stehen und ein Feuchtbiotop bilden.

Schadet das nicht den Segeln? Oder wird das Wasser irgendwie ab geleitet?

Gruß
Chris
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  #2  
Alt 08.11.2020, 19:31
onavegador onavegador ist offline
Ensign
 
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Standard Lazy Bag

Guten Abend
der Reissverschluss muss oben sein, damit das Grosssegel beim Setzen gut ausläuft und beim Bergen in die Bag fällt.
Normalerweise ist der Reisverschluss der vorzugsweise aus Kunststoff ist (YKK z.B.) mit zwei auf der ganzen Länge des Reissverschlusses vorhanden übereinandergreifenden Laschen versehen. Damit ist gewährleistet, dass nur wenig Wasser eindringen kann.
Wenn die Lazybag in der Nut des Grossbaumes mit einem Keder montiert ist, muss auf beiden Seiten der Lazybag Gittergewebe vernäht sein, damit das Wasser ablaufen kann.
Ist die Lazybag z.B. mit Tenaxknöpfen am Grossbaum montiert kann das Wasser zwischen den Knöpfen ablaufen sofern die Lazybag nicht zu stark gespannt montiert ist.
Auf meinen Kat hatte ich immer Grosssegel mit losem Fussliek und damit konnte die Lazybag in der Baumnut mit Keder montiert werden. Das ist mein bevorzugtes System. Ich habe auch weniger gut Erfahrung mit am Baum mit Texnaxknöpfen montierter Lazybag gehabt, könnte auch daran liegen, dass der Bootssattler die Bag sehr knapp bemessen hat.

Fair winds
James
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  #3  
Alt 08.11.2020, 19:35
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Emotion Emotion ist offline
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Ich habe unten Meshgewebe zum lüften einnähen lassen, alternativ muss die Baumnok nach unten zeigen.
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Hendrik
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  #4  
Alt 08.11.2020, 20:22
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Fraenkie Fraenkie ist gerade online
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Bei mir isst das "belüftet" mit so Maschengewebe (das weisse im Bild, den "Kragen" vorne hab ich auch noch, der ist da halt im Bild nicht dran).
Die 2 Baghälften sind bei mir mit nem Keder jaweils längs am Baum fest, also da würde nach unten nix rauslaufen.

Und oben am Reissverschluss ist noch ein "Lappen" drüber der den Reissverschluss dann abdeckt. Fest auf der einen Seite, ein Klettverschluss dann auf der anderen Seite.

Es nutzt nur alles nix.

Das Wasser läuft am Mast runter, ganz dicht kann der Kragen ja net sein.
Dann läuft´s über die Mastrutscher oder auf sonstigen Wegen die Wasser halt so findet in´s Segel.

Manchmal tropft´s noch Eiskalt aus dem "Lüftungs-Gewebe" obwohl schon 5 Tage die Sonne pur scheint, bzw. gibt´s nen Schwall beim hochziehen des Grosssegels. Ebenfalls eiskalt.
Freut immer die Unvorbereiteten

Und im Ernst: Ich seh da keine bessere Lösung als die Bags mit abgedecktem Reissverschluss, weil -wie gesagt- das Wasser findet eh seinen Weg.
Wenn man die "normale" Baumpersening drüberlegt ist ja auch am Mastkragen "offen" und -im Gegenteil, das Segel hängt ja am Baum runter in seinen Bahnen und bietet noch mehr Möglichkeiten für Wasser sich auf seinem Weg nach hinten zu verstecken.
Wir Schwaben haben ja sogar so Strümpfe über der Rollgenua. Aber das ist ja auch net dicht. Oben voll offen.

Muss ein Segel nicht Wasserfest sein
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  #5  
Alt 08.11.2020, 20:28
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Fraenkie Fraenkie ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Emotion Beitrag anzeigen
Ich habe unten Meshgewebe zum lüften einnähen lassen, alternativ muss die Baumnok nach unten zeigen.
So sauber krieg ich mein Segel (fast) nie gelegt, dass nicht irgendwo sich ne Tasche bildet in der sich das Wasser wohlfühlt und sich konstant vermehrt.
Die aber so schön im Windschatten der Belüftung liegt, das da nicht´s von der Luft mitgenommen wird.
Egal ob ich den Baum mit Gefälle nach vorne oder hinten stelle
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  #6  
Alt 08.11.2020, 22:59
horstj horstj ist gerade online
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deshalb lässt auch niemand Regattasegel am Boot. Gibt kein System weder für Groß noch für Vorsegel, dass überzeugend UV und Regen abhält. Das sind immer Kompromisse, die man zugunsten eines einfacheren Handlings macht.
die Sachen von SailService aus Danzig sind ansonsten recht robust und ausgereift.
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  #7  
Alt 09.11.2020, 08:05
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Moin
Was Fränkie unter anderem Schrieb trifft ja zu"Wasser findet immer einen Weg"
Was spricht da gegen zweigleisig zu fahren?Soll heissen:Bei längerer Abwesenheit noch ein konventionelles Segelkleid,das sich auch am Mast besser zubinden lässt,drüber zu ziehen.Die "Faulsäcke"sind ja in erster Linie eine Verbesserung der Lazyjacks als Bergehilfe zum schnellem und sicherem wegstauen des Großsegels.Das das dann auch wieder nur ein Kompromisssegelkleid sein kann ist klar,weil ja noch die Lazyjacktüdelbänder im Weg sind,da müsste man dann welche zum wegfieren und am Mast beizubinden haben wenn man keine Schlitze im Segelkleid haben mag,die ja auch kontraproduktiv wären.
Selber habe ich noch nicht mal in ein Segelkleid investiert,weil wohl an meinem Werftliegeplatz auch das auf dauer nicht viel nützt.Zu Hause angekommen tüdel ich,das zugegebener Weise überschaubare, Großsegel(17m²) aus und sacke es (extra langer Segelsack)ein und lagerer es im Boot.Segel im Baum einkedern und Rutscher in den Mast fummeln dauert so um zwanzig Minuten,das häufige rinn und rut hält alles gut gangbar und übt.
gruss hein

Geändert von hein mk (09.11.2020 um 08:11 Uhr)
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  #8  
Alt 09.11.2020, 09:00
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Seit dem ich die Lazy Bags mit dem Meshgewebe unten habe, habe ich nicht mehr geduscht beim Segelsetzen! Ich dirke den Baum allerdings auch immer ordentlich an im Hafen, so das am Mast nichts reinlaufen würde und durch den Reißverschluss findet offensichtlich so wenige den weg, das es über das Mesh abtropft/trocknet.
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Hendrik
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  #9  
Alt 09.11.2020, 09:03
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Ich seh Lazy-Jacks (so hab ich das angefangen) als üblen Sicherheitsgewinn an.
Zumindest bei meinem Boot war das einigermassen auftuchen bei Welle vor´m Hafen ein übles rumgeturne und ein Kampf mit hin und her schwingendem Baum und jeder Menge Stoff. Alleine praktisch unmöglich.

Die "Bags" dazu sind dann der nächste logische Schritt, auch zur Faulheit, einfach das Gross reinfallen lassen zur Not.

Ich seh das Problem mit dem Wasser nicht wirklich. Vielleicht weil meine Segel so alt sind. Kein Schimmel, keine Stockflecken, keine Algenbildung oder sonstwas. Ich weiss nicht, was dem Segel mehr schaden würde, das rumziehen auf Deck und in nen Sack stopfen oder einfach drauflassen.

Ich hab das Gross jetzt sogar über den Winter drauf
(Grund: Die Persening sitzt so besser).
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  #10  
Alt 09.11.2020, 09:04
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Zitat:
Zitat von Emotion Beitrag anzeigen
.......... und durch den Reißverschluss findet offensichtlich so wenige den weg, das es über das Mesh abtropft/trocknet.
Ist dein Reissverschluss nicht auch abgedeckt?
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  #11  
Alt 09.11.2020, 09:18
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Zitat:
Zitat von Fraenkie Beitrag anzeigen
Ist dein Reissverschluss nicht auch abgedeckt?
Nö aber der Bag fängt relativ weit hinten an also rauscht am Mast alles durch.

Das Groß bleibt wegen der durchgehenden Latten auch bei mir im Winter im Bag, wird komplett aus der Keder gezogen und in die Halle gelegt
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  #12  
Alt 09.11.2020, 22:48
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Segel sollten während der Saison angeschlagen bleiben. Im Winter kommen sie in den Segelsack.

https://sailonet.com/de/lazybags-laz...rties-431.html

Was ist den von der Aussage in dem Link zu halten:

Heutzutage werden 99% aller Großsegel mit offenem Unterliek und nur einem einfachen Gurtband oder einem einzigen Rutscher im Schothorn produziert.

Kann man ein Groß mit Keder einfach so fahren ohne den Keder einzufädeln?

Oder wird dann ein neues Großsegel gleich mit fällig?



Gruß
Chris
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  #13  
Alt 10.11.2020, 07:36
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Wenn dein Unterliek mit Keder ist, würde ich das Lazybag in der zweigeteilten Version nehmen.
Ich habe ein offenes Unterliek und Das bag ist eine geschlossene Tasche.

Frag deinen Persenningmacher vor Ort.
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  #14  
Alt 10.11.2020, 08:31
horstj horstj ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Verbraucheranwalt Beitrag anzeigen
Segel sollten während der Saison angeschlagen bleiben. Im Winter kommen sie in den Segelsack.

https://sailonet.com/de/lazybags-laz...rties-431.html

Was ist den von der Aussage in dem Link zu halten:

Heutzutage werden 99% aller Großsegel mit offenem Unterliek und nur einem einfachen Gurtband oder einem einzigen Rutscher im Schothorn produziert.

Kann man ein Groß mit Keder einfach so fahren ohne den Keder einzufädeln?

Oder wird dann ein neues Großsegel gleich mit fällig?



Gruß
Chris
die Aussage ist Unsinn und Du brauchst ein neues Groß, weil der untere Teil/Fuß anders geschnitten ist. Auch ein paar andere Punkte bspw. Anschlagösen für Großschot, Reffleinen usw. müssen ein offenes Unterliek erlauben.
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  #15  
Alt 10.11.2020, 08:54
kurz kurz ist offline
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Also ich habe mir das auch schon überlegt. Ich habe ein neues Gross mit offenem Unterliek und das alte, welches unten eingefädelt wird.
Der gedanke, das Alte auch offen zu fahren, damit alles gleich ist, hatte ich auch schon.

Warum genau soll das nicht gehen bzw. schlecher sein? Die Schot ist ja nicht am Segel angeschlagen, die Reffbändsel bleiben gleich...

Die Frage ist ja nicht unbedingt, ob das "Falsch- unten-offen" gefahrene Gross so gut ist wie ein original loos footed main, sondern ob es schlechter ist wie im Baum eingezogen.
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  #16  
Alt 10.11.2020, 16:57
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Christo Cologne Christo Cologne ist offline
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Die Antwort ist, dass ein Offenes-Unterliek-Großsegel einen anderen Schnitt hat, nämlich den Bauch bis unten hin durch hat.
Ein festes Unterliek-Segel bekommt den Bauch erst weiter oben.
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Niemals mit den Händen in den Taschen
auf dem Hof stehen, wenn die Frau vorbeikommt!
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  #17  
Alt 10.11.2020, 17:13
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hein mk hein mk ist offline
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Standard Offenes Unterliek

Moin
Was sagen die Segelmacher des BF?Meiner Ansicht nach müsste mal abgesehen von dem Schnitt auch an Hals und Schothorn alles etwas verstärkter ausgeführt werden und um die verbesserte Performance voll auzsnutzen zu können bedarf es wohl auch eines gut und beqem zu bedienenden Unterliekstreckers.Da kann ich mit meinem Jungferntaljenunterliekstrecker nicht mitreden.
gruss hein
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  #18  
Alt 11.11.2020, 08:26
Verbraucheranwalt Verbraucheranwalt ist offline
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Segel umarbeiten wird sich bei meinem alten Lappen nicht lohnen. Wobei mein Groß auch nur um die 12 qm hat, da werden keine Riesenkräfte wirken.

Die Frage wäre ob ein fliegendes Unterliek generell irgendwelche Performance oder sonstige Vorteile bietet Mir fällt da spontan nur ein, dass man es bauchiger trimmen kann für Raumschot oder Vorwind.

Oder warum ist das heute (angeblich) Standard?

Gruß
Chris
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  #19  
Alt 11.11.2020, 09:54
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Fraenkie Fraenkie ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Verbraucheranwalt Beitrag anzeigen
Segel umarbeiten wird sich bei meinem alten Lappen nicht lohnen. Wobei mein Groß auch nur um die 12 qm hat, da werden keine Riesenkräfte wirken.

Die Frage wäre ob ein fliegendes Unterliek generell irgendwelche Performance oder sonstige Vorteile bietet Mir fällt da spontan nur ein, dass man es bauchiger trimmen kann für Raumschot oder Vorwind.

Oder warum ist das heute (angeblich) Standard?

Gruß
Chris
Es ist nicht Standard.

Bei nem Rollgross zum Beispiel geht´s nur einfach net anders. Bzw. es ist einfach nur einfacher und billiger.

Ein Gross in der Baumnut hat einen sogenannten "Segelfuss" tuchtechnisch dargestellt. Um den "aerodynamischen Kurzschluss" (Strömung von der Druck zur Unterdruckseite ... ungefähr derselbe Grund, warum heute an Flugzeugen die Flügelspitzen hochgebogen sind "Winglets") zu Vermindern/ soweit wie möglich..
Sowas läasst sich frei fliegend net vernünftig segeln. Das Segel würde unten rumlabbern wie ein Bettlaken.

siehe Bild.

Das ist ja auch der Grund, warum die Regatta Segler ihre Genua bestmöglich über Deck schleifen lassen.

Aus nem alten BF Trööt:

https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=63677

Zitat:
Zitat von Chippy Beitrag anzeigen
Moin ok, tosomen,

haltet Euch fast, Jungs : Hier kommt der Fachmann zu Wort.

Herr Raudaschl Junior von Doyle-Raudaschl in Österreich.

Ich habe den Jun. Chef vorhin angerufen und muss erstlichmol vorausschicken, dass er sich viel Zeit genommen hat um uns hier im Forum weiterzuhelfen. Danke nochmal.
Jo, de Öösterreichers, ick könnt se jümmers knuddeln.
Er hett mi dann folgendes erklärt:

  • Segelfuß oder loses Unterliek, das sei nur bei kleinen Booten, wie zB. Star-Boot und Finn-Dinghy, von wirklichem Interesse und da ist das Segel mit Segelfuß dem losen Unterliek klar überlegen.
  • Grund: Wirksame Verminderung des Druckausgleichs von Luv nach Lee.
  • Bei großen Booten mit hohem Mast spielen sich die Antriebskräfte in größeren Höhen ab - wo ja bekanntermaßen auch höhere Windgeschwindigkeiten herrschen. Da spielt der Unterschied mit und ohne Segelfuß keine signifikante Rolle mehr. Der Unterschied ist noch meßbar, sei jedoch vernachlässigbar klein.
  • Wenn trotzdem der Segelfuß bei großen Segeln ausgeführt würde, so hat das den Sinn, dass das Segel bei kleinen Windstärken ein besseres Profil hat. Der Segelfuß "drückt" quasi das Profil in´s Segel.
  • Der Druckausgleich spielt sich bei losem Unterliek etwa im unteren halben Meter des Segels ab. Logischerweise wären nun bei einem 7m hohen Segel des Finn-Dinghys 50 cm Wirbelzone immerhin etwa 7% der Segelhöhe. Außerdem herrschen dort sowieso schon ungünstige Windwirbel duch den Bootskörper. Bei einem so kleinen Segel hat daher der Segelfuß klare Vorteile. Er vermindert wirksam den Druckausgleich. Bei einem 20m hohen Segel wären die 50cm Wirbelzone des Druckausgleichs gerademal noch 2,5% der Segelhöhe.
__________________________________________________

Die Aussage, dass das lose Unterliek bei sehr schnellen Katamaranen und dergleichen Rennziegen, die ja wirklich schneller segeln können als der wahre Wind (!!) beim Trimmen Vorteile bringt ist korrekt. Seggt he.
Da wird am Unterliekstrecker gezogen, dass die Augen aus den Höhlen treten.
Man habe Versuche gemacht, bei Segeln für kleine Katamarane einen Segelfuß, der sich leicht wegtrimmen ließ, zu entwickeln - das sei aber nicht von Erfolg gekrönt gewesen : zu kompliziert zu teuer und bei den rasenden Geschwindigkeiten nicht mehr effektiv zu bewerkstelligen.
Außerdem : Die lieben Klassenvorschriften!!

Warum also, hat der Laser denn nun keinen Segelfuß am Grootseil?

Antwort: Aus Kostengründen.

Der Laser sei früher als Low-cost Segelflitzer entwickelt worden. Da sollte alles für junge Leute erschwinglich sein.
Zur allgemeinen Freude hat sich ja die ´fliegende Kühlschranktür´ inzwischen zu einem High-Tec- Produkt entwickelt - mit Carbon allerorten und dergleichen.
Aber die Klassenvorschriften schreiben eben, von früher noch, ein Groß ohne Segelfuß vor. Punkt.
Herr Raudaschl sagte, er sei davon überzeugt, dass das Laser-Groß einen Segelfuß hätte, wenn er gleich als olympische Klasse entwickelt worden wäre und nicht als Jugendboot.
Kiek an.

Na dat wür jo interessant.
Ich habe Herrn Raudaschl gefragt ob ich das hier im Forum unter Nennung seines Namens so niederschreiben darf : Er hatte keine Einwände.

So, Lüd, nu weet wi dat ok.

Schön zu sehen, dass nu alle die hier bisher mitgemacht haben, richtig gut waren!
Liebertee mit sien´ Katamaran....
Marty un tritonnavi mit Ihre Einsichtens....
ugies hett ok recht, mit sien grooten Dampfer...
Nur-am-basteln hett mi ut de Seel gesprochen, so isses zB. bei meinem Finn.
Peter R ist ok so engageert eingestiegen met sien Laser - Erklärungen...
Johnny Silver wür jo ok ziemlich nah dran....

Danke Jungs

Gruß Rolf

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Wo ist das Problem? Segel in der Baumnut lassen. Lazy Bags rechts und links an den Baum tackern. Beim Segeln runter hängen lassen (Bild 3).
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@Fränke: Kann ich alles nachvollziehen. Ich habe auch gar kein Problem

Ich war nur über die Aussage bei Sailonet verwundert dass heute fliegende Segel Standard sein sollen. Hätte ja sein können, dass die leistungsfähiger sind.

Meine kleinere Katmarane fahren doch auch alle mit fliegendem Großsegel oder Die sind ja nun nicht die langsamsten auf dem Wasser.

Von daher wäre ein loses Unterliek durchaus ne Option da das Großsegel seine beste Zeit bei mir hinter sich hat.

Wenn das Unterliek mit Keder besser ist, dann lasse ich es dabei.

Gruß
Chris
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