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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #321  
Alt 16.06.2020, 00:24
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Hallo,

ich verfolge euren Bau schon die ganze Zeit. Ich kann nur sagen, was Ihr da auf die Beine stellt, ist nur mit Hochachtung zu beschreiben. Ich habe selber schon ein 13m Stahlschiff zusammengeschweißt.... aber das sind halt nur vorgeschnittene Platten gewesen....was Ihr da baut, Hut ab.

BG
Guido
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  #322  
Alt 16.06.2020, 11:50
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Danke euch!

Das Drehen hat uns einen echten Motivationsschub verpasst.
Es sieht jetzt einfach viel mehr nach Boot aus.

Wir machen jetzt erstmal am Bug und im Rumpfinneren weiter (speziell die Schnittkanten, die durch das Einsetzen der Segmente entstanden sind, die sind zur Zeit immer noch nur provisorisch bearbeitet).

Und dann darf Freddy zeitnah auch endlich wieder mit seiner Säge ran , denn einen großen Teil des Decks schneiden wir raus und setzen es höher, um im Salon Stehhöhe zu erreichen und die Fenster einzuplanen. Das werden wir noch vor dem Cockpit angehen.
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  #323  
Alt 21.06.2020, 21:34
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Freddy hat die vergangenen Tage weiter am Bug gebaut. Der Übergang von den Leisten auf das Purenit-Bugbrett ist jetzt gespachtelt und mit einer Lage Glas versehen. Außerdem bringt er zur Verstärkung weitere Purenit-Leisten in dem Bereich an, in dem später der Bugspriet aufgesetzt werden soll.

Mit Styrodurleisten und aufgeschäumter Epoxidspachtelmasse werden die ersten Hohlräume gefüllt. Von einer weiteren Sprühaktion mit der Polyurethanschäummaschine haben wir abgesehen. So viel Material brauchen wir im oberen Bereich nicht, und der Aufwand ist mit der Epoxidspachtelmasse viel kleiner. Eine weitere Schicht mit der Spachtelmasse folgt noch, dann wird der Bugbereich mit Uni und Tri-Axial laminiert.

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Am Samstag habe ich mir im Rumpfinneren die noch nicht laminierten Übergänge von den eingesetzten Segmenten zum Rumpf vorgenommen. Immer Abschnitt für Abschnitt die Lücken spachteln, eine erste Lage Glas (320g Bi-Diagonal in dem Fall) und Abreissgewebe drüber. Da ich einen langsamen Härter genommen habe, war das heute noch nicht ausgehärtet. Später werden wir nochmal eine weitere Lage Tri-Axial über die gesamte Kante laminieren.

Während ich im Inneren am Machen bin, krabbelt Freddy auf dem Deck über meinem Kopf herum und vermisst und markiert den Bereich, den wir „sehr zeitnah“ aussägen und höher setzen wollen. Ziel ist es, dass Freddy im Salonbereich Stehhöhe hat. Wir werden den betreffenden Bereich um 45cm anheben. Inzwischen hat er sich auch überlegt, wie wir die Deckserhöhung technisch realisieren werden. Wir werden den Übergang von Deck zu erhöhtem Deck auch wieder in unserer Leistenbauweise machen. Als Formgebung wird alle 60cm eine Holzleiste in Krückstockform als Fundament eingesetzt. Die „Krückstöcke“ sind schmaler als die Leisten und werden später mit einlaminiert. Wir werden den Aufbau wieder per Vakuum-Infusionsverfahren machen.

Dafür haben wir heute 20 „Krückstöcke“ gesägt und geschliffen. Nachdem es zuerst meine Aufgabe war, das Maßscheit möglichst effizient 20x auf die Holzplatte (Birken-Sperrholz) zu übertragen, bin ich dann an der Bändsäge gelandet. Ein Novum für mich. Meine Lernkurve war auch leider sehr flach. Ich habe es bis zum 20. Teil nicht geschafft, eine gleichmäßige Kurve zu sägen. Freddy meint aber, dass das gut genug für unsere Zwecke sei. Und immerhin sind alle Finger weiterhin dran.

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  #324  
Alt 29.06.2020, 16:40
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Wir haben mal wieder die Kreissäge aktiviert und einen großen Teil des Decks herausgeschnitten. Der Bereich geht von drei Meter bis etwa neun Meter. Das Vorschiff bleibt flach und nach hinten hin schließt später das Achtercockpit an.

Links und rechts neben dem Ausschnitt lassen wir einen etwa 30cm breiten Bereich stehen. Der sorgt weiterhin für Stabilität im Deck und später dafür, dass wir hoffentlich bequem von hinten nach vorn und wieder zurück kommen.

Vor dem Ausschneiden der Platte fräst Freddy noch viereckige Vertiefungen an die Stellen, wo wir unsere Krückstöcke einsetzen werden. Dabei entfernen wir die obere Schicht des Glases sowie das ganze Sandwichmaterial. Die untere Glaslage bleibt beistehen.

Der Ausschnitt ist jetzt noch etwas schmaler. Die letzten 20cm zu jeder Seite schneiden wir erst später aus.

Das Anheben der herausgeschnittenen Decksplatte planen wir sehr vorsichtig, da das Teil sehr schwer ist. Deswegen lässt Freddy beim Sägen erst noch kleine Ecken stehen. Bei dem Versuch, das Teil von unten trotzdem bereits anzuheben, bewegt es sich kaum. Freddy ist darüber ganz zufrieden, weil es zeigt, dass das Deck sehr stabil geworden ist. Als er die Ecken frei schneidet, können wir die Holzlatte drunterschieben.

Wir haben uns entschieden, das Deck um 45cm zu erhöhen. Die Mindesthöhe begrenzt Freddy durch seine Stehhöhe. Die Maximalhöhe wird nicht weit darüber liegen und durch mehrere Faktoren beeinflusst.
Erstens ist unsere Bauplatzhöhe damit quasi ausgereizt.
Zweitens wollen wir weiterhin einen sehr flachen und seetüchtigen Aufbau.
Drittens muss ich, wenn ich im Cockpit am Steuer stehe, noch über den Aufbau hinaus schauen können, um zu sehen, wohin ich segele. Zu beachten ist hier auch, dass die Beams ja noch auf dem Aufbau aufliegen und etwa 20cm auftragen.
Das bedeutet, dass der Decksaufbau auch die spätere Cockpitbodenhöhe beeinflusst.

Nach dem Ausschneiden geht es erstmal in die Werkstatt, um uns passende Böcke zu bauen. Dann schneiden wir die Ausschnitte für die Krückstöcke in die Decksplatte, wobei wir diesmal die obere Lage Glas stehen lassen und das Sandwichmaterial und die untere Glaslage entfernen. Die hinteren sechs Krückstöcke passen auf beiden Seiten perfekt und wir kleben sie mit fester Spachtelmasse noch am Samstag Abend ein. Den vorderen Bereich lassen wir außen vor. Uns schwebt hier ein angeschrägter Decksaufbau vor. Das Deck soll auf einer Länge von 1,80 Meter von 45cm auf 20cm nach vorn hin abfallen.

Sonntag früh baut Freddy bereits den ersten Abschnitt mit Leisten auf, um zu schauen, wie das wirkt, wie viele Leisten wir benötigen und wie wir die fräsen müssen. Der Radius im Aufbau gefällt uns sehr gut. Anfangs waren wir noch von geraden Flächen und Kanten ausgegangen, aber das hätte einfach nicht zum Grenzgänger gepasst. Die jetzige Lösung gefällt uns sehr gut und kann relativ leicht gebaut und später mit Vakuuminfusion geflutet werden.

Dann konzentrieren wir uns auf die Schräge. Der Grund für die Schräge ist der, dass wir damit aerodynamisch schnittiger sind und überkommende Wellen nicht frontal gegen den Decksaufbau scheppern. Die Erhöhung von 20cm wird für die Fenster benötigt, da es unser Wunsch ist, ein Fenster Richtung Bug zu haben. Damit sieht auch derjenige, der sich drinnen aufhält, was vor uns liegt.

Freddy möchte den Knickbereich mit mehrfachen Schnitten auf der Ober- und Unterkante realisieren. Ich bin etwas skeptisch, ob das funktioniert und wir probieren das ganze im Kleinen an einem Restestück aus. Der Knickversuch endet zwar mit dem Zerbrechen des Teils, gibt uns aber genug Informationen, um das ganze in Echt zu probieren. Wir setzen die Schnitte im 8cm-Abstand, je vier oben und vier unten. Dann entfernen wir den vorderen Haltebock und legen stattdessen zwei EPS-Platten auf, um auf die 20cm zu kommen. Das Deck nimmt völlig unproblematisch die Schräge an.

Es ist der Wahnsinn, was diese Schräge optisch ausmacht. Der Rumpf kommt jetzt fast aggressiv daher und der Wavepiercer-Bug verstärkt das natürlich noch.

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  #325  
Alt 29.06.2020, 20:26
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frontdiver frontdiver ist offline
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Mit jedem Schritt ein bisschen mehr echtes Mega-Boot! Alle Daumen hoch.
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  #326  
Alt 30.06.2020, 09:57
FreMic FreMic ist offline
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Zitat:
Zitat von frontdiver Beitrag anzeigen
Mit jedem Schritt ein bisschen mehr echtes Mega-Boot! Alle Daumen hoch.
Ja!! Im Moment gibt es echt jeden Tag optische Veränderungen und Fortschritte. Das macht viel Freude.
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  #327  
Alt 30.06.2020, 09:59
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Totti-Amun Totti-Amun ist offline
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Totti
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  #328  
Alt 04.07.2020, 00:11
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Sieht sehr, sehr, mega top aus

Allerdings muss der Hauptrumpf aus meiner Sicht verstrebt werden, am besten längsseits und quer mit stringern, aber das ist wahrscheinlich eine Selbstverständlichkeit und wurde deshalb noch nicht erwähnt
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  #329  
Alt 04.07.2020, 21:13
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Durch unsere Bauweise sind wir ja quasi alle 9cm verstringert.

Den Bereich der Beam-Auflagen werden wir noch verstärken und einige Schotts sind noch geplant. Warum denkst du, dass wir noch viel verstringern müssten?
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  #330  
Alt 05.07.2020, 00:56
GordonW GordonW ist offline
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Hi erstens, habt ihr den Rumpf ja zerlegt und geklebt, was schon etwas Stabilität kostet.

Aber insgesamt sind das auch so große Flächen, wenn da große Wellen gegen schlagen oder das Schiff mal in ein Wellental kracht, ich bin ziemlich sicher, dass da weitere Verstrebungen sehr sinnvoll wären. Ich mein, selbst bei nem 5m Rib verstrebt man den Rumpf aufwändig. Klar, ist euer Material dicker und mehrlagiger und schon in sich etwas versteift, aber bei dem großen Körper..... mit den großen Angriffsflächen.... da werden dann die enormen Kräfte an der schwächsten Linie entlang angreifen, Scheren etc....

Ansonsten allerhöchsten Respekt
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  #331  
Alt 05.07.2020, 19:59
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Die eingesetzten Segmente machen den Rumpf durch die zusätzlichen Knicke eher noch stabiler. Die Verbindungsstellen wurden innen und außen ausreichend laminiert. Dieser Bereich macht uns keine Sorgen.

Zudem wird unsere Konstruktion gar nicht so viel Kraft aufnehmen müssen. Wir haben keinen Mast, der irgendwo auf dem Mittelrumpf steht und die Beams werden auch durchgängig gebaut.

Eigentlich binden wir den Mittelrumpf ja nur unter die Beams. Die Anlaschpunkte für die Beams werden natürlich sehr stabil ausgelegt.
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  #332  
Alt 05.07.2020, 20:15
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Wir haben es übrigens geschafft, die neuen Schwerter und Ruder der PoC zu testen... hier unser aktuellster Blogeintrag:

Kurzer Exkurs zu unserer PoC:

Anfang Juli und wir haben es doch tatsächlich geschafft, unsere PoC endlich ins Wasser zu bekommen. Ich habe die Berichterstattung für die Schwerter und Ruder etwas aus den Augen verloren, aber sie sind fertiggestellt und wir sind gespannt drauf, zu testen, wie sich das auf die PoC auswirkt.

Donnerstag Nachmittag, bei sehr leichter Brise, ist die PoC endlich aufgeriggt.

Davor tunke ich aber die Schwerter ins Wasser. Sie sinken zwar nicht sofort, aber dann leider doch, sie sind also zu schwer geworden. Das hatten wir schon vermutet. Interessant wird es, als Freddy ein Schwert mit Schwung und leicht angeschrägt ins Wasser wirft (mit angebrachter Rückholleine). Das Schwert schneidet durch das Wasser wie ein Messer durch Butter, scheint unter Wasser sogar zu beschleunigen. Wow, habe ich so noch nie gesehen.

Trotz der nur leichten Brise bewegen wir uns am Wind gut über das Wasser. Auch durch die Wenden kommen wir dank der neuen Schwertpositionen sehr gut und wir sind beide am Strahlen über das Ergebnis.

Wir überlegen, zur Vergleichbarkeit nochmal die alten Schwerter in den neuen Schwertpositionen zu segeln. Außerdem müssen wir uns wirklich mal angewöhnen, unsere Tracking-App mitlaufen zu lassen. Wir können immer nur aus dem Bauch heraus sagen, ob es gut, besser oder schlechter läuft.

Als nächstes wollen wir das Wendeverhalten unter der größeren Genua testen. Hier liegt der Segeldruckpunkt ja noch weiter vorn und es bleibt die Frage, ob die Schwertposition auch für diese Konstellation an der richtigen Stelle ist.

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  #333  
Alt 06.07.2020, 00:40
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hein mk hein mk ist offline
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Standard Segeldruckpunkte

Moin
Bei meinem Einrumpfboot 8,7m,Stahl,4,5t ist es so,dass ich mit der Starkwindfock ca 15m² nicht wenden kann,also höchstens bei 7Bft aus halbwind und dann voll rum.Mit meiner Genua 25 m² geht das gut das Wenden, aber bei 7Bft fahre ich die natürlich nicht mehr.Das kommt also darauf an wie weit die Genua überlappt,Überlappung bringt den Druckpunkt nach achtern.
gruss hein
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  #334  
Alt 06.07.2020, 13:42
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shakalboot shakalboot ist offline
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Zitat:
Zitat von FreMic Beitrag anzeigen
Durch unsere Bauweise sind wir ja quasi alle 9cm verstringert....
...vielleicht sollte man noch erwähnen, daß die Bootshaut ein Sandwichaufbau ist.
Innenlaminat + Stützmaterial (XPS) + Außenlaminat. Die Glasgewichte habe ich jetzt leider nicht im Kopf.
Ja und dieser Aufbau hat schonmal mehr Stabilität, als ein "Einfachlaminat" von ~ 9mm bei einem RIP.
Vielleicht kommen ja auch noch ein paar Wrangen zur Aufnahme des doppelten Bodens (Fußboden) rein.
Ich denke auch, daß der Rumpf eines motorgetriebenen RIPs ganz anderen Belastungen ausgesetzt ist, als die drei Rümpfe des "windgetriebenen" Trimarams.


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Jens

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Alt 06.07.2020, 19:30
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin
Bei meinem Einrumpfboot 8,7m,Stahl,4,5t ist es so,dass ich mit der Starkwindfock ca 15m² nicht wenden kann,also höchstens bei 7Bft aus halbwind und dann voll rum.Mit meiner Genua 25 m² geht das gut das Wenden, aber bei 7Bft fahre ich die natürlich nicht mehr.Das kommt also darauf an wie weit die Genua überlappt,Überlappung bringt den Druckpunkt nach achtern.
gruss hein
Ja, genau, Überlappung wäre gut für den Segeldruckpunkt.
Genau das, was wir mit unserem A-Mast nicht können.
Unsere Genua wird über die gleiche Selbstwendevorrichtung gesegelt wie die Arbeitsfock.
Deshalb ist "Genua" vermutlich nicht der korrekte Begriff?
Das Segel wird fliegend am Bugspriet angeschlagen.
Da es hier dieses Wochenende gestürmt hat, konnten wir leider noch nicht testen.
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  #336  
Alt 06.07.2020, 19:37
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Zitat:
Zitat von shakalboot Beitrag anzeigen
...vielleicht sollte man noch erwähnen, daß die Bootshaut ein Sandwichaufbau ist.
Innenlaminat + Stützmaterial (XPS) + Außenlaminat. Die Glasgewichte habe ich jetzt leider nicht im Kopf.
Ja und dieser Aufbau hat schonmal mehr Stabilität, als ein "Einfachlaminat" von ~ 9mm bei einem RIP.
Vielleicht kommen ja auch noch ein paar Wrangen zur Aufnahme des doppelten Bodens (Fußboden) rein.
Ich denke auch, daß der Rumpf eines motorgetriebenen RIPs ganz anderen Belastungen ausgesetzt ist, als die drei Rümpfe des "windgetriebenen" Trimarams.


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Plus die festen Verbindungen von Innen nach Außen durch die Glasgelege-Rippen....

Der Grenzgänger soll schon ordentlich stabil sein, wir haben ihn schwerwettergängig und für die hohen Breiten ausgelegt. Und Bodenwrangen wird es auch noch geben, um gerade laufen zu können Einen Heckspiegel kriegen wir auch noch
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  #337  
Alt 13.07.2020, 20:23
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Auch bei uns geht es fleißig weiter..

Freddy hat den oberen Bugbereich weiter gespachtelt und mit einer Lage Uni und Tri-Axial laminiert. Hier geht es bald mit dem Feinspachteln weiter. Ebenfalls vorn am Bug haben wir die ersten Purenit-Bretter für die Fußrelingsleisten eingepasst.

Freitag Nachmittag sind wir zur Abwechslung eine Runde gesegelt. Trotz etwas böigen Wind wollten wir unsere Selbstwende-Genua ausprobieren. Wenden geht auch hiermit hervorragend und wir sind echt zufrieden mit unserer neuen Schwertposition. In einer Böe ist uns dann leider die „provisorische“ Öse gebrochen, die unseren „provisorischen“ Bugspriet mit der Rollanlage verbindet. Wir haben uns schon gewundert, dass die so lange durchhält. Jetzt haben wir den Bugspriet erstmal abgebaut und werden ihm eine ordentliche Öse verpassen. Auch die Schwerter und Ruder sind wieder mit nach Hause gekommen, sie bekommen eine Lage Antifouling.

Zurück am Grenzgänger haben wir im Rumpfinneren Hohlkehlen gespachtelt und die Verbindung mit einer Lage Tri-Axial laminiert. Im Moment sind es die innenliegenden Verbindungen der eingesetzten Segmente, die wir so bearbeiten, aber auch grundsätzlich wird das die Art und Weise sein, wie wir Schotts, Verbindungen, Zwischenwände, etc. befestigen werden. Je nach Beanspruchung wird dann mit schwerem Tri-Axial oder dem deutlich leichteren Bi-Diagonal laminiert. Die eine Seite mach ich allein, aber zu zweit geht es viel schneller und so machen wir die andere Seite eben zusammen. Ich spachtele, Freddy laminiert.

Zum Formen der Hohlkehle haben wir uns übrigens ganz simpel mit kleinen Espresso-Pappbechern beholfen. Der Radius des Bodenteils passt super.

Sonntag Nachmittag verbringe ich dann mal wieder mit meiner Lieblingsbeschäftigung: dem Leisten schneiden. Freddy hat sich in den Kopf gesetzt, dass wir nächstes Wochenende bereits die Deckserhöhung fluten. Bis dahin ist noch ordentlich zu tun.

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Alt 13.07.2020, 21:53
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Standard Rumpffestigkeit

Moin
Auch an dieser Stelle zum hundersten mal,speziel an Gordon W:Wenn wir uns hier im richtigem Schiff/Bootsbauerchinesisch unterhalten sprechen wir von Stabilität bitte nur im Zusammenhang mit dem Wiederaufrichtvermögen des Bootes/Schiffes aus einer durch äußere Einflüsse verursachte Krängung.Was den Zusammenhalt der Bauteile betrifft nennen wir Festigkeit.
@Jens, Ich meine es ist schwierig zwischen der Festigkeit eines Hartbodenschlauchbootes und einem Hochseetrimaran dieser Größe überhaupt vergleiche anzustellen.Bei dem Trimasran wirken auf hoher See bedingt durch das eigene Geschwindigkeitspotential,Segeldruck und Seegangseinfluss ein rechnerisch nicht zu erfassender Mix von Kräften.
Praktisch bin ich einige male auf einer frühen Sanwichkonstruktion,eine Luffe44,mitgesegelt die Bootslebenslang auf regatten hart rangenommen wurde.War schon beeindruckend welche Geräusche vom knartschendem Verwinden da bei Starkwind zustande kamen.Bei einer neueren Yacht der gleichen Werft konnte man das,über die sechs sieben Jahre die ich da immer mal wieder mitgesegelt bin,auch unter stürmischen Bedingungen allerdings nicht hören.
gruss hein
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  #339  
Alt 13.07.2020, 22:35
GordonW GordonW ist offline
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Ja, es ist die Festigkeit, stimmt. Ich bin leider dennoch skeptisch, wünsche aber natürlich nur das Beste und bewundere den Bau ansonsten...
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  #340  
Alt 13.07.2020, 23:14
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Ja, es ist die Festigkeit, stimmt. Ich bin leider dennoch skeptisch, wünsche aber natürlich nur das Beste und bewundere den Bau ansonsten...
Moin
Das bin ich auch,habe aber keinerlei Erfahrungen mit der Herstellung von Sandwichlaminaten und kann nicht wirklich beurteilen welche Verbundmaterialien da was genau aushalten.Wenn man hier durch die Restotröts von Booten(meistens Ami-Boote)mit einlaminierten Schäumen und Hölzern durchgeht sträuben sich einem die Nackenhaare,obwohl Material und Fertigungsverfahren wohl nicht vergleichbar sind.
gruss hein
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