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Alt 31.08.2016, 21:28
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FrankW1975 FrankW1975 ist offline
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Standard Chartertour 2016 mit der Hannibal

Schiff: MY Hannibal, Yachtcharter Knuth

27.08.2016

Vorabend-CheckIn mit Norbert

Der Beginn unserer Tour ist um 15:30h in Gerderath. Mit 2 Autos in Kolonne geht es zur Marina Rünthe, wo wir ca. 17:30h eintreffen. Wir haben Glück, denn die Hannibal ist pünktlich von ihrer Tagestour zurück und die Vorgängercrew soeben von Bord gegangen. Nach der Begrüßung durch Norbert folgt die Schiffsübergabe und kurze Kontrolle des Schiffes und Einweisung inkl. kleiner Einweisungsfahrt.

Während wir beim Essen waren, hat Norbert noch Diesel und Wasser aufgefüllt. Zum Abschluß haben wir die Autos entladen und das Schiff zu gemacht. Nachts kam noch ein Gewitter vorübergezogen und hat wenigstens für die Nacht für Abkühlung gesorgt (leider nicht im Schiff).

28.08.2016

Start Richtung Bremen um 10:45h bei strahlend blauem Himmel und gefühlten 35 Grad. Da für Montag in Münster eine Kanalsperrung ansteht, haben wir beschlossen heute gleich noch die 2. Etappe mit zu fahren und dafür Montag und Dienstag kürzere Etappen bis nach Bad Essen zu fahren. Morgen müssen wir noch unterwegs Einkaufen. Schleuse Münster konnten wir fast ohne Wartezeit mit der „Wildkatz“ abwärts geschleust werden. In der Marina Fuestrup liegen wir jetzt direkt unterm Kran und bekommen morgen früh auch gleich den Brötchenservice vom Hafen. Direkt nebenan liegt die Seilzugfähre zwischen Dover und Calais.



29.08.2016

Heute sind wir um 10 Uhr bei stark bewölktem Himmel in Fuestrup losgefahren. Unterwegs hatten wir dann während eines Regenschauers eine unangenehme Begegnung mit einer Spundwand gehabt und uns dabei die Scheuerleiste auf der Steuerbordseite teilweise abgerissen und verschoben. Mittags haben wir an der Liegestelle Riesenbeck festgemacht und sind alle fünf zum nahegelegenen Supermarkt zum Einkaufen gegangen. Nach der Rückkehr haben sich Sabine und Lea mit einer Decke auf die Wiese gelegt. Lea hat dort dann von einem niederländischen Camper-Ehepaar einen Plüschelch geschenkt bekommen. Frank ist in dieser Zeit in den Dortmund-Ems-Kanal gestiegen und hat die Scheuerleiste mit einem Festmacher und mehreren Kabelbindern fixiert. Zum Glück ist Mittags die Sonne rausgekommen und es war angenehm warm. Danach ging die Fahrt weiter über das Nasse Dreieck in den Mittellandkanal und zur Marina Recke. Hier haben wir dann die Nacht in einer gemütlichen Bucht verbracht.



30.08.2016

Heute sind wir in knapp 4 1/2 Stunden die rund 50 km von Recke nach Bad Essen gefahren. Hier liegen wir direkt in der Stadt in der im vergangenen Jahr eröffneten kleinen, modernen Marina.



31.08.2016

Marina Bad Essen – MYC Lahde

Heute Abend liegen wir am Steg des Motor-Yacht-Club Lahde auf einer Insel zwischen Weser und Schleusenkanal Petershagen zwischen Petershagen und Lahde. In Sichtweite das Wehr Petershagen. Da alle Stegplätze bereits belegt waren, mussten wir in „zweiter Reihe parken“ und an einem anderen Boot längsseits anlegen.

Unterwegs ging es durch die alte Schachtschleuse Minden mit über 13m Höhenuntschied. Nach dieser Schleuse können wir uns wirklich nur fragen, wofür braucht man einen teueren Schleusenkurs? Nachdem wir ja letztes Jahr bereits die Schleusen mit Schwimmpoller gemeistert haben und dieses auch auf dieser Reise in Münster, haben wir auch die Schleuse mit in der Schleusenwand eingelassenen Poller gemeistert. Hier mussten wir die beiden Leinen immer wieder von Poller zu Poller nach unten umhängen. Morgen folgen dann auf einer ca. 5-stündigen Etappe 3 weitere Schleusen.






Gruß

Frank
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Frank Werner

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Geändert von FrankW1975 (31.08.2016 um 21:33 Uhr) Grund: Falsches Bild
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Alt 19.09.2016, 15:51
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01.09.2016

Heute sind wir früh beim MYC Lahde abgefahren und haben alle 3 Schleusen ohne nennenswerte Wartezeiten passiert. Sabine hat das erste mal mit der Hannibal abgelegt und dann gleich vom Päckchen aus. Aus der ersten Schleuse ist Sabine dann auch direkt ausgelaufen. Tom hat bei einer weiteren Schleuse das Ruder übernommen und uns sicher in die Weser gesteuert. Leider hat und in Nienburg eine Yacht aus Langeoog den letzten freien Liegeplatz weggeschnappt. Dadurch mussten wir dann bis nach Hoya weiterfahren und haben dabei die vierte Schleuse des Tages passiert. Hier liegen wir nun beim WSV Hoya am Außensteg in der Weser.

Nach einem kleinen Spaziergang von Sabine, Frank und Lea in die Stadt konnten wir dann schnell ein kleines Abendessen zaubern.


02.09.2016

Heute hat Sabine in Hoya vom Außensteg perfekt abgelegt. Nachdem wir an der ersten Schleuse dann Probleme mit dem Anlasser hatten ( Dank Michael Knuth’s Hilfe am Telefon schnell behoben ), haben Sabine und Tom uns durch die ersten beiden Schleusen des Tages gebracht. Die letzte Schleuse des Tages war dann die Sportbootschleuse in Bremen. Leider gibt es immer wieder Skipper, die wohl noch nie davon gehört haben, dass man sich an der Schleuse nicht vordrängelt. Nachdem wir den Anforderungsschalter betätigt hatten, fuhr dieser Skipper einfach an uns vorbei in die Schleuse ein und wir mussten schauen, wie wir dahinter festmachen konnten. Nun sind wir aber mit der Hannibal in Bremen angekommen und liegen in der Marina Bremen direkt an der Schlachte. Hier bleiben wir nun bis Sonntag Vormittag.


03.09.2016

Hafentag in Bremen: Nach dem gemeinsamen Frühstück haben sich die Crewhälften getrennt in die Stadt begeben. Zum Abendessen im Bremer Ratskeller haben wir uns dann wieder getroffen und lecker gespeist.


04.09.2016

Abfahrt in Bremen mit Regen, nach passieren der Sportbootschleuse in Bremen zog ein kräftiges Gewitter auf. Nachdem es aufgeklärt hat, übernahm Sabine das Ruder und hat die Schleuse Langwedel nahezu alleine gefahren. Die Nacht haben wir dann beim „Verdener Motorboot Verein“ (VMV) auf der Aller verbracht.



05.09.2016

Heute morgen hat Frank erstmal den Mietwagen abgeholt. Anschließend haben wir Sylvia und Thomas im Stadtzentrum von Verden abgesetzt und wir drei sind nach Walsrode in den Weltvogelpark gefahren. Auf dem Rückweg haben wir dann noch für die nächsten Tage eingekauft. Nach dem Ausladen hat Frank den Mietwagen wieder zurück gebracht und wir konnten pünktlich um 16:30h die Leinen lösen und weiter nach Hoya fahren. Dort hatten wir ja bereits letzte Woche übernachtet.


06.09.2016

Der heutige Tag ging mit Nebel los, so daß wir unplanmässig erst nach halb 11 ablegen konnten. Die über 70km und 4 Schleusen haben wir dann in weniger als 8 Stunden hinter uns gebracht. Die Wartezeiten an den Schleusen waren wieder ziemlich kurz und bis auf die erste Schleuse sind wir immer als einziges Schiff geschleust worden. Beim MYC Lahde liegen wir heute Nacht ganz am Stegende. Morgen geht es dann ganz früh weiter.



07.09.2016

Heute sind wir früh nach Minden aufgebrochen und haben direkt gegenüber der alten Schachtschleuse bei der Wasserschutzpolizei einen Liegeplatz bekommen. Wir sind dann mit dem Bus ins Zentrum gefahren und haben uns nach einer Stärkung im Café Extrablatt die Stadt angesehen bevor es am Nachmittag zum Bowling ging.

Abends wollten wir dann noch weiter fahren zum MYC Lübbecke. Doch da haben wir die Rechnung ohne Hannibal gemacht: Nach 1 km Fahrt ging plötzlich der Motor aus. Wir haben es dann doch noch ans rettende Ufer geschafft um dort die Nacht zu verbringen (mit Erlaubnis der WaPo am Liegeplatz der Berufsschifffahrt). Leider gab es für uns hier keinen Strom und wir mussten den Abend und die Nacht mit wenig Licht auskommen. Nach mehreren Telefonaten mit Norbert wurde zu wenig Diesel im Tank vermutet und Michael sollte am nächsten Morgen mit Nachschub nach Minden kommen.

Da wir hier ungeschützt an der Spundwand liegen und jede Welle doppelt und dreifach abkriegen schaukelt das Schiff sehr. Das Vertragen die Mägen von Sabine und Sylvia nicht so recht – die Beiden leiden an Seekrankheit!




08.09.2016

Heute früh kam Michael mit 6 Kanistern Diesel an. Leider hat das nichts gebracht, ebenso wenig das Entlüften der Spritleitung. Zum Glück war Michael auf alles vorbereitet und hatte neben Werkzeug auch noch eine neue Dieselpumpe mit. Nachdem der Motor nun wieder lief, hat Michael noch den Backbordtank voll gemacht (den Steuerbordtank hatte er schon gleich zu Anfang abgedreht). So konnten wir dann um 10 vor 12 endlich ablegen.

Unser Tagesziel „Marina Recke“ war aber nicht mehr zu schaffen (sind ja fast 90km gewesen). So hat Frank beschlossen heute nur bis Bad Essen zu fahren und dann morgen direkt durch zufahren nach Fuestrup. Dann sind wir morgen Abend wieder im Zeitplan und haben Samstag Zeit für Münster.

Nachdem unsere beiden Seekranken nach Ankunft in Bad Essen etwas vernünftiges gegessen haben, konnten wir noch eine tolle Fotosession mit unseren Crew-T-Shirts machen.



09.09.2016

Heute haben wir eine lange Etappe von Bad Essen, vorbei an Marina Recke und dem „nassen Dreieck“ nach Fuestrup zurückgelegt. Die rund 90 km haben wir in knapp 7 Stunden zurückgelegt.

In der Marina Fuestrup angekommen, haben wir Sylvia als Schiffswache zurückgelassen und sind zu viert zum nahegelegenen Flackturm spaziert. Aber um dahin zu kommen, mussten wir die Seilzugfähre zwischen Calais und Dover nutzen. Auf dem Rückweg haben wir noch Nandus gesehen und den Piratenspielplatz am Hafenmeisterbüro besucht. Dort hatte Lea einen Heidenspaß! Traktor und BobbyCar fahren, rutschen, wippen und auf der Wiese rum krabbeln.



10.09.2016

Heute sind wir zeitig aufgebrochen und konnten an der Schleuse Münster mit vier weiteren Sportbooten geschleust werden. In Münster haben wir im Stadthafen festgemacht. Sylvia und Thomas sind an Bord geblieben während der Rest in die Stadt gegangen ist. Am späten Nachmittag sind wir dann weiter zum Yachthafen Kranencamp gefahren wo wir den Abend bei einem sehr guten Essen im platzeigenen Restaurant verbrachten.



11.09.2016

Nach dem Frühstück haben wir schon mal unsere Sachen gepackt und konnten so kurz vor Mittag unsere letzte Etappe nach Rünthe in Angriff nehmen. Um halb fünf haben wir Hannibal sauber in der Stegbox eingeparkt. Jetzt musste nur noch das Gepäck aus dem Schiff aus- und in die Autos eingeladen werden. Zum Schluß mussten wir nur noch mit Norbert die Übergabe mit Abrechnung des Dieselverbrauchs machen.
Es bleibt nur noch zu sagen: Es war eine schöne und interessante Reise!
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Frank Werner

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Geändert von FrankW1975 (19.09.2016 um 15:59 Uhr)
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