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Segel Technik Technikfragen speziell für Segelboote.

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  #41  
Alt 21.09.2015, 14:47
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Hallo Hans,

wenn der Mast nach achtern geneigt ist, dann ist das sicherlich nicht optimal für ein Junk Rig. Der Teil vor dem Mast entspricht ja dem Vorsegel. Im Original, aber dass weißt du sicherlich alles selbst, ist der Mast eher nach vorn geneigt.

Vielen Dank jedenfalls für deinen Bericht! Das zeigt, dass auch diese Art zu segeln erlernt werden muss.
Gruß

Peter
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  #42  
Alt 30.10.2015, 16:32
han spiCH han spiCH ist offline
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Standard Mein Mastenbau

Hallo Alle,

Ich habe die Leisten für den Hohlmast-Oberteil zum Fräsen in Auftrag gegeben, demnächst ist Baubeginn.

Hier mal per Skizze den Mastaufbau, wie ich ihn im Sinn habe, und der Aufbau (Schnitt) des Mast-Oberteils im "Vogelmaul"-Verfahren. Der Eigner der ALOI hat seine Masten ähnlich gemacht, allerdings nur mit der Nut mittig. Dadurch stand bei ihm Material vor, das zusätzlich abgetragen werden musste.
Man sieht bei der Mastskizze gut den Knick, den ich für die senkrechte Lage des Mastes machen muss.
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Geändert von han spiCH (30.10.2015 um 16:42 Uhr)
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  #43  
Alt 30.10.2015, 17:11
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Takelhemd Takelhemd ist offline
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Hallo Hanspeter
Bekommt der Mast noch eine oder 2 lagen Glas drauf?
Also ich finde die Idee mit den fälzen super, hast du die dir selbst einfallen lassen?
Da kann man bei etwas genauer Arbeitsweise auch tippenetopp verjüngen.
Bitte fototechnischen baubericht einstellen, sehr interessante Sache
das...
Achja, verleimst du dann mit spannsets?
Oder zwingenschablonen als Zulagen?
Lg, Alex 😊
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  #44  
Alt 31.10.2015, 09:18
han spiCH han spiCH ist offline
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@Takelhemd:

Glas ganz sicher bei der Schäftung, ob das Ganze......ich weiss noch nicht.

Natürlich nicht ! Die sogenannte "Bird-Mouth"-Methode entnahm ich einem gefundenen You-Tube-Filmchen. Gib folgendes in der Google-Suche ein:
"Bird Mouth Joinery: the 8-side router bit". Dann sollte es kommen.

Die vereinfachte Methode hat der Eigner der ALOI ausgeführt: Er hat das V in die Mitte der Leiste gesetzt. Dann steht allerdings ein Stück des Ausschnitts vor, das zusätzlich abgehobelt werden muss, geht aber auch. Zum Selber machen natürlich besser, ich habe meine Leisten aber einem Profi in Auftrag gegeben.

Verleimen kann man auf verschiedene Arten. Beim ersten Mast nahm ich Klebband satt um das Rohr, man kann natürlich, wie du sagst, auch Spannguten nehmen oder z. B. Kabelbinder. Ein Beispiel sah ich mit Rohrbriden. Spielt nicht so eine Rolle, Hauptsache, das Rohr ist satt gespannt.
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  #45  
Alt 18.11.2015, 18:19
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Nun habe ich die acht Leisten mit Nut bekommen. Toll war, dass ich die Leisten gleich rohrförmig zusammenstecken konnte und mit einem Klebband zusammenfügen. Das vereinfachte den Transport nach Hause, denn das Konstrukt war sehr stabil.

Des weiteren kann ich Euch versichern, dass nicht nur die Segelei, sondern auch das Abräumen des Dschunkensegels für den "Winterschlaf" wesentlich einfacher ist. Es gilt nur noch, das Segelbündel zusammen zu binden, alle Leinen abzuschlagen und das Bündel vorlich aus dem Bündelhalter zu heben. Dann das Ganze ins Auto und ab nach Hause zum Lagern.

Ebenso einfach denke ich mir im Frühling das Installieren.
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  #46  
Alt 20.11.2015, 10:18
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Moin zusammen,
ein Bekannter aus dem Segelverein hat ein Dschunkenrigg mit Aluprofilen realisiert.
Ich meine das waren ursprünglich Fahnenmastprofile aus Holland.
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Verkaufe Bavaria 890:
https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=237565
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  #47  
Alt 20.11.2015, 16:25
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Ich habe ursprünglich auch mal mit zylindrischen Fahnenmasten geliebäugelt und bei einem Fahnenmasten-Hersteller die Fühler ausgestreckt.
Der hat mir dann ausdrücklich erklärt: Fahnenmasten seien für Fahnen gebaut und für andere Anwendungszwecke verkauften sie dieselben nicht.
Da hatte einer kalte Füsse! Ich habe mir das dann wieder aus dem Kopf geschlagen.
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  #48  
Alt 01.12.2015, 11:36
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Standard Maststuhl

Zitat:
Zitat von Petermännchen Beitrag anzeigen
Das sieht doch gut aus. Aus der Entfernung macht der Mast einen recht ordentlichen Eindruck, also nicht verfärbt oder so.

Ich hatte da auch schon mal angefragt und auch telefoniert. Maststuhl mochten die gar nicht

Gruß

Peter
Moinsen,
ein Maststuhl bzw. Tabernacle mit einem unverstagtem Mast u. Dschunkenrigg ist durchaus machbar.
Hier ein paar Links dazu:
http://www.pruveda.ch/index.php/das-schiff
Abschnitt: Der Mast
http://www.speedwelladventures.com/speedwell.html
Abschnitt: Conversion to Junk Rig
http://triloboats.blogspot.de/2012/0...acles-who.html

Beachten sollte man, daß der Maststuhl bis zur Kielsohle hinab reicht u. daß die Querkräfte über entstrechende Streben in Deckshöhe abgefangen werden.
In der Bibel für Dschunkenriggs "The practical Junkrig" gibt es übrigens auch ein Kapitel darüber.

Übrigens habe ich Pläne zur Umrüstung einer Seahawk30 von Bermuda- auf Dschunkenrigg. Entworfen hat es der Norweger Victor Winterthun,
http://web.archive.org/web/200606291...un.net/victor/
der auch den Segelplan für Sebastian Hentschel's Peregrine
http://www.tuchwerkstatt.de/about/peregrine.html
gezeichnet hat.

Sven
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  #49  
Alt 01.12.2015, 15:49
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Das mit dem Maststuhl stimmt: Er muss gut verankert sein. Bei meinem Mastbruch war denn auch nicht der Maststuhl das schwache Glied, im Gegenteil!
Meiner geht, wie Sven beschreibt, bis auf die Kielsohle bzw. auf ein Kielschwein. Er ist zusätzlich auf der Höhe etwas über dem Schwein und unter Deck nach achtern, nach Back- und Steuerbord und nach vorne abgestützt und verankert.
Das Segel und viele Ratschläge dazu und für die Verstagung habe ich übrigens von Sebastian Hentschel von der Tuchwerkstatt, indirekt auch von Victor Winterthun. Da fehlt es mir an nichts.
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  #50  
Alt 20.12.2015, 07:59
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Hallo Sven98,

ich bin sehr interessiert an deinen Info's und hab dir auch eine PN geschickt.
Kannst du uns etwas mehr zu den Plänen mitteilen?

Also:

Was kosten solche Pläne
Hast du das umgesetzt
Wo ist der Maststuhl platziert (ziemlich genau im Dreieck der Koje oder? Also Vorschiff entfällt?)
Wie groß ist die Segelfläche (P.S. 50qm hab ich dem Plan entnommen)

und wenn umgebaut
wie segelt sich das Schiff jetzt?

Vielen Dank und Gruß

Peter
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  #51  
Alt 22.12.2015, 14:47
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Standard Frohe Festtage

Hallo alle Besucher und Poster,

Der Eröffner dieses Trööts wünscht allen frohe Weihnachten und "e gutes Neu's" (Schweizer Dialekt)
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  #52  
Alt 23.12.2015, 15:30
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Standard Bird-mouth-Mast

Hallo Alle,

Ich habe mir in den letzten Tagen mein eigenes Weihnachtsgeschenk gemacht: Meine acht Leistenprofile sind verleimt. hier zeige ich Euch einige Fotos davon:
1. Ende der Halbschalen
2. Halbschalen verleimt (Mit Epoxy)
3. Beide Halbschalen innen mit Epoxy behandelt und zusammengefügt
4. Kompletter zusammengefügter Mastteil.

Ein Foto des nackten Mastteils folgt noch!

Es war ein wenig eine Knuffelarbeit: Ich musste ständig schauen, dass ich mit allem nach mochte wegen des Anziehens des Epoxys. Nun ist es vollbracht und ich freue mich am Ergebnis; bis jetzt stimmt alles.

Die Arbeiten konnte ich in der geheizten Werft eines Clubkollegen erledigen. Wo ich übrigens in einer Winterlagerhalle im Sommer seinerzeit auch mein Boot bauen konnte. Ihm habe ich schon viel zu verdanken
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  #53  
Alt 24.12.2015, 10:52
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Hallo Hans

ebenfalls frohe Weihnachten!

Zu deinem Mast,

wer stellt solche Leisten her? Kann man den Mast auch verjüngen?
Ich vermute, dass man dafür dann CNC- Daten benötigt?
Dein Mast sieht jedenfalls schon mal sehr gut aus

Vielen Dank und Gruß

Peter
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  #54  
Alt 24.12.2015, 11:05
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Jeder Tischler wird sowas herstellen können...

Frohes Fest...

Gruss Frank
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  #55  
Alt 24.12.2015, 12:24
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Petermännchen Petermännchen ist offline
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Da bin ich mir nicht so sicher
Hier im Ort habe ich keine gefunden der das machen will.

Hier mal ein Bild von einem Segler nach einem Taifun



Das spricht für sich finde ich.

QUelle: www.boatdesign.net

Gruß

Peter
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  #56  
Alt 25.12.2015, 09:01
han spiCH han spiCH ist offline
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@Petermännchen:

Auf die letzten Posts gibt es zwei Antworten: Ja und Nein.

Hier nochmals Zitat aus Post 44:

"Die sogenannte "Bird-Mouth"-Methode entnahm ich einem gefundenen You-Tube-Filmchen. Gib folgendes in der Google-Suche ein:
"Bird Mouth Joinery: the 8-side router bit". Dann sollte es kommen.

Die vereinfachte Methode hat der Eigner der ALOI ausgeführt: Er hat das V in die Mitte der Leiste gesetzt. Dann steht allerdings ein Stück des Ausschnitts vor, das zusätzlich abgehobelt werden muss, geht aber auch. Zum Selber machen natürlich besser, ich habe meine Leisten aber einem Profi in Auftrag gegeben."

Die Nut mit dem versetzten Falz kann tatsächlich nicht jeder Schreiner machen. Dazu musst Du einen suchen, der einen Frästisch mit einer 90-Grad-Fräse hat, wie im obigen Bird-Mouth-You-tube-Filmchen gezeigt.

Die ALOI-Methode kann ein Schreiner aber auch mit einem Kreissägetisch herstellen, wenn er das Blatt oder den Tisch um 45 Grad verstellen kann. Das ist aber etwas heikel, das will vielleicht nicht jeder machen.

Falls Du diese Methode versuchen willst, müsstest Du halt in der weiteren Umgebung etwas suchen. Und ob einer sowas verjüngt machen kann: Fragen.
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  #57  
Alt 08.01.2016, 19:09
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Standard Dylon Winter

keepturnigleft ist wohl kein Geheimtyp mehr
hier macht der symptische Engländer ein Besuch
bei einem Segler einer Bolger Micro

zum Boot vgl. dieses Thema

https://www.boote-forum.de/showthrea...t=bolger+micro

mit einem junkrigg und lässt sich das Segeln damit
erklären

link http://www.keepturningleft.co.uk/blo...-bolger-micro/

Gruß Tobias
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  #58  
Alt 08.01.2016, 22:12
Pusteblume Pusteblume ist offline
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Zitat:
Zitat von emanon Beitrag anzeigen
..
mit einem junkrigg und lässt sich das Segeln damit
erklären

link http://www.keepturningleft.co.uk/blo...-bolger-micro/

Gruß Tobias
Danke für den Film. Ich kannte das noch nicht.
Ich konnte dem Film entnehmen, dass sich meine Besegelung leichter bedienen lässt, als das Dschunkenrigg im Film. Ich kann mein 13 qm Groß leichter und leichter reffen. Den Stand des Segels empfand ich als unterirdisch, aber da gibt es sicher noch Möglichkeiten der Verbesserung.
Seit den 20er Jahren hat man mit durchgelatteten Steilgaffelriggs sehr erfolgreich gearbeitet, zumindest bei Rennjollen und Jollenkreuzern. Bei diesen Booten hat man den idealen Stand des Segels auch bei Flaute, und mit perfekt einstellbarer Wölbung und Twist. Das kann man sicher auch mit einem Dschunkensegel hinbekommen.
Die Kombinaion aus hohem Topgewicht (und entsprechenden Momenten) und unverstagtem Mast überzeugt mich nach wie vor nicht. Wesentlicher Vorteil scheint mir zu sein, dass man die Chose unter Last reffen kann, während europäische Segel beim Reffen entlastet werden müssen. Das scheint mir ein Feature zu sein, was günstig für Langfahrt auf der hohen See ist, aber ob ich das mit einem Boot mit hohem Topgewicht und unverstagtem Mast machen möchte....

Mir kommt eine Anekdote in den Sinn (war´s Ustinov, war´s Kishon?), in dem ein Ostaiate, in dem Maße die Vorzüge der westlichen Kultur und Technik zu schätzen lernt, in dem ein Europäer die Weisheiten des Fernen Ostens entdeckt, und sie sich am Schluß genau so wenig verstehen wie vorher.
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  #59  
Alt 09.01.2016, 11:16
han spiCH han spiCH ist offline
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Das Segel auf diesem Filmchen ist natürlich ein amateurhaft zusammengeschustertes, das sieht man noch gerne bei angelsächsischen Seglern. Viele haben noch ein natürliches Verhältnis zum Vortrieb und neigen nicht so zur Perfektion.

Wer ein nahezu perfektes Dschunkensegel möchte, soll mal auf die Homepage von Sebastian Hentschel/Tuchwerkstatt Greifswald gehen. Er hat schon ein Jahrzehnt Erfahrungen damit und mittlerweile mit seinem Kammer(Profil)system schon einen hohen Stand erreicht.
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Schönen Gruss Hans-Peter vom Bodensee
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  #60  
Alt 10.01.2016, 09:20
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Guten Morgen,

ich möchte doch noch einmal auf die Eigenschaften des Junkrigs im Vergleich zur Hochtakelung eingehen. Dies, weil immer behauptet wird, dass das Junkrig weniger gut zu segeln ist wie eine Hochtakelung, nicht Regattafähig ist und hoch am Wind nichts taugt.

Vermutlich den meisten bekannt ist die Jester, ein angepasstes Folkeboot, gesegelt von Blondie Hassler. Dieses Folkeboot hat bei der Transat irgendwann in den 60igern einem anderen Folkeboot 5 1/2 Tage(!) abgenommen und kam nach 48 Tagen im Ziel an. Ein ordentliches Ergebnis für einen 25Füsser Einhand gesegelt. Viel interessanter ist allerdings der Zustand der Mannschaft. Hassler hat die Querung ohne große Belastung überstanden.

Nachlesen kann man unter anderem hier: Sailmagazine
oder hier: Jesterinfo

Nun könnte man einwenden, das hier ja der Wind reichlich von achtern kommt. Also nicht gerade die Paradedisziplin einer Hochtakelung.

Daher möchte ich auf die von Hans angesprochene Peregrine (Wanderfalke) kommen. Die Konstruktion ist ein Fischerboot aus dem vorletzten Jahrhundert und galt als recht schnell. Im Original waren die mit einem Luggersegel ausgerüstet, also nicht soo weit entfernt vom Junkrig.

Die Peregrine wurde seit Bauende mit Junkrig gesegelt und hat diverse Regatten gewonnen. Berichte gibt es einige auf Tuchwerkstatt, ich bitte selbst nachzulesen bei Interesse.

Grundsätzlich ist ein Einmaster mit Junkrigg zu vergleichen mit einer Hochtakelung und Fock. Alle anderen "Tricks" bei der Hochtakelung wie Genua oder Blister und was es sonst alles noch gibt müsste am Junkrig nachgerüstet werden. Es gibt durchaus Versuche, ein Junkrig mit einem Vorsegel zu optimieren. Das sieht meist recht bescheiden aus, aber es bringt die gewünschte Höhe bei guter Geschwindigkeit. Der Vergleich zu einer Hochtakelung mit Genua ist durchaus möglich. Allerdings verliert man bei dieser Art der Optimierung die Vorteile eines Junkrigs:
- sicher auf allen Kursen
- Einhand ohne auf das Vordeck zu müssen
- Wende und Halse ohne Probleme
- Schwenken des Segels um den Mast

Daher wird eher der Weg zum zweiten Mast führen. Dies kann ein deutlich kleinerer Mast sein und ist dann etwas nach vorn geneigt, so dass der Effekt einer Genua ähnlich ist.

Tatsächlich halte ich das Optimieren eines Junkrigs für das Segeln hoch am Wind für unsinnig. Einzig der Einsatz im Binnenrevier ist hier ein Argument. Für das Fahrtensegeln völlig uninteressant. Wir reden hier übrigens von vielleicht 20° maximal, wo eine Hochtakelung im Vorteil wäre; und dass nur bei Leichtwinden!

Zu guter Letzt noch zu den Nachteilen eines unverstagten, auf dem Kiel stehenden Masten.
Dieser kann nur mit erheblichem Aufwand gelegt werden
Der Mast ist meistens schwerer als die verstagten Masten
Der Druckpunkt ist am höchsten und konzentriert an der Decksdurchführung

Hierzu ist zu sagen, dass Schiff und Takelung natürlich zusammen passen müssen. Der Mast steht weit vorn und bedingt somit ein völligeres Vorschiff. Im Vergleich zur Hochtakelung ist bei einem Junkrig der Mast kürzer. Dies bei höherem Segelanteil im oberen Bereich. Da das Segel einfachst gerefft werden kann auf allen Kursen ist das Anpassen der Segelfläche jederzeit und zeitnah möglich und scheitert nicht am Aufwand.
Den Druck kann man natürlich über eine grössere Fläche verteilen, meist wird der Mast an dieser Stelle massiv sein oder anderweitig verstärkt. Das diese halten kann man im vorher von mir eingestellten Bild sehen. Auch Annie und Peter Hill sind ein gutes Beispiel für die Leistungsfähigkeit der Takelung.
Übrigens hat auch die Peregrine einen Bruch in der Takelung zu beklagen. Hier ging es aber nicht um den Mast sondern um die Rah.

Ich will nicht behaupten, dass das Junkrig in allen Lagen die bessere Takelung ist. Aber als Allrounder ist es sicherlich eine der besten Lösungen. Und das bei moderaten Kosten!

Gruß

Peter
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