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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

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  #1  
Alt 17.11.2013, 17:51
Picaro20 Picaro20 ist offline
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Standard Lenkung unter Last schwergängig

Liebe Forumsmitglieder
Ich habe ein Problem mit meiner Lenkung (Teleflex) an meinem Suzuki 90Ps Außenborder.
Bei eingelegtem Gang und bei niedrigen Geschwindigkeiten läßt sich das Lenkrad mit nur einem Finger leicht von Bb nach Stb und zurück drehen. Wenn aber der Motor unter Last steht (Gleitfahrt), benötige ich beide Hände an Steuer und viel Kraft um die Richtung zu ändern.
Was kann die Ursache dafür sein?
Wie läßt sich das beheben?

Danke für Eure Tips
Raoul
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Picaro 20
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  #2  
Alt 17.11.2013, 18:23
Benutzerbild von nigrolineatus
nigrolineatus nigrolineatus ist offline
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Hallo Raoul,

das hangt mit einer ganzen Reihe von Faktoren zusammen:
Trimmung des Motors
Stellung der Trimmflosse
Drehzahl
Schmierung der Lenkung
Beladung
........

Als erstes solltest Du die Schmierung der ges. Lenkung prüfen, daß wird aber wahrscheinlich nicht viel bringen, wenn sich die Lenkung im Stand sehr leicht drehen läßt. Aber trotzdem schadet die Kontrolle nicht.

Als nächstes geht es an die Trimmflosse. Dazu würde ich zunächst festlegen, bei welcher "Reisegeschwindigkeit" Du am meisten unterwegs bist und wie weit der Motor dabei nach oben getrimmt ist bzw getrimmt werden kann. Ich gehe mal davon aus, Du bist mit einem Gleiter unterwegs. Jetzt verstellst Du die Trimmflosse so, daß Du in beiden Richtungen die gleiche Kraft für eine Richtungsänderung aufbringen mußt. Im Idealfall hast Du dann keine Lenkkräfte, d.h. daß Boot fährt "von selber" gerade aus.
Achtung: hier hat eine min. Verstellung schon deutliche Auswirkungen, also Zeit nehmen und nicht übertreiben. Das macht man nicht mal eben bevor die Familie einsteigt.

Wenn Du das eingestellt hast, kannst Du noch versuchen, durch verschiedene Motor-Trimmwinkel etwas Feintuning zu betreiben.

Eine hydraulische Lenkung hilft auch nur begrenzt weiter, hier hast Du zwar keinerlei Rückstellkäfte mehr, die Kraft zum Lenken muss aber immer noch aufgebracht werden.

Tja, und dann bliebe da noch die Hydrauliklenkung mit Servo-Unterstützung wie im Auto. Das wird aber dann in jedem Fall eine größere Investition.

Viele Grüße

Stefan
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Alt 18.11.2013, 13:31
min.man min.man ist offline
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Moin,
mein Honda BF 90 hatte das gleiche Problem.
Nachdem ich alles gereinigt und geschmiert hatte...keine Besserung.

Nach einem Jahr habe ich die Schmiernippel am Motor abgeschmiert. In den am Schaft ging eine halbe Tube Fett ehe ein Schmodder aus Fett und Wasser kam.
Seit dieser Aktion... absolut top.

Gruss aus Bremen
Peter
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Alt 18.11.2013, 22:12
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ralfschmidt ralfschmidt ist offline
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Hallo Picaro20,
wenn du nur viel Kraft brauchst um in eine Richtung zu lenken und in die andere Richtung geht es leicht, liegt es an der Finne

geht es in beide Richtungen schwer, könnte auch das Lenkgetriebe an der Leistungsgrenze sein
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Ralf Schmidt
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Alt 10.01.2017, 00:56
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panzerbaer panzerbaer ist offline
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Zitat:
Zitat von ralfschmidt Beitrag anzeigen
Hallo Picaro20,
wenn du nur viel Kraft brauchst um in eine Richtung zu lenken und in die andere Richtung geht es leicht, liegt es an der Finne

geht es in beide Richtungen schwer, könnte auch das Lenkgetriebe an der Leistungsgrenze sein

Ich weiss uralt, aber bei mir aktuell. Die Finne ist die auslaufende Spitze unterm Getriebe korreckt? Die ist mir in Ordnung.

ABER ich Schlaumeier habe anfang der Saison an meiner Trimmflosse direkt über der Antriebsschraube rumgespielt kann es daran auch liegen? wiege 140kg und Steuerstand ist Backboard, das Boot liegt entsprechend blöd im Wasser wenn ich alleine drin sitze und zog dadurch extrem nach Bb.

Habe nen Kajüt Halbgleiter (oder zuwenig Power zum richtigen Gleiten) von 5.10m mit vp400 Aussenborder (Rechtsdrehende Schraube) mit Teleflexlenkung und manuellen Trimklappen ( vermutlich Eigenbau, die einstellung erfolg immer pie mal Brötchen so das der Kahn nicht von den den Dinger gebremmst wird und den Rumpf nur ziemlich gerade verlänger)

Lenken nach Stb war schon immer ein Kinderspiel, zurück Richtung Bb schwer, aber selbst bei voller Fahrt (25km/h-27km/h) hats mein 10jähriger jung gerade noch so hinbekommen, wenn auch langsam, mit beiden Händen und fluchend ^^

Seit Saisonbeginn gehts schwerer, bin aber dann auch kaum gefahren, im Juni hats dann auf der Rückfahrt von Ostsee zum Stadthafen angefangen das die Lenkung leichtübergriff beim Versuch nach bb zu steuern. da wir aber zu viert (sonst nur zu zweit) an Board waren plus Fang und Angelausrüstung ging ich davon aus das es einfach zuviel last war und zu alte Lenkung. Etwas fahrt rausgenommen auf 10km/h und sanfter gesteuert war es kein Thema mehr. Im Hafen keinerlei Probleme, die Lenkung ging Butterweich, habe angelegt wie ein junger Gott.

Beim nächsten Angelausflug, war anfangs auch alles super, extra getestet im Hafen und bei wenig Tempo davor. nach 2km die Geschwindigkeit erhöht ( von hafentempo auf die 14km/h tempolimit) wollte ich eine Tonne umfahren, lenkte nach Stb und wollte dann wieder zurück nach Bb aber die Lenkung rutsche komplett durch, obwohl wir nur zu Zweit an Board waren, erst als ich das Gas rausgenommen hatte konnte ich wieder lenken. Bis 8-9km/h konnte ich fast normal fahren, den Rest der Fahrt habe ich für jedes Lenkmanöver richtung Bb das Gas rausnehmen müsste, Lenken und wieder Gas geben.
Am nächsten Tag das Lenkgetriebe der Teleflex raus, Kabel sah genauso aus wie das neue, also nur das Lenkgetriebe gegen ein identisches getauscht ( die Zähne der Schnecke war zu hälfte abgenutz)

Nun kann ich wieder lenken, standgas usw ganz leicht, es wird aber je nach geschwindikeit schwerer, nur bis ca 10km/h problemlos ( wenn auch nur mit viel kraft Richtung Bb) bei 14km/h -16km/h habe ich wieder starke probleme richtung Bb und bei höhreren geschwindkeiten fahre ich endweder geradeaus oder nimms gas raus, korrigiere den Kurs und beschleunige wieder.
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Alt 10.01.2017, 09:46
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und wo steht Deine Finne nun....
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Jörg

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Alt 10.01.2017, 13:19
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Zitat:
Zitat von panzerbaer Beitrag anzeigen
Ich weiss uralt, aber bei mir aktuell. Die Finne ist die auslaufende Spitze unterm Getriebe korreckt? Die ist mir in Ordnung.

ABER ich Schlaumeier habe anfang der Saison an meiner Trimmflosse direkt über der Antriebsschraube rumgespielt kann es daran auch liegen?
ja; ich denke da sind die Begrifflichkeiten durcheinander gerutscht bzw ungenau verwendet worden. Als "Finne" würde ich die größere Flosse bezeichnen, die fest mit dem Getriebe verbunden ist; an der kann man natürlich nichts einstellen, und solange die nicht durch heftige Grundberührung verbogen ist o.Ä., sollte die auch keinen negativen Einfluss auf Geradeauslauf und Lenkverhalten haben.
Anders die Trimmflosse (die du schon richtig erkannt hast), die kann man verdrehen um genau das einzustellen. Wenn falsch eingestellt, zieht die Fuhre halt zu einer Seite. Da du schreibst, du hättest daran rumgespielt, wird es wohl vermutlich auch daran liegen - also nochmal weiter dran rumspielen, bis es passt...

Zitat weiter oben:

Zitat:
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Alt 10.01.2017, 22:52
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ralfschmidt ralfschmidt ist offline
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am besten die Finne so einstellen, daß der Lenkwiderstand zu beiden Seiten gleich groß ist, wenn man die Finne so stellt das daß Boot geradeaus gezwungen wird, steigt der Lenkwiderstand in die andere Richtung gewaltig an, das ist dann auch nicht das Wahre
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Ralf Schmidt
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  #9  
Alt 16.01.2017, 03:33
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Danke für eure Hilfe, habe das problem wohl gefunden. Der verfluchte steuerbügel/lenkbügel (das teil vom motor wo die steuerpinne dran ist oder tilerarm angeschrsubt wird) ist ringsrum an der flansch womit er auf an der lenkachse des motors verschraubt abgerissen. bis auf 3cm steuerboard seitig. Deswegen dreht er artig nach steuerboard, bei drehen richtung backboard zieht der tilerarm, und das ding blockiert...
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Geändert von panzerbaer (16.01.2017 um 03:39 Uhr)
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Alt 16.01.2017, 17:02
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hier das bild der katastrophe
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Alt 16.01.2017, 22:46
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kann man doch bestimmt schweissen
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