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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #1  
Alt 21.08.2019, 17:38
trebor trebor ist offline
Deckschrubber
 
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Standard Kanu (G+S) Kentert - Tipps für nächstes Kanu

Hallo, Mein Name ist Robert.
ich habe einfach mal angefangen ein stitch and glue Kanu zu bauen aus Baumarkt-Sperrholz und Epoxy aus der Autowerkstatt meines Vertrauens.
Nur damit ich es kann, wenn man mit den Jungs mal was cooles machen will, wenn sie größer sind.
Es war weitestgehend dicht und es schwamm - solange bis ich einstieg.
Dann ging es auch nicht unter, aber sobald ich den Steg loslies kenterte ich.
Breite ca 60 cm, Länge ca 2,4 m, Höhe ca 50 cm. max Verdrängung geschätzt 400 l, bzw Traglast 400 kg. Den Überschlag habe ich erst hinterher gemacht, daher die hohe Bordwand.
Baute ich zu breit oder zu schmal? Wenn ich breiter baue, könnte es stabiler werden, aber die 60 cm hielt ich schon für ausreichend. im wikihowto erscheint es auch nicht breiter... wenn ich schmaler baue, komme ich mit dem Schwerpunkt tiefer. Was habt ihr für Tipps?
Danke.
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  #2  
Alt 21.08.2019, 17:46
Benutzerbild von jugofahrer
jugofahrer jugofahrer ist offline
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Vielleicht bist DU für das Kanu zu Groß oder zu Schwer oder beides??
Oder der verwendete Sitz hat einen zu hohen Schwerpunkt?
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Gruß Heinz
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  #3  
Alt 21.08.2019, 17:47
Benutzerbild von wolf b.
wolf b. wolf b. ist offline
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Zitat:
Zitat von trebor Beitrag anzeigen
Was habt ihr für Tipps?
Danke.
Fotos einstellen.
Und zwar einmal von Vorne wo die Rumpfform (Unterwasserschiff) erkennbar ist und am besten noch den Boden und seitlich wo die Kiellinie erkennbar ist.

Im Kanutrööt wäre das besser aufgehoben ....
https://www.boote-forum.de/showthrea...highlight=kanu

Ach ja, versuch es an einem warmen Tag mal mit hin knien.

Noch was, bist du schon mal in einem Kanu gesessen?
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Gruß Wolf
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  #4  
Alt 21.08.2019, 18:19
karlstatt karlstatt ist offline
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Weitestgehend dicht? Da würde mich mal ein Foto von Deinem Boot interessieren.

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Herzliche Grüße,
Carlos

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  #5  
Alt 21.08.2019, 18:41
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Heimfried Heimfried ist offline
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Moin Robert,
bei der Frage, ob ein Boot leicht kentert, ist ein ganz wichtiger Punkt die Form des Rumpfes. Man kann nichts hilfreiches zu deinem Problem sagen, wenn keine Fotos vorliegen, wie Wolf schon sagte. Natürlich sind auch Zeichnungen eine gute Grundlage, genau genommen sogar eine weit bessere, wenn sie bemaßt sind und das Boot so darstellen, wie es tatsächlich gebaut ist.
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  #6  
Alt 22.08.2019, 08:50
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Tippe Tippe ist offline
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Da ich schon ein paar von den Dingern gebaut habe, versuche ich mal eine Antwort.

Die Berechnung des Auftrieb reicht hier nicht. Die Stabilität muss auch passen. Ein geschlossenes rundes Rohr, bleibt auch oben, aber sowie sich oben etwas drauflegt, fängt es an sich zu drehen

Also da du relativ kurz gebaut hast, musst du breiter werden um den Schwerpunkt nach unten zu bringen. Bei meinen schmalen Booten (57cm) habe ich mindestens 470 cm Länge. Die Höhe ist da eher irrelevant, denn es gibt Boote, die gerade so aus dem Wasser rausschauen und trotzdem safe sind. Die haben dann eine geringe Zuladung aber funktionieren trotzdem.
Wenn du dann noch einen V-Spannt hast, wird es noch verrückter. Von daher die Kommentare meiner Vorredner bezüglich Fotos.

Ich gehe davon aus, dass dein Hauptproblem das Länge*Breite-Produkt ist. Das Boot bleibt nur stabil, wenn der Schwerpunkt weit genug unten ist. Und um dir mal ein Gefühl dafür zu geben: Wenn ich in meinem Kajak (L/B/H 4,7m/57cm/30cm), mein Sitz ist etwa 3 cm über dem Boden, einen 2 cm höheren Sitz einbaue, fühle ich mich gleich unsicherer.

Dein L*B-Produkt wird im Vergleich zu meinem über die Länge halbiert, weil dein Boot halb so lang ist wie meines bei ähnlicher Breite. Das heißt, wenn ich schon fast auf dem Boden sitze, müsstest du noch viel tiefer um das gleiche Schwerpunktgefühl zu haben. Hängt natürlich auch noch vom Gewicht und so weiter ab aber ich hoffe das Prinzip ist klar geworden.

Darum sagen auch viele: kauf dir einen Plan mit dem du dann baust.
Da ist was dran!

Ein weiterer Punkt kann dein Material sein. Wenn dein Boot schwer ist, wird es sich natürlich auch kippeliger verhalten.
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Geändert von Tippe (22.08.2019 um 10:14 Uhr)
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  #7  
Alt 22.08.2019, 08:55
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jugofahrer jugofahrer ist offline
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Zitat:
Zitat von Tippe Beitrag anzeigen
Das heißt, wenn ich schon auf fast auf dem Boden sitze, müsstest du noch viel tiefer um das gleiche Schwerpunktgefühl zu haben. Hängt natürlich auch noch vom Gewicht und so weiter ab aber ich hoffe das Prinzip ist klar geworden.
Dem kann ich nur zustimmen.

Allroundmarin schreibt dazu (bei meinem Drop Stich Kajak):

Ideal ist der hohe und komfortable Sitz mit Lehne, der auch eine Stautasche am Rückenteil besitzt. Der Sitz ist zweiteilig und besteht aus einem ca. 10 cm hohen quadratischem Sockel mit Halteschlaufen, der auch als Schwimmkissen Verwendung finden kann. Auf diesem Sockel wird der eigentliche Sitz befestigt, der durch verstellbare Gurte mit Karabiner, in den dafür vorgesehenen D-Ringen verankert wird.
Bei bewegtem Wasser entfernt man den Sockel und setzt den Sitz tiefer, wodurch beim Paddeln der Schwerpunkt tiefer liegt und die Kippsicherheit erhöht.
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Gruß Heinz
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  #8  
Alt 22.08.2019, 20:11
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Hi!
Man müsste auch noch dein Gewicht kennen. Aber von den Daten bei einer Länge von 2,4m und einer Breite von 60cm ist eigentlich ziemlich klar, dass die Kipsstabilität nicht gegeben ist.

Dann kommt es auch noch sehr darauf an, wie hoch Du sitzt. Wenn Du Dich auf den Boden setzt, müsste es eigentlich gehen, weil der Auftrieb ja reicht.

Guck mal bei Ralph Hammer etwas rum für Längen und Breiten und so weiter:

http://www.wooden-watercraft.de/docs..._oniapayh.html

Das Miakodah war übrigens vor 11 Jahren mein erstes Boot.
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viele Grüße
Blondini

(Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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  #9  
Alt 22.08.2019, 21:17
michelangelo michelangelo ist offline
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Hallo,
da ich selber ein Kajak gebaut habe und zuvor mich intensiv belesen habe und dabei viel Input gewonnen habe, erlaube ich mir auch mal eine Antwort.
Entscheidend ist die Rumpfform, speziell die Spantenform. Es gibt lange Kanus, aber auch extrem Kurze ( leichtes Wildwasser ) Alles eben eine Frage des Schwerpunktes. Auch eine Plastikregentonne schwimmt, wenn der Schwerpunkt zentrisch auf dem Boden liegt und eine Luftmatratze schwimmt gewöhnlich auch. Kann man (und habe ich auch) mit div. Plastikbechern und Schalen im Wasserbecken ausprobieren. Wie viel Wasser kann man einfüllen, bis sie kentern?
Ein Bekannter von mir besaß ein Renn- KAJAK aus DDR Zeit. Er konnte gut damit umgehen, ich nicht mal einsteigen.
Flachboden = alter Holzwaschbottich schwimmt recht sicher, wenn man mittig und auf dem Boden sitzt.
V- Rumpf = keine Chance für Ungeübte, fÜr Rennsportzwecke
Tonnenrumpf= Rundspanter= sehr kippfreudig, aber auch schnell
Knickspanter= Zwischenlösung zw. Flachboden und Rundspanter. Mässig schnell, mit ausreichendem Kiel auch recht kentersicher.
Hohes Boot= wo liegt der Masseschwerpunkt des Bootes? Zu hoch? = Fehlkonstruktion; mögliche Lösung: Ballast (Betonplatten), wenn die Konstruktion dies bauförmig und statisch zulässt.
Ach ja, wenn das Kanu nicht verwindungsstabil ist -->Kettensäge -->Brennholz; denn ein sich verwindendes Boot hält niemand über Wasser.
Soweit meine angelesene Hobbyweisheit

Viel Erfolg wünscht Michael

Geändert von michelangelo (22.08.2019 um 21:26 Uhr)
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  #10  
Alt 26.08.2019, 18:11
trebor trebor ist offline
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Standard Danke erst mal für Eure Antworten

Danke erst mal für Eure hilfreichen Hinweise -Also meistens wiege ich knapp 90 kg, und sass auf dem Boden des Kanu.
Das Boot war aus 3mm Baumarktsperrholz, da ich noch kein Gefühlt hatte, wie sich das Material letzten Endes biegt. Die Gewichtsfrage dürfte damit geklärt sein. Und die Verwindung hielt sich am Ende auch in Grenzen.

Leider waren die Fotos nur noch in wattsapp gepeichert, daher habe ich nur Masse nennen können.

Ich habe die Kanadier mit denen ich gelegentlich gefahren bin, nie nachgemessen, sie waren halt groß, aber wir waren auch immer mehrere. Ich dachte ich komme für mich als Einzelperson auch mit weniger Länge und Breite zurecht. Zumal Zinkbadewannen ja auch weniger breit sein dürften - und definitiv kürzer sind - und wir (früher) ziemlich viel Spass damit hatten - weil wir erst beim Blödeln auf der Mitte des Fischteiches gekentert sind, und nicht schon beim Ablegen.

Da ich einfach mal losgebaut habe, und nach Gefühl, werde ich - falls es ein nächstes mal gibt - länger und Breiter bauen. Das wird nur ein leichtes Transport und Lagerproblem.
Ansonsten gibt es immer noch Traktorschläuche, die ein richtig gutes Floss ermöglichen...Ist wahrscheinlich für die Jungs auch irgendwann cool.
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  #11  
Alt 26.08.2019, 20:12
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Christo Cologne Christo Cologne ist offline
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Natürlich ist die Form des Rumpfes, der Schwerpunkt und das Gewicht des Paddlers wichtig.
Aber auch wichtig ist das das Boot in fahrt ist.
Hast du mal versucht auf einem stehenden Fahrrad das Gleichgewicht zu halten?
Das Rad und auch ein Boot wird erst (relativ) stabil, wenn es in Fahrt ist.
Ich glaube das nennt man Coriolis-Kraft?.?
Das sieht man sehr deutlich, wenn die Renn-Ruderer oder -paddeler, oder -canadier vom Steg aus losfahren - das ist eine extrem waggelige Angelegenheit bis das die in Fahrt sind.
---
...edit: Die länge deines Bootes dürfte keine so große Rolle spielen.
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Je moet roeien met de riemen, die je hebt.
Seitdem ich nicht mehr aufsteh'n muss - steh ich gerne auf.
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  #12  
Alt 27.08.2019, 06:17
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Tippe Tippe ist offline
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Zitat:
Zitat von trebor Beitrag anzeigen
... Zumal Zinkbadewannen ja auch weniger breit sein dürften - und definitiv kürzer sind - und wir (früher) ziemlich viel Spass damit hatten - weil ...
Genau das ist es. Nicht die Abmaße sind falsch, sondern sie sind falsch bezogen auf die Anwendung.
Wie alt warst du damals und wie schwer (nur eine rhetorische Frage )?

Natürlich können Boote für kleine, leichte Personen kürzer und schmaler sein. Sie haben ja (Körper- und Bootsgewicht zusammen) einen viel niedrigeren Schwerpunkt. Wenn du dich ins Boot reingelegt hättest, wärst du auch nicht gekentert. Wie gesagt: ein geschlossenes Rohr dreht sich erst dann, wenn oben, seitlich eine Masse drauf kommt. Bis dahin ist es auch in Ruhe.

Eine andere Grenzbetrachtung ist eine Holzplatte: Wenn du sie flach auf das Wasser legst, musst du schon eine große Masse seitlich drauf legen, um es zum Kippen zu bringen. Willst du es aber aufrecht im Wasser schwimmen lassen musst ein große Masse unten dranhängen damit es überhaupt in dieser Position bleibt. Wenn sich dann etwas draufsetzt kippt es sofort um.
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Geändert von Tippe (27.08.2019 um 06:31 Uhr)
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  #13  
Alt 27.08.2019, 07:48
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Zitat:
Zitat von Christo Cologne Beitrag anzeigen
Natürlich ist die Form des Rumpfes, der Schwerpunkt und das Gewicht des Paddlers wichtig.
Aber auch wichtig ist das das Boot in fahrt ist.
Hast du mal versucht auf einem stehenden Fahrrad das Gleichgewicht zu halten?
Das Rad und auch ein Boot wird erst (relativ) stabil, wenn es in Fahrt ist.
Ich glaube das nennt man Coriolis-Kraft?.?
Das sieht man sehr deutlich, wenn die Renn-Ruderer oder -paddeler, oder -canadier vom Steg aus losfahren - das ist eine extrem waggelige Angelegenheit bis das die in Fahrt sind.
---
...edit: Die länge deines Bootes dürfte keine so große Rolle spielen.
Mit der Corioliskraft hat das aber nichts zu tun. Die Corioliskraft ist die Kraft, die durch die Erdrotation auf einen Körper in Bewegung ausgeübt wird, weil dieser durch diese permanent beschleunigt wird. Da sich die Erde nach Osten dreht, entstehen so auf der Nordhalbkugel rechtsdrehende Wasserwirbel und Hochdruckgebiete. Auf der Südhalbkugel unserer Erde drehen sie sich linksrum.
Ein Kanu wird davon aber in keinster Weise beeinflusst.
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  #14  
Alt 27.08.2019, 14:20
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wolf b. wolf b. ist offline
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Zitat:
Zitat von Christo Cologne Beitrag anzeigen
Aber auch wichtig ist das das Boot in fahrt ist.
Hast du mal versucht auf einem stehenden Fahrrad das Gleichgewicht zu halten?
Das Rad und auch ein Boot wird erst (relativ) stabil, wenn es in Fahrt ist.
Ich glaube das nennt man Coriolis-Kraft?.?
Das sieht man sehr deutlich, wenn die Renn-Ruderer oder -paddeler, oder -canadier vom Steg aus losfahren - das ist eine extrem waggelige Angelegenheit bis das die in Fahrt sind.
Dem kann ich nicht zustimmen.

Meine bevorzugte Fortbewegung in stärker strömendem Gewässer mit dem Kanu ist das treiben lassen und nur Hindernis- oder Kurvenbedingt einzugreifen.
Da hab ich die gleiche Stabilität im Boot als mit Fahrt durchs Wasser.
Das ist sogar sicherer, da mit Fahrt ein ungeübter Mitfahrer mich schneller mal in Bedrängnis bringen kann.

Mein erstes Festrumpfkajak war ein Rennboot, das sogar mal bei einer Olympiade genutzt wurde.
Das war extrem kippelig. Wenn du dich treiben hast lassen und dich zurück gelehnt hast lagst du schon im Wasser.

Das lag aber daran, daß das paddeln stabilisiert. Auch beim treiben lassen konnte ich mit einem Paddel im Wasser sicher treiben.
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  #15  
Alt 27.08.2019, 20:32
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Zitat:
Zitat von Christo Cologne Beitrag anzeigen
Natürlich ist die Form des Rumpfes, der Schwerpunkt und das Gewicht des Paddlers wichtig.
Aber auch wichtig ist das das Boot in fahrt ist.
Hast du mal versucht auf einem stehenden Fahrrad das Gleichgewicht zu halten?
Das Rad und auch ein Boot wird erst (relativ) stabil, wenn es in Fahrt ist.
Ich glaube das nennt man Coriolis-Kraft?.?
Das sieht man sehr deutlich, wenn die Renn-Ruderer oder -paddeler, oder -canadier vom Steg aus losfahren - das ist eine extrem waggelige Angelegenheit bis das die in Fahrt sind.
---
...edit: Die länge deines Bootes dürfte keine so große Rolle spielen.
Dem Physiker dreht sich gerade der Magen herum

Wegen der Corioliskraft solltest Du vielleicht nicht in einem Waschbecken paddeln, bei dem gerade der Stöpsel gezogen wurde.
Aber mir fehlen bei deinem Vergleich auch die drehenden Räder an dem Kanu, die durch die Drehimpulserhaltung aufrecht gehalten werden.
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If you think about it, you won't do it.
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  #16  
Alt 28.08.2019, 07:07
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Standard Und...

Zitat:
Zitat von Mio69 Beitrag anzeigen
...Wegen der Corioliskraft solltest Du vielleicht nicht in einem Waschbecken paddeln, bei dem gerade der Stöpsel gezogen wurde...
wo soll ich dann im Winter paddeln???
Verzweifelt, euer Günter
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  #17  
Alt 28.08.2019, 07:12
kreuzberger kreuzberger ist offline
Commander
 
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Boot: Kanu ( "Kymi River", durch Dreiteilung modifiziert )
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Standard Definitiv NEIN.

Zitat:
Zitat von trebor Beitrag anzeigen
...länger und Breiter bauen. Das wird nur ein leichtes Transport und Lagerproblem...
Ein Kanu läßt sich zu Transport und Lagerung durchaus aus mehreren Teilen bauen.
meint Günter aus Berlin
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  #18  
Alt 28.08.2019, 08:00
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jugofahrer jugofahrer ist offline
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oder man lässt die ganze Bastelei und kauft sich was neues zerlegbares wie mein Drop Stich Kajak:



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Gruß Heinz
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  #19  
Alt 28.08.2019, 11:54
ulf_l ulf_l ist offline
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Zitat:
Zitat von jugofahrer Beitrag anzeigen
oder man lässt die ganze Bastelei und kauft sich was neues zerlegbares wie mein Drop Stich Kajak:
Genialer Tip in der Rubrik "Selbstbauer"
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  #20  
Alt 28.08.2019, 12:25
Benutzerbild von jugofahrer
jugofahrer jugofahrer ist offline
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Finde ich schon, denn wenn es mit dem selbstbauen nicht hinhaut, wäre es zumindest eine überdenkenswerte Alternative....
Ich hatte meinen Beitrag allerdings vorrangig als Möglichkeit zu selbstgebauten zerlegbaren Kajaks gepostet, die hier aus Transportgründen genannt wurden.
Mein Kajak passt in jeden Kofferraum und ist in 10 Minuten startklar.
Es hat mit den bisherigen Gummiwürsten der konventionellen Schlauchbootformen nichts mehr gemeinsam.
Kann ja jeder machen, wie er möchte.
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