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Technik-Talk Alles was nicht Bootspezifisch ist! Einbauten, Strom, Heizung, ... Zubehör für Motor und Segel

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  #1  
Alt 01.09.2003, 22:55
Benutzerbild von gerrit
gerrit gerrit ist offline
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Standard Auswahl einer geeigneten Ankerwinsch

Hallo,
nach vielen überlegen habe ich mich entschlossen, mein Boot mit 50m 10mm Kette und einem entsprechenden Anker auszurüsten. Fahrtgebiet erst einmal erweiterte Ostsee und später auch andere wie z.B. Mittelmeer. Das stellen sich mir folgende Fragen:

1) Bei einem geschätzten Bootsgewicht von ca. 8,5 to - welchen Anker mit welchem Gewicht?
2) Es soll (wg. des Einbaus) eine vertikale Ankerwinsch mit Spill (mit kombinierter Nuß für Leine und Kette werden. 12V, da mir die 12V-24V Umschalteinrichtungen wg. der komplexen Ladevorrichtungen nicht gefallen. Wie viel Watt ist ausreichend (1000,1200,1500) und welche Typen sind empfehlenswert?

Lofrans, Quick, etc. ?


Schönen Gruß

Gerrit
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  #2  
Alt 01.09.2003, 22:57
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Sowohl im Magazin SKIPPER als auch im Magazin BOOTE sind dazu in der aktuellen Ausgabe Tests zu finden...
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  #3  
Alt 02.09.2003, 06:28
marc marc ist offline
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Hallo

Eine 10er Kette ist vielleicht etwas schwer für deinen Bug, aber der Sicherheit beim Ankern nicht abträglich. Ich kann die Ankerwinde von Lofrans "Arion" mit 1000W empfehlen. Diese hat bei uns schon mehrere 100 Ankermanöver (10er Kette mit 34 Kg Anker) störungsfrei überlebt..

Grüsse Marc
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  #4  
Alt 02.09.2003, 07:33
Benutzerbild von Cyrus
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Ich kenne zwr den Test nicht. Aber Quick würde ich nicht kaufen.

Ich würde mir eine Simpson Lawrence bzw LEWMAR kaufen.
Am besten eine Free Fall Ankerwinde.
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Mit sportlichen Grüßen

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Qualität zu kaufen ist die cleverste Art des Sparens.
Siehe auch www.kegel.de Anfragen bitte telefonisch stellen: 04508/777 77 10

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  #5  
Alt 02.09.2003, 14:59
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Ich kann auch, wie Marc, die Lofrans Airon mit 1000W empfehlen. Ist eine schnelle sehr starke Winde, mit sanften An- und Auslauf und sehr guter Haltekraft beim Ankern.

Gruß Sigi
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  #6  
Alt 02.09.2003, 17:07
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Haltekraft einer Ankerwinsch beim Ankern???
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  #7  
Alt 02.09.2003, 17:59
Benutzerbild von gerrit
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Zitat:
Zitat von marc

Eine 10er Kette ist vielleicht etwas schwer für deinen Bug, aber der Sicherheit beim Ankern nicht abträglich.
Genau das denke ich mir auch immer: Etwas schwer (50*2,35 + 21= 138,5kg) andere nehmen 30m 8mm + Tau = (30*1,35 + 18= 58,5 + 5 = 63,5). Macht sich das beim Segeln wirklich so stark bemerkbar (Regatten sind nicht geplant) ? Da ich schon den einen oder anderen Urlaub (Charter) nur geankert habe, ist mir vernünftige Ausrüstung in dieser Beziehung schon wichtig. Vor allem möchte ich nicht umrüsten müssen wenn ich das Revier wechsel (Kettennuß, Kette). Oder hat jemand andere Erfahrungen?

Zitat:
Zitat von siggi

Ich kann auch, wie Marc, die Lofrans Airon mit 1000W empfehlen. Ist eine schnelle sehr starke Winde, mit sanften An- und Auslauf und sehr guter Haltekraft beim Ankern.
Die ist mir auch aufgefallen (attraktiver Preis), noch besser finde ich allerdings die Project 1000 (ähnlich Daten aber mit kombinierten Kette / Tau Nuß). Allerdings sind beide Modelle nur für 8mm Kette lieferbar. Gibt es ggf. andere Kettennüsse zu kaufen?

Wie muß ich mir eigentlich die separate Bedienung des Spillkopfes vorstellen? Lege ich einen Hebel um so daß die Kettennuß blockiert bleibt und nur das Spill sich dreht?

Als eine Alternative bliebe dann die Progress II für 10mm Kette, allerdings kostet diese auch gleich wieder 600 Euro mehr. Oder kaufe ich mir vielleicht besser 100m 8mm Kette und einen großen Anker


Gruß Gerrit
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  #8  
Alt 02.09.2003, 18:53
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Zitat:
Zitat von gerrit
Oder kaufe ich mir vielleicht besser 100m 8mm Kette und einen großen Anker


Gruß Gerrit
Hallo Gerrit,
mal eine Frage, wo willst du eigentlich ankern? 3 sm vor der Küste auf 40m Wassertiefe? Nur mal so zum Vergleich: ich habe einen 10.50m Langkieler mit ca 8t Gewicht, ich habe einen 10kg Bruce Anker mit 15m Kettenvorlauf und 30m Trosse, die Durchschnittliche Wassertiefe beim Ankern ist bei mir ca 5m (Fahrtgebiet Ostsee). Wenn das Wetter wirklich einmal richtig heftig werden sollte beim Ankern (ich such mir meine Ankerbuchten immer nach dem vorrausichtlichem Wetterbericht aus) hab ich noch ein 10 Kg schweres Reitgewicht welches dann einfach mit einem Schäkel auf die Trosse gesteckt wird. Bisher hat der Anker mit dieser Kombination immer sehr gut gehalten.
Auf meinem letzten Boot, einer Stahlbarkasse von 15m hatte ich 50m Kette in 10mm Durchmesser und das war schon überdimensioniert. Ich glaube das du auf einem Segler auch schon mit dem stauen dieser Kette so deine Probleme haben dürftest, vom Gewicht mal ganz abgesehen.

Zum Thema "Haltekraft" einer Ankerwinch: die Winch sollte vor Anker gar nicht belastet werden. Dafür gibt es sog. Kettenhaken die dann auf einer Klampe belegt werden. Außerdem ist der Geräuschpegel auch sehr viel angenehmer wenn die Kette auf der Winch entlastet wird.

Gruß Jan
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  #9  
Alt 02.09.2003, 18:57
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Ich denke auch das 8 mm und 75 m länge genug sein dürften.

Die 75m braucht man eh nur im Notfall.
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Mit sportlichen Grüßen

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  #10  
Alt 02.09.2003, 21:10
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Die 100m waren auch nicht ernst gemeint, 75m hören sich interessant an. Ich habe bisher allerdings nur Angebote für max. 50 m im Stück gesehen (Niro). Gibt es eine Möglichkeit eine Nirokette zu verlängern ohne die Bruchlast zu verringern? Das würde vieles einfacher machen. Jetzt z.B. mit 40 m starten und wenn es dann mal weiter weg geht noch mal etwas nachlegen.

Ohne jetzt Diskussionen wiederholen zu wollen, die bereits häufig geführt wurden: Gibt es Empfehlungen zu Ankertyp, Ankergewicht ? Am einfachsten vielleicht ein Link wo jemand schon die verschiedenen Ansichten zusammengefasst hat? Oder eine Statistik welches Ankergeschirr die Teilnehmer dieses Forum verwenden, welches Boot, welches Revier und ob man zufrieden ist?

Gruß Gerrit
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  #11  
Alt 02.09.2003, 21:25
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Zitat:
Zitat von gerrit
Die 100m waren auch nicht ernst gemeint, 75m hören sich interessant an. Ich habe bisher allerdings nur Angebote für max. 50 m im Stück gesehen (Niro). Gibt es eine Möglichkeit eine Nirokette zu verlängern ohne die Bruchlast zu verringern? Das würde vieles einfacher machen. Jetzt z.B. mit 40 m starten und wenn es dann mal weiter weg geht noch mal etwas nachlegen.

Ohne jetzt Diskussionen wiederholen zu wollen, die bereits häufig geführt wurden: Gibt es Empfehlungen zu Ankertyp, Ankergewicht ? Am einfachsten vielleicht ein Link wo jemand schon die verschiedenen Ansichten zusammengefasst hat? Oder eine Statistik welches Ankergeschirr die Teilnehmer dieses Forum verwenden, welches Boot, welches Revier und ob man zufrieden ist?

Gruß Gerrit
Mhhhmmm meine Kette besteht aus drei Teilen.
Verbunden mit Notgliedern die verschweißt wurden.

Anker? Ostsee?
Ich anker jedes Wochenende und benutze einen Niro M-Anker aus Taiwan.

Keine Probleme, gräbt ich sofort ein. Nur noch die Kette ist nach Minuten sichtbar. Der Anker ist einfach weg.

Und billig ist er auch.
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Mit sportlichen Grüßen

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  #12  
Alt 02.09.2003, 23:03
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Hi Gerrit,
Jan hat eigentlich schon alles gesagt;
zum Ankergewicht undKettenstärke kann ich kaum etwas sagen, da wir selten ankern. Es gibt sicherlich auch keinen Universalanker für alle Gründe, die meisten Viel-Ankerer in meinem Umkreis haben zwei verschiedene Typen dabei. Übrigens alle ( Ostsee ) mit durchschnittlich 10 m Kette und Rest Trosse, ggf. Reitgweicht.
Zum Segeln: selbst bei vierzig Fuss wirst Du 60 Kg Differnz im Bug bekmerken ! Bei mir ( 29 ft ) war mal der Ankerkastenablauf verstopft ( vergessener Lappen ), da waren nach sechs Stunden gegenan bei 1 - m Welle ungefähr 100 l Wasser drin ( auch noch vergessen, das Luk festzumachen ). Irgendwann dachte ich, wir spielen U-Boot !
Da bin ich aber schnell geworden, dachte schon, wir hätten Wassereinbruch !
Pack Dir nicht zu viel Gewicht vorn rein. Oder gleich es achtern mit Weinvorräten aus
Gruß Martin
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  #13  
Alt 03.09.2003, 06:23
marc marc ist offline
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Die Bedienung ist sehr einfach: mit der Ankerspillkurbel wird die Mutter oben etwas gelöst, so dass die Kettennuss nicht mehr durch das Spill auf den Bremsbelag gedrückt wird. Nun kann man das Spill elektrisch benutzen.
Bei SVB erhielten wir auf Bestellung eine 10er Kettennuss zu dieser Winde.
Die Kette kann durch das Lösen des Spills ohne el-Antrieb fallen. Das Ankergeschirr kann man auch von Hand mittels der Kurbel vom Grund heraufwuchten!
Bei unseren Fahrten im Mittelmeer haben wir noch nie mehr als 50m Kette stecken müssen.
Kombinierte Tau-Kettennüsse sind etwas für Regattenfreaks, denn in Geröllhalden hätte ich kein Vertrauen in ein Tau. Diese taugen für den 2. Anker!

Grüsse Marc
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  #14  
Alt 03.09.2003, 07:13
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Moin Gerrit,

im Mittelmeer benötigst du mit Sicherheit erheblich mehr Kette als in der Ostsee. Jan hat beschrieben wo und wie er/man in der Ostsee ankert. Ich würde ebenfalls zu hohes Gewicht im Ankerkasten vermeiden. Dein Boot ist im Vorschiffsbereich scharf geschnitten. Mir wäre 10 mm Kette zu schwer. 8 mm Kette ist bestimmt ausreichend um ruhig zu ankern. Für alle Winchen gibt es wahlweise Nüsse für 10er Kette, die man auch nachträglich bekommt. Im Mittelmeer hätte ich nämlich längeres und schwereres Geschirr. Das würde ich aber erst dann durch die Gegend fahren, wenn ich es auch wirklich benutzen würde - will sagen: Wenn du erst in etlichen Jahren dorthin kommst würde ich erst dann umrüsten und jetzt Kosten und Gewicht sparen. Dein gebrauchtes Geschirr kannst du dann an einen Ostseeschipper verkaufen.

Zum Anker: Der Edelstahl Max-Anker ist wirklich zu empfehlen, wenn man denn einen Edelstahlanker möchte. Mein verzinketer Anker ist noch immer nicht verrostet, obwohl er regelmäßig benutzt wird. Ich habe einen Bruce, weil er an Bord war. Der Bügel ist bestimmt auch gut. Wenn man die Kosten minimieren will nimmt man den verzinkten Max-Anker.

Edelstahlkette ist nett, sie staut sich wirklich *noch* bessser als das verzinkte Kette ohnehin schon tut. Mir war der Preis aber zu stolz.

Die Idee für den *Notfall* eine zusätzliche Ankerleine zu haben halte ich ebenfalls für sinnvoll - aber eben nur für den Notfall.

Spare nicht bei den Steckverbindungen für die wahrscheinlich geplante Fernbedienung. Ich habe gerade in einer Aktion von 3 bezahlten Stunden für einen Kunden eine Taiwan-Billigkupplung wieder hergerichtet. Eine neue Verbindung wird im Winter montiert werden. Insgesamt also mehrfache Kosten., die man hätte vermeiden können, wenn von vorneherein richtiges Material eingebaut worden wäre.

Gruß
Uwe
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Uwe
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  #15  
Alt 03.09.2003, 08:31
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Sunwind Sunwind ist offline
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Hallo Gerrit,

ich habe eine Lofrans cayman 1000W Winch mit 8mm/50m Kette und
Kabelfernbedienung.

Erfahrungen bis jetzt "ausgezeichnet" no Problems.

Gruß Sunwind
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  #16  
Alt 03.09.2003, 09:32
hobiell hobiell ist offline
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Standard Meine Meinung....

Hallo, wenn Du kette gut ( mit Prüfzeugnis ) und günstig kaufen willst dann frage direkt bei einer Kettenfabrik an. Ich habe mal 60 mtr. natürlich an einem Stück bei Ketten Rottgers gekauft. Dort gibt es einen Herrn Gebauer. Sehr nett und kompetent. ( nein, nicht verwandt etc. )

An meiner Bavaria 40 hatte ich einen Brittany Anker. Wenn der bei meiner First vernünftig zu stauen gewesen wäre, hätte ich den wieder genommen. Ich hatte da so ein Erlebnis....mein Brittany mit 60 mtr. hat gehalten.....die meisten anderen nicht......

Mein Fazit: Wie gut dein Ankergeschirr ist merkst Du erst wenn es wirklich kachelt. Aber dann kannst Du lange jammern, der Händler ist weit........

Also, ich habe jetzt 60 mtr 10 er Kette einen Bügelanker 20 kg als Hauptanker, einen Bruce 20 kg mit 8 er Kettenvorlauf 15 mtr. und 30 mtr. Tauwerg und als Heckanker einen Alu mit 40 mtr Tau. Dazu jeweils ein selbstgemachtes Reitgewicht ( kleiner Fender mit Bleistücken gefüllt und mit Beton vergossen. Stahlseil mit rein und schöner Schäkel dran)

Das Boot ist eine First 42s7

Ich denke ich schlafe gut so.

An dem Gewicht würde ich mich nicht so groß aufhängen. Der Unterschied zwischen 60 mtr. 10er Kette und 8 er Kette sind 51 Kg. !!!!

Das Schiff segelt ja auch mit 2 Leuten im Bug, oder ?

...und was man sonnst noch so mitschleppt....denkt auch keiner groß drüber nach...

Aber wie gesagt: Du bist erst hinterher schlauer

Claus - Peter
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  #17  
Alt 03.09.2003, 11:14
Sayang Sayang ist offline
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Zitat:
Bei einem geschätzten Bootsgewicht von ca. 8,5 to - welchen Anker mit welchem Gewicht?

Eigentlich falsche Frage. Welche Anker, mindestens zwei.
Ich wuerde mindestens einen Patentanker nehmen, und einen Plattenanker. Als Patentanker habe ich mit dem Bruce beste Erfahrungen, mit dem Buegelanker keine Erfahrung. Das ‘Lehrbuch’ empfiehlt als Gewicht zwischen gut 15 kg und etwas ueber 20 kg. Ich wuerde 25 kg nehmen.

Zitat:
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Horizontale Winchen haben bei gleicher Wattzahl mehr Kraft. Ich habe vor einem halben Jahr eine Quick mit 1.000 W eingebaut, und nutze auf meinen 35 Fuss Boot 80 m Kette von 10 mm und 15 kg CQR. Langzeiterfahrung liegt daher mit der Winch nicht vor , aber ansonsten bin ich begeistert. Die Kette war an Bord, sonst haette ich wahrscheinlich 8 mm genommen. Bei Deinem Boot mit 8,5 tons Leergewicht? Ist 8 mm sehr knapp.

Wichtig ist, die Winch beim Ankern durch moeglichst langes Seil zu entlasten. Ich nehme immer zwei Leinen von 14 mm, unterschiedlich straff als Ruckdaempfer auf die Mittschiffsklampen belegt.

Von Reitgewichten halte ich gar nix. Das Reitgewicht muss ja auch verstaut werden , wahrscheinlich in der Vorpiek. Eine Erhoehung des Ankergewichts um z.B. 10 kg ist deutlich effektiver als ein Reitgewicht dieser Groesse, als Ruckdaempfer sind die genannten Leinen effektiver.

Fuers Mittelmeer, speziell Tuerkei, sind 50 m Kette m.E. zu wenig.
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  #18  
Alt 03.09.2003, 11:38
fei fei ist offline
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hallo alle !

meine bescheidene meinung dazu:

die auswahl der winch ist nicht entscheidend - sie sollte stark genug sein.
wichtig ist lediglich der anker (welche type auch immer - abhängig von
den vorhandenen ankergründen) - gewicht für ein 8 to schiff sollte schon
mindestens 17 - 20 kg sein.

aber am wichtigsten ist die kette - für das genannte schiffsgewicht kann
es schon eine 10er sein (8 geht warscheinlich auch noch) - ich bevorzuge
niroketten, weil diese einfach flutschen - ob runter oder rauf.

bei einer nirokette ist es auch einfach eine kettenlänge manuell zu
winschen !

kettenlänge - abhängig von den ankergründen - 50 Meter auch für
MM ausreichend - wenn nicht, dann eine Zusatzleine anschäkeln

Schöne grüsse
fei
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  #19  
Alt 04.09.2003, 12:58
Benutzerbild von gerrit
gerrit gerrit ist offline
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Das ist das schöne an einem solchen Forum. Man startet mit einer Meinung / einer Frage - wird eines besseren überzeugt - findet Meinungen die sich mit der eigenen usprünglichen decken und nach vielen Beiträgen steht man wieder am Anfang seiner Überlegungen - und ist so schlau wie als zuvor

Drei Dinge wusste ich vorher und bin bestätigt worden:
Nirokette, vernünftige Anker (Gewicht & System); Ankerwinsch.

Länge und Durchmesser der Kette sind anscheinend Geschmacksfrage (allerdings hat niemand 6 mm oder 13mm empfohlen). Da der Tiefgang 2,10m beträgt werde ich wahrscheinlich nicht auf 3m ankern wollen (müsste vorher den ganzen Schwojkreis auf Tiefe untersuchen) sondern 4-5 m sind schon ok. Auch mehr schrecken mich eigentlich nicht.
Ich werde mich daher für 50m Kette mit kurzen Tauvorläufer (um im Notfall die Kette schnell lösen zu können) entscheiden. 8 oder 10 weiß ich immer noch nicht, tendiere jedoch zu Uwes Meinung - heute 8 wenn nötig später 10. Ich werde klären ob beide Nüsse für die Winsch zu bekommen sind. Anker ca. 20kg, da ist anscheinend von Bügel, über Delta und M-Anker alles geeignet - also nach Aussehen kaufen
Die Ausgangsfrage welche Ankerwinsch ist leider nicht so klar kommentiert worden - anscheinend setzen hier fast alle Lofrans ein. Scheint also keine verkehrte Wahl zu sein und 1000W reichen anscheinend auch aus.

Oder habe ich etwas grundsätzlich mißverstanden ?

Schönen Gruß

Gerrit
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