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BF - Trockendock und Linkliste Gesammeltes Fachwissen für die große Inspektion Keine Antwortmöglichkeit!

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Alt 28.11.2006, 19:42
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Inhaltsliste - Erfahrungsberichte Boote
  1. Quicksilver 450 Cabin
  2. Quicksilver 470 Sport

Geändert von Ride The Lightning (13.09.2015 um 09:57 Uhr)
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  #2  
Alt 02.02.2009, 22:02
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Quicksilver 450 Cabin

Länge: 4,48m
Breite: 2,10m
Tiefgang: 0,3m
Material: GFK
Motor: AB 40PS Mariner 2T

Zitat:
Zitat von badewannen_kapitän

Bericht aus der Alltagspraxis mit meiner Quicksilver 450 Cabin am Meer

Zitat:
Zitat von badewannen_kapitän

Statt zu slippen habe ich gekrant. Das kostet kein Vermögen (200 Kunar) und schont doch den verzinkten Anhänger gewaltig !!!
Das geschlossene Verdeck habe ich sofort am ersten Tag abgebaut. Auch mit hochgerolltem Seiten- und Heckteil wirkt es wie ein Segel und ist am Meer völlig sinnlos, behindert jedoch hochgradig das Navigieren beim Anlegen am Steg.

Ausrüstung:
Neu: ein 7,5 kg M-Anker + 5 m Kette + 30 m Ankerleine
(den alten 4 kg Klappanker mit 25 m Leine habe ich als Reserve)
Alles hat im Ankerkasten Platz !!!

Die frisch montierte Ankerrolle ist für den Einsatz des 7,5 kg Ankers mit Kette unerlässlich!


Der Anker hält das Boot, wenn er mit der Kette schön am Meeresgrund liegt und genug Leine dran hat, schon durch sein bloßes Gewicht. Der M-Anker beißt sich jedoch auch gut in verschiedenste Ankergründe und hat bei starkem Wellengang und Wind immer gut gehalten. Nur dichtes Seegras am Grund mag er nicht. Wir konnten in der Regel das Boot immer beruhigt zu zweit verlassen.

Die Praxis hat gezeigt, dass die derzeitigen Fender zu klein sind. An Hafenmauern beim Längsanlegen sind zZ. mindestens 3 Fender notwendig um das Boot halbwegs unbeschadet abfedern zu können, für die Zukunft werde ich mir etwas dickere Fender besorgen.


Weiters wäre ein zweiter Bootshaken hilfreich, erstens weil einer ja einmal ins Wasser fallen kann als Reserve und zweitens kann man (Frau) sowohl vom Bug aus, als auch vom Fahrerstand aus manipulieren, was bei rauer See manches mal sehr hilfreich sein kann bei Anlegemanövern oder beim herausfischen von Tauen an Bojen.

Übrigens bevorzuge ich mittlerweile das Anlegen an Bojen. Man schläft einfach besser, wenn das Boot sicher geschützt vor rauer See und Wind liegt. Am Steg ist immer etwas zu tun, Taue nachzuspannen, die Angst, dass das Boot an den Beton schlägt lässt einem sogar nachts bei heftigem Wind und Unwetter aufstehen und nachsehen. Auch sind andere Boote, die nicht sachgemäß vertäut sind immer eine Gefahr.

Ein Sonnenschirm an Bord erleichterten das Bordleben in einsamen Buchten sehr.
1. als Sonnenschutz und
2. umgelegt als Sichtschutz, wozu man den auch immer brauchen kann


Es ist herrlich in einer einsamen Bucht zu ankern und das Boot als private Badeinsel zur Verfügung zu haben. Voraussetzung ist natürlich eine Badeleiter für den unkomplizierten Ein- und Ausstieg.
Genug Platz ist an Bord. Man kann im Bug an die Reling gelehnt liegen, oder überhaupt quer im Bug mit einem Fender als Kopfpolster, aber auch am Vordeck ist es sehr bequem. Die Windschutzscheibe dient dann als Kopfpolster.


Im Heckbereich kann man sowohl am Boden ausgestreckt liegen (guter Wind und Sichtschutz durch hohes Freibord) oder auch auf der schmalen Bank. Fürs nächste Jahr plane ich hier eine Holzbank, eine Spur breiter (10 cm) zu installieren.

Ein Beiboot (kleines seewasserfestes Schlauchboot) ist sehr hilfreich zum trockenen Übersetzen und Transportieren von Reiseverpflegung und Ausrüstung an Bord, wenn das Boot an einer Boje liegt oder ankert.

Fotoapparate, Funkgerät und Laptop habe ich so immer unbeschadet hin und her geschippert.
Ein Funkgerät ist ohnehin sinnvoll. Zum einen könnte man im Ernstfall Hilfe anfordern zum andern erfolgen laufend Wetterinformationen auf Kanal 69 und zwar in Kroatisch, Italienisch, Englisch und Deutsch.
Der Laptop ist zwar Luxus, aber ich besitze einen USB-GPS-Empfänger und in Verbindung mit dem Yachtnavigatorprogramm und digitaler Seekarten vom Klasing-Verlag habe ich auf Knopfdruck alle Informationen an Bord. Auch ein automatisches Fahrtenbuch (Logbuch) usw. gehört zum Lieferumfang. Ein Notebook Display bietet halt einmal viel mehr Möglichkeiten als die kleinen NAVI-Geräte bieten könnten.
Auch als MP3 Player kann das Teil dienen und in Verbindung mit Verstärker und wasserfesten Lautsprechern steht einem ungetrübten Musikgenuss an Bord nichts im Weg. Zum Lagern des Notebooks empfiehlt sich ein trockeren, geschützter und mit Schaumstoffgepolsterter Platz in der Kajüte.
Apropos Kajüte: Ich hatte nie Platzprobleme, trotz Schwimmwesten, Rettungsring, Ruder, Werkzeug, Ausrüstung usw….. man könnte jederzeit auch unter Deck zu zweit problemlos Schlafen.

Die Selbstlenzung des Bootes ist genial. Man kann das Deck schrubben, Wasserkübel aufschütten und das Boot im ärgsten Regen offen stehen lassen. Die Kajüte ist dicht und das Wasser an Deck fliest sofort ab. Es ist halt ein richtiges Fischerboot für den harten Alltagseinsatz. Eine Hafenpersenning wäre völlig überflüssig für solch einen Bootstyp. So mancher Sportbootfahrer hat mich sehr um die Unkompliziertheit und Pflegeleichtigkeit des Bootes beneidet.

Kurz ein paar Bemerkungen zum Motor und zur Fahrleistung des Bootes:

Der 2 T-Mariner Motor ist unkompliziert, zuverlässig und springt jetzt auch nach Tausch einer porösen Kraftstoffleitung anstandslos an. Die Leistung von 40 PS ist für meine Zwecke vollkommen ausreichend und der Verbrauch hält sich in Grenzen. Im Vollgasbetrieb frisst er ca. 12 - 13 Liter / Stunde.
Neben dem 25 lt. Tank habe ich immer einen 20 Liter und einen 10 Liter Kanister an Bord.
Im Hafen von Cres gibt es eine Bootstankstelle und somit ist die Versorgung sehr easy.
Der Einsatz der Hydrofoilflossen am Motor hilft bei Gleitfahrten sehr.

Vollgas geht ohnehin nur bei ruhigen Verhältnissen. Wenn die See hereinrollt nimmt man gerne das Gas zurück, ansonsten taucht man unter umständen tief durch die Wellen (je nach Wellenlänge und Amplitude natürlich) und die Fahrt kann auch bei hohem Freibord ziemlich nass werden.
Das Boot liegt trotz seiner Kürze sehr stabil im Wasser, beim Fahren ist es in Ermangelung von Trimmöglichkeiten sehr wichtig, das Gewicht der Ladung und der Passagiere gut zentriert zu halten. Fährt man alleine muss man sich möglichst in die Bootsmitte stellen und mit der rechten Hand steuern. Zu zweit erledigt sich das Problem von selbst. Außer der Fahre hat 100 kg und die Beifahrerin nur 50



Abschließende Bilanz:
Es kommt halt immer darauf an, welche Ansprüche man hat. Für uns passt es haargenau und wir haben die richtige Wahl getroffen. Wir sind mit dem Boot rundum zufrieden und wir werden sicher noch viele Jahre damit Freude haben.

Auszug aus
Erster Erfahrungsbericht mit Quicksiver 450 Cabin am Meer

Geändert von Ride The Lightning (13.09.2015 um 09:54 Uhr)
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Alt 13.09.2015, 09:53
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QuickSilver 470 Sport

Länge: 4,75m
Breite: 2,08m
Tiefgang: 0,3m
Material: GFK
Motor: Diverse

Zitat:
Zitat von jugofahrer Beitrag anzeigen
(...)
Da ich die QS470 SP schon mit 4 verschiedenen Motoren besessen und gefahren habe, kann ich Dir vielleicht ein wenig Infos geben.

Grundsätzlich ist das Boot für seine kleine Größe von 4,70m im Innenraum sehr geräumig, man darf aber auch keine Wunder erwarten.

Für Leute ab 1,80m ist der Fahrersitz schlicht eine Zumutung, weswegen sich einige das Teil irgendwie umgebastelt haben; von den Back-to-Back Sitzen zu Einzelgestühl.
Die Verarbeitung war bei den ersten Baujahren eher mies, die Schrauben, die man ins GFK gedreht hat, verabschieden sich sehr schnell und es gab sehr häufig Haarrisse bei den Fensterrahmenverschraubungen und im Innenraum. Ab ca. 2002/2003 (da waren dann erst die Polster kurzzeitig Blau, später Bordeaux) war die Verarbeitung besser.
Am besten gefiel mir meine letzte, die war aus der letzten Serie in grau aus 2006, da gab es dann serienmäßig weiße Instrumente rot hinterleuchtet und eine Wasserskistange sowie eine Hydrauliklenkung. Letztere gab es auch schon 2004 bei den gelblichen Rümpfen mit der weißen Oberschale.
Das einzige, was ich immer nachrüsten musste, war ein Signalhorn.
Allen gemeinsam ist die sehr tiefe Sitzposition, die auch hier im BF in älteren Beiträgen oft angeprangert wurde.
Als "Fun"- und Badeboot im Sommer ist das ganze sicher noch o.K., als Fahrtenboot eher grenzwertig.
Die Ausstattung ab Werk würde ich als komplett bezeichnen, es gibt ein Wasserskifach, eine komplette Instrumentierung und sogar eine automatische Bilgenpumpe sowie einen gut dimensionierten Edelstahl-Einbautank.
Das Boot liegt gut im Wasser, so lange die Wellen nicht über 50-80cm hoch werden, danach beginnt Rodeoreiten. Für Kroatien ab 10:00-11:00 Uhr daher eher ungeeignet, es sei denn, Du willst Berg- und Talfahren als Verdränger..

Zur Motorisierung:
Es kommt darauf an, mit wieviel Leuten überwiegend gefahren werden soll.

Grundsätzlich sollten heute 4-Takter die 1. Wahl sein, mindestens bei 2-Taktern aber ein moderner Einspritzer (E-Tec oder ähnlich).

Ich hatte meine 1. QS mit einem 90 PS 2-Takter (Merc ELPTO), das war entschieden zu viel für das kleine Ding: es lief damit annähernd 50 Knoten bei entsprechendem Wasser, das war lebensgefährlich, allerdings habe ich damit auch 3 Wasserskiläufer gezogen....
Brunswick hat in seinen Verkaufsunterlagen dann die Leistung auf 60 PS gedeckelt.

Ich hatte dann erst einen 50 PS 4-Takter gefahren, der für die Nutzung mit 2 Leuten in Ordnung geht. Gute 30 Knoten sind damit bei guten Bedingungen möglich. Als ideal empfand ich die 60 PS Variante, die mit 3 Leuten im Boot noch Wasserski mit einer erwachsenen Person erlaubt und super bewältigt.

Meine Empfehlung: Keine QS von vor 2004 kaufen und möglichst mit 60 PS, diese Kombi war die ausgewogenste und qualitativ auch wirklich in Ordnung.

Auf ein Radio kann man getrost verzichten, im Boot hört man sowieso fast nichts...

Größenmäßige Alternativen gibt es nicht viele, die Polen bauen bei "Interster Yachting" in etwa die gleichen Rümpfe, die hier von Yo oder MM vertrieben werden. Ab Werk nennt sich solch ein Boot dann "Rostille" oder sogar als kleiner Bowrider "Rostille M."
Eine wirkliche Alternative wäre noch die in Deutschland eher seltene Bayliner 160BR (Made in Mexico) ebenfalls aus dem Brunswick-Konzern, die hatte ich auch, ist aber noch schlimmer verarbeitet als die ersten Quicksilver 470.
Und nicht zu vergessen, die diversen Hammermeister, Hellwig und Fiberline Modelle aus deutscher Fertigung.
Auszug aus QuickSilver 470 Sport Kaufberatung !!!
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