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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #41  
Alt 23.12.2018, 21:52
Luftschiffer Luftschiffer ist offline
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Boot: Touren-Kajak S&G Eigenbau 2012, Faltboot Hammer Seewolf Bj. ca. 1978
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Hallo Wanderkayak,


Mein bisher einziges Bootsbauprojekt liegt schon über 6 Jahre zurück. Das Boot war jedes Jahr ausgiebig im Gebrauch, aber bisher nicht auf mehrtägigen Touren. Ich hatte mir mein Boot vom Shearwater Sport von CLCBoats abgeschaut und das Unterschiff durch die doppelte Anzahl Planken (8 statt 4) mehr verrundet, und das Volumen ist dadurch auch minimal gestiegen. Vermutlich ist dadurch die Lenkbarkeit durch Ankanten verloren gegangen, aber ich habe keinen direkten Vergleich mit der Originalkonstruktion, nur mit dem verwandten Shearwater 17, das ich mal zur Probe gepaddelt habe.


Bei der Materialstärke ist 4mm ein guter Kompromiss. Bei Einsatz in felsigem Gebiet würde ich die Rumpfunterseite mit 2x 160 g/m² Glas belegen, sonst genügt eine Lage. Anlanden an einer felsigen Küste bei Wellenschlag ist hier der kritische Fall. Das Problem sind vor allem Aufsetzer knapp vor oder hinter den Schotten. Da kann der Rumpfboden nicht elastisch nachgeben, und es kann zum Bruch kommen. Selbst in solchen Fällen wirst Du nicht sofort absaufen, sondern es wird höchstens Wasser langsam durch einen kleinen Riss eindringen.


Wenn Du ausgiebige Modellbau-Erfahrung mit (funktionierenden) Eigenkonstruktionen hast, sollte dein allgemeines Urteilsvermögen genügen, um ein Kajak erfolgreich selbst zu bauen.
Zur Materialwahl wurden in vorigen Beiträgen schon einige sinnvolle Antworten gegeben. Ich persönlich würde kein Birkensperrholz nehmen, weil es sehr wenig verrottungsbeständig ist. Eine Beschädigung der Epoxi/Glasschicht kann man nie 100% ausschließen, und dann verhält sich Okoume auf jeden Fall besser. Kiefer sollte ok sein, wenn Du astarmes Holz findest und wenig biegen musst. Es lässt sich bei weitem nicht so gut bearbeiten wie Okoume, weil es viel spröder und langfaseriger ist und weil die Jahresringe sehr ausgeprägt sind mit starken Härte-Unterschieden. Mir persönlich wäre die schwierigere Verarbeitung den einfachen Beschaffungsaufwand nicht wert.


Vom Bootstyp her könnte auch das Chesapeake 17 gut für dich passen. Der Rumpf hat zwar nur ca. 61cm, aber das könnte genügen. Neben der Breite zählt für die Kippstabilität auch die Rumpfform und die Länge. Und viele 1000 gebaute Boote dieser Typenreihe in 20 Jahren sollten ein Anzeichen sein, dass die Konstruktion was taugt.


Was ich nicht wirklich beurteilen kann, sind andere Faktoren für die Angeltauglichkeit als die Kippstabilität. Eventuell wäre ein kürzeres Boot mit mehr Kielsprung etwas besser? Geradeauslauf bringt auch ein Steuer oder ein Skeg. So lange Du nicht wesentlich unter 4m Wasserlinienlänge gehst und nicht über ca. 70cm Breite, sollte das Boot nach deiner Beschreibung für dich schnell genug sein.


Breitere und langsamere Boote würde ich nur in Betracht ziehen, wenn Du Gegenwind und -strömung zu 100% vermeiden kannst und nur bei gutem Wetter unterwegs bist. Für mich persönlich (1,81m, 95kg) wäre das Chesapeake 17 sogar schon deutlich zu voluminös, da würde ich eher das 16er oder das 17 LT anpeilen. Und Boote mit sehr großem "Mannloch" sind zwar wohl gut fürs Angeln, aber schlecht bei ungemütlichem Wetter, weil nur bedingt spritzdeckentauglich.



Eventuall kannst Du auch noch im Seekajakforum nachfragen. Da sind mehr Leute unterwegs als hier, die die Fahreigenschaften von Kajaks beurteilen können, und auch eine ganze Reihe Selbstbauer.




Gruß,
Martin
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  #42  
Alt 25.12.2018, 22:42
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Schönen guten Abend zusammen

ich hoffe ihr hattet alle ein schönes und ruhiges Fest

Ich selbst hab die Zeit genutzt um wenigstens die Einkaufsliste zu erstellen:

Code:
Epoxi                          10    Kg       126,20 € 
Härter                         3     Kg       58,43 € 
Glassgewebe 163g               100   m        210,70 € 
Pakeltband 66m                 6     Rollen   6,49 € 
Multiplex Birke 1200x600x12    2     Platten  29,90 € 
Baumwollflocken                500   gr       9,56 € 
Glasfaserschnitzel             1000  gr       9,29 €
In Summe sind das bisher 450,57 €. Allerdings brauche ich vom Gewebe weniger als 50m. Und von der Baumwolle und den Schnitzeln auch nicht alles. Paketband kann ich nicht einschätzen, aber vermutlich auch keine 200 meter. Damit komme ich also auf ca. 350€ bisher. Wenn das Sperrholz jetzt noch mit 150 € zu Buche schlägt bin ich bei 500€.

Und dann muss ich noch schauen, wie das mit Top-Coat / Gel-Coat + Lack aussieht. Das sollte zusammen aber auch unter 200€ möglich sein.
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  #43  
Alt 27.12.2018, 15:17
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blondini blondini ist offline
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Hi!


Ich empfehle immer wieder Bootsservice Behnke für Epoxy. Ich kenne niemanden, der bessere Preise macht und ich benutze immer das Harz 300 und den Härter 3040.


www.bootsservice-behnke.de
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(Blondini, der berühmte Seiltänzer, stürzte während einer Vorstellung in Manchester und fiel in den Löwenkäfig, der bereits in der Manege stand. Die erschreckten Tiere sprangen auseinander und blieben grollend am Gitter. Blondini wurde vom Dompteur aus dem Käfig gezogen und trat schon am Abend wieder auf.)
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  #44  
Alt 28.12.2018, 13:54
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Ich bestelle jetzt beim R&G. Der ist recht günstig, ich kann 210 min verarbeiten und die Qualität ist echt gut. Dort nehme ich das L-Harz und den GL2 Härter.

Sperrholz für die Spanten habe ich gestern geholt. Sperrholz für den Rumpf hole ich heut. Ist leider nicht AW100, aber egal. Mit Harz versiegelt ist das eh dicht.

Die Spanten habe ich gestern bereits geplottet und auf das Holz übertragen. Fahre nachher bei Bauhaus vorbei und werde hoffentlich eine Mini-Handkreissäge für wenig Geld bekommen. Dann schneide ich die heut Abend bereits aus. Sonst auf der Tischkreissäge.
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  #45  
Alt 28.12.2018, 14:40
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Heimfried Heimfried ist offline
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Zitat:
Zitat von Wanderkayak Beitrag anzeigen
[...] Sperrholz für den Rumpf hole ich heut. Ist leider nicht AW100, aber egal. [...]
Wie so vieles, ist auch die Eignung von Sperrholz Ansichtssache. Aber die Idee, dass eine nicht wasserfeste Verleimung "egal" sei, ist gewagt.

Klar kommt durch eine ordentlich ausgeführte Epoxiversiegelung erstmal kein Wasser. Und wenn du stets vermeiden kannst, dass die Oberfläche durch Kratzer oder andere kleine Blessuren verletzt wird, bleibt das ja vielleicht auch so. Aber ist der Gedanke praxistauglich? Zu einer örtlichen Delamination kommt es - wenn Feuchte eingedrungen ist - viel schneller, als zu Rott.
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  #46  
Alt 28.12.2018, 14:44
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blondini blondini ist offline
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Hi!


Es muss nicht AW 100 sein, aber die Verleimung muss schon wasserfest sein. WBP oder sonst irgendein anderer Standard ist egal. Aber es muss wasserfest verleimt sein. Alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung und im Zweifelsfall lebensgefährlich.


Auch Härter mit einer Verarbeitungszeit von 210min würde mir nicht gefallen. Es soll ja auch irgendwann ausgehärtet sein. Was spricht dagegen, nach einer halben Stunden einen neuen Topf anzurühren? Aber das ist halt Ansichtssache.
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  #47  
Alt 28.12.2018, 21:07
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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AW100 wäre natürlich nicht schlecht gewesen. Aber ich denke, ohne tut es das auch. Das Boot wird von innen und außen mit 320gr Gewebe, insgesamt also 640gr, laminiert, dann in Farbe Lackiert und dann noch Klarlack. Das wird reichen. Im schlimmsten Fall kommt halt noch ne lage drauf.

Heute habe ich jedenfalls den Rest vom Sperrholz geholt. Mal sehen was draus wird. Wenn es gut und einfach geht, mir aber irgendwo Wasser rein kommen sollte, bau ich beim nächsten mal aus Flugzeugsperrholz. Alles in allem sollte der Eintritt von Wasser ins Laminat sowieso immer vermieden werden.

Um zu schauen wie es geht baue ich das Kajak parallel als Modell. Geschäftet habe ich die einzelnen Teile bereits gestern. Mit GFK verstärkt hab ich sie grade. Hätte echt besser aussehen können. Hab mit dem Pinsel n bisschen das Gewebe verschoben.
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  #48  
Alt 28.12.2018, 21:23
karlstatt karlstatt ist offline
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Wenn Dir an irgendeiner Stelle Wasser reinkommt, war mit einiger Wahrscheinlichkeit die ganze Arbeit und das Geld rausgeworfen - nur um ein paar Euro Mehrpreis für wasserfest verleimtes Holz einzusparen.

Dann mal viel Erfolg.

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  #49  
Alt 28.12.2018, 21:41
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Ihr habt ja alle vollkommen recht. Ich baue dennoch erstmal anders. Einerseits weil der Unterschied garnicht so marginal ist und andererseits, weil ich es Standortnah nirgends abholen kann. Der Mehraufwand und die Mehrkosten sind es mir einfach nicht Wert. Dennoch danke ich euch für euer Bemühen es mir auszureden
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  #50  
Alt 29.12.2018, 16:15
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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So, grade die Spanten gesägt und am Modell die Seiten montiert. Ich bin derzeit weder mit dem Modellboot noch mit den Spanten zufrieden. Sie sind nicht schlecht, aber halt auch nicht perfekt. Um so mehr bin ich froh, dass ich noch kein Holz für 30€ / m² vernichtet habe.
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  #51  
Alt 29.12.2018, 16:47
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Zitat:
Zitat von Wanderkayak Beitrag anzeigen
AW100 wäre natürlich nicht schlecht gewesen. Aber ich denke, ohne tut es das auch. ....

Hi!


Es tut mir leid, aber das tut es nicht. Du musst immer mit einer größeren Beschädigung rechnen und Wasser hat, wie man so sagt, keine Balken.


Du willst doch unter anderem auch in Skandinavien fahren und ein Boot, das nach einer größeren Beschädigung sich unter Deinem Hintern auflöst, ist lebensgefährlich.


Wenn Dein Sperrholz da ist, säge eine Ecke ab , tu sie in ein Wasserglas und schau, was nach einigen Stunden oder Tagen passiert ist. Wenn die Verleimung sich gelöst hat, vergiss es.
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  #52  
Alt 29.12.2018, 16:57
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Hi!


Ein Holz wie hier z.B. reicht aus:


https://www.possling.de/preisliste/M.../1/artikel.php


7,80 €/m²
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  #53  
Alt 29.12.2018, 20:18
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Das erste ist grade um 8 ins Wasser gewandert. Das zweite werde ich gleich noch ins Wasser schmeißen, das ist einseitig mit reinem Epoxi behandelt. Um morgen gehen nochmal zwei ins Wasser. Eins ganz mit Epoxi gestrichen, das zweite Laminiert. Wenn das laminierte kein Wasser zieht hau ich mit dem Zimmermannshammer ne Ecke rein und schau nochmal was passiert.

Ich denke nicht, dass das Boot besonders weit weg fahren wird. Dafür wird es mir nicht gut genug. Ich merke einfach, dass Boot bauen nicht Modellflieger bauen ist. Mir fehlt die Übung. Für den Angelverein wird es dafür um so besser funktionieren.
Wenn ich die Wood Duck baue, werde ich Flugzeug-Sperrholz nutzen. Das kann dann auch sicher in Skandinavien fahren.
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  #54  
Alt 29.12.2018, 20:24
karlstatt karlstatt ist offline
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Für das Wood Duck reicht ganz normales Sperrholz, Hauptsache wasserfest verleimt.

Du brauchst dafür aber auch einen Härter mit schnellerer Aushärtezeit, sonst wartest Du Dich dumm und dusselig, bis Du die auf Spannung haltenden Kupferdrähte lösen kannst.

Warum hast Du nicht gleich das Wood Duck genommen?

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  #55  
Alt 29.12.2018, 20:52
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Ich würde beim Wood Duck gern 2,5 oder 3, vllt sogar nur 2 mm nehmen um noch mehr Gewicht zu sparen. Und 3mm Flugzeugsperrholz ist stabiler als 4mm Okoume.

Das Wood Duck habe ich in erster Linie nicht genommen, weil es Geld kostet. Wenn ich merke, dass ich zu unbegabt bin, schmeiße ich so 200€ in die Tonne. Alles in allem bin ich mir aber nicht sicher, ob ich da nicht an der falschen Stelle gespart habe ^^

Hinzu kommt noch, dass mir wirklich stört, dass überhaupt Geld dafür verlangt wird. Ich finde das Wood Duck bei wenigstens 4 Händlern im Internet. Die können das ja nicht alle Entwickelt haben. Und ich finde es nicht richtig Geld für etwas zu verlangen, bei dem ein anderer die Arbeit gemacht hat. Allein wegen der Eigenschaften überlege ich, es dennoch zu bauen. Leider verkauft Jem Watercraft keine Wood Ducks - die Firma ist mir sehr Sympatisch weil sie auch freie Pläne zur Verfügung stellt, da bezahle ich dann auch gerne welche.

PS: Das Holz liegt fast 1 Std im Wasser - es ist sehr nass, aber lösen tut sich bisher nichts. Hält besser als erwartet.

Die Spanten habe ich aus 10mm Sperrholz gemacht. Gesamtgewicht 1,8 Kg.

Geändert von Wanderkayak (29.12.2018 um 20:57 Uhr)
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  #56  
Alt 29.12.2018, 21:01
karlstatt karlstatt ist offline
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Tut mir leid, damit hat sich Dein Thread für mich erledigt. Gute Pläne kosten Geld, dafür bekommst Du Ausdrucke in 1 zu 1, ein Handbuch und Support durch Berger-Boote oder CLC. Und der Designer bekommt natürlich Tantiemen für seine Arbeit.

Leute wie Du wollen alles umsonst und wissen alles besser. Das war mir schon mit Deinem Billigsperrholz klar und Du bist nicht der erste dieser Art.

Kleb Dir doch zusammen, was Du willst. Mir ist die Zeit zur Hilfestellung zu schade.

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  #57  
Alt 29.12.2018, 21:59
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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Ich bin bereit für Pläne zu zahlen. Wie ich bereits schrieb, würde ich sie bei JEM Watercrafts kaufen. In erster Linie in der Tat weil sie auch freie Pläne anbieten. Und ja gute Pläne können Geld kosten, müssen sie aber nicht. In Deutschland leben wir zu einem großen teil von Ehrenamt und Open Source. Ohne das Ehrenamt würdest du allein für deine Krankenversicherung das Doppelte zahlen . Da nimmst du gern in Kauf, dass Leute ohne Aufwandsentschädigung Rettungswachen über viele viele Stunden besetzen. Auch die Feuerwehr und der Katastrophenschutz leben vom Ehrenamt. Das ist in Ordnung für dich. Auf deinem PC läuft vermutlich überwiegend Open Source Software, für deine E-Mails zahlst du vermutlich nichts, auch das Forum ist kostenfrei. All das findest du in Ordnung. Leute wie ich stellen dir dies Kostenfrei zur Verfügung, sowohl Freeware Software als auch Rettung und Katastrophenschutz.

Und ich erwarte von Berger Boote weiß Gott nicht viel. Lediglich einfache Pläne, kostenfrei, damit Menschen die sich für Boote interessiere,n probieren können ob es ihnen gefällt. Und wenn ja, können sie immer noch einen Plan kaufen, der dann wenigstens etwas besonderes ist, und in den der Autor viel Mühe und Arbeit, vor allem aber Liebe gesteckt hat. Und das sehe ich weder bei Berger Boote, noch bei CLC. Da sehe ich Leute die sich dadurch bereichern wollen, dass sie die Katze im Sack verkaufen. Und wenn es nichts war, hat der Käufer halt Pech, Hauptsache er hat bezahlt. Sry, aber dafür habe ich kein Verständnis.

Nebenbei, du hast weder die Tapatalk App, noch das Betriebssystem auf dem Handy, mit dem du deinen Beitrag geschrieben hast, bezahlt. Und vermutlich hast du nicht mal den Hauch einer Idee, wie viele 100.000 Stunden kostenfreie Arbeit da drin stecken. Und sofern ein Chrome OS darauf läuft, habe ich einige dieser Stunden sogar gemacht.

Für die anderen:
Das Holz taucht nun seit 2 Stunden. Das Wasser ist mittlerweile kalt. Das Holz ist so nass wie vorher, gelöst hat sich bisher aber nichts. Mal sehen was bis morgen früh passiert.
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  #58  
Alt 29.12.2018, 22:40
René René ist offline
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Au Backe, da haben sich ja wieder zwei gefunden. Vielleicht mal wieder an den schon etwas versunkenen Beitrag denken und wieder etwas mehr Gelassenheit hier rein bringen.

Zum testen ob das Sperrholz was taugt, tauch es mal für 15 min in kochenden Wasser. Wenns danach noch beisammen ist, ist es kochfest verleimt und genügt deinen Ansprüchen. Sollte es auseinander fallen, Finger weg. Auch wenn die Verleimung aufquillt oder weich wird, ist es für Bootsbau eher nicht geeignet. Das Sperrholz ist nicht das teuerste an einem Bootsbau. Es ist das Harz und das Gewebe plus der Zeitaufwand. Da spielen ein paar Euro mehr für das Holz kaum eine Rolle.

Zum Thema Pläne und deren Kosten. Mit den Plänen steht der Konstrukteur dafür gerade, dass sie sicher sind. Er garantiert dir, wenn du ordentlich baust, gewisse Eigenschaften. Auch wenn mit so einem Plan hunderte Boote gebaut werden. Ist wie bei einem Architekten. Und das kostet eben. Dafür muss so einer jahrelang studieren und Berufserfahrung sammeln. Da ist nicht viel mit Open-Source.

Oder findest du eine Community die für Fehler haftet? Eher nicht. Ein Planersteller haftet für seine Pläne. Eben wie auch ein Architekt haftet. Open-Source Pläne gibts es auch genügend, nur halt nicht bei den Profis. Oder sie sind so veraltet, dass man einen großen Aufwand hat damit was vernünftiges zu bauen.

Gruß René
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Alles hat ein Ende, nur die.....

Der Weg ist das Ziel - NEIN - Die gute Stimmung beim Genuss des Weges ist das Ziel! (geklaut hier im BF)
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  #59  
Alt 29.12.2018, 23:57
Wanderkayak Wanderkayak ist offline
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In der Tat hätte mir etwas Gelassenheit ganz gut gestanden. Das fällt mir allerdings recht schwer, wenn jemand grade mit Software die er nicht bezahlt hat, über andere Meckert die einen kostenfreien Plan nutzen.

Dass das Sperrholz nicht der teure Anteil ist, ist mir schon klar. Mein "Billiges" Sperrholz war teurer als das von Blondini verlinkte. Ich habe nämlich 7,70€ zzgl. MWST gezahlt. Der Problem ist anderes zu bekommen. Ich möchte einfach nicht nach Berlin fahren um 3 Platten Sperrholz zu holen. Das ist mit Hänger teurer als das Holz selbst. Und in 3 Wochen stelle ich fest, dass das alles nicht so funktioniert wie ich mir das Denke und alles war für die Tonne.

Und Haftung für die Bausätze? Berger-Boote vertreibt Bausätze von CLC und Nick Schade. Und du / ihr glaubt doch nicht wirklich, dass US Ingenieure in Deutschland für irgendetwas haften. Schon garnicht für Fahreigenschaften die nirgends beschrieben sind.
Berger-Boote haben selbst wohl recht wenig selbst designed, wenn überhaupt etwas. Sie profitieren von der Arbeit anderer. Die AGBs sind ein Witz. Lieferzeiten von 3 Monaten + Nachfrist, und das auch noch unverbindlich? Haftung nur für Schäden die Unverzüglich gemeldet wurden (was ja üblich ist)? Wenn ich mit dem Boot absaufe haften die für garnichts.
Ein Architekt haftet auch erstmal nicht für seine Pläne. Seine Haftbarkeit beginnt erst mit der Abnahme einer erbrachten Bauleistung. Und das auch nur, wenn die Annahme richtig war. In Köln sackt der neue Heli-Port ohne Ende ab - da haftet kein Architekt für. Die sagen einfach, dass war nicht absehbar bei der Planung, ist halt Mehraufwand.

Während ich diesen Beitrag geschrieben habe, habe ich das Sperrholz in Wasser aus dem Wasserkocher gelegt (sollte über 90° haben). Dort ist es nun seit 30 min drin. Da ist bisher noch garnichts passiert. Nicht mal mit dem billigen Pappel-Sperrholz vom Bauhaus. Ich koche das jetzt nochmal nachträglich ein paar min. EDIT: Das Holz aus kochendem Wasser schwimmt nicht mehr, das in kaltem schon.

EDIT: In Köln ist das Stadtarchiv auf Grund von Baumängeln eingestürzt. Dafür wurde ein "Bauüberwacher" der KVB eingelocht. Nicht der Architekt, welcher die Bauleitung hat und ein Bautagebuch führen muss. Und der die Teilabnahmen macht. Und die Baufirmen, die den Einsturz verursacht haben, haften auch nicht.

Geändert von Wanderkayak (30.12.2018 um 00:09 Uhr)
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  #60  
Alt 30.12.2018, 00:17
karlstatt karlstatt ist offline
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Woher willst Du wissen, dass ich meine Software nicht bezahle, lt. Deiner Unterstellung die Android-Software Tapatalk? Habe ich bereits seit längerer Zeit im Abo.

Deine Einlassungen zu Open Source, in diesem Falle die Gleichsetzung mit "Umsonst" zeugen entweder von völliger Unkenntnis oder der Mitnahmementalität. Ich verwende beruflich eine ganze Menge Open Source und gebe jedes Jahr einen Haufen an Lizenzgebühren aus - denn die Entwickler wollen auch leben und ich möchte, dass sie gleichzeitig die Programme weiterentwickeln können. Analog gilt dies auch für die Bootsdesigner.

Berger ist kein Bootsdesigner, sondern der CLC-Händler für Deutschland, auch das bekommst Du wie so einiges durcheinander.

Ach ...

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Carlos

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