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  #21  
Alt 11.09.2019, 18:13
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Ja, ich muss Dich immer wieder zum grübeln bringen .

Klar, auch unter den Patent-Fahrern gibt es Spezialisten,
wenn auch seltener.
Warscheinlich genau so, die sich mit ihren hinterlassenen Wasserbewegungen auseinandersetzen,
wie Du es hier beschrieben hast.

In Deinem Fall wurde er vielleicht vorher von anderen Skippern geärgert
und Du solltest es ausbaden .


Grüße habe ich weitergeleitet.


Bitte viel mehr Bilder !


Über unseren nächsten Stammtisch freuen wir uns natürlich auch.
Die Location werden wir wohl noch finden.


Grüße: TOMMI
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  #22  
Alt 11.09.2019, 18:30
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So liebe BF-Freunde, nach diesem kleinen Exkurs zur MoselSchPV und zu gewissenhafter Seemannschaft jetzt eine weitere Episode unserer kleinen Mosel-Kreuzfahrt:

Nach vier Schleusen und 90 Mosel-Km Eilfahrt nach Schwebsange erfreuten wir uns beide eines sehr ausgiebigen Schlafs und wurden erst ganz kurz vor 11:OO Uhr wach. Oh Gott, bis 11:00 Uhr mußte man entweder ablegen (ich hatte erst mal nur für eine Nacht bezahlt) oder für den Folgetag bezahlen. Auch der Zugangs-Transponder für die Steganlagen-Tür läuft um 11:00 Uhr ab. Also schnell meinen schneeweißen Bademantel übergezogen, Geldbeutel eingesteckt, Rasier- und Duschzeug unter den Arm geklemmt und ab zur Capitainerie...
Welch Wunder - obwohl wir am Abend davor für eine Brötchen-Bestellung zu spät dran gewesen waren, gab es jetzt noch einen unverkauften Überhang und wir konnten auch ohne Bestellung Croissant und Schokocroissant käuflich erwerben - der Morgen ("Highnoon") war erst mal gerettet.

Nach Dusche und Frühstück ging es ans Geld- und Verpflegung-Proviantieren. Der Port de Plaisance Schwebsange liegt ca. 4,5 Km vom nächsten Einkaufszentrum in Schengen entfernt. Zum Glück gibt es neben der Landstraße einen gut ausgebauten Fahrradweg, über den ich mit meinem Moovi-StVO gut zum Einkaufen rollern konnte. Die spannende Frage war, ob man die insgesamt 9 bis 10 Km Hin- und Rückfahrt zum Hafen mit dem Roller ohne Aufladen zurücklegen kann.

Dort in Schengen steht tatsächlich mitten auf der Wiese ein sehr schönes Einkaufszentrum mit mehreren Boutiquen, einer PAUL-Filiale (Boulangerie et Patisserie) und einem sehr gut sortierten und ausgesprochen gepflegten Lebensmittelsupermarkt. Auch ein Geldautomat stand bereit, um unsere Bargeldvorräte wieder etwas aufzufüllen.

Nach einem leckeren Fruit-Tortelett und einem ausgiebigen Grand Café erledigte ich alle Einkäufe und rollerte wieder zum Hafen zurück.

Antwort zur Roller-Reichweite: Man kann auch 10 Km damit überwinden, ich bin gut wieder bis zum Hafen zurück gekommen (dass man damit aber bis zu 25 Km zurücklegen kann, wie vom Hersteller angegeben, möchte ich doch ernsthaft bezweifeln).

Fürs Abendessen wollten wir nicht zum zweiten Mal im Hafenrestaurant einkehren, sondern suchten uns in der Nähe ein Restaurant - ist vom Port de Plaisance Schwebsange gar nicht soooo einfach ....

In 3 Km Entfernung hatten wir dann das gerade nocht "fußläufig erreichbare" "Chalet de Remerschen" gefunden inmitten eines Naherholungszentrums mit unzähligen Baggerseen. Nachdem ich diese Location bei meiner berollerten Einkaufstour bereits inspiziert und einen Tisch reserviert hatte, machten wir uns kurz vor 18:00 Uhr zu Fuß (meine Seelenhälfte verweigert bis jetzt die Nutzung von zweirädrigen Boot-Begleitfahrzeugen ) auf den Weg zum Chalet.

Nach ca. 1,5 Km Fußweg über den Fuß- und Radweg entlang der Landstraße bemerkten wir auf dem Fuß und Radweg einen Streifenwagen mit grell blinkendem Blaulicht (wahrscheinlich U.S.-amerikanischer Produktion ). Als wir uns der Stelle näherten, sahen wir am kurz darunter liegenden Moselufer auch noch ein Polizeimotorrad stehen.

Nach einem ausgiebigen und sehr leckeren Abendessen war uns nicht mehr nach Wanderung und wir bestellten ein Taxi. Der Taxifahrer fuhr einen großen "Umweg", angeblich wegen des Polizeieinsatzes. Dort sei ein Boot gesunken.

Das weckte natürlich sofort meine Skipper-Neugier. Gleich nach der Rückkehr im Hafen wurde der - mittlerweile an der Steckdose wieder "nachgetankte" - Roller aufgeklappt und es ging in rasender Fahrt zur Einsatzstelle.

Es war mittlerweile richtig dunkel geworden, aber dass der Verkehr trotz des Notfalleinsatzes hier problemlos passieren konnte, war trotzdem gut zu erkennen. Sei's drum, der Taxler muß ja sicher eine Familie ernähren...

An der Einsatzstelle standen mittlerweile mehrere Polizeifahrzeuge, mehrere Feuerwehrfahrzeuge und ein Rettungswagen.
Ich schnell das Fahrlicht vom Roller abgestellt, den Roller zusammengeklappt und dann mit gebührlichem Abstand runter zum Moselufer, immer gut ausserhalb der grellen Leuchtkegel der großen Tatort-Beleuchtungskörper, um nicht sofort entdeckt und angesprochen zu werden.

Im Fluß konnte ich mehrere Taucher mit hellen Handleuchten erkennen, von einem Boot war aber weit und breit nichts zu sehen.

Als ich bereits eine Weile dort stand, kam ein hell-orangenes Feuerwehrboot mit AuBo herangetuckert. Sie näherten sich ganz behutsam einer Gruppe von Tauchern nicht weit vom diesseitigen Ufer (siehe Bildchen). Ich konnte dann beobachten, dass sie etwas schweres, größeres ins Boot gehoben haben. Erst jetzt war erkennbar, dass zwei Arme mit verkrampften Fäusten daran über die Bordwand des Einsatzbootes kerzengerade in die Luft standen. Allmählich keimte in mir der Verdacht auf, dass es sich hier um eine leblose Person handeln könne.....

Etwas später fragte ich zwei in meiner Nähe stehende Feuerwehrmänner, was hier wohl geschehen sei. Sie verweigerten die Antwort, verwiesen mich "an die Verantwortlichen". Nur wenige Minuten später wurde ich höflich, aber bestimmt von einem Polizisten von der Einsatzstelle verwiesen.

Am nächsten Morgen wußte auch der Hafenbetreiber nichts genaues. Erst eine "Google-Empfehlung" auf dem Tablet meiner Liebsten (ohne unser Zutun) führte zur Internet-Seite des "Luxembourger Wort", wo über einen tödlich verunglückten Kajakfahrer in unserem Mosel-Bereich berichtet wurde (siehe PDF-Beitrag).

Obwohl ich die Person natürlich nicht kannte, empfand ich doch eine gewisse traurige Betroffenheit über den Tod eines Menschen, der wahrscheinlich genau wie wir mit seinem Wasserfahrzeug die Freude auf dem Wasser auskosten wollte. Aber das Schicksal ist eben immer wieder unbarmherzig und fragt uns nicht, wann, wo oder wie es zuschlagen soll.....

In ganz anderer Form - und in völlig andersartiger Tragweite - zeigte sich das Schicksal dann aber auch noch bei uns:

Als ich wie jeden Tag meine Bilge kontrollierte, entdeckte ich unvermittelt in einem - vermeintlichen oder tatsächlichen - Borddurchbruch unerwartet viel Wasser. Um was für eine Installation (siehe Bildchen) es sich hier handelt, ist mir nicht klar - vielleicht hat jemand von den Technik-Experten eine Idee ????

Die Flüssigkeit, die ich dort in der "Tasse" vorfand, war allerdings kein klares Wasser, eher Wasser-Diesel-Gemisch.... Es roch nach Diesel und es roch auch etwas faulig.

Mein erster - durchaus panikartiger - Gedanke: Dieser Borddurchbruch ist irgendwie gebrochen, er wird über kurz oder lang vollständig durchbrechen und dann mein Boot fluten..... Was soll ich machen ..... Die Reise abbrechen und zurück zum nächsten Bootsservice mit Kran (Trier, Schweich, Traben-Trabach, Treis-Karden....).

Ist es wirklich ein Borddurchbruch - oder ist hier nur ein Echolot-Geber in das Rumpf-Laminat eingeschnitten - ohne direkten Durchbruch ?

Wo kommt die Flüssigkeit her ? Immerhin hatte ich zu Beginn unserer Überführungsfahrt Anfang Juni die Bilge voll stehen mit einer Wasser-Diesel-Mischung. Könnte es sein, dass mir diese "Wasser-Tasse" an dieser Stelle bisher noch niemals aufgefallen war..... ? Kaum denkbar. Oder gibt es hier im Rumpf etwa so starke Osmose, dass sie bereits so große Mengen Flüssigkeit nach innen durch läßt ?

Was, wenn ich jetzt weiter Richtung Metz cruise und der Schaden sich verschlimmert? Wer könnte mir in La France wirklich helfen ? Wo gibt es den nächsten Kran oder Hub-/Slipwagen ?

Fragen über Fragen. Für fast zwei Stunden war ich ziemlich entschluss-unfähig.

Die Reise abbrechen wollte ich eigentlich nicht wirklich - jetzt, wo wir nur noch 60 Mosel-Km von Metz entfernt waren.

Aber Harakiri - mein Schiff riskieren.... Das wollte ich auch nicht. Dazu hatten wir zuviel Kraft, Ideen und Freude rein gesteckt. Was sollen wir jetzt tun.....
Es war klar, dass hier der Schiffsführer nur aus eigener Verantwortlichkeit entscheiden kann - und diese Entscheidung dann auch ganz alleine vertreten muß.

Zunächst wurde die "nasse Tasse" im Bilgen-Rumpf mit Küchenkrep ganz trocken gelegt und geprüft, ob sofort Wasser nachläuft. Das war nicht der Fall.

Danach habe ich ausgiebig das Internet durchforstet, um herauszufinden, inwieweit man bootstechnischen und Kran-Service entlang unserer Plan-Route finden könne... Das war dann schonmal ganz erfolgreich. Denn in Metz sollte es sowohl einen Boots-Service-Fachbetrieb mit 10-Tonnen-Kran geben, auch der von uns angepeilte Yachthafen sollte laut Internet über einen 15-Tonnen-Kran verfügen. Bei allen Abweichungen, die man bei Internet-Recherche immer wieder feststellt, sollte dann ja im Bedarfsfalle wenigsten ein Kran verfügbar sein.

Als nächstes wurde die 600-Ltr/Std-Teichpumpe in unserem Bad nahe der Schadstelle bereit gestellt, einschließlich Saug- und Ablass-Schlauch, beide angeschlossen und mit einer stehenden 220-Volt-Kabelverbindung zum 1000-Watt-Inverter. Damit könnte ich einen totalen Wassereinbruch soweit beherrschen, um das Boot solange zu halten, bis wir einen Kran erreichen würden.

Ergänzend legte meine Liebste zwei große, aber schon alters-ergraute dicke Frottee-Badetücher bereit, mit denen man ein großes Loch zumindest soweit von innen abdichten könnte, dass damit eindringende Wassermassen spürbar reduziert werden könnten (immerhin haben wir beide mal am Training "Überleben an Bord - Feuer/Wasser im Schiff" der Kreuzerabteilung am Zentrum für Schiffssicherheit der Marine in Neustadt/Holstein teilgenommen ).

Die mehrmals hintereinander ausgetauschten Küchenkrep-Tücher blieben immer trockener, ein direktes Nachsickern von Wasser konnte ich nicht feststellen. Allerdings fühlten sich manche Stellen unter dem inneren Gelcoat im Rumpflaminat durchaus weich und feucht an. Aber auch das hätte als Folge von monatelangem Eindringen von Wasser-Diesel-Gemisch vom Juni her stammen können.

Nachdem etwas Klarheit über Notfall-Adressen und Notfall-Pläne bestand, entschloss ich mich, die Reise wie geplant fortzusetzen. Selbstverständlich, dass ich diese "Schadstelle", die seither trocken geblieben ist, wo sich aber immer noch Restfeuchtigkeit mit den Küchenkreptüchern aufsaugen läßt, zweimal am Tag akkribisch kontrolliere.

Beim Abschließenden Volltanken (etwas über 200 Ltr Diesel) gab es dann an diesem Morgen doch noch ein erfreuliches Erlebnis. Bei nur 1,10 EUR/Ltr Diesel konnte damit der billigste Diesel ever gebunkert werden.

Soweit für heute zu diesen wirklich bewegenden Momenten dieser ansonsten ja bisher ganz "friedlichen" Reise.
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Geändert von Saint-Ex (11.09.2019 um 21:13 Uhr)
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Alt 11.09.2019, 19:06
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Hallo Stefan,

so aus der Ferne sehe ich es auch so,
ein Geber oder Sensor.

Und wo soll denn Diesel herkommen ?


Lösung : Reinigen, abtrocknen und beobachten .

Der Bereich rund herum sieht stückweise ausgebohrt aus,
bei einem Schaden müssten anders aussehende Stücke in der Bilge liegen .


Grüße : TOMMI
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Alt 12.09.2019, 06:14
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Zitat:
Zitat von T-Technik Beitrag anzeigen
MoselSchPV : § 5.01 § 6.02 a

und § 1.04


Du machst Sachen Stefan .
Ich werf mal 6.23 in den Raum.. theoretisch hätte die Fähre gar nicht ablegen dürfen...
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Alt 12.09.2019, 07:17
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Zitat:
Zitat von Saint-Ex Beitrag anzeigen
Als ich wie jeden Tag meine Bilge kontrollierte, entdeckte ich unvermittelt in einem - vermeintlichen oder tatsächlichen - Borddurchbruch unerwartet viel Wasser. Um was für eine Installation (siehe Bildchen) es sich hier handelt, ist mir nicht klar - vielleicht hat jemand von den Technik-Experten eine Idee ????
.
für mich sieht dies nach einem Geber aus... Entweder eine Logge oder das Echolot..
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Alt 12.09.2019, 08:45
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Ein Durchbruchgeber ist es auf jeden Fall.
So was in dieser Richtung:
https://www.boatoon.com/de/shop/raym...log-21751.html

Ob nur Echolot oder Echolot in Kombination mit Logge (Paddelrad) sieht man nur auf der Unterseite (und an seinen Instrumenten), wobei das hier erstmal unerheblich ist.

Was du mal machen kannst: schau ob die innere Plastikmutter (auf deinem Bild tief im Loch erkennbar) sich irgendwie locker anfühlt. Ggf. mit der Hand etwas anziehen. Normal sollte so ein Geber während der Montage eingedichtet worden sein. Aber sowas kann sich ja auch mal lösen.
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  #27  
Alt 12.09.2019, 09:26
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Zitat:
Zitat von Saint-Ex Beitrag anzeigen
Hallo Tommi, kurz zu Deinem letzten Beitrag:



Ja, Du hast vollkommen recht, dies ist wirklich eine sehr schöne Reise. Kaum zu glauben, mitten in Europa, ohne weite Anreise in exotische Gefilde, nur wenige Stunden Autofahrt vom Heimathafen entfernt, fühlt man sich dennoch ganz woanders und wirklich im Urlaub!


DANKE für Deine Hinweise auf die allgemeine Sorgfaltspflicht u.ä.. Die MoselSchPV führe ich nicht nur Bord mit, sondern die habe ich komplett gelesen im Rahmen meiner Reisevorbereitungen. Das nehme ich schon ernst. Eine unmittelbare Regelungsvorschrift zum Schild "ACHTUNG FÄHRE" konnte ich aber auch bei erneutem Durchlesen und unter Berücksichtigung Deiner Paragrapfen nicht finden.

Dass Fähren gegenüber Kleinfahrzeugen immer Wegerecht haben, ist völlig klar und gilt auch nicht nur auf der Mosel. Das bedeutet aber nicht, dass der gesamte Kleinfahrzeug-Verkehr im Umkreis von hundert Metern zum Erliegen kommen muß, wenn eine Fähre am anderen Ufer ablegt.
Die Mosel ist in Wasserbillig/Oberbillig mindestens 100 Meter, eher 140 Meter breit. Als ich die in Oberbillig gerade ablegende Fähre passierte, lagen mindestens 50 Meter, eher 80 Meter Abstand zwischen mir und der Fähre.

Hier bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Menschen oder Material, auch nicht durch starken Wellenschlag. Dass der Fährenführer hier durch Angst vor einem vorbeigleitendem Sportboot verunsichert wurde, ist kaum annehmbar - er ist immerhin Profi und macht das Tag für Tag.
Was viele Verdrängerfahrer übersehen: Ein Vollgleiter erzeugt in Gleitfahrt deutlich weniger Wellen als in Verdrängerfahrt - oder als ein Verdränger-Boot.
Ich hatte das während dieser Reise mehrmals ausprobiert beim Passieren von Paddel-Kajaks - natürlich in gebührlichem Abstand. Bei Vorbeifahrt an Paddel-Kajaks in Gleitfahrt haben die sich deutlich weniger rauf und runter bewegt, als wenn ich in Verdrängerfahrt vorbeigefahren bin.
Trotzdem stoppe ich bei Angelbooten, SUPs und Ruderbooten regelmäßig ab, alleine, um dort nicht allzuviel Angst aufkommen zu lassen. Paddel-Kajakfahrer sind dagegen meist weniger ängstlich, deren Boote sind in der Regel bauartbedingt auch gegen leichte Wellen geschützt (beim freundlichen Zuwinken von der Brücke aus kann man sofort erkennen, ob die Kajak-Paddler sich über die Begegnung eher freuen oder ob sie sich vor dem gischt-speienden Gleiter eher fürchten - das wird dann natürlich sofort berücksichtigt).

Also, ich nehme die gute alte Seemannschaft und den Anspruch auf sichere Schiffsführung für mein Schiff und für alle von meinem Schiff/meiner Fahrt betroffenen Wasserfahrzeuge durchaus ernst.

Aber ich folge auch nicht jedem, der am Ufer steht und - wie zuletzt von einem Restaurantschiff in Cochem aus - glaubt, er müsse Wasserschutzpolizei spielen. Hier darf man durchaus im ein oder anderen Fall auch einen kleinen Neid-Effekt unterstellen, denn nicht alle können ja so flott und spritzig durchs Wasser cruisen. Wie immer gilt für mich auch hierbei der gesunde Menschenverstand und ein sicherheitsorientiertes Abwägen.

Danke für diesen Beitrag von Dir, lieber Tommi. Ich schätze Deine Binnenschiffer-Kompetenz ausserordentlich und es macht immer wieder Spaß, sich mit Dir und Deiner Sichtweise auseinanderzusetzen.




Ja DANKE, meine bessere Seelenhälfte freut sich sehr über diese Grüße und läßt herzlich zurück grüßen. Sie freut sich schon auf den nächsten Köln-Bonner BF-Stammtisch. Wo soll er denn das nächste Mal stattfinden ? (Kulisse ?).
Ich glaube, daß du hier ein bischen falsch liegst. In Cochem zum Beispiel ist im kompletten Stadtgebiet Sog und Wellenschlag zu vermeiden, das wird vor und nach der Stadt auch per Schild angezeigt. Die Wellen der Bergfahrt, welche das Verbot nicht sehen oder auch nicht sehen wollen sind auch für Lieger im Sportboothafen sehr unangenehm. Als wir dort lagen gabs durch solch einen Ignoranten auch Schäden bei 2 Booten.
In Wasserbillig steht jetzt explizit kein Schild, aber wegen der Fähre und auch wegen des Sportbootanlegers ein paar Meter weiter, wo zumindest als wir daran vorbei sind auch Boote festgemacht waren, stellt sich meiner Meinung nach die Frage, ob da langsame Fahrt nicht doch angebrachter wäre.

Ich war jetzt nicht dabei, und bitte auch nicht als Kritik verstehen, aber deine Schilderung der Reaktionen anderer auf dein Verhalten in diesen Bereichen werfen schon Fragen auf. Vielleicht einfach kurz nachdenken, ob wirklich alles so ok war.
Nichts desto trotz viel Spaß weiterhin auf deiner Tour.
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Gruß Jürgen
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Alt 12.09.2019, 10:03
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Ich möchte deinen schönen Törnbericht auch nicht zerlabern, aber ich schließe mich der Meinung von JOS an.
Bei allen Wasserfahrzeugen und Wasserliegern, bzw. "Ortsdurchfahrten" sollte LANGSAME Verdängerfahrt eingelegt werden.
Das Argument der größeren Welle als bei Gleitfahrt gilt nur, wenn du Rumpfgeschwindigkeit oder schneller in Verdrängerfahrt fährst

Übrigens ist nach Schengen die französische Mosel Geschwindigkeitsbegrenzt auf 15 km/h soviel ich weiß (zumindest auf den kanalisierten Teilen)

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Grüße aus dem wilden Süden
Pedro



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Alt 12.09.2019, 10:07
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Zitat:
Zitat von JOS Beitrag anzeigen

Als wir dort lagen gabs durch solch einen Ignoranten auch Schäden bei 2 Booten.
Und da habt ihr nichts unternommen? (Anzeige WSP)

Geändert von schimi (12.09.2019 um 11:48 Uhr)
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  #30  
Alt 12.09.2019, 10:14
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Zitat:
Zitat von Dayskipper Beitrag anzeigen
Ich möchte deinen schönen Törnbericht auch nicht zerlabern, .....

Übrigens ist nach Schengen die französische Mosel Geschwindigkeitsbegrenzt auf 15 km/h soviel ich weiß (zumindest auf den kanalisierten Teilen)
Stimmt: Auf den kanalisierten Strecken gilt 15 Km/h SOG, ansonsten wie in Dtld. .
Wird selbstverständlich eingehalten, wobei 15 Km/h mit meinem Boot sehr ungünstig sind. Viel Krach, viel Welle, viel Diesel...

Fahre dort deshalb max. 12 Km/h SOG. Und über weite Kanal-Strecken sind sogar nur 10, 6 oder gar nur 5 Km/h SOG erlaubt. ....

Bei 5 Km/h wird's dann auch wieder schwierig, soooo langsam zu fahren, selbst mit Standgas...

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Geändert von Saint-Ex (12.09.2019 um 10:26 Uhr)
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  #31  
Alt 12.09.2019, 10:25
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Zitat:
Zitat von Chili Beitrag anzeigen
Ein Durchbruchgeber ist es auf jeden Fall.
So was in dieser Richtung:
https://www.boatoon.com/de/shop/raym...log-21751.html

Ob nur Echolot oder Echolot in Kombination mit Logge (Paddelrad) sieht man nur auf der Unterseite (und an seinen Instrumenten), wobei das hier erstmal unerheblich ist.

Was du mal machen kannst: schau ob die innere Plastikmutter (auf deinem Bild tief im Loch erkennbar) sich irgendwie locker anfühlt. Ggf. mit der Hand etwas anziehen. Normal sollte so ein Geber während der Montage eingedichtet worden sein. Aber sowas kann sich ja auch mal lösen.
Ja Hans, dieses Teil sieht genau wie in meinem Boot aus. Besten Dank für den Link!!!
Exakt die dort beschriebenen Daten kann ich auch über meine Databox abrufen.
Werde mal zärtlich an der Überwurfmutter drehen - und auf der Rückreise für eine innen- und aussen-wändige Inaugenscheinnahme inkl. Feuchtigkeitsmessung der umliegenden Rumpfareale noch mal aus dem Wasser gehen. Sicher ist sicher....
By the way: Diese “Tasse“ zeigt mittlerweile immer weniger Feuchtigkeit, trocknet dank unermüdlichem Einsatz von Küchenkrep immer mehr aus.

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  #32  
Alt 12.09.2019, 10:58
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Zum Thema Gleitfahrt:
Wenn man da die Mosel langballert, dann macht man in Gleitfahrt zwangsläufig unheimlich Strecke.
Gerade die entspannte Tuckerei hat doch da auch ihren Reiz.

Hier mal eine Liste mit den Moselkilometern:
http://www.verwaltungsvorschriften-i...07-KF-A001.pdf

Unsere Tagesetappen lagen so im Bereich von 50km bis 60km, auf dem Rückweg auch mal geringfügig mehr.
In Gleitfahrt wäre man da ja täglich in 2h durch.
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  #33  
Alt 12.09.2019, 11:07
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Die Mosel gehört Streckenweise zu den schönsten Flüssen die ich kenne. Hier in Gleitfahrt "durchzuheizen" wäre wirklich schade.
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  #34  
Alt 12.09.2019, 11:07
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Dann sieht es doch gut aus wenn die Feuchtigkeit abnimmt .

Du sagtest doch, dass die Bilge dort mal voll war .
Somit ist es eine Frage, wie lange das Material Wasser saugen konnte.

Das scheint mir auch ein Geber mit Wechselhülse zu seIn . Wenn ja, sehr gut .
Folglich kann dieser bei Defekt einfach getauscht werden.

Von der Hülse selber würde ich erwarten, dass sie richtig dicht eingeklebt ist.
Sollte jedenfalls so sein . Bedeutet, auch wenn die Überwurfmutter gelöst ist,
sollte sich hier nichts rühren.

Aber bei der Montage, wo sich mit Hilfe von Lochkreisbohren Platz im Material geschafft wurde,
gehört es sich normalerweise anschließend wieder alles abzudichten.
Kleber, Spachtel, Paste, .... .

Viel später, wenn alles top trocken ist, kannst Du das ja mal nachholen.


Grüße : TOMMI
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Turbo-LA mit 294 kW @ 2100 1/min sowie Mercedes OM601-606 bereiten mir Freude und Technikvergnügen .
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Alt 12.09.2019, 12:13
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Zitat:
Zitat von schimi Beitrag anzeigen
Und da habt ihr nichts unternommen? (Anzeige WSP)
Verursacher war ein beladener Frachter, der wohl etwas zu schnell zu Berg drückte. Ein Bootskollege, mir aber unbekannt, hat ihn danach angefunkt, darauf aufmerksam gemacht und mit der Info versorgt, daß die WSP informiert werden würde und lt. seiner Aussage dann eine Antwort bekommen ähnlich dem Motto: Mach doch, mir egal.
Hab das ganze aber nicht weiterverfolgt, da wir nicht betroffen waren.
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Gruß Jürgen
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  #36  
Alt 12.09.2019, 12:36
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Hallo,

zum Thema "hinterlassene Wasserbewegungen" hatte ich am letzten Sonntag ein eher unschönes Erlebnis. (Nachzulesen im Rhederlaag- Thread)

Vielleicht hat von euch ja jemand eine Idee, was das gewesen sein könnte...

@ Saint- Ex: Schöne, Reise, schöner Bericht, schönes Boot. Noch eine gute Fahrt weiterhin.
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Viele Grüsse,

Wolfgang
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  #37  
Alt 12.09.2019, 14:55
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Zitat:
Zitat von Saint-Ex Beitrag anzeigen

Fahre dort deshalb max. 12 Km/h SOG. .......
12 km/h SOG kann ja bei Gegenströmung bedeuten, das du mit 15 km/h durchs Wasser fährst.
Selbst bei einer Verdrängerfahrt mit 12 km/h durchs Wasser zieht ein 10m Boot schon eine richtige Welle hinter sich her. Das ist zu schnell.
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  #38  
Alt 12.09.2019, 17:45
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DANKE für die vielen sachkundigen und engagierten Beiträge. Hatte mich ganz bewußt gegen die Rubrik "Törnberichte" entschieden, weil man dort nicht antworten kann.

Zum Thema "Durchbruch-Geber": Mittlerweile kann meine Küchenkrep-Tamponage kaum noch Feuchtigkeit aufnehmen, die "Schadstelle" ist nahezu trocken. Die besagte Überwurfmutter sitzt bei mir bomenfest, daran kann es auch nicht liegen. Mittlerweile komme ich doch zu der starken Annahme, dass hier noch Reste aus meiner gefluteten Wasser-Diesel-Bilge aus dem Juni in der Geber-Tasse standen. Das wäre dann ja die angenehmste, weil bis auf weiteres folgenloseste Variante.

Zum Thema Gleiten auf der Mosel: Der eine segelt gerne mit seinem Boot, weil so schön lautlos und naturverbunden, der andere paddelt, weil so unmittelbar körperbezogen, wieder andere fahren mit robusten Stahl-Verdrängern gemütlich durch die Lande. Manche rasen mit kleinen RIBs oder anderen Flitzebooten bzw. mit dem Jetski durch bzw. übers Wasser. Und ja, ich fahre halt mal gerne zügig Richtung Ziel. Langsamfahren ist dabei immer wieder auch schön und geruhsam, aber um ein avisiertes Ziel anzusteuern, freue ich mich immer wieder, mich diesem auch schneller nähern zu können. Das Thema Wellenschlag etc. ist mir dabei absolut bewußt. Ich denke, das Thema ist damit soweit ausdiskutiert, dass wir hier keine neuen Erkenntnisse mehr erwarten können.....

Jetzt zurück zu unserer Mosel-Kreuzfahrt:

Nach dem Tanken in Schwebsange ging es dann besonders weit nach "High Noon" mit zügiger Gleitfahrt bergan Richtung Metz. Nach gerade einmal fünf Minuten erreichten wir die Schleuse Appach, in deren Oberwasser wir schon nach 20 Minuten schwimmen konnten - als Allein-Schleuser in der kleinen Kammer.

Die Dörfchen am Moselufer sahen dann jetzt auch tatsächlich schon nach "Frankreich" aus - unsere Stimmung drehte sich immer mehr in Richtung "Urlaub" (Bildchen).

Nach weiteren 40 Minuten erreichten wir die Schleuse Koenigsmacher, die wir nach 25 Minuten passiert hatten.

Nach nur 20 Minuten meldeten wir uns im Unterwasser der Schleuse Thionville (Bildchen), die wir nach 20 Minuten im Oberwasser wieder verlassen konnten.

Bis hierher gilt die Mosel als "international", es fallen keine Gebühren an. Ab dem Oberwasser der "Ecluse/Schleuse Robert Schuman" in Thionville ist die Nutzung der Kanäle und Flüsse mautpflichtig, man muß eine Vignette erstehen. Der Preis richtet sich schlußendlich nach Bootslänge und Gültigkeitsdauer. Für uns bedeutete das bei unter 10 Meter ziemlich exakt 60 EURonen für sieben Tage.
Im "Bureau de Péage" der "Voies Navigable de Frances (VNF)" direkt neben der Schleuse im Oberwasser dauerte es kaum eine halbe Stunde, bis die Vignette erstanden und an Stb sichtbar angeklebt war (Bildchen).

Überhaupt überraschend, dass dieses Büro Tag für Tag für uns Skipper geöffnet ist, auch am Wochenende. Nach Aussage der netten Mitarbeiterin werden jetzt im September noch zwischen ein und fünf Vignetten hier pro Woche (!) verkauft, das meiste laufe über Internet. Ein echter Service, der sich kaufmännisch ja kaum rechnen dürfte. Aber das haben wir in La France immer wieder erlebt, dass dort nicht alles nur nach Rentabilität bewertet wird....

Es ging echt gut voran. Immerhin hatten wir uns heute eine Strecke von 61 Mosel-Km und insgesamt sechs Schleusen vorgenommen. Da freut man sich wirklich, wenn's gut voran geht. Verkehr auf der Mosel gab es kaum, weder Berufler noch Freizeitkapitäne.

Nach zehn Minuten hatten wir das Unterwasser der Schleuse/Ecluse de L'Orne erreicht und konnten sofort schleusen, nach 20 Minuten waren wir durch. Ab hier begann jetzt ein kanalisierter Teil der Mosel, auf dem eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 15 Km/h SOG festgesetzt ist. Da unser 10-Meter-Boot bei dieser Geschwindigkeit aber mächtig Welle macht und unnötig viel Kraftstoff verbraucht, fuhren wir nur 10 bis 12 Km/h SOG.

Die recht eintönige Landschaft entlang dieser Kanal-Strecke machte die Langsamfahrt auch nicht gerade zu einem Vergnügen. Zusätzlich gab es viele Abschnitte, in denen nur 6 oder sogar nur 5 Km/h erlaubt waren. Das war dann oft schon wieder mühsam, denn selbst unter Standgas läuft unser Bötchen mindestens 8 Km/h. Auch die Schleusen/Ecluse de Talange (15 Minuten) und Metz (jeweils 15 Minuten von unten nach oben) konnten direkt an- und durchfahren werden. Die Schleusenwärter waren allesamt sehr freundlich und entgegenkommend, keiner zeigte auch nur Ansätze von Rechthaberei.... Wirklich sehr erfreulich.

Um 18:55 Uhr hatten wir am Port de Plaisance de Metz (Im Bereich der Société des Régates) festgemacht. Ein sehr freundlicher und ausgesprochen deutsch-freundlicher Capitain de Port begrüßte uns. Hier lagen wir richtig, die sensationell hübsche Aussicht auf den Plan de l'eau (Bildchen) war mit keiner noch so teuren "Hotel-Aussicht" vergleichbar.

Zum Abschluss dieses durchaus aufregenden und fahr-intensiven Tages gönnten wir uns in der "La Taverne de Alsace" (sehr empfehlenswert!) ein leckeres Abend-Menue und ließen den Tag friedlich und vergnügt ausklingen.

Ab morgen berichte ich etwas von unseren Ausflügen in der Stadt und den hier befindlichen Sehenswürdigkeiten.

Soweit für heute.
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Geändert von Saint-Ex (12.09.2019 um 18:52 Uhr)
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Alt 13.09.2019, 07:54
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Hallo Stefan
vielen dank für den sehr kurzweiligen Reise-/Törnbericht.

Da wollen wir auch mal noch lang

Nur eine kurze Anmerkung, weil das hier immer wieder öfters genannt wird.
Ich hab in meinen bisher knapp 30 Jahren wo ich nach Frankreich reise egal ob zum Austausch, Urlaub, geschäftlich oder auch nur mal kurz zum Einkaufen - ist nur 80km von uns entfernt - noch nie eine richtig unfreundliche oder besser genannt "Deutschfeindliche" Antwort bekommen.

Wenn man sich in französisch bemüht (egal wie schlecht) dann bekommt man immer eine Antwort / Hilfe. Es ist aber mittlerweile auch so, daß in den Urlaubsgegenden am Meer sehr gut englisch gesprochen wird da hier viele Briten rüber geschwappt sind. Im Elsaß kommt man auch sehr gut mit Deutsch zurecht, damit sollte man nur nicht anfangen, dann ist das alles kein Problem.

Wie gesagt Deutschfeindlich ist mir da noch nie vorgekommen.

Die Mentalität der Franzosen generell ist mir aber auch lieber wie vieles in D. Bier / Rotwein zum Mittagessen ist dort Standard. Man ist immer mit Zeit - gerade das Essen (Diner abends) hat einen richtigen Stellenwert und geht bestimmt meist 2h (an normalen Arbeitstagen).
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mit besten Grüßen
Dirk


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Alt 13.09.2019, 08:50
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Zitat:
Zitat von skipper_winni Beitrag anzeigen
Hallo Stefan
vielen dank für den sehr kurzweiligen Reise-/Törnbericht.

Da wollen wir auch mal noch lang

Nur eine kurze Anmerkung, weil das hier immer wieder öfters genannt wird.
Ich hab in meinen bisher knapp 30 Jahren wo ich nach Frankreich reise egal ob zum Austausch, Urlaub, geschäftlich oder auch nur mal kurz zum Einkaufen - ist nur 80km von uns entfernt - noch nie eine richtig unfreundliche oder besser genannt "Deutschfeindliche" Antwort bekommen.

Wenn man sich in französisch bemüht (egal wie schlecht) dann bekommt man immer eine Antwort / Hilfe. Es ist aber mittlerweile auch so, daß in den Urlaubsgegenden am Meer sehr gut englisch gesprochen wird da hier viele Briten rüber geschwappt sind. Im Elsaß kommt man auch sehr gut mit Deutsch zurecht, damit sollte man nur nicht anfangen, dann ist das alles kein Problem.

Wie gesagt Deutschfeindlich ist mir da noch nie vorgekommen.

Die Mentalität der Franzosen generell ist mir aber auch lieber wie vieles in D. Bier / Rotwein zum Mittagessen ist dort Standard. Man ist immer mit Zeit - gerade das Essen (Diner abends) hat einen richtigen Stellenwert und geht bestimmt meist 2h (an normalen Arbeitstagen).
Kann ich 1:1 bestätigen, Dirk, entspricht auch absolut meiner mittlerweile über 50-jährigen Frankreich-Urlaubs-Erfahrung. Nicht umsonst gibt es in meiner Phantasie ein paar französische Traumplätze als innerer “Fluchtpunkt“ für besonders stressige oder unangenehme Momente ).

Und deshalb sind wir auch so zügig gen Metz gedüst, um hier die Seele etwas baumeln zu lassen... klappt bis jetzt ganz gut.

Meine Bemerkung über “keinerlei Anzeichen von Rechthaberei“ bei den Schleusenwärtern bezog sich als Kontrast zu solchen anderer Nationalität ).

Leider habe ich in der Schule im Französisch-Unterricht nicht gut aufgepasst, es reicht bei mir gerade so zum Überleben, aber für “conversation“ leider nicht.... tja, was Hänschen nicht lernt, lernt der Hans nimmer mehr :-((...

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