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Selbstbauer von neuen Booten und solche die es werden wollen.

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  #461  
Alt 28.05.2021, 10:43
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Zitat:
Zitat von Snackman Beitrag anzeigen
Was sind denn Göhlen?
Google spuckt nichts aus dazu.
Grüße
Hallo Marco,

das sind diese Ablaufrinnen, wenn Backskistendeckel so gebaut werden wie hier beschrieben: https://www.fky.org/restaurierung/re...aykowski-9.htm

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LG, Holger

_\|/_ Das Gras wächst nicht schneller, wenn man dran zieht _\|/_

Im Bau: Eco 65 classic "Galadriel"
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  #462  
Alt 29.05.2021, 12:39
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Standard Göhle

moin.

Als Göhlen werden auch die Nuten in Mast und Baum bezeichnet.

mfG Götz
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  #463  
Alt 29.05.2021, 12:58
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Zitat:
Zitat von Götz Beitrag anzeigen
moin.

Als Göhlen werden auch die Nuten in Mast und Baum bezeichnet.

mfG Götz
Moin
sächt de Büdelnaier und es stimmt.
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  #464  
Alt 03.06.2021, 07:50
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Moin,

ja, das sind wohl Göhlen, die wir dann einbauen. Nur in groß.

Unser Hauptproblem sehen wir darin, dass Restwasser, was noch auf der Klappe steht (Tau oder Spritzwasser), beim Öffnen des Deckels über die Scharnierkante in die Backskiste läuft.

Gleichzeitig haben wir etwas Gefälle auf der Fläche, Süllränder (zw. 20 und 40mm) und eine Dichtung wird es auch noch geben, besonders hinten an der Scharnierkante.

Zur Biokläranlage: auf hoher See / bei Überfahrten werden wir die Kleinkläranlage vermutlich gar nicht nutzen. Aber: wir wollen 30 Monate unterwegs sein. Davon entfällt nur ein ganz kleiner Teil auf hohe See. Den Rest der Zeit liegen wir vor Anker oder in Häfen, teilweise auch für Wochen, wenn es uns dort gefällt. Und wenn wir morgens in einer schönen Ankerbucht eine Runde ums Schiff schwimmen wollen, möchten wir den Kollegen der morgendlichen Sitzung nicht nochmal begegnen (wir hatten da unschöne Erlebnisse auf einem Kojencharter in Italien). Mit einem normal groß ausgelegten Fäkalientank müssten wir alle paar Tage Anker lichten, um in tieferen Gewässern zu verklappen.

In Schweden gibt es bereits ein Verklappungsverbot in Küstennähe, in den holländischen Kanälen ebenso. Diese Entwicklung wird sich unserer Meinung nach fortsetzen und auf andere Länder ausweiten. Wenn man dann nicht alle 2-3 Tagen zum Absaugen in einen Hafen will, ist eine Kleinkläranlage eine gute Alternative.

Und zusätzlich reizt uns das Experimentelle daran. Passt genau in unser Konzept.
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  #465  
Alt 03.06.2021, 11:52
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Moin
Ja so mokt dat sinn,meines wissens nach müssen Biokleinkläranlagen aber auch bei geringer Nutzung immer mal "gefüttert"werden .Da sind ja Organismen am Werke die ohne "Nahrung" verhungern und absterben---oder so?
gruss hein
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  #466  
Alt 07.06.2021, 19:54
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Hier mal ein paar Bilder zu unserer Schlafkoje im Bugbereich.

Das Brett ist zweigeteilt, so dass es einfach hochgeklappt werden kann. Durch die Verzahnung halten sich die beiden Bretthälften gegenseitig in Position.

Ab jetzt habe ich einen Ort für ein kurzes Nickerchen, wenn es mir zu anstrengend wird

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  #467  
Alt 12.06.2021, 08:47
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Karlheinz Karlheinz ist offline
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schon interessant was Ihr da treibt, toll....

aber jetzt - wenn ich das richtig sehe - ist das Kojenbrett aus Birke Multiplex? Das passt gewichtsmäßig nicht in eure bisherigen Bestrebungen , dazu noch im Bugbereich

Das muss noch in Sandwichbauweise...

weiterhin frohes Schaffen

Gruß Karlheinz
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  #468  
Alt 12.06.2021, 09:11
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin
Südlich von 50°S,Albatrosse kucken,Kap Horn? Kann ich schon verstehen,einmal im Leben habe ich zusammen mit dreihundert anderen Kollegen(Zerstörer)im mittlerem Nordatlantik einen Hurican geschrammt(Azoren-Virginia USA),war schon beieindruckend,aber mit einem Segelboot unter 30m Länge(wenn das man reicht?) möchte man da nicht da bei sein.
gruss hein
Mölders-Fahrer?

Auf einem Segler sieht alles anders aus als auf einem motor-betriebenem Boot/Schiff. Das Rigg bringt eine dauernde Stabilität. Da ist selbst ein 10m Segelboot angenehmer als ein 100m Dampfer.

Ein sehr geiles Projekt ist der Bau hier...

Grüße

Totti
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  #469  
Alt 12.06.2021, 22:02
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Moin Totti
Nee, D187 Rommel 1975-1976.aber die Ausbildungsfahrten nach den USA verliefen wohl alle ähnlich,denke ich.Bundesmarine und US-Verteidigungssystem---das sorgte immer wieder für nette Lachnummern,versuch mal für die Frischwasserversorgung des Dampfers,vor Portland am Anker hängend,Ersatz für den E-Motor der letzten verreckten Pumpe zu bekommen---das wurde selbst in GB nix auf die schnelle.
gruß hein Pser maschinsenschlossernde OG ut Hamborg hätt dat natörlich klor mokt.
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  #470  
Alt 13.06.2021, 10:37
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Zitat:
Zitat von hein mk Beitrag anzeigen
Moin Totti
Nee, D187 Rommel 1975-1976.aber die Ausbildungsfahrten nach den USA verliefen wohl alle ähnlich,denke ich.Bundesmarine und US-Verteidigungssystem---das sorgte immer wieder für nette Lachnummern,versuch mal für die Frischwasserversorgung des Dampfers,vor Portland am Anker hängend,Ersatz für den E-Motor der letzten verreckten Pumpe zu bekommen---das wurde selbst in GB nix auf die schnelle.
gruß hein Pser maschinsenschlossernde OG ut Hamborg hätt dat natörlich klor mokt.
Au mann, in Portland war ich mehrfach. Hassliebe, heute lacht man drüber und sehnt sich zurück...

Grüße

Totti
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  #471  
Alt 14.06.2021, 16:40
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Zitat:
Zitat von Karlheinz Beitrag anzeigen
schon interessant was Ihr da treibt, toll....

aber jetzt - wenn ich das richtig sehe - ist das Kojenbrett aus Birke Multiplex? Das passt gewichtsmäßig nicht in eure bisherigen Bestrebungen , dazu noch im Bugbereich

Das muss noch in Sandwichbauweise...

weiterhin frohes Schaffen

Gruß Karlheinz
Moin Karlheinz,

das Kojenbrett ist aus 9-Schicht-Pappel-Sperrholz, 15mm dick. Vom Gewicht her ähnlich leicht wie unser Sandwich, aber nicht so stabil. Als Kojen-Unterlage sollte es aber reichen.

Bei einer Sandwichplatte hätten wir die gesamten Kanten und Anschnitte nachlaminieren und ausfüllen müssen. Der Aufwand ist uns zu groß. Daher werden wir einige Innen-Möbel aus Pappelholz machen, das wir dann nur noch mit Leinölfirnis beschichten.

Grüße, Fred und Michaela
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  #472  
Alt 02.07.2021, 19:29
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Hier mal wieder ein kurzes Lebenszeichen von uns. Wir sind gerade an verschiedenen Baustellen am schaffen, aber insgesamt kommt das Boot gerade etwas kurz. Berufstechnisch sind wir heftig eingespannt und finden häufig abends nicht mehr die Energie, nochmal loszufahren.

Die Backskistendeckel sind jetzt laminiert und die Bugbettbretter dreimal mit Leinölfirnis beschichtet. Das reicht uns, sind ja schließlich keine Sichtteile. Die Gegenhalterungen / Stützen in der Bugkoje sind auch anlaminiert.

Dann hat Freddy mal wieder nicht an sich halten können und Löcher in unsere Bordwand geschnitten. Diesmal geht es um die Auflagen unserer absenkbaren Taucherrampen. Innen umrahmen die Stützen unseren Bugkojeneinstieg und sind senkrecht an die Bordwand laminiert. Nach außen ragt nur ein ganz kleiner Teil, die Auflage für unsere Auflageschale, auf der später das Trampolingestänge aufliegen wird. Der Durchbruch ist bereits wieder verspachtelt, muss aber nochmal überlaminiert werden.

Und endlich sind unsere ersten Akkus angekommen. Noch nicht die für den Grenzgänger, sondern erstmal die für unseren „Probeaufbau“. Alle anderen Bestandteile unseres Balkontests sind bereits vorhanden und seit Wochen krame ich bereits in den hintersten Ecken meines Hirns und suche nach dem gespeicherten Lerninhalt aus dem weit zurückliegenden Elektrotechnikkurs. Demnächst in unserem Blog: das Energiekonzept des Grenzgängers.

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  #473  
Alt 05.07.2021, 20:16
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Standard Das Energiekonzept des Grenzgängers

Wo fange ich an? Das Thema ist für mich immer noch sehr fordernd. Falls hier ein Fachmann mitlesen sollte, der sich über die laienhafte Erklärung ärgert: live with it

Unser Bordnetz wird mit 48 V laufen. Das wird schon allein dadurch notwendig, dass wir zwei E-Antriebe mit je 7,5 kW als Antriebe planen.

Die Energiegewinnung erfolgt über Solarzellen, die zu Feldern verbunden werden. Jede Solarzelle liefert maximal 0,6 V. Möchten wir also auf 48 V (plus etwas Überladung) kommen, brauchen wir sehr große, zusammenhängende Felder. Bei 50 V sind es bereits über 83 Solarzellen. Das Problem bei diesen großen Feldern ist a) der verfügbare Platz auf dem Boot und b) die Tatsache, dass auf einem Segelboot sehr schnell mal eine Zelle beschattet wird. Jedes teilbeschattete Feld reduziert seine Energiegewinnung deutlich. Aus diesem Grunde gehen wir einen anderen Weg.

Unsere Solarfelder sind deutlich kleiner. Fällt eines dieser kleinen Felder durch Beschattung aus, liefern die anderen weiterhin und der Verlust ist nicht so groß. Jedes Feld wird von der Größe her so abgestimmt, dass es zwischen 20 und 35 V liefert. Da wir viel Leistung benötigen, brauchen wir entsprechend viele dieser Felder. Und da Platz auf unserem Trimaran nur bedingt vorhanden ist, müssen diese Felder an unsere verfügbaren Flächen optimal angepasst sein. Daher bauen wir sie selbst.

Um auf die 48 V Bordspannung zu kommen, setzen wir MPPT-Regler zwischen die Solarfelder und die Akkubänke. Das sind keine normalen, handelsüblichen MPPT-Regler in unserem Fall, sondern speziell von einem Freund gebaute MPPTs, die die Spannung auf 48 V hochtakten. Unsere Felder sollten dabei die 35 V nicht überschreiten, damit der MPPT etwas Spielraum zum Hochtakten hat. Darauf basierend ergibt sich eine Solarfeldgröße aus mindestens 24 und maximal 48 Solarzellen. Von diesen Feldern planen wir 24 bis 26 Stück, die wir über Seitenschwimmer und Mittelrumpf verteilen. Insgesamt kommen wir auf etwa 1.000 Solarzellen, jede mit einer maximalen Leistung von 3,6 Wp, also 3.600 Wp in Summe. Das ist natürlich ein rein theoretischer Wert.

Es wird drei Akkubänke geben, die parallel geschaltet werden, aber von sich aus auch komplett unabhängig und damit redundant sind. Jede Akkubank wird aus 15 LiFePo4-Akkuzellen mit je 200 Ah bestehen. Bei Parallelschaltung kommen wir also auf 600 Ah bei 48 V, was 28,8 kWh Nennleistung ergibt. Nutzbar davon sind etwa 70%, also etwas über 20 kWh.

Um das ganze etwas anschaulich zu machen: unsere beiden E-Antriebe brauchen bei Volllast zusammen 312 A bei 48 V. Mit unseren 600 A (bei 1 C Entladestrom) aus den parallel geschalteten Akkubänken könnten wir im Notfall also fast 2 Stunden Vollgas mit beiden Antrieben fahren. Für uns war eine Stunde Vollgas der Referenzwert, um uns notfalls aus schwierigen Situationen befreien zu können. Im Normalfall würden wir die Antriebe natürlich nicht unter Volllast fahren.

Wind-, Schlepp- und Dieselgenerator sind bei dieser Planung noch außen vor. Uns ist es wichtig, einen großen Sicherheitspuffer zu haben, denn all diese Werte und Berechnungen sind rein theoretisch. In der Praxis ist es beispielsweise so, dass warme Solarzellen schnell an Leistung verlieren. Und es ist halt relativ unrealistisch, dass wir alle Felder zur gleichen Zeit beschienen bekommen.

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  #474  
Alt 05.07.2021, 20:29
Hesti Hesti ist offline
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Beeindruckend! Du setzt sicherlich Sicherungen zwischen dem Regler und den Batterien und auch zwischen Regler und Solarzellenfeldern, korrekt? Sperrdioden für die einzelnen Felder hast Du sicherlich auch eingeplant, wenn Du Felder parallel schaltest. Wirklich beeindruckend!
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  #475  
Alt 06.07.2021, 07:49
mihu mihu ist offline
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Selbst gebaute Solarpanele und MPPT Aufwärtsregler finde ich technisch interessant, aber viel Aufwand und auch viel Risiko an einer "Nebenfront". Wenn ein Solarpanel kaputt geht weil euch was drauf gefallen ist oder ein Regler defekt ist lassen sich Standardkomponenten auf der ganzen Welt einfach ersetzen, eine eventuell zwar optimaler angepasste Eigenbaulösung aber nicht.
Bei Flugzeugen sagt man entwickle nie ein neues Flugzeug mit einem neuen Motor. Eine Komponente muss bewährt sein, an der anderen gibt es schon genug zu basteln.
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  #476  
Alt 06.07.2021, 09:05
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Zitat:
Zitat von mihu Beitrag anzeigen
Selbst gebaute Solarpanele und MPPT Aufwärtsregler finde ich technisch interessant, aber viel Aufwand und auch viel Risiko an einer "Nebenfront".
Es gibt hier nur sehr wenige, denen ich das technisch und handwerklich zutraue.
Die Beiden sind sich der Problematik bewusst und wissen ihre Fähigkeiten einzuschätzen - da sehe ich nicht das Problem.
Letztlich wird das einzige Kriterium der Zeitfaktor sein.
Das ganze Projekt und die Umsetzung begeistert mich absolut.
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Gruß Norbert

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  #477  
Alt 06.07.2021, 10:20
Coal Coal ist offline
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Zitat:
Zitat von mihu Beitrag anzeigen
Wenn ein Solarpanel kaputt geht weil euch was drauf gefallen ist
Gerade das lässt sich sehr gut reparieren. Ein paar Wafer lassen sich leichter verstauen als ein ganzes Reservemodul. Und bei eigens angefertigten Reglern wird wohl auch noch einer als Reserve Platz an Bord finden.
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  #478  
Alt 06.07.2021, 14:52
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Hallo,

ich sehe sowhl Vor- als auch Nachteile, die Vorteile würden für mich überwiegen. Denn wie wahrscheinlic ist es auf irgendeiner Insel auf der Welt einen passenden Regler oder ein passendes Modul zu bekommen. Wenn ich aber es selbst zusammen und eingebaut habe, dann kann ich es mit Vorhalten weniger Komponenten reparieren und das ganze ist auf Redeundanz ausgelegt. Ein Totalausfall ist daher unwahrscheinlich.

Was mich mehr beschäftigen würde:
Reicht die Kapaziät um auch mal vor einem heranziehenden Sturmgebiet 3 Tage wegzumotoren? Wie kann ich das mit dem geringsten Aufwand an Platz, Komponenten usw. sicherstellen. Wenn ich einen Generator habe, der die halbe Leistung der Motoren während die laufen einspeisen kann, kann ich doppelt so lange fahren wie nur aus der Batterie. Viellicht übertreieben, aber in den Berichten von Weltumsegelungen die uich gelesen habe waren ein paar der Schreiber froh, das mal tun zu können.

Hans
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  #479  
Alt 06.07.2021, 19:40
FreMic FreMic ist gerade online
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Danke für euer Feedback.

@Hesti: ja, klar werden wir Sicherungen einbauen, wo sie notwendig sind. Zwischen Solarfeld und Regler sehen wir es nicht unbedingt als notwendig an, aber die Batterien werden separat abgesichert. Sperrdioden sind in den MPPTs schon mit integriert.

@Mihu: unser Energiekonzept ist für uns schon ein Hauptschauplatz, keine Nebenfront. Wir haben gute Unterstützung durch unseren Freund. Wir könnten es theoretisch auch über Fachfirmen konzeptionieren und installieren lassen, aber das würde uns nicht den Aufwand ersparen, uns hier einzuarbeiten und denen zu sagen, was wir haben wollen. Und dann können wir es genauso gut auch selbst tun.

@Noni: vielen Dank, dass du uns das zutraust Wir sehen hier durchaus noch Lernpotential. Aus dem Grund machen wir auch vorab einen Versuchsaufbau, um die Konstellation zu testen. Unsere PoC hat ja bereits ein einlaminiertes Solarfeld, allerdings wird hier heruntergeregelt. Dieses Solarfeld liefert bei guter Sonneneinstrahlung und leerer Batterie zwischen 3 und 5 A.

@Coal: das ist auch unser Gedanke. Die MPPT-Regler sind alle gleich, da können wir 2-3 als Ersatz mitnehmen. Ob wir unterwegs ein Solarfeld reparieren oder austauschen müssen, stellen wir mal in Frage. Wir haben viele Felder, ein Ausfall hätte noch keinen großen Einfluss.

@Haru: sehen wir auch so. Auch Standardteile sind nicht weltweit gleichmäßig verfügbar. Dann lieber Ersatz dabei haben und in der Lage sein, autark zu reparieren. Deinen Punkt, mal einem Sturm im Notfall wegfahren zu können, haben wir auch bedacht. Deswegen wird es einen 5 kW Dieselgenerator an Bord geben. Mit 5 kW haben wir etwa 30-35% Antriebsleistung. Das sollte bei unserem Boot bei nicht zu hohen Wellen für eine Geschwindigkeit von 6-8 kn reichen. Auf der anderen Seite sind wir ein Trimaran. Wir gehen davon aus, dass wir schneller segeln als motoren können. Da wir möglichst emissionsfrei unterwegs sein wollen, ist der Generator aber nur Backup.

Schönen Abend noch,
Michaela und Fred
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  #480  
Alt 07.07.2021, 07:45
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@Noni: vielen Dank, dass du uns das zutraust
Uff - zugegeben, etwas plump ausgedrückt und erst nach dem zweiten Mal Lesen selbst aufgefallen.

Das sollte nicht besserwisserisch oder wie aus dem Munde des Fachmannes klingen und schon gar nicht die Arbeit anderer hier diskreditieren.

Wollte damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen, dass Ihr bei der Veröffentlichung des Themas bereits über die Phase der Idee hinaus seid und Euch über die Umsetzung konkret Gedanken gemacht habt.
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Gruß Norbert

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