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Restaurationen Refits, Lackierungen, GFK-Arbeiten, Reparaturen und Umbauten von Booten aller Art.

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  #1  
Alt 10.06.2009, 22:24
Nitrox Nitrox ist offline
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Standard (Osmose-)reparatur des Jollenkreuzer "Orion"

Hallo alle zusammen,
lange ist es her seitdem ich mal wieder berichte, diesmal aber 1. von der Segelbootfraktion und 2. von der Gfk-fraktion.

Da ich letztes Jahr einen Segelschein gemacht habe und jetzt auch leidenschaftlicher Segler geworden bin, habe ich einen guten Kontakt zu meinem ehemaligen Segellehrer gefunden.
Vor einigen Wochen/Monaten hat er sich eine polnische Orion gekauft, die aber reparaturbedürftig war. Das es aber so ein Aufwand würde, hatte auch er nicht erwartet. Auch als ich meine Hilfe angeboten habe, dachte ich das ganze in ein paar Wochen zu beenden. Es sollte alles anders werden....

Aber schon mal eins vorneweg: Dieser Reparaturbericht soll auch "Amateuren"(Wie ich es ja im Bootsbau bin) helfen, eine Unterwasserschiffrenovierung/Osmosesanierung selbst durchzu führen.Ich freue mich auf ergänzungsvorschläge.

Leider können meine Bilder nicht alle Arbeiten wiederspiegeln, alles andere wird dann beschrieben. Hier erstmal ein paar Bilder vom Ausgangzustand:
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Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer.
Saint-Exupery
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  #2  
Alt 10.06.2009, 22:29
Nitrox Nitrox ist offline
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Wie in den ersten Bildern zu erkennen, hat das Boot neben einigen Gelcoatbeschädigungen auch ein ziemlich angegriffenes Unterwasserschiff. Unser erster Gedanke dabei: Antifouling bzw Grundierung runterholen, schleifen und dann neu grundieren und Antifouling.
Ausserdem mussten einige Holzverkleidungen neu gemacht werden bzw. geschliffen und lackiert.
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  #3  
Alt 10.06.2009, 22:35
Nitrox Nitrox ist offline
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Zuerst haben wir uns einen Kärcher geholt und alles gereinigt (Fotos sind schon nach dem abkärchern).
Während das Überwasserschiff deutlich gereinigt werden konnte, sind beim Unterwasserschiff einige Stellen abgeplatzt, das hat mir dann zu diesem zeitpunkt einige Sorgen gemacht.
Da ich Tischler bin, habe ich mich aber erstmal den Holzsachen zugewendet und habe das Unterwasserschiff im optimistischen Glauben nach hinten geschoben. Vielleicht war es auch das innere verdrängen vor dem was noch kam....

Ich hab hier noch 2-3 Fotos von den Holzverkleidungen gemacht, leider habe ich die Innenfotos wegen mangelnden Licht nicht so gut hinbekommen. Dort wurden aber die meisten arbeiten gemacht. Die Sperrholzplatten habe ich ausgetauscht, verwertbare leisten geschliffen und dann angepasst. Zum Schluss noch mit 1-K epifanes lackiert.
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  #4  
Alt 10.06.2009, 22:47
Nitrox Nitrox ist offline
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Die Holzarbeiten haben netto ca. 3-5Tage gedauert. Einige Lackschichten sind noch offen.

Nun wendete ich mich dem Unterwasserschiff zu. Da das abschleifen vom Antifouling zu mühselig ist und zuviel Schleifpapier benötigt, habe ich mir einen Tapetenschaber zugelegt. Dieser hat vorne auswechselbare Klingen. Nach einem guten langen und anstrengenden Tag war alles grob runter.
An mehreren Stellen waren leichte Beulen, als ich dort kratzte sind diese regelrecht aufgespengt wurden und es spritzte mir eine Flüssigkeit entgegen die säuerlich roch. Natürlich habe ich in diesem Augenblick an Osmose gedacht, weil ich dieses aber noch nicht zuvor gesehen hatte, kam mir noch der Gedanke dass vielleicht nur Wasser an einigen Stellen hinter die erste Gelcoatschicht durchdrang und dann durch die lange Dauer etwas geruch annahm.
Um die ganze Sache etwas besser einzuschätzen, schliff ich mit einem Excenterschleifer das gesamte Unterwasserschiff, das ganze dauerte auch nochmal in etwa 1-2 Tage.
Als mein Segellehrer sich das anschaute war er der Meinung, dass es keine tiefe osmose ist, sondern nur die erstere, ungefährlichere Variante.
Neben diesen Beulen, war auch das gesamte Unterasserschiff durchzogen von leichten Haarrissen.
Ich fing an, mit der Flex die Stellen rauszuschleifen, die am schlimmsten waren. So war auch die empfehlung eines bekannten Bootsbauers.
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  #5  
Alt 10.06.2009, 22:54
Nitrox Nitrox ist offline
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Auch hier zeigen die Bilder nicht das Ausmaß der Risse an.
Wir waren uns unsicher, zuerst wollten wir die schlimmsten Stellen ausflexen, spachteln und dann überall Epoxy rauf. Allerdings waren da noch die Risse.
Nachdem ich weiter flexte, kam erster Zweifel auf, da die Anzahl der zu spachtelnen Stellen teilweise über große Flächen ausliefen, beim flexen lösten sich ziemliche große Stücke. Hier wurde deutlich,dass die äußerte Gelcoatschicht nicht mehr sehr dicht war bzw. sich löste.
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Geändert von Nitrox (10.06.2009 um 23:07 Uhr)
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  #6  
Alt 10.06.2009, 23:06
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Zwischendurch kam schon mal der Gedanke auf, das gesamte Antifouling zu entfernen. Ich war zuerst dagegen, da mit der Flex die ganze geschichte zu lange dauert und die Form total uneben wird. Ich hatte im Internet über den gelcoathobel gelesen, durch den hohen Preis (Auch vermietung) war das aber auch keine option mehr.
Nachdem ich die meisten Stellen geflext habe, einigten wir uns auf das flächige Spachteln, dadurch sollten auch die Risse verschlossen werden. Geplant war dafür epoxy und microspheres als Füller von Behnke.
Mittlerweile waren auch schon einige tage bzw Wochen vergangen. Als mein Segellehrer bei behnke den Epoxy kaufen wollte, bekam er den Tipp, das Gelcoat mit einem normalen Elektrohobel zu entfernen, am besten das Boot vorher umdrehen.
Nach einigen Überlegungen entschieden wir uns dafür. Wir probierten noch am gleichen Tag das Boot umzudrehen, mussten aber schnell feststellen dass auch 4 Leute zu wenig sind um die Orion zu drehen. Also musste alles auf den Böcken gehobelt werden.
Also kauften wir uns einen Hobel
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  #7  
Alt 10.06.2009, 23:11
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Zwischendurch haben wir an einem Tag noch die Scheiben ausgewechselt. Bei einem Hersteller von Kunststoffplatten die alten Scheiben als Vorlage abgegeben und abgeholt. Zwischen Scheibe und Rahmen schnitten wir uns Abdichtband (Aus dem Fensterbereich) zurecht und klebten es auf dem Rahmen. Dann Scheibe ran und festgeschraubt. Darauf geachtet das die Schrauben von innen nach aussen festziehen um Spannung rauszunehmen. Zum Schluß wurde noch fungizidfreies Spezialsilikon aussen angebracht.
Die Scheiben sind leicht getönt, Farbe Braun.
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  #8  
Alt 10.06.2009, 23:18
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Dann kam der Tag des Hobelns:
Schon nach den ersten antasten merkte ich das es weitaus einfacher ist als ich vermutete. Die Schwierigkeit bzw. herausforderung besteht darin, das man das richtige Handling zwischen Hobeltiefe, haltung und Richtung (Quer oder längs) herausfindet.
Warnung an diejenigen die das nachmachen wollen: Dadurch das ich Tischler bin, kenne ich den Umgang mit dem Elektrohobel und weiss es gut einzuschätzen wie ich die Maschine halten muss. Für diejenigen die noch nicht damit gearbeitet haben ist es wahrscheinlich nichts. Zum einen muss man natürlich mit dem Ungang eines Hobels sehr aufpassen(Sicherheit) und zum anderen kann man sich schnell riefen einfangen. Gerade im vorderen Bugbereich hatte ich auch meine Schwierigkeiten. Insgesamt habe ich einen vollen Tag dafür gebraucht um alles zu hobeln.
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  #9  
Alt 10.06.2009, 23:21
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Wichtig ist beim hobeln vorallem, dass man nur das gelcoat abhobelt und wenig bis garnicht ins laminat geht. D.h. lieber bin ich mehrmals über eine Stelle gegangen aber dafür sicherer.
Durch die geraden Messer ist natürlich auch die Form etwas betroffen, diese galt es nun mit einem Exzenter wieder anzupassen.
Nach nochmaligen 2 Tagen war auch das geschafft.
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  #10  
Alt 10.06.2009, 23:33
Nitrox Nitrox ist offline
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Beim schleifen und hobeln sind mir allerdings laminatbedingte Löcher aufgefallen. Diese waren meistens sehr klein, haben mir aber trotzdem etwas Sorgen gemacht.
Wir waren uns einig, nach der Entfernung des Gelcoats mehrere Schichten Epoxy aufzutragen um so wieder eine Sperrschicht zu erhalten und der Gefahr der osmose vorzubeugen. Nach meinem Wissenstand wird dieser prozess der osmosesanierung in etwa auch so vollzogen.

Der nächste Schritt war das auftragen des Epoxys, geplant waren einige Schichten. Nach der Reinigung habe ich an einem Tag 4 Schichten aufgetragen. Schon nach der ersten Schicht kam auch das Problem der Laminatlöcher wieder zutage . Das Epoxy hat diese Löcher natürlich nicht alle verschlossen und somit eine ziemliche unebene und immer noch löchrige Oberfläche hinterlassen. Fehler war also, das ich zuerst spachteln hätte sollen. Somit habe ich wieder einige Schleifarbeiten mehr an der Backe.

Nach erneuten mühseligen 1,5 tage Schleifarbeiten konnte ich spachteln. Dazu epoxy mit microspheres relativ dünnflussig vermischt und mit einem chinaspachtel flächig verteilt. Durch das glatte abziehen hatte ich weniger Schleifarbeiten danach. Unebenheiten wurden dadurch auch weitgehend ausgeglichen.
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  #11  
Alt 10.06.2009, 23:39
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Nun war also nochmals schleifen angesagt, es ist wirklich die Arbeit die ich am meisten hasse, wo ich aber weiss das sie am wichtigsten ist.
Das gesamte Unterwasserschiff wurde geschliffen, dabei habe ich drauf geachtet die alte Fläche wieder herzustellen und alle vorhandenen ungleichheiten zu glätten. Nach einem Tag war auch das geschafft.

Als nächstes habe ich erneut ca 3 Schichten Epoxy aufgetragen. Durch die Böcke ist jeweils auch ein Tag verloren gegangen, dann mussten die noch offenen Stellen nachgestrichen werden.
Was kam nach dem Epoxy?! Richtig, wieder schleifen!
Hier erstmal noch ein Bild nach den letzten Epoxyauftrag.
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  #12  
Alt 10.06.2009, 23:54
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Die Reinigung vor jedem streichen sollte sehr gewissenhaft und ordentlich durchgeführt werden. Ich habe dazu immer Aceton benutzt.

Der Übergang von epoxy zu Gelcoat wurde von mir per abgeklebten Wasserpass geschliffen. Dazu am besten zweimal Klebeband und dann schleifen bis maximal das erste Band durchgeschliffen ist.

Danach alles mit Lackierband abgeklebt und zum grundieren vorbereitet.
Bis es zu diesem Zeitpunkt kam, waren einige Wochen nettoArbeit bereits vergangen, das Wetter verhinderte dann auch noch das lackieren.

Heute kam ich dann endlich dazu die grundierung aufzutragen, dazu von International 1-K Primocon in Grau.

Und hier das Ergebis und derzeitige Arbeitsstand. Ich erwarte, dass wir in der nächsten Woche fertig werden und das Boot dann eventuell schon gewassert wird. Aber abwarten, es kommt immer irgendwas neues. Obwohl ich schon mit meinem Boot die Erfahrung gemacht hatte, bei einer restauration vom Unterwasserschiff kommt schnell was unerwartetes hinzu und der zeitaufwand ist meistens 3mal so lang wie erwartet. Ähnlich verhält es sich entsprechend mit den kosten. Aber was macht man nicht alles für ein Boot was langfristig restauriert wurde und mit dem man dann endlich aufs Wasser kann. Ich freue mich schon jetzt wieder aufs segeln..
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  #13  
Alt 11.06.2009, 09:58
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Du schreibst so schön sachlich.

... ich kann mir deine Flüche und Eigenvorhaltung während der Arbeit aber vorstellen - war auch schon in dieser Situation

Gratuliere! perfekte Arbeit.

LG Peter
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  #14  
Alt 11.06.2009, 10:14
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Ich hoffe, Ihr habt zwischen Abhobeln und Beschichten eine laaaange Pause gemacht, damit das Laminat austrocknen kann? Professionelle Sanierer schieben das Boot dazu tagelang in Trockenkabinen.
Gruß,

Jörg
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  #15  
Alt 11.06.2009, 11:48
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hehe, danke Peter. Du hast wirklich recht, teilweise habe ich mich wirklich gefragt was ich dort mache, vorallem beim schleifen.
Aber nun ist das meiste geschafft, Antifouling noch, ein paar lackschichten noch beim Holz und ein paar kleine Gelcoatausbesserungen.

@Woody: Also wie ich geschrieben hatte, war diese Osmose anscheinend nur in der ersten Gelcoatschicht,d.h. das laminat war vollkommen in Ordnund. Allerdings haben wir trotzdem nochmals alles sorgfältig gereinigt mit Wasser und Aceton.

Eine Frage: Beim auftragen der grundierung sind mir einige wenige Stellen aufgefallen, bei denen anscheinend nicht genug spachtel drauf war,d.h. es sind noch sehr kleine Löcher. Kann ich nun mit epoxyspachtel diese schliessen? Und wenn ja, muss grundierung nochmals rauf? Oder meint ihr es reicht das AF raufzutragen?
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  #16  
Alt 11.06.2009, 13:11
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Wenn Du expoxi als Sperrschicht einsetzen willst muß die Schicht lückenlos sein. Wenn nicht kannst Du mit Epoxi-Spachtel nachbessern.
Antifouling ist nicht wasserundurchlässig.
Gruß,

Jörg
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  #17  
Alt 11.06.2009, 13:26
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Zitat:
Zitat von Woody Beitrag anzeigen
Wenn Du expoxi als Sperrschicht einsetzen willst muß die Schicht lückenlos sein. Wenn nicht kannst Du mit Epoxi-Spachtel nachbessern.
Antifouling ist nicht wasserundurchlässig.
Gut, also komplett wasserundurchlässig ist epoxy ja auch nicht (laut behnke). Also kann ich die Stellen mit epoxyspachtel auf der Grundierung nachbessern, aber ich muss diese Stellen doch nochmals grundieren oder?!
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  #18  
Alt 11.06.2009, 15:31
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Moin Nitrox,
kann Dir alles gut nachfühlen.
Mein Finn habe ich gestern nach erfolgter Blasenkrankheitsanierung endlich mit 400ter Papier fertiggeschliffen.
vorher Rumpf komplett abgeschliffen, 3 Lagen Epoxy, 2 Lagen Perfection Vorstreichfarbe.
Die Schleiferei ist wirklich eklig.
Nachdem ich bei der Vorstreichfarbe gemerkt habe, dass der Farbauftrag einfach nicht glatt hinzukriegen ist, wenn man mit Rolle und Schlichtpinsel arbeitet, habe ich mich mit einem Profi besprochen, der das Bootje mit dem Perfection Decklack spritzen wird.
Leider muß ich noch bis 1. Juli-Woche warten.
Bis dahin kann ich aber noch ein paar "Dreckecken" im Boot wieder in Ordnung bringen.
Also, erstmal Hut ab vor Deiner (Eurer) Leistung.

Three cheers for the old Nitrox!!

Gruß Rolf

Um ehrlich zu sein, ich war in der Zwischenzeit ein paarmal völlig am Boden. Und nur meine Frau und zwei meiner Segelkameraden haben mich daran gehindert, das Boot einfach auf den Müll zu schmeißen.
Jetzt ist alles vergessen!
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Gott schütze uns vor Storm un slechten Wind - un Seelüd, de an Land wat worden sind.
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Alt 11.06.2009, 15:54
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Zitat:
Zitat von Nitrox Beitrag anzeigen

Eine Frage: Beim auftragen der grundierung sind mir einige wenige Stellen aufgefallen, bei denen anscheinend nicht genug spachtel drauf war,d.h. es sind noch sehr kleine Löcher. Kann ich nun mit epoxyspachtel diese schliessen? Und wenn ja, muss grundierung nochmals rauf? Oder meint ihr es reicht das AF raufzutragen?
So wie ich gesehen habe, hast du nach dem Abschleifen den Rumpf mit r e i n e m Epoxy versiegelt (mehrmals)
dann geschliffen und gespachtelt... und geschliffen und gespachtelt.... etc.

also, wenn du, wie ich annehme so leichte "Punkte/Löcher" von der Spachtelmasse siehst, dann macht das dem Bootskörper nichts aus! Wohl kann es aber dem Skipper etwas ausmachen denn:

1. er sieht, dass er nicht richtig "gespachtelt und geschliffen" hat.

2. es könnte sein, dass er bei der nächsten Regatte um 0,0018 kn langsamer ist, als der Kollege mit dem spiegelplan geschliffenen Unterwasserschiff.

so, nun aber Ironiemodus aus...

Du hast schon alles richtig gemacht und die paar nicht soooo glatten Stellen sehen nur die Fische.Denk dran, dass unter dem Spachtel ja wieder Epoxy ist und auch der Spachtel eine weitere Schutzschicht bildet.
Wichtig ist nur, dass der ges.Epoxy Aufbau der innersten Schicht lückenlos ist und vor allem, dass keine Fasern durch das Epoxy durchdrücken, damit die kein Wasser ziehen können.

Übrigens, wenn du so etwas wieder machen solltest, dann schreib mir vorher eine PN. Die Beschichtung geht auch einfacher und schichtstärker mit weniger Arbeit. Aber darauf bin ich auch erst nach dem 2.x UW Schiff renovieren gekommen...

LG Peter
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Zitat:
Zitat von Peter R Beitrag anzeigen
also, wenn du, wie ich annehme so leichte "Punkte/Löcher" von der Spachtelmasse siehst, dann macht das dem Bootskörper nichts aus! Wohl kann es aber dem Skipper etwas ausmachen denn:

1. er sieht, dass er nicht richtig "gespachtelt und geschliffen" hat.

2. es könnte sein, dass er bei der nächsten Regatte um 0,0018 kn langsamer ist, als der Kollege mit dem spiegelplan geschliffenen Unterwasserschiff.
Na schon Punkt 1. ist schlimm genug

Nein, in ernst: Ich bin mir unsicher, ob sich nicht diese vertiefungen/Löcher bis zum laminat gehen, denn von dort stammen sie ja ab. Gespachtelt habe ich ja erst nach den ersten 4 Schichten, wobei das Epoxy nicht alle Löcher verschlossen hat (Wie beim normalen lackieren, wenn dort Haarrisse sind werden sie nicht vom Lack verschlossen). Also nach dem spachteln hatte ich nochmal epoxy aufgetragen und es könnte nun sein dass sich diese löcher vom Laminat bis zur Grundierung "offen gehalten haben". Ich will einfach vermeiden was du auch geschrieben hast: Das eindringen von Wasser ins Laminat.
Was meint ihr, ich hatte folgendes überlegt: Mit 5-min epoxy spachtel anrühren, die wenigen Stellen füllen, mit Hand kurz schleifen und nochmal kurz Grundierung rauf.

Zitat:
Zitat von Peter R Beitrag anzeigen
Übrigens, wenn du so etwas wieder machen solltest, dann schreib mir vorher eine PN. Die Beschichtung geht auch einfacher und schichtstärker mit weniger Arbeit. Aber darauf bin ich auch erst nach dem 2.x UW Schiff renovieren gekommen...
Hätte ich das mal vorher gewusst Na ich habe es selber auch nicht erwartet, dass ich das gesamte Gelcoat entfernen muss. Aber trotzdem danke Peter, ich komm bestimmt auf dich zu wenn ich nochmals sowas habe (Ich hoffe ich hab es nicht nochmal )

Viele Grüße aus Berlin, Dennis
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Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Männer zusammen, die Holz beschaffen, Werkzeuge vorbereiten, Holz bearbeiten und zusammenfügen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, unendlichen Meer.
Saint-Exupery
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